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E_1933_Zeitung_Nr.011

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N» 11 Hinfahrt: Basel, Solothurn, Biel, Neuehätel, Yverdon, Lausanne, Genf, 248 km. Genf, Bellegarde, Nantua, Pont d'Ain,- Lyon, 153 km. Lyon, St. Etienne, Finniny, Monistroi, • Yssingeaux, Le Puy, Sauvetat, Auroux, Ghäteauneüf-de- Randon, Mende, 246 km. Mende, Gabriac, Bozouls, «Rode«, La Primaube, Ca'rmaui, Albi, Gaillac, Toulouse, 260 km. Toulouse, Villefranche-de-Lauragais, Castelnaudary, St. Martory, St. Gaudens, Montrejeau, Tarbes, Pau, Orthez, Peyrehorade, Bayonne, 299 km. Bayonne, Guethary, St. Jean-de-Luz, Irun, San Sebastian, 49 km. Orio, Zarauz, Guetaria, Zumaya, Deva, Elgoibar, Eibar, Durango, Bilbao, 166 km. Castro-Urdiales, Laredo, Escalante, Solares, Muriedas, Santander, 274 km. Santander, Cruz de Bezana, Torrelavega, Cabezon de la Sal, San Vicente de la Barquera, Llanes, Villahornes, Ribadesella, 128 km. Arriondas, Infiesto, Pola de Sierre, Oviedo, 214 km. Grosses Abendkleid aus rose Crepe Bambula mit Puffen aus gelackter Seide. (Photo Winterfeld.) Oviedo, Penaflor, La Espina, Cortina, Luarca, 100 km. Navia, Castropol, Vegadeo, Ribadeo, Reinante, Cervo, Vivero, 229 km. Vivero, Govas, Punta de la Estaca, St Maria da Ortigueiran Mera, Linares, Jubia (El Ferrol, 8 km, auf guter Strasse zu erreichen), Neda, Puentedeume, Vinas, Souto, Betanzos; La Coruna, 137 km. Carral, Ordenes, Santiago, 201 km. Santiago, Esclavitud, Padron, Caldas de Reye«, Lerez, Pontevedra, Vilaboa, Vigo, 87 km.. Gondomar, Tuy (spanisch-portugiesischer Grenzort), Caminha, Viana do Castelo, Barcelos, Povoa de Varzim, Vila do Conde, Porto, 253 km. Porto, Gaia, Perosinho, Oliveira d'Azemeis, Albergaria-a-Velha, Agueda, Mealhada, Coimbra, 107 km. Sernache, Condeixa, Pombal, Leiria, Batalha, Alcobaea, Caldas da Rainha, Obidos, Bombarral, Malveira, Lousa, Loures, Lisboa, 349 km. Rückfahrt: Lisboa, Almada, Setubal, Canha, Montemor, Arraiolos, Vimieiro, Estremoz, Borba, Elvas, Badajoz, 241 km. Talavera la Real, Merida, 302 km, Aljucön, Montanchez, Torre de SU. Maria, Ruanes, La Cumbre, Trujillo, 379 km. Trujillo, Navalmoral, Torralba, Talavera de la Reina, Maqueda, Sta. Cruz del Retamar, Navalcarnero, Madrid, 179 im. Madrid, El Molar, Buitrago, Aranda de Duero, Lerma, Burgos, 239 km. Burgos, Miranda de Ebro, Vitoria, Alsasua, Tolosa, San Sebastian, 222 km, Irun,'Bayonne, 273 km. Bayonne, Ortez, Pau, Tarbes, 146 km. Montrejeau, St. Gaudens, 212 km, St. Martory, St. Girons, Pamiers, Mirepoix, Carcassonne, 387' km. Garcassone, Narbonne, Beziers, Pezenas, Montpellier, 155 km. Lunel, Nimes, Remoulins (Pont du Gard), Avignon, 295 km. Avignon, Orange, Montelimar, Valenee, St Mareellin, Moirans, Voiron, 225 km. Voiroa, Les Abrets, Belley, Seyssel, Genf, 111 km. Lausanne, 172 km. Yverdon, Neuchätel, Biel, Delemont, Laufen, Basel, 360 km. Die Strecke Lissabon-Trujillo-Madrid befindet sich in ausgezeichnetem Zustande und kann ohne übermässige Ermüdung eventuell in einem Tage zurückgelegt werden. Ein Uebernaehten in Badajoz ist der primitiven Unterkunftsverhältnisse wegen nicht zu empfehlen, weshalb es besser ist, bis Trujillo weiterzufahren, wo sich bequemere Uebernachtungsmöglichkeiten bieten (wenn man nicht an einem Tage nach Madrid gelangen will). R. B. in B. Toaren-Fragen T. F. 889. Ettenhausen-Wiirzburg-Mainberg. Wer gibt mir die beste Route von Ettenhausen bei Aadorf (Thurgau) über Würzburg nach meinem Heimats- OTt Mainberg bei Schweinfurt bekannt? Besten Dank zum voraus. H. S. in E. Kleine Notizen «Lassen Sie ja. -diesen Mann nicht aus den Augen; Er ist als Warehhansdieb schwer verdächtig! » Neues Hotel wirbt für Zürich Gäste. Einem Bedürfnis der Zeit entsprechend, hat sich in der Zürcher Geschäftscity das Touring Hotel Garni aufgetan; im ehemaligen Gebäude der Seidenpost, in Nachbarschaft der Warenhäuser Jelmoli und Brann, nahe der Bähnnofstrasse und per Auto leicht erreichbar durch die Uraniastrasse oder Seidengasse. Das neu eröffnete Hotel ist das einzige in seiner Art, da man.nicht verpflichtet ist, Mittag- und Nachtessen einzunehmen. Das Frühstück wird auf Telephonruf ins Zimmer gebracht, durch Telephonruf wird' man; geweckt, Telephonanschluss und moderne Lichtsignalanlage gehören zum Inventar der 72 Zimmer, die eine gediegence Wohnkultur verraten. Sämtliche geräumige Wohnschlafzimmer sind Frontzimmer; grosse Fenster sorgen für Licht und Luft. Natürlich sind sämtliche Zimmer mit fliessen- d dem Kalt- und Warmwasser und neuzeitlicher Beleuchtung versehen; echte Perserteppiche und gediegene Nussbaummöbel werben für die Qualität des Hauses. Der Hotelcharakter ist ausgelöscht, und man wähnt sich im trauten Daheim. Manche Zimmer verfügen über eine Terrasse, von der aus das emporstrebende Geschäftsviertel der Stadt Zürich unter Augenschein genommen werden kann. Die technische Einrichtung des Hauses leistet dem Gast hervorragende Dienste. Das Geld vom Gast zum Bureau und die Rechnung vom Bureau zum Gast fliegen in den eilenden Büchsen der Rohrpost den kürzesten Weg. Die Korrespondenz erledigt man im Salon, dessen warme Farbtöne über Teppiche, Tapeten und Fauteuils klingen. Der Salon ist durch eine Schiebetüre vom ebenfalls stimmungsvollen Frühstücksraum getrennt. Ein separates Konferenz- Zimmer steht natürlich zu Diensten. Die Heizung geschieht durch Elektro-Oel-Feuerung; durch elektrische Kraft getrieben werden auch die Maschinen in der Lingerie. Das wohnlich, geschmackvoll und zugleich mit allem Komfort ausgestattete Touring- Hotel untersteht der Leitung von Frau Direktor Spiess. Bauherr ist der Besitzer der im Parterre etablierten Französischen Warenhalle, Herr Lang. Die Pläne für die Ausführung des imposanten Marmorbaues mit seinen flächigen Fassaden aus toskanischem Travertin stammten von dem Architekten. M. Hauser. Die Architektur des neuen Hauses bedingt Charakter, sie ist das unaufdringliche Werbeplakat für das Touring Hotel Garni, das eine neue Zierde und Reklame für das Zürcher Hotelgewerbe darstellt. Lx. Das Minus. Der Beamte Kriecher war die Aktenleiter heruntergestürzt. Die Kollesren standen um ihn. * Er hat sich das Rückgrat gebrochen!» Meinte Markus : « Unsinn ! Er hat doch nie eins gehabt» Der Fährbetrieb unter kauMwsdier Lane •Wirtschaftliche Grenzen des Automobilbetriebes zu erreichen und einzuhalten, ist das Bestreben jedes Fahrers. Wer systematische Ausgabeneinschränkung und methodischen Wagenunterhalt in rationeller Weise betreiben •will, nimmt jetat den Automobllkalender hervor. Sein administrativer und technischer Teil bilden einen hervorragenden betriebswirtschaftlichen Mentor, seine Informationen und Tabellen geben Auskunft über jede Frage der Fahrpraxis. Das mit dem Automobllkalender kombinierte Besitzerverzeichnis vermittelt interessante volkswirtschaftliche Einblicke und geschäftliche Anknüpfungs-, punkte, seine nummernweise Anordnung ermöglicht die Feststellung jedes Wageneigentümers auf der Fahrt, am Parkplatz, im Hotel etc. Ausgabe 1933 noch mit den bisherigen, während der Fahrsaison im Verkehr stehenden NummernI Sie brauchen dieses Buch jetzt, Sie benö f igen es -während der Fahrsaison, erhältlich ist es aber nur nooh kurze Zeit. Bestellen Sie es deshalb sofort bei Ihrem Klub, bei Ihrem Buchhändler, bei Ihrem Gaiagisten oder bei einem unserer Büros. Ladenpreis nur Fr. 7*50 Verlag Automobil-Revue BERN ZÜRICH GENF Breitenrainstr. 97 Löwenstr. 51 rue de la Croix d'or 12

N* 11 - 1933 AUTOMOBTL-RBVÖB 11 Vevfl^elivspol Rund um die rechtsufrige Thunerseebahn. Die Traktionsänderung muss kommen. Die Kreise um das Schicksal der rechtsufrigen Thunerseebahn schliessen sich immer enger und die Anzeichen des bevorstehenden Schlusskampfes um die Entscheidung — Beibehaltung der Bahn oder Ersatz durch einen Autobusbetrieb—mehren sich.Am 19.Jan. tagte eine Versammlung von Vertretern der Gemeinden am rechten Ufer, in der die bekannte Resolution gefasst wurde, die sich für die Einführung des Autobusbetriebes erklärt und der Bahn weitere zinslose Darlehen verweigert, die Schuldbetreibungsmassnahmen (ausstehende Obligationenverzinsung!) einzelner Gemeinden zustimmend anerkennt und die Beschleunigung der Massnahmen zur Abklärung des Verkehrsproblems fordert. (Guntener Resolution.) Zur DJskussJonsversammlunu 3n unterfingen. Die Gemeindeabstimmungen von Hilterfingen und Oberhofen zur Guntener Resolution stehen in naher Sicht. Eine orientierende Versammlung in der Kirche Hilterfingen, eingeladen durch die beiden Gemeinderäte auf letzten Sonntag nachmittag, ergab interessante Perspektiven auf die kommenden Abstimmungen. In die aufklärenden Referate teilten sich die Herren Tschanz (Hilterfingen) und Frutiger (Oberhofen) als Vertreter des Initiativkomitees und Oberst Lanz (Thun) als Vertreter der Bahn. Die Replik übernahm der Verfasser der Gutachten, Herr Zipfel. Wir haben uns von jeher um die Aufklärung dieses Verkehrsproblems nach Kräften bemüht und können uns bei diesem Anlass— der Zeitpunkt der Reife dieses Verkehrsproblems steht übrigens nicht mehr ferne — auf einige neue Diskussionspunkte beschränken, die von Belang sind. ^ Die rechtsufrige Gegend will — und das ist das Kardinalbegehren — eine bessere Strasse, eine Strasse, die für den Durchgangsverkehr der Automobile volle Eignung besitzen muss. Die kantonale Baudirektion wird aber die Strasse nur umbauen, sofern entweder die Geleise konsolidiert oder aus der Strasse entfernt sind. Der Ausbau wird dann, wie dies der Vertreter der kantonalen Baudirektion, Herr Oberingenieur Walter, ausführte, so erfolgen, dass die Strasse in den Kurven und überall dert verbreitert wird, wa eine Verbreiterung ohne allzu grosse Kosten und ohne Abbrechen von Häusern möglich ist. Die Strasse wird auch mit einem staubfreien Belag versehen, was nur dann einen Sinn hat, wenn ein soliderer Geleiseunterbau eingesetzt wird oder wenn auf die Geleise und damit auch auf die Bahn verzichtet wird. Selbstverständlich gebührt der linksufrigen Strasse (wegen den Abzweigungen ins Simmen- und "^s Kandertal) der Vorzug als Strasse erster -Jasse. Immerhin würde die rechtsufrige Strasse, sobald sie einmal ausgebaut ist, als Strasse zweiter Klasse (und nicht nur dritter Klasse, wie sie in führenden Kartenwerken bezeichnet ist), einen guten Teil des Fremdenverkehrs und des Durchgangsverkehrs neu an sich ziehen. Vier Fünftel des Verkehrs mit Automobilen gehen heute über die Hnksufrige Strasse, die ja an einzelnen Stellen auch nur eine Breite von ca. 5,5 m hat, aber einen ausgezeichneten staubfreien und dauerhaften Belag als Positivum aufweist. In der Versammlung musste man den Eindruck gewinnen, dass der Versuch, die Finanzen der Bahngesellschaft zu rekonstruieren nicht nur gewagt, sondern direkt eine wirtschafts- und verkehrshemmende Tat wäre. Die Absicht des Verwaltungsrates der Bahn, eine Sanierung der zerrütteten Finanzen vorzunehmen, wird am geeinten Willen der rechtsufrigen Gemeinden zerschellen. Die Gemeinden Thun und Steffisburg mögen nun für oder wider die Strassenbahn votieren, so wird doch der Versuch der Neufinanzierung des Bahnunternehmens ein unmögliches Kunststück sein. Zinslose Darlehen an ein Unternehmen zu geben, lehnen die Gemeindeverantwortlichen ab. Eine andere Sache ist die Kapitalbeschaffung für den Autobusbetrieb, nach dessen Einführung die Gegend im Besitze einer schienenlosen, ausgebauten Strasse sein wird und die Verkehrsverhältnisse — dank der grösseren Beweglichkeit der Autobusse — einen ganz anderen Aspekt erhält. Das neue Verkehrsmittel wird — das ist eine bekannte Tatsache — auch neue Kapitalien zur Investition locken, nicht zuletzt weil eine angemessene Rendite auf jeden Fall möglich ist. Wir erinnern daran, dass für die Finanzierung des neuen Unternehmens das Obligationenkapital als gesichert gelten kann. Die Gemeinden des rechten Ufers werden im Durchschnitt an die weitere Finanzbeschaffung rund 45 000 Fr. beizutragen haben. Die Aufwertung der Liegenschaften durch die verbesserte Strasse und durch das modernisierte Verkehrsmittel und die Belebung der Siedlungstätigkeit wird diese Beitragssummen bei weitem wett machen. Die nächsten Aufgaben. In d«n nächsten Wochen muss nun auf; Ganze gegangen werden. Interlaken, Unterseen und Sigriswil (mit Gunten und Merligen) haben sich gegen zinslose Darlehen an die Bahn und für die Einführung eines Autobusbetriebes erklärt. Thun will sich für die Beibehaltung der Bahn erklären. Der Thune Gemeinderat sucht wenigstens seinen Ein fluss dahin geltend zu machen. Warten wi ab, wie in Thun der Stadtrat und die Bürge entscheiden 'werden. Der in Entstehung begriffene Interessenverband der rechtsufrigen Gemeinden, zu dem jede Gemeinde drei Vertreter (darunter einen Vertreter zur Verfechtung der Interessen des Bahnpersonals) ent senden kann, wird die Schlussetappe des Kampfes um das zweckmässigere Traktionsmittel einleiten. Zum Schluss wollen auch wir anerken nen, dass das Unternehmen der Gegend Rieh als 15 Jahre gute Dienste leistete. Wenn nun der Sinn der Bevölkerung nach einer neuen Traktionsart steht, so bedeutet das noch nicht Undankbarkeit. Es ist zwar nicht damit zu rechnen, dass den Gründern und den Aktienbesitzern und Obligationären durchwegs eine Abfindung ausgeteilt werden kann. Auch das Personal der Bahn wird sich nicht bis au den letzten Mann in den neuen Betrieb einordnen lassen. Man budgetiert indessen, von den §6 zum Teil hauptberuflichen und zum Teil nebenberuflichen Angestellten mindestens 16 übernehmen zu können. In der Diskussion, griff die Sorge um das Schicksal des Personals immer wieder durch. Wir zweifeln nicht daran, dass ausser der Verteilung, der Alterskasse des Bahnunternehmens und der Aeuffnurig einer Abfindungskasse des neuen Unternehmens noch für die Stellenvermittlung gesorgt wird. Der Interessenverband der Gemeinden wird dieses Uebergangsproblem mit den vielen andern in einer beruhigenden Weise zu lösen wissen. Die Versammlung in Hilterfingen hat zur Aufklärung des Verkehrsproblems Erfreuliches beigetragen. Allerdings wird nun das Initiativkomitee die Aufklärung in Thun und Steffisburg energisch an die Hand nehmen müssen, wenn nicht durch diese Gemeinden eine Komplikation sich herausbilden soll, die wertvolle Monate in Verlust bringen könnte. Unterseen tritt der Guntener Resolution bei. Die ausserordentliche Versammlung der Einwahnergemeinde Unterseen fasste am 31. Januar eine.Resolution, in der der rechtsufrigen Thunerseebahn die Gewährung von Darlehen ohne Sicherheit verweigert und die Einführung des Autobusdienstes befürwortet wird. Der Gemeinderat erhielt die Ermächtigung, dem Interessenverband beizutreten und die Delegierten, worunter einer aus dem Personal der Strassenbahnen, zu bezeichnen. Die Resolution wurde ohne eine einzige Gegenstimme gefasst Thun In Opposition? Der Qemeinderat von Thun lädt den Stadtrat auf den 10. Februar zu einer Sitzung ein, worin — neben anderen Traktanden — die Berichterstattung über das rechtsufrige Verkehrsproblem zur Sprache kommen wird. Der Antrag des Gemeinderates lautet auf Beibehaltung der rechtsufrigen Bahn und auf Zusicherung einer finanziellen Beteiligung an die Bahn zum Ausbau des Tramgeleises auf der Strecke Rufeli—Oberhofen—Rieder. Die Höhe der Beteiligung wird der Stadtrat zu bestimmen haben. hl. Zur Abstimmung über das Binninger Tram. Nächsten Sonntag werden die Basler Bürger über das Binninger Tram abzustimmen haben. Die Meinungen, ob das Tram oder der Autobus das billigere Verkehrsmittel sei, gehen weit auseinander. Wir verweisen auf eine Einsendung in unserer Rubrik .« Leserkreis >. Dort wird der jährliche Ueberscfiuss des Autobusbetriebes auf 59,000 Fr. veranschlagt. Wir erachten diese Ziffer als gut fundiert und verwundern uns.-dass die «Nationalzeitung > in einem Aufruf für das Binninger Tram die Behauptung aufstellen kann, das Autobusdefizit sei auf das Dreifache des Tramdefizites, d. h. insgesamt auf 135,000 Fr. zu veranschlagen. Die Behauptung ist so weitgehend, dass man von der « Nationalzeitung », deren Berichterstattung in sehr gutem Ansehen steht, eine genaue Fundierung der benützten Angaben erwarten darf. hl. Dänische Defizitbahnen werden durch Onu nibuslinien ersetzt. Nach einer Meldung aus Kopenhagen haben die dänischen Staatsbahnen begonnen, Defizitlinien ihres Netzes durch Omnibusverbindungen zu ersetzen. Das dadurch freigewordene Eisenbahnpersonal wurde nicht etwa entlassen, sondern zur Bedienung des neuen Betriebes angelernt. Vorläufig sind auf diese Weise zehn grössere Ortschaften untereinander durch Omnibuslinien verbunden. Mitte Mai werden zwei weitere Nebenlinien aufgehoben und der Verkehr in jener Gegend ebenfalls. dem Automobil übertragen. z. T. C. S. Autosektion Seeland Jahresfest. Das Jahresfest der Sektion Seeland des T. C. S. in den Räumen des Hotels «Kreuz> in Lyss ist schon festverankerte Tradition geworden und erfreut sich eines besondern Rufes unter den gesellschaftlichen Veranstaltungen der Gegend. Man weiss, dass durch einen Besuch dieses Jahresfestes ein überaus vergnüglicher Abend von vorneherein sicher ist und dass man in angenehmer Gesellschaf einige frohe, von Alltagssorgen unbeschwerte Stun den verleben darf. Und noch nie ist ein Jahresfes des T. C. S. frühzeitig zu Ende gegangen, noch jedesmal zog es sich recht weit in den Sonntagmorgen hinein, wohl der beste Beweis dafür, mit welcher Sesshaftigkeit die Teilnehmer ihrer Freude Ausdruck verleihen. Auch diesmal, am letzten Samstag nämlich, gab es vergnügliche Stunden zu verleben. Der Besuch stand verschiedener Umstände wegen allerdings etwas hinter demjenigen früherer Jahre zurück, was aber durchaus nicht zum Schaden derer war, die mitmachten. Stattlich war der Aufmarsch, bzw. die Anfahrt auswärtiger Mitglieder: der Autopark vor dem Hotel dokumentierte ohne Kommentar, wer drinnen ansässig sei. Und wiederum war das ohnedies stets sehr gediegene Hotel in ein farbenfrohes Gewand gekleidet, sowohl der grosse Festsaal, der bereits faschingsmässig anmutete, als auch die Nebenräume, wo einige Tausend an Silberfäden vom Himmel herunterhängende Herzen aller Farben wirklich eindeutig kundgaben, in welcher Richtung sich hier das Innenleben des Publikums zu bewegen habe. Nach währschafter Bernerart stand wie immer als erster Akt die Stärkung des Leibes auf dem Programm. Hotelier Albert Kohler hat auch diesmal ein Bankett serviert, das dem vorzüglichen Ruf seines Hauses alle Ehre macht. Und da auch dieses Jahr wieder die musikalische Beigabe nicht fehlte und in einem flotten Konzert des in bester Verfassung spielenden, von Julius Debrunner mit Verve geleiteten Orchestervereins Lyss von ganz besonderer Qualität war, so wurde die richtige Basis für die kommenden Dinge geschaffen. Wir müssen uns über den weiteren Verlauf des Festes kurz fassen, alles, was los war, zu registrieren, ist uns an dieser Stelle wirklich nicht möglich Die Ansprache des Präsidenten, Direktor Hans Strehler (Lyss), war auch diesmal von vorbildlicher Kürze: ein herzlicher Willkomm an alle Anwesenden, eine freundliche Begrüssung der Delegation befreundeter Sektionen, ein wohlverdienter Dank an den Vergnügungspräsidenten, Aug. Breitschuh, und seine Mitarbeiter, sowie an die mitwirkenden Vereine, ein kurzer Aspekt ins neue T. C. S.-Jahr und ein' Glückauf zum weiteren Gelingen des Abends war der kurzen Rede guter Sinn. Schöne Erinnerungen tauchten auf, als in einer «Europareise der Sektion Seeland» im Lichtbild typische Ausschnitte aus Sektionsfahrten, Brennstoffkonkurrenzen und Fuchsjagden der letzten Jahre erschienen und dokumentierten, wie manche schöne Fahrt die Sektion schon arrangiert hat. Wie in den beiden letzten Jahren sorgte auch dies Jahr wieder «Max aus Zürich» dafür, dass immer etwas los war und stejlte seine bereits früher mit Lob registrierten Qualitäten neuerdings unter Beweis. Nur sollte er i aufpassen, dass er aus seinem ja zweifellos walassortierten Witzelager die Auswahl nicht so tl&.dass einige an sich noch so treffliche Witze zum drittenmal auftauchen. Besondere Erwähnung verdient der Zauberkünstler und Bauchredner Ferrar, der zahlreiche Proben eines imponierenden Könnens gab und viel Beifall fand. Dann sei auch das "Sänger- und Jodlerdoppelcraartett Lyss nicht vergessen, das mit seinen Vorträgen eine heimatlich traute Note in den Abend brachte. Und Dank verdienen auch das Jazz-Orchester «Fidelio» Bern und,-die flotte Bauernkapelle, die dafür sorgten, dass jedermann nach Herzenslust tanzen konnte und auf seine Rechnung kam. Ganz selbstverständicfa, dass man sich bei derartiger Beschäftigung auch wieder mal leiblich stärken musste: ein prächtig aufgebautes kaltes Büfett des Gastwirtes hielt auch dem Wunderlichsten etwas Gutes bereit. So logen die Stunden bei all den, wie gesagt, an dieser Stelle nicht lückenlos erwähnten Produktionen wie immer zu schnall dahin. Das Vereinsjahr 1933 der'Sektion Seeland hat wiederum einen eindrucksvollen Auftakt bekommen, möge es auch auf sportichem Gebiet ebensogut gelingen. eg. Autosektion Waidstätte Generalversammlung. Der Vorstand der Auto- Sektion Waldstätte des Touring-Club der Schweiz beehrt sich, Sie zu der Sonntag, 12. März 1933, 15 Uhr, im Restaurant «Schlüssel» in Willisau stattfindenden Generalversammlung einzuladen. Laut § 15 der Statuten müssen Anträge, die an der Generalversammlung zur Behandlung kommen ollen, dem Vorstand mindestens drei Wochen vor der Abhaltung derselben, also vor dem 19. Februar 1933, schriftlich eingereicht werden. Der Vorstand. A. C. S. - SEKTION BERN. In teilweiser Ausführung ihres Reorganisationsplanes verlegt die Sektion Bern; des A. C. S. das'während mehr als 25 Jahren bei Herrn Direktor O. R. Wagner, Breitenraintrasse 97, domizilierte Sekretariat nach ihrem Clublokal an der Hotellaube 10, II. Stock. Die endgültige Verschmelzung der übrigen Geschäftsstellen mit dem Sekretariat wird erst im Laufe des Monats SEKTION ZÜRICH. Als nächste Veranstaltung tindet am 11. und 12. Februar anlässlich des Winlerfahrbarkeitswettbewerbes für Automobile eine Wihter'Weekendfahrt nach Engelberg statt. Es ist vorgesehen, dass sich die Teilnehmer am Samstag mittag oder abend in Engelberg treffen, um sich amstag nachmittag und Sonntag vormittag an speiellen A. C. S.-Wintersportkonkurrenzen (Ski und chlHten) zu beteiligen. Am 11. Februar abends st ein Tanzvergnügen im Grand Hotel, am Sonntag Mittag ein gemeinsames Mittajressen mit Preisvereiliing im Regina Hotel Titlis vorgesehen. Der /erkehrsverein Engelberg hat einen wertvollen Preis für die Wintersportkonkurrenzen auegesetzt, 'ür welche noch andere Preise bestimmt sind. Das Sektionssekretariat hat mit den Engelberger Hotels :ehr vorteilhafte Weekendarrangements getroffen, Damenveranstaltungen. Gegen 50 Damen-Mitglieder hatten eich am 31. Januar nachmittags zur Besichtisune der Seifenfabrik F. Steinfels in Zürich, eingefunden. Vom Laboratorium bis ra -den mächtigen Siedekesseln., von den vielgestaltigen Walzen bis zu den Seifenpressmaschinen wurden die ausgedehnten Fabrikanlagen durchwandert, um so einen umfassenden Einblick in den komplizierten Fabrikbetrieb zu erhalten. Beim nachfolgenden Tee im Savoy Hotel Baur en Ville entbot Frau Beyer in einer launigen Ansprache den Willkomm des Arbeitsausschusses und dankte dem ebenfalls anwesenden Herrn Fr. Steinfels für das bezeugte Entgegenkommen und die gute Führung. Ein wirklich interessanter Nachmittag! Jlna dc»n CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UNO UMGEBUNG Familienanlass. Der Chauffeur-Club Luzern und Umgebung veranstaltet Samstag, den 11. Februar 1933, seinen Fastnachts-Familienanlass im Hotel Bad. Der Reinertrag wird dem Arbeitslosen-Fond zugewiesen. Höflichst ladet ein — der Vorstand. Aus dem V« L«»5B4S! (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Basel-Binnlngen: Tram oder Autobus? Die Beratung der Tramlinie Binningen-Dorenbachviadukt- Margarethenstrasse-Zentralbahnplatz begegnete im Grossen Rat starker Kritik. Diese machte sich hauptsächlich gegen die Linienführung ob Tram oder.Autobus geltend. Wenn nun der neue Stadtplan und damit der Verkehrsplan als Hauptbestandteil für Basel seinem Ende entgegengeht, so dürfte man erwarten, die Vorlage werde auch mit dessen Linienführung be- gründet- In Ermangelung einer solchen Begründung holte ich als selbständiger Bürger mein generelles Innerstadtkorrektionsprojekt aus dem Kasten. Dieser Vorschlag enthält unter andenn eine Autobuslinie Marktplatz - Holbeinplatz-Schützenmattstrasse-Schützenmatte (für unsern Fall noch besser Leimenstrasse-Oberwilerstrasse). Fahren wir von dort durch die Rütimeyerstrasse nach Binningen weiter, so ist die Verbindung ebenfalls hergestellt; damit ist dann Binningen mit dem Stadtkern ohne Umsteigen verbunden. Wird am andern Ende der Autobus vom Marktplatz über die Mittlere Brücke weitergeführt bis Klaraplatz, so ist der Anschluss mit den Linien Kleinbasels vollständig. Bis zur Erstellung der Ausfallstrasse Marktplatz bis Holbeinplatz, könnte der Autobus über Petersgraben-Blumenrain- Mittlere Brücke oder durch den Leonhardsgraben nach dem Barfüsserplatz geführt werden. Die vorgeschlagene Route schafft ausser der Verbindung mit Binningen einen weiteren notwendigen direkten Anschluss des grossen Spalenquartiers mit dem Stadtkern. Deshalb wird dieselbe von Anfang an im Gegensatz zu der beschlossenen Tramlinie eine Renditenlinie sein. Wer anderseits von Binningen nach der innern Stadt will — die Mehrzahl der Fahrgäste —, muss, das Tram vorausgesetzt, bei der Margarethenstrasse umsteigen und wird sich deshalb besinnen, ob ihm die Birsigtalbahn nicht besser passt. Verkehrstechnisch ist wichtig, dass meine Autobuslinie die überlastete Stammlinie durch das Stadtinnere entlastet; die Tramlinie nach Binningen hingegen beansprucht dieselbe noch mehr, ebenfalls die verkehrsreiche Margarethenbrücke und Zentralbahnstrasse. Bezüglich Betriebssicherheit ist das Tram dem Autobus nicht absolut überlegen; der Tramwagen steht auf viel kleinerem Räderwerk, resp. Räderviereck als der Autobus. Man konnte in der Stadt schon einen Tramwagen auf der Strasse liegen sehen, nicht aber einen Autobus. Den Strassenverkehr als Ganzes genommen, setzt die Strassenbahn als Verkehrsart besonderen Charakters, den Sicherheitskoeffizienten bedeutend herunter. Hinsichtlich der Betriebskosten fehlen mir gegenaue Daten, doch scheint mir, abgesehen von den Mehrausgaben-für Ober- und Unterbau beim Tram, dass bei den heutigen Materialpreisen — billiges Benzin und Pneu im Vergleich zum elektrischen Strom — der Autobus billiger sein müsse. Weiterhin sind im Rohölmotorenbau Neuerungen in Entwicklung, die den Elektromotor wirtschaftlich aus dem Felde zu schlagen drohen. Bei der Kostengegenüberstellunsr muss man eigentlich beim Tram verhältnismässig den Platz einkalkulieren, den er auf der Strasse rücksichtslos in Anspruch nimmt. So wären für den Dorenbachviadukt Mehrkosten einzustellen, indem derselbe mit Strassenbahn breiter sein muss, als ohne dieselbe; der Autobus braucht keinen separaten Platz, er bewegt sich in der Kolonne. In der Gegenüberstellung der gesamten Rechnungsbilanz Autobus kontra Tram, dürfte sich aus obigen Darlegungen ergeben, dass der Betrag der Gemeinde Binningen die kleinere Rolle spielen würde. Wenn zudem Binningen 1927 das Tram wollte, so scheint mir nicht sicher, ob die- Gemeinde noch heute einen Beitrag von Fr. 50,000 davon abhängig machen würde. Zum Vorteil des Trams spricht, dass wir Wagenzüge führen können, beim Autobus dagegen i höchstens einen Anhänger., Hätten wir also nach dem Leimental noch keine Birsigtalbahn, so wäreder Schienenweg, also das Tram gegeben. Was uns, heute aber fehlt, ist eine Schnellverbindung, und Mai erfolgen, wofür Bureau-Lokalitäten an derdiese wird durch den Autobus mit rascher Wagen- ipitalgasse/WaisenhauspIätz gemietet wurden. Das Touristik-Bureau und die Triptyk-Ausgabestelle der Sektion Bern des A. C. S. bleiben bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin bei der Berner Handelsbank, Bundesgasse 14. folge beweglicher hergestellt als mit dem Tram. Der Stossverkehr nach Binningen ist nicht zu überschätzen, indem ein Teil der Gemeinde bereits durch die Neubadlinie versorgt ist und des weiteren durch die Birsigtalbahn. Jährliche aproximative Bilanz der Autobuslinie Basel-Binningen : Ausgaben laut fachmänn. Gutachten Fr. 126,000 Einnahmen laut fachmänn. Gutachten » 185,000 Dito verglichen mit projektiertem Tram laut Ratschlag Fr 142,000. Zuschlag durch Bedienung des Spalenquartier^ nach Projekt Mändli 30% = 42,000 Franken, total Fr. 184,000 Fährlicher Ueberschuss des Autobusbetriebes Fr. 59,000 fährliches Defizit des Binninger Trams laut Ratschlag Fr. 45,000 Mfferenzbetrag zugunsten des Autobusbetriebes * Fr. 104,000 Der Auutobusbetrieb auf der provisorischen inie könnte sofort, das heisst nach Anschaffung der nötigen 2—3 Wagen aufgenommen werden. Damit wird sich nach obigem auch eine fühlbare Entlastung der Stammlinie zeigen. Osk. Mändli, Geometer.