Aufrufe
vor 8 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.018

E_1933_Zeitung_Nr.018

Schnee und Eis

Schnee und Eis überdeckt waren. Der grösste Teil der Ausgefallenen dankte auf diesem Teilstück ab. In Qrenoble fand im Zusammenhang mit der Fahrt eine Schnelligkeitsprüfung über 500 Meter statt, bei der Mme Siko auf Alfa Romeo mit dem Stundenmittel von 61 km Erste wurde. Nur noch 19 Wagen trafen am-Ziel in St-Raphael rechtzeitig ein, 10 Fahrerinnen blieben ohne jeden Strafpunkt. Erste des Gesamtklassement wurde Mme Leblanc auf Peugeot. Die Resultate des Gesamtklassements: 1. Mme Leblanc (Peugeot), 986,248 Punkte. 2. Mme Girard (Delage), 953,532 Punkte. 3. Mme Marinovitch (Voisin). 4. Mlle des Forest (Amilcar). 5. Mme Parera (Amilcar). 6. Mme Dubuc- Taine (Hotchkiss). 7 Mme Siko (Alfa Romeo). Chiron und Caracciola in Arosa. Zu Caracciola, der sich schon seit einiger Zeit in Arosa dem weissen Sporte widmet, ist kürzlich nun auch noch Chiron gestossen. so dass die beiden Rivalen, die sich sonst manchmal genug vor Hunderttausenden um Sekunden gebalgt haben, hier oben gemeinsam die Friedenspfeife rauchen und statt die «donnernden Motoren » nun einmal die schnellen Bretter in ihre Rechte treten lassen... Skiheil! x. Der Rennfahrer Benoit, der auch in der Schweiz kein Unbekannter ist — er gewann den Lauf für Kleinwagen beim grossen Preis von Genf 1931 — hat seinen Rennfahrernamen erweitert. Der südfranzösische Fahrer wird sich in Zukunft mit seinem vollen Namen Benoit Falchetto. und nicht mehr lediglich mit seinem Vornamen Benoit nennen. internationale Reglementierung der Sternfahrten. Die von der internationalen Sportkommission geschaffene Unterkommission zum Studium der internationalen Reglementierung der Sternfahrten trat Ende Januar beim Sitz des Automobil-Club von Monaco zusammen. Folgende Herren waren vertreten : Decrauzat (Schweiz), Lindsay Lloyd (England). Antony Noghes (Monaco). Perouse und G. de Ro (Frankreich). Die Unterkomtnission arbeitete einen Bericht aus. den sie bei der nächsten Sitzung der internationalen Sportkommission vorlegen wird. Sie gab dem Wunsche Ausdruck, dass das Sekretariat der A.I.A.C.R. die von der Kommission aufgestellten Vorschläge den verschiedenen nationalen Clubs schon vor der Tagung der C.S.I. übermittelt, um so die Diskussion unter den Delegierten zu erleichtern. Der Bericht weist auf die Notwendigkeit hin, im internationalen Snortkodex mehrere neue Artikel über die internationalen Sternfahrten einzufügen, die diese Veranstaltungen genauer definieren und die prinzipiellen Grundlagen für ihre zukünftige Reglementierung festlegen. . mb. Qrosser Preis von Tunis. In den letzten Tagen ist das Reglement des V. Grossen Preises von Tunis erschienen. Die Veranstaltung findet am 26. März auf der Rundstrecke von Karthago in Tunis statt. Die Rennwagen sind alle in einer Klasse vereinigt, die keinen Zylinderinhalt und kein Gewicht berücksichtigt. Das Rennen führt über 37 Runden der 12 km 714 langen Rundstrecke, demnach insgesamt über 470 km. Der Sieger des Rennens erhält 40,000 Francs, der Zweite 25,000 und der Dritte 15,000 usw. Neue Rekordwagen in Bau. Wie gemeldet wird, sind die Austinwerke mit dem Bau eines neuen Rennwagens beschäftigt, dem die Aufgabe zufallen soll, den kürzlich von Eyston auf M.G. in Montlhery aufgestellten Weltrekord für die Klasse 750 cc. zu schlagen. Man hofft, mit dem Wagen eine Geschwindigkeit von über 210 km zu erreichen, und wird davon gesprochen, das Fahrzeug für die Rekordversuche Campbell anzuvertrauen. HZ- Die amerikanische Autotnobilmelsterschaft 1932 wurde von dem jungen Rennfahrer Bob Carey mit 815 Punkten gewonnen. Zweiter der Meisterschaft wurde der Sieger des Grossen Preises von Indianapolis Fred Frame mit 710 Punkten. Dritter , Rüssel Snowberger mit 440, und Vierter William Cummings mit 430 Punkten. x. ' von Morgen Ion.! Der bekannte deutsche Rennfahrer Heinz Joachim v. Morgen, der im vergangenen Mai auf dem Nürburgring tödlich verunglückte, hatte sich bekanntlich erst kurz vor seinem Tode verheiratet. Nun hat die Witwe des Rennfahrers in den letzten Tagen einem gesunden Knaben das Leben geschenkt. x. AKTUEL1ES Das Problem Bahn—Auto wurde dieser Tage von Bundesrat Pi'let in einem ausserordentlich aufschlussreichen Referat über die Sanierung der Schweiz. Bundesbahnen im Schosse der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft von Basel gestreift. Er betonfe bei dieser Gelegenheit dass es sich bei der AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N» 18 Abklärung des Fragenkomplexes nicht einfach um ein « Entweder — Oder » handeln könne. Der Ausweg .müsse auf dem Wege des Ausgleiches gefunden werden. Nach den « Basler Nachrichten » führte Bundesrat Pllet hierüber wörtlich aus : «Selbstverständlich hängt die zukünftige Entwicklung des Verkehrs, der Einnahmen und damit der Tarife von der Lösung des überaus heiklen Problems der Beziehungen zwischen Schiene und Strasse ab. Denn niemand wird die Anarchie auf dem Gebiete des Verkehrs, worunter wir heute leiden, die Ueberhäuiun? der in- Dienst gestellten Transportmittel und die Missstände einer zügellosen Konkurrenz bestreiten wollen. Entschuldigen Sie mich, wenn ich dabei eine Ihnen vielleicht übertrieben scheinende Zurückhai-* tung beobachte. Sie wird mir aber durch zwei wichtige Umstände auferlegt. Einmal sind es die noch nicht abgeschlossenen Auseinandersetzungen zwischen den Interessenten, unter d er Leitung des Vorortes des schweizerischen Handels- und Industrievexeins. Ich lege Wert darauf, dass diese in voller Freiheit fortgesetzt werden. Zweitens wird mir die Bundesbahnverwaltung einen Bericht über diese Frfcge erstatten. Wie über die finanzielle Sanierung erwarte ich auch hier, dass sie sich in vollster Freiheit und ohne die geringste Beeinflussung durch meine Meinung oder meine Absichten ausspreche. Ich werde mich darauf beschränken, das Problem zurechtzulegen. Viele glauben, ihm mit einem Entweder-Oder beikommen zu können. Die einen wollen der Bahn alle hemmenden Fesseln abnehmen und ihr dadurch die volle Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Strasse verschaffen. Von den schwerfälligen Verpflichtungen entlastet, werde sie ein gefährlicher Konkurrent werden. Nein, sagen die andern; man darf die Schiene nicht freimachen, die Volkswirtschaft würde dabei zu viel einbüssen. Man muss im Gegenteil die Strasse unters Joch bringen.. Vom Automobil ist zu verlangen, was man von der Bahn verlangt, die Lasten sind auszugleichen. Es wird sich dann zeigen, dass das Automobil nicht die ihm von seinen Parteigängern zugeschriebene Ueberlegenheit 1 besitzt. Persönlich glaube ich nicht an diese extremen Lösungen, einmal weil das Absolute nicht von dieser Welt ist. Sobald Sie versuchen, eine praktische Schwierigkeit nach absoluten Grundsätzen, nach starren Theorien zu lösen, setzen Sie sich einem Misserfolg aus. Das Leben besteht aus verschiedenartigen Elementen, die man koordinieren statt gewaltsam subordinieren muss. Klug und erfolgreich ist der Ausgleich, nicht der Kampf gegeneinander. Sodann, weil es nicht möglich ist, zwei so verschiedene Tätigkeiten, wie Bahn und Automobil es sind, der gleichen Ordnung zu unterwerfen. Gewiss, die Eisenbahngesetzgebung enthält eine Reihe von Vorschriften, von «Vorbehalten», die sich heute nicht mehr oder nicht mehr im gleichen Masse rechtfertigen. Sie sollten den Bahnbenützer gegen Uebergriffe der Bahn als Inhaberin eines tatsächlichen Monopoles schützen. Dieses Monopol ist verschwunden. Es wäre daher zwecklos, die Schutzbestimmungen dagegen beibehalten zu wollen. Man darf sie je nach den Umständen ganz oder feilweise beseitigen. Meistenteils wird der Zweck I auch erreicht durch eine ausdehnende und zeitgemässe Auslegung der Texte, die in ihrer ursprünglichen Fassung wohl geschmeidig waren, unter dem Drucke einer starren Anwendung jedoch versteinerten; die formelle Aufhebung ist aber nicht überall notwendig. Eine Reihe von Verpflichtungen ist den Bahnen aber im Interesse der Allgemeinheit auferlegt worden. Sie gehören nicht zu den geringsten. Ich denke an die Grundsätze der Transportpflicht, der Gleichbehandlung, der Einheitlichkeit der Tarife für die verschiedenen Landesgegenden, der genauen Einhaltung der Fahrpläne usw Sicherlich sind auch sie nicht absoluter Art. Sie sollen vernünftig aufgefasst. werden, das heisst in Berücksichtigung der Umstände, der berechtigten Bedürfnisse und der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung. Sie einfach aufzuheben, wäre jedoch folgenschwer. Handel und Industrie würden davon betroffen. Hüten wir uns vor Illusionen; die vollständige Befreiung der Eisenbahn ist nicht möglich. Ebenso wenig besteht die Möglichkeit einer vollständigen Unterwerfung des Automobils. Dieses ist von Natur aus zu verschieden. Nach seiner Individualität ist es nicht für Samme'transporte, für die grossen Massen und die weiten Entfernungen geschaffen, wohl aber für die heikein oder wertvollen Ladungen und für die schnelle und bequeme Verteilung. Infolge seiner Geschmeidigkeit kommt es überall durch. Seine Tätigkeit wird dureb keine technische Organisation und durch keinen Verwaltungsapparat erschwert. Die Strasse genügt ihm. Und gerade dieser Umstand wird dem Automobil nie gestatten, die Bahn zu verdrängen. Wohl hat es nicht ihre Mängel, aber auch nicht ihre Vorzüge. Das eine kann daß andere nicht ersetzen. Beide müssen nebeneinander bestehen. Denken wir daher nicht daran, das eine Verkehrsmittel auf dag andere zuzuschneiden, sondern ihre Wirksamkeit, miteinander zu verbinden. Die Lösung wird, wie alle menschlichen Lösungen, ein Mittelweg sein. Sie muss auch geschmeidig und entwicklungsfähig sein. Sie wird gegenseitige Zugeständnisse, Entlastungen und Belastungen enthalten. Die Freiheit darf nur im Interesse der Allgemeinheit, nicht aber für das Sonderinteresse beschränkt werden; dabei verstehe ich unter Sonderinteresse sowohl das des Transpottunternehmers auf der Schiene wie dasjenige des Transporteurs auf der Strasse. Aber eben diese Freiheit muss auch eingeschränkt werden, soweit immer das allgemeine Interesse es erfordert. Das ist die Voraussetzung für einen ordnungsmässigen Zustand. Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin, das Allgemein- vom Sonderinteresse zu unterscheiden. Diese Schwierigkeit wird nicht auf einmal überwunden werden können. Diese Lösung des Problems von Schiene und Strasse wird sich nur allmählich finden, durch eine stetige Entwicklung, duren Schritthalten mit den technischen Errungenschaften und durch fortwährende Verbesserungen, die von der Erfahrung vorgezeichnet werden. Sie wird fortlaufend sein, wenn ich diesen etwas verbrauchten Ausdruck anwenden darf. Gerade deshalb lässt sich die Lösung diese Problems, obwohl Bedingung einer dauerhaften Finanzsanierung der S. B. B., nicht mit dieser verknüpfen. Sie muss, wenn auch nicht unabhängig, so doch eetrepnt davon besucht werden.» Stand 18 am Genfer Salon zeigt: Erhöhten Luxus zu kleinerem Preis! Nur Hupmobile - von jeher Pionier - konnte sich so den jetzigen Verhältnissen anpassen: niedriger Preis, moderne Formen, verbunden mit altbekannter Qualität und unvei ändert gutem Geschmack. Wenn Sie diesen Hupmobile sehen, sind Sie einfach begeistert! Es ist der Wagen zum „silbernen Jubiläum" . . . . 25jährige Erfahrung liegt darin verkörpert. Sehen ßie ihn an! - es kann ihnen nicht entgehen, wie sorgfältig durchdacht er koustruiert ist. Neue, gewagte und trotzdem feine Formen geben ihm eine einzigartige Eleganz - und zu alledem hat Hupmobile die Preise gesenkt! Hupmobile ist unbedingt der Wagen für den sorgfältig Investierenden. Vertreter für die französische Schweiz: Savsa S. A., Genf OH. NIQG, Adm. 3, Rue Barton Telephon 23.600 Vertreter für die deutsche Schweiz mit Ausnahme von Bern und Solothurn: Baumberger & Forster, Zürich Löwen strasse 17 Telephon 56.848/9 Vertreter für die Kantone Bern und Solothurn: H. Schmidt & Co., Bern Belpstrasse 30 Telephon 23.233 Zum 25jährigen Jubiläum HUPMOBILE neue, sparsame Typen

N° 18 — 1933 AUTOMOBIL-REVUE Jahresbilanz 1932 des Motorfahrzeug -Aussenhandels (Sohlu88 von Seite 2) gorien a) und b) der Motorräder zu notieren. .Da unsere Behörden für ausländische Marken Kontingente festsetzten, sahen sich andere Staaten veranlasst, ihre schweizerische Einfuhr ebenfalls zu kontingentieren. Unsere Abnehmer. 56 Länder nahmen an unserer Ausfuhr teil, wovon allerdings fünf Länder nur mit Lieferungen in der Position 924 c bedacht wurden. Die Ausfuhrziffern bieten folgendes Bild: Deutschland Oesterreich Frankreich Italien Belgien Niederlande a n c f 1 0 f a 5 c f i 1 a 8 o f g || a o f £ a e 1 f 6 g Grossbritannien a 1 o f 1 g Irischer Freistaat f Spanien Portugal Dänemark Ungarn f g afa 8 Jugoslawien c f Griechenland, a Albanien Bulgarien, a 1 f Rumänien aff ~_ Russland, ) Ukraine , i y Türkei a f Aegypten f g Algerien, Tunis, Libyen a 1 cfafafafa Marokko Ä- Südafrika Westafrika Ostafrika f I, Persien, Mesopotamien, Afghan. f Syrien f Brit. Indien f Burma f Franz. Indochina f Niederl. Indien a f Philippinen China Japan Canada Ver. Staaten Zentralamerika Columbien Venezuela Brasilien Argentinien Peru Bolivien Austr. Bund Neuseeland und übrige Inseln im Stillen Ozean Jahr 1932 a e f i fac f Norwegen a fao Schweden f Finnland f