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E_1933_Zeitung_Nr.025

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ft AUTOMOBIL-REVUE

ft AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° 25 keit viel weniger Rücksicht auf die Strassenbeschaffenheit zu nehmen, und letzten Endes vollzieht sich die natürliche Abnützung des Reifens selbst, eben weil er weicher und nachgiebiger ist, entsprechend langsam. Standard. Der Stand der Standard-Mineralölprodukte A.-Q., Zürich, stellt sich dieses Jahr voll in den Dienst der Aufklärung über die Notwendigkeit des regelmässigen Oelwechsels. Schon seit dem Bestehen des Automobils wurde die Schmierung als ein wichtiger Faktor betrachtet. Leider aber vergessen viele Automobilisten die Lebensnotwendigkeit des regelmässigen Oelwechsels. Selbst das beste Oel verdünnt sich durch Brennstoff-Niederschläge und Kondenswasser und verliert dadurch an Schmierwert. Als eine Folge davon resultiert eine grössere Reibung und Erhitzung. Bald machen abgeschliffene Metallteile, Russ und Strassenstaub das Oel im Kurbelgehäuse unrein und es entsteht die grosse Gefahr, dass die engen Oelleitungen und die fein eingearbeiteten Lager nicht mehr genügend geschmiert werden. In grossen Motor-Querschnitten stellt die Standard-Mineralölprodukte A.-G. dar, weshalb das Oel regelmässig gewechselt werden soll und warum ein Marken-Oel von Weltruf verwendet werden soll. Nicht nur die Produkte der Standard- Mineralölprodukte A.-G. in Zürich, die für das Automobil bestimmt sind, geniessen den Ruf höchster Qualität, sondern alle andern Erdöl- Destillate und -Derivate, die im täglichen Leben da und dort verwendet werden, sind Produkte höchster Qualität Carrosserie Langenthai A.-G. Die Firma hat seit dem Bezug ihres Neubaues an der Ueberlandstrasse einen weiteren erfreulichen Aufschwung genommen. Die moderne Einrichtung und Maschinenausrüstung der verschiedenen Abteilungen, die Vereinigung der am Bau beteiligten Gewerbe unter einem Dache haben hiezu wesentlich beigetragen. Seit einigen Jahren führt die Unternehmung ihre Cabriolets nach dem Patent Kellner aus, für welche Bauart sie zurzeit die einzige und auch massgebende Lizenzinhaberin ist. Vor allem ist die Verdeckkonstruktion interessant, die besonders durch den Umstand, dass- sie in sich selbst freitragend ist, es dem Belieben des Fahrers überlässt, ob er mit versenkt oder hochgezogenen Seitenscheiben fahren will. Die Rahmenstützen können nämlich mitsamt der Scheibe eingezogen werden, und da die Stützen nicht als Träger des Verdeckes nötig sind, so bleiben sie auch nicht als sichthindernde Ueberreste stehen. Da dieser Cabriolettyp in kleineren Serien hergestellt wird, so wirkt sich dies im Preise wiederum vorteilhaft aus, ohne dass dadurch der Wert und Reiz der Individualität der Karosserien verloren ginge. Die Langenthaler Unternehmung ist übrigens auf den Wagenbau ganz allgemein eingerichtet und kann deshalb mit aller Gewähr jeden Auftrag übernehmen, ob es sich unrein Luxusauto oder ein Nutzfahrzeug mit einfacher Ladebrücke oder speziellem Aufbau für Sonderzwecke handelt. Sie ist denn auch in Genf mit eindrücklichen Mustern ihrer Vielseitigkeit vertreten und bestätigt ihrerseits den vorzüglichen Gesamteindruck, der der Besucher von der Leistungsfähigkeit und dem Stande der einheimischen Kunst des Wagenbaues erhält. Mixtrol. Als dieses Oberschmieröl erstmals am Salon vertreten war, da legte der Vertrieb das Hauptaugenmerk darauf, die Automobilisten für eine kleine Probekanne zu interessieren, denn die gute praktische Erfahrung ist noch immer die beste Referenz. Heute wird die Gesellschaft solchen Fahrern, die einen ersten Versuch machen wollen, ebenso bereitwilligst entgegenkommen, aber sie bedarf nicht mehr der Einführung, sonder kann sich auf die Kundschaft und das Zeugnis zahlreicher grosser Transportunternehmungen und Fabriken, berufen, und auch einer grossen Zahl von Einzelfahrern ist Mixtrol nicht nur bekannt, sondern zu einem Begriff geworden. Ueber die Notwendigkeit der Oberschmierung braucht man sich heute nicht mehr zu verbreiten. Ihre gute Wirkung ist allgemein anerkannt. Die Popularisierung der Oberschmierung haben sich dann aber nicht nur seriöse und branchekundige Oelfirmen und Raffinerien zunutze gemacht, sondern auch in ihrem Sinne geschäftstüchtige Leute haben auf diesem Gebiete operiert und eine Zeitlang schössen die Produkte für Oberschmierung wie Pilze aus dem Boden. Viele dieser « Spezialprodukte» sind vom Markte bereits wieder verschwunden. Jene, die geblieben sind, die sich doch aller unseriösen Konkurrenz halten konnten, haben gezeigt, dass das Gute schliesslich doch obsiegen muss. Zu diesen wenigen Marken, die diese gefährliche Periode, wo der Diletantismuskrasse Blüten zeitigte, überwunden haben, gehört auch Mixtrol. Wer noch weiterer Argumente über die Eignung dieses Markenöles bedarf, der möge sich die orientierende Literatur über diese Schmierfragen am Stande geben lassen oder noch besser, eben den praktischen Versuch machen, der zu einem positiven Resultat führen wird. »tscfiraftl «§«O» Grosszugige Steuererleichterungen in Deutschland. Zahlung mehrmonatlicher oder "ganzjährücher Wie kürzlich gemeldet wurde, hat der Steuerbeträge Rabatte gewährt, die so gestaffelt sind, dass bei Entrichtung der Jah- deutsche Reichskanzler anlässlich der Eröffnung der Berliner Automobilausstellung ein neues Regierungsprogramm zur Förderung ressteuer eine maximale Rückvergütung voft der Automobil- und Motorradindustrie in 8 Prozent in Anrechnung kommt. Diese Aussicht gestellt. Der Kanzler machte den Reformen, welche bereits mit 1. April in früheren Regierungen den Vorwurf, dass sie Kraft treten sollen, ergeben Steuererleichterungen von 25 Prozent bei fraktionsweiser mit ihrer bisherigen Steuergesetzgebung dem Automobilbau schweren Schaden zugefügt Zahlung und eine Ermässigung von 33 Prozent bei Jahreszahlung. Im Reforrrrolan ist und den Verkehr eher absedrosselt anstatt gefördert haben. Die Verwirklichung des weiterhin ein Ausbau der Automobilabteilung im Verkehrsministerium in Aussicht ge- Programms lässt nicht lange auf sich warten und steht die Reform der Besteuerung der nommen, um besser als bisher den Wünschen Motorfahrzeuge unmittelbar bevor. Wie aus der Verkehrsinteressenten Rechnung tragen Berlin gemeldet wird, haben die Verkehrs-, zu können. B. Wirtschafts- und Finanz-Ministerien zu der Der Containerverkehr hat im abgelaufenen Jahre in England wesentliche Fort- Vorlage bereits Stellung genommen und diese in empfehlendem Sinne verabschiedet. Sie schritte gemacht. Man sieht nämlich in der soll nunmehr noch vom gesamten Reichskabinett behandelt und erledigt werden. ais für den Strassentransport geeigneten Be- Verwendung dieser sowohl für den Bahn- Die Reform besteht in einer dreifachen hälter (Container) ein wichtiges Mittel im Steuererleichterung, nämlich : Ausgleich zwischen dem Wettbewerb Bahn/ 1. Steuerfreiheit für die Wintermonate; Automobil. Die Zahl dieser Behälter, die sich 2. Wegfall der Steuerzuschläge bei Teilzahlung und sehr gut eignen, da ihr Umlad von der Eisen- besonders für den Haus-zu-Haus-Transport bahn auf das Automobil recht einfach ist; 3. Gewährung eines Rabattes bei jährlicher beziffert sich in England auf rund 6000 Stück. Vorausbezahlung der Steuer. Sie finden übrigens seit einiger Zeit auch auf Die Steuerfreiheit für die Wintermonate der internationalen Linie London-Sasel via (Dezember, Januar, Februar) wird nicht etwa an die Voraussetzung gebunden, dass Dünkirchen Verwendung. . B. die ganze Jahressteuer zum voraus geleistet worden ist, sondern es ist vorgesehen, dass diese Monate ganz allgemein steuerfrei bleiben, auch wenn die Abgaben nur in Monatsraten bezahlt worden sin-d. Wer also im November ein Motorfahrzeug ankauft, könnte künftig die folgenden drei Monate vollständig steuerfrei verkehren. Man verspricht sich von dieser Massnahme eine wesentliche Belebung des Herbstgeschäftes in der Automobi'lindustrie, für welche die Wintermonate bisher sehr flau waren. Im weitern soll damit den vielen Abmeldungen von Fahrzeugen im Winter gesteuert werden. Eine Verkehrsbelebung in diesen Monaten käme nicht nur dem Automobilgewerbe, sondern auch dem Staate zugute, da ein Mehrkonsum an Betriebsstoffen dessen Steuereinnahmen entsprechend erhöhen würde. Die Zahlung der Motorfahrzeugsteuern in Monatsraten war schon vor einiger Zeit eingeführt worden, doch wurde diese Erleichterung teilweise dadurch wieder aufgehoben, dass für diese Zahlungsweise Zinszuschläge erhoben wurden. Diese sollen nunmehr vollständig wegfallen. Daneben würden für die Internationales Behälterbnreaa. Die konstituierende Generalversammlung des Internationalen Behälter (Container)-Bureaus trat kürzlich in den Räumlichkeiten der Internationalen Handelskammer zusammen. Das neugegründete Bureau wird die Aufgabe haben, alle Probleme, deren Lösung zur Einführung des internationalen Behälterverkehrs notwendig ist, mit den Bahngesellschaften sowie den Landesverbänden des Motor- und Schiffahrtsverkehres zu besprechen. ETERNIT- GARAGEN sind billiger geworden Nr. 1 3,6x2,401, 2,5m hoch Fr. 840.- Nr. 2 4,8x2,4171, 2,5 m hoch Fr. 975.- Nr. 3 4,8x3 m, 2,5 m hoch Fr.1075.- Nr. 4 6x3 m, 2,5 m hoch Fr.1200.- Preise ab Fabrfk, sofort lieferbar. Seit mehr als 20 Jahren bewährte Konstruktion. Doppelwandig, heizbar, demontabel. ETERNIT A.-G. NIEDERURNEN 1O Säf»i, HORNER der durchdringende, Jedoch angenehme Ton, der solide Aufbau und die Fabrikationspräzision machen die Qualität eines Namens aus. SCINTILLA- Hörner sind mil langen, kurzen Trichtern und trichterlos lieferbar, in schwarzer und verchromter Ausführung. Preise: Fr. 25-29. 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N°25 - 1933 AlfTOMOBIL-REVUE Das Einführungsgesetz von Appenzell A.-R. zum Verkehrsgesetz. Der Halbkanton Appenzell , A.-Rh. wählte einen besonderen, recht geschickten Weg.für den Vollzug des Bundesgesetzes über den Motorfahrzeugverkehr. Der Regierungsrat erhess auf den 1. Januar 1933 provisorische Vollziehungsbestimmungen auf Grund einer Ermächtigung, die der Kantonsrat am 1. Dezember 1932 aussprach. Die provisoxischen Bestimmungen schufen unverzüglich eine klare Rechtslage und ermöglichten dem Regierungsrat, ein Einführungsgesetz für den Vollzug des eidgenössischen Gesetzes in aller Ruhe und in Berücksichtigung der Erfahrungen in anderen Kantonen vorzubereiten. Der Entwurf des Einführungsgesetzes, über den die Landsgemeinde zu beschliessen haben wird, und der Entwurf einer dazugehörigen Vollziehungsverordnung, dessen Inkraftsetzung in die Kompetenz des Kantonsrates fällt, liegen nun vor. Das Einführungsgesetz enthält Vorschriften über den Umfang der obligatorischen Haftpflichtversicherung für Radfahrer, über die Erhebung von Motorfahrzeugsteuern und das Strafverfahren bei Uebertretungen des Bundesgesetzes. Im Entwurf zur Vollziehungsverordnung nahm der Regierungsrat einige Vorschriften auf, die von seiner fortschrittlichen Einstellung zum Automobilverkehr zeugen. Die bescheiden gehaltenen Ansätze für die Motorfahrzeugsteuern ermöglichen auch dem Gewerbetreibenden, dem Landwirt und dem kleinen Manne die Haltung eines Wagens. Der Kanton Appenzell A.-Rh. verlangt z. B. für Personenwagen: Zahl dw PS 12 n lianfonen 8teuer»Dfiatz ron Appenzell A. Rh. (in Franken) Mittelwert der Steneransitze aller Kantone (in Franken) 100 151 160 215 205 267 15 Der Kanton wird den Autobesitzern, in richtiger Erkenntnis, dass Erleichterungen in der ^gegenwärtigen Zeit sich sehr günstig auswirken (auch für den Staat!), den 20prozentigen Zuschlag für Lastwagen auf 10 Prozent reduzieren und die quartalsweise Bezahlung der Steuern Vorsehen. Wir hoffen, dass der ansserrhodische Kantonsrat diesen vernünftigen Vorschlägen seine entschiedene Zustimmung erteilen wird. hl. Die Glarnerische Volizlehungsverordnung •or dem Landrat. In seiner Sitzung vom 8. März behandelte der glarnerische Landrat j den Entwurf eines kantonalen Vollziehungs- J gesetzes zum eidgenössischen Verkehrsgesetz. Der Rat stimmte einer Erhöhung der Steuern um 10 Prozent zu. Die glarnerischen Automobilisten werden zweifelsohne keine Freude an diesem Beschluss haben, da sie ja ohnehin höhere Steuern zahlen als in den meisten anderen Kantonen. Ein Vergleich sei hier eingefügt; als Beweis, dass die glarnerischen Steueransätze höher liegen als anderswo: Anzahl der Steuer-PS 8 12 15 20 40 Glarnerfscüe Steuer (In Franken) Steuermittelwert aller Kantone (in Franken) 160 • 151 240 215 300 267 400 365 900 762 Im Kanton Glarus muss also der Besitzer eines kleinen wie der Besitzer eines grossen Wagens mehr Steuern zahlen als in anderen Kantonen. Dazu kommt nun noch die zehnprozentige Erhöhung. Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen, denn die Landsgemeinde wird am 7. Mai sich über Annahme oder Verwerfung des Gesetzes auszusprechen haben. Der vom Landrat angenommene Entwurf enthält als Zückerlein die Erleichterung der vierteljährlichen Steuerzahlung. Die Regierung glaubt indessen, durch die vierteljährlichen Zahlungen einen «unbekannten Ausfall» an Steuerbeträgen zu erleiden, den sie mit 10 000 Fr. einsetzt und durch die lOprozentige Steuererhöhung kompensieren will. Uns scheint, dass die Glarner Automobilisten den Vorteil einer Ratenzahlung hoch bezahlen müssen. go. Der basellandschaftliche Entwurf einer VoJlziehungsverordnuns zum Verkehrsgesetz erschien vor wenigen Tagen. Der Erlass dieser Verordnung fällt nach dem Staatsrecht dieses Kantons in den Kompetenzenbereich des Landrates. Der erste Abschnitt befasst sich mit den Ausweisen, Bewilligungen und Gebühren. Die Gebührenordnung wurde, im Interesse einer besseren Uebersichtlichkeit, Haftpflichtversicherung der Velofahrer. Interessanterweise wurde die zweifränkige Gebühr der Radfahrer trotz Wegfall der Nummer belassen, da — so wird die Gebühr neu begründet — die Velofahrer aus den vermehrten Aufwendungen für die Strassen einen erheblichen Nutzen ziehen. Das Schlusskapitel ordnet die Strafbestimmungen. Die Vollziehungsverordnung wird nach Annahme durch den Landrat in drei Etappen in Kraft gesetzt, ein Teil sofort, ein anderer Teil auf 1. Juli 1933 und einzelne Bestimmungen erst auf den 1. Januar 1934, womit wohl für die Registrierung von Erfahrungen mit dem neuen Gesetz genügend Zeit geboten wird. hl. Zum Projekt einer Breite-Autobuslinie in Winterthur. Der Winterthurer Stadtrat erteilte dem « Initiativkomitee für die Errichtung eines Autobusbetriebes über die Breite» im Dezember letzten Jahres einen ablehnenden Bescheid auf seine Eingabe. Das Initiativkomitee besprach hieraut die Gründe, die der Stadtrat für seinen Entscheid ins Feld führte, eingehend und beschloss. vorläufig keine Initiative für die Einführung einer Autobuslinie- über die Breite in die Wege zu leiten. Das Komitee nahm. Rücksicht auf-die zur Zeit prekäre Finanzlage der Stadt. Der Verzicht gilt vorläufig für ein halbes Jahr. Im Bericht des