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E_1933_Zeitung_Nr.036

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Luftfahrt Ein neues

Luftfahrt Ein neues KunstHugzeug. Der bekannte deutsche Kunstflieger Gerd Achgelis, der 1931 Inhaber der deutschen Kunstflugmeisterschaft war, diese aber im vorigen Jahre wieder an Gerhard Fieseier zurückgeben musste, hat sich für die diesjährige Flugsaison ein neues Kunstflugzeug bauen lassen, das ebenso wie seine erste Maschine der Flugzeugfabrik von Focke-Wulf entstammt. Bei dem neuen Flugzeug, Baumuster FW 44 «Stieglitz», handelt es sich um einen verspannten, beiderseits durch je einen N-Stiel abgestützten Doppeldecker, dessen konstruktive Durchbildung in erster Linie den Erfordernissen des Kunstfluges Rechnung trägt. Der Oberflügel ist stark nach vorn gestaffelt. Die Flügel weisen zweiholmige Holzbäuart. auf, die Flügelunterseiten sind sperrholzbeplankt, während die Flügel im übrigen stoffbespannt sind. Querruder sind sowohl im Ober- wie im Unterflügel vorgesehen; sie, wie die übrigen Leitwerkflächen, bestehen aus stoffbespanntem Stahlrohrgerippe, lediglich die Höhenflosse, die im Fluge verstellt werden kann, besteht aus Holz. Der achteckigen Querschnitt aufweisende Rumpf wird aus einem verschweissten Stahlrohrgerippe gebildet und ist vorwiegend mit Stoff bespannt. 700,106 km/h. Bernasconi • 681,Ml km/ h , 657.076 km/h.Stainforth 512 776 ftm/h .Mario

N° 36 — 193S AUTOMOBIL-REVUE Aus der internationalen Automobiiindustrie. ll.* Aus diesem Gesamtbild wollen wir einige der hauptsächlichsten Automobilfabriken herausgreifen, um auch durch detaillierte Zahlen Äufschluss über die Aussichten für die zukünftige Entwicklung zu erhalten. .Nach Mitteilungen der Adam Opelwerke soll sich seit Anfang März eine derart starke Belebung im Automobilgeschäft bemerkbar machen, dass zur Zeit sämtliche Anlagen der Rüsselsheimer Werke voll beschäftigt sein sollen. Aus diesem Grunde sei man wieder zur Sechstagewoche zurückgekehrt. Gegenüber dem März 1932 lässt sich im entsprechenden Monat 1933 eine Produktionszunahme von; 46 % feststellen, indem in diesem Zeitraum nicht weniger als 3247 Einheiten abgeliefert wurden. Der Inlandsverbrauch hat um 60%, das Exportgeschäft um 21 % gegenüber dem März 1932 zugenommen. Gegenwärtig beträgt die Belegschaft 6654 Arbeiter und Angestellte, doch ist vorgesehen, demnächst mehrere hundert Neueinstellungen vorzunehmen. In dieser starken Produktionszunähme widerspiegelt sich unbedingt das Vertrauen, das man den Regierungsmassnahmen hinsichtlich der Reduktion der Automobilsteuern in Automobilistenkreisen entgegenbringt. Nachdem die Opelwerke berichten konnten, anlässlich der Berliner Automobilausstellung, rund 8000 Auslandsaufträge verzeichnen zu' können (neben einem zufriedenstellenden Inlandsabsatz), vernimmt man auch von den Adlerwerken über Ausstellungsabschlüsse, die grösser waren als an irgendeiner der letztjährigen Veranstaltungen. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter und Angestellten ist gegenüber dem Vorjahre um 20 % gestiegen. Nach Mitteilungen der Verwaltung wird die Werkplatzkapazität, die bei Normalbetrieb monatlich 1500 Wagen beträgt, zur Zeit mit 60 % ausgeitzt, gegenüber einer nur 30% igen Beanspruchung im April 1932. Besonders gefragt sind die Typen unter einem Hubvolumen von zwei Liter. Stückmässig hat sich der Umsatz im ersten Quartal des laufenden Jahres gegenüber der vorjährigen Parallelperiode auf 240 Prozent gestellt, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass damals die beiden 1,5-Liter- Typen noch nicht auf den Markt gebracht wurden. Auch bei den Wandererwerken in Schönau bei Chemnitz hat sich in letzter Zeit eine recht befriedigende Zunahme des Beschäftigungsgrades durchzusetzen vermocht. Die Röhrwerke in Ober-Ramstadt sollen wegen zahlreichen Aufträgen schon jetzt auf Monate hinaus beschäftigt sein. Auf Grund der Fabrikationsaufnahme eines neuen Kleinwagens werden die Zukunftsaussichten auch von dieser Verwaltung nicht ungünstig beurteilt. Die Durchführung des Fabrikationsprogmmrhes konnte durch die Hereinnahme neuer Mittel gesichert werden. Der im ersten Geschäftsabschluss (27. April 1931 bis 31. Dezember 1932) ausgewiesene Verlust wird durch die ungünstige Wirtschaftslage begründet, sowie auf Gründungskosten, auf die industrielle Anlaufszeit und auf die sehr niedrige Bewertung des Warenlagers zurückgeführt. Zwischen der Daimler-Benz und der Büssing-NAG ist kürzlich ein Vertrag zustandegekommen, der die Aufstellung und Innehaltung geplanter Listenpreise für Lastautomobile vorsieht. Vorerst handelt es sich nur um ein Probeabkommen, das bei befriedigendem Funktionieren verlängert werden soll. Dieser preispolitische Vorstoss der beiden Unterneh- *) Siehe No. 35 . . mungen dürfte wahrscheinlich als erster Schritt zur Einführung einer einheitlichen Preispolitik auf dem deutschen Lastautomobilmarkt bewertet werden. Auch bei den Daimler-Benz-Werken konnte die Produktion in erheblichem Masse erweitert werden. So wurden nach neuesten Meldungen 1500 Arbeiter und Angestellte neu beschäftigt. Da sich auch das Exportgeschäft recht gut anlässt, hofft man, die Belegschaft sogar noch weiter erhöhen zu können. Nicht nur bei den einzelnen Automobilfabrikationsgesellschaften lässt sich eine erfreuliche Auftragssteigerung konstatieren, sondern auch bei den Karosseriewerken. So sollen in den Ambi-Budd-Werken die Abteilungen Karosseriebau, Presserei und Gesenkbaü voll beschäftigt sein, so dass in jüngster Zeit sogar 500 Neueinstellungen vorgenommen werden mussten. Neben den durch die in Deutschland zu beobachtende bessere wirtschaftliche Zuversicht soll das Unternehmen aber auch aus dem Auslande grössere Bestellungen zu verzeichnen haben. Wenn auch über die neueste Entwicklung des italienischen Automobilbaues noch keine näheren Angaben vorliegen, so geht doch aus der Geschäftsentwicklung der mit einem Kapital von 400 Millionen Lire arbeitenden Turiner Fiatwerke während des letzten Jahres hervor; dass auch bei unsern südlichen Nachbarn dieser Industriezweig eine gute Widerstandsfähigkeit aufzuweisen hat. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat dieses Unternehmen einen Bruttogewinn von 40,5 gegen 48,4 Mill. Lire aufzuweisen. Nach Abzug; verschiedener Unkosten,. ,der ^er^ä1tungsspesen. ; ?eitc^ verbleibt jedöcli kein Reingewinn,) Weriri dessenungeachtet die Verwaltung die Verteilung einer Dividende von 5 % vorschlägt, so muss dieser Akt doch als Zeichen eines begründeten Optimismus bewertet werden: Trotzdem das Exportgeschäft im} abgelaufenen"-Jahre gegenüber |931 ? eifie gewisse Einbusse zu ver zeichnen hat, vermöchten die Fiatwerke ^dessenungeachtet ihre'Produktion zu behaupten, Der Ausgleich ist somit allein im zunehmenden Inlandskönsum zu suchen. Es dürfte vor allem der Kleinwagen « Bälillä * sein, von dem täglich 120 Einheiten produziert werden, auf den die Erfolge zurückzuführen sind. Aber auch der beharrlichen und energischen Propaganda für nationale Produkte, die durch obrigkeitliche Pröduktionsmassnahmen zugunsten der Inlandsproduzenten nach Möglichkeit gefördert werden, ist ein grösser Teil dieses Erfolges zuzuschreiben. Im Rahmen dieser Schutzmassnahmen sahen sich die in Italien domizilierten ausländischen Automobilfirmen gezwungen, ihre Akquisitionstätigkeit auf ein Minimum zu beschränken. Der Automobilexport Italiens beträgt auch heute noch insgesamt 23 % der italienischen Automobilproduktion, während er in Grossbritannien mit 16%, in' Frankreich mit 12% und in den Vereinigten Staaten mit 4,8 % angesetzt wird. Grosse Hoffnungen setzen die Fiatwerke speziell auf ihr « Littorinamodell» als neueste Schöpfung auf dem Gebiete des Auto-Eisenbahntraktionsproblems. Vor kurzem hat die italienische Regierung 100 derartige, mit einem l20rPS-Fiatmotor ausgerüstete Wagen bestellt. Im vergangenen Jahre waren in den Turiner Werken rund 27 000 Personen beschäftigt, wobei die'Mehrzahl der Arbeiter wöchentlich durchschnittlich 5 bis 6 Tage tätig gewesen sein sollen. Unlängst veröffentlichte die österreichische Regierung eine Verordnung, wonach der gesamte österreichische Äütomobilimpört einer Umorganisation unterworfen wird. Diese Massnahme, welche in "der Hauptsache zugunsten der Inlandsproduktion erlassen wurde, bedeutet für die Ausfuhrinteressen der ausländischen Aütomobilindustriß einen schweren Sehlag. Mit dem Erlass* 5 erfolgte gleichzeitig eine Nivellierung der gesamten Automobileinfuhrkontingente, d. h. sämtlich^ Einfuhrkontingente der . ausländischen Staaten werden dem neuen Konting&ntsatz ange? •päSSfc' •' '•• '-""•*•• "•••••*"" "" '"• ' .-"'C'';fl Auf eine freundliche Note sind wiederum die Berichte aus der britischen Autpmobilindustrie gestimmt. Im vergangene!}.'; Jahre haben die englischen Automobilfabriken ihre Produktion- nicht unbedeutend* erhöheir können, und zwar von 238 800p,auf ;323719 Wa- gen. Diese Pfoduktiöi^szunähme : von "84919 Einheiten ist zum grossen Teil auf. Kosten der Importdrosselung' amerikanischer Automobile erzielt worden. Darüber' hinaus- lässt sich aber ein beträchtlicheryl^ehräbsatz,in Grossbritannien selbst konstatieren.. Zum Pariser Salon 1933. Der bisherige Generalkommissär des internationalen Automobil-Salons von Paris» Henry Cdsanrie, hat seinen Rücktritt genommen. Sein Amt wird nicht neu besetzt, aber seine Funktionen durch das Ausstellungskomitee, an dessen Spitze Baron Petiet steht, übernommen. Die Direktion- des Sekretariates wird einem frühern Mitarbeiter von Henry Cesanne anvertraut. Es ist dies Paul Dötin. Das Ausstellungskomitee wird für den diesjährigen Salon mehrere organisatorische Aenderungen treffen, worunter wir die neue Reglementierung des Stationierens vor dem Grand Palais und das Offenhalten der Ausstellung bis- 23 Uhr erwähnen. lt. Autobusdienst Nizza - Genua - Neapel. Der italienische Verkehrsminister weihte kürzlich die neue Autobuslinie Genua - Florenz - Rom- Neapel ein,, die eine Verlängerung der bereits mit Erfolg bedienten Linie Genua - Nizza darstellt. Die neuen Kurse dienen dem grossen Touristikverkehr. Für die Reise in einer Richtung sind vier Tage vorgesehen, mit Uebernachten in Genua, Florenz und Rom. Italien will njcht nur durch Bahnvergünstigungen, sondern auch durch den Autobusdienst, der mit Hilfe der Verkehrsverbände errichtet wurde, den grossen Strom der Reisenden in sein Land locken. Man scheint bei unserem südlichen Nachbar erkannt zu haben, dass dem Erwerbsleben des Landes besser gedient ist, wenn 'man zur Aufnahme des Fremdenstrotnes beide Verkehrsmittel, die Bahn und ,den Autobus, zur Verfügung stellt. Erfreulicherweise deuten auch in der Schweiz Anzeichen auf eine veränderte Einstellung zur tin; ' : (Schhss folgt.) Ausstellun^^ra Autokuvse "' ••'••• '•'-" ''hl. ! LE RECORD DU MONDE DE VITESSE sur hydravion Macchi-Castoldi-Fiat, vient d'§tre battu par i'aviateur italien Agel-Io, avec L'huile „CASTROL" reste en tete des grandes epreuves. — Toujours imit6e, jamais 6gal6e! Vous trouvez la CASTROL dans tous les bons garages. Exigez-Ia en bidons d'origine plombes. Aeents pour Geneve: IM EX S. A. 8, nie Ph. Plantamour UN CAMION La ßougie Mondiale adoptee ou recommandee par plus de Representants generaux pour la Suisse: EÜRKE & CO., ZÜRICH Departement: Huile pour moteurs Tel6phone: 34.677 AVEC MOTEUR DIESEL 200 COM STRUCXEURS garantit les transports les plus öconomiques, 60 ä 70 °/„ des Tais de combustible äconomisös sur ceux des moteurs ä essence. Plus de 2500 camlons, omnibus et cars alpin» gquipös de moteurs « Saurer »-Diesel en circulatlon en Suisse et ä l'e'tranger, dont plusleurs ont d.ejä couvert plus de 220 000 km. Demandez nos räfärences et attestations ainsi que la brochure: « Ue nouveau moteur Saurer- Oiesel pour automobiles». S. A. 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