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E_1933_Zeitung_Nr.015

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - No 15 Antwort 8564. Aussenbordmotor. Zuschriften weitergeleitet. Red. Antwort 8570. Kardan- und Getriebeschmierung. Zuschrift weitergeleitet. Red. Frage 8581, Bezugsquelle für Boyce-Feucriöscher. Wer kann mir eine Bezugsquelle für den «Boyce>- F.euerlöscher angeben? L. R. in B. Frage 8582. Warmwasserheizung für Automobile. Ich habe von einem Kollegen vernommen, dass es neuerdings Automobilheizungen gebe, bei denen zur Erwärmung des Passagierraumes die Abwärme des Kühlwassers ausgenützt wird. Können Sie mir über eine solche Heizung nähere Angaben machen? Wo wäre sie zu beziehen? R. G. in Z. Antwort: Eine derartige Automobilheizung haben wir schon in unserer Winternummer beschrieben. Es handelt sich dabei um das auch in der Schweiz vertretene System « Tropic-Aire >, bei welchem das erwärmte Kühlwasser durch einen hinter der Spritzwand montierten Radiator fliesst, wobei ein elektrisch angetriebener Ventilator noch für einen raschen Abtransport der Wärme aus dem Radiator sorgt. Die Wärmewirkung der Anlage ist in weiten Grenzen regelbar, so dass man auch in Jahreszeiten mit stark wechselnder Aussentemperatur das Wageninnere immer behaglich temperieren kann. Die Adresse der Vertretung wurde Ihnen brieflich mitgeteilt. Sie ist ausserdem aus dem Inseratenteil ersichtlich. Frage 8583. Kugellagerdefekt. Beim linken Vorderrad meines Wagens machte sich, wenn man das aufgebockte Rad in Umdrehung versetzte, seit einiger Zeit ein knackendes Geräusch bemerkbar. Ich hahe nun das betreffende Radlager untersuchen lassen, und es stellte sich heraus, dass eine der Kugeln des einen Kugellagers an der Oberfläche defekt war. Offenbar hat die rauhe Oberfläche dieser Kugel das Geräusch verursacht. Handelt es sich hier um eine Abnützungserscheinung, die nach 30,000 Fahrlrilometern zu erwarten war, und muss ich mir deshalb den Defekt zum Anlass nehmen, um auch die übrigen Radlager nachzusehen? D. G. in R. Antwort: Sehr wahrscheinlich liegt ein zufälliger Defekt vor, wie er bei einem Kugellager gelegentlich einmal eintreten kann. Bei richtiger Schmierung des Lagers mit Kugellagerfett genügt jedenfalls, die angegebene Kilometerzahl noch lange nicht, um den Defekt zu erklären. Normalerweise halten die Radnaben-Kugellager mindestens 100,000 Fahrkilometer aus. Sehr oft überdauern sie sogar die Lebensdauer aller andern Organe eines Wagens. Eine Kontrolle der anderen Lager dürfte sich also erübrigen, wenn sie Ihnen nicht ohnehin ins Programm passt. at. Frage 8584. Selbstzündung oder Brennstoffzufuhrstörung. Wenn ich mit meinem Wagen längere Zeit mit Vollgas fahre, lässt der Motor von einem bestimmten Moment an regelmässig in deT Leistung nach und es treten Rückschläge in den Vergaser auf. Als Ursache der Störung vermutete ich zuerst, dass nicht genügend Brennstoff nachkomme. Eine Kontrolle der Leitungen gab jedoch keinen Anhalt dafür, und der Brennstoffspieeel im GENEVE *•» .Zukaufet* "Telephone 51.098 4. ruedeCandolle, 4 Limousine gute Occasion, ca. 10 Steuer-PS. An Zahlung musste nussbaumpoliertes Doppel-Schlafzimmer genommen werden. — Anfragen: Telephon 21.21, Ringgenberg. Günstiger Gelegenheitskauf! BUICK, Limousine 7plätzig, in prima Zustand, sofort zu Fr. 1800.— abzugeben. Eventuell Zahlungserleichterung. Offerten unter Chiffre 57748 an die Automobil-Revue, Bern. 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Vielleicht könnte aber die Störung- auch darauf zurückzuführen sein, dass die Kerzen Selbstzündungen verursachen. Wie müsste ich vorgehen; um eine diesbezügliche Prüfung vorzunehmen, ohne dass ich gezwungen wäre, alle acht Kerzen des Motors auszuwechseln? G. P. in W. Antwort: Sie können leicht feststellen, ob es sich um eine Brennstoffzufuhrstörung oder um Selbstzündung handelt, indem Sie das nächstemal beim Auftreten der Rückschläge die Zündung ausschalten. Läuft dann der Motor trotzdem, wenn vielleicht auch unregelmässig, weiter, so sind Selbstzündungen im Spiel. Bleibt der Motor dagegen sofort stehen, so liegt wahrscheinlich eine Brennstoffzufuhrstörung vor. at Frage 8585. Schmieren der Blattfederung. Ich hahe bei meinem Wagen zu verschiedenen Malen versucht, die Blattfedern zu schmieren, aber ea gelang mir immer nur mit grosser Mühe, das Fett zwischen die gut aufeinander liegenden Federblätter zu streichen. Besteht nicht ein Werkzeug, mit dem man die Federn in auseinandergespreizter Lage festhalten kann? F. L. in M. dieses Fluges gibt die Peilstation jede Minute, d. h. etwa nach je 3 km Flugweg, dem Flugzeug eine Zielpeilung, die angibt, welcher Kurs nach dem Hafen zu geflogen werden muss. Je nach der Gradzahl der Peilung berichtigt der Flugzeugfüh- Antwort: Ein solches Werkzeug führen wir rer seinen Kurs. Bei der siebenten Peilung steht Ihnen in der beistehenden Abbildung vor. Es ist das Flugzeug schon in unmittelbarer Nähe des nichts anderes als eine Art Zwinge, die auf jeder Platzes und hat dabei noch eine Flughöhe von Seite einen schneideartig zulaufenden Vorderteil knapp 100 Meter. Der Flugleiter an der Peilstation besitzt. Diese Zwingen werden zwischen zwei gibt in dem Augenblick, in dem er das Motorengeräusch im Osten hört, das Signal «mo». d. Federblättern angesetzt und der eine Teil durch h. einen englischen Schlüssel angezogen, wodurch die Federblätter auseinandergepresst werden. at Frage 8588. Flugzeuglandung Im Nebel. Ist es technisch möglich, mit einem Flugzeug sicher auf einem Landungsplatz niederzugehen, wenn der Nebel bis auf den Boden herabreicht? Wenn ja, welche Massnahmen werden dabei getroffen und welche Vorrichtungen benützt? E. F in Z. Antwort: Die Landung von Flugzeugen ohne jede Sicht ist praktisch heute schon möglich, jedoch ein Akrobatenkunststück, das für die allgemeine Praxis noch nicht in Frage kommt Notwendig dazu ist vor allem ein Peilgerät, das dem Piloten auf elektrischem Weg die genaue Richtung anzufliegen gestattet, und zweitens ein genügend empfindlicher Höhenmess-Apparat. der wenn möglich auch auf vorausliegende Hindernisse ansprechen sollte. Richtungs-Peilgeräte sind in genügend empfindlicher Ausführung vorhanden und stehen schon vielfach im Gebrauch. Dagegen sind genügend empfindliche Höhenmessinstrumente bisher mehr nur laboratoriumsmässicr entwickelt worden: H-Iotel A vendre 11 CV, 4 cyl., mod. 1929, cond. inter., 4/5 places, entiörement revisfie, peint. neuve, marche parfaite. — Demander tous renseignements s. chiff. G 1592 ä la Revue Automobile, Geneve. A vendre cabriolet, 4 pl. MERCEDES Type 24/100, a compress., 6 cyl., peinture rouge, garniture cuir gris, malle arriöre, 6 roues metalliques, install Bosch complöte, parfait 6tat. S adresser Garage Kalbfuss, Bd. Carl-Vogt, 50. Geneve. 10121 Cause derart, a vendre belle VOITURE DE Ll- VRAISON CHEVROLET, 6 cyl., 16/8 HP, ä l'etat de neuf. Prix fr. 3000.—. S'adr. ä Mr. Alf. Streit, rue Purry, 4, Neuchätel. 0h,ckecche äaeketec CABRIOLET 8 cylindres occasion, 1932/33. Öftres sous chiffre & 1596 ä la 57752 Revue Automobile. Genevt Zukaufen, aesuokt 4-Plätzer- Limousine ca. 12 PS. 4 oder 6 Zyl., nicht unter Modell 1930 Interessent wohnt im Kanton Solothurn. Sofortige Offerten unter Chiffre 57712 an die Automobil-Revue, Bern. A vendre ä un prix derisoire, bien en dessous du prix de revient Beim Landen ohne jede Siebt dürft« dem Piloten vielfach auch die Zeit fehlen, um diese Messapparate, wie etwa das auf den Zeppelin-Luftschiffen angewandte Echo-Lot, zu bedienen oder richtigAbzulesen. Eine sichere Landung ist dageren «chon möglich, wenn der Landungsplatz unterhalb 50 m Flughöhe sichtbar wird. Die Deutsche Luft-Hansa hat dazu im letzten Jahr ein sog. < zz »-Verfahren entwickelt und ihren Piloten in besonderen Kursen eingeübt. Bei diesem Verfahren wird das Flugzeug von der Strecke kommend an den Flughafen herangepeilt. Der Flugleiter, der hierbei grundsätzlich seinen Platz an der Peilstation hat, beobachtet das Motorengeräusch des herankommenden Flugzeuges und gibt ihm durch Radio die Meldung « Platz! », sobald der Flughafen selbst überflogen wird. Je nach der Windrichtung wird jetzt das Flugzeug entweder von Osten nach Westen oder in umgekehrter 1 Richtung zur Landung angesetzt. Da im allgemeinen bei vernebelten Plätzen nicht mit stärkerem Wind zu Technen ist, genügen diese beiden Hauptlanderichtungen. Am besten wird der Weitergang des Verfahrens durch ein Beispiel gezeigt: Angenommene Wolkenhöhe 50—60 Meter, Sicht etwa 400 Meter, sehr leichter Westwind. Der Flugzeugführer fliegt nach der Funkmeldung « Platz! > nunmehr entsprechend der generellen Dienstanweisung acht Minuten auf dem vorher festgelegten Kurs von 95 Kompassgraden, d. h. auf der sogenannten t Grundlinie », vom Platz aus nach Osten in etwa 500 Meter Höh«. Darauf beschreibt er eine Kurve von 180 Grad und fliegt nun auf genauem Gegenkurs, d. h. bei Berücksichtigung des vorliegenden Windes etwa 275 Kompassgraden, den Platz in Richtung von Osten nach Westen an, indem er schon langsam niedriger geht Während Motorengeräusch im Osten hörbar. Es ist dies das Vorsignal für das unmittelbar darauffolgende Durchstosszeichen t z«» Beim Empfang letzteren Zeichens nimmt der Flugzeugführer das Gas weg und gleitet bis dicht über den Boden, um dann dort das Flugzeug ahzufangen. Aus Sicherheitsgründen muss dieser Anflug zum Flughafen auf einem vorher genau festgelegten Wege erfolgen, der frei von besonderen Hin- Halter ist immer diejenige. Person, welche im dernissen, wie Schornsteinen, Kirchtürmen usw. Fahrzeugausweis steht. Wenn diese Person nicht ist. Die Lufthansa bezeichnet diese Einflugzone identisch ist mit derjenigen, welche den Gewahrsam als « Peilschneise», die in einem Winkel von 30über das Fahrzeug hat und dasselbe nutzt, so kann Grad auf den Platz zuführt. Wenn das Flugzeug neben der Person, welche im Fahrzeugausweis schon beim Anflug nach Norden oder Süden aus steht, auch diejenige Person, die den Gewahrsam dieser Peilschneise herauskommt, so wird dies hat und das Fahrzeug nutzt, als Halter in Anspruch genommen werden. Es können also sehr dem Flugzeug durch Funk sofort gemeldet; es muss den Anflug wiederholen, wodurch auf alle wohl für ein und dasselbe Motorfahrzeug verschiedene Halter vorhanden sein. Wir verweisen Fälle vermieden werden soll, dass das Flugzeug in Sie conduite intfneure, 7 places, avec Separation, modfeie 1931, 8 cylindres. Voiture absolument neuve et garantie comme teile, ayant 6t4 dedouanee cette semaine. S'adresser Garage et Ateliers des Jordils S.A.. Lausanne eine Gegend mit höheren Erdhindernissen gerät. Kommen mehrere Plugzeuge gleichzeitig zur Landung an den Platz heran, so wird vom Flugleiter bestimmt, welches der Flugzeuge in welcher Flughöhe zu warton hat. at. ARM® 4/5 places, 8 cylindres, 17 HP, etat de neuf, peu roule, ä vendre ou a ichanger avec AUTO, 4 ou 6 places, 8 ä 12 HP. Offres sous chiffre 57723 ä la Revue Automobile, Berne. 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Ich komme zu meiner Frage dadurch, dass ich gegenwärtig die Abschlussrechnung eines Autobetriebs machen- muss und dabei sehe, dass neben der ordentlichen Haftpflichtversicherung noch eine spezielle Insassen-Versicherung, eine spezielle Haftpflichtversicherung für den Chauffeur und schliesslich eine Unfallversicherung für den Chauffeur (bei der Suvag) bestehen. Ich habe den Eindruck, da sei eine unnötige Ueberversicherung vorhanden, die für ein Unternehmen teuer zu stehen kommt. Wie steht es nun mit der Versicherung des Chauffeurs? Ist der Chauffeur durch die Haftpflichtversicherung seines Herrn nicht für alle Fälle genügend gedeckt, so dass eine Spezialhaftpflichtversicherung für ihn gerechtfertigt wäre? Und ist die Unfallversicherung für den Chauffeur nötig., da doch, nach Paragraph 37, AI. 1, der Halter haftbar ist für allen Personenschaden aus dem Betrieb seines Wagens, grobes Verschulden de« Geschädigten vorbehalten. Jedenfalls scheint mir, die Autohaftpflicht- und die Unfallversicherung sollten für alle Fälle genügen. Noch eine Frage: Wer gilt als Verwandte tm Sinne von Paragraph 48, AI. 3, wenn der Wagen mehreren Nachbarn zusammen gehört, und wer ist in diesem Falle der Halter, wenn gemeinsam eine Garage erstellt und ein Chauffeur angestellt worden ist? St in A. Antwort: Durch die im neuen Automobilge^ seti vorgesehene Versicherung sind alle Geschädigten versichert gleichgültig, ob sich diese auf der Strasse oder im Automobil befinden, mit Ausnahme des Halters, seines Ehegatten, sowie seiner Blutsverwandten in auf- und absteigender Linie (Eltern, Grosseltern, Kinder). Eine Insassenversicherung ist also nur noch für die Blutsverwandten des Halters abzuschliessen. Blutsverwandte des Lenkars, sofern derselbe nicht mit dem Halter identisch ist, fallen unter die Versicherung, d. h. sie müssen im Schadensfalle von der Haftpflichtversicherung des Halters entschädigt werden. Eine spezielle Unfallversicherung für den Chauffeur, soweit es sich um Schäden handelt, die auf den Betrieb eines Motorfahrzeuges zurückzuführen sind, ist nicht nötig. Dagegen ist der Chauffeur nicht versichert für Unfälle, die ihm zustossen, wenn z. B. das Automobil ausser Betrieb steht. z. B. auf den Fall eines Automobilverkaufs. Bis zur amtlichen Uehertragung bleibt der Verkäufer Halter, weil er im Fahrzeugausweis steht. Dor Käufer aber wird Halter, weil er den Wagen in seinem Gewahrsam hat und unter Umständen nutzt. * * Le plus prfes du Salon Excellente cuisine, arrangements spe'ciaux CAMIOHS D'OCCASIONS de 2, 3, 4 et 5 tonnes une partie avec bennes basculantes. revis£s, ä vendre avantageusement avec garanties Facilite's de rmyement — Demandes sous chiffre 11199 a. la 10416 a Revue Automobile, Bern«. A vendre occasion exceptionnelle CITROEN conduite Interieure 8 CV, 4 places, tres soigneeL Belle Präsentation avec tous accessoires suivant nouvelle loi et garantie. Fr. 1200.—. 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Bern, Dienstag, 21. Februar 1933 HL Blatt der „Automobil-Revue" No. 15 Ein Athener Passagier der Sternfahrt nach Monte Carlo erzahlt. Von Mimi von Ramin. (Schluss) * Da war es, dass ein böser Geist uns einen falschen Weg einschlagen Hess, und wir ca. 200 km in der unwirtlichsten Gegend Serbiens herumirrten, im guten Glauben, es sei der richtige Weg, da man ja bis anhin nicht an bessere Strecken gewohnt war. Bergauf — bergab — so ging es stets. Auf den Höhen packte uns ab und zu der Sturm mit solcher Gewalt, dass der schwere Wagen zur Seite geschoben wurde. In dieser Einöde trafen wir nur zwei kleine Dörfer, deren Häuschen wie die Schwalbennester am Berg klebten. Dann wieder Einsamkeit und mal hie und da eine Bemerkung: « Geh' doch auf diesen Sauwegen von 70 herunter! > Ein Rat, der meist nicht befolgt wurde. Da nach Kilometerstand und Uhrzeit Belgrad längst hätte erreicht sein müssen, sehnten wir heiss ein Dorf herbei, um festzustellen, wo wir uns eigentlich befanden. Endlich nahte eins, und vor dessen Toren blieb der gute Mercedes stehen: das Benzin war alle! Im Nu umringte uns eine Unmenge Menschen, die die Neugierde aus zwei Wirtschaften, aus deren einer wundervolle Zigeunermusik klang, getrieben hatte. Glück muss man haben. Ein Serbe, der ein wenig Deutsch sprach, bot sich zur Hilfe an. Er versuchte überall, Benzin zu bekommen. Ein Kaufmann hatte diesen köstlichen Saft, wollte ihn aber nur am nächsten Tage, nicht am Sonntag geben. Wir sollten übernachten.'! Wir aber wollten weiter! Wollten die 124 km nach Belgrad trotz allem fahren, um zur Kontrollzeit dort zu sein. Mich packte die wallonische Wut. Ich machte ungeheuren Krach* Dieses imponierte einem rundlichen Serben, der sich in gutem Deutsch anbot, den Kaufmann zur Herausgabe des Benzins zu zwingen. Ehe dies geschah, war der Uhrzeiger so weit vorgerückt, dass die Kontrolle ta Belgrad ihre Pforten geschlossen hatte, und wir zähneknirschend aufgeben mussten. Es war bitter... Nun hiess es, Gora-Milanovac — ein jämmerliches Nest im tiefsten Serbien — mit Monte Carlo zu vertauschen... Auf der Fahrt, wenn uns lehmiges Wasser oder Schneematsch um die Nase spritzten, malten wir uns aus, wie schön es in Monte Carlo sein würde, nach hundert Stunden Autofahrt! Es kommt immer alles anders, als man denkt. Im milanovacischen « Grand Hotel zum serbischen König», einer wenig vertrauensvoll aussehenden Spelunke, legten wir uns angezogen ins Bett, da die Bettwäsche allem Anschein nach schon viele müde Serben beherbergt hatte. Vor dem Schlafengehen gab * Siehe auch Autler-Feierabend Nr. 13. F E U I L L E T O N Sternfah rer- Odyssee Herrn Collins Abenteuer es eine Labe, bestehend aus getrocknetem Schaffleisch, mit der Hand gegessen, da wir kein Besteck erhielten. Starker Glühwein durchwärmte uns etwas. In aller Frühe ging's mit frischem Mut nach Belgrad weiter. Ein Serbe bat, von uns mitgenommen zu werden und zeigte uns den einzig fahrbaren Weg. Die anderen Strecken waren komplett verschneit. Unser erstes Ziel war das ca.' 40 km entfernte Städtchen Kragujevac, wo es Benzin in Massen und auch Telephone geben sollte. Wir fuhren ca. 16 km, da begann der geliebte Sechsliter zu spucken. Bald stand er — o Entsetzen — bockstill. Die Kannen des Milanovacer Kaufmanns hatten scheinbar nicht das angegebene Mass gehabt, und der in Metern liegende Schnee Hess unseren Wagen auch mehr als üblich verbrauchen. So kam es, dass wir wieder ohne Benzin ausgerechnet hoch auf einem Berge standen, wo der Wind so wundervoll pfiff. Was tun? Der Serbe gab zu verstehen, dass es in einem ca. 6 km entfernten Dorf « Nafta » gäbe. Unser Mechaniker und der Serbe zogen los, denn wir hofften, dass unser Motor in der Not auch mit Petrol zufrieden wäre. Inzwischen wurde es 11 Uhr mittags. Während wir auf die nach Petrol Ausgeschickten warteten, unterhielten wir uns mit den vorbeiziehenden Serben. Mit ihren kleinen Kühen wollten sie uns bis nach Kragujevac ziehen. Andere, die zu Fuss wanderten, wollten schieben helfen. Sie waren alle rührend in ihrer Hilfsbereitschaft. Wir rauchten zusammen die Zigaretten, die mir ein galanter Bulgare in Sofia verehrt hatte. Viele zogen weiter, aber sechs blieben uns treu. Nun kam endlich das Petrol, das dem guten Mercedes eingeflöst wurde. Da er kalt bekommen hatte, musste er angeschoben werden. Es war ein froher Moment, als der Motor wieder brummte. Doch die Freude war nicht von langer Dauer. Das Petrol passte ihm nicht, und wir standen wiederum. Nun blieb nichts anderes mehr übrig, als auf Schusters Rappen in das 25 km entfernt gelegene Städtchen zu wandern, um Benzin zu holen. Keine angenehme Aussicht bei dem meterhohen Schnee! Tapfer machte sich unser Mechaniker in Begleitung des Serben auf den Weg. Doch vorher hiess es, den Wagen noch ein Stück weiter zu schieben, da die vorsorglichen Serben uns zu verstehen gaben, dass weiter vorne ein Haus sei, wo wir uns erwärmen könnten. Beim Häuschen angelangt, nahmen wir Abschied von unseren treuen Helfern. Freundlich lächelnd holte uns der Roman ron Frank Heller. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) er sich eben entfernen wollte, fiel sein Blick auf die Fremdentafel und er las auf der untersten Reihe: Casimir Vivitz, Kammerherr bei Sr. Königl. Hoheit, Michael Nikolajewitsch, Jekaterinoslaw. Dies rief die Erinnerung an irgendetwas wach, das Herr Woerz bei dem Auftritt auf der Strasse gerufen hatte, als er Philipp für einen Polizeispion hielt: Sind Sie einer von Vivitz' Leuten? Oder irgendein Neuer — ein Neuer scheint mir... Eine Idee durchkreuzte sein Hirn, und nachdem er erfahren hatte, wann Herr Vivitz geweckt werden sollte, verlangte er, gleichzeitig geweckt zu werden und ging zu Bett, als die Uhr eben sechs schlug. Der erste Teil des Abenteuers war vorbei, aber es sah aus, als trüge der morgige Tag eine Fortsetzung in seinem Schosse. Um halb zehn Uhr am nächsten Morgen sandte Philipp, frisch gebadet, frisch rasiert, seine Karte zu Herrn Kammerherrn Vivitz. Nach ein paar Minuten kam der Bescheid, Se. Exzellenz frühstücke eben bei Pfordte und wünsche, nicht gestört zu werden. Philipp nahm eine neue Karte und schrieb: Interessieren sich Ew. Exzellenz für Neuigkeiten über Ihren hohen Arbeitgeber? und Hess diese hinübertragen. Eine halbe Minute später bat Kammerherr Vivitz um die Ehre, mit Professor Pelotard frühstücken zu dürfen. Den Spuren des Kellners folgend, ging Philipp in das Restaurant, innerlich einen kurzen Kriegsplan skizzierend. Was war der Wert seiner Mitteilungen? Sicherlich hatte er Trümpfe in der Hand, aber wie gut waren sie? Ehe er sich noch für den Preis entschieden hatte, sah er sich einem glattrasierten, älteren Russen mit champagnergelber Hautfarbe und zolldicken, in unaufhörlicher Bewegung befindlichen Augenbrauen -gegenüber. «Professor Pelotard?» «Zu dienen, Kammerherr Vivitz.» «Bitte, nehmen Sie Platz.» Man setzte sich. Der Kellner begann geräuschlos den Frühstückstisch zu ordnen. «Sie haben also Neuigkeiten über meinen hohen Herrn?» begann Kammerherr Vivitz unmittelbar die Attacke. «Vielleicht,» erwiderte Philipp vorsichtig. «So? Sie sind Ihrer Sache also nicht ganz sicher?» «Doch — es erübrigt nur zu sehen, ob Exzellenz der Ihren sicher sind?» «Hm, ich verstehe — Seine Hoheit ist also in Hamburg?» Nicht einmal soweit ist er orientiert, dachte Philipp". «Soviel, dachte ich, wüssten Exzellenz,» fügte er laut hinzu. «Ja, Seine Hoheit ist in Hamburg.» Bauer in sein Heim, wo wir mit einer solch von Herzen kommenden Gastfreundlichkeit aufgenommen wurden, dass ich oft und gerne an dies im serbischen Wald gelegene Häuschen und seine Bewohner denken werde. Ihr Nationalgericht war eine Delikatesse. Wir verständigten uns mit Zeichen, begleitet von vielem Lachen. Die Bäuerin zeigte mir ihren Viehbestand und -wie sie die Wolle spinnt und ihre Tücher webt. Von meinen Reiseutensilien bestaunte sie vor allem den Reissverschluss an meiner Tasche. So was hatte sie noch nicht gesehen. Ihr Mobiliar bestand aus einem Herd, einem Tisch, zwei Betten, einer Bank und einem Stuhl. Der Fussboden bestand aus Lehm. Und doch waren sie zufrieden und froh, hatten schöne, ruhige Gesichter und einen beneidenswerten Stolz in ihrem Wesen. Inzwischen wurde es dunkel. Der arme Wagen stand in 26 Grad Kälte und wartete wie wir auf Benzin und Hilfe, die in später Abendstunde endlich ankam. Aber — o weh — er hatte zu sehr gefroren, er sprang nicht an. Vergeblich versuchte das Taxi, mit dem unsere zwei Tapferen aus Kragujevac gekommen waren, unseren Mercedes anzuziehen. Es gelang dem Chevrolet nicht. Selbst nicht mit Hilfe der zufällig vorbeikommenden Patrouille von sechs Polizisten, deren Wachtmeister sehr gut Deutsch konnte. An ein Weiterkommen war nicht zu denken. Die einzige Lösung war, einen Lastwagen anzuspannen. So fuhren wir mit dem Taxi nach Kragujevac zurück, um nach einem Lastwagen zu sehen. Wiederum grosse Enttäuschung! Denn die zwei Lastwagen, die es dort gab, waren betriebsunfähig. Der Besitzer eines Buick schwor mit grosser Lebhaftigkeit, dass er unseren Wagen vom Fleck bekomme. Mit mehreren Mann Besatzung startete er um Mitternacht, um unseren Wagen zu holen, der inzwischen komplett eingefroren war und erst mit einer Lötlampe aufgetaut werden musste. Eine Unflut von Serben kam angelaufen. Pferde — Kühe — Ochsen, alles wurde mir angeboten, um das Auto die 25 km heizuschleppen. Als alle ihre guten Ratschläge an mir abprallten, zogen sie sich an den warmen Ofen zurück, um die Zeit bis zur Ankunft des Wagens, die sie doch miterleben wollten, mit Spucken und lebhaftem- Gespräch zu vertreiben. Gegen 3 Uhr morgens hörte ich endlich den altbekannten Ton des geliebten Sechsliters. Voller Freude ging ich hinaus, um ihn, der behaglich brummend vor dem Hotel stand, zu streicheln. Einige Minuten später kamen der Buick und die Hilfstruppen an, mit denen dann mancher «Sliwowitz» zur Erwärmung getrunken wurde, denn das Auftauen des Motors und der Bremsen war in der Nacht, bei 30 Grad Kälte, eine frostige Angelegenheit. Um 6 Uhr in der Früh' nahm dieser lange Tag ein Ende. Nach diesen Anstrengungen konnte man im mollig warmen Zimmer ungewiegt schlafen. «Vortrefflich,» sagte der Kammerherr kalt. «Aber die Hauptsache für Ew. Exzellenz dürfte sein, wann er es verlässt,» fuhr Philipp mit einem Lächeln fort. «Wenn ich nur erst weiss, dass Seine Hoheit in Hamburg ist, werde ich ihn schon bald zu finden wissen,» erwiderte der Kammerherr noch kälter. «Hamburg ist gross, Exzellenz.» «Hamburg ist klein, Herr Professor. Wenigstens der Teil, wo ich den Grossfürsten zu suchen habe.» Philipp lächelte leise. Kammerherr Vivitz hatte wirklich recht. Der Teil, wo er den Grossfürsten zu suchen hatte, war unbestreitbar klein, sintemalen Seine Hoheit jetzt im engen Loch sass. Inzwischen hatte der Kellner die Frühstücksspeisen aufgetragen und zog sich auf einen Wink von Herrn Vivitz zurück. Mit einem artigen Lächeln wendete sich dieser Philipp zu und bat ihn, sich zu bedienen. Es war Geflügelragout da, Omeletten, grillierte Niere, Schinken mit Ei und allerlei andere Leckereien. «Darf ich fragen, ob Sie vielleicht einen Wodki nehmen, Herr Professor? Zum Essen, auf russische Manier?» «Danke, gerne,» erwiderte Philipp. «Auf russische Manier oder auf schwedische.» «So, Sie kennen Schweden?» «Ja, ich habe mich ziemlich lange dort aufgehalten.» „Ecke des guten Beispiels " Kameradschaftsgeist unter Strassenbenützern. Man sagt, dass junge Leute oft einen Schatzengel haben. Ein junger Automobilist ist manchmal doppelt froh, wenn sich in einer kitzligen Situation ein solcher einstellt. Das konnte ich im letzten Frühsommer selbst erleben. Von der Radolfszeller Bucht nach der alten Residenzstadt der Hohenzollern, Sigmaringen, unterwegs, suchte sich unser Wagen seine richtige Fährte. Ein Wegweiser mit riesigen Lettern, aber einem Miniaturpfeil, zeigte die Richtung nach dem erwähnten Städtchen an. Ich verliess mich auf meine guten Augen und bog nach rechts ein. Plötzlich unterbrach mich mein mitfahrender Vater durch das Kommando: « Nach links! Nach links!» Ich handelte als gehorsamer Sohn, der den Wagen nicht selbst bezahlt hat, bremste ab und riss das Lenkrad links herum. Das alles spielte sich im Bruchteil einer Sekunde ab, doch auf der Strasse reichte der Platz für die Kurve nicht mehr aus und wir landeten in einem 90 cm tiefen Graben, durch den ein munteres Bächlein floss. Knalleffekt: Von vier Türen Uess sich noch eine einzige öffnen, durch die wir uns mühsam ins Freie retteten. Billigen Trost spendete uns ein alter Schwabe: « Na, da sans schon viele reingfalle und alle wieder raus komme.» Als Retter in der Not tauchte ein altes Milchauto auf, das seinem «Kollegen» wieder aus der Patsche half. Eine Eisenkette, die ein Bauer herbeischleppte, wurde um die Hinterachse gelegt, einige weitere Autler, Töifahrer und Fussgänger stützten auf der Seite des Wagens und, haarscharf an einer Telephonstange vorbei, kamen wir glücklich wieder auf die Strasse. Wie auf ein Zauberwort Hessen sich die Türen öffnen; alles war intakt. Der biedere Milchmann und die selbstlosen Helfer lehnten jede Entschädigung energisch ab. Und weiter ging's, diesmal Richtung rechts! E. C. in St.-G. Beim Aufstehen ein Blick durchs Fenster: es schneite! Herrgott, das war denn doch fast zuviel! Ein Telephon nach Belgrad meldete dem Automobil-Club, was aus dem verschollenen Wagen 107 geworden war. Trotz Warnungen des guten alten, deutschböhmischen Portiers, der fliessend Deutsch konnte, und eines im Hotel wohnenden Belgrader Kaufmanns, die ein Durchkommen für ausgeschlossen hielten, starteten wir nach Belgrad, allerdings nicht mehr als Rallye- Fahrer. Die ersten 40 km ging es überraschend gut. Aber dann: dieser Schnee! Man trank einander zu, und Philipp fuhr fort: «Ihr Wodki ist vortrefflich, Exzellenz. Lassen Sie uns hoffen, dass Sie ihn bald in Russland trinken können!» «Nach meiner Berechnung übermorgen.» «Das dürfte weiter keine Schwierigkeiten haben,» erwiderte Philipp mit einem Lächeln. «Es hängt nur von Ihnen selbst ab.» «Sie scheinen zu meinen, von Ihnen? Warum nicht von der Polizei?» «Nein, denn die Polizei kann Ihnen in diesem Fall nicht helfen.» «Der Grossfürst ist also tot?» «Im Gegenteil, der Grossfürst lebt.» «Dann verstehe ich nicht, warum die Polizei mir nicht helfen kann.» «Es ist aber doch so. Ich will noch weiter gehen und sagen, dass die Polizei Ihnen in diesem Fall sogar hinderlich sein dürfte.» «Sie scherzen, Herr Professor.» «Ich scherze nie in ernsten Fragen, Exzellenz.» «Dies ist also eine ernste Frage, Herr Professor?» «Für mich ja— und für Ew. Exzellenz.» «Business, Herr Professor?» «Business, Exzellenz.» «Darf ich fragen, bei welcher Ziffer eine Sache für Sie business wird?» «Bei der fünften, Exzellenz.» (Fortsetzung folgt.) a, ja. die Nerven - trinken Sie Kaffee Hag