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E_1933_Zeitung_Nr.013

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° IS serung. Auffallenderweise brach die Welle immer in der Nähe des hintersten Lagers und das Material zeigte an den Bruchstellen das typische Gefüge von Torsionsbröchen. Alle Störungen verschwanden jedoch auf einen Schlag, sowie Lanchester zum Einbau eines Dämpfers ging. Der Lanchester- Dämpfer, der seitdem in zahlreichen verschiedenen Formen auch von fast allen anderen Konstrukteuren aufgenommen worden ist, stellt eine Art Reibungsbremse auf dem vorderen Kardanwellenende dar. Aeusserlich präsentiert er sich als eine Schwungmasse ähnlich dem Schwungrad, jedoch von kleinerem Durchmesser. Die Schwungmasse ist mit der Kurbelwelle nicht fest verkeilt, vielmehr wird sie von dieser nur durch Reibung mitgenommen. Neigt nun bei einer gewissen Tourenzahl die Kurbelwelle zum Schwingen, so entsteht zwischen ihr und der Schwungmasse eine Relativbewegung, denn die Schwungmasse möchte ihre gleichförmige Drehung beibehalten. Die Reibungsarbeit, die zwischen der Schwungmasse und der Kurbelwelle geleistet wird, bewirkt deshalb fortwährend eine Dämpfung der Schwingungen und verhindert so, dass diese zu gefährlicher Grosse aufgeschaukelt werden können. Die beistehenden Diagramme zeigen das Bild ungedämpfter Torsionsschwingungen, wie es von einem Torsiographen registriert werden kann. Der Torsiograph ist ein nach verschiedenen Prinzipien aufgebauter Apparat, der speziell zur Feststellung und Messung solcher Schwingungen geschaffen wurde und der im Motorenbau zu immer grösserer Bedeutung gelangt. Aus der Bilderfolge geht hervor, dass die Torsionsschwingungen bei verschiedenen Tourenzahlen, in verschiedener Stärke und mit verschiedener Schwingungszahl auftreten. Die Schwingungsstärke ist an der Höhe der registrierten Welle zu erkennen, und die Schwingungszahl geht aus der Dichtigkeit, mit der die Wellenzüge aufeinanderfolgen, hervor. Automobil- und Flugmotoren haben gewöhnlich mehrere Tourenzahlbereiche, in denen sich die Torsionsschwingungen stärker auswirken. Die Tourenzahlen, bei welchen die Schwingungen besonders stark auftreten, nennt man «kritische» Tourenzahlen. Sie sind oft daran zu erkennen, dass der ganze Motor stark ins Vibrieren gerät. Manchmal können sie aber auch nur am Geräusch oder hie und da auch von aussen gar nicht erkannt werden. Zeigt es sich, dass ein Motor ohne Schwin- On demande ä louer un local qui conviendrait p. atelier de riparaüons et garage. Ecrire sous cbiffre G. 3079 L_ ä Publiciias, Lausanne. 57644 Qüe'ques bel'es occasions! CITROEN 1933 10 CV., legere, Berline, 4 placea, 0 CV. lmpot, roulö 5000 km., garantie 6 mois. ROCKNE 65, 1932 6 cyl., 16 CV., cond. int. luxe, 6 nraea, Krale 1 2000 km., garantie 6 mois. ROCKNE 75, 1932 6 cyl., 17 CV., cond int. lnx#, 6 BOOM, route 5000 km., garantie 6 mois. 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Kann mir einer der werten Leser der « Automobil-Revue » einen Plan aufstellen, in welchem bestimmte Reparaturen nach bestimmten Kilometerzahlen auszuführen sind? Ich muss noch bemerken, dass zu einer jeweiligen Arbeit, ausgeführt durch zwei Arbeiter, höchstens 1 % Tage zur Verfügung stehen. Wie lange wird ein nach solcher planmässigen Unterhaltung gefahrener Wagen betriebsfähig sein? M. W. in L. Frage 8569. Lärmende Karosserie. Kann mir ein werter Leser mitteilen, wie der übermässige Lärm einer Kleinauto-Karosserie (Modell Tourist 1924) gedämpft werden kann? Das Chassis, wie Motor, Getriebe und Hinterachse sind im Zustande wie neu und ohne Spiel. F. B. in C. Antwort: Der Hauptlärm einer Karosserie rührt meist vom Spiel zwischen der Karosserie und dem Chassisrahmen her. Besonders bei leichteren Karosserien macht sich dann ein arges Geklapper bemerkbar, wenn die Straesen auch nur einigermassen uneben sind. Um das Spiel zu beseitigen, müssen entweder die zusammengesackten Filzzwischenlagen ersetzt, oder, wenn keine solchen vorhanden waren, die Befestigungsbolzen fester angezogen werden. Handelt es sich weniger um ein Klappern als ein Knirschen und Pfeifen der Karosserie, so deutet das an, dass sich entweder die Isolierzwischenlagen durchgescheuert oder dass wiederum zwei Teile gegenseitiges anormales Spiel angenommen haben. Im ersten Fall wären die Zwischenlagen, geteerte oder geölte Leinwandstreifen, zu ersetzen; im zweiten Fall müsste die gegenseitige Bewegung wenn möglich unterbunden werden oder es wären ebenfalls solche Isolieretreifen einzusetzen. at Frage 8570. Kardan- und Getriebeschmierung. Für die Kardan- und Getriebeschmierung unserer Lastwagen haben wir bisher Fett verwendet. Wir beabsichtigen nun die Anschaffung einer fahrbaren Pumpe, die allerdings die Verwendung von dickflüssigem Oel zur Voraussetzung hat da Fett durch die Pumpe nicht gefördert werden kann. .....:::>. 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Gewöhnliches Fett, wie man es früher allgemein benutzte, hat nicht nur eine bedeutend geringere Schmierkraft als Oel, ist auch deshalb ungünstig, weil es bei der Rotation der Teile nach aussen geschleudert wird und dann nicht mehr oder nur mehr spärlich zu den Schmierstellen gelangt. Im Gegensatz dazu rinnt selbst dickes Oel, nachdem es abgeschleudert worden ist, wjeder zurück. Noch wesentlicher ist aber, dass sich Oel infolge Kapillarwirkung in die engen Zwischenräume zwischen den Reibflächen saugt und diese mit einem « Film » überzieht, was Fett nicht, bzw. in nur sehr beschränktem Masse tut. Bei neueren Motorfahrzeugen sind die Gehäuse genügend gut abgedichtet, um dickflüssiges Oel lange Zeit verlustlos zurückzuhalten. Fettschmierung ist nur mehr dort am Platz, wo diese Dichtigkeit ungenügend wäre und zu Oelverlusten führen würde. In diesem Fall empfiehlt sich dann ein Gemisch von Fett und Oel, das auch fertig zubereitet bezogen werden kann. at Frage 8571. Bremsdüse. Wie wirkt die sögenannte Bremsdüse eines Automobilvergasers? Welchen Einfluss hat eine Verengerung oder Erweiterung dieser Düse? E. W. in ü. Antwort: Die Brems- oder Kompensatordüse sorgt dafür, dass das richtige Gemischverhältnis von Benzin zu Luft trotz der verschieden grossen Strömungsgeschwindigkeiten im Vergaser konstant bleibt. Mit einer einzigen Düse ist ein dauernd rleichbleibendes Gemisch nicht zu erzielen. Bei nur schwach geöffneter Drosselklappe und entsprechend geringer Strömungsgeschwindigkeit in der Gemischkammer des Vergasers wird durch eine einzige Düse verhältnismässig zu wenig Brennstoff abgegeben, bei ganz geöffneter Drossel und entsprechend hoher Strömungsgeschwindigkeit dagegen verhältnismässig zu viel. Da die Strömungsgeschwindigkeit, abgesehen von der Drosselklappenstellung, auch noch von der Motortourenzahl abhängt, ist also die Gemischzusammensetzung, wie sie ein Vergaser mit nur einer brennstoffabgebenden Oeffnung liefert, fortwährend verschieden. Der Motor läuft infolgedessen unregelmässig und unwirtschaftlich. Um diesen Nachteil des Eindüsenvergasers zu beheben, kann man ihm entweder eine verstellbare Luftklappe oder einen Luftschieber vorschalten, die ein gefühlsmässiges Dosieren der zur Gemischbildung dienenden Luft gestatten. Dieser Weg wurde lange Zeit bei den meisten Motorradvergasern beschritten. Um jedoch genauere Resultate zu erzielen und vornehmlich, um die richtige Gemischbildung ganz selbsttätig zu erzielen, wurde schon lange beim Automobilvergaser zur Anwendung der sogenannten Bremsdüse geschritten. Die Bremsdüse verhält sich hinsichtlich der Brennstoffabgabe gerade entgegengesetzt wie die oben betrachtete einzige « Hauptdüse >. Ihre Brennstoffabgabe ist dann am grössten, wenn die Strömungsgeschwindigkeit In der Gemischbildungskammer ein Minimum beträgt und sinkt von da bis zum Moment der maximalen Strömungsgeschwinr In Zürich per 1 .April zu vermieten Dioitpimn mit Garageräumen, dazu kann Inventar und Maschinen preiswert käuflich übernommen werden, sowie eventuell erstklassige Automobil-Vertretungen. Auskunft unter Chiffre 57611 durch die Automobil-Revue. Bern. Garage Zu »vermieten wegen Familienverhältnissen Autoreparatur-Werkstatt mit Garagen u. Magazin im Zehtrum der Stadt, 1 Minute vom Marktplatz u. 50 m vom Autoplatz ge- ;en. — Auskunft bei Ls. Leren, Numa Droz 27, La Chaux-de-Fonds. A LOUER Si vous cherchez a acheter ou a louer une 10643 VILLA ou nn immeuble dans la region de Lausanne et environs, adressez-vous ä Galland * Cte. 3, pl. St-Francois, Lausanne, qui vous en enverront gratis et franco, la liste complete. 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Die die Brennstoffabgabe bei hohen Luftströmungsgeschwindigkeiten bremsende Wirkung der Bremsdüse hängt mit der Möglichkeit deg Luftzutrittes bei G zusammen. Uebersteigt nämlich die Brennstoffabgabe bei G eine gewisse Grenze, dann folgt, da auf B ja keine direkte Saugwirkung ausgeübt wird, kein Brennstoff mehr nach. Dafür aber tritt von C her Luft in den Mantel G ein, die nun eine übermässige Anreicherung des Gemisches verhindert. at luvist. Anfrag« 243. Geschäftsumsatz. Was versteht man eigentlich unter Umsatz eines Geschäftes, in-i meinem Fall einer Autoreparaturwerkstätte? Ist dies einzig der Reingewinn des ganzen Jahres, entstehend aus dem Gewinn der Waren im Laden und dem Gewinn bei der Arbeit? Oder versteht man darunter die Summe, welche sich durch den Einresp. Verkauf der Waren und dann entweder zuzüglich oder ohne Gewinn bei der Arbeit ergibt? Nach meiner Betrachtung ist der Umsatz allein der Netto-Einkauf der Waren und Ersatzteile ohne irgendwelchen Gewinn. K. Antwort: Unter Geschäftsumsatz ist die G** samtheit der während eines Jahres gemachten Einnahmen und Ausgaben zu verstehen. Der Umsats ist nicht zu verwechseln mit Reingewinn oder Nettoerlös. Der Reingewinn ist dasjenige, was von. den Einnahmen nach Abzug der Ausgaben übrig hleibt. Der Umsatz ist die Gesamtzahl der finanziellen Bewegung während eines Geschäftsjahres. '• Verantwortliche Redaktion Dr. A. Büchi. W. Mathys — H. Labhart Telephon der Redaktion: 28.222 (Hallwae). Außerhalb der Geschäftszeit: 23295. Redaktion für die Ostschweiz: Dr. A. Büchi. Sprecheturiden nach Vereinbarung mit der Ge* Zürich (Löwenstr 51. Tel. 89 743) Zu verkaufen (krankheitshalber sofort) eine modern eingerichtete, bereits neue, in der Ostschweiz an bester Verkehrsstrasse geleg. Automobilwerkstätfe mit grosser Kundschaft. Wohnungen im Hause. Off. unter Chiffre 0 50848 Q an Publicitas, Basel. 57565 Seltene OCCASION ! Ford-Coupe Mod. 29/30, 2plätzig, geschlossen, 10 PS, grosser Gepäckraum, m. Garantie. 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Bern, Dienstag, 14. Februar 1933 III. Blatt der „Automobil-Revue " No. 13 Stern fah rer- Odyssee Ein Athener Passagler der Sternfahrt nach Monte Carlo erzählt Von Mimi von Ramin. Wie unsere Leser aus dem Sportteil der «Automobil-Revue» ersehen haben werden, fand in der zweiten Hälfte des vergangenen Monats wieder die berühmte internationale Sternfahrt nach Monte Carlo statt. Keine Veranstaltung ähnlicher Art verfügt über solche Ausmasse wie diese grandiose Konkurrenz, die sich über ganz Europa erstreckt. Bekanntlich erging es in diesem Jahre den in Athen gestarteten Fahrern besonders übel. Von den 17 Gemeldeten — unter ihnen befanden sich die durch besondere Vorbereitungen gewappneten besten Sternfahrer-Routiniers Europas — kam keiner bis nach Mitteleuropa. Von den ganz ungeheuerlichen Schwierigkeiten der Fahrt, die für einen Laien ans Sagenhafte grenzen, vermittelt der nachfolgende Originalbericht einer Teilnehmerin einen lebhaften Eindruck. Die Redaktion. € Sechzig Kilo Ballast oder ein Passagier » —• so heisst es im Reglement- der Sternfahrt nach Monte Carlo. Der brave Mercedes- Kompressor (Rallye-Nummer 107) zog mich als Passagier vor, und so starteten wir am 15. Januar nach unserem Startort Athen. Voller Hoffnung und der geheimen Frage: c Schaffen wir's??» und der frohen Zuversicht: c Wir schaffend!!» Die Sonne strahlte mit ihrer ganzen Pracht über unserem Ausgangsort Vaduz, als wir uns auf die Reise machten. Der Weg führte ans erst durch Vorarlberg nach Langen a. A., wo uns eine dicke Lokomotive durch den Arlbergtunnel zog, währenddessen wir vertnügt im Auto sassen und uns das Wasser von den Tunnelwänden auf die Nase tropfen liessen. St. Anton und Landeck folgten; inntufwärts ging's weiter über die Reschenscheideck nach Südtirol. In Bozen begann es zu schneien. Wir übernachteten in Trient. Als wir am Morgen zur Weiterfahrt starteten, schneite es immer noch. Dennoch fuhren wir vergnügt im offenen Wagen weiter, von manchem Kopfschütteln begleitet. In Bologna hörte der Schneefall endlich auf. Ancona war die zweite Tagesstation; hier wurden wir am Morgen melodisch vom Geschrei der Esel teweckt Weiter ging's nach Bari. Im schönen Süditalien fanden wir teils fabelhafte Strassen, teils knietiefen Dreck! In jedem Städtchen gibt es einen Platz und eine Strasse, die fabelhaft sind, mit Denkmälern, Brunnen, Palmen und einer Unmenge Volk seziert; aber wehe, wenn man wagte, in eine Seitenstrasse hineinzufahren! Wie es da aussieht, das spottet jeder Beschreibung. Orangenbäume, Maulbeerbäume und Olivenhaine säumten die Strassen, auf denen kleine Eselchen und zierliche Pferdchen mit eilig trippelndem Schritt ihre Lasten schleppten Herrn Collins Abenteuer Roman von Frank Heller. (Fortsetzung aas dem Hauptblatt.) • «Acht Bier, 160 Mark, sagte der Kellner. Herr Woerz zog aus der Brusttasche eine überaus abgeschabte Brieftasche, zählte 160 Mark auf den Tisch und überreichte 80 Pfennige als Pourboire. Verflucht, dachte Philipp, ist Herrn Woerz' Durst noch nicht gelöscht, dann muss er in einer Stunde ruiniert sein. Uebrigens scheint die Schuhmacherei ein lohnendes Gewerbe zu sein. 20 Mark das Seidel, das kann man schon einen fürstlichen Preis für Bier nennen, wenn auch 10 Pfennige Trinkgeld nicht gerade fürstl... Ehe er noch seinen Gedankengang beendet hatte, fuhr er mit einem innerlichen Pfiff in die Höhe. Aha! Nun wusste er es! Endlich! Er wusste, warum Herrn Woerz' Züge ihm bekannt vorkamen, was für eine Photographie er gesehen hatte, was auf der Etikette stand. Fürstliches Trinkgeld! Ja freilich! Wenn der «Papillon de oder grossrädrige Karren, mit Weinfässern schwer beladen, zogen. In Bari, einer sehr schönen Stadt, herrschte grosse Ansammlung am Dampfer und gab es grosses Bestaunen unseres schönen Wagens, der mit viel Geschrei — das nur noch in Piräus beim Ausladen übertönt wurde — an Bord hochgewunden wurde. Einige atemraubende Minuten quälten uns, bis das Drahtseil seine Stärke bewiesen hatte. Um 21 Uhr gingen die Anker hoch, und wir dampften mit der «Egitto» in die Nacht hinein, nach Brindisi, wo wir uns am Morgen an den schönen Hydroplanen, die Uebungsilüge unternahmen, herzlich freuten. Auf dem Schiff erzählte uns der Kapitän, die Strasse von Korinth sei verschüttet, und wir müssten um das Kap von Matapan, der südlichsten Spitze des Balkans, herumfahren. Vierzehn Stunden längere Seefahrt: das passte uns nicht recht, da der Aufenthalt in Athen dadurch zu kurz bemessen wurde. Aber hätten wir erst geahnt, wie uns die Bora schaukeln und wiegen würde, dann wäre uns diese Aussicht noch bedeutend unangenehmer gewesen. Aber auch die Seekrankheit, die in nicht gerade geringem Masse herrschte, wurde überstanden. 20. Januar, 7 Uhr früh: Piräus, das lang Ersehnte war erreicht! Passkontrolle — Gesundheitskontrolle - Geldwechsel. Dann kam die Unflut der Händler, die uns, vom Schnürsenkel bis zur Perlenkette, vom Hauptbuch bis zum Markenalbum, alles nur Erdenkliche zum Kaufe anboten. Sie alle hatten kein Glück bei uns, denn unser einziger Gedanke war, Land unter den Füssen zu haben und in unserem Sechsliter zu sitzen, dem die Seefahrt scheinbar besser bekommen war als uns; jedenfalls zögerte er keinen Moment, uns auf griechischem Boden getreulich weiter zu befördern. Wie lange dies alles dauerte, beidem Geschrei und bei der griechischen Langsamkeit, das kann sich jeder selbst vorstellen. 10 Uhr vormittags: Athen naht! Von weitem sehen wir die Akropolis; zu einer Besichtigung hatten wir gehetzten Automenschen allerdings keine Zeit, denn alles, was jetzt bis zum Starte folgte, war eine einzige Hetze. Ausgenommen die Stunde beim 5-Uhr-Tee im «Grand Bretagne» in Gesellschaft unserer reizenden Schiffsgenossin, einer in China lebenden Glarnerin, und ihrer Freundin, einer liebenswürdigen Griechin. Meldung beim Automobil-Club — Abnahme und Plombierung der Wagen — so ging es fort bis zum end- Nuit». nach Millionären und Grossfürsten fischte, so waren sie gekommen, wenn auch nicht im Frack. In seinem Innern sah er mit absoluter Deutlichkeit eine Nummer der «Woche», die zwar ausnahmsweise nicht das Bild des Kaisers enthielt, dafür aber das seines jetzigen Tischgenossen. Aber darunter stand nicht: Herr Woerz ausAltona, sondern Michael Nikolajewitsch, Grossfürst von Russland. Der verrückte Grossfürst! In aller Eile suchte er sich zu entsinnen, was er von ihm wusste. Ganz Europa hatte von Fürst Michaels Tollheiten reden gehört, aber auch von seinen Reichtümern. Er besass gewaltige Güter und Bergwerke in Russland, und von seinem Papa hatte er ganze Viertel in London geerbt Aber London war eine Stadt, die er verabscheute, hiess es; hingegen liebte er Berlin, und Hamburg war sein spezielles Mekka. Jedes Jahr pflegte er es auf der Durchreise zu seinen hohen Verwandten in Kopenhagen zu besuchen, und auch sonst, so oft sich die Gelegenheit ergab. Bei Hofe stand er gewöhnlich in Ungnade, und erst kürzlich hatte in den Zeitungen verlautet, dass er nach JekaterinosJaw verbannt worden war. Offenbar war er von „Ecke des guten Beispiels Wir setzen die Reihe unserer cguten Beispiele» mit einem besonders eindrücklichen Exempel fort, das beweist, dass auf den Strassen auch in den kritischsten Situationen noch menschliche Hilfsbereitschaft und vorbildliches Benehmen herrscht. Eine hervorragende Tat der Hilfeleistung. Es war im April des vorigen Jahres, als ich mit einem allen Wagen nach Lausanne fahren musste, wo er von einem Freunde meines Auftraggebers revidiert werden sollte. Ungefähr 18 km vor Lausanne hatte ich "inen Benzinleitungsbruch. Ein Kollege, der mit mir fuhr, hielt den nächsten nach Lausanne fahrenden Wagen an, um den Führer zu bitten, uns in Lausanne einen Garagisten zu bestellen, der uns abholen käme. Allein, der Herr wollte von diesem Vorschlag nichts wissen, sondern trug uns an, unsern Wagen ins Schlepplau zu nehmen. Wie dankbar wir ihm waren, kann ich nicht beschreiben, denn es war mittlerweile 11 Uhr abends geworden, und ich zweifelte stark, ob wir noch vor dem frühen Morgen abgeholt worden wären. Nachdem wir nun etliche km zurückgelegt hatten, begann unser Vorfahrer, der einen schweren Wagen führte, sein Tempo etwas zu beschleunigen, was mich dazu veranlasste, meinen sehr leichten Wagen etwas abzubremsen Von Chalet ä Gobet an geht die Strasse bekanntlich ziemlich steil bergab. Plötzlich merkte ich, dass meine Bremsen gar nicht mehr zogen. Mein Wagen kam in Schuss, und ehe ich mich recht versah, raste ich mit einer Geschwindigkeit von 70 bis 80 Stundenkilometer neben dem Vorspannwagen vorbei. Da der betreffende Herr wegen der Zeichengebung nach hinten ziemlich genau die Mitte der Strasse innehatte, musste ich meinen Wagen in die Tramschienen hineinlenken. Das uns verbindende Seil riss. Noch rief uns der Mann verwundert und erschreckt zugleich etwas su, und schon waren wir an ihm gültigen Start nachts 1 Uhr 30. Von den 17 gemeldeten Wagen stellten sich elf dem Starter. Die sechs Fehlenden, die per Achse bis Athen kommen wollten, hatte das Grauen vor dem, das uns Tollkühnen noch bevorstand, schon gepackt, und sie zogen es vor, mit dem Schiff oder mit dem Wagen in ihre Heimat zurückzukehren. Am Samstag, den 21. Januar, morgens dort durchgegangen und genoss jetzt in Hamburg unerlaubte Ferien. Der Mann, der zunächst die Verantwortung für die Sicherheit des Grossiürsten trug, war wahrlich nicht beneidenswert, er ging in beständiger Erwartung der Seidenschnur herum. Seine Aufgabe war um so schwerer, als der Grossfürst ein vortrefflicher Schauspieler war und die Verbrecherviertel Berlins und Hamburgs mindestens ebensogut kennen sollte wie die Polizei. Der ^Geschäftsführer im « Papillon » hatte Seine Hoheit offenbar schon in Verkleidung getroffen. Während Philipp hastig diese Erinnerungen zusammensuchte, hatten er und Herr Woerz das Nachtcafe schon verlassen, nach einem raschen Wortwechsel mit dem Geschäftsführer, der erklärte, dass Philipp seinen Posten verlieren würde, wenn er vor drei Uhr fortging. Im Hinblick darauf gab Herr Woerz Philipp einen guten Rat, der mehr wohlgemeint als druckbar war, worauf er vom Trottoir aus eine Droschke anrief. Als der Kutscher das wunderliche Paar sah — Philipp in Frack und Lackschuhen, Herrn Woerz in seinem wunderbaren Kostüm — hielt er offenbar den letzteren für einen Detektiv, der Philipp arretiert hatte, denn seine • Worte waren: «Aha! Jetzt geht's ins Loch! Nur geschwind herein, man will auch nicht um seine Reputation kommen, weil man eine solche Bagage fährt.» Herr Woerz blieb ihm die Antwort nicht schuldig. «Bagage!> schrie er. «Wir sind Bagage ! vorbei. Mit sehr grosser Mühe konnte ich meinen Wagen wieder auf die Strasse bringen. Ich bremste und stemmte mich mit aller Kraft gegen die Bremshebel. Da — ein Ruck —, die Bremsstange war gerissen, und im Höllentempo ging es Lausanne zu. Ich beschloss nun. alles zu riskieren und wechselte den Gang: vom direkten in den dritten ging es noch, aber weiter hinunter konnte ich ihn nicht schalten. Wir sahen schon das Ende vor uns. Ich würde die unterste Kurve nicht mehr nehmen können, und wir wären wohl an einer Mauer zerschellt, wenn nicht plötzlich der liebe Herr, der uns vorgespannt hatte, in der letzten Minute unser Retter geworden wäre. Der Mann fuhr uns vor! Seine Frau, die bei ihm im Wagen war gab uns durch Zeichen zu verstehen, dass wir hinten an ihren Wagen anfahren sollten. Beide Wagen hatten ein Tempo von gut 80 Stundenkilometer. Ich begriff sofort, was er meinte, hatte aber Angst, seinen neuen Wagen zu demolieren. Und deshalb riskierte ich nun das Aensserste, indem ich blitzschnell nochmals die Gänge wechselte. Es ging, aber der Wechsel war nun auch hin. Was ich aber erreichen wollte, hatte ich erreicht. Denn unsere Geschwindigkeit war beträchtlich gesunken. Nun fuhr ich direkt auf den andern Wagen auf, und hier zeigte sich nun die Kunst des vorderen Fahrers: Unser Auflaufen an ihn fühlten wir kaum. Bald kamen wir zum Stehen. Der Herr half uns noch den Wagen blockieren und führte uns dann in Lausanne in eine Nachtgarage, wo wir unsere defekte Maschine abholen Hessen. Allen unseren Dank lehnte der noble Herr, der sich selbst in eine grosse Gefahr begeben hatte, um uns zu helfen, bescheiden ab und fuhr weiter in die Nacht hinein. In meiner Aufregung dachte ich nicht daran, seine Nummer aufzuschreiben. Ihm sei, wenn er diese Zeitung lesen sollte, an dieser Stelle herzlich gedankt. M. Seh. in Th. 1 Uhr 31, fiel für uns die Startflagge, und wir stürmten in die Nacht und ins Ungewisse hinein. Die ersten 30 km konnte man rasen, aber dann begann das Martyrium für Wagen und Fahrer. Ein frisch gepflügter, lehmiger Acker ist ein Billardtisch gegen alles, durch das wir uns durchzuwinden hatten. Für Knochen und Wagen war dies immer noch ein Eldorado, im Vergleich gegen die noch Von allen dickschädligen Biestern von Kutschern in Hamburg ...» Herr Woerz ging im besten Hamburger Dialekt zu einer ausführlichen Beschreibung des Kutschers über, die von seinen Kollegen mit Interesse angehört wurde, worauf er in die Droschke stieg, Philipp zu sich hereinzog und rief: «Seilerstrasse, aber etwas plötzlich!» Knurrend und fluchend setzte der Kutscher die Pferde in Trab, und es ging nach St Pauli; zehn Minuten, nachdem sie die Lombardbrücke passiert hatten, war Philipp so gut wie verirrt. Herr Woerz schwadronierte weiter an seiner Seite. Plötzlich bekam Philipp Lust, zu rauchen; er steckte die Hand in die Tasche und zog sein Zigarettenetui hervor; dabei kam die blauweisse Karte mit, die er von Direktor Breitmann bekommen hatte, und wurde einen Augenblick von dem Licht einer Bogenlampe beschienen. Er zündete die Zigarette an und steckte die Sachen wieder ein, aber kaum hatte er einige Züge gemacht, als Herr Woerz die Droschke stoppte, indem er aus Leibeskräften an die Decke trommelte. Er öffnete Philipp artig die Türe, und dieser sprang heraus. Draussen hatte es aufgehört zu regnen, aber es war dafür ziemlich kalt geworden. Philipp stampfte mit den Füssen auf den Boden und Einheitspreis Zimmer mit Bad 7.50 5O Neubau, «hemals Seidenpott • Ca. 250 m vom Hauptbahnhof • Rohrpost-Anlage • Telephon und fllessendes Wasser In sämtl. Zimmern