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E_1933_Zeitung_Nr.039

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1933 - No 39 Jku4«»l*UB*se Interessante Ziffern aus dem Luzerner Autobusbetrieb. Dem Jahresbericht 1932 über den Autobusbetrieb der Trambahn Luzern ist zu entnehmen, dass auf dem 34,4 km langen Gesamtnetz der Betrieb mit 14 Motorwagen und einem Anhängewagen durchgeführt wird. Die Fahrleistungen auf den einzelnen Linien des Netzes betrugen : 1932 1931 Linie Horw mit Friedental 82 455 78 480 Linie Perlen 70 056 68 006 Linie Meggen 64137 54 763 Linie Lido-Militärgarten 409 735 341007 Total 626 383 542 256 In den Betriebsausgaben finden sich folgende Daten (wir verweisen auch auf Nr. 20): Personalkosten pro Wagenkilometer 32 3 Rappen Brennstoffverbrauch auf den Wikm. 0,44 kg Brennstoffkosten auf den "Wkm. 11,8 Rappen Oelverbrauch auf den Wkm. 1,36 > zwanzig Autos, Motorräder una veios zir- Auch landschafti ich ist diese strecke weit reizvolkulieren am Limmatquai bahnhofwarts ZW1- die in der bisherigen Fahrpraxis sich ergebenen Vor- und Nachteile der beiden in ler. Wegen Baden und Brugg braucht niemand Sehen HelmhaUS und Mühlegasse. Ein Tram- über den Bözberg, die sind von Koblenz aus gut ZUg ist im Begriffe, von der Haltestelle Rat- und ebenfalls auf neuen Strassen erreichbar. Bereifungskosten auf den Wkm. 2,22 » Art. 27 niedergelegten Prinzipien beleuchtet. haus in gleicher Richtung wegzufahren. Nun Das AIlwagen. Problem . In einer , der ' \Lten Betriebskosten auf den Wkm. 67,73 > kommt plötzlich von rechts aus der Schweizer- Nummern Betriebskosten auf die beförderte Ihrer geschätzten und immer intereshofgasse oder aus der Rosengasse ein Last- santen Zeitschrift haben Sie einen Artikel ver- Person 20,59 » wagen gefahren, mit Absicht Richtung See öffentlicht, der die im nahen Ausland dekretierten Die Personeneinnahmen stellen sich für in das Limmatquai einzubiegen. Nach der Steuererleichterungen für Automobilbesitzer zum das Jahr 1932 auf: ,..,,. , T-. i• • , .,, ,..,, .. Gegenstand hat und an die Behörden die Auiforstadtischen Polizeivorschnft hatte nun die de* ung riehtet mit diesem vorgehen des pro Wagenkilometer 77,09 Rappen Auslandes pro beförderte Person 23,71 » Im Wagenpark sind 879,190 Fr. investiert, wovon 392,540 Fr. seit 1928 sukzessive durch Einlagen getilgt wurden. Pro 1932 wurden 98,340 Fr. (12%) in den Erneuerungsfonds für das Rollmaterial eingelegt. Der Luzerner Autobusbetrieb erfreut sich eines zunehmenden Ansehens. hl. Zum Konzessionsgesuch für den Autobusbetrieb Meggen-Küssnacht. Nachdem am 1. Oktober eine Autobusverbindung Küssnacht- Greppen-Weiggis mit Weiterführung einiger Kurse nach Gersau und Brunnen dem Verkehr übergeben wurde, reichte der Bezirksrat Küssnacht auf vielseitiges Begehren im Januar 1933 ein Konzessionsgesuch zur Weiterführung der Autobuslinien Luzern-Meggen nach. Küssnacht ein. In Küssnacht wie in Weggis, Vitznan und Gersati erwartet man von der durchgehenden Autobusverbindung neuen Zustrom an Gästen und einen lebhafteren Kontakt mit der internationalen Fremdenstadt Luzern. Die ungenügenden Lokalverbindungen der S.B.B, zwischen Luzern und Küssnacht haben auch die Unzufriedenheit jener erregt, die beruflich auf dieser Strecke verkehren müssen. Ferner ist zu erwähnen, dass der Dampfschiffverkehr im Winter im Küssnachterarm des Sees eingestellt ist. Das Gesuch ist nun schon 4 Monate in Bern zur Prüfung. Umsomehr ist zu hoffen, dass dem Konzessionsgesuch, das für den Lokal- wie für den Fremdenverkehr zwischen Luzern und dem rechten Seeufer bis nach Brunnen hinauf von fundamentaler Bedeutung ist, entsprochen wird. hl. de» (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Noch einmal das Vortrittsrecht. In der Automobilpresse ist in letzter Zeit öfters über das Vortrittsrecht die Rede gewesen. Die H. H. Einsender haben die damit in Beziehung stehenden Fragen rechtlicher und verkehrstechnischer Natur eingehend besprochen und dabei in Anlehnung an das neue Bundesgesetz Es ist nun der Zeitpunkt herangekommen, wo Kantone und Gemeinden darangehen, ihre Verkehrsverordnungen dem neuen Bundesgesetz anzupassen. Die Schaffung einer klaren Situation bezüglich des Vortrittsrechtes ist wohl in ländlichen Gegenden keine allzu schwierige Aufgabe. Mit der Aufstellung der Signale an den Kreuzungen und Einmündungen der Nebenstrassen in eine Hauptstrasse, ist dieselbe in praktischer Hinsicht gelöst. Anders gestalten sich die Verhältnisse in den Städten. Hier bestanden bisher teilweise recht verworrene Zustände. Man nehme als Beispiel die Stadt Zürich. Die städtische Polizeiverordnung schreibt ausdrücklich das Vortrittsrecht des von rechts Kommenden vor. Im Gegensatz zu dieser kommunalen Vorschrift haben die zürcherischen Gerichte schon in vielen Fällen anders entschieden, und zwar so, dass Fahrer auf Tramstrassen (neuerdings auch auf Omnibusstrassen) gegenüber solchen auf anderen Strassen das Vortrittsrecht geniessen. Erfahrungen den bisherigen Zustand Über- den; trotzdem würde es mich freuen, wenn auch einstimmend verurteilten und ohne weiteres «ein^ Vorschlag eine gewisse Beachtung finden annahmen, die zuständige Behörde werde wur B a se i als Einfallstor eines mächtigen Autovernünftigerweise den heutigen Bedürfnissen touristenstromes und Zürich als Schweiz. Handels- Rechnung tragen, Sich getäuscht sehen, SOn- metropole suchen nach einer Strassenverbindung?*- dern auch darum, weil die Polizeibehörde mit diB fähi s ist ' aI1 die Tausende von Autos, Motorder Festhaltung am alten Grundsatz in einem £^7^17^S ZüriÄ weit Widerspruch mit den eigenen Verkehrs- in unsere östlichen Kurorte zu bringen. Dabei ist Prinzipien Steht. mir aber eines unklar, warum diese Strasse über Bei jeder Gelegenheit äussern Sich die Ver- den Bözberg und paar weitere « Höger » geführt treter der städtischen Polizeibehörde dass wlr^aium wird diege strasse nicht dem Rhein ent . man nach einer möglichst flussigen Verkehrs- lang geführt? Kauft doch von stein bis Eglisau abwicklung tendiere. das Traca der S. B. B. (Diese werden ja doch bald Wie Soll aber eine solche möglich Sein, abbauen müssen und froh sein, wenn ihnen jemand wenn das Vortrittsrecht des von rechts Korn- jj°|°£ u^tr e tr e r a^bl^ird g^se el ^LT^ur mit^ZürfctT menden straff gehandhabt werden soll und ll^m mirwintothurSohaffhausOT.'l'rauenfeld', Sich dann in der Praxis demgemäss auswirkt? St. Gallen, überhaupt der Ostschweiz, verbunden. Als Beispiel" ^ie S a nze Linie ist ja topfeben, keine Kurven, keine Zwan7iß- AntrK Mntnrräder und Veins 7ir- Ortschaften und Städte werden durchschnitten. vorgenannte Kolonne von Fahrzeugen anzu- gleichen Schritt zu halten. halten und das Schwenkungsmanöver des Man muss sich in der Tat wundern, dass nicht Lastwagens abzuwarten, wobei mit aller Vor- wenigstens für ältere Wagen die Steuer schon . , , , , ~ ,. o, längst eine angemessene Beduktion erfahren hat, aussieht auch der Tramzug in die Stauung den B n gerade sle dürften doch den Garagen diesa hineingeraten Würde. oder j e n e Reparatur, die bei neuen Wagen erst Solche Beispiele aus dem täglichen Verkehr gewissen Zeitspanne zu erwarten ist, in rW

N»39 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE 15 Schweizerische Rundschau Der Verständigung zwischen Schiene und Strasse entgegen. Die Vertreter der Bundesund Nebenbahnen sind vergangenen Dienstag neuerdings mit den Delegierten der Strassenverkehrsinteressenten zusammengekommen, um einmal mehr über die Basis einer kommenden Verständigung zu beraten. Die Grundlage hiefür scheint nunmehr gegeben zu sein, da vorab über die Form der künftigen Zusammenarbeit ein Einverständnis zustande kam. Die einzige massgebende Differenz, welche nunmehr noch besteht, bezieht sich auf den Aktionsradius, welcher den konzessionierten Autotransporteuren eingeräumt werden soll. Bundesbahnen und Autotransportgewerbe könnten sich auf einen Radius von 30 km einigen, wogegen jedoch die Nebenbahnen Einspruch erheben, welche diesen Wirkungsbereich noch weiter einschränken möchten. Es soll nun geprüft werden, wie weit den besonderen Interessen der Nebenbahnen in deren engerem Einzugsgebiet Rechnung getragen werden kann. Bereits hat denn auch eine weitere Sitzung einer Zweierkommission, in welcher Dr. Cottier die Eisenbahnen und Herr Zipfel die Automobilisten vertrat, stattgefunden, um einen Weg zu finden, der auch noch aus dieser letzten Meinungsverschiedenheit herausführen kann. Eine weitere Vollsitzung ist für kommenden Dienstag vorgesehen, und hofft man, dass sich die Parteien bei dieser Gelegenheit auf ein Einheitsprojekt einigen werden. Wenn einmal diese Seite des Verkehrsproblems bereinigt ist, so wird es sich noch darum handeln, auf die Bestimmungen der Vollziehungsverordnung zum Automobilgesetz zurückzukommen, welche den Lastwagenverkehr regeln. Es darf alsdann erwartet •werden, dass die Eisenbahnen die Strassenverkehrsinteressenten bei einer Eingabe an den Bundesrat zwecks Aenderungen der als nachteilig empfundenen Einschränkungen unterstützen. Dies scheint um so eher möglich zu sein, als nach einer zweckmässigen Verkehrsteilung zwischen beiden Transportmitteln beidseitig doch zahlreiche gleichgerichtete Interessen entstehen und eine gesetzliche Bevorzugung der Eisenbahn resp. Hintanhaltung des Strassenverkehrs, wie sie die Vollziehungsverordnung gebracht hat, nicht mehr am Platze ist. Es wird auch an der Zeit sein, die Frage der Offenhaltung gewisser Strassen für den Automobilverkehr und- der ihn einschränkenden Nachtfahr- 1 verböte unter die Lupe zu nehmen. Es bleibt also noch mancherlei zu tun und wird es beidseitig weiterhin guten Willen und prompte Arbeit benötigen, wenn eine allgemeine Verständigung und Klarstellung bis Ende dieses Monats erfolgen soll, da bekanntlich die Bundesbahnen bis dahin den vom Eisenbahndepartement eingeforderten Bericht abliefern müssen. ß Die Einnahme aus dem Benzinzoll betrug nach den Angaben des kürzlich erschienenen Geschäftsberichtes des Bundesrates, 44,820 Mill. Fr. und weist damit nur eine geringe Differenz mit dem von uns in Nr. 11 der «Automobil-Revue •» errechneten provisorischen Ergebnis auf, das wir mit 44,72 Mill. Franken angegeben hatten. Gegenüber dem Resultat von 1931, das mit 39,93 Mill. Fr. zu Buche steht, ergibt dies einen Ertragszuwachs von 4,887 Mill. Fr. Welche Rolle dem Benzinzoll im Rahmen der eidg. Zolleinnahmen zukommt, geht am besten aus der Tatsache hervor, dass sich die gesamten übrigen Einnahmen aus Einfuhrzöllen auf 234,2 Mill. Fr. bezifferten, so dass das Benzin allein rund einen Sechstel des Ertrages ausmacht. Schon rein äusserlich kommt dies auch in der Zusammenstellung zum Ausdruck, indem von sämtlichen Einfuhrzöllen der Benzinzoll allein in der Ertragsrechnung des Geschäftsberichtes separat aufgeführt wird. Angesichts dieser Verhältnisse sollte man wirklich meinen, dass der Bund mit diesem Resultat mehr als zufrieden sein dürfte und eine weitere Erhöhung des Zollansatzes keinesfalls gerechtfertigt ist, nachdem zahlreiche andere Positionen, welche nicht wie das Benzin zu den unentbehrlichen Betriebsstoffen zählen, weit bescheidenere Zollansätze zu tragen haben. Auch gilt es, dafür zu sorgen, dass nicht durch künstliche Preisüberhöhung die Einnahmequelle für den Bund plötzlich spärlicher zu fliessen beginnt, was ja um so schwerer ins Gewicht fallen müsste, als der Benzinzoll als einzige Position eine derartige Mehreinnahme gegenüber dem Vorjahr verzeichnen kann. B. Touvasanus Qotthardstrasse ab 6. Mal fahrbar! An der am 4. Mai in Göschenen abgehaltenen Sitzung des Vorstandes der Vereinigung « Gotthardstrasse » konnte der Vorsitzende, Herr J. Baumeier, Luzern, die erfreuliche Mitteilung machen, dass die Schneeräumungsarbeiten derart gefördert werden konnten, dass die Gotthardstrasse voraussichtlich ab 6. Mai 1933 dem Verkehr freigegeben werden kann. Es ist somit'dank den Bemühungen der Vereinigung < Gotthardstrasse » möglich geworden, dieses Jahr diese wichtige Nord-Südverbindung ca. 40 Tage früher als gewöhnlich dem Motorfahrzeugverkehr zu öffnen. Für die beteiligten Verkehrsgebiete bedeutet dies eine überaus wertvolle Neuerung, die sich auf den Reiseverkehr sehr fruchtbar auswirken dürfte. V Lukmanierpass öffnet am 6. Mai. Nachdem bereits seit einigen Tagen die ganze Tessinerseite des Lukmanierpasses schneefrei ist und die Bündnerseite zur Zeit ausgeschaufelt wird, ist die Oeffnung des Lukmanierpasses für den Motorfahrzeugverkehr auf Samstag den 6. Mai vorgesehen. Be. Schweiz. — Alpenpässe. Für den Automobilverkehr geöffnet : Brünig, Forclaz, Jaun, Julier, Lenzerheide, Maloia, Marchairuz, JVLollendruz, Montets, Morgins, Mosses, Ofen, Pillon, St-Cergue, San Bernardino, Schyn, Weissenstein, Ybergeregg. ET Frankreich. — Alpenpässe. Befahrbar : Route d'hrver des Alpes, Lautaret, Mont-Genevre, Mont-Cenis, Col de Porte, Gets, Granier, Aravis, Gabre, Bayard. ET Italien. — Alpenpässe. In den Dolomiten sind befahrbar : Rolle- und Karerpass, Mend&I- und Tonalepass, Brenner, Maurja, Aprica, Broccone, Reschenscheideck. Cünabanche. ET Oesterreich. — Alpenpässe. Unpassierbar : Arlberg (Autoverlad Langen, bzw. St. Anton), Tauern, Katschberg, Turracher-Höhe, Loibl, Gschütt, Plöckens-trasse, Niederalpl. ET SEKTION AARGAU. Bluesifahrt. Unsere Sektion veranstaltet nächsten Samstag/Sonntag, 6./7. Mai 1933, eine Bluestfahrt nach Ermatingen am Untersee, wozu alle Mitglieder mit ihren Angehörigen, Freunden und Bekannten herzlich eingeladen sind. Das ausführliche Programm ist den Mitgliedern direkt zugestellt worden. Die Besammlung und Abfahrt ab Baden (Schulhausplatz) erfolgt Samstag, 6. Mai, 14 Uhr 30. Die Fahrt führt durch den Thurgau und über den Seerücken nach den heimeligen Gestaden des Untersees, wo im Hotel « Adler » in Ermatingen für beste Verpflegung und Unterhaltung gesorgt wird. Für den Sonntag-Vormittag ist eine Motorbootfahrt nach der Insel Reichenau oder die Besichtigung des Schlosses Arenenberg vorgesehen; anschliessend Heimfahrt rheinabwärts, mit Mittagessen unterwegs. Speziell zu erwähnen wäre, dass diese Bluestfahrt bei jeder Witterung durchgeführt wird. Auch vor einem plötzlichen Mairegen schrecken wir nicht zurück — im übrigen garantieren wir für Sonnenschein am Untersee. Anmeldungen nimmt unser Sekretariat in Aarau, Vor