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E_1931_Zeitung_Nr.095

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TtTTTVYTMT /TiT3TT 1931 - No 95 schon einige Zeit gelaufen ist. Um eine Kondensation von Brennstoff im Saugrohr während des Betriebes zu verhindern, ist dieses bei modernen Motoren fast immer durch den Auspuffstutzen geheizt oder durch Auspuffgase, die es umströmen, heizbar eingerichtet. Damit bei Wagen mit Magnetzündung auch, schon bei niedrigen Anlasstourenzahlen ein genügend kräftiger Zündfunken entsteht, kann \n den Antrieb des Zündmagneten eine sogenannte Abschnappkupplung eingebaut werden. Durch diese Abschnappkupplung nimmt dann der Magnet im Moment, in dem der Zündfunken Zustandekommen soll, eine grössere Winkelgeschwindigkeit an als der Umdrehungsgeschwindigkeit seiner Antriebswelle entspricht. Anlassbehelfe. Schliesslich seien hier noch einige Tricks erwähnt, die das Anlassen eines kalten Motors ebenfalls erleichtern können. Es sind dies die Vorwärmung des Vergasers und des Saugrohres durch aufgelegte, vorher in heissem Wasser getränkte Lappen; die Vorwärmung der Zündkerzen, dadurch erreicht, dass man diese herausschraubt, mit etwas Benzin begiesst und anzündet; das Eingiessen von einigen Kubikzentimetern Aether in die Vergaserschwimmer-Kammer oder das Ansaugerdassen von Azetylengas, das man durch Anfeuchten einiger Karbidforocken in einem Blechdeckel sich entwickeln lässt. Die beiden letztgenannten Massnahmen müssen allerdings a,ls eine Art Rosskuren betrachtet werden und sind deshalb nur im Notfall anzuwenden. Versagen alle diese Massnahmen, so kommt man meistens ganz von selbst auf das Anschleppen oder Anschieben des Wagens bei eingeschaltetem zweithöchsten Gang. Reagiert ein Motor auch dann noch nicht, so kann man ruhig annehmen, dass ein organi- In der Ansaugleitung kann ein Heizflansch montiert werden. Ingangsetzung kann erleichtert werden, indem etwas Benzin im Unterteil der (abgeschraub- Kerze verbrennt und damit die Elektroden erhitzt Die man ten) Ein zu brennstoffreiehes Gemisch ist leicht an der dunklen Farbe und am stechenden Geruch der Auspuffgase zu erkennen. scher Defekt vorliegt, der zuerst behoben werden muss. Warmlaufen des Motors. Ist der Motor einmal angesprungen, so will ihn der Fahrer meist möglichst rasch auf die Betriebswärme bringen, bei deT er seine volle Leistung abgibt. Von einem Durchbrennenlassen des Motors, wie es zu diesem Zweck häufig geübt wird, sei hier aber dringend abgeraten. Man bedenke, dass im Anfang die Schmierung noch nicht richtig arbeitet. Besonders nach längeren Fahrpausen ist das Oel von allen Schmierstellen abgeflossen. Wird der Motor bei derart mehr oder weniger ausgetrockneten Lagerstellen auf hohe Tourenzahlen getrieben, so wäre •':..,., —•—$'1 -- JfiSg;-"-* Regelung der Kühlwassertemperatur. / •* pjjjgs Die erwähnten Vorrichtungen zur Rege- —>-—«-Ssa^ j| ^sssSEsääÄÄ i ung der Kühlwassertemperatur sind auch j> v jkJf^-L,JL auf der Fahrt nützlich, da sie die Einhaltung der '"ZT^^r^^^mimm günstigsten Arbeitsbedingungen für den ^nlp^g^Sgss^lwWHW', Motor ermöglichen. Der Automobilmotor art Jg»f n beitet mit seiner besten Wirtschaftlichkeit r°*" *~] p bei einer Kühlwassertemperatur um 70—80 p»S|^/ Grad Celsius und entwickelt hier meistens dem eine grosse Auswahl von Kühlerabdeck- t— -»"B"—-ufff Vorrichtungen in der Gestalt von Klappen oder ^ ^ ^ ^ katalytisch6a Hdrofm Stören, die nachträglich noch an einem Wa- A) Asbestteppioh, D) Dooht, E) Einfullöffiran* tsk gen angebracht werden können. LeicfatbenT-m, S) Sieb, W) "Watte. Üi iifc ROYAL CO., S.A. Hauptsitz: ÖLTEN

N° 95 — 1931 AUTOMOBTL-REVUE Wichtig ist für das leichte Anspringen des Motors, dass die Unterbreoherkon takte und die Vorzündung richtig eingestellt sind Regelung der Unterbrecherkontakte bei E, Regelung der Voraündung durch Verdrehen des Verteilerkopfes nach Lösen der Mutter W. werden, die aber natürlich eine Anschlussmöglichkeit bedingen, erfreuen sich gegenwärtig besonders die unbeschränkt transportablen, sogenannten katalytischen Benzinöfen grosser Beliebtheit. Der Brennstoff verbrennt in diesen kataiytischen Heizkörpern ohne jede Geruch- und Rauchbildung und ohne Flamme, so dass man sie gefahrlos unter die Motorhaube stellen oder zur Heizung des Wageninnern verwenden kann. Solche Heizkörper sind unter den Marken « Katalyt», t Apyr », < Volix », * Ferwarm » und « Chofoto » im Handel Bei nicht zu strengen Wintern können die erwähnten Heizkörper auch zur Temperierung der Garage dienen. Will man jedoch den Wagen Immer möglichst rasch startbereit haben, und in der Garage auch bei scharfer Winterkälte gelegentlich Arbeiten ausführen können, so empfiehlt sich die Einrichtung einer besonderen Garageheizung. Wo sich die Garage in der Nähe eines Wohnhauses mit Zentralheizung befindet, kann häufig ohne grosse Kosten ein weiterer mit dem Zentralheizungssystem verbundener Radiator in ihr aufgestellt werden. Die Industrie hat auch separate Warmwasserheizungen oder Warmluftheizungen für Garagen herausgebracht, bei denen die Feuerstelle entweder ausserhalb des Garageraumes liegt oder doch derart geschützt ist, dass den feuerpolizeilichen Vorschriften Genüge geleistet wird. In Gegenden mit niedrigem Stromtarif besteht natürlich die einfachste Lösung in der Beheizung der Garage mit einem elektrischen Widerstandsofen Die Heizung sollte in jedem Fall so bemessen sein, dass auch bei den niedrigsten vorkommenden Wintertemperaturen im Garageinnern eine Temperatur von 5 Grad Celsius erhalten bleibt. Wird die Garage zu mehr als nur gelegentlichen Arbeiten benützt, so sollte die Heizung auf 10 Grad Mindesttemperatur berechnet sein. Ein elektrischer Kühlerwärmer. Wer einen geschlossenen Wagen besitzt, wird diesen im Winter dann besonders zu schätzen wissen, wenn sich auch der Passagterraum temperleren lässt. Auf einige Möglichkeiten, die Temperierung durch einen katalytischen Heizkörper, haben wir schon hingewiesen. Aehnliche Hilfsmittel, allerdings von lange nicht so grosser Wirksamkeit, stellen Wärmeflaschen oder mit rauchlosen Briketts betriebene kleine Glühöfen dar. Technisch lag von Anfang an der Qedanke nahe, zur Beheizung des Wageninnern einen Teil der grossen, sonst verloren- ist sehr wirksam und wird schon einige Minuten nach dem Anlassen des Motors fühlbar. Sie lässt sich ausserdem leicht regeln, da man nur die erwähnte Zweigleitung durch eine Klappe mehr oder weniger zu öffnen oder zu schliessen braucht. Einen gewissen Nachteil hat jedoch die direkte Auspuffheizung in der Hinsicht, dass bei nicht sehr sorgfältiger Ausführung giftige Auspfuffgase ins Wageninnere gelangen und die Passagiere gefährden können. Um jede Möglichkeit einer Gasvergiftung auszuschliessen, wurden denn auch Auspuffheizungen geschaffen, die wir als indirekt bezeichnen möchten. Prinzipiell ist hier um die ausserhalb des Passagierraumes verlaufende Auspuffleitung ein Wärmemantel gelegt, in welchem sich Luft erwärmt. Diese Luft wird sodann durch geeignete Leitungen ins Wageninnere geführt Aaspuff-, Luft- nnd Warmwasserheizungen. Eine weitere Abart der Wagenheizung ist die, bei welcher anstatt der Auspuffwärme die Kühlwasserwärme ausgenützt wird. Ein Fangtrichter fängt hier die hinten aus dem Kühler austretende erwärmte Luft ab und führt sie durch ein Blechrohr ins Wageninnere. In vereinzelten Fällen wurde der Passagierraum auch schon mit einer Art Zentralheizung ausgerüstet. In dep Kühlwasserkreislauf des Motors wird dazu parallel oder in Serie zum Kühler ein Radiator eingeschaltet, der irgendwo im Passägierraum aufgestellt ist Zum rascheren Abtransport der Wärme wurde bei einem solchen System noch ein Ventilator hinter dem Radiator angebracht In einigen Punkten Hessen allerdings diese Warmwasserheizungen bis jetzt noch etwas zu wünschen übrig. So machte z. B. die Zuteilung der zweckmässigen Wärmemengen einerseits zum Radiator und anderseits zum Kühler gewisse Schwierigkeiten. Es ist aber zu erwarten, dass sich das Problem durch Verwendung von Thermostaten, wie sie auch sonst bei der Motorkühlung vielfach Verwendung finden, doch noch in befriedigender Art lösen lassen wird. Jede einigermassen wirksame Heizung des Passagjerraumes bedingt eine besondere Präparierung der Scheiben, wenn diese nicht an- gehenden Wärmemengen auszunützen, die in den Auspuffgasen enthalten sind. Konstruktiv ist das wieder auf verschiedene Arten möglich. Man kann eine Zweigleitung des Aus- laufen und dadurch undurchsichtig werden sollen. Bezugsquellen für solche Präparate puffrohres schlangenförmig durch das Wa-singeninnere hindurchftihren und so als Wärme- gute Dienste leisten ausserdem Scheiben- in unserem Inseratenteil zu finden. Sehr strahler wirken lassen. Derartige Heizanlagen wischer, die auch die innere Oberfläche der werden denn auch in den verschiedenstell. WipdiScjiMtzscheibe von einem Feuchtigkeitsiiesoilag freihalten. Und schliesslich seien Formen in den Handel gebracht. Die Heizung in Eine Warmwasserheiztingsanlage, wie sie für Ga» ragen in Frage kommen kann. Die Feuerungsstellt befindet sich ausserhalb des Garageraumes. diesem Zusammenhang Lüftungsvorrichtuni gen erwähnt, die eine dauernde Ventilation des Wageninnern ermöglichen, ohne dass man die Fenster teilweise zu öffnen und dadurch gesundheitsgefährdende Zugluft hervorzurufen braucht Eisbildung auf der Aussenseite der Windschutzscheibe kann ebenfalls durch die erwähnten beschlagsverhindernden Präparat© verhindert werden. Wird man unterwegs bei Temperaturen unter Null vom Nebel überfallen, und hat man kein solches Präparat zur Hand, so kann man die Vereisung der Windschutzscheibe behelfsmässig auch dadurch verhindern, dass man die Scheibe mit der Schnittfläche einer frisch aufgeschnittenen Zwiebel oder Kartoffel, oder auch nur mit einem zusammengeballten Zeitungspapier abreibt Die geeignetste Massnahme speziell zur Verhinderung der Eisbildung auf der Windschutzscheibe dürfte jedoch im Einbau eines Scheibenwärmers zu erblicken sein. Ahfftllkessel für das Kuhhrasser. der mit «ein« wänneisolierend gebauten Wänden das KühlwasMI über Nacht wann hält. Am Morgen wird du warme Wasser in den Kühler zurückgeschüttet, zugleich den Motor erwärmt (Fortsetzung elehe II. Blatt) für Kenner« Rass und anspruchsvolle Automobilisten gen, der auch bei hoher Geschwind Sicherheit bietet. efahrer gebauter Wafgkeit absolute Neues Modell 1932 Wird er leicht starten? NEIN - wenn sein Besitzer am Vergeßlichkeit noch das SömmerSl in seinem Motor bat. Dieses Oei erstarrt bei kaltem Wetter und erschwert da» Anspringen des Motors. Die wiederholten Anlaßversuche erschöplen die Batterie, die schon ohnebin mehr beansprucht wird, weil sie die Beleuchtung des Wagens speisen muß J A • wenn sein fürsorglicher Besitzer das Oel zu Beginn der kalten \\ terung abgelassen and es durch den Typ Mobiloil .ersetzt hat, den unsere Schmiertabelle für den In diesem Winter Winter empfiehlt. Der Motor springt leicht sollten Sie Getriebe und Hinter an, weil dieser Typ Mobiloil auch bei kaltem Wetter genügende Leichtfliissigkeit behält. Der achse mit Wagen erreicht auch ohne Störung das Mobiloil CW Ziel,weil richtig gewähltes Winteröl seine Schnnerfähigkeit auch bei Temperaturen bis 200° behält, RCbmiereo. die sich im arbeitenden Motor entwickeln. VERWUNDEN SIE IMMER UNDÜBERALL Qua'Mäts.Kar' weis: Die Auskunft der Lorraine- Besitzer. — 1 Jahr Garantie. BCylinder - 85x120 mm - 21 St. HP. - C90B.HP. Spur 1.42 m - Radstand 3.26 und 3.54 m. Das bis in die kleinsten Details durchkonstruierte Chassis ist unübertroffen in Strassenhaltung und Federung. Der ausserordentlich kräftige Motor besitzt ein auffallend rasches Anziehungsvermögen. Garantierte Stundengeschwindigkeit des mit 4 bis 6 Personen besetzten Wagens, am Chronometer gemessen: 110-120 Kilometer Benzinverbrauch per 100 km 20-23 Liter. Gewicht des Chassis 1500 kg Gewicht des geschlossenen Wagens ca. 2000-2200 kg Touren- u. Sportwagen 6 Cylinder - 18 HP - bestbewährtes und allgemein beliebtes Modell. Generaf-Ver'reter WALTER STOCKER, ZÜRICH Gasometerstrasse 35 Telephon 35,422 Ausstellung Limmatplatz Garagen, die sich für den Verkaut interessieren, sind gebeten, sich beim Generalvertreter zu melden. fl M O i W V