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E_1933_Zeitung_Nr.009

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Luftfahrt Flugzeug für

Luftfahrt Flugzeug für Kinder. Die deutsche Lufthansa hat ein Grossflugzeug als Flugzeug für Kinder ausgebaut. Der Passagierraum enthält 24 Kindersitze. Jedem Flug wird ein erwachsener Angestellter der Lufthansa als Betreuer der Kinder beigegeben. Um bei der Jugend Interesse an der Fliegerei zu erwecken, hat die Lufthansa mit diesem Flugzeug Besuche in vielen deutschen Städten vorgesehen und zum Teil schon absolviert. x. Aufkommen des Nachtflugverkehrs. Wie eine Statistik der amerikanischen Luftfahrtbehörden ergibt, kommen in den Vereinigten Staaten Nachtflüge immer mehr auf. Im Laufe der letzten Jahre sind bereits viele Flugstrecken von Tausenden von Kilometern durch die verschiedensten Licht-Kennzeichnungen sichtbar gemacht worden. Flugleuohtsignale findet man — ähnlich wie auf europäischen Flugstrecken, z.B. Königsberg- Moskau — an Fabrikschornsteinen. Telegraphenmasten, Häusern usw. Zweitausend amerikanische Städte haben — der Entwicklung der Luftfahrt Rechnung tragend — schon einen Flughafen, zum mindesten einen Landungsplatz für Flugzeuge errichtet. K. 4 Motorradmotoren = 1 Flugmotor. Der Hamburger Motorradmotoren-Spezialist B. v. Festenberg beschreibt in einer deutschen Fachschrift eine für Amateure ganz interessante Art, sich aus Motorradmotoren einen Flugmotor zusammenzustellen. Motorradmotoren sind allerdings auch schon bisher zum Antrieb leichter Sportflugzeuge angewandt worden. Es handelte sich dabei aber fast immer um ausgesprochene Hochleistungsmotoren mit entsprechend niedriger Lebensdauer und immerhin etwas fragwürdiger Zuverlässigkeit. Im vorliegenden Fall wurden prinzipiell nur Motoren in Berücksichtigung gezogen, von denen zu erwarten war, dass auch bei längerer Dauerbelastung keine Stö- rangen auftraten. Die Wahl fiel dabei schliesslich auf den deutschen < Bark >- Zweitaktmotor von 300 cem Zylinderinhalt. Flugzeuge in Goldminen. Die englische Vier solcher verhältnismässie billiger Serien- wurden sternförmig um eine ge- Bergwerksgesellschaft < Bulolo >. die denmotoren Betrieb in ihren Goldminen bei Tanganyika unterhält, verwendet für den Göldtransport seit längerer Zeit zwei Junkers « Q 31 >. Die Flugzeuge legen täglich 360 km von den Minen bis zum Flughafen zurück und befördern dabei die Kleinigkeit von 42 Tonnen wertvollster Ladung. x. meinsame Propellerwelle gruppiert. Auf der Propellerwelle sitzt ein Zahnrad, in welches kleine, auf den Motorwellen an Stelle der Schwungräder aufgesetzte Ritzel gemeinsam eingreifen. Die vier Schwungradmagneten wurden durch einen einzigen Vierzylinder- Zündmagneten ersetzt und die vier Saugleitungen der Motoren ebenfalls an ein und denselben Vergaser angeschlossen. Der so zusammengestellte Motor hat eine Dauerleistung von 33 PS und eine Spitzenleistung von 40 PS, wiegt dabei aber nicht mehr als 62 kg. Da die Kurbelwellen zu der Propellerwelle im Verhältnis von 2 : 1 übersetzt sind, arbeiten sowohl die Motoren wie auch der Propeller mit günstigem Wirkungsgrad. Der Motor wurde in ein Sportflugzeug von 200 kg Gewicht und 10 Quadratmetern Flächeninhalt eingebaut und soll sich auf langen Flügen ausgezeichnet bewährt haben. Der anfänglich als etwas hoch befürchtete Brennstoffverbrauch beträgt nicht mehr als 12 Liter pro 100 km. Irgendwelche Störungen wurden bisher im Betrieb nicht beobachtet und sind, speziell was den beim Zweitaktmotor ja ausserordentlich einfachen mechanischen Teil anbetrifft, auch kaum zu erwarten, -y- Verordnung über die Organisation des Militärflugdienstes. (Fortsetzung von Nr. 8 und Schluss.) Art. 29. — Instruktionsoffizier«, Beamte und Angestellte des Militärflugdienstes können, wenn der Dienst es erfordert oder sonst besondere Verhältnisse vorliegen, vom Chef des Militärflugdienstes zu Militärflügen kommandiert werden, die nicht nach Art. 27 hievor entschädigt werden. Diese Bestimmung gilt nicht für die übrigen Piloten. Art. 30. — Müssen am Ende eines Uebungsj&hres (in einem Manöver-Wiederholungskurs oder einem Trainingskurs) von Piloten oder Beobach-, tern mehr Flugstunden verlangt werden als im Jahrespensum vorgeschrieben sind, so werden auch diese Mehrstunden mit 40 Franken pro Flugstunde entschädigt. Diese Mehrleistung ist aber am Flugpensum des folgenden Jahres in Abzug zu bringen. Wird am Ende eines Trainingsjahres die vorge- ATJTOMOBIL-PEVUE 19 33 - N° 0 schriebene Zahl Flugstunden nicht erreicht, so Militärflugdienstes, die als Passagiere zu militä- Flügen kommandiert werden, haben sich dürfen die fehlenden Stunden nicht auf das fol-rischegende Jahr übertragen werden. für Minimalsummen von 10,000 Franken im Invaliditäts. und 5000 Franken im Todesfall gegen Für das Einfliegen neuer oder revidierter Flugzeuge kann das eidgenössische Militärdepartement, Fliegerunfall zu versichern. wenn keine patischale Vergütung für ausserordent- Art. 37. — Instruktionsoffiziere des Militär- Ein kürzlich neu herausgekommenes Heinkel-Amphibium, bei dem die Laufräder zum Niedergehen auf dem Wasßer hydraulisch hochgeklappt werden können. (Photo: Deutsche Presse- Photo, Berlin.) liehe Flugleistungen ausbezahlt wird, besondere Entschädigungen ausrichten. Art. 31. — Instruktions Offiziere, Beamte und Angestellte des Militärflugdienstes beziehen, soweit sie als aktive Piloten oder Beobachter ihre Verpflichtungen erfüllen, die Flugstundenentschädigung. Art. 32. — Reservepiloten und Reservebeobachter erhalten für Flüge im Wiederholungskurs keine Flugstundenentschädigung. Werden sie in einem Wiederholungskurs regelmässig zum Fliegen kommandiert, so erhalten sie für die ganze Dauer des Wiederholungskurses eine Tageszulage von 10 Fr. Art. 33. — Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten sowie Beamte, Angestellte und Arbeiter des Militärflugdienstes, die als Passagiere zu militärischen Flügen kommandiert werden, erhalten für jeden Tag, an dem sie an Dienstflügen teilnehmen, eine Zulage von 10 Franken, sofern sie nicht für den gleichen Tag nach dieser Verordnung eine andere Entschädigung beziehen. flugdienstes tmd Beamte, die als ausserordentliche Instruktoren oder als Einflieger tätig sind, haben sich für Minimalsummen von 30,000 Franken im Invaliditätsfall und 20,000 Franken im Todesfall gegen Fliegerunfall zu versichern. Art. 38. — Die Flugplatzdirektion bezahlt die Prämien für diese Zusatzversicherungen, unter Verrechnung mit den Flugentschädigungen bzw. Soldzulagen. Die Versicherungspolicen sind dort zu deponieren. Art. 39. — Aktive Piloten und Beobachter, die während des militärischen Flugdienstes von einem Unfall betroffen werden, dessen Folgen sie an der Ausübung des Fliegens verhindern, erhalten für die Zeit, während der sie nicht flugtauglich sind, im Maximum aber für drei Jahre vom Unfalltage an gerechnet, die ihnen durch den Unfall entgangene Flugstundenentsohädigung ausbezahlt. Schluss- und Uebergangsbeslimmungen. Abschnitt IV. Art. 40. — Die gemäss bisheriger Organisation Versicherungen. zur Fliegertruppe abkommandierten Piloten und Beobachter anderer Truppengattungen behalten Art. 34. — Bei Tod oder Invalidität infolge von ihre bisherige Einteilung und Uniform bei. Sie Unglückfällen während militärischen Flügen kann der Bundesrat in Anwendung von Art. 43 des Militärversicherungsgesetzes vom 28. Juni 1901 dieStammwaffe, die WiedeTholung&kurse im Wechsel bestehen die Rekruten- und Kaderschulen bei ihrer Pension höchstens bis auf den doppelten Betrag bei der Fliegertruppe und bei der Stammwaffe, sofern sie nicht im gleichen Jahre beide Wieder- erhöhen. Die nach Art. 16 hiervor auf Verkehrsflugzeugen oder Flugzeugen der eidgenössischen Verwal- Treffen die in ATt. 20 hievor genannten Vorholungskurse bestehen können. tung ausgeführten Flüge unterstehen dem Militärversicherungsgesetz nicht. oder Reservebeobachtern auf Piloten und aussetzungen der Versetzung zu den Reservepiloten Beobach- Art. 35. — Offiziersschüler, Piloten- und Be-ter anderer Truppengattungen zu, so kann der Chef des Militärflugdienstes deren Rückkommandierung zur Stamtnwaffe verfügen. Art. 41. — Die Abänderung der Ansätze in Abschnitt III bleibt vorbehalten. Art. 42. — Die bisherige Organisation des Mil"^ tärflugwesens (Verfügung des eidgenössischen Militärdepartementes vom 12. Februar 1924) wird auf obachterschüler sowie Piloten und Beobachter für die Dauer ihrer Einteilung als aktive Piloten oder Beobachter sind zum Abschluss einer privaten Versicherung gegen Invalidität und Todesfall verpflichtet. Die minimale Summe für die Versicherung gegen Fliegerunfall hat für den Invaliditätsfall auf 30,000 Franken, für den Todesfall auf 10,000 Franken zu lauten. Ari 36. — Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten sowie Beamte und Angestellte und Arbeiter des Abschnitt V. den Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung aufgehoben. Die in der bisherigen Organisation vorgesehenen Prämienzahlungen werden nuT noch an solche Piloten und Beobachter ausgerichtet, die ihre Pilotenund Beobachterschule vor dem Jahre 1933 bestanden haben. Dieser Beschluss tritt rückwirkend auf den 1. JanuaT 1933 in Kraft. Die richtige Oelsorte in der kalten Jahreszeit fürs Adler Auburn Buick Chandler Chevrolet Chrysler Cord DeSoto Dodge Erskine Essex Falcon Knight Ford A,AF Gardner Gnaham-Paige Hanomag4 Hupmobile Lancia Lambda Lincoln Marmon 8 Mercedes Benz Nash Oakland Packard Palge Peugeot 6 Pontiac Rugby Steyr Studebaker Stutz Sunbeam Voisin Whippet Willys-Knight unverändert schmierkräftig bis Plus de demarrages difficiles, plus de pannes d'eclairage, si vous equipez voire voiture d'un aecumulateur LECLANCHE. Zu verkaufen -^H£ 57432 CAMION BERLIET 51. Man wende sich an Tavannes Watch Co. AG.. Tavannes. AUTOABBRUCH BERN Freiburgstrasse 66 BERN ERSATZTEILE, MOTOREN, ACHSEN, BATTERIEN, DYNAMOS. AUTOBRÜCKLI, PNEUS, OCC.-AUTO kaufen Sie am billigsten bei Lehmann, G.. Telephon 23.091. Exigez wie batterie fabriquäe ä Yverdon Die 77 Fremo u -unterdruckiuft Bremse für Lastwagen, Sattelschlepper, Traktoren und Anhänger ist die von den Behörden verlangte Bremse. 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N° 9 - 1933 Schweiz Der Bund, seine Motorfahrzeugführer und seine Motorfahrzeuge. In Art 11 des Bundesgesetzes über den Motorfahrzeugiverkehr behält sich der Bund vor. die Prüfung der Motorfahrzeuge und Leriker im Dienste des Bundes selbst vorzunehmen oder den Kantonen zu übertragen. Der nachstehende Bundesratsbeschluss über die Zuständigkeit der Bundesbehörden zur Prüfung der Motorfahrzeuge des Bundes und ihrer Führer regelt nun die Kompetenzen: tDer schweizerische Bundesrat, gestützt auf das Bundesgesetz vom 15. März 1932 über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr sowie die Vollziehung8verordnunjr dazu vom 25. November 1932, beschhesst: Art. 1. Die Kriegstechnische Abteilung des Mi- Htärdepartements wird zur Erledigung der nachstehenden Geschäfte mit Bezug auf die Motorfahrzeuge des Militärdepartements und ihrer Führer ermächtigt: a) die Prüfung der Motorfahrzeuge und ihrer Anhänger, die Ausstellung und Erneuerung der Fahrzeug- und Anhängerausweise und die Abgabe d»r zugehörigen Kontrollschilder; b) die Ausstellung und Verlängerung der Lernlahransweise, die Prüfung der Führer sowie die Ausstellung und Erneuerung der Führerausweise; c) den Entzug der von ihr ausgestellten Ausweise and der van ihr abgegebenen Eontrollschilder sowie di« Aufhebung ihrer Entzugsverfügungen. Art 2. Die Prüfung der Führer und die jähr- Hch« Erneuerung der Fahrzeug-, Anhänger- und Führerausweise kann von der Kriegstechnischen Abteilung an diejenige Abteilung des Miütärdepartement« übertragen werden, der das Fahrzeug oder der Führer zugeteilt ist Art. 3. Das Kursinspektorat der Generaldirektion dar Post-, Telegraphen- und Telephonverwaltung übt mit Bezug auf die andern Motorfahrzeuge des Bundes und ihre Führer die in Art. 1, unter lit a, k und e aufgeführten Befugnisse ans. Art 4. Dieser Beschlusa tritt am 26. Januar 1S3S in Kraft den risdi. Die aargaulscbe Vollzlehungsverordnung zum Bundesgesetz über den Motorfahrzeugverkehr ordnet in klarer Weise die Zuständigkeiten der kantonalen Organe zur Durchführung des eidgenössischen Gesetzes. In Paragraph 8 der Verordnung setzt, der Re- Cierungsrat fest, dass die Prüfung der Fahrzeuglenker künftighin nach einem besondern Reglement zu erfolgen habe. Eingehend befasst sich die Verordnung mit den Fahrrädern, eine Materie, in der den Kantonen grössere gesetzgeberische Freiheiten gelassen wurden. Im Anhang sind die Steuern und die Gebühren des Kantons nach den zur Zeit geltenden Beschlüssen und Verordnungen des Grossen Rates und des Regierungsrates wiedergegeben. Die aargauische Verordnung dürfte damit sehr nahe an die praktisch richtige und logische Form der kantonalen Vallzugsverordmmgen herankommen. hL Slcherunc der Brücken Im Kanton Bern. fliezu teilt die kantonale Baudirektion mit: £>ie Bekanntgabe der erfolgten Sicherung der bernischen Brücken durch Signalisation ihres beschränkten Tragvermögens hat in Kreisen der Lastwagenbesitzer und des Fremdenverkehres des Berner Oberlandes Missverständnisse ausgelöst. Zur Abklärung der damit entstandenen Fragen wird darauf hingewiesen, dass die Bestimmungen der Vollziehungsverordnung zur eidjj. Automobilgesetzgebung, welche die Gewichte der Lastwagen endgültig vorschreiben, erst auf Ende des Jahres 1932 bekannt wurden und erst mit dem 1. Januar 1933 in Kraft traten. Technisch war es daher unmöglich, von einem Tag auf den andern die Brücken zu verstärken, aber auch finanziell ist das ausgeschlossen, weil hiezu Millionen von Franken notwendig sind. Dagegen sind die Studien im Gange zur Durchführung der Verstärkungen, die nach Massgabe der möglichen Mittelbeschaffung anhand genommen werden. Zunächst werden im Interesse des Fremdenverkehrs des Berner Oberlandes die Brükkenverstärkungen auf der Strasse Bern- Thun-Interlaken-Meiringen-Grimsel ausgeführt und dann folgen die daherigen Arbeiten im Zuge der Hauptdurchgangsstrassen. Was den Verkehr ins Berner Oberland anbelangt, wird bekanntgegeben, dass unter Umgehung der hölzernen zu schwachen Zulgbrücke der Verkehr über Steffisburjj mit Belastungen bis zu 16 t möglich ist. Dort, wo Verstärkungen der Brücken noch nicht ausgeführt werden können, erfolgt ihre Sicherung durch die notwendige Signalisation ihres beschränkten Tragvermögens im Interesse der Strassenbenützer. Steuererleichterungen für alte Automobile. Bereits vor mehr als einem Jahr ist dem Genfer Grossen Rat durch das radikale Mitglied Guinand ein Projekt vorgelegt worden, welches das kantonale Parlament in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt hat. Es bezweckt eine Herabsetzung der Steuertaxe für Motorfahrzeuge, wenn diese seit ihrer Fabrikation ein Alter von 5 Jahren erreicht haben, um 25 Prozent, und bei einem Alter von 8 Jahren, um 50 Prozent. Der Genfer Regierungsrat widersetzt sich dieser Neuerung aus fiskalischen Gründen. Wie der Leiter des Justiz- und Polizeidepartementes, Frederic Martin, bemerkte, hat der Automobilverkehr schon durch die Krise eine Einbusse erlitten, und durch das Inkrafttreten des neuen eidgenössischen Verkehrsgesetzes ist eine weitere Anzahl von Automobilisten veranlasst worden, ihre FahrbewiMigung nicht mehr zu erneuern. So sind im Kanton Genf allein auf Jahresende 3900 Automobilschilder abgegeben worden. Daraus hat sich bis zum 14, Januar dieses Jahres eine Verminderung des Steuerträgnisises um 33,000 Fr. gegenüber dem gleichen Datum 1932 ergeben. Die im Projekt Guinand vorgeschlagenen Reduktionen würden aber nach den Angaben von Staatsrat Martin für den Kanton einen neuen Ausfall von mindestens 200,000 Fr. bedeuten. Man sollte daher nach seiner Ansicht vor einer solchen Massnahme wenigstens den Zeitpunkt abwarten, an dem sich die Auswirkungen des neuen Verkehrsgesetzes besser überblicken lassen. Dazu ist vom Initianten bemerkt worden, dass, wenn sein Projetk rechtzeitig angenommen worden wäre, die Zahl der abgegebenen Schilder vermutlich keine so grosse Höhe erreicht hätte, indem viele alte Wagen dem Verkehr erhalten geblieben wären. Auf einen sozialistischen Antrag ist die endgültige Behandlung des Projektes, im Hinblick auf die Bedeutung, die man von Sener Seite der Frage beimisst, auf eine spätere Sitzung vertagt worden. Der im gleichen Zusammenhang gemachten Anregung, eine Entrichtung der Motorfahrzeugsteuer in halbjährlichen Raten zu ermögilichen, widersetzt sich die Genfer Regierung nicht, obwohl sie von diesem Modus gewisse Komplikationen befürchtet. Vom Initianten ist dabei auf das Beispiel Englands hingewiesen worden, das bisher schon die vierteljahrsweise Steuerentrichtung kannte und nun sogar zur monatlichen AbzahlunsrsmöglicWceit übergehen soll. Bi. Haftpflichtversicherungsprämie nun bei der Lösung der KontroUschilder erst nach dem 1. Quartal nicht mehr für das ganze Jahr, sondern für die entsprechend gekürzte Periode bezahlt werden muss. Viele Motorfahrzeugbesitzer dürften sich diesen neuen Vorteil zu Nutzen gemacht haben. Es ist nun allerdings zu beachten, dass abgesehen von der Sonderaktion des einen Motorradfahrerverbandes von den andern grossen Verkehrsinteressentenverbänden nichts getan worden ist, um die Rückgabe der Kontrollschilder zu forcieren. Zweifellos hätte bei einer allseits durchgeführten, energischen Aktion ein weitaus stärkeres, vielleicht aufsehenerregendes Resultat erreicht werden können. Denn der Unwille ob der stark erhöhten Versicherungsprämien (speziell für Motorradfahrer) und der nichtgewährten Zahlungserleichterungen für die Motorfahrzeugsteuem ist sehr gross. Die zuständigen kantonalen Behörden sollten es sich daher angelegen sein lassen, im kommenden kantonalen Einführungsgesetz den berechtigten Begehren der Verkehrsinteressentenverbände für erleichterte Zahlungsbedingungen und Reduktion der Steueransätze für alte Wagen Rechnung zu tragen, ansonst vielleicht anfangs 1934 doch der enorme Ausfall an nicht erneuerten Verkehrsbewilligungen eintreten kann, wie solcher diesmal — glücklicherweise für den Staatsfisk'us — noch nicht zur Tatsache geworden ist Vorbeugen dürfte auch hier besser sein als nachträgliches kostspieliges Heilen. s. Die Rückgabe der Pollzelschflder fm Kan- ton Zürich. Es sind in den letzten Tagen allerlei Angaben über die Zahl der im Kanton Zürich im Monat Januar an die kantonale Motorfahrzeugkontrolle zurückerstatteten Polizeischilder von Motorfahrzeugen gemacht worden, ja selbst die photographische Berichterstattung mussfe herhalten, um diese für die Schweiz neuartige Erscheinung drastisch darstellen zu können. Bis Ende letzter Woche sind nun nach unsern Erkundigungen 2400 Nummernschilder für Automobile und 4000 Nummernschilder für Motorräder und Sidecars abgegeben worden, also ein Plus von ca. 700 Autoschildern und 800 Motorradschildern. Immerhin muss festgehalten werden, dass die Zahl der rückerstatteten Autonummern um ca. 42 Prozent, diejenige der Motorradnummern um ca. 26 Prozent zugenommen haben. Dass hiebei die gegenwärtigen Zeitnöte mitbestimmend waren, bedarf keines besondern Hinweises. Zu der gesteigerten Rückgabe dürfte auch die versicherungstechnische Neuerung beigetragen haben, dass die verantwortliche Redaktion Dr. A. Büchl. W. Maihy» — H. Labhart AUTOMOBIL-REVUE Telephon der Redaktion: 28.222 (Hallwae). Außerhalb der Geschäftszeit: 23.295. Redaktion für die Ostschweiz: Dr. A. Büchi Sprechstunden nach Vereinbarung mit der Geschäftsstelle Zürich (Löwenstr. 51. TeL 39.743). HYDRAULISCHE BREMSEN SCHNELl-ÜEFEßUNGSftUMO KHWft» ©OVEfcT&ETEIU SERVICE-STATiöNEt* OEft SCHWEIZ Wir liquidieren unser qrosses Fabriklager IT AL ORIGINAL-Ersatzteile zu günstigen Preisen ALFREDO SEMPREBON Dir. P. A. Polinelli ZÜRICH. Kanzleistr. 122 Telephon 37.492 LAUSANNE, RueduMidi16 Telephone 32.001 höchste Zuverlässigkeit durch perfekte Schmierung Die Minerva Motorschmierung, absolut automatisch und vollständig unter Druck, geschieht durch zwei Pumpen, einen Oelreiniger und einen Oelkühler, letzterer vorne am Wagen neben dem Wasserkühler. Dies ist ein Vorteil von Bedeutung, weil dadurch das Oel stets gehörig gereinigt nud richtig gekühlt wird und also vollkommene Schmierung sichert. 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