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E_1933_Zeitung_Nr.034

E_1933_Zeitung_Nr.034

Jürgen, ,wie so oft...

Jürgen, ,wie so oft... aus dem schwarzen Dorf... und fortlaufen, wenn ich komme... aber es rief wirklich... es ruft anders sonst... Christus könnte zu ihr kommen... zu ihrem bösen Tod...' Vor seinen Augen ist nichts als eine schwarze Wand, die sich lautlos teilt. Aber er fühlt das Ufer, wie er den kommenden Regen fühlt oder das flach werdende Wasser. Denn die toten Dinge sind ihm vertraut, und nur der Mensch baut die Mauer der Ffemdheit von Herz zu Herz. Der Kiel stösst leise auf, und Jürgen hält mit dem Ruder den Kahn in der Strömung. «Wer ist da?» fragte er scheu. Die Erde schweigt. Ein unsichtbarer Wirbel mahlt sich leise durch die Flut, taucht unter das Boot, versinkt. Der Vogel ruft noch einmal hinter dem Moor. Der Hauch eines Windes kommt aus dem Erlenwald, rührt an das Gras und stirbt. Das Boot ist nun ganz allein. «Ist niemand da?» fragt Jürgen. Er nimmt die Laterne und steigt an Land. Das Bad der Millionäre in Konkurs ! Palm Beach, das Bad der Millionäre, in Konkurs! Wer hätte je geglaubt, dass das mondänste Luxusbad der Welt von der Lawine der Wirtschaftskrise ergriffen und mit fortgerissen wird? Denn hier war der Treffpunkt der reichen und reichsten Menschen, hier schien das Geld keine Rolle zu spielen. Herrliche Strandanlagen mit prächtigen Palmenpromenaden, ein Ver- Er fürchtet sich nicht, aber seine Augen sind schwer wie von einem «Gesicht». Er hebt die Laterne an die Pflugschar. Tau liegt in Perlen auf dem dunklen Rost. Kein Fleck zeigt an, dass eine Hand den Klöppel gegen sie 'geschlagen hat. Er bleibt noch stehen neben dem grauen Holzgerüst und sieht über das Wasser nach dem Licht, das zu Häupten der Sterbenden steht. ,Es könnten die Jungen sein aus dem schwarzen Dorf/ denkt er. .Spurlos sind sie*, wie Katzen aus dem Wald...' Und dann atmet er einmal tief auf und fährt zurück. Seine Gedanken verlieren sich in der ziehenden Flut, und er muss den Kahn am Ufer entlangrudern, stromauf, weil die Strömung ihn abgetrieben hat bis zu der toten Eiche vor dem Fichtenwald. Er tritt leise ein und weiss, was geschehen ist. Das weisse Gesicht ist noch warm, aber unter der Haut steigt langsam die Kälte empor. Unter den Lidern ist ein schmaler Spalt, und man sieht tief hinein in die Brunnen des Todes. Der Zeigefinger der rechten Hand ist noch leise gekrümmt von der letzten Zahl, die er in die Schuldreihe geschrieben hat. Der Tagesfilm strand. Die richtige Entwicklung setzte aber erst in den Jahren 1923 und 1924 ein. gnügungsetablissement neben dem anderen, Der wirtschaftliche Zusammenbruch des Wolkenkratzerhotels mit allen nur erdenklich komfortablen Einrichtungen, prunkbleiben der Badegäste zurückzuführen. Luxusbades Palm Beach ist auf das Fernhaft ausgestattete Spielsäle, mustergültige Wenn auch dem Amerikaner eine Reise Rennbahnen — das war Palm Beach auf nach Palm Beach immer noch verlockend der Halbinsel Florida. Und jetzt ist die erscheint, so sind den meisten in der heutigen Krise die Preise zu hoch, ja selbst das Statte, wo Eleganz und Luxus Selbstverständlichkeiten waren, verarmt und einFahrgeld bedeutet keine Bagatelle mehr. toter Ort geworden. Die Riesenhotels stehen leer, und die gepflegten Parkanlagen Hafenstädten Nordamerikas nach Palm Die Luxusdampfer, die von den grossen verwildern. Palm Beach hatte eine unerhört schnelle Entwicklung durchgemacht. Preise, die nicht von jedem bezahlt werden Beach fahren, verlangen immer noch Vor dem Weltkrieg war dieser Küstenstrich von Moskitos und Schlangen durchren. Palm Beach merkt das "am besten. können. Auch die Millionäre müssen spasetzt, und faulende Sümpfe schwängerten Dieses Luxusbad scheint der beste Gradmesser des amerikanischen «Wohlstandes» die Luft mit fiebererregenden Bazillen. Als dann aber im Kriege von den amerikani- oder seiner — Armut zu sein. schen Truppen der Boden kultiviert wurde, um hier einen grossen Truppenübungsplatz zu schaffen, entdeckte man den vom Meer umspülten herrlichen Landstrich mit seinem weissen Sand. Die reichen Amerikaner, denen im Kriege die gewohnte Ueberfahrt nach Europa zu gewagt erschien, hatten jetzt den schon längst gesuchten Bade- rand sass tmd die Schuhe anzog, in ihm auf. Er war müde und bedrückt Könnte er doch alles ungeschehen machen! Törichter Gedanke! schalt er sich selber. Jetzt «die Ohren steif halten», sagte er laut vor sich hin, als müsse er sich am Klang der eigenen Stimme aufrichten. Seine schmutzigen Schnürstiefel legte er vorläufig, in Zeitungspapier gewickelt, tmten ins Kleiderspind, das er abschloss. Nun trat er auf den kleinen Balkon des Schlafzimmers hinaus, nachdem er vorher das Licht ausgedreht hatte. Die kalte Nachtluft tat ihm wohl. Der Regen hatte aufgehört. Dafür war es kälter geworden. Er knöpfte den Kragen ab und empfand, mit Behagen die feuchtkalte Luft an Hals und Nacken. Es war noch vollkommen dunkel. Nur im Osten rechts über dem See lag ein langer hellgrauer Streifen als erstes Zeichen des kommenden Tages. Und links in der Ferne sah man eine mächtige Kuppel himbeerfarbenen Dunstes: das war der Lichtreflex der Millionenstadt Berlin in den Lüften, nur etwa vierzig Kilometer Luftlinie entfernt Tiefe Stille. Nur hinten auf dem See, nahe dem linken Ufer, hörte Georg das taktmässige dumpfe Anschlagen eines Ruders an die Bootsdolgen. Wer konnte um diese Stunde noch draussen auf dem Wasser sein? Den Priebenower Fischer hatte er selber heute beim Dunkelwerden beobachtet, wie er vom Reuseniegen zurückgekehrt war. Mitunter hörte das Klopfen der Ruder minutenlang auf, dann setzte es wieder ein — «rum — kumm — rum — kumm» — und schien langsam näher zu kommen, obwohl das Geräusch — auffallend genug — jetzt leiser wurde. «Scheint ein selbständiger Reusenrevisor zu sein,» meinte Georg. «Vielleicht der Dvorak. Dem werden wir das Handwerk legen.» Das Auge hatte sich inzwischen an die Dunkelheit gewöhnt, auch erhellte das Dämmern im Osten schon ein wenig die Landschaft, so dass Georg den Rohrgürtel des Ufers und eine leichte Nebeldecke auf dem See schwach zu erkennen vermochte. In den Gehöften krähten die ersten Hähne. Jetzt hörte er hinter sich, vom Gutshof herüber, das Geräusch einer zufallenden Stalltür. Da wurden wohl schon die Kühe gemolken? Es war Zeit, die Spuren des Kampfes in der Trinkstube zu verwischen. Und noch einmal überlegte er mit frischeren Sinnen: wäre es nicht noch Zeit, jetzt den AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N°34 Ultraviolett besiegt Mückenplage. Eine junge französische Erfinderin, Fräulein Germaine Gourdon aus Montmorency, hat einen Apparat erbaut, der alle Arten von Insekten mit' unwiderstehlicher Gewalt anzieht und sie dann wie in einem Staubsauger verschwinden lässt. Bei den praktischen Vorführungen, die in der von Stechmücken arg heimgesuchten Rivierastadt Saintes-Märies-de-la-Mer stattfinden, gelang es, innerhalb 126 Stunden nicht weniger als 18,5 Kilogramm dieser Plagegeister, rund 140 Millionen Stück, einzufangen und unschädlich zu machen. Die Patente sind bereits von einer ganzen Reihe von Regierungen, darunter der amerikanischen, erworben worden, und die Experimente sind überall im Gange. Fräulein Gourdon, die erst 25 Jahre alt ist, hat das Erbe ihres Vaters übernommen, der Zivilingenieur war. Längst schon war die Beobachtung gemacht worden, dass gewisse Insekten durch ultraviolette Strahlungen angezogen werden. Fräulein Gourdon entdeckte, dass dabei die Wellenlänge von entscheidender Bedeutung war und dass eine bestimmte Wellenlänge stets auch einen ganz spezifischen Einfluss auf bestimmte Insekten ausübte. In jahrelangen Versuchen legte sie eine Tafel der Wellenwerte an, wobei auf die Witterung, die Temperatur, den Himmelsstrich Rücksicht genommen werden muss. Sind alle Bedingungen genau erfüllt, so «gehorchen» die betreffenden Insekten automatisch, und zwar, wie es scheint, infolge eines Nervenschocks, dem sie sich nicht zu entziehen vermögen. So weit die Kraft der Strahlen überhaupt reicht, werden sie angezogen und durch einen Sauger unschädlich gemacht. Der Sender besteht aus einer einfachen Lampe aus geschmolzenem Quarz. Der Gymnasiast mit dem Haustorschlüssel. Der kleine ungarische Untergymnasiast Kola war der ungekrönte König der Schuljugend von Banjaluka. Wo er sich zeigte, machte man ihm respektvoll Platz. Die ältesten Repetenten, auf deren Lippen ganz deutlich ein Schnurrbart sprosste, haben verödet und ausgestorben dalag, mit unbeleuchteten Fenstern, ein düsteres Zwinguri der Gelehrsamkeit, wenn in den muffigen Korridoren höchstens ein vorwitziges Mäuschen vorüberhuschte, dann hat der kleine Kola dem Hause seine Besuche abgestattet. Entweder gab es überhaupt keinen Schuldiener oder der war so betagt, so mitgenommen durch des Tages Mühsal, dass er den gesunden Schlaf des Gerechten schlief und den Kola niemals störte. Und der Kola wächst heran, hat beinah schon das ganze Gymnasium absolviert und nennt noch immer, wie schon seit Jahren, den Schlüssel sein teuerstes Besitztum. Im Gymnasium spukt es. Die Schüler kennen den Geist vortrefflich. Den Lehrern ist und bleibt er ein Geheimnis. Aus den Klassenbüchern fehlen ganze Seiten, die Kataloge zeigen merkwürdige Ausradierungen und Verbesserungen der Fortgangsnoten auf. In der Schülerbibliothek verschwinden gerade die interessantesten Bücher, um nach angemessener Zeit ebenso geheinmnisvoll zurückerstattet zu werden, wie sie seinerzeit entliehen worden sind. So geht es bereits seit Jahr und Tag, man hat sich an den geheimnisvollen Hausgeist des Gymnasiums bereits gewöhnt und duldet wohl oder übel sein Treiben. Von Zeit zu Zeit schlägt der Direktor hilflos die Hände zusammen, dass das ganze Klassifikationssystem in Unordnung geraten sei. Der Kola nämlich hat immer glänzende Noten und seine intimen Freunde desgleichen. Der Herr Ordinarius seinerseits zerbricht sich den Kopf, ob ihn denn sein Gedächtnis ganz im Stich lasse. Er glaubt, sich doch bestimmt zu erinnern, dass der Kola gestern gar nicht so gut vorbereitet gewesen ist, wie es der Katalog schwarz auf weiss bezeugt. So lange ist der Krug zum Brunnen gegangen, bis der Kola es gar zu arg getrieben hat. Jetzt begnügt er sich nicht mehr mit Katalogfälschungen, mit Zwangsanleihen bei der Schülerbibliothek, sondern hat auch die Tischladen gründlich revidiert und sein Taschengeld mit den vorgefundenen Barbeträgen erhöht. Da hat man die TJeberwachung verschärft und schliesslich den Kola und seine Genossen hoppgenommen. sich vor ihm gebeugt. Wenn er vorüberging, folgten ihm ehrfürchtige Blicke. Und Sie sind übrigens mit einem bläuen Auge man flüsterte einander zu: «Er hat dendavongekommen; man hat das Ganze als Haustorschlüssel!» Nämlich den des Gymnasiums. So verhielt es sich tatsächlich. Arreststrafen nur bedingt ausgesprochen. Dummejungenstreich klassifiziert und die Der Kola konnte, wann er wollte, die versperrte Tür öffnen. Das tat er am liebsten zu nachtschlafender Zeit Wenn das Haus ganzen Hergang der Katastrophe wahrheitsgemäss zu erzählen? Es würde ihm diese ganze Verstellungskomödie ersparen, die ihm ja schon in den ersten Minuten zuwider gewesen war. Aber dem konnte man sich schliesslich entziehen: natürlich würde er das Schloss sofort verkaufen und nach Süddeutschland, jedenfalls in eine Gegend ziehen, wo niemand seinen Bruder kannte, niemand Vergleiche anstellen konnte. Anderseits würde man ihn sicherlich bei Aufdeckung des wahren Tatbestandes des versuchten Mordes anklagen. Denn wozu, würde man fragen, sonst die monatelange Vorbereitung, die täuschend ähnliche Maske? Wozu das nächtliche Einschleichen ins Schloss, die Beseitigung des Hundes? Man würde behaupten, der Herzschlag Richards sei dem Pistolenschuss nur zuvor gekommen, denn dass er seinen Browning schussbereit in der Tasche hatte, bezeugte ja sein Abschiessen der Katze. Was bezweckte seine Komödie vor den Angestellten? Und würde der Eifer des Untersuchungsrichters und des Staatsanwaltes sich nicht liebevoll in seine Vergangenheit vertiefen? Weswegen war er seinerzeit nach Amerika gegangen? Altersgenossen würden sich erinnern und die Anklage würde den «Diebstahl» damals als Belastungsmoment hinstellen. Bei diesen verzwickten Umständen eines Falles, dessen Fäden in ferne Vergangenheit und nach Amerika hinüberlaufen, würde ihm monatelange, wenn nicht jahrelange Untersuchungshaft in Aussicht stehen, und das bedeutete einen Zusammenbruch seiner ohnehin angegriffenen Nerven. Und selbst, wenn endlich das Gewebe entwirrt, die Anklage fallen gelassen werden sollte — aliquid semper haeret, die verschiedenen Anklage- und Beweispunkte würden ihn für immer zu einem Gezeichneten machen, seine schönen, grossen Pläne vereiteln. Nein, nein, das wäre Selbstmord. Es musste schon bei der Verstellungskomödie bleiben. Er trat in die Stube zurück. Mit ruhigem Blick sah er sich noch einmal in den schönen Räumen um. Das Herz schlug langsamer. Die Gedanken ordneten sich und kehrten zu seinem ursprünglichen Plan zurück. Was hatte sich denn geändert, fragte er sich, langsam durch das Zimmer wandernd. Der Bruder hatte nur eine weitere Reise angetreten, als geplant war. Hatte das seine Ziele verschoben? Keineswegs! (Fortsetzung folgt.) ZÜRICH BEIM I PICKNICKS die hübschen Papierservietten und -Taschen, das Butterbrotpapier von IANDOLT- ÄRBENZ&G Berücksichtigt die Inserenten dieses Blattes Vergessen Sie niemals Wer ATOX Cigaretten raucht, für Lunge, Herz und Nerven nicht mehr zu fürchten braucht die ständig amtlich kontrollierte, txni*1rliAli ni1rrfc+iTl«k1*ma . . A JC Of _ - daher gesundheitganschädliche Cigarette der ^AUSlRIAP ATOX- SURFIN ATOX-LUXE ATOXFIN Fr. 2.- Fr. 1.50 Fr. 1.- in Schachtein zn 2 0 S tfiek GUTERRAT IST TEUER! Bei mir nichtl Meine Kundschaft wird umsonst beratet und belehrt. Darum beim nächsten Einkauf, bei der nächsten Spulenentwlcklunr zu FOTO HAAB, Foto Spezialhaus Llntheschergasse 3 (hinter Brann) Zürich und Ascona (Tessin)

N«J 54 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE 15 HD BEB CDEDP Der Fachs — piece de resistance. Einen Luxus darf sich auch die einfache Frau leisten : den Fuchs. Im ersten Augenblick sieht das ganz sündhaft aus, aber nach einigem Nachdenken wird man zugeben müssen, dass dies doch stimmt Heute ist tatsächlich der Zeitpunkt gekommen, einen wirklich guten Fuchs anzuschaffen, der imstande ist, die ganzen Frühlingsgarderobensorgen zu lösen. Es sei da vor allem an jene, gedacht, deren Frühjahrskostüm oder -Kleid noch viel zu gut aussieht, als dass man daran denken müsste, ein neues zu bestellen, aber nicht gut genug, um vollkommen korrekt zu sein. Es ist ein grosser Unterschied, ob man das Bewusstsein hat, korrekt zu sein oder jenes, aufgeputzt und nach dem dernier cri gekleidet zu sein. Ein guter Fuchs, der heute und immer eigentlich piece de resistance jeder Garderobe sein müsste, wird das vorjährige Kostüm oder Kleid, vielleicht auch das vorvorjährige, so heben, dass man das Datum vergisst, er wird ein einfaches und billiges Kleid, mit dem man kaum mehr gerechnet hatte, wieder vollkommen brauchbar machen. Man darf aber ruhig damit rechnen, dass ein guter und verlässlich gekaufter Fuchs mindestens sieben Jafire aushält. Und da niemand weiss, wie sich die Verhältnisse weiter gestalten werden, ist die Anschaffung eines Fuchses eine gute Investition und Sicherung für künftige Ungewissheit. Was für einen Fuchs ? Die Wahl ist immer etwas schwierig. Wir wollen da jene kostbaren Füchse ganz vergessen, die die reichen Damen in Duplikaten kaufen, was bestenfalls protzig und geschmacklos ist, denn man müsste immer ein gutes Stück >wei ostentativ aufdringlichen und vielleicht iijcht einmal vollendeten vorziehen. Ehe wir eine Entscheidung treffen, ist es notwendig, den Qarderobenstand genau aufzunehmen und zu erwägen. Ein Fuchs ist kein Diamant und passt deshalb in der Farbe nicht immer zu allem. Da ist die schwierige Wahl zwischen dem rostbraunen naturfarbenen oder dem sch.warzgrauen Fuchs. (Es seien ganz bewusst die zart silbergrauen und beige Töne, die durch Einfärben weisser Füchse erzielt werden und für häufiges Tragen durchaus nicht praktisch sind, eliminiert.) Für eine Garderobe, in der grüne und braune Töne vorherrschen, ist es geradezu Gebot, einen rostbraunen Fuchs zu wählen. Das Vorurteil, dass der Braunfuchs nur sportrnässig ist und ausschliesslich zu Homespun und Tweed passt, ist lächerlich. Rostbrauner Naturfuchs passt zu allen Kostümen, auch solchen, die nicht aus Tweed gearbeitet sind, denn es kommt gar nicht auf die Art, sondern auf die Qualität dieser Art an. Rostbraune Füchse gibt es in unzähligen Varianten, vom billigen rauhaarigen, bis zum dichtem zarten und langhaarigen Pelzwerk, Eine neue Erika! Modell 0 mit; vollwertigem Setztabulator, 44 Tasten, Stechwalze, normalbreite Walze, dem wunderbar leichten Ansohlag und allen anderen konkurrenzlosen „Erika" • Vorteilenl Alle Einrichtungen einer „Büromaschine" zum Preise einer Kleinmaschine 1 Sie müssen die neue Erika gesehen und probiert haben, bevor Sie eine Masehine anschaffen; es gibt keine bessere! Und zahlen können Sie auch in Monatsraten, sogar nur Fr. 20.— monatlich. Verlangen Sie ausführlichen Gratisprospekt E 6 duroh den Generalvertreter: W. Häusler-Zepf, Ölten ro/^mi das im Preise um nichts billiger ist, als der schwarze Fuchs. Hierher gehört beispielsweise der schön rotgefärbte, langhaarige Kreuzfuchs, mit der dunkelbraunen Zeichnung im ersten Drittel hinter dem Kopf des Tieres, der ausserordentlieh dauerhaft ist und insbesondere zu Grün passt. Zu dunkelblauer, schwarzer oder grauer Garderobe eignet sich am besten ein schwarzgrauer, silbriger Fuchs (es sei nicht vom echten Silberfuchs gesprochen), der immer elegant sein wird. Wieviel Nutzen ein solches Stück Pelz-, werk bietet, und wieviel Freude ! Ein guter Hut, gute Handschuhe und Schuhe — und man ist gerettet. Und gut gerettet. Und nach dem Frühjahr kommt der Sommer und die Abende sind nicht immer warm. Da ist wieder der Fuchs eine vortreffliche Ergänzung der Garderobe : das leichte Sommerkleid, das man trägt, sieht doch ganz anders aus, wenn der wärmend weiche Pelz sich an die Schultern schmiegt. Auch am Abend ist der Fuchs, der wärmt, ohne zu stören, immer willkommen. Was wäre da noch zu sagen ? Dies ist eine keineswegs luxuriöse, sondern durchaus praktische Anregung. Ein guter Fuchs kostet ebensoviel wie ein Kostüm oder ein von einer guten Schneiderin gearbeitetes gutes Kleid. Für den Preis eines Fuchses und eines teuren Kleides kann man heute sehr gut einen Fuchs und drei leichte, von einer geschickten kleinen Schneiderin genähte Kleider anschaffen. Der Fuchs veredelt das Ensemble. Natürlich sprechen wir da nicht von den luxuriösen Pasfelltöneri, die nur mit gewissen Farben in Harmonie gebracht werden können, und ganz sicher nicht von den ganz neuen, bunten Füchsen, die ein Pariser Pelzwarenhaus lanciert, das sie in Rosa und Mauve, Pastellblau oder anderen Nuancen herausbringt. Das sind sentimentale und dumme Spielereien für Eintagsfliegen oder Träume dummer Modepuppen. Einen gewissen Betrag in ein gutes Pelzwerk investieren, ist für mindestens sieben weitere Jahre nützlich, und das scheint heute nur vernünftig. Modische Splitter Falten und Plissee. Die ganzgelegten und plissierten Röcke, die wir stets geliebt haben, trotzdem sie so unpraktisch waren und die Silhouette verbreiterten, kehren wohl auch heuer nicht definitiv zurück, aber es scheint wieder einmal ein Anlauf genommen zu werden, dem Plissee den alten Platz zu erobern. Es erscheinen an den Modellen von Seiden und leichten Wollkleidern die altbekannten Fächereinsätze in der Kniegegend, es erscheinen die hohen gelegten und plissierten Volants, eigentlich genau dieselben, wie man sie einst trug: ein Volant bleibt ein Volant. Leichte Seidenstoffe verlangten stets, nach einer Art Verdichtung, die durch Fältelung, Raffung oder Plissierung erzielt wurde. Die Aermel werden wieder durch zarte Plissees abgeschlossen und die Röcke werden ein paar Plisseevolants übereinander haben, am Halsausschnitt und um das Handgelenk werden wieder die zierlichen Falten getragen werden — wie einst. Ob Falten und Plissee für sie gut und kleidsam sind, muss jede Frau für sich entscheiden. Pike«. Das kleine Frühlingskleid, sei es nun ans Wollstoff, aus Jersey oder aus anderen Ge