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E_1931_Zeitung_Nr.103

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1931 — NO 10$ des Schweizerischen Automobil - Kalenders wer für das moderne Verkehrs-Fahrzeug, geht der Vollendung entgegen! Eine imposante Kombination der technisch-wirtschaftlich. Faktoren mit dem Nummerverzeichnis aller derzeitigenPersonenwagenbesitzer Ersle Auslieferunasferie s Mittwoch den 23. Dezember 1931 Darin werden inbegriffen sein: Alle Eetzt|3hrigen Beziiger sofern nicht Abbestellung des Kalender-Abonnements, beziehungsweise Uebertntt zum Club-Bezug vorliegt Die Club-Sekretariate Der Buchhandel Auch für Sie kann noch ein Exemplar vorgemerkt werden, auch wenn Sie bis jetzt nicht regelmassiger Bezieher waren, Sie brauchen bloss nebenstehenden Bestellschein sofort an Ihr zuständiges Clubsekretariat, an Ihren Buchhändler oder an den Verlag, beziehungsweise seine Geschäftsstellen zu senden. Revue Bern Breiten rainstrasse Gesdiiif issfeilen s Ziividi Genf 9T, Telephon Bollwerk 39.84 Löwenstrasse 51, Telephon 39.743 Rue de la Croix d'or, 12, Telephone 41.586 Ort: Bücherzettel Bitte um Aufnahme in Ihre nächste Versandliste mit „ Ex. Automobil - Kalender 1932 mit Verzeichnis der Personenwagen-Besitzer Name;.... '. f^* : Adresse-.

isro ins __ io»i TOURISTIK Die « Mount Vernon-Strasse ». Strassenbau zu Ehren des ersten amerikanischen Präsidenten Washington. Die «Mount Vernon Memorial Highway» führt von der Mount Vernon-City nach dem angestammten Sitz George Washingtons und ist gebaut als Gedächtnisstrasse für den ersten amerikanischen Präsidenten, Staatsmann und General zugleich, den Führer der amerikanischen Revolutions- und Freiheitsarmee. Die Eröffnung der Strasse, die in ihrer Art und ihrem Bau als das Beispiel modernsten Strassenbaus dasteht, ist auf April 1932 vorgesehen. Das Jahr 1932 dokumentiert den 200jährigen Gedenktag an die Geburt Washingtons. Die Strase folgt in ihrer gesamten Länge von 15 M Meilen dem Potomac River durch historische Gebiete, reich an Erinnerungen an Washington. Während ganz besondere Aufmerksamkeit dem Bau und den einzelnen Konstruktionen der Strasse gewidmet wurde, vernachlässigte man in keiner Weise die prächtigen Naturszenerien, die von der Strasse aus dem Fahrer eröffnet werden. Mehr als ein Sechstel der ganzen Strasse (st aus Eisenbeton konstruiert. Millionen Kubikmeter Material wurden versenkt und spezielle Baukunstmethoden fanden bei der Planierung der Pflasterung Anwendung. Dabei wurde jeglicher Möglichkeit zukünftiger Verkehrserweiterung Rechnung getragen. Diese Eisenkonstruktionen wurden durch die « Corps of Engineers, United States Army » ausgeführt mit einem Kostenaufwand von ungefähr 1300000 Dollar. Die Strassenbreite beträgt 40 Fuss, indes an manchen Stellen von der Mitte aus gerechnet 400 Fuss breite Plätze zur Verfügung stehen, um darauf nach Wunsch kleinere Gebäude und Verkehrsorientierungen anzubringen, die sonst anderswo das landschaftliche Bild der Strasse gestört hätten. Im Verlaufe der Strasse sind eine Menge Ueberkreuzungen, Trennungslinien, Ueberund Unterführungen angebracht, die in genialer Art den Ouerverkehr bewältigen. Sogenannte Ersfänzungsstrassen, die parallel der Hauptstrasse bald einseitig, bald beidsei tig verlaufen, sind überall dort gebaut worden, wo grosser Lokalverkehr vorherrscht und wo es geraten erscheint, dass dieser durch das Mittel der Benutzung solcher Ergänzungsstrassen systematisch dem Verkehr der Gedenkstrasse angegliedert und einge- ' ; %5rt'wird i;: ' '"" ••• • -'-" ? " ; ' c - Die Strasse bietet prächtige Natureffekte, für deren Genuss auf der Fahrt dadurch gesorgt ist, dass man Stoppstellen und Parkplätze veranlasst hat. Viefach sind Parkierungsinseln und Erweiterungen der Strassenbahn geschaffen, um die Möglichkeiten des Anhaltens auf der Strasse zu erweitern. Um auch den Verkehr am Mount Vernon- Ende zu erleichtern, sind dort Parkierungsmöglichkeiten für 350 Personenautos und 60 Busses geschaffen. Das Gedenkjahr 1932 wird Tausende von Besuchern nach Washington locken und der * Mount Vernon Highway» wird gleich nach seiner Verkehrsübergabe einen aussergewöhnlichen Verkehr zu bewältigen haben.— Die Idee dieser Gedächtnisstrasse nach Mount Vernon stammt schon aus dem Jahre 1886. Aber erst der Kongress von 1928 schritt zur Anlegung eines Baufonds und gab damit die Möglichkeit zum Baubeginn der Strasse. Das Unternehmen stand unter der Leitung des «United States Bureau of Public Roads». Eine neue Aussichtsstrasse in Böhmen. Im Gebiete der künftigen Staustufen an der Mittelelbe ist gegenwärtig eine moderne Autostrasse im Bau. die an Romantik nichts zu wünschen übrig lässt. Statt, wie ursptinglich geplant, nur als Zufahrtsstnasse für die Zwecke der Wasserbauten zu dienen, wird sie nun, grösstenteils aus den Mitteln des tschechoslowakischen Strassenfonds, als mollerne Betonstrasse ausgebaut.An den Uferpartien bei Slapy überwindet sie in mehreren Serpentinen einen Höhenunterschied von 200 m, um nach Ueberquerung der Moldau ; wieder auf den Kamm der Hügelkette aufzusteigen. Die Strasse wird an die von Prag über Zbraslav führende Route anschliessen und so für die Hauptstadt der Tschechoslowakei zweiffellos zu einem beliebten Ausflugsziel werden. Touren-Antworten: T.-A. 777. Bühlerhöhe. Wdr erhalten nachträglich in einer weiteren Antwort noch folgend« Orientierung, hissend auf den Angaben des Dr. A. B in Z. Ich möchte auch aus eigener Erfahrung folgendes bemerken: Sub 2: Der direkteste Weg geht von Basel über Freiburg, Offanburg, Achern. Bühl, Bählerthal, Kurhaus Sand, Bühlerhöhe. Den Weg über Achern, Sasbach, Breitenbrunnen, Unterstmatt, Hundscck, Kurhaus Sand, Bühlerhöhe, den Sie empfehlen, würde ich des schlechten Strassenzustandes «wischen Breitenbrunnen und UnterstmaU wegen nicht empfehlen. Die vStrasse Bühl-Bühlerthal-Büh^erhöh« ist eine gutnewalzte Automobilstrassa. A. G. in S. T.-A. 779. KBIn-Aachen-Lüttich (Liege). Es empfiehlt sich, im gegebenen Falle unbedingt die Strasse üb«r Bergbeim-Weiden-Aachen-Herve-Lütücb zu benützen. Die 116 km lange Strecke ist sehr gut ausgebaut und in einwandfreiem Zustand. Bei platter Abwicklung der Fahrt dürften Hin- und Rückweg in einem halben Tage erledigt werden können, besonders auch deshalb, weil an der deutsch-belgischen Grenze die Grenaformalitäten nicht viel kostbare Zeit in Anspruch nehmen. F. Seh. in K. T.-F. 180. Linz-Prag. Ich möchte anlässlich meines nächsten längeren Aufenthaltes in Linz der tschechischen Hauptstadt Prag einen Besuch abstatten. Es stehen mir zwei Tage zur Verfügung, doch möchte ich soviel als möglich Zeit auf den Aufenthalt in Prag reservieren. Wie fahre ich am zweckmäßigsten, und auf was für Strässenverhältnisse werde ich gefasst sein müssen? H. Oe. in B. Aus deara Touren-Fraqen: Autosteuern und Wirtschaftlichkeit. Ich habe mit grossem Interesse Ihren Leitartikel über das Altwagenproblem gelesen. Sie gestatten mir wohl, die Notwendigkeit der besseren Ausnützung der gebrauchten Wagen noch durch die folgenden Ausführungen zu härten. Wir reden nicht den unsicher schwankenden Todeskutscben, mit fehlerhaften Bremsen, unzweckmässigen Pneus, das Wort. Aber bei dem beutigen Entwicklungsstande der Motorfahrzeugkategorie sind wir bereits dabei angelangt, dass die Wagen durchschnittlich immer höhere Beanspruchungsmöglichkeiten aufweisen. Wer jedoch seinen Blick auf die heutige geradezu unbegreifliche Verschleuderung von Altwagen lenkt, ist vorerst überrascht, wie schlecht sieb diese beiden Tatsachen decken. Wohl haben die wirtschaftliche Krise und die Geldverknappung, besonders in den industriell interessierten Kreisen, daran einen gewissen Anteil. Aber sie allein erklären nicht alles. Wir gehen sicher nicht fehl, wenn wir die Hauptursache in der heutigen Fanrzeugbesteuerung sehen. Eine kleine Illustration: Mein Freund X. ist ein kleiner Geschäftsmann. Seine Branche zwingt ihn, sich ein Auto zu halten. Und da seine Börse mager ist, erstand er sich eine Occasion: Modell 25. Er mochte dem Vorkäufer dafür 1000 Franken auf den Tisch gelegt haben. Der Wagen macht seiner sprichwörtlichen Dauerhaftigkeit alle Ehre, wenn er auch hie und da mal pustet; er scheut sich vor keinem Hindernis und keiner Last und die klappernden Kotflügel unterstützen sein Hupensignal. Kurz und gut, er tut seinen Dienst und mein Freund wäre zufrieden — wenn nicht die unverschämte Steuer wäre. Mit selbstverständlichster Miene schluckt der Moloch — Entschuldigung — der Staatsfiskus, alljährlich über 33 Prozent des Anlagewortes dieses «Geschäftsautos» Alljährlich ist zu viel gesagt, denn mein Freund denkt bereits wieder an den Verkauf. Und ich muss ihm recht geben. Sein Wagen wurde mit dem Alter etwas gefrä3si;r, am Benzin aber saugt bereits noch ein anderer Vampir — du kennst ihn ja. Mit einem neuen Wagen hätte man wohl auch vorläufig keine Reparaturen — und die vorteilhaften Angebote der Abzahlungsinstitute! — Wenn ich nächstens meinen Freund in einem neuen Sechszylinder zum Preise eines Vierzylinders, zahlbar in drei Jahren anfahren sehe, soll ich es ihm vorargen? Sein neuer Wjigen zahlt ja nur mehp t die Steuer eines Zweizylinders, im Vergleich zu seinem alten «Rakker». Der aber steht trübsinnig und verlassen in einem alten Schopf, und weil er auch bald hier zu viel, rangiert er in der « Gelben » für 300 Fr. Na, wer wollte auch, das ist ja die jährliche Steuer Ist mein Freund X. allein? Einer aus tausend Was kümmern den Staat die 3000 Franken, die ins Ausland wanderten? Das Finanzamt reibt sich die Hände: das Zol'geschäft läuft. Hin und wieder der unangenehme Mahner unserer Handelsstatistiken — aber gottlob ist die Mauer recht dick, die Finanz- und Wirtschaftsdepartement scheidet «Was, Sie schlagen vor, die Autosteuern zu ermässigen? Wie wollen Sie den Ausfall decken? Freuen wir uns doch über die Ausgeglichenheit unsere« Budgets und stören wir sie nicht!» Ich bin geschlagen. O du naiver griechischer Staatsphilosoph, der du einst davon geträumt hast, der Staat sei für das Wohl der Bürger da. Aber dein Freund X. Y. musste wohl noch nicht alljährlich für zehn Silberhnge die Fahrbewilligung erneuern lassen wenn er mit seinem Viergespann ausrücken wollte. Das waren noch unzivilisierte Zeiten. H. R AUTOMÖBIL-ßEVUt Hans Rosenkranz: Graf Zeppelin. Die Geschichte eines abenteuerlichen Lebens. Verlag Ullstein. Berlin. — Der Mensch und nicht das Werk, das Schick sal und nicht die Leistung, die «Geschichte eines abenteuerlichen Lebens» und nicht die technische Entwicklung des Luftschiffs füllen die Blätter dieser soeben im Verlag Ullstein erschienenen Zeppelinbeographie von Hans Rosenkranz. — Wie Zeppelin am Bodensee in Reichtum und Sorglosigkeit aufwächst, wie er als 25jährigor sein erstes grosses Abenteuer auf einer Entdeckungsfahrt nach den Quellen des Mississippi besteht, wie er im Krieg von 1870 durch ein tolles Reiterstückchen seinen er sten Ruhin erringt, wie er nach schneller militärischer Karriere knapp 50 Jahre alt verabschiedet wird und aus dieser Enttäuschung zu seinem neuen Werk flieht, sein leer gewordenes Leben mit einer selbst gestellten Aufgabe erfüllt und bis zum letzten Atemzug um ihre Durchsetzung kämpft, das wird in dieser ersten grossen Zeppelinbiographie erzählt. In unseren Tagen, in- denen Ozeanübertiuerun gen durch Luftschiffe nichts mehr Aussergewöhn- Iiches sind, erinnert dieses Buch daran, dass knapp ein Menschenalter verstrichen ist, seitdem der erste Zeppelin sich in die Luft erhob, von manchen bestaunt, von vielen verspottet, von keinem aber in seiner umwälzenden Bedeutung erkannt. Die Geschichte dieses grossen Ringens um eine Idee, das tlebermass von Glück und Unglück, von Hoffen und Enttäuschung, das Zeppelin beschieden war, gewinnt in dem Buch ergreifende Gestalt. Die Bekehrung Eckeners vom schärfsten Gegner zum gläu bigen Apostel, zum Paulus der Luftschiffahrt, de Verlust seines Vermögens, die «Stunde von Echter dingen», das sind nur einige Stationen auf dem Wege seines abenteuerlichen Lebens, das Rosen kränz so geschildert hat, dass der technisch inter essierte, der literarisch eingestellte Leser, dass Alti und Junge die Geschichte vom Grafen Zeppelin mi gleicher Anteilnahme lesen werden. Viele wir das Bild dieses Mannes, der das Schicksal bezwang, nachdenklich stimmen, die meisten aber wird es begeistern als das Sinnbild eines kämpferischen Lebens, dem der Erfolg im Greisenalter noch beschieden war. Wir veröffentlichen im nächsten Autler Feierabend aus dem Buche einen Abschnitt L f e samedi 26 decembre la Buick ä la "Commande Magique" sera presentee dans la Suisse entiere Seit 26 Jahren inserieren gewisse Firmen in der „Automooii-Revue", well sie damit gute Erfahrungen gemacht haben. La "Commande Magique" comprend: I. Servo-Embrayage. 2. Itoue Ubre"Buick". 3. Boite de vitesses Syncro-Mesh ä deuxieme silencieuse. Des explications detaiiiees, de 1'illuBtration ci-dessus, vous seront donnees dans ce Journal le 26 decembre et chez votre distributeur. GENERAL MOTORS CONTINENTAL S. A. Liste d'agents et stations „Buick-Service" en Suisse: BASEL; Agence Ametfcaine, Viaduktstrasse 45. Tel. Safran 38.38. BERN: Gd. Garage Automo A.-G., Länggaßstrasse 21. Tel. Bollwerk 72.61. GENEVE: Albert Fleury, Garage, 30, Av. de Frontenez. LIESTAL: Blank A.-G., Autogarage. Tel. 350. ROLLE: Garage Albert Fleury, ronte de Lausanne. Tel. 2.11. ZÜRICH: Agence Amärlcaine S. A., Duf ourstrasse 23 Tel. 27.273. Oß NAL ERSATZTEILE • PIECES DE RECHANGE SUICK CADILLAC CHEVROLET • LASALLE Etablissements ALBERT FLEURY, 30, Avenue de Frontenex, GEN EVE Teltononet Pt*c«» de ReChange 24.630 - Bureaux: Tei*onone 60.230 Inserieren Ste »uch?