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E_1931_Zeitung_Nr.100

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20 ÄUTÖMOBIL-EEVUE

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100 — 1931 AUTOMOBIL-REVUE 21 da nicht alles Platz an Leibwäsche in Seide, Wolle oder anderen Stoffen. Wie schön nimmt sich ein Paket Leinwand aus, oder fertige Stücke, elegant oder schlicht; in jedem Hause wird hierfür Raum sein. Ist gar eine Braut zu beschenken, dann kommen wir mit Wäsche erst recht erwünscht. Und so geht es mit Vorhängen, Teppichen oder einem echten Wandbehang. Wir müssen uns nur immer klar sein, welcher Gegenstand am meisten am Platz ist. Die Geschenke im engen Familienkreis sollten nicht einfach zur Deckung des laufenden Bedarfs werden, ein Geschenk soll gerade da ein Plus bedeuten, sonst verliert es jeden liebenswürdigen, oder auch festlichen Charakter. - ss. Licht im Heim Die kurzen Wintertage lassen uns das künstliche Licht so recht schätzen. Und gerade die Weihnachtszeit, die uns so manche Stunde über allerlei Weihnachtsarbeiten sitzen lässt, macht uns mit dem Licht als Spender gemütlicher Stunden doppelt vertraut. Ohne gutes Licht gibt es im Winter ja auch keine Festlichkeit, kein geselliges Beisammensein. Unwillkürlich kümmern wir uns mehr um die Lichtträger im Haus. Und unser Interesse an ihnen weitet sich, so dass wir sie auch in den Bereich unserer Geschenke einbeziehen. Lampen, oder wie wir jetzt sagen, Leuchter oder Beleuchtungskörper sollten nicht nur auf den dekorativen Effekt hin gekauft werden; denn ihre Funktion ist in erster Linie eine andere. Sie sind vor allem unsere Diener, die uns gutes Licht spenden sollten. Ob sie dies immer tun, ist freilich eine andere Frage. Seit einigen Jahren ist eine junge Wissenschaft auch in der Schweiz eifrig am Werk, die sich mit Lichttechnik und Lichtwirtschaft befasst. Sie gibt uns Anleitung und Winke, wie wir das elektrische Licht am besten ausnützen und welche Beleuchtungskörper wir kaufen sollen, um gutes Licht für alle Wohn- und Arbeitszwecke zu erzielen. Wenn wir uns diese Voraussetzungen klar gemacht haben, dann kommt von selbst bei vielen von uns der Wunsch auf, die Beleuchtungskörper auf Weihnachten bei uns teilweise zu ersetzen und fehlende als Geschenk hinzuzufügen. Im Ess- und Wohnzimmer, das uns an Weihnachten wichtig ist, spielt sich doch hier der Christbaumzauber ab, müssen wir für gute Allgemeinbeleuchtung sorgen. Wir können dies mit einem Leuchter, der dreioder mehrarmig ist und entweder aufstehende Kelche oder Kngelgläser trägt, die ein gleichmässiges, blendungsfreies Licht ausstrahlen. Diese Art von Beleuchtung giesst eine solche Fülle von Licht aus, dass der Esstisch keine Sonderbeleuchtung mehr braucht. Aber oft lieben wir es, mit der Beleuchtung zu wechseln und wählen deshalb eine Zuglampe mit grossem roten oder gelbem, innen weissem Seidenschirm, der aber so weit über die Glühlampe herabreichen muss, dass wir diese nicht sehen. Helle Pergament- oder Cellonschirme tun ebenfalls sehr gute Dienste und wirken sogar oft besser als Seide. Am einfachsten ist es, den Schirm unten mit einem Abblender zu versehen, wodurch die Glühlampe unsichtbar wird. Oben an der Decke können frei hängende Glühlampen aufgehängt werden, die aus Opalglas bestehen, den glühenden Draht völlig verbergen und ein mildes, gleichmässiges Licht ausstrahlen. Ueber die Glühlampen ist zu sagen, dass wir auf keinen Fall mehr Lampen aus Klarglas kaufen sollen, denn diese liefern ein rohes, blendendes Licht, sind unhygienisch und erhellen den Raum schlecht Mit der Zeit dürften sie sogar nicht mehr fabriziert werden. Die kurante Glühlampe ist innen mattiert und strahlt ein gleichmässiges, blendungsfreies Licht aus. Immerhin ist es nötig, dass sie dem Auge durch Schirme, Tulpen, Kugeln, Zylinder oder Atraxwürfel aus Opalüberfangglas entzogen wird. An Stelle dieses Materials können auch Pergament oder Cellon treten, dagegen keine gewöhnlichen Mattgläser, auch keine Kristallgehänge, wie sie gewisse Kronleuchter tragen, noch Schnüre aus Perlen oder Perltulpen. Wir werden, der sachgemässen Beleuchtung zulieb, manche Ansicht revidieren und manches Stück ausschalten. Ebenso werden wir beim Kaufen von Hänge- oder Stehleuchtern vor allem auf Erfüllung lichttechnischer Erfordernisse achten. Viele Armleuchter tragen flache, tellerartige oder halbhohe breite Schalen, oder zu kurze Kelche, die den oberen Teil der Glühlampe sehen lassen. Diese sind ganz bei Seite zu lassen oder diese ihlerhaften Teile durch Kelche, die vor uns ie ganze Lampe verbergen, zu ersetzen. Aus den Salons werden die Kronen aus Kristallketten und -behängen verschwinden und schlichten, mehrarmigen Leuchtern Platz machen. Auch die Leuchter aus venezianischem, durchsichtigem Glas werden nicht RNY crrra?-' QjhrJnum f7 Ml Weihnachten — Fest der Kinder standhalten. Dagegen existieren Leuchter, bei denen mehrere Soffitten zusammengruppiert werden; dieser Effekt ist sehr schön. Soffitten sind längliche, an Kerzen mahnende Glühlampen aus Opalglas, die, wenn sie ziemlich hoch hängen, sehr gut frei angebracht werden dürfen. Aber auch sie vertragen ganz gut ein Abblenden mittelst Zylindern aus Opalüberfangglas, Pergament und Cellon. Diese Zylinderhüllen sollten ganz ruhig bleiben, nicht dekoriert werden, weder mit Schliff noch mit farbiger Malerei; dies gilt auch für Stehleuchter und andere Beleuchtungskörper. Im Salon, am Spiegel, im Entre'e, am Toilettentisch, im Badezimmer braucht es meistens eine Spiegelbeleuchtung. Unerfüllbar fast erschöiflMhnen Ihr schon lang gehegter Wunsch. . . unerfüllbar sJ^etwasTKOstiiches, In weiter Fema liegend und doch Immer wieder in IhrsnjGedanken: Ein schöner Pelzmantel ute^S^ . 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Kugelleuchter an der Decke erhellen Treppenhaus und Gänge, ebenso Bad und Küche. All diese Leuchter sind in schlichter Ausführung in Opalüberfangglas zu haben, mit Messing- oder Fayencefassungen. Zu Geschenken eignen sich alle Arten von Leuchtern, nicht zuletzt die grossen Ständerleuchter und Leselampen, bei denen unten abgedeckte Schirme ein angenehmes Licht zum Lesen spenden. Leseleuchter für den Schreibtisch, auch als Schreibbeleuchtung dienlich, erscheinen mit Seiden- oder Pergamentschirmen, die genügend lang oder abgedeckt sind. Studierleuchter, auch als Arbeitsleuchter brauchbar, werden mit konzentriertem Licht angeboten. Sie sind verstellbar und beleuchten nur eine kleine Fläche; auch Soffitten dienen diesem Zweck. Wie willkommen sind gerade solche Geschenke, die zweckentsprechend sich im neuzeitlichen Raum einfügen. —ss. Eine unglückliche Frau Der Tod Lya de Puttis. Der Tod Lya de Puttys erinnert an die Tragödie vieler unserer Filmstars, dieser von einem blinden Hunger nach Glanz, Licht, Glück gehetzten, haltlosen Wesen, die jeden Boden verloren haben und Opfer des falschen Rausches wurden, in den man sie um des guten Geschäftes willen zerrte. Mit dem Tod Lya de Puttis fällt ein zwar vor langem erloschener, doch früher mit am hellsten leuchtender Stern vom Filmhimmel ins Dunkel hinab. Sie war, in den Jahren 1922—1925, eine der fesselndsten und merkwürdigsten Persönlichkeiten der Leinwand wie auch der Lebewelt, eigenartig faszinierend, verführerisch und gefährlich lockend, unberechenbar und schillernd im plötzlichen Wechsel zwischen Frivolität und künstlerischer Disziplin. Im Gesicht und in der Erscheinung der Tänzerin Anita Berber ähnelnd, war sie wie jene die Verkörperung eines früheren sehr unbürgerlichen Sex Appeals. Abenteuerlichkeit war, wie die « B. Z. am Mittag» berichtet, das Kennzeichen ihres Lebenslaufs. Sie war die Tochter eines italienischen Vaters, des Rittmeisters Julius von Putti, und einer ungarischen Mutter, und war in Budapest geboren. Durch Heirat trug sie den bürgerlichen Namen Amalie Janke. In jungen Jahren schon trat sie als Tänzerin auf, in Budapest, Bukarest und Oslo und dann auch in der Berliner « Skala », wo sie von Filmregisseuren gesehen und entdeckt wurde. Sie spielte bei Richard Oswald und, ihre erste grosse Rolle, im « Indischen Grabmal » Joe Mays. Von diesem Erfolg an war sie anerkannt und gesucht als die Darstellerin leidenschaftlich-bizarrer Frauentypen und spielte die Hauptrollen zahlreicher grosser Filme: «Ilona», dann in «Komödianten» und «Eifersucht» unter Grüne und, nach anderem, als Partnerin von Jannings in E. A. Duponts Welterfolg «Variete». Dies war, künstlerisch und in der Wirkung nach aussen, der Gipfelpunkt ihrer Karriere. Zwischendurch spielten immer zahlreiche '«•Affären» der exzentrischen Diva. Ihr Prozess mit dem Filmagenten Sam Rachmann, der Sprung aus dem Fenster ihrer Wohnung in der Haberlandstrasse, weil sie nicht zum Wintersport nach St. Moritz fahren durfte (ein Zeichen für die krankhafte Verzerrtheit dieses Lebens!), waren Berliner Sensationen. Ihr zweiter Mann war ein norwegischer Kaufmann namens Christiansen. Der grosse Erfolg von «VariSte 1 » brachte ihr den Ruf nach Amerika; Metro-Goldwyn engagierte sie für die damals sensationelle Wochengage von 2000 Dollar, die später auf 4000 erhöht wurde. Doch ihre amerikanischen Erfolge entsprachen nicht den Erwartungen, wenn auch oft infolge von Verkettungen ungünstiger Umstände. Ihr erster Holly wood-Film «Lord Satanas» unter der Regle des berühmten D. W. Griffith war ein Misserfolg, besser schnitt sie in «The prince» unter dem deutschen Regisseur Lothar Mendes und in einigen kleineren Produktionen ab. Später kehrte sie nach Berlin zurück und spielte die Hauptrolle in der Verfilmung von Speyers «Charlott etwas verrückt». Die letzten Jahre verbrachte sie, ruhmlos und rastlos, in Amerika, Kuba usw. In ihrer Glanzzeit hatte sie einmal einem Interviewer erklärt: «Die bunte Welt des Films bedeutet für mich das Leben und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mich in einer anderen Welt überhaupt wohlfühlen könnte.» Aus dieser anderen Welt hat sie jetzt ein früher Tod gerissen. Einsam starb sie in einem New Yorker Spital. * * Relativ. Einer sagte zu Voltaire: «Sie schätzen sich wohl selbst sehr hoch, Voltaire? » Voltaire lächelte: «Sehr hoch, wenn ich mich mit andern Menschen vergleiche — sehr nieder, wenn ich mich allein betrachte.»