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E_1933_Zeitung_Nr.032

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Grosser Preis Ton

Grosser Preis Ton Monaco. Der Grosse Preis von Monaco, der am 23. April seine fünfte Wiederholung erlebt, wird auch in dieser Saison nach dem bewährten Reglement ausgetragen, das diesem Rennen in den wenigen Jahren seines Bestehens internationale Bedeutung gesichert hat. Alle wichtigen Bestimmungen gelten auch diesmal wieder. Das Rennen wird über 100 Runden auf dem bekannten Stadt-Circuit durch den Kurort ausgetragen, insgesamt über 380 km. An einzelnen Stellen wurde die Strecke noch etwas ausgebessert. Auch dieses Jahr haben die Organisatoren die Fahrer persönlich eingeladen, um sich nur die allerbesten Konkurrenten reservieren zu können. Bis jetzt gilt die Teilnahme folgender Fahrer beim Grossen Preis von Monaco als sichergestellt: Chiron und Caracciola (Alfa Romeo oder Bugatti) Fagioli (Maserati), Earl Howe (Bugatti), Lehoux (Bugatti), Etancelin (Alfa Romeo), Varzi (Bugatti), Williams (Bugatti), Dreyfus (Bugatti), Sommer (Maserati), Zehender (Maserati), Minozzi (Maserati), Nuvolari (Alfa Romeo), Borzacchini (Alfa Romeo), Hartmann (Bugatti), Wimille (Alfa Romeo), Falchetto (Bugatti), Siena (Alfa Romeo) Birkin (Maserati) und Trossi (Alfa Romeo). Erstmal? soll der Grosse Preis von Monte Carlo als dominierender Mittelpunkt in den Rahmen einer «Semaine Mondaine» von Monte Carlo gestellt werden, die am 16. April beginnt und am 23. April endet. Für diese gross angelegte Veranstaltung planen die Organisatoren Tennistourniere, Schwimmkonkurrenzen, Schiesswettbewerbe, Tanzkonkurrenzen, Qymkhanas usw. Wer sich rechtzeitig Plätze für das Rennen bestellen will, wende sich an M. Charvet, Bureau de location du Grand Prix de Monte Carlo. Bergrennen von Chanteloup. Das In der Nähe von Paris am vorletzten Sonntag ausgetragene Bergrennen von Chantelouo wurde von dem bekannten französischen Fahrer Scaron auf Amilcar mit neuer Rekordzeit gewonnen- Schönes Frühlingswetter begünstigte die von einer grossen Zuschauermasse besuchte Veranstaltung. Die Resultate: Tourenwagen: Klasse 750 ccm: 1. Jacob (Rosengart) 1 Min. 18 Sek. 78/100 (Stundenmittel 54 km 836), neuer Klassenrekord. Klasse 1500 «an: 1. Cazeaux (Chenard-Walcker) 1 Min. 32 Sek. 22/100 (Stundenmittel 46,84 km). Klasse 3000 ccm: 1. Denno (Bugatti) 1 Min. 6 Sek. 4/100 (Stundenmittel 85,41), neuer Klassenrekord. TA 53.223, Prlw. 58.233 Auch der älteste LAMBDA wird nach einer REVISION oder Ueberholung restlos befriedigen. Fachkundige rasche Bedienung bei zeitgemXssen Preisen durch: Hermann Eggmann •Zürich 2 Lessingstrqsse 1, bei der . Utobrücke Sportwagen: Klasse 750 ccm: 1. Jabon (Salmson) 1 Min. 17 Sek. 5/100 (Stundenmittel 56,19 km), neuer Klassenrekord. Klasse 1500 ccm: 1. Decaroli (Bugatti) 1 Min. 8 Sek. 5/100 (Stundenmittel 63,48 km). Klasse 3000 ccm: 1. Tarante (Bugatti) 1 Min. 5 Sek. 18/100 (Stundenmittel 66,27 km), neuer Klassenrekord.. Rennwagen: Klasse 750 ccm: 1. Lagrolliere (Salmson) 1 Min. 12 Sek. 75/100 (Stundenmittel 59,38 km). Klasse 1100 ccm: 1. Scaron, (Amiloax) 1 Min. 6/100 Sek. (Stundenmittel 71,92 kin), neuer Streckenrekord. — 2. Girod (Salmson). Klasse 1500 ccm: 1. Speed (Bugatti) 1 Min. 3 Sek. 24/100 (Stundenmittel 68,13 km), neuer Klassenrekord. Klasse 2000 ccm: 1. Jakob (Bugatti) 1 Min. 23/100 Sek. (Stundenmittel 71,72 km), neuer Klassenrekord. Klasse 3000 ccm: 1. Bouriat (Bugatti) 1 Min. 76/100 Sek. (Stundenmittel 71,09 km), neuer Klassenrekord, x. Eifelrennen auf dem Nürburgring. Das vom A. D. A. C. organisierte Eifelrennen. das am 28. Mai -zum 11. Male stattfindet, wird erstmals als internationales Rennen zur Ausschreibung gelangen. Das Reglement für das Rennen wird in absehbarer Zeit erscheinen. Wie im vergangenen Jahre, so wird auch diesmal wieder die Konkurrenz auf der Nordschleife 4es Nürburgrings ausgefahren, x. Kappler bei Mercedes. Der bekannte deutsehe Langstreckenfahrer Karl Kappler, der schon früher einmal in den Diensten von Mercedes stand, ist wieder zu der Untertürkheimer Firma zurückgekehrt, für die er nun vor allem schnelle Dauerprüfungen, Sternfahrten, Versuchsfahrten und andere sportliche Unternehmungen dieser Art durchführen wird. x. Neue Weltrekordversuche Kaye Dons. Dem bekannten englischen Rekordfahrer Kaye Don lassen die fortgesetzten Erfolge seines Landsmannes Sir Campbell keine Ruhe mehr. Er hat dem bekannten englischen Konstrukteur Coatalen den Auftrag gegeben, einen neuen « Süver-Bullet >-Wagen für Weltrekordversuche zu entwerfen. x. Ausstellungen Kein Feierjahr für Auto-Ausstellungen. Vor einem Jahr war davon berichtet worden, dass die internationale Spitzenorganisation der Automobilindustrie, das «Bureau Permanent International des Constructeurs d'Automobiles >, eine Neuregelung der europäischen Automobil-Ausstellungen vorneh- AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° 32 Uie englische Fahrerin Mrs. Stewart schlug auf ihrem oben widergegebenen Derby-Miller-Rennwagen am letzten Mittwoch in Montlhery den internationalen Rekord über die fliegende Meile der Klasse 2000 ccm. Sie legte die Meile in 26' 11/100 mit einem Stundendurchschnitt von 222,854 Stundenkilometern zurück. men wolle. Nach diesem Plan sollten im Jahre 1933 sowie in jedem darauffolgenden zweiten oder dritten Jahr internationale Automobil-Ausstellungen nicht abgehalten werden. Wie wir erfahren, stellte dieses Projekt, von der jährlichen Wiederholung der internationalen Automobil-Ausstellungen abzugehen, lediglich den Wunsch einzelner Mitglieder der internationalen Spitzenorganisation der Automobilindustrie dar, eine Neuregelung der europäischen Automobil-Ausstellungen in diesem Sinne ist nie beschlossen worden. Autorisierte und nicht autorisierte Ausstelfangen. Die schweizerische Syndikalkammer der Automobil- und Fahrradindustrie teilt mit: Die 27. Internationale Automobilausstellung Frankreichs in Paris wird vom 5. bis 15. Oktober durchgeführt, und zwar wie bis anhin im Grand Palais in Paris. Die Ausstellung wird dieses Jahr folgende Kategorien in sich schliessen: Chassis und Karosserien von Tourenwagen, Chassis und Karosserien von Lastwagen und Autobussen, Motorräder, Fahrräder und entsprechendes Zubehör. Die Teilnahme der Automobilkonstrukteure an dieser Veranstaltung wird hiemit autorisiert. Die Sportausstellung in Zürich, vom 4. bis 14. Mai, die das Flugwesen, die Jagd, den Fischfang, den Tourismus und das Camping umfassen soll, wird nicht autorisiert Die Teilnahme der Automobilkonstrukteure wird formell untersagt Kein Autosalon 1933 in Brüssel. Die beiden grossen Syndikalkammern, die die Automobil- und Fahrradindustrie einerseits und die Auto- und Zubehörhändler anderseits in sich schliessen, genehmigten einen Beschluss, es sei 1933 kein Salon zu organisieren. Die Mitglieder des Verbandes wurden fernerhin verpflichtet, keine Teilausstellungen zu organisieren oder an denselben Stände zu belegen. Das Verbot auszustellen erhält vorläufig Gültigkeit bis Ende 1934. Die Gründe, die zu dieser Massnahme geführt haben, wurden noch nicht bekanntgegeben. lt Erscheinungsweise. Die «Automobil-Revue» wird des Karfreitags und der Ostertage wegen in dr laufenden und nächsten Woche wie folfci erscheinen: Nr. 33. Donnerstag, den 13. April, vormittags. Manuskripte werden nur bis Mittwoch 10.00 Uhr entgegengenommen. Nr. 34. Dienstag, den 18. April, nachmittags. Mit der Frühpost eingehende Korrespondenzen können noch berücksichtigt werden. Nr. 35. Freitag, den 21. April, erscheint unser Blatt wieder zur gewohnten Zeit. Wir bitten unsere Mitarbeiter und unsere Inserenten höflich, die veränderten Termine zur Kenntnis zu nehmen. Verlag u. Redaktion. Zu verkaufen «a sehr rot erhaltener 58248 Wagen, franz. Marke 4 Zyl., 15 Steuer-PS, Scintilla-Duplo-Scheinwerfer. Eignet sich vorzüglich zur Umänderung in leichten Lastwagen von ca. 800 kg Nutzlast. Äeusserster Preis Fr. 1200.—. Zur Besichtigung und Probe wende man sich, an Herren, Molkerei, Kriens. • Garagen un

N°32 — 1933 AUTOMOBIL-REVUE ^^^„g,^»*^^^ Reisegeschwindigkeiten der Ueberlandbahnen von ~ ^*"'«"' < *»5C*g' 20—30 km und bis 40 km, sofern sie auf eigenem •••BmB^flKBUHHBBBiHMI^IHBHMi Bahnkörper verlegt sind, müssen unter den heutigen ... . ,, , j t»a. Verhältnissen zum Nachdenken mahnen. Aus die- UCDCrlandDaiinen Und StraSSen. ser Tatsache ergibt sich ohne weiteres, dass die „ . , ... ,. . . .... . Lokalbahnen mit dem Aufkommen des Automobils Unter den verschiedenen die Automobilisten in- ins Hintertreffen geraten sind. In der Ueberholung teressierenden Thematas, welche anlasshch des von der Reisegeschwindigkeiten verkörpern sich die der Vereinigung Schweiz. Strassenfachmanner or- wichtigsten Vorteile des Automobilverkehrs. Es beganisierten Vortragszyklus sur Behandlung gelang- dari aller Anstrengungen der Lokalbahnen, um eiten, verdienen auch die Ausfuhrungen von Prol. nem fiteren üeberflügeltwerden wirksam ent- Thomann, E. T. H Zürich, über obiges Thema et- gegentreten zu können. Dabei ist aber nicht zu verwas eingehender besprochen m werden. Obschon gcssen> da8s den die Strasse benutzenden Eisensich der Verfasser mehr auf die Skizzierung aus- bahnfahrzeugen eine Grenze gezogen ist, und zwar landischer VerhaJ nisse beschrankte, wird das ift b au i icher betriebstechnischer und gesetzlicher Ueberlandbahnproblem auch bei uns m der Schweiz Hlnsicht. Alle diese Umstände spiegeln sich deutnoch zu scharfen Auseinandersetzungen führen; lich in der Reisegeschwindigkeit wider. Die mit der Bereits hat d, e aargauische Regierung in dieser Einfünrung der elektrischen Traktion verbundenen Hmsich (Wynentalbahn) eine gewisse Stellung- Vorteile können sol c nkht voU ausgenützt wernahme bezogen, die für die zukunftige Behandlung ä aJg die bisherige TraceKihrung nicht grunddieses Fragenkomplexes nicht ohne Einfluss sein t d geandert wird. Selbst dorti ° wo der Gesetz . durfte. Aehnliehe Meinungsverschiedenheiten be- geber keine Geschwindigkeitsgrenzen gezogen hat, stehen bekanntlich bei der rechtsufrigen Thunersee- ist der Zugf ührer aus Sicherheitsgründen gezwunbahn Mit dem zunehmenden Verkehrsruckgang gBn> den z ^„bremsen. Um die möglichen höund den steigenden finanziellen Schwierigkeiten bei hern Reisegeschwindigkeiten auch ausnützen zu den P«vaten Bahngesellschaften werden die kom- k8nn bedarf es _ wie bereits erwahnt _ einer menden Jahre noch manche Ueberlandbahngesell- grund, e g e nden Modifikation der Linienführung. Zu schaft vor entscheidende Reorganisationsfragen diesem Zwecke ist in erster Linie eine totaj e Tren . stellen. nung von Strasse und Bahnkörper nötig. Um das Verhältnis Ueberlandbahn und Strasse Der Referent erwähnt wiederum italienische richtig einschätzen zu können, skizzierte der Refe- Verhältnisse, wobei den Vororts- und Lokalbahnen, rent in Kürze die historische Entwicklung dieser die zusammen über ein Netz von über 9000 km ver- Verkehrseinrichtunsr. Ueberlandbahnen sind solche fügen, unter der Einwirkung der Automobilkonkur- Verkehrsmittel, die in erster Linie Zubringerdienste renz eine zunehmende Verschlechterung der finanzu leisten haben. Sie dienen also vor allem lokalen zielten Lage der Gesellschaften zu verzeichnen war. Interessen. Bei deren Erbauung hat der Faktor Die Verwaltungen waren nicht in der Lage, ihr Verkehrsgeschwindigkeit nur eine nebensächliche Rollmaterial zu erneuern oder den von ihnen be- Rolle gespielt. Den Bauprojekten lag überall das nützten Strassenstreifen genügend zu unterhalten. Bestreben zugrunde, die Baukosten möglichst tief Selbstverständlich konnte der Staat dieser Entwickeu halten; um allen Anforderungen entsprechen zu lung nicht untätig zusehen. Es waren speziell Einkönnen, wurden möglichst viele Haltestellen einge- Wirkungen des Bahnverkehrs auf den Strassenbau, richtet. Wenn auch der Faktor Geschwindigkeit welche den Staat zum Einschreiten veranlassten. von Anbeginn an mehr oder weniger ausgeschaltet Gesetzlich waren die Bahnverwaltungen verpflicbwar, BO hielten doch die Ueberlandbahnen bei ih- tet, einen 50—100 cm über das Bahntrace hinausrem Aufkommen gegenüber den üblichen Verkehrs- reichenden Strassenstreifen auf eigene Kosten zu mitteln immer noch den Geschwindigkeitsrekord unterhalten. In der Mehrzahl der Fälle kümmerten inne. Diese Ueberlegungen erklären das Benüt- sich die Bahngesellschaften überhaupt nicht um eungsrecht der Strassen durch die Ueberlandbah- di ese Verpflichtungen. Im Momente, als der Staat nen, sowie verschiedene andere rechtliche Vorteile, zum g au moderner Strassendecken überging, musste welche diese geniessen. In dieser Hinsicht hob der jn dieser Sachlage naturgemäss eine Aenderung Referent das italienische Eisenbahngesetz von 1865 eintreten, weil durch das Unterlassen der Bahn- Das Problem der Loslösung des Bahntraces von demjenigen der Strasse wird in nächster Zukunft auch bei una brennend. Vielen Bahngesellschaften bleibt nichts anderes übrig als umzubauen oder unterzugehen. Auch das Problem Trolleybus/Autobus und Trambahn wird immer wieder aufgeworfen werden. Dem Trolley haftet der Nachteil an, dass er, gleich der Bahn, an die Fahrleitung gebunden ist. Durch Ausrüstung des Trolley mit einem Hilfsdieselmotor oder mit Hilfe einer Akkumulatorenbatterie ist es möglich, gegenüber dem bis' heute angewendeten System eine grössere Ausweichmöglicbkeit zu schaffen. Nicht mit Unrecht hob der Referent hervor, dass seine Ausführungen über die italienischen Bahnen sinngemäss auch auf unsere Ueberlandbahnen angewendet werden können. Das Grundproblem lautet nach Ansicht von Prof. Thomann auf erhöhte Reisegesclrwindigkeit der Ueberlandbahnen, während die Loslösung des Traces von der Strasse zur bessern Linienführung unbedingt notwendig ist. Die einfachste und billigste Trennung von Strasse und Bahn erzielt man durch erhöhte Bordsteine. Dadurch ist jedoch eine Erweiterung der Strasse unumgänglich. Die Anlage von 80—100 cm hohen Mauern hat den Nachteil der Unübersichtlichkeit, speziell bei Niveauübergängen. Als weiteres Trennungsmittel kommt die Zwischenschaltung eines Grünstreifens zwischen Bahn und Strasse in Betracht. Der Rasenstreifen gestattet die volle Ausnützung des Fahrstreifens. Ausser der Abtrennung des Bahnkörpers von der Strasse sind auch den Niveäuübergängen besondere Aufmerksamkeiten zu schenken. Bei demnächst vorzunehmenden Umbauten sollten die stark befahrenen Niveauübergänge vollständig verschwinden. Alle Uebergänge von untergeordneter Bedeutung sollten durch Signalisierung gekennzeichnet werden. Eine Tieferlegung des Bahntraces gegenüber dem Strassenniveau ist zu vermeiden; das Bahntrace sollte gleich hoch oder höher gelegt werden. Bei strikter Durchführung all dieser Massnabmen erhält die Lokalbahn den Charakter einer Schnellbahn, doch erfordern diese notwendigen Anordnungen bedeutende finanzielle Opfer. Wenn jedoch volkswirtschaftlich die Daseinsberechtigung einer solchen Bahn nachgewiesen werden kann, sollen ohne weiteres die öffentlichrechtlichen Institutionen zur Beitraggpflicht herangezogen worden können. Zusammenfassend erklärte der Referent, dass sich die Interessen der Bahnverwaltungen weit- hervor, das allen Vorortsbahnen die Benützung der Verwaltungen die Gefahr der Zerstörung der gan- gehend mit denjenigen der Strassenbenützer dekken. Beiden soll das Ziel gemeinsamer Arbeit vor- Strasse gestattet. Bei einer Gesamtlänge von 4170 zen strassenbreite bestand. Dies ist der Punkt, wo km Vorortsbahnen benützen in Italien diese Trans- der Staat eingriff. Im Jahre 1929 erliess Italien schweben. Die für die künftige Umgestaltung der portmittel 3800 km den Strassengrund für ihre ei n Gesetz, wonach die Bahnverwaltungen angehal- Ueberlandbahnen aufzubringenden Mittel -werden Fahrbahn, während bei den 2740 km Lokalbahnen t en werden konnten, ihren volkswirtschaftlichen nur dann nutzbringend angelegt sein, wenn diese nur 200 km Geleise auf der Strasse verlegt sind. Aufgaben zu entsprechen. Unter anderem über- Unternehmungen in der Lage sein werden, den Konkurrenzkampf mit den Motorfahrzeugen Aehnlich liegen die Verhältnisse in andern Län- nahm der Staat eine gewisse Kostenvergütung aufnehmen dem. (10.000 Lire pro km bei Nebenbahnen) für diezu können. Während Jahrzehnten haben die Ueberlandbah- Dauer von 30 Jahren etc. Weigert sich der Können ihren Zweck erfüllt. Mit dem Aufkommen des zessionär, den staatlichen Anordnungen nachzu- Automobils und der Lastwagen beginnt sich wohl leben, so erwächst diesem das Rückkaufsrecht. Als eine gewisse Aenderung abzuzeichnen, doch kann Vorbedingung für die Ausrichtung solcher Subvenman in dieser Entwicklungsperiode noch keineswegs tionen wird die .vollständige Abtrennung der Bahn von einer Konkurrenzierung der Bahnen sprechen, vom Strassenkörper verlangt. Bei denjenigen Un- In diese Aufschwungperiode hinein fallen die ternehmungen, die sich dieser Umstellung unter- Kriegsjahre mit ihrem ungeheuren Bedarf an Ver- zogen, hat man eine bedeutende Erhöhung der kehrsmitteln. Damit beginnt die ungeahnte Vervoll- Reisegeschwindigkeit erzielt. Leider hat die in der kommnung der Strassenverkehrsmittel einzusetzen, folge einsetzende geschäftliche Depression nur we-„ So entwickelte sich allmählich ein scharfes Kon- nige Bahngesellschaften dazu veranlassen können, kurrenzmittel der Bahnen. Die noch heute gültigen die rettende staatliche Hand zu ergreifen. S4i*«ass