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E_1933_Zeitung_Nr.030

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11 AUTOMOBIL-REVUE

11 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N» 30 Unser bester Abnehmer war Deutschland, dem wir 14,64 % unserer Ausfuhr lieferten. Die deutschen Einkäufe betrafen zur Hauptsache Automobile und Chassis im Stückgewicht von mehr als 1600 kg. Russland und Ukraine folgen an zweiter Stelle; sie erhielten 13,08 % unserer Ausfuhr, wobei diese Lieferungen ausschliesslich in die Kategorie der elektrischen Apparate zum Anlassen, zum Zünden, zur Beleuchtung und zur Fahrsicherung fielen. An nächster Stelle steht Frankreich mit 11,92%, dann Spanien mit 11,88, Belgien mit 9,08, Italien mit 9,07 und Holland mit 8,82 %. Damit zählten wir alle Länder auf, die für mehr als 50 000 Fr. an Motorfahrzeugen aus unserem Lande bezogen haben. Das Gesamtkontingent dieser sieben Länder erreicht 78,49 % unserer Ausfuhr. Der Rest der Ausfuhr verteilt sich auf weitere 33 Länder. ; Veikehp r.-lt. Der Strassenhilfsdienst des T. C. S. Der Strassenhilfsdienst des T. C. S., der Jeweilen über die Wintermonate eingestellt wird und in den ersten Tagen des Monats Mai wieder in Aktion tritt, soll in der Fahrsaison 1933 die nachstehenden Routen bedienen: Agent ; 1. Genf—Lausanne Pautex 2. Lausanne-^Bern Wiedemann 3. Bern—Ölten. Schaad 4; Zürich—Ölten Oppenheim Die Agenten des T. C. ».-Strassenhilfsdienstes. LAUSANNE, 5. Kreuzungen—Zürich Willi 6. St. Gallen—Winterthur Bachmann 7. Zürich—Rapperswü Honegger 8. Luzern—Zürich Hotz 9. Basel—Brugg Hottinger 10. Neuenburg—Lausanne Kaltenrieder 11. Neuenburg—Solothurn Stauffer 12. Solothurn—Brugg Spichiger 13. Sitten—St. Gingolphe Bovier 14. Sitten—Brig Pierrig 15. Chiasso—BeHinzona Bertoli 16: Freiburg—Biel Vonlanthen l 17. Bern—Interlaken Vogelsang 18. Neuenburg—La Chaux-de- Fonds—Le Lc.cle 'Matthey Alle die 17 Agenten, die in der Saison 1932 zur vollen Zufriedenheit der Zentralverwaltung des T. G. S. ihren Dienst versehen haben, wurden wieder eingestellt. Auch der Agent Stauffer, der die Neuenburg-Solothurn-Route befuhr und durch die Unvorsichtigkeit eines Automobilfahrers mit schweren Verletzungen längere Zeit im Spital verbringen musste, wird erfreulicherweise wieder seinen Posten antreten. Der Strassenhilfsdienst 1933 wird um eine neue Strecke bereichert, um die «Vut? des Alpes», d. h. um den Strassenzug Neuenburg — La Chaux-de-Fonds — Le Locle, eventuell bis Col-des-Roches. Als Agent für diese Hilfsdienststrecke wurde Fernand Matthey bezeichnet. Die Dispositionen für das Befahren der

lfr3(>"r 1933 Schweizerischer Autostrassenvereln. Generalversammlung In Zürich. Als Auftakt zum Verkehrskongresa hielt neben anderen Fachverbänden auch der Autostrassenverein seine Generalversammlung ab, zu welcher sich eine stattliche Mitgliederzahl in einem der hiefür besonders gut geeigneten Auditorien der E-T. H. einfand. Nach einer kurzen Begrüssung durch don Vorsitzenden, Herr Begierungsrat Wenk, Basel, erfolgte in prompter Reihenfolge die Erledigung der sorgfältig vorbereiteten Traktandenliste. Da Protokoll und ausführlicher Jahresbericht den Mitgliedern gedruckt zugestellt worden war, erfolgte deren Genehmigung ohne zeitraubende Umstände oder Diskussion. Ebenso fand die Jahresrechnung, die eutgegen dem Voranschlag sogar mit einem bescheidenen Aktivsaldo abschloss, stillschweigende Genehmigung. Das Budget pro 1033 gab zu keinerlei Bemerkungen Anlass und wurde gemäss Vorlage angenommen. Der Präsident erklärte in einer ergänzenden Orientierung, dass dieses Jahr keine neuen Projektarbeiten an die Hand genommen werden sollen. Dagegen tritt nun die Frage der Finanzierung in den Vordergrund, um die bereits vorhandenen und genehmigten Projekte ihrer Verwirklichung näher zu bringen. Bekanntlich hat sich eine zu diesem Zweck besonders konstituierte Finanzkommission bereits damit beschäftigt. Diese kam zur Auffassung, dass die Ausführung der vorliegenden einer der verschiedenen Vorteile ist, der mit diesen ser Skigebiet sind im obersten Strassenabschnitt baureifen Pläne keinesfalls Sache der einzelnen itrassenzügen der Zukunft verbunden ist. VorKetten notwendig. Kantone sein könne. Sie sei nur durch Zusammenschluss verschiedener Kantone und vorab durch tat- werden, indem durch die Unterteilung des Verkehre, Hein wird nämlich die Verkehrssicherheit gehoben kräftig finanzielle Unterstützung des Bundes denk- die Umfahrung der Ansiedelungen, zahlreiche Ge- bar. Gerade mit Rücksicht auf die hier zu verwirklichende produktive Arbeitslosenfürsorge darf mit einer weitgehenden Beteiligung der Eidgenossenschaft gerechnet werden, doch hat sich die Finanzkommission angesichts der gegenwärtigen finanziellen Beanspruchung des Bundes vertagt. Ing. Naef, Zürich, referierte alsdann über sein Projekt der Firnverkehrtstrau» Olten-Innlauf-ZOrich. Seinen Planarbeiten liegt eine Strassenbreite von 9,5 m zugrunde, die eine Fahrbahnbreite von 6 m, beidseitige Radfahrerstreifen von je 1 m und einen einseitigen Fussgängerweg in sich schliesst Die Anlage ist aber so projektiert, dass in einem späteren Zeitpunkt leicht eine durchgehende Verbreiterung auf 11 m möglich ist. Von Aarburg, Kreuzetrasse bis vor Lcnzurg folgt das neue Trasse im grossen Ganzen der bisherigen Strasse, doch werden natürlich die zahlreichen Ortschaften umgangen. Vor Safenwil führt der Weg nördlich dex Bahnlinie über Einschlag, wodurch zwei der bestehenden Niveauübergänge vermieden werden. So ^werden auf die ersten 21 Kilometer rund 60 Pro- . *ent des bestehenden Strassenzuges verwendet und nur 40 Prozent kommen als neue Teilstrecken hin- «u. Bei Lenzburg bieten sich besondere Schwierigkeiten, indem der jetzige Strassenverlauf den Anforderungen keineswegs entspricht und die topographischen Verhältnisse nicht ohne weiteres eine Lösung anregen. Der Projektant hat daher drei Varianten ins Auge gefasst, wovon diejenige mit der Ueberquerung der Aa und der Bünz auf zwei kühnen Hochviadukten wohl die beste erscheint. Diese Strassenführung bedingt bei einer weiteren Strecke von 81 km den vollständigen Neubau von 19 km, wozu die beiden grossen Kunstbauten kommen. Bei Innlauf "erfolgt "die Einmündung in die Fernverkehrsstrasse Brugg-Zürich, für welche das genehmigte Projekt bereits vorliegt. Die Gesamtkosten der Anlage werden mit 8,7 Millionen Franken veranschlagt, wovon 1,6 Millionen auf den Ausbau und 7,1 Millionen auf den Neubau entfallen. Dabei wird mit der bei Lenzburg empfohlenen Variante noch 400,000 Fr. gegenüber den beiden anderen Vorschlägen eingespart. Ueber das zweite Projekt einer Firnstrass« Olt»n-Luz«rn referiert Ing. Erni, Luzern, der die Flanierung übernommen hatte. Da zahlreiche Teilstrecken die- «er Route auch für einen starken und ländlichen «okalverkehr In Frage kommen, galt es sich hier zuerst in prinzipieller Hinsicht zu entscheiden, ob einer Fernverkebrsstrasae, die auch den Lokalverkehr aufzunehmen hätte, oder einer ausgesprochenen Autostrasse der Vorzug gebühre. Ing. Ernl bat, um diese Gewissensfrage restlos abzuklären, beide Projekt« durchgearbeitet und betrachtet schlussendlich die reine Autostrasse als seine Hauptvariante, eine Stellungnahme, die in der anschliessenden Diskussion auch von den behördlichen Vertretern und dem Delegierten der Verkehrsverbände geteilt wird. Abgesehen von den verkehrstechnischen Erwägungen gebührt auch in finanzieller Hinsicht der Autostrasse der Vorzug, indem diese überraschenderweise sogar noch 2 Millionen Franken billiger zu stehen kommt. Das erklärt sich vor allem daraus, dass die UeberlandstrasSe, die auch dem Lokalverkehr zugänglich wäre, auf diesen besonders Rücksicht zu nehmen hat, weshalb eine Totalbreite von 13,5 m vorgesehen werden musste. Davon würden 8,5 m auf die eigentliche Fahrbahn, je 1,5 m für beidseitige Gehwege und je 1 m für doppelt geführte Fahrradstreifen in Anrechnung kommen. Die Autostrasse bedarf *ber nur einer Breite von rund 8 m, wovon 6 m auf die eigentliche Fahrbahn und je 90 cm auf die beidseitigen Bankettstreifen entfallen. Dazu kommt noch ein schmaler Grünstreifen für die Fahrbahntrennung. Im Wiggertal würde die Strasse einen halben Meter über dem Terrain hinweggeführt, um die Entwässerung- zu sichern. Die Linienführung der beiden Varianten unterscheidet sich in ihren grossen Zügen nur unbedeutend, doch weist die Autostrasse einen schlankeren Verlauf auf. Vom Kreuzplatz Ölten führt das Trasse durch den Talhoden der Wigger. Dagmersellen würde umfahren. Die Knutwiler Höhe würde in einem 10 m tiefen Einschnitt durchfahren, Sursee tangiert und die Strasse dem Sempachersee entlanggeführt, um von da in grossem Bogen nach Norden über zwei Brücken in Lu* zern einzumünden. Zofingen, Sursee und Reiden würden ä niveau an die neue Fernstrasse angeschlossen. Die Baukosten würden sich bei der 44,6 km langen Autostrasse auf 20,6 Millionen, bei der Fernverkehrsstrasse, die 45,3 km lang wäre, auf 22,5 Millionen belaufen- Dabei wurde ein Belag aus Teermakadam in Rechnung gestellt. Die Ausführung in Beton käme je etwa 3 Millionen höher zu stehen. Beide Projekte, welche die Zustimmung der Ver- Sammlung finden, sollen nun an den Ausschuss des Vereins weitergeleitet werden, der seinerseits die Kantonsregierungen begrüssen und diese um ihr Urieil bitten wird. Anschliessend an diese beiden Projektreferate erhebt sich eine recht interessante ' Diskussion Ober die ZweckmSssIgkeit von Firnvirkthrtstratsen. Aus der Mitte der Versammlung werden von einem Votanten Bedenken geäussert, ob sich die Aufwen- dung«n b«i «iner Vwwirklichiing der bisher Torgelegten Bauprojekte, die doch in die vielen Millionen Franken gehen würde, angesichts des verhältnismässig bescheidenen Zeitgewinnes, der für den Automobilisten aus der Benützung solcher Sondertraseen resultiere, überhaupt rechtfertige. Ei glaubt deehalb, dass die volkswirtschaftliche Seite dieser Strassenbaupläne viel zu wenig berücksichtigt werde. Abgesehen von den sehr zutreffenden Einwendungen, welche vom Vorsitzenden und anderen Diskussionsrednern gegen die vorerwähnte Argumentation ins Feld geführt werden, so möchten wir unsererseits die für die Exemplifizierung des Votume angegebenen Fahrzeiten sehr stark in Zweifel riehen. Es erscheint uns nämlich vollkommen ausgeschlossen, dass auf einer schweizerischen Durchgangsstrasse bei Erreichung einer Maximalgeschwindigkeit von 80 km ,eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von über 60 km erzielt werden kann und dies unter Beobachtung aller gebotenen Vorsicht, Wenn sich also schon hier bei einer kommenden Fernverkehrestrasse wesentlich grössere Zeitgewinne gegenüber den heute normalerweise zu erreichenden Reisegeschwindigkeiten ergeben, weil die vom Votanten zitierten Reisezeiten unter normalen Verhältnissen praktisch heute nicht erzielt werden, so gilt noch viel mehr der von Regierungsrat Wenk erhobene Einspruch. Er wies nämlich mit Recht daraufhin, das« der bei kommen, den Fernverkehrsstrassen mögliche Zeitgewinn nur ' Autosektion Aargau UNTERSEKTION WIGGERTAL. Geroäss unserer Voranzeige findet die Filmvorführung mit aufklärendem Referat über Betonstrasse nbau kommenden Donnerstag, den 6< April, abends 8 Uhr, im Saal des Hotels c Krone» in Aarburg statt Als Referent hat sich Herr Ing. Busch von Wildegg zur Verfügung gestellt. Wir erwarten namentlich seitens unserer Mitglieder einen sehr grossen Besuch. Der Eintritt ist frei für. jedermann. Machen Sie daher Freunde und Bekannte auf diese Veranstaltung, die sicher sehr viel Wissenswertes Persönliche Einla- vermitteln kann, aufmerksam. dungen erfolgen keine. Vereinigung schweizerischer Stra«ienf«chmänner. Die 21. gut besuchte Hauptversammlung, welche vergangenen Samstag in Basel stattfand, erledigte die laufenden Geschäfte. Im Vorstand trat insofern eine bedeutsame Aenderung ein, als der vieljährige Präsident, Kantonsingenieur A. Mean, Neuenburg, zurücktrat. An seine Stelle wurde Kantonsingenieur Schläpfer, Berisau, berufen. Am gemeinsamen Bankett überbrachte Herr Regierungsrat Wenk die Grüsse der Basler Regierung. Als Präsident des Autostrassenvereins gab er der Hoffnung Ausdruck, dass durch die enge Zusammenarbeit der beiden Verbände der Plan für die Verwirklichung eines schweizerischen Fernverkehrsstrassennetzes gefördert werde, da dies im Interesse des zunehmenden Strassenverkehrs und des Fremdenverkehrs für die Volkswirtschaft von grösster Bedeutung sei. In weiteren Ansprachen wurden die Verdienste des scheidenden Präsidenten gebührend gewürdigt. Bulletin vom 31. März 1933. m, K. x= mit Ketten — o. K. = ohne Ketten. Appenzellerland und Toggenburg: Das gesamte appenzellisohe und gt. gallische Straasennetx Ist schneefrei. Ohne Ketten sind befahrbar u. a. die Passübergänge Oberegg, Ruppen, Stoss, Hulftegg, Ricken und Strasse Wattwil - Wjldhaus - Rheintal. Für die. Zufahrt zu den Unterkunftsorten im Flum- Schwyi: Mit Ausnahme der Ibergereggstrasse, zwischen Oberiberg und Oberberg auf Schwyzer Seite, sind sämtliche Strassen mit Autos O.K. befahrbar. Qlarntrland; Talstrasse, Zufahrt nach Elm und zum Klöntalersee (Sackberg gesperrt) und Kerenzerberg schneefrei. Klausenstrasse o. K. offen bis Post Frutt; auf Urnerseite schneefrei bis zur Seelitalgalerie ob Urigen. Graubanden: Prättigauerstrasse aper bis Klo* fahrenquellen ausgemetzt werden. Wenn der internationale Autotourismus und der nationale Reiseverkehr weiter so zunehmen, wie dies trotz aller Krise in den letzten beiden Jahren der Fall war, so werden viele unserer jetzigen Strassen bald den Anforderungen nicht mehr genügen und bald würde mit der Verkehresicherheit und der reibungslosen Verkehrsabwicklung auch unser Ruf alsters. Wolfgang, zwischen Klosters und Davos, Reiseland in Frage stehen. Regierungsrat Bösiger, stellenweise vereist und m. K. passierbar. Westliche Bern, glaubt auch Vorsicht und Zurückhaltung gegenüber den Projekten empfehlen zu müssen und o. K gut befahrbar. Strasse Chur-Arosa o. K. be- Zufabrtsroute nach Davos (Zügen) fast aper und dringt darauf, ä&se zuerst abgeklärt werde, ob der fahrbar bis Litzirüti, weiterhin m. K. bis Arosa. isenbahn- oder Autotransport wirtschaftlicher sei, Strasse Chur-Lenzerheide-Tiefencastel-Oberbalbstein bevor man grosse Summen für Straseen ausgebe. gänzlich schneefrei bis Mühlen Albulastrasse Das Automobil lebe nicht aus dem Lande, sondern schneefrei bis Bergün, Weiterfahrt m. K. nach beeinflusse unsere Zahlungsbilanz in recht nachteiliger Weise. Auch habe der- Fremdenverkehr ar kein Interesse daran, daas die Schweiz möglichst rasch abgefahren werde. Demgegenüber wird r on dritter Seite auf die volkswirtschaftliche Bedeutung des Autotourismus hingewiesen, der allein im abgelaufenen Jahre über 60 Millionen Fr. in« Land gebracht habe und Dr. Gubler erinnert daran, das«, wenn etwa 38 Mill. Fr. für Benzin ine Ausland gehen, der Bund aus dieser Einfuhr allein seine 45 Millionen Fr. an Zoll wieder einsteckt. Der Vorsitzende gibt im weiteren Aufschlug über die am Schema der vom SAV.geplanten Fernverkehrsstrassen geübten Kritik. Vor allem hat die BaudiTektoren-Konferenz das Netz als viel zu dicht bezeichnet. Der Ausschues des SAV hatte seinerreit ein wesentlich bescheideneres Schema ins Auge gefasst, sah sich dann aber zufolge der von alllen Seiten, und nicht zuletzt von Baudirektoren, geäuseerten Wünschen dazu veranlagst, das Netz zu erweitern. Der heutige Plan stellt deshalb einen Kompromis dar. Es hat "auch gar nicht die Mei-' nun«, dass nun innerhalb kürzester Zeit alle diese Fernstrassen ausgebaut werden. Es handelt eich um einen Plan auf weite Siebt, dessen Verwirklichung nur schrittweise vor sich gehen wird und weitgehend von der wirtschaftlichen Seite der Projekte abhängig ist. Um die Meinungsverschiedenheiten, die in Kreisen der Baudirektoren und der Strassenfachmänner aufgetaucht sind, abzuklären und zu beheben, soll der Aufgabenkreis der einzelnen Institutionen genau umschrieben werden. D«r ASV wird sich der Fernverkehrsstrassen, die VSS der Hauptdurchgangsstrassen annehmen. Im übrigen bat schon -die Vergebung der Projektarbeiten gezeigt, dass die in Bezug auf das Schema bestehenden Differenzen in den Hintergrund treten, wenn es «ich um die praktische Verwirklichung der gesteckten Ziele handelt, indem der gemeinsame gute Wille zur Förderung des Werkes manche Kluft überbrückt. Die Vorstands wählen «-folgten im Sinne einer stillschweigenden Bestätigung der bisherigen Vorstandsmitglieder. Einzig in der Vertretung von zwei Instanzen trat eine Personaländerung ein, indem u. a. Herr Ing. Endtner nunmehr an Stelle von alt KursinspektoT Oftinger die Oberpostdirektion veTtritt. Mit einem vom Vertrauen auf die künftige Entwicklung und einem gesunden Optimismus für die Sache des Autostrassen-Vereins getragenen Schlussvotum beendete der VoTeitzende die interessante Tagung. — B. T. C. S. Aus J«sw Vetbänden AUTOMOBIL-REVUE CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Monatsversammlung, Mittwoch, den 5. April. 20.15 Uhr, im Vereinslokal: Rest « Du Pont », Schützenstube, 1. Stock. Wir laden alle unsere verehrten Mitglieder ein, pünktlich und vollzählig ru erscheinen. Es werden einige wichtige Beschlüsse zu fassen sein. Erscheint in Massen, denn die Beschlüsse betreffen die Allgemeinheit und unsere lieben Angehörigen, Freunde und Gönner. Schaltet am Mittwoch den direkten Gang ein und fahrt ohne Stopp ins Du Pont. Der Vorstand und die Kommission werden grosse Freude haben. Mit kameradschaftlichem Ghauffeurgruss: Der Vorstand. Tourismus Touristik-Bulletin des A. C. S. Preda möglich (Autoverladestation). Schvnpass schneefrei. Zufahrten zum St. Bernhardinpass auf beiden Seiten bis Hinterrbein resp. San Bernardino-Dorf o. K. offen. Talstrasse im Engadin stellenweise noch schneebedeckt, aber- durchgehend o. K. befahrbar. Maloja: Ketten in den Kehren notwendig. Berninapass, zwischen Pontresina und Poschiavo, unpassierbar. Vorderes Rheintal aper bis Tschamut. Lukmanienlrasse auf Bündnerseite bis Platta, auf Tessinerseite bis Olivone o.K. befahrbar İnnerschweiz: Brünigstrasse sowie Zufahrt nacb Engelberg gänzlich schneefrei. Gotthard; Nördliche Zufahrtsroute schneefrei und o. K. befahrbar bis Göschenen, Weiterfahrt ra, K. bis Andermatt - Hospenthal möglich. Südseite aper ab Motto Bartola Strasse im Val Bedretto o. K. befahrbar bis Bedretto. Btrner Oberland: Haslital schneefrei bis Guttannen. Bergstrassen um Interlaken nach Beatenberg, Grindelwald und Lauterbrunnen o. K, befahrbar* Strassen von Spiez nach Kantlersteg und Adelboden ganz schnpefrei. Strasse im unteren und oberen Simmental schneefrei, ebenso die Saanenmöser. Saanetal schneefrei, o. K. passierbar bis Gstelg bei Gstaad. Col du Pillcm geschlossen. Jaunpass durchgehend schneefrei und o K. passierbar. Zufahrt in* Gantrister Wintersportgebiet von Riggisber* her schneefrei bis Hotel Gurnigelbad und von Guggisberg her o, K. bis Riffenmatt befahrbar. Strasse im Senseta] schneefrei bis Sangernboden, Weiterfahrt nach Schwefelbergbad wegen Brückenumbaute unmöglich. Frau Elsit Mtnde-Porttr t. Ueberraiohend kam die bestürzende Mitteilung vom Hinschiede von Frau E. Mende-Porter, der sehr geschätzten Gemahlin von Dr. Mende, Zentralpräsident des A. C S, Eine Grippe, welche die Verstorbene auf einer Reise Jn Paris überraschte, verschlimmerte sich trotz der sorgfältigsten Pflege und allen ärztlichen Anstrengungen und brachte bei der Kranken, die inzwischen nach Hause gebracht worden war, am Freitagmorgen die tragische Wendung. Frau Mende, die sich weniger an den öffentlichen Funktionen ihres Gatten beteiligte, war weitherum durch ihre Wohltätigkeit und ihr Interesse an Wohlfahrtsbestrebungen bekannt und geschätzt. Auch in literarischen Kreisen hatte sie sich einen Namen durch ein feinsinnig geschriebenes Buch gemacht, welches das Lebentwerk ihres in amerikanischen Diensten berühmt gewordenen Vaters General Porter schilderte. Ihr Tod lässt nicht nur im engsten Familienkreis eine schwere Lücke und wird ihr Heimgang weit über ihro zweite Heimat hinaus betrauert. Wir versichern Herrn Dr. Mende und goine Familie auch an dieser Stelle unserer aufrichtigen Teilnahme. ' Buchevf^sch Das Eidg. Automobilgesatz in seiner Geltung für Fussgänger, Radfahrer, Landwirte, Reiter, Fuhrleute; einschliesslich Haftpflicht, Versicherung, Klagerecht, von Dr. J. Duft, Rechtsanwalt, St. Gallen. Verlag: Buchdruckerei Konkordia. Wintertbur. Preis: 60 Rp. Die" vorliegende Schrift will kein Kommentar sein, sondern ein einfacher und populär gehaltener Wegweiser durch das neue Bundesgesetz über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr, sowie durch die allgemeine Vollzugsverordnung. Sie wendet sieb vor allem an alle «übrigen» Strassenbenützer. Fussgänger, Radfahrer, Landwirte, Reiter und Fuhrleute. Und mit Recht, denn die heutzutage so notwendige Verkehrsregelung bleibt Stückwerk und erfüllt ihren Zweck nur teilweise, wenn und solange ihr nicht alle Strassenbenützer unterworfen werden. Das Büchlein will in erster Linie für die breiten Massen aufklärend wirken. Dieser Zweck wird durch eine leichtfassllche Darstellung und übersichtliche Systematik erfüllt. Währenddem- für Anwälte und Richter ohne weitere Literatur in Streitfällen nicht auszukommen sein wird, kann das vorliegende Schriftchen, seiner Zweckbestimmung entsprechend, zur Einführung und für den Laien gute Dienste leisten. Indirekt dient es damit auch der allgemeinen Erziehung zur Strassendisziplin und besseren Einfügung in den allgemeinen Strassennexus. E. Lutz, Advokat, Flawil. AMTUEI-I-KS 15 Die Reflexllnsen für Fahrräder, welche im Automobilgesetz vorgeschrieben, sind ebenfalls Gegenstand eines vom eidg- Justizund Polizeidepartement an die für das Automobilwesen zuständigen Direktionen oder Departemente der Kantone herausgegebenen Rundschreibens, dem folgendes zu entnehmen ist: Qemä5S Art. 68, Abs. 2, der Voliziehungsverordnung zum Bundesgesetz über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr muss das Fahrrad als rückwärtswirkendes Leuchtzeichen eine rote oder orangefarbige Reflexinse oder ein rotes oder orangefarbiges Licht aufweisen. Abs. 2 regelt genau die Beschaffenheit und die Art der Anbringung der Reflexlinse. Beschaffenheit: < Der wirksame Durchmesser der Reflexlinse muss mindetens 3,5 und darf höchstens 5 cm betragen. Die Linse muss so beschaffen sein, dass sie, wenn sie durch die Scheinwerfer eines Motorfahrzeuges beleuchtet wird, auf eine Entfernung von 100 m gut erkannt werden kann. Ihr Streuwinkel muss nach beiden Seiten, von der Mittellinie aus gemessen, 30 Grad betragen. > Es hat sich herausgestellt, dass im Handel noch oft Reflexlinsen vertrieben werden, die den obenstehenden Vorschriften über ihre Beschaffenheit nicht entsprechen. Anderseits steht fest, dass die Reflexlinsen häufig am Rad unrichtig angebracht werden und demnach die vorgeschriebene Wirkung nicht erzielen. Wir wären Ihnen sehr verbunden, wenn Sie dieser Angelegenheit ihre volle Aufmerksamkeit schenken und in geeigneter Weise die Händler und Radfahrervereinigungen Ihres Kantons auf die Vorschriften der Volfziehungsverordnung über die Reflexlinsen aufmerksam machen wollten. Auch dürften die Polizeiörgane Ihres Kantons noch besonders angewiesen werden, die Radfahrer auf der Strasse nach Möglichkeit zu kontrollieren und sie bei jedem sich bietenden Anlass über die Beschaffenheit einer vorschriftsmässigen Reflexiinse und insbesondere auch über deren richtige Anbringung zu belehren. Wir selbst werden bei jeder sich bietenden Gelegenheit, bei den Händlern wie bei d e " Verbänden, für Aufklärung über die gesetzlichen Bestimmungen betreffend die Reflexlinsen für Fahhräder besorgt sein, damit vorschriftswidrige Leuchtzeichen möglichst bald vom Markt und von der Strasse verschwinden. DI« Wintersaison 1932/33 der Autoposten In den Alpen. Die Reisendenzahl vom 19. Dezember 1932 bis 26. März 1933 beziffert sich, wie das Kursinspektorat der Generaldirektion der P.T.T. meldet, auf 113.235 Personen (79,331 In der vorangehenden Saison). Ohne die in den wöchentlichen Bulletins genannten Linien, die bei der Berechnung der Mehrfrequenz nicht berücksichtigt wurden, Ist die Ziffer der in der vergangenen Wintersaison beförderten Personen um 1174 höher als in der Saison 1931/32. Wir werden auf diese Ergebnisse noch genauer zu sprechen kommen, lt. 1. April-Sünden. Für alle diejenigen, welche sich an der Wahrheit langweilen, ist der 1. April der geeignete Tag, um frisch ins Blaue hinaus zu phantasieren, dabei gewlssermassen noch mit moralischer Genehmigung. Auch unsere Redaktion, die sonst jahraus, jahrein bemüht ist, den werten Lesern mit lauterster Wahrheit zu begegnen, konnte es sich nicht verkneifen, ihnen ein kleines Schnippchen zu schlagen. Wir gestehen es: Die letzte Nummer der « Automobil-Revue » musste mit Behutsamkeit gelesen werden, wollte man nicht über eine Falle stolpern, die von hinterlistigen Journalisten ausgeheckt wurde. Wer sich etwa zu dem Glauben verleiten Hess, der Umzug anlässlich der schweizerischen Konferenz für Touristik in Zürich habe es mit der Wirklichkeit zu tun gehabt, ist das bedauernswerte Opfer eines regelrechten Aprilwitz«s geworden. Die Notiz scheint tatsächlich verschiedene Leser in jene Üngewissheit gestürzt zu haben, die gerade der heimliche Zweck der Sache war, jedenfalls meldete sich am Samstag eine Zürcherin, um Näheres über den Umzug zu erfahren... Leider gehören auch die 'Mitteilungen vorn Bau eine schweizerischen Rennwagens und der Gründung einer Altwagen-Verwertungs- Gesellschaft ins Reich der 1. April-Fabeln. Weit und breit weiss niemand von dieser Sache, so dass man mit all den bedauernswerten Opfern, die auf die Meldung hin aufhorchten, klagen kann: Es war zu schön gewesen, es hat nioht sollen sein... Schliesslich haben wir noch zu berichten, dass auch das neue Zeppelin-Landungsverfahren nur in unserer Redaktion erfunden worden ist. Die Ankündigung seiner Vorführung ausgerechnet am 1. April mag manchen schlauen Leser schon selbst auf diesen Gedanken gebracht haben.