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E_1933_Zeitung_Nr.016

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N« 16 Fokker hat ein dreimotoriges Schnellflugzeug erstellt, welches 300 km in der Stunde macht Nach dem einmotorigen Schnellflugzeug kam letztes Jahr das zweimotorige — das vornehmlich als Zwischenstufe zum dreimotorigen zu bewerten war — und nun haben wir auch im Schnellflugverkehr wieder das Optimum: .die Dreimotorigkeit! Zwar hat man dreimotorige Flugzeuge schon lange. Es war aber damals weniger erhöhte Betriebssicherheit, als konstruktive Notwendigkeit, die zum Bau dieser Maschinen führte. Die ganze Entwicklung der Verkehrsaviatik liess eine bedeutende Frequenzzunahme erwarten. Dieser musste durch geräumigere Kabinen begegnet werden. Hatten die bisherigen Kabinen Platz für fünf Personen, so ging man nun zum doppelten Fassungsvermögen über. Die erforderliche höhere Motorenleistung konnte aber nicht gut in einer einzigen Einheit erzeugt werden. Deshalb erfolgte die Unterteilung in drei Einheiten. Eine Reserve war dabei meist nicht vorhanden. Wenn also ein Motor aussetzte, so musste zur Notlandung geschritten werden. Allerdings konnte man den Gleitflug ziemlich weit strecken. Die Schattenseite war die, dass drei Motoren mehr Störungsquellen aufweisen als ein einziger und diesem Nachteil flugtechnisch nur. der problematische Vorteil einer grössern Dispositionsfähigkeit bei Notlandungen gegenüberstund. Deshalb vollzog sich dann teilweise eine rückwärtige Entwicklung, indem z. B. die Deutsche Lufthansa in einer ganzen Reihe von Flugzeugen die drei Motoren ä 250 PS ausbaute und durch einen einzigen von ca. 600 PS ersetzte. Dann ging man weiter. Die drei Fokker, welche die «Baiair» (heute in der «Swissair» aufgegangen) 1930 in den Verkehr stellte, hatten nun bereits die erforderliche Reserve. Falls einer der drei Motoren aussetzt, kann das Flugzeug mit Hilfe der beiden anderen immer noch steigen. Mittelholzer hat einmal mit. einer solchen Maschine im Niltal 400 km mit nur zwei Motoren zurückgelegt. Sogar mit einem einzigen Motor können sich diese Maschinen noch in der Luft halten. Die hohe Sicherheit, die in einer solchen Anordnung liegt, springt in die Augen, und man glaubt es Mittelholzer gerne, dass er sich über dem Mittelmeer absolut sicher fühlt. Der Flug- !• : Luftfahrt Drefmotorige Schnellflugzeuge. Das neue dreimotonge Fokker - Schnellverkehrsflugzeug, Typ F. XX. das eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Std.-km und eine Reisegeschwindigkeit von 250 Std.-km entwikkelt. Das Fahrgestell ist wie bei den schon bei der Swissair in Verwendung stehenden Lockheed- Schnellflugzeugen zur Ver minderung des Luftwiderstandes einziehbar konstruiert. zeugpark der «Swissair» stellte sich dann in den Jahren 1930/31 stark dreimotorig ein, bis der Schnellverkehr, d.h. der Uebergang vom 150- zum 270-km-Tempo, zur Einmotorigkeit zurückführte. Nun ist man auch für dieses Tempo glücklich bei der hohen Sicherheit der dreimotorigen Anordnung angelangt, womit die der Qeneralisierung dieses Verkehrs im Wege stehenden Hindernisse weggeräumt sind. Denn gerade aus Sicherheitsgründen setzt man einmotorige Flugzeuge nicht gerne auf Strecken ein, die nicht durchwegs erreichbare Notlandungsgelegenheiten bieten. Man sieht aus diesen Betrachtungen, wie viel eigentlich im Verkehrsflugwesen bereits erreicht ist. Man sieht aber auch, dass noch alles im Fluss ist, und sogar Fokker kann sich keine Vorstellung vom Flugwesen in zehn Jahren machen. Vorderhand allerdings wird der Schnellflugverkehr im europäischen Flugnetz noch nicht stark in Erscheinung treten. Er ist an dieser Stelle schon gesagt worden, dass die «Swissair» letztes Jahr mit zwei Maschinen den Schnellflugverkehr in Europa inaugurierte und die geradezu glänzenden Resultate das Einsetzen weiterer Schnellflugzeuge veranlassen. Aber es ist klar, dass Fluggesellschaften nicht von einem Tag auf den anderen ihr mit vielen hunderttausend Franken angeschafftes Material auf die Seite legen und durch Schnellflugzeuge ersetzen können. Die Umstellung des Netzes auf Schnellflug wird sich deshalb nur allmählich vollziehen. Im kommenden Sommer wird jedenfalls die «Swissair» noch das einzige europäische Unternehmen mit Schnellflugzeugen sein. Man muss daraus aber nicht etwa auf einen weissen Raben schliessen. Denn heute dürfte wohl jedes bedeutende europäische Flugunternehmen die Frage der teilweisen Umstellung auf Schnellverkehr eingehend prüfen. Eine Frage kann ich mir nicht versagen. Wie schnell werden wir in sechs Jahren fliegen? Gibt es dann wieder eine Umstellung? F. B.-K. Betriebserfahrungen mit Eigenpeiler- u. Kurzwellengerät im Luftverkehr. Für die sichere Durchführung des Luftverkehrs ist ständiger Nachrichtenaustausch zwischen den in der Luft befindlichen Flugzeugen und den Flugleitungen, Wetterwarten usw. unerlässlich. Aus diesem Grunde wurden seit dem vorigen Jahre sämtliche Grossflugzeuge der Deutschen Luft-Hansa mit F. T.-Stationen der Firmen Telefunken und Lorenz ausgerüstet. Hierdurch ist es den Besatzungen ermöglicht, Wetternachrichten und andere eilige betriebstechnische Mitteilungen einzuholen oder abzugeben. Ausserdem aber ist mit Hilfe des F. T.-Gerätes möglich, beim Fliegen über Wolken oder im Nebel mit Hilfe der Peilungen den Standort « auszumachen ». Früher wurde bei der Deutschen Luft-Hansa nur das Verfahren der Fremdpeilung angewendet, d. h., die Bodenfunkstellen der Zentralstelle für Flugsicherung geben dem Flugzeug den gepeilten Standort an. Seit einigen Monaten wird ausserdem auch die Eigenpeilung im Flugbetrieb erprobt. In einer dreimotorigen Nachtstrecke Berlin—Königsberg eingesetzt ist, wurde ein Eigenpeiler eingebaut. Es handelt sich hierbei um ein Gerät, welches sich im Prinzip bereits im Schiffsverkehr bestens bewährt hat und nur für die Verwendung im Telephon 51.098 GENF 4, Rue Candolle. 4 HOTEL MIRABEAU A. Spezialwerkstätte ; Einbau von Kolben \ — Ventile — Achsen — i Wellen — Büchsen ; ÄÜTOKÖLIÄG pfeift nicht, ist zuverlässig, Bremswirkung einfach GROSSART IG ! Generalvertretungfürdie Schweiz: Paul Landis, Ingenieur, Zürich 4 13 PS, 4/5plätzig, Innenlenker, in bestem Zustand, mit 2 Reserverädern, Gepäckträger und allem Zu- 3ehör. Offerten unter Chiffre 57750 IV an die 1-2 Automobile Bedingungen: 5/6plätzig, D II ViCUCIIN S. (Via UftSFI 1 Limousine, nicht über 16 St.-PS, Mod. ab 1928. — Auch leicht reparaturbedürftige Wagen kommen Günstig gegen schönes Bau- od. Sagholz wird guterhaltenes in Betracht. 57753 Offerten m. 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In dem Augenblick, in dem ein Ton vernehmbar wird, ist das Flugzeug von seinem Kurs abgewichen, ob nach rechts oder links, kann der Führer dann mit Hilfe des Wendezeigers oder Kompasses feststellen. Um sich ein Bild von der Anwendungsmöglichkeit der Kurzwellen im Luftverkehr zu machen, wurde in eine Focke Wulf « Möwe » ein Kurzwellengerät mit einer Leistung von nur 2 Watt und einer Wellenlänge von 45,5 m eingebaut und auf der Strecke Berlin—Zürich erprobt. Es zeichnet sich durch sehr geringes Gewicht aus. Eine kurz über dem Tragdeck verspannte Antenne ermöglicht auch F. T.- Verkehr abzuwickeln, wenn das Flugzeug gelandet ist oder sich noch in der Halle befindet Gelegentlich wurde eine Reichweite von Berlin nach Zürich erzielt. Um Endgültiges iiber> die Verwendungsmöglichkeit der Kurzwellen im Luftverkehr sagen zu können, bedarf es jedoch noch weiterer Versuche, da besonders der Empfang im Flugzeug noch gewisse Schwierigkeiten bietet. Flugsport im deutschen Touring-Club. Die Beratungen des Verwaltungsrates des Deutschen Touring-Clubs behandelten im besonderen Masse den weiteren Auebau der Luftsportabteilun? des Clubs, die bekanntlich zu den ältesten Flugsport-Organisationen zählt. Insbesondere sollen die in den letzten Monaten in erfreulicher Weise aufgebjÄ , ten Segelfluggruppen des Deutschen Touring-ClE-o gefördert und neue Gruppen in allen Teilen dea deutschen Reiches gebildet werden. K. Spezlalflugzeug für Nacht- und Nebelflüge. Dieser Tage ist auf dem Flugplatz Blecherette bei Junkers G 24, die auf der Lausanne ein von dessen Direktor Kammacher auf dem Luftweg aus London hergeführtes neues de Havilland-Moth-Flugzeug eingetroffen, das die Section Romande des Aero-Clubs der Schweiz erworben hat. Es hat eine Spezialausrüstung für Nacht- und bereift, „HUPMOBILE" demontable, zum vollständig offen und geschlossen Fahren, «BENZ», mit Vierradbrems., el. Licht u. Anlasser Bosch, 12 Volt, schöne Lederpolsterung, 2 kompl. 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16 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE 11 T. C. S. Autosektion St. Gallen-Appenzell Jahresprogramm 1933. Der Vorstand wird demnächst das Jahresprogramm pro 1933 aufstellen und ist anzunehmen, dass auch dieses Jahr wieder eine mehrtägige Schweizer- oder Auslandfahrt zur Durchführung gelangt. Wir wären unseren Mitgliedern sehr dankbar, wenn sie uns Vorschläge für eine solche Clubfahrt heute schon zukommen lassen würden. AUTO-SEKTION ZÜRICH. Walliserfest. Am 18. März 1933 veranstaltet die Autosektion Zürich des T. C. S. ihr tradiüonnelles Jahresfest, das unter dem Motto « eine Walliserfahrt» durchgeführt werden soll. Herr Staatsratpräsident P. de Cocatrix in Sitten hat das Ehrenpatronat für dieses Fest übernommen. Die verschiedenen Räume der Tonhalle werden nach Walliser Motiven dekoriert werden. Das Vestibül zeigt einen grossen Dorfplatz, der grosse Saal die Weinberge von Sitten und das Pavillon eine Walliser Berglandschaft. Für die spez. Walliser Darbietungen des Abends wurde der bekannte gemischte Chor « La Chanson Valaisanne » aus Sitten verpflichtet. Unter der Leitung von Herrn Henni werden Walliser Lieder in Chor und Soli vorgetragen. Selbstverständlich fehlen Walliser Tänze und das Hackbrett nicht. Im weitern sind zahlreiche Unterhaltungen und ein reichhaltiges Programm vorgesehen. Für die Tanzlustigen wurden drei Musik-Kapellen mit total 40 Musikern vorgesehen. Die stets in einem touristischen Rahmen gehaltenen Feste des T. C. S. sind im Laufe der Jahre ni einer traditionellen Angelegenheit der Stadt Zürich geworden. Zweifellos wird auch die Walliserfahrt einen guten Erfolg haben. (pd.) A. c. s. SEKTION BERN. Winterfahrt nach Guggisberg. Ob die erste Veranstaltung von Sonntag, den 5. März, mit welcher die Sektion ihre diesjährige •Sporttätigkeit eröffnet, tatsächlich eine Winterfahrt werden wird, das sei dem unberechenbaren Wettergott ohne Bedenken überlassen. Die Ausfahrt wird nämlich auf alle Fälle durchgeführt und stehen je nach Witterung, zwei Programme in Reserve. Es soll so oder anders ein gemütlicher Sonntag werden. Es steht den Teilnehmern offen, gleichzeitig an einer sogenannten Räteelfahrt von Bern via Schwarzenburg nach Guggisberg mitzumachen, die denkbar einfach und doch reizvoll ist, den Konkurrenten aber keinerlei Verpflichtungen auferlegt. Alles, was sie zu tun haben, ist sich zwischen 8.30 und 11 Uhr oder 13.30 und 14.30 Uhr die Abfahrt in Bern registrieren zu lassen und dann nach freiem Ermessen die vorgeschriebene Route zurückzulegen. Die benötigte Fahrzeit wird am Ziel festgestellt und je nachdem, ob die Automobilisten ein bis zur Preisverteilung geheimgehaltenes Durchschnittstempo, das von einer Jury als « den Umständen und dem Terrain angemessen» bezeichnet wird, gefühlsmässig mehr oder weniger erraten haben, besteht Aussicht, einen der bereitgestellten Anerkennungspreise zu gewinnen. Die Veranstaltung ist als ganztägige Sektionsfahrt gedacht. Doch kann sich jedes Mitglied sein eigenes Programm machen. Die Teilnahme am Mittagessen ist freigestellt, und diejenigen, welche erst am Nachmittag nach Guggisberg bummeln wollen, werden auch noch auf ihre Rechnung kommen. Hat es genügend Schnee, dann wird ein munteres Sporttreiben einsetzen, wobei zur Abwechslung für jung und alt einige Schlittel- und eventuell Skikonkurrenzen eingeschoben werden. Fehlt der Schnee, ist aber das Wetter doch günstig, so wird anderweitig Gelegenheit geboten werden, um seine Künste zu zeigen. Natürlich wird auch für Tanzmusik gesorgt sein. Im April wird alsdann zum erstenmal in Bern eine Gymkhana, ein Wettbewerb im Geschicklichkeitsfahren abgehalten, der für Teilnehmer und Zuschauer gleich unterhaltend" zu werden verspricht. So käme der Sportbetrieb des Clubs allmählich wieder in den bekannen Schwung, und wenn das Programm nach den Absichten der Kommission verwirklicht werden kann, so ist don ganzen Sommer hindurch genügend für Abwechslung gesorgt. B. SEKTION LUZERN. Anlässe. Wie die vorausgehenden gesellschaftlichen Anlässe, Herrenabend, Rötelfahrt usw., hat auch der im Clubheim inszenierte Fastnachtsball vom 2. Februar einen prächtigen Erfolg gehabt. Originelle Kostüme, echte Luzerner Faschingslaune und entsprechende Dekoration vereinigten sich zu einem Dreiklang, der den wohlgelungenen Abend zu einem denkwürdigen Anlass stempelte. Bis Ostern werden die beliebten Bridge- und Jassabende beibehalten, während in Anbetracht der Fastnacht mit vielfachen andern Gelegenheiten auf die Dancings verzichtet wird. Die Bridgetees vom Montagnachmittag, die sich fortwährend auseerordentlichen Zuspruchs erfreuten und fast einem Bedürfnis zu entsprechen schienen, werden weiterhin durchgeführt; die Damen gedenken sogar, dieselben auch im Sommer beizubehalten. Die grossen Festlichkeiten anlässlich des 25. Jubiläums der Sektion Luzern, Sternfahrt, Ball, usw. werden aller Voraussicht nach vom 4.—6. August stattfinden. pp, SEKTION ZÜRICH. Im Automobil von China durch Zentralasien zum Suezkanal. Die Sektion Zürich des Schweizer. Automobil-Clubs hatte auf Sonntag, den 19. Februar a. c. zu einer Lichtbildervortrags-Matinee im Kapitoltheater eingeladen. Der belgische Legationssekretär Hubert Carton de Wiart, aus Brüssel, orientierte die zahlreich erschienenen Zuhörer an Hand einer Kartenskizze über die von ihm im Frühjahr 1932 unternommene Durchquerung dos asiatischen Erdteils mit Hilfe eines kleinen zweiplätzigen Tourenwagens. Im Vorlaufe von vier Monaten legte der Vortragende eine 17 000 Kilometer betragende Strecke von Nanking nach Kairo durch Zentralasien zurück. Die Reise führte den jungen Diplomaten durch die tnqngolischen Steppen nach Südwestchina und Indochina, durch die Wälder Siams über den Malayischen Archipel nach Birma zu den indischen Dschungeln. Von da ging die Fahrt den Ganges hinauf ins Hochland von Kaschmir, über den Kbyberpass nach Afghanistan. Ueber Belutschistan erreichte Carton de Wiart mit seinem Mechaniker und dem kleinen Hund Mascotte Persien und Bagdad, um nach Durch