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E_1933_Zeitung_Nr.019

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Konstruktionen

Konstruktionen aufzuweisen hatte, erkannten die Veranstalter bereits die Erfolge ausländischer Automobilkonstrukteure und schielten mit einem Auge über die Grenzen, ohne schon den Schritt zur Organisation eines internationalen Salons zu wagen. Der Föderalismus" schien sich bei der Organisation der Automobil-Ausstellungen nicht zu bewähren, denn 1909 musste eine geplante Ausstellung verschoben werden, und 1911 kam nur eine bescheidene Veranstaltung in Qenf zustande, die eigentlich den Namen Salon nicht verdiente. Ein neuer, aber nur einperiodiger Erfolg war dann die, von der Syndikalkammer der Automobilindustrie und vom A. C. S. organisierte Ausstellung von Automobilen in der Gruppe « Transport » der Landesausstellung 1914. Der Weltkrieg zerriss dann das famose Blatt im Goldenen Buche des Salons. Erst im neunten Jahre nach der Landesausstellung gelang es den initiativen Genfer Garagisten, den 4. Salon (die Ausstellung 1911 und die Landesausstellung werden nicht als eigentliche Ausstellungen gerechnet) im Batiment Electoral durchzuführen. Ein Anbau musste diesmal der Unterbringung der Motorräder dienen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass das Syndikat der Genfer Garagisten allein die Organisationskraft für den Salon 1923, der die jetzige Aera der ununterbrochenen Wiederholungen einleitete, aufbrachte. Als Organisatoren des Salons 1924 und aller nachfolgenden traten die schweizerische Syndikalkammer der Automobil- und Fahrradindustrie und das Syndikat des Automobilhandels auf. Einzelne der Kriterien des Erfolges der alljährlichem Ausstellunigen werden wir in der untenstehenden Zusammenstellung für die Jahre 1923 bis 1932 aufführen und erwähnen nur noch das Experiment von 1929, das eine Trennung der Veranstaltung in zwei Serien, eine Ausstellung der Tourenwagen und Zubehörteile im März und eine Ausstellung der Lastwagen, Autobusse, Motorräder und Flugzeuge im Mai brachte. Trotz der enormen Besucherzahl für beide Serien zusammen — es waren an die 200,000 — wurde die Teilung im Jahre 1930 nicht mehr durchgeführt, da nicht alle Ausstellergruppen damit einverstanden waren. Wir schildern nun den 4. bis zum 9. Salon und fügen zur Charakterisierung den schweizerischen Bestand an Motorfahrzeugen auf das entsprechende Jahresende bei: 1923: 49 000 Besucher, 33 549 Motorfahrzeuge in der Schweiz. 1924: 68 000 Besucher, mehr als 200 Aussteller, 80000 Fr. Einnahmenüberßchuss, 44457 Motorfahrzeuge in >d*r Schweiz. 1925 (letzte Ausstellung im Batiment Electoral): 100 000 Besucher, 137 Ausstellermarken (ohne Zubehör), 12 500 gm Ausstellungsfläche, 92 000 Fr. Einnahmenüberschuss, 57168 Motorfahrzeuge in der Schweiz. 1926 (erste Ausstellung im Palais des ExposTfions): über 100 000 Besucher, Tiutebare Ausstellungsfläche ungefähr wie -1925, 224 Aussteller, mehr als 100 000 Fr. Einnahmenuberschuss, 70 713 Motorfahrzeuge in der Schweiz. 1927: 112 000 Besucher, 118 Aussteller (ohne Zubehör), 10000 qm nutzbare Fläche, mehr als 92 000 Franken Einnahmenüberschuss, 85 087 Motorfahrzeuge in der Schweiz. 192«: 137 000 Besucher, 233 Aussteller, 11 000 qin nutzbare Fläche (neuer Anbau), 100 649 Motorfahrzeuge in der Schweiz. 1929: Salon in zwei Serien, total 191944 Besucher, 170 Aussteller in der 1. Serie (Personenwagen und Zubehör), gleiche nutzbare Fläche wie 1928 pro Serie, 113 360 Motorfahrzeuge in der Schweiz. 1930: nur eine Serie, 148 000 Besucher, 237 Aussteller, zirka 13000 qm nutzbare Fläche. 124 676 Motorfahrzeuge in der Schweiz. 1931: 116 214 Besucher, 129 Aussteller (ohne Zubehör), wegen Einsetzens der Krise wird der Bau einer längst notwendigen zweiten Ausstellungshalle verschoben, 131200 Motorfahrzeuge in der Schweiz. 1932: 102 323 Besucher, 194 Aussteller, nutzbare Fläche wie 1930, ziria 135 000 Motorfahrzeuge in der Schweiz. (Schhiss folgt.) Die Besteuerung der Anhängewagen im Kanton Bern (Aus dem Bundesgericht.) Der Kanton Bern hat die Besteuerung der Automobile eingeführt in seinem Gesetz vom 14. Dezember 1913 betr. die Erhebung einer Automobilsteuer und Abänderung des Strassenpolizeigesetzes. In dem abgeänderten Gesetz vom 8. Februar 1921 erhielt die einschlägige Bestimmung (Art. 1) folgende Fassung: « Für den Verkehr von Automobilfahrzeugen aller Art (mit Inbegriff der Motorvelos und der Dampflokomobile auf öffentlichen Strassen und Wegen) muss eine Steuer entrichtet werden. Diese Steuer wird bemessen nach der Motorstärke und Verwendungsart der Fahrzeuge. Sie darf für die grössten Wagen den Betrag von 1200 Fr., für Motorvelos biszu 5 PS den Betrag von 40 Fr. im Jahr nicht übersteigen.» Im Gesetz von 1913 waren «die nähern Bestimmungen über Anlage, Höhe und Bezug der Steuer sowie über die Folgen ihrer Nichtbezahlung» einem vom Grossen Rate zu erlassenden Dekret vorbehalten. Dieses Dekret wurde 1914 erlassen und in der Folge durch ein neues Dekret vom 18. März 1924 ersetzt. Nach § 4, Ziffer 2, Absatz 9 dieses Dekretes beträgt die Steuer «für Anhängewagen an Lastautomobilen und Traktoren bis 3 Tonnen Tragkraft 200 Fr., über 3 Tonnen Tragkraft 300 Fr.». Endlich bestimmt die Verkehrsordnung vom 15. September 1930 (Vollziehungsverordnung zum Strassenpolizeigesetz) in § 13, dass Anhängewagen an Traktoren wie an Motorlastwagen' nur mit Bewilligung des kantonalen Strasr> senverkehrsamtes nach vorgenommener Prü-J fung in Verkehr gesetzt werden dürfen. -•< Der Geschäftsführer einer bernischen Speditionsfirma weigerte sich 1931, die von ihm als verfassungswidrig betrachtete Steuer fürdie von der Firma verwendeten Anhängewagen zu zahlen, deponierte aber deren. Betrag.' beim kantonalen Strassenverkehrsamt.vi.Imi nächsten Jahre aber verweigerte das Amt di

N° 19 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE die Strassen hatten. Es bleiben also 62 Millionen nachgewiesene Mehrausgaben, mit denen man den Autoverkehr belasten kann. Dem ist aber sofort beizufügen, dass die bessern Strassen nicht nur den Automobilisten, sondern ebensosehr den Fuhrwerken, den Radfahrern und den Fussgängern dienen. Der ganze nicht motorische Strassenverkehr spielt sich leichter, schneller und mit geringerm Kraftaufwand ab. Auch dienen die bessern Strassen den rund 2000 Motorfahrzeugen des Bundes und der Kantone, für die bekanntlich keine Steuern bezahlt werden. Ohne gute Strassen hätte der internationale Autotourismus keinen Aufschwung nehmen können. Letztes Jahr sind 197,000 fremde Automobilisten zu längerm oder kürzerm Aufenthalt in unser Land eingereist. Der Automobilverkehr war der einzige Verkehrszweig, der eine Zunahme aufzuweisen hatte und ohne ihn würde unsere Fremdenverkehrsbilanz noch viel trostloser aussehen. Ein Teil der unserm Lande durch diesen Verkehr zugeflossenen Einnahmen muss daher dem Strassenkonto des Automobils gutgeschrieben werden. Lassen wir dies aber vollständig ausser acht, so stellt sich die Rechtnung für die Strassenkosten wie folgt: Mehrausgaben infolge des Autoverkehrs Antomobflsteuern Automobilzölle Benzinzoll 25 Min. 27 An 62 Mill. Fr. Zusammen 92 Mill. 62 Mill. Fr. Man macht nun geltend, die Zölle hätten mit den Strassenkosten nichts zu tun. Dies ist unrichtig, wenigstens so weit es den Benzinzoll betrifft Dieser stellt einen Ausnahmezoll dar, der nur von einer bestimmten Volksklasse erhoben wird. Der Zollansatz beträgt 170 Prozent des Warenwertes, Die Sternfahrt. Nur noch wenige Tage trennen ans von der Eröffnung der schweizerischen Autosportsaison 1933. Wie in allen frühern Jahren bilden auch diesmal die Sternfahrt nach Genf und das Kilometerreonen von Grand Saconnex den offiziellen Auftakt. Soviel sich bis jetzt voraussehen lässt. hat das neue Reglement der Sternfahrt seine Wirkung nicht verfehlt jedenfalls sind bis zum Redaktionsschluss schon verhäKnismässiz zahlreiche Meldungen eingelaufen, die sich erfahnmgsgemäss in den nächsten Tagen noch stark vermehren werden. Der zweite Nennungsschluss für die Sternfahrt ist auf Mittwoch den 8. März, 18 Uhr, festgesetzt, so dass sich Säumige noch rechtzeitig einschreiben können. Unter den für die Sternfahrt Gemeldelen, befinden sich verschiedene Konkurrenten, die schon bei früheren Rallyes gute Figur sjemacbt haben. Der Sieger der Genfer Sternfahrt der beiden letzten Jahre. E. H. Tnommen, wird wieder mit von der Partie sein. Die Meldungen? Äwirl Sandoz (de Soto), Neuenburg. M. Dumont (X), Neuenburg. Siess (Ford), Basel. "Walter Ringer (Sing-er), Zürich. Auguste Henrioud (Lancia), Genf. Dr. M. Bourgeois (Panhard-ierassor), Sansanne. Walter Hufschmid (Graham), Sulgen (Thurgau). Felix Duconran (Ford), La Chanx-de-Fond*. Walter Petertnann (Chrysler), Moutiar. l>r. Michaud (Citroen), Champerr. Frans Koch (Fiat), Luzern. Dr. Vollm (WUlys-Knight), Zollikon-Zürich. Thommen (Fiat), Bern. Fran Jüva-Gerwig (Ford), Basel. Fred Iten (Ford), Basel Max Hodel (Ford), Bern-Wabern* Ino (Fiat), Zürich. Das Kilometerrennen. Auch das Kilometerrennen scheint denen der früheren Jahre nicht nachstehen zu wollen. Der Rekordinhaber des Grand Saconnex-Rennens, Hans Stuber (Bugatti), ist in der Meldeliste schon eingetragen, neben ihm hat sich u. a. auch der junge vorzügliche Fahrer Braillard auch eingeschrieben. Der Meldeschluss zum einfachen Nenngeld ist bis zum 7. März, 24 Uhr, verschoben worden; das Datum des definitiven Meldeschlusses (8. März 18 Uhr) bleibt auch weiterhin bestehen. Das Training ist wie folgt festgesetzt worden: Donnerstag, den 9. März: Von 7 bis 8 Uhr morgens für Motorräder und von 8 bis 9 Uhr für Automobile; Freitag, den 10. März: von 7 bis 8 Uhr für Automobile und von 8 bis 9 Uhr für Motorräder; Samstag, den 11. März: von 7 bis 8 Uhr für Motorräder, von 8 bis 9 Uhr für Automobile. Die Trainingsfahrten werden, wie in den letzten Jahren, von Herrn Ernens geleitet. Die Wagenabnahme ist auf Sonntag früh, 7 Uhr 30, festgesetzt worden (Chantier de la Voirie de Varembe 38, Route de Ferney). Wie gewohnt, findet die Preisverteilung am Sonntag, den 12. März, 21 Uhr, im Ausstellungsgebäude statt. Die Nennungen; während der Zoll auf Eisenbahnmaterial nur rund 5 Prozent ist. Benzin ist weitaus am höchsten belastet und der Zollertrag aus dem Benzin erreicht nahezu 15 Prozent der gesamten Zolleinnahmen des Bundes. Diese Ueberbelastung (die zudem verfassungswidrig ist), lässt sich nur mit den Aufwendungen der Allgemeinheit mit den Strassenkosten begründen. Der Benzinzoll gehört also den Kantonen für den Strassenbau in ähnlicher Weise, wie der Tabakzoll für Sozialzwecke reserviert worden ist. Bei einem normalen Zollansatz würden dem Bund aus dem Benzin jährlich etwa 5 Millionen zufliessen. Rechnen wir nun, der Bund habe ein Anrecht auf die 27 Millionen Zolleinnahmen auf den Automobilen und auf 5 Millionen Einnahmen auf dem Benzin, so bleiben noch 60 Millionen für den Strassenbau. Bei einigermassen gerechter Verteilung des Benzinzolls müsste den Kantonen diese Summe zumessen. Die Kosten der Strassen wären damit nahezu gedeckt. Die restlichen 2 Millionen, die die Allgemeinheit aufzubringen hat, stellen einen sehr bescheidenen Beitrag an die Vorteile dar, die ihr aus den bessern Strassen erwachsen und insbesondere an die Einnahmen, die ihr aus dem Autotourismus zufliessen. Tatsache ist also, dass die Automobilisten für ihren Anteil an die Strassenkosten aufkommen, daneben aber noch der Bundeskasse in Form von Zöllen auf den Automobilen, Ersatzteilen usw. eine eatiz bedeutende Summe zukommen lassen. Demgegenüber erreichen die Einnahmen der Allgemeinheit aus dem Bahnverkehr nur einige tausend Franken ans Zöllen, während die Bahnen steuerfrei sind, von der Allgemeinheit aber grosse Opfer in Form von Subventionen für Bahnhöfe und Stationen. Zufahrtsstrassen usw. verlangen. Sportnachrichten Sport am Genfer Salon. L. Braiüard (BngtttiX X (Alfa Romeo). X (Alfa Romeo). X (Alfa Romeo). Villars (SpeziahragmliL Hans Stuber (Bugatti). Heinrich Deck (Bugatti). Markiewicz (BngatüX Maurer ((Voisin). Godefroy (Bugatti). Blattner (Ford). une belle mScanique C'est tin reel plafslr lorsque vous ouvrez le capot de votre moteur pour y ajouter de l'huile, d'admirer une belle mecanique tolgnee d'un dessin net ei harmonieux au Heu de la mecanique en cor de chasse d'un grand nombre de moteurs. Avec cela pas le molndre suintement d'huile; le moteur Minerva sans soupapes, d'une Präsentation extrSmement toignee est d'une itancheite parfaite. II est mime apres la plus longue randonn6e aussi propre que s'il venait d'Stre nettoye. C'est egalement une plaisir car l'on a l'assurance de posseder une mecanique non seulement belle, mais encore irreprochablement solgnee et parfaitement sflre. Modeies de 10 — 34 CV. PRIX de 10 a 40,000 frs Der Ball. Auch für den Ball macht sich wieder ein grosses Interesse bemerkbar. Wie wir noch in der letzten Nummer gemeldet haben, gelangt im Rahmen der Modeschau um Mitternacht ein besonderer Wettbewerb zur Durchführung. Unter den Damen wird ein Preis ausgelost, der einen Wert von 300 Fr. besitzt und der bei einer der vorführenden Modefirmen Daunay. Guyonnet, Martin und Rey eingelöst werden kann. Weiter werden auch eine kostbare Herren- und eine Damenarmbanduhr der Firma Qolay fils & Stahl ausgelost. Diese besonderen Attraktionen dürften für den in vornehmem Rahmen stattfindenden Ball noch einen besonderen Reiz darstellen. mb. Forderung des Autosportes In der Schweiz. Ein Vorschlag. Nachdem nun bald wieder die Automobilsportsaison ihren Anfang nimmt und die Sektionen des A. C. S. ihre Organisationsarbeiten in Angriff nehmen werden, dürfte vielleicht die Frage berechtigt sein, ob es nicht möglich wäre und im Interesse der Förderung des Automobilsportes liegen würde, wenn sich die organisierenden Sektionen zwecks einer gemeinsamen Propagandaaktion für ihre Rennen zusammensehliessen würden. Es hat sich gerade letztes Jahr gezeigt, dass die Kollektivpropaganda für die Internationale Alpenmeisterschaft 1932 den einzelnen Bergrennen sehr förderlich war. indem auf diese Weise ein viel grösserer Kreis von Interessenten erreicht werden konnte, ganz abgesehen davon, dass sich damit auch namhafte Ersparnisse für die Organisatoren eingestellt haben. Da die allgemeinen Bestimmungen der einzelnen Reglemente durchwegs die nämlichen sind, Hessen sich auch die Reglementsvorschriften in diese Propagandaaktion mit einbeziehen, was den schätzenswerten Vorteil hätte, dass die Reglementsbestimmungen den Fahrern früher bekannt wären und solche ihre Vorkehren rechtzeitig treffen könntea Dem in den letzten Jahren stets sehr verspäteten Erscheinen der Reglemente — die Fälle sind nicht so selten, wo manche kaum 14 Tage vor dem Rennen herauskamen — könnte so bestens vorgebeugt werden. Wenn der Automobilsport in den letzten Jahren nicht die gewünschte Entwicklung genommen hat, so ist dies zu einem wesentlichen Teil auf die ungenügende Propaganda SALON DE L'AUTOMOBILE G E N E V E - STAND 23 Filiale Suisse: U t o q u a i 29, Z Ü R I C H , Telephone 27.083 S. A. Perrot, Duval & Cle., GENE VE • Garage de Montchoisi, S. A., LAUSANNE - Auto-Stand S.A.. VEVEY • Widmann & Revaz. Garage Moderne. SION • Garage M. Lindic. YVERDON - W. Segessemann &. fils, Garage de la Rotonde. NEUCHATEL - L. Baudere. Garage de PöroHes, FRIBOURG - Percy Wiedmer, Garage Moderne, BASEL - Chr. Beyer, Kreuz-Garage, SCHAFFHAUSEN - Schnetz&Co., Garage Central, SOLOTHURN - F.KIaiber, Sternacker-Garage, ST.GALLEN - W.Herbst. Maihof-Garage, LUZERN - Auto-Garage W. Kündig, SCHWYZ - Garage A. Sabatini, LUGANO. - Garage J. Rinaldi, LOCARNO. zurückzuführen, wozu dann noch kommt, dass inskünftig auch der genügenden Dotierung des Gabentisches vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken ist. Bezügliche Klagen von Fahrern in den letzten Jahren mahnen zum Aufsehen und legen den Organisatoren die ernste Pflicht auf, trotz der gegenwärtigen Zeitnöte grösste Anstrengungen in dieser Richtung zu unternehmen. Um die Alpenfahrt 1933. Um die Zukunft der internationalen Alpenfahrt sieht es gegenwärtig nicht besonders rosig aus. Bekanntlich wird die Schweiz in diesem Jahre an die Organisationskosten nichts mehr beitragen können, so dass dadurch für die übrigen Automobil-Clubs von Italien, Frankreich und Deutschland, und zum Teil auch Oesterreich, entsprechend stärkere Belastungen entstehen. Auch in unserem Blatte haben wir den Vorschlag, wie er von Deutschland aus lanciert wurde, ausdrücklich unterstützt, nach dem versucht werden sollte, auch England zur Teilnahme an der Tragung der Kosten herbeizuziehen, da es schliesslich stets die weitaus grösste Zahl von Alpen-Fahrern stellt. Während in einem Teil der englischen Fachpresse der Vorschlag mit Wohlwollen aufgenommen wurde, findet er nun in einer der führenden englischen Automobil-Zeitschriften eine deutliche Ablehnung. Die Zeitung weist darauf hin, dass die nationalen A. C. von Frankreich, Italien, Oesterreich, Deutschland und der Schweiz «nur» (!) je 7000 Fr. an die Organisation zu zahlen gehabt hätten, währenddem England allein schon 5000 Fr. als Nenngelder seiner Konkurrenten aufgebracht hätte. Das betreffende Blatt findet demnach, England wäre seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Alpenfahrt vollauf nachgekommen, so dass es nicht auch noch zur Tragung der organisatorischen Unkosten herbeigezogen werden könne; dies um so weniger, als die auf diese Weise erzielte Einsparung für den einzelnen Club doch keine grössere Summe ausmachen würde. Sofern die Tschechoslowakei, die bekanntlich ebenfalls stets an der Alpenfahrt vertreten ist, sich zu einer finanziellen Mitwirkung entschliessen könne, sei England unter Umständen dennoch zur Mithilfe bereit Wie man sieht, ist die finanzielle Frage der Alpenfahrt, und damit wohl die wichtigste, noch keineswegs geregelt, so dass man nur mit gewisser Unruhe der Zukunft dieser grossen sportlichen Veranstaltung entgegen sehen kann. mb. Die Pläne Chlrons. Ueber keinen Rennfahrer ist den ganzen Winter über so viel prophezeit und gemunkelt worden, wie über den bekannten und beliebten Louis Chiron. Der sympathische Südfranzose berichtet uns nun aus Arosa, wo er sich bekanntlich gegenwärtig befindet, über seine Absichten in der neuen Rennsaison, dabei lässt sich feststellen, wie man an allen Orten über die Pläne Ohirons mehr weiss, als dieser selbst... Schon seit zwei Monaten widmet sich der grosse Fahrer mit dem gleichen Eifer dem Skisport, wie er sonst die Rennwagen über die Piste lenkt. Zuerst weilte er im Arlberggebiet, dann in Davos und nun ist er der Einladung Caracciolas nach Arosa gefolgt. Mit nicht geringem Stolz berichtet Chiron davon, dass er am Abfahrtsrennen Weisshorn-Arosa teilgenommen hätte und dabei Zweiter der Klasse der c Visitors > geworden sei. Für seine Anfangszeit auf den Skiern hatte er den bekannten David Zogg zum Lehrmeister — «um grand Champion», wie Chiron meint. Auch am Parserm-Derby wollte Chiron erst teilnehmen, war aber nachträglich dann verhindert Chiron besitzt noch immer das Rennwagenmaterial des letzten Jahres, das sich in ausgezeichnetem Zustande befindet. Nach den Resultaten des Rennens von Pau hat er sich entschlossen, die Rennsaison 1933 vorläufig mit dem Material zu bestreiten, das ihm gegenwärtig zur Verfügung steht. Sollte in einiger Zeit noch ein neuer, verkäuflicher Wagen erscheinen, so wird sich Chiron immer noch einen Ankauf überlegen. Der französische Fahrer wird voraussichtlich die Saison mit dem Grossen Preis von Tunis beginnen, darauf begibt er sich zum Grossen Preis von Monaco und sodann zu all den andern grossen Rennen wie im letzten Jahre. Chiron ersucht uns noch, unsern Lesern zu sagen, dass er die Schweiz sehr lieb habe und dass er in unserem Lande nur Freunden begegnet sei. bo. Ein aufsehenerregendes Rennverbot. In der französischen Sportpresse ist vor ein paar Tagen die Meldung von einem aufsehenerregenden Rennverbot gegenüber einer bekannten Automobilmarke veröffentlicht worden. Die internationale Sportkommission der A.I.A.C.R. sah sich gezwungen, gegen die Automobilfirma Strafmassnahmen zu treffen und schloss diese für ein ganzes Jahr von der Teilnahme an allen sportlichen Veranstaltungen aus. Die leitenden Persönlichkeiten der A.I.A.C.R. wahrten über die genaueren Motive dieser Sanktion, deren Schwere Aufsehen erregen dürfte, strengstes Stillschweigen. Nach der französischen