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E_1933_Zeitung_Nr.015

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Luftfahrt Um das

Luftfahrt Um das Volksflugzeug. Die Entwicklung der Leichtflugzeuge in den Nachkriegsjahren wurde veranlasst durch die Tatsache, dass Anschaffung und Betrieb des Flugzeuges stark verbilligt werden mussten, wenn dasselbe als Sportgerät für weitere Volkskreise in Frage kommen sollte. Der heute anerkannte Erfolg des Leichtflugzeuges hat trotzdem einen Rückschlag in dieser Entwicklung nicht ver- 1 36 Tonnen Projekt eines Junkers-Nurflügel-Riesenflugzeuges mit 80 m Spannweite, 60 m* Tragfläche, Gewicht, im Flügel eingebauten Kaiinen für 100 Passagiere, im Flügel eingebauten Motoren und hindern können. Die auf weniger als 40 PS vorn liegendem Höhensteuer. (Photo: «New York-Times>). heruntergedrückten Motorleistungen sind auch für die Leichtflugzeuge wieder auf 150 bis 200 PS gestiegen. Hierdurch wurde Ing. Mayer-Aachen und dem Leichtflug- Achtzylinder-Motors hat. Dieser luftgezeugklub Klemm in der Weise gelöst wor- kühlte Motor wiegt 30 kg. Im Gegensatz eine wesentliche Erhöhung der Geschwindigkeiten erreicht, die im Hinblick auf den, dass sie verstrebte oder freitragende hierzu baut Klemm einen DKW-Zweigrosse Reiseflüge angenehm war. Zugleich Hochdecker schufen. Es wurde haupt- zylinder-Motor von 20 PS, der Wasserkühsächlich Wert auf Holzbau gelegt, so dass lung besitzt. SeinVorzug liegt vor allem in trat aber wieder eine Kostensteigerung ein, die derartige Flugzeuge nur für einen sehr der Erbauer nur wenige Bauteile aus Me- der Billigkeit. Auch Messerschmitt verwentall, wie Beschläge, Motorvorbau, Fahr- det ihn in seinem Baukasten-Flugzeug, beschränkten Kreis in Frage kommen lässt. Um das Flugzeug aber weiteren Kreisen werk und Steuerungsteile fertig zu bezie- Nachdemauch im Schulbetrieb, z. B. dem zugänglich zu machen, ist eine weitere Verbilligung von Anschaffung und Betrieb unlöhne kann ein derartiges Flugzeug billig gchaftj ^ste Erfahrungen mit Leichtflug- hen braucht. Durch Wegfall der Arbeite- der bewährten Deutschen Luftfahrt-Gesellbedingt nötig. Durch die Segelflugschulen durch den betr. Verein selbst hergestellt zeugen ähnlicher PS-Leistungen gemacht wurde zwar schon einer grossen Anzahl werden. Mit einem 20-PS-Zweizylinder- • wurden dürften die genannten Baumuster unbegüterter, junger Menschen Gelegenheit Motor erreichten diese Flugzeuge etwa unschwer sich durchsetzen. Sie sind aber zum Fliegenlernen und zum Fliegen gegeben; infolge der grossen Abhängigkeit 60 km/Std. Landegeschwindigkeit und einer lung kaum zu fliegen> da die Unterschiede 110 km Stundengeschwindigkeit, bei etwa für den Segelflieger zunächst ohne Umschuvom Wind und dem Gelände erlaubt der Steigzeit von 1000 m in 10 Minuten. zwischen Segelflugzeug und Volksflugzeug Segelflugsport aber dem Berufstätigen zu Im Gegensatz zu diesen Baumustern hat noch zu gross sind. Deshalb werden äugen- selten seine Ausübung. Autostartmethoden ausgearbeitet, die Starts in der Ebene ermöglichen. Die auf diese Weise erzielbaren Flüge sind aber zu kurz, als dass sie befriedigen könnten. Schleppflüge hinter Motorflugzeugen sind wieder zu kostspielig, mit anderen Worten, es fehlte immer noch das wirklich schwachmotorige Flugzeug, dessen Herstellung und Betrieb auch dem Minderbemittelten möglich ist. Aus diesem Grunde befasst man sich vor allem in Deutschland seit einiger Zeit mit Entwicklung und Erprobung von Volkstind Käferflugzeugen. Von diesen sollen AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N» 15 Daher hat mander Konstrukteur Deicke einen kleinen ver- blicklich Versuche mit «Käferflugzeugen> spannten Doppeldecker gebaut, der eben- vorgenommen, die ein Mittelding zwischen falls einen 20-PS-Motor besitzt. Während Segelflugzeug und Motorflugzeug darstelin den obengenannten Flugzeugen ältere Jen. Derartige Versuche gehen an sich bis Mercedes-Motoren verwendet werden, die auf das Jahr 1923 zurück, wurden dazwinicht mehr neu zu beziehen sind, hat Deicke sehen aber jahrelang eingestellt, da man selbst einen Zwei-Zylinder-Motor entwor- ohne diese Flugzeuggruppe auskommen zu fen und gebaut, der im Zweitakt arbeitet, können glaubte. Wenn man ein solches Es gelang ihm, bei einem Zylinderinhalt Käferflugzeug mit Gummiseil startet oder von 750 cbm und 3000 Umdrehungen je mit Hilfe einer kleinen Katapultanlage, die Min. etwa 21 PS zu erzielen, wobei er das leicht selbst herzustellen ist, und auf Räder Gewicht einschliesslich Magnet und Ver- verzichtet zugunsten eines Kufenfahrwergaser auf 27 kg beschränken konnte. Der kes, scheint die Benutzung auch kleiner, neue kleine Motor wiegt also nur etwa die stark welliger Segelfluggelände oder klei- Hälfte des Mercedes-Motors. Seine Schaf- ner. ebener Plätze möglich. Man wird das die cVolksflugzeuge» Einsitzer sein, die fung ist um so mehr anzuerkennen, als ein Käferflugzeug zur Schulung und Uebung hauptsächlich für Uebungsflüge zur Wei-tatsächlicheterbildung in Frage kommen, zugleich aber Flugmotoren vorhanden ist. Auch Hans Tagen einsetzen oder zu Zeiten, in denen Bedarf an derartigen kleinen fortgeschrittener Segelflieger an windlosen so lufttüchtig im Sinne der bestehenden behördlichen Vorschriften sein sollen, dass strukteur, hat einen neuen Kleinmotor von nicht erlauben. Vor allem kommen Käfer- Grade, der erste deutsche Flugzeugkon- Windrichtungen herrschen, die Handsegeln sie auch für Ueberlandflüge brauchbar und 30 PS bei nur 1800 Umdrehungen pro Mi- flugzeuge für den billigen Flugsport in der für Kunstflüge tauglich sind. nute geschaffen, und zwar einen Vier- Ebene in Frage. \ Diese Aufgabe ist z. B. von der Akademischen Fliegergruppe Berlin, dem Dipl.- Dreikanal-System, das die Wirkung eines toren benötigt, kostet das Triebwerk zylinder-Reihen-Standmotor im Zweitakt- Da ein solches Flugzeug nur kleine Monur wenig. Infolge starker Anlehnung an den Segelflugzeugbau sind Herstellung und Ausbesserung des Flugzeuges durch die sporttreibenden Vereine selbst möglich. In^ Rahmen des Möglichen bietet ein Käfer* flugzeug daher manchen Vorteil. Man darf nur keine grossen Fern- oder Höhenflüge und dergleichen von ihm verlangen. Ebenso wird es im allgemeinen für reine Segelflüge infolge seines Gewichtes und des Luftwiderstandes des Triebwerkes kaum in Frage kommen. Um die Luftwiderstandsverhältnisse zu verbessern, wurde in Deutschland ein Propeller entwickelt, dessen Schraubenblätter nach Stillstand des Motors sich nach vorn falten. Seine praktische Bewährung ist allerdings noch nicht bewiesen, ebenso wie Versuche mit völlig zerlegbaren Flugzeugen bisher noch nicht beendet sind. Anlaufbahn für Flugzeuge im Regengebiet. Wenn der Flugzeugverkehr das ganze Jahr hindurch aufrecht erhalten werden soll, dann müssen die Flugplätze so beschaffen sein, dass sie bei jeder Witterung Abflug und Landung ermöglichen. Bei denjenigen Fluglinien, die in Afrika Landungsplätze in Anspruch nehmen müssen, hat sich während der Regenperiode der Uebelstand gezeigt, dass der Boden der Flugplätze gänzlich unbrauchbar wird* Eine hinreichende Entwässerung des Bodens ist oft durch die Geländeverhältnisse unmöglich. Man ist daher in solchen Fällen dazu übergegangen, eine besondere Anlaufbahn herzurichten und im übrigen den Boden zu belassen, wie er ist. Auf dem Malakai- Flugplatze im Sudan, wo der Boden, der für die Baumwolle-Pflanzungen vorzüglich geeignet ist, bei Regenwetter sehr schmierig wird, hat man hierüber ausgiebige Versuche gemacht. Die obere Bodenschicht wurde abgehoben und in einer Betonmischmaschine mit Asphalt vermengt, unter Zusatz eines Bindemittels. Diese Masse wird dann aufgetragen und festpewalzt; sie bleibt knetbar, und kann, wenn beschädigt oder durch den Flugzeugschwanz aufgerissen, leicht wieder glattgewalzt werden. Dabei ist der Boden immerhin fest genug, um das Gewicht des darüberfahrenden Flugzeuges zu tragen. Dieses Verfahren ist verhältnismässig einfach und nicht sehr kostspielig. Anlasserkränze Gebr. Grell, Rheinf elden Spezialwerkstätte fOr Automobil-Zahnräder Telephon 99 Zukaufen, gesucht geschloss. 6-7-Plätzer Modell 1931/32, wenig gefahren, möglichst direkt Ton Privat. Als Anzahlung muss 1 PACKARO, Limousine, 6/7pl., in gutem Zustand, genommen werden. Offerten mit genauer Beschreibung erbeten an: 57731 R. Hagen, Vaduz (Liechtenstein). AUTO« GARAGEN in Eisenbeton, zerlegbar Doppelwandig, 5x3 m, mit Türen, ab Fabrik. Fr. 950.— liinfachwandig, 5x3m, mit Türen, ab Fabrik, Fr. 775.— Prospekte und Preise für fertig montierte Garagen von diversen Grossen dureb Garage-Bau Q. HUIMZIKER. 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N°15 - 1933 ATJTÖMOBTL-REVUE «war bezüglich dieser Frage nicht ängstlich, doch betont er, dass bei Eintreten einiger krasser Unfälle es mit der heutigen Freiheit vorbei sei. Speziell während den ersten Monaten und Jahufffen der Gültigkeit des neuen Gesetzes dÜTfe keine ^Siileinliche Handhabung deT -diesbezüglichen Bestimmungen eingreifen, sondern die Verwaltung müsse in etwas grosszügiger Weise an die Regelung herantreten. Um die Frage zu prüfen, wann ein Fahrer wegen übersetzter Geschwindigkeit verzeigt werden soll, eo ist darauf abzustellen, dass Führer von Wagen, deren Geschwindigkeit durch das Bundesgesetz beschränkt ist, immer dann zu veTzeigen sind, wenn diese Höchstgrenzen überschritten werden oder falls sie mit einer geringen Geschwindigkeit fahren, die den örtlichen Verhältnissen nicht entspricht. Führer von Personenautos und Lieferungswagen, d. h. von Vehikeln, deren Geschwindigkeit gesetzlich nach oben unbegrenzt ist, werden dann verzeigt, wenn die Prüfung aller Umstände ergibt, dass sie gefährdend gefahren sind. Bei Geschwindigkeiten von über 50 Stundenkilometer in der Stadt muss der Fahrer eich darüber klar sein, dass bei einem eintretenden Unfälle die Umstand« zu seinen Ungunsten sprechen. Leider kennt das eidgenössische Gesetz die Verwarnung nicht. Der zürcherische Polizeiinspektor hofft aber, in Verbindung mit dem Polizeirichter, dieses Rechteinstitut weiterhin handhaben zu können. Anschliessend an diese allgemeinen Bemerkungen, die Geschwindigkeit betreffend, orientierte der Referent die zahlreichen Zuhörer über den Inhalt der Polizeirapporte btr. Geschwindigkeitsübertretungen, wer zu vorzeigen sei, ob Fahrzeughalter oder Fahrzeugführer, dass alle Geschwindigkeiteübertretungen dem Polizeirichter zu melden sind, wobei es diesem überlassen bleibt, den be- 1 treffenden Fall an den Statthalter weiter zu leiten, ^fetc. Der Referent gab auch Aufschluss über den Instanzenweg bei Unfällen. Mit der Zeit sollen alle Polizeisoldaten das Autofahren lernen, und es wird letzten Endes Aufgabe des Bundesgerichtes sein, der Automobilgesetzgebung zu schildern, verdient eine einheitliche Praxis zu schaffen, was denzahlreiche Zuhörerschaft. Da zu diesem Vortrage Wunsch aufkommen lägst, dass auch die Herren auch die interessierten Verbände eingeladen sind Bundesrichter Fahrkenntniss« besässen. Nicht mit eTsuchen wir die Mitglieder des T.C.S., recht zahlreich an der Verßammlunf teilzunehmen. Unrecht glaubt der Referent, dass bis ca einer : einheitlichen Rechtsprechung eine- Reihe merkwürdiger Urteile im Schweizerland in dieser Materie Autosektion Aargau Der Vorstand. zu erwarten sein werden. UNTERSEKTION WIGGERTAL. Der Bericht an Am 1. Dezember 1932 Ist die neue Signalordmmg in Kraft getreten. In der Stadt Zürich soll 29. Januar kann ergänzt werden durch die Be- dieser Stelle über die Grundungsversammlung vom sie so rasch als möglich in Praxis umgesetzt werden. Die Tielen Privattafeln (Strasae gesperrt, Präsident (durch die Generalversammlung gewählt) kanntgabe des nunmehr konstituierten Vorstandes Achtung, Ausfahrt etc.) müssen verschwinden. Signale dürfen nur dann aufgestellt werden, wenn Bethge, Fabrikant, Zofingen; Kassier; Hr. Hr. J. Leupi, Aarburg; Vizepräsident: Hr. Oskar Fritz ihre Anbringung unumgänglich notwendig ist Wo die Führer von Fahrzeugen sich ohnehin qualifiziert zu verhalten haben, hat es keinen Sinn, die ""^hrwege mit Signalen zu überlasten. In der Regel sollen in der Stadt die Baustellen nicht signalisiert werden. Nachts haben die Signale beleuchtet zu. werden; die roten und weissen Lampen müssen verschwinden und es darf künftig nur noch gelbes Licht verwendet werden. Von absoluten Fahrverboten ist der Anwohner- tind Zubringerdienst stets ausgenommen, wogegen Elnbahnstrassen auch von diesen Fahrern nur in der erlaubten Richtuig befahren werden dürfen. Bei den Parksignalen müssen die Beitafeln verschwinden, und auch sonst sollten die ergänzenden Zusätze der verschiedenen Tafeln wegfallen, denn der Fahrer hat sich an die eindeutige Bezeichnung der Signale zu gewöhnen. Das Stationierungsverbot gestattet nur das Anhalten zum Ein- und Aussteigen oder Auf- und Abladen. Allerdings kann in diesen Fällen eine Beitafel mit der Aufschrift: Jedes Anhalten verboten, nur von Nutzen sein. Als Neuerung werden die sogenannten SicherheitsMnien eingeführt. In den Strassen, wo derartige Markierungen existieren, darf nur rechts gefahren und nicht überholt werden. Eingehend referierte Dr. Wiesendanger über den Go-and-Stop-Verkehr. Das Prinzip desselben ist, eine Strassonkreuzung kollisionssicher zu machen. Im Gegensatz zu der in ^'irich immer und immer wieder erhobenen For- '"' "ung der Einrichtung dieser Verkehrsregelung nält der Referent dafür, dass die Verkehrsdichte bei weitem noch nicht gross genug sei, um eine solche Massnahmen zu rechtfertigen. Alle diesbezüglichen Versuche sind aus diesem Grunde denn auch negativ verlaufen; denn die Voraussetzungen: fressender Verkehr, disziplinierte Fahrzeugführer sen J)i Schüler, Studenten der Handelsschule, sowie und Fussgänger fehlen noch. Dort, wo der Verkehr spärlich ist, muss diese Massnahme als un-Die Vorführung findet am Samstagnachmittag, den des Technikums Fr. —.60, Nichtmitglieder Fr. 1.65. sinnig bezeichnet werden, und nicht zu Unrecht 25. Februar d. J-, 3.16 Uhr, im hiesigen Tonlichtspieltheater « Scala » statt. Der Vorstand. glaubte der Referent bemerken zu müssen, dass man sich nicht grossstädtischer gebärden sollte als AUTO-SEKTION BERN. Betonstrassenbau. Der der Grossstäclter. Nach Ansicht von Dr. Wiesendanger muss d(a Entwicklung auch in dieser Hin- Betonstrassenbau, gehalten von Herrn Ingenieur öffentliche Lichtbilder- und Filmvortrag über den sicht sich stufenweise vollziehen, wobei die dritte Busch (Betonstrassen-A.-G., in Wildejg), bot den Stufe, d. h. die individuell-mechanische Regelung, Mitgliedern der Sektion Bern des T. G. S. Gelegenheit zu willkommener Aufklärung über die Vorzüge während der Wintermonate in Zürich ausiprobiert worden ist. des Betonstrassenbaues und bildliche Belehrung Eingehend erörterte der Vortragende das Hauptnnd Nebenstrassenpröhlem. bei welchem Anlass er Herr Fürsprech Baumgartner, Präsident der Sek- über den künftigen Bau dichtbefahrener Strassen. die unlängst erlassene Weisung des eidgen. Justiztion Bern, konnte, wenn auch der grosse Parterre- departements in Erinnerung rief, nach welcher eine Bezeichnung der Hanptstrasse vorderhand noch zu unterlassen sei. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile dürfte eher die Beibehaltung des bisherigen Vortrittes des von rechts kommenden Fahrzeuges erwogen werden, haben doch zum Beispiel in Genf im Jahre 1931 die Unfälle um 14,2% wegen Ausscheidens von Haupt- und NehrmstrassPn zuienommrm. Eindeutig ergibt sich Ausscheidung der Hantifstrassen nur dann, wnnn die Tramstrassen als Hauptstrassen erklärt werden, d. h. auch nur bis zu einem Krouzungspunkte. Jede Verkehrsfracre ist eine Plat^frase und vor allem gilt das vom Parkproblcm. Trotzdem es in Zürich schwer ist, gonügond Plätze zur Verffiimng zu stellen, erscheint dem Vortragenden die Frajre der Parkplätze nicht so düster, wie vielen AntomoWlisten. Allein in den Kreisen 1 und 2 stehen 8252 Parkmeter zur Verfiiiun? oder Platz für 1200 ,Automobile, was einem Fünftel sämtlicher Autos der Stndt Zürich enlsnricht. Ansser an Froitagnachmittno'nn, wn selbst viv RO^> besetzt sind, ist hervorzuheben, dass die Pnrknlätze schlpcht belogt worden. Sofern sich die Fahrer nicht scheu- barkeit an den Verkehr, Heranfahren an Strassenrand, was für die Fahrgäste das Betreten der Fahrbahn erübrigt etc.) vermögen die beiden Hauptvorteile der Strassonbahn: Massenbeförderung und Billigkeit, nicht auszugleichen. Das Verhältnis der Betriebskosten steht heute noch 2:3, doch wird die; Konkurrenz stets schärfer, so dass auch in dieser Hinsicht die Vorteile sich künftig nahezu ausgleichen dürften. Aus den Ausführungen des Referenten, dass bei Verwendung von Autobussen Strassenumbauten leicht umfahren wenden können, keine Stromunterbrechungen auf dem ganzen Netz sich wellenförmig auswirken, weniger Lärm als bei Strassenbahnbetrieb zu verzeichnen sei, darf wohl der Schluss gezogen werden, dass eine Ausdehnung der Autobuslinien über den bisherigen Umfang hinaus doch nicht unter allen Umständen von der Hand gewiesen wird. Aus dem lebhaften Beifall konnte entnommen werden, dass zwischen Polizeibehörden und Automfobilisten nicht, wie allgemein erwartet, ein gespanntes Verhältnis besteht, sondern dass sich beide Teile bemühen, die gegenseitigen Forderungn anzuerkennen und wenn möglich die gegenseitigen Beziehungen zu einem Vertrauensverhältnis auszubauen. WT. Vortrag Ober das neue Aulomobilgesetz: Eingeladen vom aarg. A.C.S., spricht Mittwoch, den 22. Februar, 20.15 Uhr, im Saiale des Hotel AaTaueThof in-Aarau Herr Dr. Rothmund, Chef der Poli zeiabteilung des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements in Bern, über das Thema: «Die Regelung des Strassenverkehrs nach der neuen Automobilgesetzgebung des Bundes.» Der Vortragende, der vermöge seiner Mitwirkung bei den Vorarbeiten zum neuen Automobilgesetz, wie wenige berufen sind, den neuesten Stanc Müller, Architekt, Zofingen; Aktuar: Hr. Fr. Siegrist-Coprio, Rothrist. Seit der Gründung konnte in erfreulicher Weise eine schöne Zahl neuer Mitglieder aufgenommen werden. An dieser Stelle möchten wir auch die Mitglieder unseres Kreises dringend auf das Referat im «AaTauerhof» vom Mittwoch, den 22. Februar, aufmerksam machen. Beachten Sie