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E_1933_Zeitung_Nr.038

E_1933_Zeitung_Nr.038

P-i Man sollte es kaum

P-i Man sollte es kaum für möglich halten, dass man behördlicherseits eine derart kurzsichtige Politik treiben kann. Was hätte das nun den kantonalen Verkehrsinteressen geschadet, wenn dieser tschechische Omnibus, der nicht nur Personen, sondern vor allem auch das Gepäck der in Privatwagen reisenden Gäste befördern sollte, iij Begleitung dieser Wagenkolonne bis nach Martinsbruck weitergefahren wäre ? Weder den Rätischen Bahnen noch irgend jemand anders wäre dadurch Verkehr entgangen, denn der Schiene zuliebe hätte diese Reisegesellschaft gewiss nicht ihre Wagen ab St. Moritz verfrachtet. Zudem hätte es sich doch hier um zusätzlichen Verkehr gehandelt, mit dem die Bahn ja auf alle Fälle gar nicht rechnen konnte. Aber man geht offenbar in Graubünden lieber an einmal gefassten Grundsätzen zugrunde, als dass man im Interesse des Fremdenverkehrs zu Konzessionen bereit wäre. Die von Castasegna bis St. Moritz erteilte Verkehrsbewilligung ist kurz gesagt ein Hohn. Was sollen die tschechischen Gäste mit dieser Bewilligung anfangen ? Glaubt man etwa, dass sie ihren Omnibus in St. Moritz zurücklassen, die Reise zu Fuss oder per Bahn nach Italien weitersetzen, um dann diesen gelegentlich wieder abzuholen ? Das erwartet doch im Ernste gewiss nicht einmal die hohe Direktion der Rätischen Bahnen ! Die Leute ziehen eben ihre Konsequenz und lassen die Schweiz links liegen. Wir aber sitzen auf unsern Naturschönheiten und ...warten auf die Gäste. Wir begeistern uns künstlich für den Tourismus als massgebenden wirtschaftlichen Faktor, sagen uns gegenseitig in allen Tönen, dass Verkehr not tut und wachen gleichzeitig eifersüchtig darüber, dass die Schranken, welche den ausländischen Touristen noch abhalten, ja geschlossen bleiben! Man muss angesichts der bereits bestehenden Schwierigkeiten im Reiseverkehr nur in dieser Art fortfahren ! Anstatt eine weitere einträgliche Entwicklung des Autotourismus verfolgen zu können, wie sie die letzten Jahre gebracht haben und wie sie einzig dasteht, wird man daran denken müssen, dem schweizerischen Fremdenverkehr, den wir Ja selbst dem Ausland ausliefern, den Nekrolog zu schreiben! Schweizerische Rundschau Die Sonntagsverkehrsvorschriften, welche alljährlich auf 1. Mai ihren Einzug hielten, kommen dieses Jahr erstmals in Wegfall. Das Automobilgesetz hat diesen kantonalen Sonderbestimmungen ein verdientes Ende bereitet. Nachdem das Sammelsurium von 25 verschiedenartigen Verkehrsvorschriften erheblich reduziert worden ist, fällt damit auch die Notwendigkeit dahin, den fremden Autotouristen die frühere « Zusammenstellung der besonderen Bestimmungen über den Verkehr mit Motorfahrzeugen in der Schweiz» auszuhändigen, eine Broschüre, die wegen ihrer geringen Uebersiehtlichkeit wohl von den wenigsten gelesen wurde. Sie machte deshalb viel von sich reden, weil die obligatorische Abgabe nur gegen einen Obulus von 2 Fr. erfolgte, und zufolge der verschlungenen amtlichen Wege dazu noch eine differenzierte Behandlung der fremden Gäste erfolgte, indem die mit der provisorischen Eintrittskarte versehenen Fahrer von dieser Verpflichtung ausgenommen war. so musste der erstmals in die Schweiz reisende Autotourist doch den Eindruck bekommen, als hätten'wir es auf seine Börse abgesehen, und die Tatsache, dass es mit dem Zahlen schon an der Grenze anfing, mag die Reisebegeisterung vielfach etwas abgekühlt haben. An Stelle dieser Zusammenstellung tritt nun ein bescheidenes Merkblatt, dessen Redaktion der Verkehrszentrale übertragen wurde und die kostenlos abgegeben werden soll. Dieses wird all die hauptsächlichsten technischen Vorschriften enthaften, welche heute an die Verkehrsberechtigung der Motorfahrzeuge geknüpft werden. *. Wenn nun auch mit einem Schlag die in 13 Kantonen bestandenen Vorschriften über eine verminderte Geschwindigkeit für den Sonntagsverkehr dahinfallen. so sei-'doch allen Automobilisten dringend ans Herz gelegt, an Sonn- und Feiertagen ganz besondere Rücksicht auf die übrigen Strassenbenütizer zu nehmen und vor allem dafür zu sorgen, dass die Fussgänger, welche auf die Strasse angewiesen sind, weder gefährdet noch belästigt werden. ß Die internationalen Abkommen über Kraftfahrzeugverkehr, welche die Schweiz im abgelaufenen Jahre mit andern Staaten getroffen hat, werden auch im Bericht des Bundesrates über die Geschäftsführung des Justiz- und Polizeidepartements kurz erwähnt. Es handelt sich vor allem um die Vereinbarungen mit Deutschland und Frankreich, wonach die nationalen Ausweise für Fahrzeug und Führer auch in der Schweiz Geltung haben und somit die internationalen Zulassungs- und Führerscheine für Angehörige dieser Länder überflüssig wurden. Deutschland hat bekanntlich seither Gegenrecht gewährt, welche Vereinbarung auf 1. November 1932 in Kraft trat, wogegen von Frankreich ein ähnliches Entgegenkommen bisher leider noch nicht erwirkt werden konnte. Dem Bericht ist zu entnehmen, dass erfreulicherweise auch mit Oesterreich Verhandlungen mit Bezug auf den gegenseitign Venzicht auf die internationalen Ausweise, sowie über Fragen der Versteuerung und Verzollung von Motorfahrzeugen eingeleitet worden sind. Hoffentlich führen auch diese bald zu einem positiven Ergebnis. Das internationale Abkommen vom 30. März 1931 über die Vereinheitlichung der Strassensignalisation ist bisher nur von zwei Staaten, nämlich von Monaco und Portugal, ratifiziert worden, so dass das Abkommen damit noch nicht in Kraft getreten Ist, r da hiefür die Genehmigung von fünf Staaten, erforderlich ist Auch die Beitrittserklärung, der Schweiz steht noch aus. Praktisch haben wir uns diesem Abkommen zwar bereits angeschlossen, indem die auf 1. Dezember 1932 an Kraft getretene Verordnung über die Strassensignalisation auf dem Signalsystem des internationalen Abkommens beruht. Dagegen sind weitere Beitritte zum internationalen Abkommen vom 24. April 1926 über Kraftfahrzeugverkehr zu verzeichne«, wobei von den neueingetretenen Ländern folgende Buchstaben als Natiönalitätszeichen geführt werden: Mozambique MOC freie Stadt Danzig DA und Fürstentum Liechtenstein FL. Das am 30. März 1931 in Genf abgeschlossene internationale Abkommen • über die Besteuerung ausländischer Motorfahrzeuge ist bisher von nachstehenden Staaten ratifiziert worden: Belgien, Dänemark, Grossbritannien, und Nord-Irland, sowie Portugal. Ferner hat Bulgarien seinen Beitritt erklärt. Das Abkommen wird demnach am 9. Mai 1933 in Kraft treten. Die Schweiz hat es noch nicht ratifiziert, doch sind die Vorarbeiten hiefür im Ganze. B. AUTOMOBIL-REVUE Akusl«ancl Zum amerikanischen Wettbewerb zwischen Bahn und Auto hat das Nationale Transportkomitee kürzlich einen umfangreichen Bericht veröffentlicht. Obwohl es sich um ein Komitee handeilt, das auf Grund privater Initiative gebildet wurde, indem gegen hundert Handels- und Industrieverbände. Banken, Versicherungs- und Treuhandgesellschaften, welche Eisenbahnaktionäre sind, dessen Gründung anregten, kommt seinen Unter- Suchungen doch weitgehende Bedeutung zu. Dem Studienausschuss gehören neben prominenten Wirtschaftern auch bekannte politische Persönlichkeiten, so Gouverneur A. Smith und der verstorbene Exoräsident Coolidge an. Der Bericht kommt zum Schluss, dass unrentable Eisenbahnlinien durch billigere Transportmittel, vorab Automobile, ersetzt werden sollen. Der motorisierte Strassentransport soll, soweit dies für die Sicherheit des Publikums notwendig ist. gesetzlich reguliert werden. Dagegen sollen keinerlei Massnahmen, seien es Verkehrsabgaben oder Vorschriften, getroffeh werden, welche nur den Zweck hätten, den Fortschritt hintanzuhalten oder die Eisenbahnen einseitig zu unterstützen. Die Eisenbahnen sollten sich ihrerseits die Wettbewerbsmethoden zunutze machen, über welche sie sich beklagen. Zahlreiche Schwierigkeiten, welche die Eisenbahn heute zu überwinden hat und die der Automobilkonkurrenz in die Schuhe geschoben werden, hätten bereits überwunden werden können, wenn diese sich rechtzeitig auf die veränderten Transportverhältnisse eingestellt hätte. Das gesamte nationale Transportsystem sollte durch einheitliche Gesetzgebung geregelt werden, aber nur soweit dies im Interesse der öffentlichen Sicherheit als notwendig erscheine. z. Das neue deutsche Motorfahrzeug-Steuergesetz. Im Reichgesetzblatt vom 11. April wurde der genaue Wortlaut des neuen Steuergesetzes veröffentlicht. Es ergibt sich aus dem Texte, dass die den fabrikneu gekauften Wagen eingeräumte Steuerfreiheit sogar noch eine weitergehende ist, als dies ursprünglich die-Meinung hatte. Die Steuerfreiheit wird nämlich nicht nur auf die Zeit beschränkt, da sich das Fahrzeug im Besitze des ersten Käufers befindet,, sondern gilt ganz allgemein für alle Wagen, welche nach dem 31. März 1933 zum Verkehr zugelassen wurden, gleichgültig, ob sie den Besitzer wechseln oder nicht. Der Text des Gesetzes lautet: «Von der Steuer, die für die Benützung von Kraftfahrzeugen zum Befahren öffentlicher Wege erhoben wird, sind befreit: 1. Krafträder mit einem Hubraum von nicht mehr als 200 Kubikzentimeter; 2. Kraftfahrzeuge, die ausschliesslich der Beförderung (Fortbewegung) von Geräten von und zur Arbeitsstätte und dem Antrieb dieser Geräte dienen; ferner Kraftfahrzeuge, die diesen Zwecken in landwirtschaftlichen Betrieben dienen, auch dann, wenn gleichzeitig Personen oder Güter be^ fördert werden; 3. im Besitze des Reichs, der Länder oder der Gemeinden (Gemeindeverbände) befindliche Kraftfahrzeuge, soweit sie ausschliesslich im Feuerlöschdienste, zur Krankenbeförderung, zum Wegebau oder .Strassenreinigung verwendet werden; 4. Kraftfahrzeuge, die ausschliesslich im Dienste der Wehrmacht oder der Polizei verwendet werden, jedoch nicht Personenkraftfahrzeuge mit weniger als acht Sitzplätzen; 5. Personenkrafträder- und Personenkraftwagen (ausgenommen Kraftomnibusse) mit Antrieb durch Verbrenhungsmaschine, die nach dem 31. März 1933 erstmalig zum Verkehr zugelassen sind. Aus obigem geht hervor, dass diese einzig dastehende Steuerbefreiung nicht nur Personenwagen, sondern auch Motorrädern bis zu einer gewissen Grosse, sowie Spezialfahrzeugen iund Automobilen, welche im Dienste der öffentlichen Verwaltungen stehen, zugute kommt. Für die übrigen Fahrzeuge sind folgende jährliche Steueransätze vorgesehen: 1. Für Motorräder und Dreiräderwagen, welche in betriebsfertigem Zustand nicht mehr als 350 kg wiegen, ist für je 100 cem Hübraum oder ein Teil davon 8 Mk. zu entrichten. 2. Für Personenwagen, welche erstmals yor dem 31. März im Verkehr standen, beträgt

Ä A -^ • - A 29. Giusti (X); 30. Cussini (X); 31. Moradei (Tal- 9001fClmdlClllfICJnCdl bot): 32 - Cuscinolta eräugt). Der Grosse Preis von Italien und der Rundstreckenrennen Jahre 1934 nach Möglichkeit zu unterstüt- Grosse Preis von Monza werden am 10. Sep- In AleSSandria. zen>. Die Interpellation ist sehr zu begrüs- tember auf dem Autodrom von Monza gleich- N " sen, bietet sie doch den Gemeindebehörden zeitig ausgefahren. m. Nuvolari als Sieger. Gelegenheit, ihre Stellungnahme in dieser r» ß fi rnM,t fallt Aic Pict» Hiont Hi«. HsQci^Jip zu zwei Liter bringt ebenfalls einen Massenten Gründen nicht konkurrieren, weil ihre tracht fallt. Als Piste dient die klassische n,, nripn w „„ „ inpr 27. Riley (1100 cc.) 28. Salmson (1100 cc.) ÄSST - 1935 AUTOMOBIL-REVUE nicht ordn äss erf * rssf e T^eir;:^ s a^sr^nf sjs ss äe Veranstaltung litt zudem unter der zu- Länge von 13,1 km aufweist. Es sind 30 ^ ^ tos'ÄTÄ Ä R£"- nehmenden Unbill der Witterung, da sich der Runden zu fahren was eine Gesamtdistanz . ^ O - - ^ fuhrt^uber^O^Ru^ anfänglich einsetzende feine Regen bis zu von 303 km ergibt. wältippn ist rvna.i wip in Mnnte PaHr» pr einem gewaltigen Gewitter verdichtete, das 40 Minuten nach Ankunft des Siegers wird Sief" if h i e ^ die Fahrer ausserordentlich stark behinderte-, das Rennen abgebrochen und später einlau- g ^ j j h « r *»• .„.„..,.,_„ . _.„.„ _, Botm> 1 » .1 TT *. * 1 matian du mot«ur souDQDes de orond SUSPENSION et TENUE De ROUTS ten, verpasst. In weiten Kreisen empfindet diamet .1 de kouie reT«tonce ok> ideoies son. cene compikoMon, „,- man » alc Mnmtrpi /lacc Ram /lipcPC ToVir choleut eld roxydotion,bo«a>e«''oides, romspirioux.omortiswur.outoiT.otiqu«. man eS alS IViainsei, OaSS O&rn QleSeS» Jani pi«om ei> alKoge ipeciol reaistaol 6 «lermostattque«. kaum eine Veranstaltung aufzuweisen hat, F u «.r..iroif*i (h.rmiq«.m«nt. FREINAGE Hotdueseranche». ganisation einer Lichtwoche, die aber kaum («"tor^rKlÄ'de^rood.copo- stcuRiT*ETcoNFORT..m>.d«ro U .e einen grösseren Publikumserfolg als ein *m***.ua**~*-~. e^:; e 9 . l aToV.. d ccr^;:ne? < ;rc C i*i.