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E_1933_Zeitung_Nr.040

E_1933_Zeitung_Nr.040

hat, ganz komische

hat, ganz komische Angelegenheit, das! «Gestatten Sie — Herr v. Brauchitsch — Frau Höflich! — Seien Sie höflich zu Frau Höflich, sie ist Ihre Mutter (sozusagen also die zweite Mutter), bringen Sie ihr eine gehörige Portion Kindesliebe entgegen, voll Begeisterung müssen Sie ihr das Stück Kuchen ins Mündchen schieben, voll Begeisterung, verstehen Sie, und mit viel, sehr viel Liebe, so ist's schon ganz nett, aber nicht so zaghaft, das ist doch keine Liebe. Können Sie denn nicht lieben? Nehmen Sie den Schnellgang und den Kompressor rein (der Filmjargon zieht noch nicht, man muss immer in dem Rennfahrerjargon mit ihm reden, gnädige Frau!). Ja, natürlich, noch einmal. — Achtung, Aufnahme!» Zwischendurch mal wieder Rennfahrerei, bei Freiburg, auf der Schauinslandstrecke. Unten in der Stadt das Rennfahrervölkchen, alle die grossen Deutschen, Franzosen, Italiener, Schweizer, hier oben an der Rennstrecke das Filmvölkchen, zwischen Training und Rennen wird «gedreht»! Ich in meinem Element, diesmal dürfen die Filmleute staunen. Eine Rennszene! Wie's der Film will, ich soll in einer weiss Gott nicht einfachen Kurve einen Konkurrenten überholen. Erste Szene: Immer schön in drei Meter Abstand hinter dem Tonfilmaufnahmewagen hinterherfahren. Das war für meine Begriffe so eine ganz alte Kiste, ich mit meinem schnellen Mercedes-Kompressor da hinterher, Tempo nennen die Leute das, und immer drei Meter Abstand, und die Eisenkiste auf Rädern vor mir stinkt (vom Brennstoff verstehen die Leute natürlich nichts!), drei Meter Abstand, sind das drei Meter? Nein, ich streike, sollen Sie doch ... es wurde doch zu Ende gedreht, mein Mercedes hat mir dieses Schleichtempo bestimmt verübelt. Zweite Szene: Kurve überholen! Streit der Film- und Rennfachleute. «Also, Brauchitsch, Sie überholen da den Kollegen direkt in der Kurve!» «Ja, das geht nicht, es muss kurz vor der Kurve sein, denn mein langer, schneller Wagen, wissen Sie, ich kenne die Rennstrecke, sagen Sie dem Kollegen, er soll das so einrichten, dass ich kurz vorher vorbeikomme, etwas Gas wegnehmen und so! «Achtung! Aufnahme! Es geht los!» Und es ging eben so, wie es nicht gehen sollte! Der «Kollege» fährt mit seinem Wagen tür auf und warf einen grossen zusammengewickelten Kornsack die Treppe hirtunter, worauf er die Tür wieder abschloss. Inzwischen war es dunkel geworden. Georg zog einen weiten Lodenmantel an und ging in den Park. Er hatte bemerkt, dass am Gittertor ein Häuflein Ziegelsteine lag, mit denen das Fundament des Gitters an einer schadhaften Stelle ausgebessert werden sollte. Er trug unter seinem Mantel eine Anzahl davon zum Bootsschuppen und versteckte sie unter der Landungsbrücke. Dann kehrte er ins Schloss zurück, legte auf dem Flur, ohne Licht zu machen, den Mantel ab und lauschte. In der Küche klapperte es am Herd und Jfceu m Xiiritfi ca. 260 m vom H bahnhof Einheitspreise 50 telefotl: AB HEUTE können noch « | y t schmutzige und verschossene W ' " ' Polstermöbel ohne den Stoff abzutrennen, nicht nur gereinigt, sondern auch lichtecht aufgeftrbt umgefärbt werden. schön den Berg hinauf, nimmt natürlich kein Gas weg, rast los, ich kriege ihn wirklich erst mitten in der Kurve, keine Möglichkeit zum Ueberholen, mein Wagen dreht sich, Rauch, Qualm, Steine, Staub, ich schwitze Blut und Wasser, neben mir der Abgrund, nochmals ein Schleudern, der Wagen ist aufgegangen, dass der Kameramann nicht unter die Räder gekommen ist, ist ein Wunder, mehr noch, dass ich nicht den Abgrund hinuntertrudelte, eine herrliche, gar nicht vorgesehene Aufnahme ist gelungen, hundertprozentige Gefahr drohte, wie kaum beim wirklichen Rennen, beinah wär's schief gegangen. Die Filmleute verstehen doch nichts von der Rennfahrerei. Was hatte ich mich bemüht, im Atelier so ein richtiges Rennfahrer-Ersatzteillager einrichten zu lassen, mit vielen Reifen, mit Benzinkannen, Werkzeugen, Zündkerzen und riesigen Reklameplakaten, was kostete das Mühe, den Leuten begreiflich zu machen, dass man ohne einen Patentwagenheber einfach aufgeschmissen ist, aber kurz vor der Mittagspause war alles fertig, dann ging's in die Kantine, nach zehn Minuten wieder zurück. Aber wo war das herrliche Ersatzteillager? Ein wüstes Gerumpel, weiter nichts, hier ein Reifen, da ein Rad, ein paar Stangen und Bretter — aus! Ein Windlein kam geblasen und schüttelte bewusstes Ersatzteillager wild durcheinander! Das gab einen freien Nachmittag. Zurück in die Kantine, marsch, marsch! Die Rechnung habe ich noch nicht für den verpfuschten Aufnahmetag. Vielleicht wird man das vergessen. Dann kann ich mir einen vergnügten Abend machen. Habe ich nämlich da neulich den ganzen Apparat ein paar Stunden aufgehalten, Regisseur tobte, die Vihrog fand Zeit, sich endlich einmal zwei Stunden lang zu pudern, die Holt wurde nervös, hundert Atelierarbeiter wurden auf die Jagd geschickt — nach mir. Ich war verschwunden. Es konnte nicht gedreht werden. Es kostete Geld. Man suchte mich hinter den Kulissen, in der Kantine, meine Garderobe war von aussen abgeschlossen, da konnte ich wohl nicht drinnen sein, wo war ich nur? Trotzdem in der Garderobe. Ich schlief. Ich schlief zwei Stunden lang! Ich schlief herrlich! Dass die Leute nicht auf diesen einfachsten aller Gedanken gekommen siiid. weibliche Stimmen schnatterten. Oben im Esszimmer hantierte Friedrich, der wohl den Abendbrottisch deckte. Sonst war es ganz still. Georg ging in den Keller und machte Licht. An der unteren Stufe der Treppe blieb er stehen und warf einen scheuen Blick in die Ecke, wo der Tote unter Strohhülsen verdeckt lag. Nichts regte sich. Alles war wie vorher. Die gepressten Lippen Georgs lösten sich. Er ging zurück, nahm eine Flasche und stieg zur «Hille Bobbe» hinauf. Er hatte sich überlegt, dass es doch besser wäre, einem Besuch von ihr, der nicht ausbleiben würde, zuvorzukommen. Und jetzt war es dunkel... Sie lag in dem reichlich zerwühlten Federbett mit entblösstem Hals und las bei ihrer Die AUTOMOBIL-REVUE 1933 - NM0 Man muss doch schlafen. Fragen Sie jeden Sportsmann. Die können alle brillant schlafen. Die Filmleute haben für Schlaf eben kein Verständnis. Dafür kann ich ja schliesslich nichts! Vielleicht ändert sich das mit der Zeit. Bei ihnen oder bei mir. Bunte Chronik € Mit Liedern durch die Welt.» Unter diesem Motto reisen die in den Konzertsälen und im internationalen Rundfunk bekannten Russinnen Maria und Anastasia von Werefkin kreuz und quer durch Europa. Die beiden Schwestern — Töchter des letzten zaristischen Gouverneurs von Estland —, die durch die russischen Umwälzungen des Jahres 1918 mit einem Schlage arm und heimatlos gemacht wurden, stellten sich vor wenigen Tagen auch auf unserer Redaktion vor. Sie schleppten ein dickes Buch voll Zeitungsbelegen und Bildern mit, das ein überaus eigenartiges und interessantes Schicksal enthüllte. Die beiden Russinnen verdienten nach dem Umsturz ihr Leben durch ihre stimmlichen Begabungen; beide wirkten an verschiedenen Orten als Sängerinnen. Eines Tages jedoch beschlossen sie, sich auf eigene Füsse zu stellen. Sie schlössen mit dem Automobilclub von Prag eine höchst eigenartige Wette ab: Sie sollten mit einem Auto eine Reise durch Europa unternehmen, aber ohne Geld; lediglich durch Konzerte und Darbietungen in den verschiedenen europäischen Städten und Kurorten durften sie sich ihren. Unterhalt erwerben. Kurz entschlossen machten sich die beiden romantischen Russinnen, die ein. hartes Schicksal vom gewohnten Wege des Wohllebens abgedrängt hatte, auf ihre 25 000 km lange Reise. Fast alle grösseren Orte Europas, auch einige Schweizerstädte, hörten seinerzeit die reizenden, überaus ansprechenden russischen Volksliedchen der Schwestern Werefkin. Manchmal hielt es sehr hart, immer wieder durchzukommen; dennoch brachten die Russinnen glücklich ihre 25 000 km hinter sich, und im letzten August landeten sie wieder glücklich als Siegerinnen der Wette in Prag. Sie hatten sich auf der folgenden riesigen Reise durchgesungen: Prag — Berlin — Danzig — Riga — Narva — Tallinn — Stockholm — Oslo — Kopenhagen — Amsterdam — Brüssel — Paris — Monte Carlo — Genf — Zürich — Rom — Neapel —» Nachttischlampe die Kriegsnummer einer alten Zeitschrift. Unter dicker Federdecke ragte noch immer der verbundene Fuss hervor. «Na, endlich! Is dies aber langstielig,» empfing sie ihn, das Heft wegwerfend. «Ich dachte, du kämst schon gar nicht mehr!» Georg stellte Flasche und Glas auf die Kommode zwischen ein Dutzend gerahmter Photographien und öffnete eilig ein Fenster. «Es ist etwas schwül hier,» sagte er beschönigend, nachdem er einen Atemzug frische 'Luft geschöpft hatte. «Ja, mächtig schwül! Draussen is wohl ganz schön heute? Na, komm mal 'nen bisschen ran, Riching, wie geht's dir denn, alter Kronensohn?» Sie zog ihn an der Hand, die er ihr reichte, näher. Unversehens schob er die Lampe ein wenig herum, so dass das Bett Autter-Ausflugsziele aus derMiMschweiz Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O.R.Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T.C. 8. Besuchen Sie KURHAUS Schloß Brestenberg Rom — Triest — Belgrad — Budapest — Wien — Prag. Nach Beendigung ihrer siegreich ausgetragenen Wette blieben die beiden Amazonen nicht müssig. Sie reisen' weiterhin als moderne «Sängerinnen am Volant» durch Europa. Vor drei Wochen traten die Schwestern Werefkin auch in Zürich auf, ebenso im schweizerischen Landessender, und kommenden Freitag, den 12. Mai, wird nun auch Bern das Vergnügen haben, die beiden interessanten Russinnen hören zu können. Sie werden im Hotel «Bellevue-Palace» einen russischen Volksliederabend veranstalten; nach den unzähligen Zeitungskritiken aus allen europäischen Ländern zu schliessen, dürfte ein wahrhaft seltener Genuss den Hörern warten. Die Russinnen werden in ihren originalen russischen Trachten auftreten. bo. Flugzeug rettet Bauern vor Wölfen. Bei der Ueberquerung einer Ebene zwischen Moskau und Charkow bemerkten die Insassen eines Passagierflugzeuges, dass ein Bauernschlitten von sieben Wölfen verfolgt wurde. Der Lenker des Schlittens konnte nicht verhindern, dass die Entfernung zwischen ihm und den Wölfen immer geringer wurde. Um die Bauern zu retten, ging der Führer des Flugzeuges mit seinem Apparat auf zehn Meter herunter; durch das Dröhnen des Motors und den Schatten des Flugzeugs wurden die Wölfe derart erschreckt, dass sie das Weite suchten. Das Flugzeug umkreiste den Bauernschlitten noch bis zum nächsten Dorfe. Vergeblicher Kampf gegen die Tse-Tse- Fliege. Das englische Tse-Tse-Fliegenkomitee veröffentlicht einen Bericht über seine Tätigkeit 1925 bis 1931. Danach sind die Erfolge in der Bekämpfung der Tse-Tse-Fliege ausserordentlich gering gewesen. Mit Ausnahme der Arbeit im Tanganika-Mandatsgebiet sind nur Misserfolge zu verzeichnen. In einigen Teilen Inrier-Afrikas hat man sich nicht anders helfen können, als das von der Tse-Tse-Fliege befallene Gebiet von Menschen und Tieren zu räumen und es in Quarantäne-Gürtel durch ständiges Niederbrennen des Buschwerkes auf einer Breite von mehreren Meilen einzuschliessen. Das Komitee empfiehlt, in allen afrikanischen Kolonialgebieten besondere Brigaden zur Bekämpfung der Tse-Tse-Fliege aufzustellen, die aus dafür geschulten Leuten zusammengesetzt sein müssen. im Halbdunkel lag. Georg fühlte zu seiner eigenen Ueberraschung, wie ihm ihre menschliche Wärme wohltat. Er merkte jetzt, dass er in der letzten Zeit nicht nur allein, dass er auch einsam gewesen war. Die unmittelbare Nähe eines atmenden Wesens, das ihn liebte, mochte es auch nur Mathilde Tölsch und mochte diese Liebe auch nur sehr oberflächlich sein, obendrein einem andern gelten, tat ihm zu seinem Erstaunen wohl, brachte dig- Gedankenmaschine, die immer nur für sein"" Tat und ihre Auswirkungen in regem Betrieb arbeitete, zu einer wohltuenden Ruhepause. Für eine Weile legte er seinen Kopf an den ihren. Aber ein stiller Warner in der Brust mahnte zur Vorsicht Und ein Geräusch, das vom Hoi her durchs offene Fenster drang, stellte plötzlich das Bild seiner Tat wieder wie ein Gespenst vor Georg hin. Er stand auf. «Ich muss gehen. Habe noch dringend zu tun.» «Schon wieder! Du kommst doch in der Nacht nochmal?» «Heute nicht, Mathilde!» «Mathilde? Was hast du bloss? Weshalb sagst du denn heute schon den ganzen Tag gar nicht mehr Tildeken zu mir?» «Hab' ich doch gesagt, heute früh: Tildeken, liebes Tildeken! Also ich bin heut nach der schlaflosen Nacht und der Aufregung ganz alle. Total fertig! Ich muss heute schlafen wie ein Murmeltier, Tildeken!» (Fortsetzung folgt.) Spannteppiche Ledermöbel - AutopoUterungenl durch Färbekunstverfahren wiederwieneul ZÜRICH Limmatstr. 48 REFAR A.-G. Telephon 35.177 Rheinfelden Werben Sie um die 60,000 schweizer. Automobilisten Solbad Hotel 3 KÖNIGE Langenbruck Restauration - Garage A. C. S. Tel. 47 T. C. S. Zimmer mit fliessend. Wasser A. SPIEQELHALDER durch die Automobil-Revue j G.s. Hotel Ochsen T.C.S Bekannter Gasthof. Prima Küche und Keller. — Den Automobilisten bestens empfohlen. Telephon Nr. 1. J. Mtuber-Hannl. 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N°40 — 1933 [AUTOMOBIL-REVUE 15 EDtBEP In den letzten Jahren ist die Kosmetik eine selbständige Wissenschaft geworden; aus einer rein empirischen, auf Erfahrung und Tradition begründeten Sammlung von Vorschriften zur Erhaltung der Schönheit hervorgegangen, ist sie heute die Lehre von der Erhaltung der richtigen Konstitution geworden, und zweifelsohne wird sich in absehbarer Zeit die Lehre von der Erhaltung der Konstitution zu einem Sammelpunkt der Bestrebungen umgestalten, welche das wellenartige Auf und Ab im menschlichen Leben und im Aussehen der Menschen besser zu beurteilen lehren wird. Die der Kosmetik zugehörende Lehre von der Konstitution zieht alle Hilfsdisziplinen und ärztliche Forschung heran, um der griechischen Idealforderung von der Identität der äusseren Schönheit mit der inneren Gesundheit nahezukommen, und mit dem Fortschritt unserer Kenntnisse mehrt sich die Schwierigkeit, hier die Theorie mit der Praxis gleichzustellen. Eine grosse Bedeutung für die Erreichung dieses Zieles schien die Entdeckung der Lebensstoffe, der Vitamine, zu besitzen, und die Wissenschaft gab sich zur Zeit der Entdeckung dieser Stoffe im Jahre 1912 der Hoffnung hin, dass man das Rätsel dea Lebens gelöst habe. Die fünf bisher genau studierten Vitamine, welche in den tierischen und in den pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommen, sind Substanzen von nicht geringer Bedeutung, und dies erklärt die Anschauung, dass das Fehlen einzelner von ihnen die Gesamtbilanz des Organismus zu beeinflussen vermag. Seitdem wir wissen, dass wir auch durch genaueste Synthese der die Milch zusammensetzenden chemischen Körper noch immer keine der Milch als Nahrungsmittel gleichkommende Flüssigkeit erhalten, sondern ihr erst die spezifische winzige Menge von Vitaminen zusetzen müssen, hat die biologische Forschung neue Wege gesucht, um die Vitamine rein darzustellen und sie dem Organismus zur Verfügung zu stellen. EßyO&HU Kosmetik und Ernährung heblicheren Vitaminverminderungen, je höher der angewendete Druck war und je länger die Erhitzung dauerte. Der C-Vitamin-Gehalt der Kartoffel leidet aber durch Kochen und durch Dämpfen verhältnismässig wenig, und die Widerstandsfähig- Das Vitamin A ist der wissenschaftlichen keit des G-Vitamins in diesem wichtigen Erkenntnis zugänglich geworden; das Vitamin B, dessen Abwesenheit in den Lebensmittel ist nicht bloss für die Ernährung, sondern auch für die Festhaltung des pflanzlichen Nahrungsmitteln zur Entstehung schwerer Symptome von eventuell lebensbedrohenden Erkrankungen führt, ist jüngst rein dargestellt, das Vitamin G ist seiner geheimnisvollen Rolle entkleidet worden, und die Reindarstellung des Vitamins D war ein Triumph der biologischen Wissenschaft. Nun ist an die kosmetische Konstitutionslehre die wichtige Frage herangetreten, ob die Vitamine bei der Zubereitung unserer Nahrungsmittel nicht in ihrer Zusammensetzung wesentlich geändert werden, und ob wir uns auf Grund dieser Untersuchungen vom Standpunkte der kos- von vitaminhaltigen Nahrungsmitteln, und die viel besprochene Frage, ob die Kosmetik die Rohkost propagieren solle, wurde in metisch-konstitutionellen Pathologie nicht für eine andere Kostanordnung zu entscheiden haben. weitgehender Weise studiert; die Unter- Durch veterinärphysiologische Untersuchungen sind in den letzten Jahren mehrere hundert Proben von Obst, von Gemüsen, von Fleisch, von Fisch, von Mehl und von Brot hinsichtlich der für unsere Ernährung wesentlichen viör Vitamine untersucht worden und, da jeder Versuch drei Monate in Anspruch nahm, so kann man sich die Mühe vorstellen, mit welcher diese Arbeit verbunden war. Die Untersuchung hat ergeben, dass bei der haushaltsüblichen Zubereitung der Speisen die wichtigsten Vitamine A, B und D keine praktisch bedeutungsvollen Veränderungen erleiden; so wird der A-Vitamin-Gehalt der Butter beim Bräunen, Braten und Backen nicht merklich verändert, und erst eine mindestens halbstündige Erhitzung auf 160 bis 200° G ruft eine deutliche Herabsetzung hervor. Eine grössere Empfindlichkeit gegenüber dem Kochen zeigt das als Skorbutschutzmittel bekannte G- Vitamin; bei den Gemüsearten war die Herabsetzung ziemlich gross; das Kochen setzte den Vitamingehalt auf einen Zehntel bis einen Zwanzigstel des im rohen Gemüse vorhandenen Gehaltes herab; das Dämpfen wirkte weniger schädlich, aber die Verwendung von Drucktöpfen führte zu um so er- Glanzes der Haut wichtig. Für die Erhaltung des C-Vitamins ist die Ausschaltung des Sauerstoffes der Luft wichtig. Wird beim Sterilisieren und fabriksmässigen Konservieren die Anwesenheit von Luft vermieden, wie dies in den modernen Verfahren der Konservenfabrikation geschieht, dann bleibt der Gehalt der Konserven — es kamen Erdbeer-, Tomaten-, Bohnen- und Erbsenkonserven zur Untersuchung — genügend gross. Die Kosmetik verlangt reichliche Zufuhr suchungen ergaben das eigentlich nicht erwartete Resultat, dass die gekochte und erhitzte Kost gegenüber der rohen Kost überlegen ist. Aber auch die im Volke verbreitete Anschauung, dass rohes, geschabtes Fleisch im Interesse der Kosmetik dem gekochten Fleisch vorzuziehen sei, hat sich als unrichtig erwiesen; anderseits war auch der oft behauptete Unterschied im Werte des Gefrierfleisches und des Frischfleisches nicht festzustellen. Es ist nicht in Abrede zu stellen, dass der Zustand der Verdauung für das Aussehen der Haut im allgemeinen und für die Gesichtshaut im besonderen eine grosse Bedeutung hat, und wer sich für Kosmetik interessiert, muss in erster Linie die Frage beantworten können: Wie sollen wir leben? Aber hier kommt es nicht darauf an, dass wir an den bekannten Grundsätzen der Ernährung rütteln, sondern, dass wir in jedem Einzelfall die im Darm vor sich gehenden Zersetzungsprozesse der Ernährungsstoffe regulieren und ordnen. Moment-Aufnahme von Jeanette MacDonald Einem gelegentlichen Mitarbeiter unseres Blattes gelang es, den berühmten, kürzlich in der Schweiz aufgetretenen FiLmetar Jeannette MacDonald zu interviewen. Die Momentaufnahme dauerte zwanzig Minuten. Was sind zwanzig Minuten für eine lange Zeit in dem ereignisvollen Leben eines reisenden Filmstars! Heute hier, morgen schon wieder einige hundert Kilometer weiter, und eine Begenung bleibt im Gedächtnis stehen wie ein einzelnes, winziges Bildchen aus einem ganzen Film herausgeschnitten. Ueberall auf dem Weg die Tausende und aber Tausende, die sich in Begeisterung sammeln, um vielleicht einen flüchtigen Blick zu bekommen; überall Menschen, und jeder Tag ist nur ein Kreis von Reisen, Singen, Photographiertwerden, Autogrammschreiben und endlich Schlafen. Die MacDonald lässt zu einem Privatinterview in ihrem Hotelzimmer im Baur au Lac bitten. Sie ist soeben von der Vorstellung in der Tonhalle zurückgekommen, hat aber schon das alles mit ihren Bühnenkleidern endgültig abgestreift und ist wieder sich selbst geworden. Nur eins bleibt: ihr persönlicher Reiz, der sie gross gemacht hat und der nicht zu ihren anderen Bühnenrequisiten gehört, mit der Schminke und Grenadierkostüm aufzusetzen und abzulegen, sondern ein Stück von ihr selbst ist. Sie empfängt wie eine junge Dame, liebenswürdig und natürlich, die gerne mal mit einem in ihrer eigenen Sprache plaudert. Ihre Sprechstimme tönt noch schöner wie im Film; Englisch spricht sie-weich und harmonisch, kaum ein Wort verrät die Amerikanerin, kaum ein Gesichtsausdruck den Filmstar. Mit ihr im Zimmer Ist ihre Mutter, einfach, liebevoll und doch vornehm, die sichtbar einen immer noch nicht rxx unterdrükkenden Stolz auf ihre berühmte Tochter zur Schau trägt. Sie scheint nichts mit dem Film und der Bühne zu tun zu haben; ihre Aufgabe symbolisiert eine Büchse Ovomaltine, die auf einem kleinen Tisch zwischen den beiden steht — nämlich für das körperliche Wohl ihrer Tochter zu sorgen. Aber Ovomaltine in einem Hotelzimmer — das ist wirklich ein Blick hinter die Kulissen! Guter Stoff und sorgfältige Schneiderarbeit sorgen dafür, dass der Masa- Anzug länger hält. Darf Ich Ihnen Preise offerieren ? — Rohr- Möbel LEONHARDSECK - ZÄHRINGERSTR/H2 K. Eier, Zürich 1 a. 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