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E_1931_Zeitung_Nr.105

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N° 105 LuHfnhrl Neue Startmethoden für den Segelflug. Ueber den vielseitigen Wert des Segelfluges haben wir uns hier schon mehrfach ausgesprochen. Die letzte Zeit hat erwiesen, dass der motorlose Flug sich auch als Volkssport betreiben lässt. Vor allem hat dazu beigetragen, dass Schulungs- und Betriebsmethoden gefunden wurden, die die Anforderungen an die notwendigen Mittel herabsetzen. Während man in der Anfangszeit des Segelfluges auf ein geeignetes bergiges Gelände angewiesen war, viele Hilfskräfte nötig hatte und über sehr viel Zeit verfügen können musste, lässt sich heute die Segelflugschulung ohne grossen Kosten auch auf jedem Flugplatz in der Ebene durchführen. Starts in der Ebene waren allerdings schon lange bekannt. Man betrachtete sie aber vorerst höchstens als Notbehelf. Um die motorlose Maschine so hoch in die Luft zu «schiessen», dass der Schüler wenigstens während einiger Sekunden Gelegenheit zum Erlernen der Steuerbetätigung hatte, mussten 8—12 Mann vor das Gummiseil gespannt werden. So grosse Gruppen waren aber nicht immer leicht zusammenzubringen, besonders da der einzelne Teilnehmer nur relativ selten ans Fliegen kam und der ganze Betrieb sehr mühsam und zeitraubend war. Die Amerikaner haben dann als erste dit> menschliche Zugkraft durch motorische Zugkraft ersetzt und so den «Autostart» eingeführt. Gruppen von vier Teilnehmern genügen bei dieser Startmethode ohne weiteres zur Durchführung eines Schulbetriebes, die Zahl der Flüge lässt sich in der Zeiteinheit leicht auf das Fünffache vermehren, und die Flughöhe kann bis zu 200 Meter und mehr getrieben werden. Bei einiger Vorsicht braucht dabei der Betrieb nicht wesentlich gefährlicher zu sein als bei Handstart Je nach der Stärke des zur Verfügung stehenden Wagens und nach dem Uebungsterrain wurden bisher hauptsächlich zwei Methoden des Autostartes angewandt: der Schleuderstart und der Start mit dauerndem Zug. Beim Schleuderstart wird das Flugzeug unter Zwischenschaltung eines 50—70 m langen doppelten oder dreifachen Gummiseils an das Auto angehängt. Setzt sich das Auto in Gang, so zieht es vorläufig nur das Gummiseil auseinander und speichert Energie in diesem auf. Erst wenn ein gewisser Maximalzug erreicht ist, wird das Flugzeug, das am Schwanzsporn festgehalten wurde, losgelassen. Nach einem Rutschen von wenigen Metern Länge erreicht es dann die Geschwindigkeit von 40, 50 oder 60 km, die es zum Steigen befähigt. Bei genügend langem Gummiseil nimmt auch während des Steigens die Geschwindigkeit noch einige Sekunden lang zu. Erst wenn das Flugzeug eine Höhe von 4—30 m erreicht hat, fällt das an einem Haken eingehängte, nun spannungslos gewordene Gummiseil ab. Der Pilot geht dann nach und I nach zum Gleitflug über. Beim Autostart mit dauerndem Zug wird das Flugzeug mit dem Auto durch ein Drahtseil oder Hanfseil von möglichst grosser Länge verbunden.. Das Auto zieht das Flugzeug wie einen Drachen von Anfang an hinter sich her. Damit aber eine genügende Geschwindigkeit entwickelt werden kann, um das Flugzeug zum Aufsteigen zu befähigen, muss das Auto mindestens über etwa 30 Brems-PS verfügen, und das Terrain darf nicht zu uneben und weich sein, weil sonst die nötigen Fahrgeschwindigkeiten von etwa 40 km/h aufwärts den Wagen zu stark beanspruchen. Die Beschleunigung auf die Geschwindigkeit, bei welcher das Flugzeug zu steigen beginnt, sollte auch möglichst stossfrei und deshalb möglichst ohne zu schalten erfolgen, weil sonst gewöhnlich bei jeder Entspannung das eingehakte Zugseil aushängt. Wo sich diese Bedingungen erfüllen Hessen, wurden mit dieser Methode schon Flüge bis zu 200 m Höhe und mehr ausgeführt. Als dritte und in manchen Fällen wohl beste Methode hat Kronfeld nun noch eine Startmethode mit Autowinde entwickelt, die er in Frankreich kennen gelernt und seither in der Deutschen Verkehrsfliegerschule Braunschweijj angewandt hat. Das lange, auch schon beim Dauerzug-Start angewandte Schleppseil wird nicht mehr durch ein fahrendes Auto angezogen, sondern auf NEUE>JM£ einer Trommel aufgewickelt, die KronfeW ganz einfach auf das aufgebockte Hinterrat eines Automobils aufsetzt. Das Drahtseil zugkabel ist etwa 1000 m lang. Die Tromme hat einen Durchmesser von ca. 60 cm um eine Breite von ca. 40 cm, bleibt ein füj allemal am Rad befestigt und hindert nicht dass man nach jedem Start nötigenfalls ode: aus Bequemlichkeitsgründen mit dem Aut< einen neuen Standort aufsucht. Da bein Winden-Start nicht auch noch die ganzi Trägheit des Autos und sein eventuell gros ser Fortbewegungswiderstand überwunde] werden müssen, sind die bei dieser Start methode erreichbaren Flugergebnisse in allgemeinen bedeutend besser als bisher Vor allem ist wichtig, dass auch Verhältnis massig schwache, ältere und deshalb billig Wagen zum Starten benützt werden könnei und dass die Glitschigkeit des Bodens un< starke Terrainunebenheiten sich nicht meh: störend auswirken können wie bisher. Natürlich bleibt das Ideal des Segelfluge immer der Segelflug am Hang. Wo abe die Gelegenheit dazu fehlt und vor allen in allen jenen Fällen, in denen man dej Schülern mit möglichst geringem Aufwani an Zeit und Material die Anfangsgrund des Segelfliegens eintrainieren will, wir< der Segelflug mit maschinellem Start imme grössere Bedeutung erlangen. tn. Unsere besten Glückwünsche begleiten Sie ins neue Jahr! 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