Aufrufe
vor 7 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.028

E_1933_Zeitung_Nr.028

Luftfahrt Piccards

Luftfahrt Piccards dritter Stratosphärenflug. Ueber den dritten Stratosphärenflug Professor Piccards, der laut Beschluss der Direktion des belgischen Nationalfonds für wissenschaftliche Forschungen finanziert werden wird und in Kürze vor sich gehen soll, werden nunmehr sensationelle Einzelheiten bekannt. Danach wird der Assistent Piccards beim letzten Stratosphärenflug, Ingenieur Cosyns, zum Chef der Expedition ernannt werden und ein junger Physiker der Brüsseler Universität zum Begleiter ausersehen. Cosyns hat bereits die Ueberprüfung verschiedener neuartiger Apparate zur Messung der kosmischen Strahlen beendet und wird sie in die neue Aluminiumgondel, die sich in Arbeit befindet, nach ihrer Fertigstellung einmontieren. Der Aufstieg soll im Süden Belgiens von einem windgeschützten Talkessel aus erfolgen, da die ganze Aktivität während des Fluges in keiner Weise mit den früheren Versuchen vergleichbar sein soll. Von besonderem Interesse ist ein neu ausgearbeiteter Plan Professor Piccards, nach dem ein zweiter gewöhnlicher Ballon von 2200 Kubikmeter Inhalt unterhalb des eigentlichen Stratosphärenballons befestigt werden soll. Dadurch soll möglich gemacht werden, den Stratosphärenballon auf gewissen Höhen zu halten, um längere Messungen zu gestatten. Bisher waren die wissenschaftlichen Ergebnisse verhältnismässig mager, weil die Gelehrten durch den Aufstieg und das Manövrieren stark in der Arbeit behindert waren. Nunmehr wird ihnen das Manövrieren abgenommen, da diese Arbeit nach telephonischen Kommandos vom Stratosphärenballon aus von dem Führer des anderen Ballons ausgeführt werden soll. heit nach Möglichkeit vermieden werden muss. Die Luftfahrt-Versuchsanstalten haben deshalb schon seit Jahren umfangreiche Arbeiten rechnerischer und experimenteller-Art durchgeführt, wodurch.Mittel und Wege gefunden werden sollen, diese Schwingungsgefahr auszuschalten. Diesen Bestrebungen hat sich auch die Flugzeugindustrie angeschlossen, und als erste deutsche Flugzeugfirma hat die Focke-Wulf-Flugzeugbau A-Q. in Bremen eine eigene Prüfanlage geschaffen, mit der ganze Flugzeuge Schwingungsuntersuchungen unterworfen werden können. Diese Prüfanlage bedeutet feinen gewaltigen Fortschritt, da jetzt'kein Flugzeug mehr die Werkstatt zu verlassen braucht, ohne dass festgestellt worden ist, ob an ihm gefährliche Schwingungen aufreten können. Was England für die Luftfahrt ausgibt. Die kürzlich mitgeteilten Zahlen des englischen Luftfahrthaushalts zeigen bei einem Gesamtbetrag von 17,426,000 Pfund eine Zunahme von 26,000 Pfund gegenüber dem Vorjahr. Der Luftfahrtminister führt jedoch in einer Denkschrift über den Haushalt aus, dass es sich tatsächlich um eine Verminderung der Ausgaben um fast 340,000 Pfund handelt, da Ausgaben in Höhe von über 360,000 Pfund, die bisher der Haushalt für Kolonien getragen habe, auf den Luftfahrthaushalt überschrieben worden seien. 50,000 Pfund werden allein dadurch eingespart, dass das vorige Jahr ein Schaltjahr war und infolgedessen einen Lohntag mehr hatte. Weitere starke Einsparungen Hessen sich durch genaue Ueberprüfung auch der kleinsten Ausgaben machen. Auch wurde zur Herabsetzung der Ausgaben eine der vier Flugschulen geschlossen. Der Minister erklärt weiter, dass trotz der wachsenden Bedeutung der Flugkräfte für das Britische Reich mit seiner sich über weite Gebiete erstreckenden Verantwortlichkeit die englischen Flugstreitkräfte zurzeit an Stärke erheblich unter denen der andern grossen Nationen stünden. Die Stärke der Luftstreitkräfte blieb weiterhin auf 75Vfe reguläre Staffeln, dabei die Marinestreitkräfte auf 13% Staffeln. Sechszehn Privatflieger erhalten eine Unterstützung durch'die Regierung im Gesamtbetrag von 21,000 Pfund. Die Zahl der privaten englischen Flieger beträgt zurzeit etwas über 400 gegenüber 80 vor fünf Jahren. Die Imp'erial Airway- Gesellschaft erhält für ihren Personenverkehr eine Unterstützung von .365,000 Pfund. Die Denkschrift enthält. In 10 000 m Höhe wird der zweite Ballon abgekoppelt, und der Stratosphärenballon •wird dann allein weiter hochsteigen, um wenn möglich über die im August 1932 erreichte Höhe von 16500 m hinauszufliegen. + Verzrösserte Sicherheit durch Schwintungsuntersuchungen. Der neuzeitliche Flugzeugbau erblickt neben der Erreichung grösserer Geschwindigkeiten in der Verfeinerung der Konstruktion des Flugzeugs eine seiner Hauptaufgaben. Da Verfeinerung hier leichterer Bau bedeutet, bringt die Entwicklung es mit sich, dass gewisse Flugzeueteile unter Umständen durch Schwingungen gefährdet werden können, was aus Gründen der Sicherr AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N°28 eine Befürwortung der in Genf vorgebrachten englischen Abrüstungsvorschläge für Luftstreitkräfte, wovon eine erhebliche Einsparung an Ausgaben und die Abwendung der'Gefahren des Wettrüstens erwartet wird. Der fliegende Lautsprecher. Vor einiger Zeit landete auf dem Flughafen Tempelhof eine Junkers W-33-Maschine, die mit einer eigenartigen, von dem Flugzeugkonstrukteur Dr. Slabating erfundenen Einrichtung versehen war : das Flugzeug besass eine Lautsprecheranlage, die zu dem Zweck eingebaut ist, Mitteilungen und Nachrichten aus der Luft auf die Erde hinabzusenden. Auf jede Tragfläche des Flugzeuges ist ungefähr in der Mitte zwischen Flugzeugrumpf und Ende der Tragfläche ein dynamischer Lautsprecher gesetzt worden. Während die Lautsprecher senkrecht auf den Tragflächen stehen, führen die Schalltrichter im Bogen nach vorn bis in die Kanten der Tragfläche, wo sie sich gegen die Erde öffnen. Die zum Antrieb verwandte Kraftverstärkeranlage ist im Flugzeugrumpf untergebracht und hat eine Ausgangsleistung von etwa 60 Watt. Mit dieser verhältnismässig geringen Energie ist es möglich, aus Höhen bis zu 800 Meter klar und verständlich zur Erde hinunterzusprechen, und zwar ist die Bodenfläche, die auf diesem Raum von oben besprochen werden kann, je nach den Schwieriger ist es, der Luftkrankheit beizukommen, da sie weniger eine Folge körper- Windverhältnissen zwischen 100.000 und einer Million Quadratmeter gross. Die Einrichtung hat vor allem grosse reklametechnische Bedeutung. + Aerzte über Flugzeugausrüstung und Luftkrankheit. Frühzeitig sind die Aerzte mit der Luftfahrt in Verbindung getreten, schon zu der Zeit, als die wissenschaftlichen Fahrten zur Erforschung der freien Lufthülle einsetzten und es sich herausgestellt hatte, dass der Mensch nicht so ohne weiteres in grossen Höhen verweilen kann. Die Aussicht, in der grossen Höhe der Stratosphäre für einen schnellen Luftverkehr besonders günstige Verhältnisse anzutreffen, hat seit einigen Jahren die Aerzte veranlasst, sich eifrigst wieder mit der Erforschung der Höhen- und der Luftkrankheit zu beschäftigen und zu klären, welche Arbeit die Führer bei der Steuerung zu leisten haben. In den meisten Luftministerien der Grossstaaten befinden sich Aerzte, denen nicht nur die Untersuchung der Fliegeranwärter auf körperliche Eignung untersteht, sondern die auch heilwissenschaftliche Lehrgänge einzurichten haben. Die Forschung ist jetzt so weit gediehen, dass den Flugzeugbauern die Art und Weise vorgeschlagen werden kann, wie die Führersitze und die Steuerungshandhaben auszugestalten sind, um die Führer gegen vorzeitige Ermüdung zu schützen. Das ist nicht nur für Militärflugzeuge, sondern auch für den Langstreckenflugverkehr von grosser Bedeutung. Gelegentlich eines Sprechabends der deutschen wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt wurde dieses Thema behandelt. Danach muss der Führersitz so hergerichtet sein, dass der Flugzeugführer längere Zeit unter einem Sitzwinkel von 120 Grad sitzen kann, ohne die Muskelgruppe der Schultern und Arme zu ermüden. Auch die Kopfstütze ist zur Schonung der Nackenmuskeln erforderlich. Weiter wird gefordert, die Messgeräte so' anzubringen, dass man sie ohne grosse Kopfbewegungen übersehen kann. Die Entfernungen der Steuervorrichtungen zur Bedienung durch Hand und Fuss müssen der Körpergrösse des Führers angepasst werden. Diese Forderungen sind, wie Professor Hoff, der Leiter der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt, mitteilte, leicht zu erfüllen, und, es wird nicht mehr nötig sein, eine Mindestgrösse der Fliegeranwärter von 1,70 m zu verlangen, wie es bis jetzt manchenorts der Fall ist, um die Bedienung der nicht verstellbaren Führersitzeinrichtung zu gewährleisten. licher Widerstandslosigkeit als vielmehr seelischer Einbildung ist. An Beispielen wies Dr. Koschel nach, dass Personen, die schon viel geflogen waren, ohne luftkrank geworden zu sein, plötzlich infolge eines Erlebnisses aus Angst oder, wie Koschel es ausdrückt, aus «Erwartung» der Luftkrankheit verfielen. Gute Lüftung der Kabine, die bei den neuesten grossen Verkehrsflugzeugen der Lufthansa so eingerichtet ist, dass jeder Fluggast sich von aussen durch Schläuche frische Luft zuführen kann, ist ein gutes Vorbeugungsmittel gegen das unangenehme Uebelwerden. Ferner soll man sich von seiner « Erwartung > ablenken durch Lesen und Betrachten der* Landschaft, nicht aber der Tragflächen, die in Böen hin und her schwanken. Bei den neuesten Schnellflugzeugen, in denen man mit 250 bis 300 km Stundengeschwindigkeit dahinsaust, ist die Luftkrankheit selten aufgetreten. In den Alpenverkehrsflugzeugen ist für Zuführung von Sauerstoff gesorgt. Wenn das Gespenst der Luftkrankheit überwunden sein wird, dann wird der Flugreiseverkehr sicher sehr stark zunehmen. 1933 Der Riley-Motor ist für eine grosse Kraft* leistung bei geringem Benzinverbrauch konstruiert: Ein- und Auslassventile werden von zwei verschiedenen Nokkenwellen getrieben, die Ventile selbst sind breit und obengesteuert, der Zylinderkopf hat eine Form, die eine besonders gute Verbrennung des Benzingemisches gestattet, die Kolben sind aus Spezialleichtmetall gefertigt, der ganze Zylinderkopf ist leicht abnehmbar. Damit übereinstimmend ist die Kurbeiwelle überdimensioniert und sechsfach gelagert. Riley-Wagen sind hervorgegangen aus den Erfahrungen in grossen touristischen Fahrten und im Rennsport. Es sind schnelle, wendige, mit allen Finessen ausgestattete Automobile, die sicher auf der Strasse liegen und wenig Benzin brauchen. Die Riley-Wagen eignen sich sowohl für den täglichen Gebrauch, wie für den Sport. Wir führen Ihnen die Wagen gerne vor. Hanwaa Einige Kantonsvertretungen sind noch zu vergeben Vertretung J. & E. Waeny, Grand Garage Wabern, Telephon 27.566 Bern Garagen und Reparaturwerks lä Iten in der Zenrralschwe KILOMETERZÄHLER Generalaller Systeme repariert als Spezialität Pisohermättehweg 18 E.O. BÄR, BERN Werkstätte für feinmech. Apparate. Tel. 35.533 Langemiial Garage Geiser Moderne Auto Service. ADLER-Vertretung CITROEN- Ersatzteillaser, Telephon 300 Ostermundigen Vernickeln und Verchromen mit Garantie STADELMANN & MANTEL. Tel.41.128 Den heutigen Verhältnissen angepasst, bieten Ihnen die Austin-Wagen besondere Vorteile durch ihre niedrige Einstellung, in Steuer und Versicherung Erneut bedeutend reduzierte Austin-Seven, 4 PS. Austin-Twelve-Six, 8 PS. Austin-Ten-Four, 6 PS. Austin-Sixteen, 12 PS. Austin-Twelve-Four, 8 PS. Austin-Twenty, 18 PS. Fabrikvertretungen: Zentralschweiz: Importation Automobiles S. A., Weissensteinstr. 76, BERN Ostschweiz: Kessler & Co., Dufourstrasse 182, ZÜRICH Westschweiz: Garage de Georgette S. A., Av. Beliefontaine 4, LAUSANNE Satfoits2(rt«ettt ifi es oft fd?t»er, öeren 3wedmä%i$teit tid?ttg .einsus fdjä^eit. Der Jnfcratentcil, mit feinen üielgefraltfcjen Ungeboten, ermöglicht 3b.nen, bas Kidjttge aus3ufud;en. £s lofjnt fidj, 3n(erate 311 lefen! Preise Benutzt den niedrigen Kurs des englischen JP MODELLE 1933 4-Zylinder 6-Zylinder Alle Modelle mit 4 Vorwärtsgängen 3. und 4. Gang geräuschlos.

N" 28 - 1933 AUTOMOBIL-REVTJfe Die Strassendecke und die Ausbildung der Fahrbahn (Sohluss von Seite 5) eiell tinter den gegenwärtigen Verhältnissen die Schweiz kaum mehr den Luxus leisten werden könne, fremde Baustoffe einzuführen. Bedenklich muss in dieser Beziehung stimmen, dass während der letzten Jahre der Teerverbrauch in der Schweiz eine ruckläufige Entwicklung aufzuweisen hat. Diese Sachlage begründet sich namentlich damit, dass dem Markt die verschiedenartigsten Teerqualitäten zur Verfügung gestellt werdon. Diese Verschiedenartigkeit erschwert sehr oft die Anwendung von Teer, der zudem noch den Vorschriften der Vereinigung nicht immer entspricht. Nirgends setzt die Kritik so schnell ein, wie ^venn im Strassenbau sich Misserfolge einstellen. Um die Viskosität des Teeres zu erhöhen, wird demselben Asphalt beigemischt. Für die Oberflächenbehandlung empfiehlt es sich, nur noch Teer-Asphalt zu verwenden., Gegenüber dem heiss aufzutragenden Asphalt hat letzteres Produkt den Vorteil; dass es kalt aufgetragen werden kann. Bei uns haben eich die Teeremulsionen nicht durchzusetzen vermocht. Kaltund Heissbehandlung haben Vor- und Nachteile. Wir in der Schweiz bevorzugen die Heissbehandlung, gestattet sie doch die Verwendung einheimischer Produkte. Der Kaltteer lässt sich überall da mit Vorteil verwenden, wo dünne Schichten aufzutragen sind, Reparaturen oder Nachbehandlungen der Heissteerung notwendig werden. Kaltteerung dürfte auch bei Strassen mit grösserer Steigung zur Anwendung gebracht werden, weil dadurch eine rauhere Oberfläche erzielt wird. Wenn der Referent der Oberflächenbehandlung der Schotterstrassen seine volle Aufmerksamkeit schenkt, geschieht dies, weil damit manche SchotteTstrasse auf diese Weise auch grossen Verkehrsanforderungen Genüge zu leisten in der Lage sein •wird. Im weitern kann mit den beschränkt vorhandenen finanziellen Mitteln der grSsste Teil unserer Landstrassen erhalten werden, womit auch für die Zekunft der weitere Ausbau der Strassen gewährleistet bleibt. Immer mehr werden auch solch« Beläge zur Ausführung gelangen, die trotz Telativ geringem Preis, genügende Haltbarkeitsgarantien BU leisten vermögen. Die Resultate der Wissenschaft und Forschung lassen sich heute leichter ak noch vor wenigen Jahren zunutze ziehen und in Anwendung bringen. Im folgenden weist der Referent auf die Unterschiede zwischen Makadam- und Zementprinzip hin. Die ersten Beläge nach dem Mischverfahren sind kalt gebaut worden (System Aeberle). Manche derartige Anlage weist heute ein Alter von über 20 -~ r ahren auf. Bei der Bestimmung der Asphaltbei- "mischung ist vernunftgemäss auf Temperatur. Jahreszeit etc. Rücksicht zu nehmen. Der Bedarf an Bindemitteln richtet sich je nach der verwendeten Gesteinsart. Der Einbau des Teermischmakadams erfolgt in zwei Schichten. Auf Grund angestellter Forschungen erwies sich, dass Teer auch nach 20 Jahren noch seine volle Quellfähigkeit besitzt. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Teermischmaka- [jums, Watoui/nq. un, 11 SCHEINWERFER... Tempo — Tempo — besonders bei Noeht —wo olles schläft—wo's niemand sieht—da plötzlich touchen Scheinwerfer auf — oder — was noch viel schlimmer — die eigenen gehen aus — der Fuss stosst krampfhaft die Bremse — der Instinkt lässt den Wagen noch leidlich geradeaus fahren —dann prallt er gegen das Geländer- Glasscherben fliegen —verletzen Gesicht und Hände — sonst hat der Fahrer nichts . . . Entrinnen Sie also der grössten Gefahr — umgeben Sie sich mit splitterfestem Sicherheitsglas von dam sich zur Oberflächenbehandlunj vorzüglich eignet. Der Grund der beschränkten Anwendung dieses Materials liegt in der Qualität des Teers einerseits und- im grösseren Verbrauch des weniger Sorgfalt in der Anwendung erfordernden Erdölasphaltes anderseits begründet. Heute gilt es jedoch, den Weg zum einheimischen Produkt zurückzufinden, was allerdings der Teerindustrie die Aufgabe auferlegt, sich der nötigen Umstellung zu unterziehen und ein einheitliches Produkt auf den Markt zu bringen. Der Referent vertritt die Auffassung, dass, um dies zu erreichen, der Teermischmakadam in etwas modernerem Gewände zur Anwendung kommen sollte. Dieses Produkt hat eine sehr .lange Lebensdauer, zeigten doch Versuche, dass solche Anlagen nach 15- bis 20jähriger Betriebszeit noch in vorzüglichem Zustande sind und dass die Oberflächenbehandlung nur periodisch vorzunehmen ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass dieser Belag in beliebiger Dicke hergestellt werden kann. Die nach dem Makadamprozess hergestellte Decke verlangt einen Oberflächenanstrich. Beläge, deren Herstellung einer Oberflächendichtung nicht mehr bedürfen, erhält man bei Verwendung der Betonbauweise. In unserem Lande kommt dem Teerbetön keine grosse Bedeutung zu, wogegen der Teerasphaltbeton, welcher heiss eingebaut werden muss, sich zusehends einbürgert. Rezepte für die Herstellung rauhen Teerasphaltbetons existieren nicht; es ist die praktische Erfahrung, welche diese Lücke auszufüllen hat. Unser nächstes Ziel muss sein, immer rauhere und verkehrssichere Beläge herzustellen, denn je grösser-die Geschwindigkeiten werden, um so dringender wird auch der Ruf nach langt man zum Anleihensbetrag von ca. 25 ^rosa. Ghur-Lenzerheide-Oberhalbstein o. K. bis Millionen, wenn man dazu noch die Defizite Tinzen, weiter m. K. bis Mühlen. Strasse Churder Staatsrechnung von 1931-1933 (3,4 Mill. Thusis-Splügen-Misox o. K. befahrbar bis Hinterfiir 1Q31 nin« =in Mill für 1Q32 nliis ««hat- Nordseite des St. Bernhardinpasses; rhein auf der für 19dl p!US 5,0 Mlll. für W^DlUS SCtiat- Südseite offen 0 K bis MesocoO) Schlussstück bis Zungsweise 7,0 Mill. Fr. für 1933) SOWie 4,85 San Bernardino-Dorf stellenweise verweht, Freile- Teerasphaltbeton wird im all- Mill. Fr. Krisenausgaben für 1932 addiert, gung der Strasse auf 25. März vorgesehen. Unter- Das Anleihen, dessen endgültige Gesamt- engadin befahrbar o. K. bis Zernez, Oberengadin Verkehrssicherheit. gemeinen zweischichtig hergestellt, wobei nicht das Mischverhältnis bestimmend ist, sondern sein« chemisch-physikalischen Eigenschaften. 1 In Kürze behandelte der Referent das in letzter Zeit namentlich von Deutschland übernommene und auch bei uns angewendete Einstreuverfahren, welches speziell bei Strassenneubauten in Anwendung kommt. Ueber die Verwendung des Zementes als Strassenbaustoff äusserte sich der Referent nicht, da dieses Thema, im Rahmen des Vortragszyklus von anderer Seite zur Behandlung gelange. In knappen Worten streifte Ing. Schläpfer noch die Steinpflästerung, speziell in ihrer Verwendung als Bauart für offene Landstrassen. Eine über 20- jährige Erfahrung hat bewiesen, dass sich schweizerische Pflastersteine so gut hielten wie ausländische Produkte, vornehmlich deutsche Granite. Die Abklärung dieser mannigfachen, heute noch im Anfangsstadium stehenden Strassenbaufragen bleibt der Zukunft vorbehalten. Wy. Stf*a»*4»n Das grosse Arbeltsbeschafhingsprogramm des Kantons Bern über das wir kürzlich einige Angaben machen konnten, nimmt greifbarere Formen an. Der bernische Regierungsrat Hess den Qrossen Rat wissen, dass sie für die Maisession eine Kreditvorlage bereitstellen werde. Die Regierung habe erkannt, dass für die Durchführung des Arbeitsbeschaffungsprogrammes zu wenig Mittel aus dem ordentlichen Voranschlag zur Verfügung ständen. Die Notstandsarbeiten betreffen folgende Gebiete: Hochbau 3,66 Mill., Wasserversorgung im Jura 3,5. Wasser- Wildhaus-Rheintal schwach schneebedeckt und bauten .1,0, Strassenbauten und Ersatz von g£^w2*5 Ä^.iS'Ib^tk" Niveauübergängen 0,87, Bodenverbesserun- kenstrasse. Zufahrt" ins FlumsergeMet bis zu den gen 0,80 und Waldwege 0,60 Mill., total Unterkunftsorten o. K. offen, Mitnahme von Ket- 10,430 Millionen Fr., wovon der Kanton 5,0 ten empfehlenswert _ ..... ., ... , • j rr D Schwyz: Sämtliche Strassen in den Niederun- Mill. selber übernehmen wird. Die Berner gen ^ Hochebene schneefrei. Zufahrt nach Regierung erwartet an ordentlichen Subven- oberiberg o. K. möglich. Ibergeregg unpassierbar, tionen durch den Bund 1,09 Mill. Fr., und an Etzelstrasse fast schneefrei, o. K. niiceprnrHpntliVliPn 1 ^f, Mill Fr Vnn rlen Glarnerland: Klausenstrasse auf Glarnerseite ausserordentlictien l,5ö Mill. rr. von aen o R befahrbar bis Post Frutt_ ümenseite m. K. Bundesbahnen wird ein Beitrag von 330,000 be{ahrbar bi3 Urige n . Zufahrt zum Klöntalersee Fr. erwartet, während die nicht unbedeu- über Netstal-Riederen o. K., Sackberg gesperrt. Ke^ tende Restsumme von 2,45 Mill. Fr. den Qe- renzerbergstrasse aper. mpinAen hplnstot wprripn «nll rtenpn die Graubünden: Prattigauerstrasse offen bis Klomeinden belastet werden soll, aenen 1S Ber " f rbar bls fen. Innerschweiz: Brünigstrasse stellenweise vereist, o. K. passierbar (Mitnahme von Ketten emp- Zur Korrektion der Ztlgergeestrasse. Die fohlen). Zufahrt nach Engelberg gänzlich schneeim Strassenzug Zürich - Arth - Qoldau - Qott- frei. hard liegende ostufrige Zugerseestrasse wird, r. Go ' lhard: Nördliche Zufahrt o. K befahrbar bi« wie wir bereits gemeldet haben, gegenwär- ^^Jt^JTS," 0^ tig ausgebaut. Die Arbeiten rücken vor und Berner Oberland: Haslital gepfadet bisGuttandemnächst SOlJ auch die Dorfstrecke in nen, o. K. befahrbar. Strassen Interlaken-Lauter- Walchwil korrigiert werden. Der Über die brunnen und Abzweigung nach Grindelwald fast vir 1.1 J T- , L , r.i ., . . t. schneefrei und o. K. zu befahrbaren. Zufahrt nach Wahl des Trasses entbrannte Streit ist noch Kandersteg m. K. ab Mitholz möglich, strasse Frunicht endgültig entschieden. Die Gemeinde tigen-Adelboden stellenweise aper, o. K. befahr- Walchwil fasste zwar zuhanden des ZUgeriba r. Simmental schneefrei. Saanenmöser o. K. passchen Kantonsrates mit grosser Mehrheit ?, ie f rba , r - Saanetal o. K. befahrbar bis Gsteig bei f . n ,. • j. • i. i o i. Gstaad. Jaunpass m. K. offen. Zufahrt ins Gantnden BeschlUSS, es sei die jetzige beestrasse sterskigebiet über Riggisberg o. K. bis Hotel Gurzum Ausbau dem obern Strassenstück vor- nigejbad. Westliche Zufahrt nach Schwefelbergbad zuziehen. Der Kantonsrat wird nun nach der «• K- bie steinbacheäge. eindeutigen Stellungnahme der Gemeinde t Jwa und Westschweiz: Welssenstein auf Solo- Woi^v-iTrii «^«-v, Aa. n isn,r,( föiUn-o« FHtc^oj/1 thurnerseite m. K. befahrbar bis Kurhaus Weis- Walchwil noch den langst fälligen Entscheid gensteini Gansbrunnenseite unpassierbar. Sämtliche nachholen müssen. lt. Strassen im Berner- und Neuenburger-Jura schwach M*«.*. schneebedeckt und o. K. befahrbar. Sämtliche TOUrlStlk-Bulletln deS A. C. S. Passübergänge im Waadtländerjura sind mit Aus- R..iu>i n M» o «o m