Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.034

E_1933_Zeitung_Nr.034

Man muss den Frühling

Man muss den Frühling dort suchen, wo er nicht durch Plakate propagandiert wird, sondern da, wo er sich von selbst einstellt, nicht in Ziergärten und Promenaden, wohl aber in der freien, wilden Natur. Lasst uns den Frühling in den wenig bekannten Teilen des Tessins aufspüren, dort in jenen Bergtälern, in denen nur hie und da das Qlöckchen einer Kapelle die Stille durchdringt und die braunen Häuschen wie Schokoladebonbons hinges'treut sind. Eine manchmal schmale, manchmal breite, aber meistens staubige Strasse führt an dem pol-' ternden Bergbach vorbei, an dessen Ufer Primeln und Veilchen nicken. Oft weidet eine dunkelbraune, untersetzte Kuh ,die ersten Gräser an der Halde ab. Wenn sie nicht genügend zum Fressen findet, begnügt sie sich mit dem Auslecken verlassener Konservenbüchsen unordentlicher Bergtouristen. Vor den Dörfchen, an eine hohe Rustika gelehnt, sonnt sich ein wilder Feigenbaum oder ein Brombeerstrauch. Bei den Kirchhöfen stehen schlanke, dunkle Zypressen, und am Waldesrand öffnet der Kastanienbaum seine ersten, klebrigen Knospen. Myrten und Lorbeer schmücken die Gärtchen in der Nähe der Häuser und auf dem Dorfplatz, wo ein Brunnenrohr stossweise Wasser spuckt, stehen alte, knorrige Ahornbäume. An den Fenstern der Holzhäuser hangen buntfarbige, groblinnene Bettdecken heraus, unter dem Dachvorsprung sind mehrere, goldgelbe Maiskolben an die Sonne gehängt. Dringt man noch weiter ins Tal hinein, so trifft man auf dem Wege kleine, zweiräderige Karren, die mit allerlei Trödel belegt sind und von einem mageren Eselchen gezogen werden. Trotz der holprigen Strasse macht der Händler sein Schläfchen an den ersten, warmen Sonnenstrahlen. Er kommt dennoch rechtzeitig an die Frühjahrsmesse. Nicht selten sieht man ältere, gebückte Frauen, die mit der «gerla», einem hölzernen Tragkorb, auf dem Rücken, Heu oder Laub nach dem entfernten Viehstall tragen. Steigt man durch den Wald immer höher, so entdeckt man teppichweiches Moos, in dem schneeweisse Märzenglöckchen schimmern. Die Nadelbäume verbreiten herrlichen, gesunden Tannenduft, man kann sich nicht enthalten, eine tüchtige Lunge voll dieser guten Luft zu schnappen. Von den Bergeshöhen hat man einen weiten Ausblick in das Tal und auf die vielen steilen Berggipfel. Wenn es ganz klar ist, kann man den Langensee und den teils geschlängelten, teils geraden Lauf des Tessins erkennen. Kehrt man am Abend wieder in die grösseren Ortschaften zurück, dann verspürt man das kühlere Frühlingslüftchen. Sachte senkt sich die dunkle Nacht, und am Himmel erscheinen Mond und Sterne.. Touren-Sprechsaal Touren-Antworten f T. A. 902. Loireschlösser. Ich kann Ihnen folgende sehr schöne Tour empfehlen: La Ghaux-de-Fonds. Le Locle, Morteau, Orchamps, Avoudrey, le Valdahon, Besanc.on. Dampierre, Dole, Genlis, Dijon, 205 km. Dijon, Sombernon. Vitteaux, Avalion, Clamecy, Neuvy, Bonny, Briare, Gien, Chäteauneuf, Orleans, 288 km. 1. Orleans, Chäteauneuf - sur - Loire (Schkss, Kirche). Germigny-des-Pres (Kirche).. St-Benoitsur-Loire (Kirche), Gien (Schloss), Sully (Schloss), Tigy, Jargeau, Orleans (s. O.-R.), Clery (Kirche), Meung (Schloss), Beaugency (Schloss, Turm. Kirche, Stadthaus), Talcy (Schloss), Mer. Chambord (Schloss), Villesavin (Schloss), Cheverny (Schloss), Fougeres (Schloss), Blois (Schloss). Kirche etc., 236 km. 2. Blois, Chaumont (Schloss) Amhoise (Schloss, Kirche), Blere, Chenonceau (Schloss), Montrichard (Kirche, Ruine), St-Aignan (Schloss, Kirche), Selels-sur-Cher (Schloss, Kirche), Valencay (Schloss), Lucay-le-Mäle (Schloss), Nouans, Montresor (Schloss, Kirche), Loches (Schloss, Kirche, Turm), Comery (Ruine), Tours (s. O.-R.), 194 km. 3. Tours, Luynes (Schloss, Ruine), Cinq-Mars (Ruine). Langeais (Schloss), Azay - le - Rideau (Schloss), Villandry (Schloss), Fontenay (Sehloss), Lignieres, Marnay, Quincay, Rivarennes. Usse (Schloss), Huismes, Chinon (Schloss. Kirchen). Candes (Kirche), Montsoreau (Schloss), Föntevrault (Abtei), BTeze (Schloss, Montreuil, Bellay (Schloss), le Puy N. D. (Kirche), Doue (Ruine), Saumur, 150 km. 4. Saumur, Chenehutte (Kirche), Treves (Ruine), Cunault (Kirche), Gennes - les - Rosiers, St- Mathurin, Trelaze. Angers (Kathedrale, Schloss, Kirchen), Behuand (Ile), Savennieres (Kirche), St-George-sur-Loire, Serrant (Schloss), Champtoce (Ruine), Varade, Ancenis (Schloss), Oudon (Ruine), Ghamptoceaux (Ruine), Saint-Florent-le Vieil, Montjean, Chalonnes-sur-Loire, La Faultriere (Schloss) la Jujnelliere (Schloss, Kirche), Chaudefonds, St-Aubin-de-Luigne, le Plessis, St-Lambertdu-Lattay, Beaiilieu-sur-Layon, Rablay, Thouarce, Quince, Brissac (Schloss), les Ponts-de-Ce (Ruine), Angers, 209 Kilometer. AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N« 34 5. Angers, St-Georges-s.-L., Varades, Oudon, Nantes (Schloss und viele Sehenswürdigkeiten). 89 km. Als Führer empfehle ich Ihnen den im Verlag Hallwag in Bern erschienenen Automobilführer von Frankreich, deutsche Ausgabe, der ganz Frankreich eingehend behandelt und den Loireschlössern ein ausführliches Kapitel widmet. .Das im Führer enthaltene Kartenmaterial ist vorzüglich und vollkommen genügend; der Preis des Führers ist Fr. 6.—. B. G. in Z. Touren-Fragen T. F. 903. Hamburg - Kopenhagen - HSIIefors (Schweden)-Stockholm. Wie gelange ich auf kürzestem Wege dorthin? Wer könnte mir diese Fahrt zusammenstellen; der Rückweg könnte über eine andere Route erfolgen. Kilometerangaben erwünscht E. F. in L. Büchertisch Ernst Wlechert : «Die Magd des Jürgen Doskocil ». Roman. Verlag Albert Langen-Georg Müller, München. — Selten ist es dem Rezensenten vergönnt, mit solch unbeschränktem Ja sich zu einem neuen Buch zu bekennen, wie zu Ernst Wiecherts Roman «Die Magd des Jürgen Doskocil ». Dass dem Werke der Volkspreie der Wilhelm Raabe-Stiftung zugesprochen wurde, will ja Entscheidendes noch nicht bedeuten; nach seiner Lektüre ist man allerdings von der Berechtigung dieser Auszeichnung zu innerst überzeugt. Nach all den grübelnden, problematisch zerquälten, intellektualisierten Romanen der letzten Zeit, die sich bald naturalistisch ungestüm, bald neuromantisch verhüllt gebärdeten, immer aber zu tiefst eine grenzenlose Unsicherheit und einen ganz schwankend gewordenen Boden verrieten, scheint dieses Buch wie eine Uebervrindung dieses ungeheuren Chaos. Es versucht zu. den ewigen Dingen des Lebens vorzustossen, und geht zu den «Müttern» des Goetheschen « Faust >, hinein in eine erschütternde, tiefste Innerlichkeit der Seele, die sich ganz mit den Gewalten der NatuT verbunden weiss. Gewiss, zum Geiste findet eich das Buch nicht durch, es bleibt schon vorher stehen. Dennoch ist es für unsere Tage ein Fortschritt, jedne 'Selbstbesinnung, und darum ein© Tat. Dieser Jürgen Doskocil — welch ein wundervoller Mensch! Er ist mit seinem reinen, ©dein Mannestum aus der unendlichen Verbindung von Blut und Erde hinausgewachsen, voll inneren Drangs und Sehnsüchten, die er seibat am letzten Begreift. Der grenzenlose Impuls der Liebe erfüllt ihn; ja, man könnte dieses Buch ein wundervolles Lied der menschlichen Liebe nennen. Mit welcher seelischer Schönheit ist seine Teine Magd Marthe geschmückt, diese vielleicht wunderbarste Frauengestalt in einem deutschen Buch der letzten Jahre. Ueberhaupt: wo traf man je in letzter Zeit eine solch ergreifende Geschichte einer Liebe? Schuld und Not liegen im Schicksal der beiden beschlossen, doch sie tragen es mit see- Wie peinlich, wenn bei der ersten Ausfahrt ausgerechnet vor des Nachbars Haus die Kupplung beim Gangwechsel rupft! | . lischer Grosse, einer geradezu an Heilige gemahnenden Kraft. DuTch Leiden reifen sie zur Erkenntnis und Klarheit heran, und alle Misserfolga führen dazu, dass sie ihr Leben mit doppelter Liebe, doppelter Bereitschaft weitertragen. Wahrhaft, dieses Buch ißt eine einzige wunderbare Dichtung der Seele, von Menschen, die mit den Gewalten des Wassers, der Erde, verwachsen sind, die mit der glühend bereiten Reinheit ihres Herzens nach dem Oben streben. Sprache und Gestalten sind eine herrliche Einheit — wie einzigartig sind auch die wechselnden Ausdrücke der Natur geschildert! Jedem, den das wirre Leben unserer Tage, die modernen intellektuellen Romane in Konflikte führt, wdrd dieses Buch ein« wahre Labsal bedeuten. Für die dichterische Kraft Ernst Wiechert, der selber — als Dichter — als « einer der Stillen im Lande» betrachtet werden will, mag der in dieser Nummer als Probe abgedruckte Beginn des Romanes Zeugnis ablegen, bo. Kleine Notizen 500 Franken für Automobilisten zu gewinnen! Montreux führt von April bis September einen originellen Kilometerwettbewerb für alle durchfahrenden Amtos durch. Jedes Auto hält an einer der offiziellen Einschreibestellen in Montreux und lässt sich die Kilometerzahl auf seinem Zähler bescheinigen. Diese Bescheinigung hat mehrere freundliche Eigenschaften: Zunächst berechtigt sie zum freien Eintritt ins Strandbad, der reizenden Montreux-Plage; dann in gleicher Weise zum Kursaal mit seinen ausgezeichneten Konzerten und den wundervollen Gartenanlagen am See. Zum Schluss dient die Bescheinigung als Grundlage für den Wettbewerb mit Barpreisen von Fr. 500.—, Fr 250.— usw. Im Oktober wird unter behördlicl Aufeicht eine Nummer ausgelost. Die Automobilisten, die mit ihren Kilometerzahlen der ausgelosten Nummer am nächsten kommen, gewinnen die Geldpreise. Gern wird wohl jeder Automobilist seinen Weg nach Montreux nehmen, um sein Glück zu versuchen. Der Tonren - Onkel! lf ierwaldstätter - See und Umgebung Zürcher Wochenprogramm Ton Norden, Süden, Osten, Westen Das Beste wollen Sie vom Besten, Der Tomen-Onkel, er soÜ raten, Zn all den schönen Frühlingsfahrten. Er tnt es auch mit viel Plaisir, Denn um zu raten ist er hier. Sehreiben oder telephonieren Sie dem Tonren-Onkel möglichst bald Ihre Reisepläne, damit er Sie (vollständig kostenlos für Sie) beraten kann. Touristikbüro der Automob il-lt eTne Bern Tel. 28 222 Jurden Uefeut tmrQkfwd von uutomotiten u. derenßeöUmdtei& ßü* Xätalüg- oder *Zeäwurtdrucß:w6et>& r^^rLWA^^5 > E i Rirj Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O, R, Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T, C. S, „nach harter Woche frohe, geruhsame Stunden der Erholung im heimeligen Dorf am See" Prospekte durch Ruder- und Angelsport, Strandbad, Bergtouren Schone Spazierwege und Ausflüge Bevorzugter Aufenthalt für Erholungsbedürftige Auto-Route Luzern-Schwyz Haus mit soignierter Küche. Forellen u. andere isch Spezialitäten vom Zugersee. Diners von 3—4 Fr. Pension (4 Mahlz.) v. 7 Fr. an. Zimmer mit fliessendem kaltem und warmem Wasser. Küchenchef Ruckstuhl Hotel Rigi-Seebodenalp Hotel Terminus schönste Restaurant-Terrasse am See. Aus Küche u Keller nur das Beste. Parhhotel Vitznau Platz. — ürosser Park. — Bozen. Vitznauerhof 1.U o. T.CS. Tel. 15. Zeitgemäsa. Preise Rest. Terrasse. Lmnchniscaen am see Parkplatz. escuäizies Touren- und Weekend Ziel fennls. Garage RlQi KUSSNACHTAM RIGI Hotel Küssnachterhof Die berühmte klassische Stätte der Urschweiz RIGI-SEEBODENALP, 1030m Ü.M. Gute Fahrstrasse ab Küssnacht. Wunderbare See- u. Alpensicht Ein IDEAL für FrDhlfnrsferlen Hotel du Lac (Seehof) Vis-a-vis Vttznauertwf. Tel. 64. Eeparaturwerketstte. — Benzin, Oele, Stock. — Anto-Tud. Abschleppdienst. Orrill Zimmermann. Automobilisten sind gute Kunden! r Gewinnen Sie dieselben durch den Autler-Feierabend Tel. 76. Gr. Terraue. Prachtvolle Rundsicht. Vorz. Küche. Spez.: GQggeli und Forellen. Pension ab Fr. 7.-. Prospekte. W. Mtthyt, KQchenchef. Tel. 12. ärosser schattiger Garten, direkt am See. Spezialität in Fisch und Geflügel. Massige Preise. Garage, grosser Parkplatz. ^ Prachtvolle Aussicht, liehe Küche. Autoga- Pension ab Fr. 7.50. rage. W.Seeholier-Mindtr, gel. Koch. Verlag, Administration, Druck und Clicherie: HALLWAG A.-G. Hallersche Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern. Stadttheater A*« 10 » 8 mw. sonnug nachmittags 8 Uhr. Di. abends IS. April Volksvorstellung: Der Kaufmann von Venedig. Mi. abends 19. April Fahrt in die Jugend. DO. abends 20. April Volksvorstellung: Fahrt ' in die Jugend. Fr. abends 21. April Don Carlos, Oper von Verdi (A.- Ab. 16). Sa. abends 22. April Die Dubarry, Operette von Millocker. SO. nachm. 23. April Carmen, Oper von Bizet. SO. abends 23. April Fahrt in die Jugend. Schauspielhaus At * Di. abends 18. April Gastspiel Henny Porten: Morgen um fünf. Ml abends 19. April Gastspiel Henny Porten: Morgen um fünf. Do. abends 20. April Das Konzert Fr. abends 21. April Das Konzert. X Uhr. Sa. abends 22. April Premiere: AI Capone, Kriminalstück von Morris. So. nachm. 23. April Das Konzert. So. abends 23. April AI Capone. ApOllO, Stauffachersir. 41 Dr. Van de Velde: «Liebe, wie die Frau sie braucht». Billige Lektüre r\er vepsln gute Schriften *"^ in Bern, Distel weg 15, hat seine vor 1930 erschienene Literatur im Preise so angesetzt, dass fast jedes Bändchen nur noch 20 Rp. kostet, einige ganz grosse 50 Rp. Wer für wenig Geld ein gutes Buch erwerben will, wende sich an obige Adresse um Gratiszustellung des Verzeichnisses.

N» 84 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE A. C. S. (Fortsetzung von Seite 7) Ein Pendelverkehr der Bunde»bahnen zwischen den Stationen dieser beiden Ortschaften ermöglicht die Benützung der Kerenzerhergstrasse. Am anschliessenden Bankett konnte der Präsident für 20jährige treue Mitgliedschaft an 14 Mitglieder die Ehrenmedaille verabfolgen. Herrn Kassier Grossenbacher wurde für seine 10jährige, zuverlässige Kassiertätigkeit die grosse A. C. S.-Kanne überreicht. Humorvolle Ansprachen, die Musikkapelle Nuber und Damen der Tanzschule Schmidlin unterhielten die sesshaften Clubisten aufs beste. B. SEKTION ZÜRICH. Osterfahrten nach dem SO den. Das schöne Wetter vor Ostern hatte zur Folge, dass sich dieses Jahr eine ausserordentlich grosse Zahl von Autotouristen zu Fahrten nach dem Tessin, Ober- und Mittelitalien und der Riviera entschlossen. Kein Wunder, wenn die von der Sektion Zürich des A. G. S. vorgesehenen Extrazüge durch den Gotthardtunnel Rekordbeteiligungen aufwiesen, die die letztjährige Frequenz um mehr als» 100% überstiegen. Während letztes Jahr zusammen 120 Autos transportiert wurden, gingen diesmal folgende Anmeldungen für die A. G. S.-Extrazüge ein: Am 13. April von Göschenen nach Airolo 147 Autos mit -474 Insassen, am 16. April von Airolo nach Göschenen 109 Autos mit 369 Personen. Für den Transport mussten hiefür 16 Personenwagen und 140 Güterwagen benötigt werden, wobei eine Doppelführung der Züge nötig wurde. So herrschte am 13. April 1933 in Göschenen automobilistiscber Grossbetrieb. Die Sektion Zürich des A. G. S. hatte alles getan, um den Verlad möglichst rasch und reibungslos zu testalten. Zwei Angestellte des Sekretariates unter der Aufsicht von Herrn Steinfels- Hirzel, Vorstandsmitglied, leiteten den Einlad. Letzterer konnte zufolge des verdankenswerten Entgegenkommens des Kommandos der Gotthardbefestigung auf der Militärrampe vorgenommen werden, was die Manipulationen sehr erleichterte. •Am Ostermontag ging der Rücktransport von Airolo aus. Auch hier wieder weit über 100 Wagen mit nahezu 400 Insassen, so dass auch hier doppelte Führung der Züge nicht zu vermeiden war. Das Vorgehen der Sektion Zürich, die nun das vierte Jahr diese Oster-Extrazüge durch den Gotthard durchführt, zeigt, dass ein Bedürfnis für die Führung solcher verbilligter Extrazüge zweifellos vorhanden ist und so der Tessiner Hotellerie ein frosses Kontingent von Gästen zugeführt werden konnte. Dem Automobilisten aber sind bei Annahme einer Besetzung von 4 Personen pro Wagen Ersparnisse von nahezu Fr. SO.— pro Auto und •"ahrt, also von ca. Fr. 60.— für Hin- und Rückfahrt erzielt worden. Man wird daher der Sektion Zürich des A.C. S. für ihre Initiative besonders dankbar sein dürfen; sie hat dem Autotourismus dadurch einen gTOSsen Dienst geleistet. So sind mit den beiden Zügen auch zahlreiche ausländische Automobilisten ans Süddeutschland und dem Elsass transportiert worden. s. T. C. S. VERSICHERUNGSKOMMISSION DES T.C.S.' Vergangene Woche trat in Genf die Versicherungskommission des T.G. S. zusammen, um die neue Lage zu prüfen, die für den Gesamtclub und seine Mitglieder durch das Inkrafttreten der neuen Tarife der Haftpflichtversicherung und bestimmter Autosektion St. Gallen-Appenzell Gruppe Appenzell Ausserrhoden. Die ausserordentliche Hauptversammlung vom 8. April im Löwen, Säge, Herisau, war sehr gut besucht und für das Komitee eine Ermutigung, die angefangene ATbeit weiter zu führen. Um den Ausbau der Gruppe an Hand nehmen zu können, war die Zustimmung der Hauptversammlung nötig. Mit Einstimmigkeit wurde beschlossen, die Ortsgruppe Appenzeller Hinterland nun Gruppe Appenzell- Ausserrhoden zu nennen. Der Sektionsvorstand hält es nicht für opportun, weitere Gruppen im Appenzellerlande zu gründen, doch ist man der Ansicht, auch T>ei uns alle T. C. S.-Mitglieder zu einem Gebilde zusammenzufügen, um spez. bei appenzellischen Interessen an Zahl stärker zu sein. Die Mitgliedschaft ist für Neueintretende ab 8. April kostenlos, so dass eich jeder entscbliessen dürfte; der Gruppe beizutreten. Anmeldungen sind erbeten an Herrn Dr. D. D. S. H. Fisch, Zahnarzt, Herisau. ZUT allgemeinen Orientierung dürfte von Interesse sein, dass der Vorstand von 7 auf 9 Mitglieder erhöht wurde. Diese 2 neuen Sitze sollen den Bezirken Mittelland und Vorderland reserviert bleiben. Ebenso wurde eine Rechnungsprüfungskommission von 2 Mitgliedern gewählt. Als solcher beliebte Walter Nigg, z. Weinburg, Herisau. Die zweite Nomination soll ebenfalls den andern Bezirken überlassen werden. Der Präsident orientierte nochmals über die kommende Lichtwoche, die von Seiten der Mitglieder lebhaft begrüsst wurde. Die Vorarbeiten für den kommenden Sportanlass auf dem Platze Herisau am 21. event. 28. Mai, sind in vollem Gange. Wir hoffen, dass der Gruppe ein voller Erfolg beschieden sei. Vergessen Sie bitte Ihre Anmeldung nicht! C. E. Gruppe Appenzell A.-Rh. Vom 18. bis 22. April führen wir im Kanton Appenzell eine Kontroll- Woche in Herisau, Urnäscb, Teufen und Heiden durch. Die Vollziehungsverordnung des neuen Bundesgesetzes verlangt Aenderungen und Ergänzungen der Automobil-Ausrüstung, die für uns von hoher praktischer Bedeutung sind. Wir geben damit allen appenzellischen Automobilisten und Motorradfahrern Gelegenheit, ihre Fahrzeuge durch Fachleute kostenlos zu prüfen und gleichzeitig die Scheinwerfer fach^emäss Gin» stellen zu lassen. Wohl kaum ein Fahrer wird die Wichtigkeit der Sache verkennen. Unbenommen der Clubzugehörigkeit bitten wir all« in>rres«irrUn Automobilisten «nd Motorradfahrer, unsere Dienste in Anspruch ru nehmen und Ihre Anmeldung Bofort an da« Präsidium der T. C. S., Gruppe Appenzell A.-Rh. in Herisau zu richten. Wir stehen mir Verfügung: Herisau, Dienstagabend, den 18. April, ,ab 19 Uhr. Urnäsch, Mittwochabend, den -19. April, ab 19 Uhr. Teufen, Donnerstagabend, den 20. April, ab 19 Uhr. Heiden, Freitagabend, den 21. April, ab 19 Uhr: Herisau, Samstagabend, den 22. April, ab 19 Uhr. ORTSGRUPPE TOGGENBURG. Unser Vortrag über das neue Automobilgesetz ist zufolge anderweitiger Saalbesetzung auf Freitag, den 21. April, verschoben worden. Wir bitten deshalb unsere Mitglieder, am Freitag, den 21. April, abends 8 Uhr, vollzählig, im Toggenburgersaal in Wattwil zu erscheinen. Am 30. April 1933 findet im Rietbad die Hauptversammlung unserer Ortsgruppe statt. Wir bitten unsere Mitglieder, diesen Tag für unsere Hauptversammlung zu reservieren, um in grosser Zahl aufzumarschieren. SCHWEIZ, DAMEN-AUTOMOBIL-CLUB, SEK- TION BERN. Zusammenkünfte. Jeden Freitagabend finden in unserm Glüblokal, « Du Theätre >, 2. Stock, gemütliche Zusammenkünfte statt. Es sind immer ein paar Stunden fröhlichen Beisammenseins und ungetrübter Geselligkeit Allen unsern Mitgliedern bietet dies einen vergnüglichen Abend. Gäste sind stete herzlich willkommen. SCHWEIZ. GESELLSCHAFT FÜR DAS STU- DIUM DER MOTORBRENNSTOFFE. Die Gesellschaft hielt am 8. April ihre diesjährige Generalversammlung ab im Beisein von verschiedenen Vertretern des Bundes und der Kantone. Aus dem Jahresbericht sowohl, als aus dem Bericht der technischen Kommission war zu entnehmen, dass die Aufgaben, welche sich die Gesellschaft für das Jahr 1932 gestellt hat, in vollem Umfang erreicht worden sind. Die Prüfstandversuche mit Holzkohle eigener und fremder Provenienz, sowie einigen andern Vergaserprodukten, wie Karbonit und Lignin, sind restlos durchgeführt worden und bei diesen Versuchen der direkten Holzvergasung ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt worden. Diese direkte Holzvergasung kommt als modernste Ausbeute eines Ersatzbrennstoffes für unser Land und für unsere Waldwirtschaft in erster Linie in Frage. Die Resultate aller Versuche fanden in einer reich illustrierten Broschüre, abgefasst von Herrn Professor Dr. Schläpfer von der Eidg. Materialprüfungsanstalt, ihre vorbildliche Darstellung, um so mehr sie zum ersten Male das Problem in vollständigster Form von der theoretischen und praktischen Seite umfasst. Die Versuche wurden insbesondere durch die Subventionen des Bundes und der volkswirtschaftlichen Stiftung der E. T. H. ermöglicht und gebührt diesen Instanzen für ihr Entgegenkommen der besondere Dank der Gesellschaft, wie der Volkswirtschaft überhaupt. Es ist nun. vorgesehen, die Versuche im laufen*, den Jahre durch praktische Fahrversuche zu ergänzen. Zu diesem Zwecke sind 2 Vergaser für direkte Holzvergasung angeschafft worden, welche durch das Entgegenkommen der Militärbehörde in 3 Wiederholungskursen, verteilt über verschiedene Jahreszeiten und verschiedene topographische Verhält- Generalbedingungen, deren Interpretation oft zunisse, systematisch ausprobiert werden sollen und Konfusionen führt, entstanden ist- wo ein gleich starker Benzinwagen als Vergleichsobjekt zugezogen werden soll. Die Frage der Auf- Im allgemeinen wurden die Verträge für eine Dauer von drei Jahren zwischen den Versicherungsnehmern und den Gesellschaften abgeschlos- unser Land nicht nur aus politischen und militäfindung eines geeigneten Ersatzbrennstoffe« ist für sen. Die Versicherungskommission des T. G. S. beschloss, gemäss dem Wunsche des Büros des Verschaftlichen Gründen, insbesondere zur, rischen Gründen' notwendig, sondern auch aus wirt- Stützung waltungsrates, unverzüglich die Prüfung und Bearbeitung der einschlägigen Versicherungsfragen fortzusetzen und jenen Punkten in den Versicherungabedingungen eine spezielle Aufmerksamkeit zu •widmen, die Gegenstand scharfer Kritik waren. Die Kommission wird versuchen, vor Ablauf der ersten dreijährigen Periode Aenderungen im Sinne rerechter Leistungen und Gegenleistungen herbeizuführen, go. S. O. A. C. 2tu* dem Verbänden unseres brachliegenden Holzmarktes. Wir haben daher in unserem Lande, gleich wie in vielen anderen der umliegenden Staaten,- ein hervorragendes Interesse daran, diese Frage nach allen Seiten gründlich abzuklären, bevor wir uns auf irgendwelche verfehlten Experimente einlassen, die sich unter Umständen für unser Land gar nicht eignen. Insbesondere will immer wieder in Betracht gezogen sein, dass wir in der Schweiz ganz aussergewöhnliche Verhältnisse vor uns haben mit seinem ausgesprochenen Charakter als Bergland, mit stark variablen Höhendifferenzen und auch sehr grossen meteorologischen Verschiedenheiten. Zudem besteht in unserem Lande eine ganz ausserordentlich prononzierte Wohndichte, so dass wir uns auch aus diesem Grunde nicht unbedingt an ausländische Erfahrungen anlehnen dürfen. vom 12. April 1933. m. K. = mit Ketten — o. K. = ohne Ketten. Es sind folgende Passübergänge schneefrei Brünig, Etroits, Jaun, Lenzerheide, Maloja, Mo lewdruz, Morgins, Ofen, SaanenmÖser, St. Cergue Schelten, Schyn, Stierenherg, Vue des Alpes, Weissenstein, Wolfgang,-Col-des Montetg. eite schneefrei bis Preda; Südseit« bna «um Wald, oa. 1 km oberhalb Ponte. Bernina, En?&dinerseite K. offen bis zum Morteratschweg; Puschlav schneefrei bis Svazu, 3 km oberhalb Poschiavo. Flüela, Flüelatal von Davos her o. K. befahrbar bis zum Restaurant Alpenrose unterhalb Tschuggen; Engadinerseite bis zur Pignabrücke, 2 km ob Süs b passierbar, Weiterfahrt wegen Brückenumauten unmöglich. Forclaz, öffnet auf Donnerstag, den 13. April. Furka, Zufahrt von Andermatt her bis zur ersten Kehre, ca. 1 km ob Realp, aper; Walliserseite unpassierbar ab Oberwald. Grimsel, Haslital befahrbar o. K. bis zur Zentrale Handeck; Walliserseite unpassierbar. Grosser 3t. Bernhard, Wallifierseite o. K. offen bis Gantine de Proz. Juier, Oberhalbstein o. K. passierbar bis Mannorera. An der Freilegung der Julierstrasse wird gearbeitet und dürfte dieselbe auf Donnerstag abend bis Bivdo befahrbar sein. Engadinerseite offen bis 3 km oberhalb Silvaplana. Durchgehende Oeffnung auf 1. Mai vorgesehen. Klausen, Glarnerseite o. K. befahrbar bis Urnerboden; Schächenal schneefrei bis zur Seelitalgallerie ob Urigen. ukmanier, Bündnerseite o. K. befahrbar bis Pardat«ch ob Platta, Weiterfahrt wegen Lawinenniedergang unmöglich. Tesfiinerseite schneefrei bie Camperio. Marchairuz, passierbar o. K. bis zur Passhöhe auf der Ostseite; Abfahrt ins Valtee de Joux gesperrt. Oeffnung auf Karfreitag vorgeehen. Mosses, schneefrei, jedoch durch Verfügung des Srassenbauamtes gesperrt. Voraussichtliche Oeffnung auf Ostern. Oberalp, Zufahrt von Disentis heT bis Tschamut; Urnorseite schneefrei Ms zur Stöcklistrasse oberhalb Nätschen. Pillon, Bernerseite aper bis 3 km oberhalb Gsteig bei Gstaad; Waadtländerseite schneefrei bis kurz unterhalb 'asshöhe. St. BernhaTdin, Zufahrten beidseite schneefrei bis Hinterrhein resp. San Bernardino- Dorf. St. Gotthard, Nordseite aper bis Hospenthal, Südseite o. K. befahrbar ab Motto Bartola. Simplon, Nordseite bis zur Ganterbrüoke 0-. K. befahrbar (Brückenbaute); Südseite schneefrei ab Simplon-Dorf. Splü^en, Bündnerseite schneefrei bis ZUT dritten Waldkehre, ca. 3 km oberhalb Splügen; Südseite o. K. befahrbar bis Stuetta, TJinbrail, gänzlich unpassierbar. Zufahrt nach Arosa o. K. möglich. Unter- und Oberengadin durchgehend schneefrei. IbergeTegg, Zufahrt von Schwyz ier gänzlich schneefrei bis Passhöhe, Ueberfahrt naah Oberiberg ebenfalls möglich, jedoch vorsichiges Fahren angezeigt. Zufahrt zum Klöntalersee schneefrei über Riecleren-Stalden, Sackberg un. passierbar. Zufahrt nach Engelberg schneefrei. Garitristgebiet, von Riggisberg her schneefrei bis zur Seelenenkurve, 4 km ob Kurhaus Gurnigelbad; von Plaffeien her bis zur Steinbachsäge ob Sangeenboden o. K. offen. Bern in Licht und Strahlen. Der bernische Gemeinderat gab seine Zustimmung zu einem Projekt seiner Direktion der Industriellen Betriebe und der Direktion des Elektrizitätswerkes der Stadt Bern, nachdem vom 2. bis 10. September in der Stadt eine Lichtwoche veranstaltet werden soll. Die neun Tage, besser gesagt Abende, dauernde Veranstaltung, soll auch der Verkehrs- und Fremdengirbung, dienen. Aus dem ^vorläufigen Programm erwähnen wir: eine Nacht der Werbung (Rundfahrt und Schaufenster), Nacht des Autos (Lampionkorso), eine Nacht der Lautsprecher (Uebertragungen auf öffentlichen Plätzen) usw. usw. Eine gntbesuchte Versammlung von Vertretern •der interessierten Kreise, unter dem Vorsitz von Gemeindorat Grimm, genehmigte das Programm, worauf die Vorarbeiten für die Durchführung unverzüglich aufgenommen wurden. go. Jahrbuch der eidgenössischen Räle 1933. Herausgegeben von der Verbandsdruckerei A.-G., Bern. Preis, in Leinwand gebunden: Fr. 5. —. Zum 16. Male erscheint das Jahrbuch der eidgenössischen Räte, das unter Mitwirkung des Sekretariates der Bundesversammlung herausgegeben wird. Es enthält eine einzigartige Uebersicht über die unseren obersten Landesbehörden angehörenden Persönlichkeiten. Wer irgendwie, sei es aus staatsbürgerlichen, politischen oder geschäftlichen Gründen, über die Zusammensetzung des Bundesrates, der eidgenössischen Räte, des Bundesgerichtes, des eidgenössischen Versicherungsgerichtes oder der Fraktionen zuverlässig orientiert sein will, nimmt am besten dieses Jahrbuch zur Hand. Ueber jede der in Frage kommenden Persönlichkeiten gibt Zur Eröffnung der neuen Stossstrasse. Seit den Geländerutschungen vom September 1930, auf einer Strecke von 150 Meter im Schlittertobel, zwischen Gais und Altstätten, sind die kantonalen Bauverwaltungen von St. Qallen und Appenzell A.-Rh. unentwegt mit der Herstellung eines neuen Strassenstückes beschäftigt. Am Karfreitag könnte nun das mehr bergwärts verlegte neue Strassenstück Rietli- Kreuzstrasse dem Verkehr freigegeben werden. Die Anlage nimmt Rücksicht auf die modernen Forderungen an schöne Bergstrassen, weshalb die neue Strecke ungefähr die doppelte Länge des alten Teiles erreicht und dabei die Steigung auf 7,4 Prozent herabsetzt. Die Fahrbreite beträgt 6,5 und in Kurven bis 8,5 Meter. Die Rutschung unterhalb der Stosskapelle in der Gemeinde Gais machte die Verlegung der Staatsstrasse Altstätten-Gais in jener Partie notwendig, erforderte aber eine entsprechende Anpassung auf st. gallischem Gebiete. Die geologischen und technischen Gutachten sahen eine ziemlich weitreichende Verlegung der Strasse vor, um möglichst aus dem in Bewegung befindlichen Terrain herauszukommen. Das geologische Gutachten von Prof. Dr. R. Staub von der E. T. H. Zürich bezeichnet als Ursachen der Rutschung den allgemein mergeligen, an und für sich schon mobilen Charakter des Untergrundes, d. h. Molasse und Moräne, sodann die Durchtränkung dieser Massen mit Niederschlagswasser im entwaldeten Gebiete zwischen Stosskapelle und Rutsch und meterirdische Quelladern und endlich die stete Vertiefung der Sohle des Wydenbaches, d. h. Mangel einer systematischen Verbauung desselben. , Für die Auslösung des Rutsches konnte schlechthin niemand verantwortlich gemacht werden. Es handelt sich um einen gerade in diesen Mergelmolassegebieten durchaus typischen, natürlichen Vorgang. Auch das geologische Gutachten von Dr. H. Eugster, Trogen, kommt zur Schlussfolgerung, dass, um die Strasse in allen Teilen geen weitere Rutschgefahr zu sichern, eine Verbauung des Wydenbaches nicht zu umgehen ist. Die wirksamste Verbauung dürfte nach diesem Gutachten durch Talsperren aus Holz erreicht werden. Da es an genügenden sichern Fundamenten auf anstehendem Fels ehlt, muss von grösseren, gemauerten Talsperren abgesehen werden. Holzkonstruktionen haben sich gegenüber Verschiebungen innerhalb sich bewegenden Erdmassen, wie sie im Wydenbach zu erwarten sind, sehr gut bewährt. In der Gegend des Stossberges muss beim Bau einer Strasse mit der immer noch fortschreitenden Tieferlegung der Erosionsrinnen und damit auch mit kleineren Rutschungen gerechnet werden. Die Entwässerungen sind in den grossen Einschnitten in Form von Drainagen in den seitlichen Strassengräben vorgenommen worden. Die Dämme erhielten einen Verkehrsschutz mit eisernen Geländern. Baump.flanzungen sollen demnächst folgen. Da auf einer Bergstrasse mit einer Steigung von 7 Prozent eine gewöhnliche Chaussierung beim heutigen Stand der Technik als die für den Verkehr sicherste Art der Fahrbahn erscheint, wurde vorläufig von einem künstlichen Belag abgesehen. Gegenüber einem Kostenvoranschlag von Fr. 273,000 stehen die effektiven Kosten von Fr. 350,000. Nicht vorauszusehen war der schlechte Untergrund aus hartem Lehm, der beim Abbau Schwierigkeiten bot. Auch die einzige Kunstbaute, eine Brücke bei der Kreu^zung der Altstätten-Gais-Bahn, erforderte mehr Mittel als veranschlagt waren. Die Strecke Gais-Altstätten misst heute beinahe 11 Kilometer. Sie bietet unvergleichliche andschaftliche Reize. Wer von Gais kommend der neuen Strasse unter der Kapelle am Stoss durch die mächtigen Moränen des ehemaligen Rheihgletschers fährt, erblickt auf einmal das weite grosse Rheintal mit den Allgäuer-, Vorarlberger- und Bündner-Alpen. Fussgänger und Automobil im Kanton Bern. Es ist, so stellt die Baudirektion des Kantons Bern fest, eine bekannte Klage, dass der Fussgänger sich heute auf den vom Motorfahrzeug in Anspruch genommenen Strassen entrechtet fühlt, indem er sich nicht ohne Grund auf diesen Verkehrsverbindungen in steter Gefahr befindet. Diesem Uebel sucht nun die Baudirektion des Kantons Bern in den Ortschaften durch Förderung des Trottoirbaues bei Strassenausbauten und Korrektionen zu steuern. Die Erstellung von Gehwegen ausserorts und längs den Staats- Touristik-Bulletin des A. C. S. Stand dir übrigen Alpenstrassen: Albula, Nord BütherlKfh Die Gesellschaft hat sich ausserdem zum Zweck eine gedrängte Uebersicht über Bildungsgang, sor gemacht, auch andere Ersatzbrennstoffe in den wie private und öffentliche Tätigkeit interessanten Kreis ihrer Studien einzubeziehen, wie komprimierte Gase etc., und sodann verschiedene Zusatzläufe erhalten die Beschreibungen noch einen be- Aufschluss. Durch die Illustration dieser Lebensmittel, die alle noch einer weiteren Abklärung bedürfen. Die Alkoholfrage kann hiebei als abge- aber nicht nur auf diese biographische Zusammenstrassen sei aber der unerschwinglichen sondern Wert. Die Publikation beschränkt sich schlossen betrachtet werden, nachdem sich bereits stellung, sondern gibt auch in gedrängter Form Kosten wegen schlechterdings unmöglich. früher das Fahren mit absolutem, wasserfreiem Alkohol total bewährt hat und eine reine Preisfrage Bestimmungen über Aufgaben und Organisation der Dagegen konnte mit Erfolg die Entlastung die im Gesetz oder Bundesverfassung verankerten durch das Alkoholmonopol bleibt Dagegen bedarf Bundesbehörden wieder. Ein Rückblick auf dieder Staatsstrassen vom Fussgängerverkehr die weitere Frage der Beimischung von Alkohol zu wichtigsten politischen Ereignisse des abgelaufenen durch Zuhilfenahme des bestehenden, aber Dieselölen einer genaueren Nachprüfung und behält Jahres, sowie eine geschmackvolle Auswahl von meist unbekannten Fussweges im Zuge grösserer Ueberlandstrecken herbeigeführt wer- sich die Gesellschaft vor, in einem späteren Zeitpunkte über alle diese Fragen der Oeffentljchkeit bilden eine willkommene Bereicherung dieser Pu- Bildern schweizerischer Städte und Landschaften weiteren Bericht zu geben. blikation, deren Anschaffung jedem Bürger angelegentlich empfohlen werden kann. schaftlich reizvolle und meist wenig beganden. Diese Wege führen zudem durch land- In der zweiten Hälfte September 1933 wird sodann das Internationale Komitee du Carbure-Carburant in der Schweiz tagen, wobei neben Vorfühgene Gegenden, so dass mit der Benützung rungen praktischer Natur auch verschiedene Vorträge über das Brennstoffproblem der Gegenwart zu AKTUELLES derselben eine angenehme Fusswanderung verbunden ist und gleichzeitig die Gefährdungen durch den Motorfahrzeugverkehr ge- motorischen Zwecken in Aussicht genommen sind. An die Generalversammlung schloss sich ein bannt werden. sehr instruktiver Lichtbildervortrag des Präsidenten, Herrn Fritz Hostettler, in Bern, an, über die Diese Fusswege sind heute im ganzen Kanton durch Wegweiser kenntlich gemacht und historische Entwicklung der Alkoholgewinnung vom Altertum bis zur Gegenwart, unter besonderer Berücksichtigung der neuzeitlichen Verfahren über die Fusswege würde von der Bäudirektion be- gut auffindbar. Die Liste dieser markierten Holzverzuckerung, ein Problem, welchem derzeit eine weitgehende Beachtung zukommt. Die Forstwirtschaftliche Zentralstelle überraschte ausserdem dieses Frühjahr allein rund 60 Wegweiser auf kanntgegeben. Im Kreis I (Oberland) werden mit der Vorführung ihres neuesten Propagandafilms die Entlastungsfusswege hinweisen. Damit ist über die Holzgewinnung in der Schweiz, welche allgemeinen Beifall auslöste. -1. einem Bedürfnis zur Erleichterung des Strassenverkehrs im Rahmen des Möglichen Genüge geleistet worden. (Mitg.)