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E_1933_Zeitung_Nr.012

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N" 12 Aus meinem Bordbuch. Notlandung. Von Walther Ackermann. Wir konnten weder vorwärts noch rückwärts. Der Nebel hatte uns umzingelt und eingeschlossen. Wir kreisten wie die Maus in der Falle. Es war zwischen 15 und 16 Uhr. Wir kamen von Stuttgart und wollten nach Zürich. Auf den Höhen südlich des Neckars hatte eine weisse Wolkenwalze aufgelegen. Von Tuttlingen aus hatte es so ausgesehen, als ob man nur rasch darüber hinwegziehen könne. Als wir uns aber hochgeschraubt hatten, machte es nach Süden hin zu und staute sich bis hoch hinauf. In der Gegend nördlich von Hohentwil und Hohenstoffeln hatte ich mich dann bei einer verdächtig tiefen Wolkendecke wieder unten herausgemogelt. Mit unheimlicher Schnelligkeit war es schlechter geworden und hatte rund um uns zugemacht — Nebeleinbruch! Bordfunk führten wir damals noch nicht mit — wieder hochziehen war unmöglich. Binnen wenigen Minuten sank die Decke ein und drückte uns in Bodennähe. Regen fiel immer dichter. Umsonst versuchte ich, einer Bahnlinie entlang weiter zu kommen. Wo das Gelände nur um weniges anstieg, verschleierte es sich vor unseren Augen. Weissgrau kroch der Nebel von allen Seiten auf uns zu. Wir waren gefangen. Ich musste notlanden. Es blieb nicht viel Zeit für die Platzsuche. Wir strichen in fünfzig Metern über das Gelände. Es sah nach Bruch aus. Ich schob mich mit Halbgas weiter, kreiste und suchte. Plötzlich hatte ich einen idealen Landeplatz vor mir: eine weite Rasenfläche, die topfeben und wie gewalzt schien. Als wir darüber hinwegflogen, schillerte füsstief Wasser zwischen Sumpfgras durch. Man sah geradezu die Frösche auf uns warten. Ich drehte ab und Zürcher Wochenprogramm suchte weiter. Endlich hatte ich einige Felder unter mir, die nicht gerade zum vornherein Ueberschlag oder eingeknicktes Fahrgestell verhiessen. Der sinkende Nebel drängte immer mehr zur Eile — ich durfte nicht wählerisch sein. Während ich die Felder umkreiste, rückten die Nebelwände näher, so dass ich schliesslich in einer Kurve von nahezu 180 Grad zur Landung ansetzen musste. Die Maschine sackte federnd in regenweichen Boden und sauste dann über holprige Ackerstücke davon. Plötzlich stieg das Gelände vor uns wie eine Mauer an. Ich versuchte, mit Seitensteuer und einseitig getretener Bremse die Kiste noch etwas abzudrehen. Es rumpelte, als ob der ganze Schlitten aus den Fugen gehen wollte. Wie ein Pferd vor einem Hindernis sprang die Maschine vorn hoch und blieb dann bpckstill stehen. Mit den Rädern auf dem Rand einer über zwei Meter hohen Geländestufe, mit dem Schwanzsporn unten im Acker. Wir traten aus der Kabine in den strömenden Regen hinaus und schauten uns um. Verlassen lagen die Felder da, niemand war zu sehen, unsere Landung schien unbeobachtet geblieben zu sein. Der dreimotorige Fokker stand in seltsamer Stellung da. Wie eine Katze, die zum Sprung ansetzt, hing er an dem Geländebord. Mein Bordmonteur kraxelte eilig um die Maschine herum. Der Anprall hatte das Trittbrett weggeschlagen, sonst war alles ganz geblieben. Ich machte unserem einzigen und etwas verdutzt dreinschauenden Passagier klar, dass er heute seine Reise per Eisenbahn zu Ende führen müsse. Wo die nächste Bahnstation gelegen sei, konnte ich ihm im Augenblick allerdings nicht sagen. Ich war mir über unseren genauen Standort noch nicht im klaren: in dem sinkenden Nebel sah man keine 500 Meter weit. Wir öffneten vorerst den Gepäckraum und nahmen Koffer und Postsäcke heraus. Dann hörten wir hinter uns heftiges Keuchen. Als wir uns umschauten, hatte sich die ganze Gegend verwandelt. Wo wir vor einem Augenblick noch über menschenleere Felder hinweggeblickt hatten, war nun alles voller Bewegung. Wie die Ameisen kamen Leute in Schlangenlinien durch die Grenzgraben der Aecker und Wiesen auf uns zu. Wie aus dem Erdboden gestampft, wimmelten sie durch Regen und Schmutz eilig zu uns heran. Galoppierende Spitzenreiter hatten uns bereits erreicht und starrten atemlos auf das rätselhafte Ding, das da ganz einfach vom Himmel heruntergepurzelt schien. Wir hatten gerade noch Zeit, die Kabinentüre abzuschliessen, dann waren wir umzingelt und wir hatten unsere liebe Not, uns des ersten Ansturmes zu erwehren. Auf Fahrrädern und Motorrädern kamen sie heran. Männer, Frauen, Kinder und Hunde umdrängten uns. Das « abgestürzte» Flugzeug war eine Sensation, war ein gewaltiges Ereignis. Wir wurden angestaunt und mit Fragen bestürmt. Man zerrte an den Steuerflächen, trat mit den Schuhen gegen die Pneus, drehte an den Propellern, bis ich das Kommando übernahm und unter höchstem Stimmaufwand das Betasten der Maschine und das Rauchen in 8700 km ohne Zwischenlandung. Das englische Fairey-Napier-Militärflugzeug «Mystery», mit dem die Piloten Gayford und Nicholetts am letzten Mittwoch mit dem Flug London - Walfischtracht (Kapstadt) einen neuen Weltrekord aufgestellt haben. deren Nähe verbot. Darauf wurde zwar weiter geraucht, aber man Hess nun die Finger von der Maschine. Schliesslich war auch ein Landjäger zur Stelle, der nun auf meine Anweisung wie ein Schäferhund andauernd um die Maschine kreiste. Bald hatte ich zwei willige Motorradfahrer gekapert, die ich, mit dem Passagier und seinem Gepäck auf den Soziussitzen, zur nächsten Bahnstation abkommandierte. Einige junge Burschen schickte ich ins Dorf auf die Suche nach langen und starken Stricken. Wir mussten die Maschine so rasch wie möglich hochziehen, da sie uns sonst auf dem durchweichten Boden in ihrer schiefen Lage abrutschen konnte. Plötzlich entstand hinter der Maschine ein heftiger Wortwechsel, Schimpfworte flogen hin und her — man schien sich im nächsten Moment an die Gurgel springen zu wollen. Politische Gegner waren unter weiss Gott welchem Vorwand aneinander geraten. Der fremde Vogel bereitete Aufregung und Staunen um sich herum und brachte sogar alte Feindschaften zum Aufflammen. Dann entstand respektvolle Stille in der Runde — der Herr Pfarrer war erschienen. Er lächelte mich hinter dicken Brillengläsern freundlich an und wollte von mir allerlei wissen. Leider war es mir im Drange der eilig zu treffenden Dispositionen nicht möglich, immer die ausführlichsten Antworten auf seine eingehenden Fragen zu geben. Als er schliesslich wissen wollte, mit welchem Gas wir die Flügel aufgepumpt hätten, wandte ich mich endgültig wieder meinen eigenen Problemen zu. Die Dämmerung brach herein und noch , hatte ich keine Ahnung, wie und wo ich wie* der starten wollte. Da, wo wir gelandet hatten, konnte ich nicht mehr weg. Die Bahn war zu kurz und zu uneben. Ich schritt die umliegenden Felder durch knietiefes, nasses Gras kreuz und quer ab. Immer wieder kam nach hundert oder hundertfünfzig Schritten ein metertiefer Graben. Das Gelände hob und senkte sich, Meilensteine standen überall herum — es sah hoffnungslos aus. Fast einen halben Kilometer vom Standort der Maschine entfernt stiess ich schliesslich auf ein Luzernenfeld, das 250 Schritt in der Länge hatte. Es konnte knapp zum Start reichen. Das fast kniehohe Gras allerdings musste geschnitten werden, sonst kam W beim Anrollen nicht auf die nötige Fahrt. "' Als ich zur Maschine zurückkam, war man unter dem Kommando des Bordmonteurs mit viel Geschrei und Gaudi an der Arbeit. Au' den Seiten des Fahrgestells und am Schwanzsporn waren Stricke befestigt, und so wurde nun unter Beihilfe von jung' und alt der schwere Vogel mit viel Hoo—rruck und Gelächter hochgezogen. (Forts, folgt.) Stadttheater Abends 8 Uhr, Sonntaj nachmittags 3 Uhr. Fr. abends 10. Febr. Lakme (B. Ab. 11). Sa. abends 11. Febr. Die Fledermaus. So. nachm. 12. Febr. 2% Uhr: Oeffentliche Vorstellung: Wilhelm Teil. SO. abends 12. Febr. Viktoria und ihr Husar. Schauspielhaus Abend * *" tag nachm. Fr. abends 10. Febr. Leutnant Komma. Sa. abends 11. Febr. Dandin gib acht. So. nachm. 12. Febr. Ess 'S und Oel (Ein Strick, ein Blick, ein Mädel). SO. abends 12. Febr. Essig und Oel (Ein Strick, ein Blick, ein Mädel). Od on Ba Sonnenquai 2 16—18 Uhr und 20—23 Uhr: Leo Valberg, Chansonnier und Stimmungs-Sänger und die Jazz-Kapelle E. Schwank. Nachmittags- and Abend-Konzerte. WHI7 Radinger mit seiner Wiener Künstlerund Stimmungskapelle. Cafe AstOria, St. Peterstrasse 18 Künstler-Konzerte, täglich 3—6 und 8—11 Uhr. Orchester Enrico Carletti. (Das Wiener Gross-Cafä ohne Musik). Ueber 70 Tageszeitungen und Illustrierte. — Parkplatz: St. Annagasse-Pelikanstrasse. jeder Art Dufourstrasse 60 1 Tetephon 25.325 Uhr Restaurant Hungaria, Beatengasst Zetthaus-Rest, und Roxy-Bar Erstklassige Küche. Inh.: Jos. Schicker. Cafe Neumann Auto-Reparaturen AUTO - FACHSCHULE „HUPMOBILE" REPARATUREN besorgen als Spezialität SCHENKEL & BECKER Automobil - Werkstatt« tadenentraste 80 Telephon 55.380 Seltene BIANCHI S 4, Innenl., 2-P1., Mod. 1928 Fr. BUICK, Torpedo, 4/5-Plätzer » OCCASION ! 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N" 12 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE Von der St. Bernhardinstrasse. Entgegen verschiedenen Mitteilungen in der Tagespresse können wir nach Erkundigungen an Ort und Stelle mitteilen, dass die St. Berhärdinstrasse nicht durchgehend für den Automobilverkehr geöffnet ist. Die irrtümlichen Pressemeldungen erklären sich daraus, dass die Strasse von Misox bis S. Bernardino für den Automobilverkehr offen gehalten wird, nicht aber von letzterem Ort an über den Pass nach Splügen. Lr. 7. Winterbetriebswoche der Autoposten in den Alpen. Dem Bulletin des Kursinspektorates der Generaldirektion P.T.T. ist zu entnehmen, dass in der Woche vom 30. Januar bis zum 5. Februar 1933 mit Postautomobilen auf Alpenstrassen 6735 Personen transportier wurden, gegenüber 4837 in der entsprechenden Woche des Vorjahres. Die Mehrfrequenz für 1933 beträgt 547 Reisende. Zu bemerken ist, einerseits, dass auf der Strecke Mesocco-San Bernardino 2 Tage die Pferdepost in Betrieb gesetzt werden musste und dass die Kurslinien Qurnigel, Schwarzenburg- Ryffenmatt, Balsthal-Waldenburg, Siebnerj- Innerthal und Uznach-Wattwil. die 1932 nicht im Bulletin standen, auch nicht in die Berechnung einbezogen wurden. Die grösste Mehrfrequenz unter den 18 Kurslinien wies Nesslau-Buchs (plus 311) auf. Minderfrequenzen verzeichneten nur 3 Kurslinien, lt. X. C. S. SEKTION BERN. Vorstandssitzung. In seiner letzten Sitzung bat sich der Vorstand der Sektion Bern des A. C. S. u. a. einlässlich mit der Frage von vierteljährlichen Stouerporioden zur kantonalen Automobilsteuer beschäftigt. Vom Standpunkt ausgehend, dass eine erleichterte Besteuerungsmöglichkeit der gegenwärtigen Wirtschaftslage angepasst erscheine, den naturgemäss reduzierten Motorfahrzeugverkehr der Gebirgs- und Jurabevölkerung gerechter kompensiere und beide Gründe BU einer wünschenswerten Verkehrsbelebung führen, wurde der Beschluss gefasst, eine gleichlau- .^tende Eingabe, zusammen mit den übrigen grossen tntonalen Verkehrsverbänden, an die berniscben rfehörden zu richten. Ferner sprach eich der Vorstand für die Wünschbarkeit und Dringlichkeit einer obligatorischen Haftpflichtversicherung für Radfahrer aus, wie solche bereits in über 16 Kantonen der Schweiz bestehen. Clubball im Bellevue-Palace. In den freundlichen Räumen des Bellevue wird die Sektion am 18. Februar, mit Beginn um 21 Uhr, den alljährlichen grossen Clubball veranstalten. Unter Mitwirkung des flotten Genfer Tanzorchesters « Robylton and Ms boys » hofft der Vorstand den Mitgliedern an diesem Samstag abend einige angenehme- •Stunden zu verschaffen. Es sind Einlagen zur Ueberraschung vorgesehen. Ballkarten können zum bescheidenen Preise von Fr. 5.— für Mitglieder od£r Angehörige im Vorverkauf bei der Berner Handelsbank oder beim Concierge des Hotels Bellevue bis 18. Februar mittags bezogen werden. An der Abendkasse selber kosten die Eintrittskarten Fr. 6.—. Angehörige und Freunde der Mitglieder haben zu diesem Anlass Zutritt. lt. SEKTION BERN. Vortragsabend. Die Sektion rechnet es sich als besondere Ehre an, so führte Herr Oberst Marbach in seiner Begrüssungsan- •Sprache zum Vortragsabend des letzten Montags 0.U8, den Vorsteher der bernischen Baudirektion persönlich begrüssen und seine Ausführungen über das bernische Strassenbauprogramm 1933 entgegennehmen zu dürfen. Herr Regierungsrat Boesiger fand mit seinen Ausführungen, die wir an anderer Stelle besprechen (Seite 7), vollen Anklang. Es zeigt sich, dass der Kanton Bern mit seinen grossrätlicben 'Straesenbauweisungen von 1924 den richtigen Weg zu einem grosszügigen Strassenausbau beschritten hat und dass die Behörden es von .Anbeginn verstanden, die Finanzierung auf eine vernünftige Art zu regeln, indem alljährlich die Einnahmen aus dem Automobilverkehr restlos zur Deckung eines Hauptteiles der Strassenbaukosten verwendet werden. — Im Gegensatz zu jenen Kantonen, die ihre Autosteuern in den Staatsfißkus verschwinden lassen und nur einen Teil für den Strassenbau einsetzen. Von eeiten des bernischen Baudirektors, wie von eeiten des Sektionsvorstandes, wurde die gegenseitige Zusammenarbeit im Interesse einer gedeihlichen Entwicklung des bernischeti Strassennetzes anerkennend betont. In der eich an den Vortrag anschliessenden kurzen Diskussion, eingeleitet durch einen warmen Dank an Herrn Regierungsrat Boesiger, wurden noch die zwei Anregungen gestellt, es sei beim Strassenbau nicht nur der Strasse selber, sondern auch den Sichtverhältnissen (vorstehende Bäume und Ecken) und der Ueberhöhung in den Kurven ungeteilte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Diese Absichten werden, wie Herr Boesiger bestätigte, bei den jüngsten Korrektionen überall befolgt. Das instruktive Referat, das vor allem Aufschluss über die zahlreichen Teilkorrektionen gab, wurde von der gutbesuchten Versammlung mit hohem Interesse angehört. hl. SECTION LES RANGIERS. Vortrag mit Lichtbildern im Rathaussaal Laufen, Freitag, den 10. Februar, 20 Uhr. — Herr Fürsprecher Mühlemann, Vorsteher des kant. Strassenverkehrsamtes in Bern, wird .sprechen über «Die Neugestaltung der Strassenverkehrsverhältnisse im Kanton Bern mit der Einführung der bundesrechtlichen Ordnung. » Automobilisten, Besitzer von Motorfahrzeugen, Radfahrer, sowie das Publikum im allgemeinen, sind höfl einwinden Eintritt frei T. C. S. Autosektion St. Gallen-Appenzell Zum Jahresbericht. Der Auszug aus dem Jahresbericht musste wegen Stoffandrang nochmals verschoben werden und wird nun in Nx. 13 erscheinen. Red. AUTOSEKTION SOLOTHURN. Abendunterhalturig. Es sei nochmals nachdrücklich auf die am den, die ein gleiches oder grösseres Fassungsver- seitdem in der Schweiz Anhängewagen gebaut wer- kommenden Samstag, den 11. Februar, stattfindende Jahresfeier der Autosektion Solothurn des die Möglichkeit gegeben ist, mit einem Wagenzug mögen wie die Zugwagen aufweisen und damit T. C.'3. hingewiesen. Der Abend verspricht etwas gleichzeitig 100—120 Reisende zu befördern. Die ganz Besonderes zu werden. Die Festgemeinde Leistungsfähigkeit ist damit jener der Tramzüge wird sich einige Stunden lang im «Tessin • erfreuen können, denn ünserm südlichen Kanton gilt digkeit ist aber grösser und damit seine Anpas- angenähert, die Beweglichkeit und Fahrgeschwin- diesmal das Thema der glänzenden Dekoration. sungsmöglichkeit an die jeweiligen Verkehrsbedürfnisse leichter. Aufs neue wird der Anlass durch ein sehr gediegenes Unterhaltungsprogramm verschönert. Die Ueberall wo Autobusse als Hauptverkehrsmitte' Abondünterhaltung, zu der ein Massenaufmarsch in irössen Städten eingeführt wurden, haben sie erwartet wird, beginnt punkt 20.15 Uhr im Konzertsaal ihre Leistungsfähigkeit und ihren gegenüber dem Solothurn. Verkehrswünsche. Eine aus allen Kreisen besuchte Tagung von Motorradfahrern in Biel nahm folgende Resolution an : « Die in Biel am 5. Februar stattgefundene Konferenz der Motorfahrer, die aus Kreisen der Industrie, des Imports. Handels. Gewerbes und von allen Verbänden (total ca. 350 Delegierte, die 30,000 Motorradfahrer vertreten) beschickt wurde, richtet an cten h. Bundesrat das Gesuch : er möchte 1. den Benzinzoll unter keinen Umständen erhöhen, da dieser jetzt schon zu hoch ist; 2. er möchte von den Versicherungsgesellschaften verlangen, dass die unerträglichen Dritthaftpflicht- Versicherungsprämien reduziert werden; 3. dass die freie Konkurrenz in der Haftpflichtversicherung wieder gestattet wird; 4, dahin wirken, dass die dreimonatige Bezahlung der Motorfahrzeugsteuer und die Reduktion dieser Steuer für ajje Fahrzeuge in der ganzen Schweiz allgemein eingeführt wird.» CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG Fastnachts-Abtnd. Nächsten Samstag, den 11. Februar, findet unser Fastnachts-Abend im Hotel c Bad > statt. Da dessen Reinertrag für unsere arbeitslosen Kollegen verwendet wird, hoffen wir auf eine recht zahlreiche Beteiligung. Mit Chauffeurgruss — Der Vorstand. dem (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Zur Binninger Verkehrefrage erhalten wir noch folgende beiden Einsendungen: Die Leistungsfähigkeit der Autobusse. Bei der Beurteilung der Frage, ob zwischen Basel und Binningen eine Straßenbahnlinie nötig oder ein Autobusbetrieb genügend 6ej, wird in der Regel dem Autobus eine ungenügende Leistungsfähigkeit vorgeworfen. Dies hatte eine gewisse Berechtigung, solange beim Autobuebetrieb in den Stossverkehrssseiten nur die reinen Zugwagen mit 40—60 PJätzen verwendet weiden konnten. In den letzten Jahren haben die Verhältnisse geändert, 8ind ein Fabrikat der grössten und ältesten Kompressorenfabrik Europas nden l.«B««S •»!«•»«© Trainvdrkehr billigem Betrieb nachgewiesen. In London bewältigen 5400 Fahrzeuge den ganzen Inneretadtverkehr und beförderten im Jahre 1931 1.962.418.000 Reisende, was im Tagesmittel 5.600.000 Personen ausmacht oder 40% mehr als die 'Schweiz Einwohner hat. Angesichts dieser Zahlen kann von einer geringen Leistungsfähigkeit, der Autobusse nicht geredet werden, besonders wenn damit die Verkehrsleistung der andern Transportmittel verglichen wird. So beförderten