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E_1931_Zeitung_Nr.098

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auchlich war, wurde Mark

auchlich war, wurde Mark Twain ein begeisterter Radler. Stundenlang fuhr er in der Umgebung seines Landsitzes spazieren. Eines Tages kehrte er von seiner Radpartie zurück und meinte zu seiner Frau: «Seitdem ich das Fahrrad besitze, weiss ich erst richtig, was fluchen heisst.» «Mark!» entgegnete die Gattin vorwurfsvoll. «Ich habe dich doch schon oft genug gebeten, du möchtest das gottlose Tun unterlassen!» «Ich bin es ja garnicht, der flucht,> fiel ihr Mark Twain in die Rede, «das sind doch die Leute, die ich unterwegs überfahre.» Ueberhaupt das Fluchen — das hatte sich Mark Twain als Lotse auf dem Mississippi und später als Goldgräber angewöhnt und wäre es gern wieder los geworden, nachdem er seine bigotte Frau geheiratet hatte. Zumal in der Zeit, als er begann, Golf zu spielen. Da fluchte er nach Herzenslust die saftigsten Sprüche vor sich her. Seine Frau war entsetzt. «Mark!» sagte sie streng. «Beherrsche dich!» Als diese Mahnung nichts half, schlug sie ihm vor, er solle bei jedem Fluch einen Stein in die Tasche stecken, der ihn daran gemahnen würde, fürderhin die schrecklichen Redensarten zu unterlassen. Mark Twain versprach feierlich, entsprechend zu verfahren und zog zum Golfplatz. Am Abend kam er nach Hause. Nicht wie sonst hüpfenden Schrittes, sondern schleppend-müde. Er trat vor seine Frau und schüttete aus allen Taschen eine Unmenge Steine zu Boden: . «Dies, teures Weib, sind nur die kleineren Flüche — die ganz dicken kommen mit einem Lastwagen hinterher.» In den amerikanischen Städtchen, die Mark Twain auf seinen Vortragsreisen besuchte, pflegte er stets in den ihm schon von früher her bekannten Hotels abzusteigen. Einmal kam er in einen Ort, in welchem er jahrelang nicht gewesen. Der Wirt bewillkommnete den Dichter aufs herzlichste und liess es sich nicht nehmen, den berühmten Gast in den Saal zu geleiten, ihn dabei unausgesetzt mit Fragen bestürmend, ob er sich auch ja in den altbekannten Räumen heimisch fühlen werde. «Muss dies nicht alles teure Erinnerungen in Ihnen erwecken?» meinte der Wirt und machte mit dem Arm eine weitausholende Bewegung. «O ja, o ja,» lächelte Mark Twain. «Derselbe alte Speisesaal! Dasselbe alte Klavier! Derselbe alte Kamin! Dieselben alten Bilder! Und dann hier: dasselbe alte Tischtuch!» Eines Tages erhielt Mark Twain ein merkwürdiges Schreiben. Darin behauptete ein jemand, er sähe ihm, dem Dichter, derart ähnlich, dass er fortwährend mit ihm verwechselt würde. Zwar gereiche ihm das zur Ehre, andererseits sei dieser Zustand aber auch recht lästig, denn er müsse alle die Fragen beantworten, die die Leute an den vermeintlichen Mark Twain stellten. Das hätte ihm schon viel Zeit gekostet, und deshalb glaube er, berechtigt zu sein, von Mark Twain Schadenersatz fordern zu können, und er — der jemand — dächte, 500 Dollar seien in diesem Falle wohl nicht zu viel. AUTOMOBIL-REVUE 1931 — J\2 V»8 Nachdem Mark Twain diesen komischen Brief gelesen, steckte er ein kleines Geldstück in einen Umschlag und schrieb dazu an den jemand: «Anbei 25 Cts. Für dieses Geld lassen Sie sich sofort die Haare schneiden, dann sehen Sie bestimmt mir nicht mehr ähnlich.» Bekanntlich trug Mark Twain auf seinem interessanten Schädel einen riesigen weissen Haarwald. Der Tagesfilm Von der Findigkeit der Post. «Nogel Norte Sempargh Helvetia». So steht zu lesen auf einem Briefe, aufgegeben in Chidadela (Minorka, Balearen) am 24. Oktober dieses Jahres. Dass diese Adresse richtig gedeutet wurde und die Vogelwarte Sempach den Brief erhielt, ist doch gewiss das Zeichen einer findigen Post. Der Absender, der meldete, einen Staren erlegt zu haben, der am 3. Oktober in Sempach b'eringt wurde, muss die Adresse auf dem Ring recht mangelhaft gelesen und abgeschrieben haben. Trotzdem kam die Meldung richtig an und brachte einen Beweis mehr, dass die Stare das Mittelmeer überfliegen und vielfach auf den Balearen halt machen, ehe sie in ihr Winterquartier, das milde Nordafrika hinüber wandern. Das grösste Kraftwerk der Welt. Wenn es das grösste Kraftwerk der Welt ist, so muss es selbstverständlich in Amerika liegen, und zwar genau im Staate Südkarolina. Es handelt sich um einen Stausee, in den der Saludafluss durch einen riesigen Damm verwandelt wurde. Das Wehr ist nicht, wie wir dies gewohnt sind, aufgemau- ert, sondern aus Erde aufgeschüttet. Demgemäss ist es unten 400 m dick, hat eine Länge von fast 2,5 km und trägt auf seiner Krone eine betonierte Autostrasse, die einen Teil des staatlichen Strassennetzes bildet. Ein volles Jahr musste der Fluss strömen, ehe er das Becken gefüllt hatte, wobei er die Heimwesen von 4000 Menschen unter Wasser setzte. Dafür ist der See aber auch 41 Meilen lang und 14 Meilen breit, und seine Uferlinie ist 520 Meilen lang. Ein Autofahrer braucht also eine gesalzene Tagereise, wenn er ihn umkreisen will. Das Kraftwerk soll 200,000 kw abgeben und den grössten Teil der Südoststaaten der Union mit Strom versorgen. Herren nicht zugelassen! Eine neue Art von Restaurants scheint in Paris Mode zu werden. Man sieht neuerdings in den Hauptstrassen Kaffeehäuser und Speiserestaurants, bei denen an der Tür ein Schild befestigt ist, das lautet: « Nur für Damen ! Herren sind nur abends zugelassen.» Diese merkwürdige Inschrift ist auf das Betreiben zahlreicher berufstätiger Frauen zurückzuführen, die sich darüber beschwert I an Fr. 360.- om w onen vom Einfachsten bis zum Elegantesten von Fr. 875. - an III 1 II von Fr. 95.- an Verlangen Sie unsere Offerte! 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N"b8 — 1931 EDO] EP HD"- Goethe hat gesagt, prächtige Zimmer seien für Fürsten und Reiche (er meint Leute, die nichts zu tun haben); wenn man darin lebe, fühle man sich beruhigt, man sei zufrieden und wolle nichts weiter. — Ohne zunächst das schöne Zimmer in Schutz zu nehmen, könnte man denselben Vorwurf, sie bewirke unproduktive Beruhigung, auch der Natur machen. Die Natur ist ewig wie das Meer, heilig wie hohes Gebirge oder idyllisch wie Wiese und Quelle. Sie ist auf jeden Fall selbstgenügsam, auf eine majestätische und friedliche Weise in sich geschlossen, einwandfrei, fix und fertig, das Sechstagewerk Gottes, das er selbst sehr gut befunden hat. Sie ist, der Dichter hat es ausgesprochen, «vollkommen überall, wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual». Aber eben diese Menschenqual ist ja das Produktive, und die Vollkommenheit der Natur ist weit mehr geeignet, die produktive Unruhe als überflüssig empfinden zu lassen und einzulullen, als ein prächtiges Zimmer. Nicht als ob die Natur uns keine Ideen zu schenken vermöchte, obgleich eine gewisse Neigung der Gedanken zum Evaporieren und zur träumerischen Formlosigkeit unter freiem Himmel, ohne den Deckenschutz der Menschenbehausung, zweifellos besteht. Flauberts Erfahrung: «On ne peut penser qu'assis» widerspricht der meinen ebensosehr, wie sie der Nietzsches widerspricht. Die besten Einfälle ergeben sich oft beim Spazierengehen; um wieder flott zu werden, nachdem man «festgesessen», ist körperliche Motion im Freienein ausgezeichnetes Mittel. Nur ist das erstens keine geistige Wirkung der Natur als solcher, sondern ein hygienischer Effekt: der erhöhte Stoffwechsel, die verstärkte Aufnahme von Oxygen macht uns Gedanken. Und zweitens ist nicht zu leugnen, dass es uns zuweilen mit so empfangenen Eingebungen ein wenig geht, wie mit solchen, die uns im Traume kommen: Sie scheinen im Augenblick der Konzeption weit besser und brauchbarer als sie sich bei näherer Prüfung erweisen und bedürfen zum mindesten nüchterner Betreuung unter weniger leichtsinnig-beflügelten Umständen. Auf der andern Seite ist im schönen und reichen oder eleganten Zimmer allezeit viel SOFD ERyO^IDJ Vom schönen Zimmer Von Thomas Mann. len Ringe zu den am meisten getragenen. Leute, mit Recht den Anspruch auf ein wenig äusseres Behaegn erhebe. und bedeutend gearbeitet worden: von Fürsten, von grossen Ministern und Geschäfts- Sie unterscheiden sich in Träger von Edelsteinen und in Siegelringe, die neben dem leuten, von Männern also, die durch eine solche ihnen vertraute und gewohnte Umgebung Schmuck zugleich noch einen praktischen Zweck in sich schliessen. Von diesen soll Goldenes Geschmeide keineswegs in den Stand unproduktiver Befriedigung versetzt wurden und keiner Dürf- Wenn wir « Gold » sagen, dann erhebt sich Siegelringen unterscheiden wir Wappen- und hier ausführlich die Rede sein. Bei diesen tigkeit bedurften, um wollen zu können. Von eine Welt voll Kostbarkeit vor uns. Gold Monogrammringe. Die Wappenringe isind fürstlichem Prunk nun übrigens kann heute wirkt als Zauberwort, ist ein absoluter Wertmesser. Um das Gewinnen von Gold geht net eine besondere Vornehmheit aus. Sie natürlich von älterer Tradition und sie zeich- nicht mehr die Rede sein, dergleichen kommt, seit die Zeiten der Fürsten vorüber sind, als es in der Sage, beispielsweise um den Nibelungenschatz. Aus Gold besteht jener wunwissen, sich auf Heraldik verstehenden Krei- wirken auch als Erkennungszeichen in ge- täglicher Lebensrahmen kaum noch vor, und auch bürgerlicher Prachtstil hat sich epochal dersame Ring, den der Zwerg Andwari in sen. überlebt und ist von Geschmacks wegen ausgestorben. Was übrigbleibt, ist eine Sach- innewohnt, das geschwundene, verlorene Jahrhunderten die Sitte des Wappenringtra- der Edda besitzt und dem die Eigenschaft Die alten Schweizerfamilien pflegen seit lichkeit, von der man sich wünschen möchte, Gold wieder zu mehren. Im Nibelungenlied gens. Er dient als beliebtes Konfirmatiorisgeschenk oder als Gabe bei Eintritt in die dass sie nicht in der Dürre eines Gestänges spielt der Goldschatz, den Siegfried Kriem- geschenkt, eine schicksalsvolle Rolle. Mündigkeit. Es sind in vielen Familien ausarte. Sachlichkeit in bezug auf die Ein-hilden wert- richtung menschlicher Wohnung bedeutet doch wohl sachdienliche Bequemlichkeit, und diese wird dem natürlichen Schönheitssinn Genüge tun dürfen, ohne dass darum der Vorwurf der «Bürgerlichkeit» sie treffen könnte. Es kommt nur auf den Bewohner an, dass ihm Behagen nicht zum Selbstzweck werde. Der Wunsch des Tätigen nach behaglich-würdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen wird keiner Gesellschafts- und Wirtschaftsform fremd sein und auch in einer durchaus fleissigen Menschheit nicht verpönt werden, falls, wie man sollte erwarten dürfen, mit dem Fleisse einiger Wohlstand verbunden sein wird. Dieser Wunsch hat mit Bürgerlichkeit so wenig zu tun, wie der heutige Einrichtungsstil mit dem eigentümlichen Ungeschmack von Möbeln aus der Zeit des Makartbuketts noch etwas zu tun hat. Persönlich zu sprechen, so bin ich von jung auf an schöne Räume gewöhnt und ein ge- AUTOMOBIL-REVUE von grünem Gold die Rede, besonders in eckig oder oval, ja fast rund werden. Es gibt Vergleichen, nicht selten überdies von gel-da Der jüngsten Zeit blieb es vorbehalten, der heutigen Goldschmiedekunst ist sehr viele Möglichkeiten. Die Erfindungsgabe wisser Anspruch in dieser Richtung ist mirbem. eingeboren, so dass ich früh begann, mir aus das Weissgold zu kultivieren. Da wir diegross, bleibt aber, wie dies bei jedem Zeitstil der Fall ist, in der ihr heute angemesse- Ererbtem und Erworbenem eine eigene Einrichtung mit Andeutungen von Eleganz zu- und weisses Gold mitunter am gleichen Stück nen verfeinerten und doch sachlichen, klaren Farbe so lieben, treten gelbes oder grünes sammenzustellen. Alles Vergängliche ist nurauf. Die Zeichnung erhält damit ihre Gliederung denn durch diese farbige Abstufung Formgebung. ein Gleichnis, und die eigenhändig lackierten Korbstühle, die damals um meinen Tisch werden ihre Formen schärfer umrissen. Goldene Ringe erscheinen oft in zwei Farben, standen, leisteten dieselben inneren undäusseren Dienste, wie die Empire-Fauteuils, die ebenso Gliederarmbänder und kunstvolle sie später ablösten, ohne meinem Tätigkeitstrieb gefährlicher zu werden als jene. Halsbänder. Grün- und weissgoldene Glieder Wirklich bin ich ein leidlich fleissiger Mensch, und schon der nur eben angenehmen, aber keineswegs prächtigen Behausung würde ich mich schämen, wenn sie den Rahmen meines Nichtstuns bildete. Schliesslich kommt es wohl auf die inneren Umstände an, wenn die Frage sich stellt, ob die Gefahr der Verweichlichung überhaupt in Betracht kommt oder nicht, und in einer Jugendnovelle habe ich einmal einen Dichter sagen lassen, dass, wer es innerlich schwerer habe als andere Mit ihm erwirbt sich die Königin so viel Anhang, dass Hagen ihn ihr wegnimmt, um ihn in den Rhein zu versenken. Von verborgenen Schätzen in der Tiefe eines Brunnens erzählt uns Gottfried Keller in « Spiegel, das Kätzchen ». Ueberall wird das Gold von einem seltenen Zauber umsponnen, bleibt es wie nichts anderes begehrenswert. Auch heute, in weniger phantasievollen Zeiten, behält es seine Anziehungskraft. Denn mögen alle andern Werte schwinden, fragwürdig werden, so bleibt das Gold in seiner Wichtigkeit für das Wirtschaftsleben bestehen. Nach ihm werden alle übrigen Werte abgeschätzt. Gold lebt mit uns in Form von kultivierten Schmucksachen. Und da spendet es seine herrlichsten Eigenschaften. Gold ist Farbe und als solche ebenso dekorativ wie wechselnd. In der Dichtung ist oft von rotem, wie ^wechseln miteinander ab, schlichte, geometrische 4 Formen werden farbig unterteilt, so Vier- und Rechtecke. Einlagen abstechenden Goldes werden eingehämmert, kurz, die Farbe regiert selbst im Reich des Goldes. Grösste Sorgfalt wird auf Harmonie zwischen grünem Gold und farbigen Steinen oder gelblichem und weissem mit Brillanten und Perlen gelegt. Aquamarine erreichen in Weisgoldfassung ihre höchste Schönheit. Von allen goldenen Schmuckstücken zäh- volle derartige Ringe erhalten, ebenso in manchen Museen und Sammlungen. Männern und Frauen steht er gut an. Das Wappen kann bloss eingraviert, aber auch als Relief eingearbeitet sein; nur in letzterer Art erfüllt es den Zweck, als Siegel zu dienen. Goldplättchen oder genügend harte Halbedelsteine wie Karneol oder Lapislazuli kommen als Träger von Wappen oder Monogrammen in Betracht. Der Reif, der diese trägt, kann glatt oder da, wo die Platte ansetzt, rahmenartig und leicht abgestuft sein, wodurch der Uebergang zur gravierten Fläche künstlerisch gestaltet wird. Es kann dabei eine massige, wuchtige Form erreicht oder eine leichtere, zierlichere herausgeholt werden. Diese Abstufung hängt überdies von der Form des Schildes ab; er kann viereckig, mit abgeschnittenen Ecken sein oder einfach recnt- Neben dem Ring tritt gerne das Armband, das mehr denn je getragen wird. Hier wirkt sich das Wertvolle so recht aus, gerade beim Armband zeigt sich das Echte in seiner vollen Schönheit. Die Goldfarben finden hier einen glücklichen Spielraum; ihr Zusammenstellen, ihr Wechsel oder das Hinzunehmen von farbigen Steinen oder von Die neue Zeit das moderne handgehämmerte Besteck In echt Silber 0.800 und schwerster 100er Versilberung erhältlich. 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