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E_1933_Zeitung_Nr.044

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° Merz den Wagen hinter dem des österreichischen Thronfolgers. Der Schwerverwundete starb in den Armen des deutschen Fahrers. Nach dem Kriege begann für Merz die Reihe der grossen internationalen Sporteriolge, von denen wir nur die wichtigsten erwähnen können. 1922 gewann er die allrussische Tourenfahrt, 1923 siegte er bei der rumänischen Tourenfahrt und 1924 gewann er das Solitude-Bergrennen. Auch in der Schweiz blieb der Mercedes-Benz-Fahrer kein Unbekannter. Seinen grössten Erfolg erlebte er in unserem Lande am Klausenrennen 1924, indem er mit der Zeit von 18 Min. 48,6 Sek. die beste Zeit aller Kategorien aufstellte. Auch in den Jahren 1925, 1926 und 1927 traf man den sympathischen Deutschen immer wieder am Klausen; in den drei aufeinanderfolgenden Jahren wurde er einmal Fünfter, einmal Zweiter und einmal Erster seiner Kategorie. Beim Rennen

N°44 ]e auf der Avus gefahren wurde: 221,72km/St. Und doch, Varzi blieb hinter ihm, und wenige Meter vor dem Ziel erreichte er den Grafen! Die Bugatti lagen auf gleicher Höhe, langsam schob sich der Wagen Varzis nach vorn, und mit einem Sekundenbruchteil schlug er Czaikowsky, der hier das grosse Rennen seines Lebens gefahren war. Die Italiener Nuvolari und Borzacchini waren bei diesem Ringen auf Leben und Tod etwas ins Hintertreffen geraten und gingen schliesslich ex aequo als Dritte durchs Ziel, immerhin noch eine sehr gute Leistung. Der Oesterreicher Jellen landete auf dem fünften und von Brauchitsch auf dem sechsten Platz. Der Ungar Hartmann scheint sich eine Ehre daraus machen zu wollen, bei grossen Rennen wenigstens durchzuhalten; er belegte auch hier den letzten Platz. Der arme Chiron, dem bis jetzt in dieser Saison das Glück noch nicht hold gewesen ist, musste schon in der ersten Runde wegen Ventilbruch aufgeben. Steinweg auf Bugatti fiel in der zweiten Runde wegen Oelrohrbruches aus, Williams Bugatti fing in der achten Runde Feuer und Siena auf Alfa Romeo hielt nach zehn Runden an. Das Avus-Rennen ist zu einem grossartigen Triumph von Bugatti geworden: Doppelsieg bei den grossen und Doppelsieg bei den kleinen Wagen! Bugatti hat die Saison in einer Weise begonnen, die schon jetzt unsere seinerzeitige Voraussage, die Molsheimer Firma werde nach einer Zeit des Ueberganges wieder zu neuem Ruhm kommen, auffällig wahr macht. Varzi hat auf der Avus bereits den dritten Sieg dieses Jahres erzielt — das lässt noch vieles erwarten. bo. Die Resultate. Hauptklasse (Ober 1500 ccm), 15 Runden = 294,426 km: 1. Achille Varz! auf Bugatti 4900 ccm, 1:25:24,4 (Stundenmittel 206,9 km/SU Durchschnitt des letztjährigen Siegers: 194,4 km St.). 2. Graf Czaikowsky auf Bugatti 4900 ccm, 1:25:24,6 (206,8 km/St.). 3. ex aequo Nuvolari und Borzacchini, beide auf Alfa-Romeo 2600 ccm, 1:30:55,8 (194,3 km/St.). 5. Jellen auf Alfa Romeo 2300 ccm, 1:35:33,4 (184,8 km/St.). 6. von Brauchitsch auf Mercedes-Benz 7020 ccm, 1:39:42,6 (177 km/St.). 7. Hartmann auf Bugatti 2300 ccm, 1:44:14 (169,5 km/St.). ~-. Kleine Klasse (bis 1500 ccm), 10 Runden * 196,561 km: 1. Veyron auf Bugatti 1500 ccm, 1:04:54,8 (181,8 km/St.). 2. Burggaller auf Bugatti 1485 ccm, 1:04:55,2 (181,7 km/St.). 3. Earl Howe auf Delage 1486 ccm, 1:08:24,2 (172,5 km/St.). 4. Rüesch (Schweiz) auf Alfa Romeo 1500 ccm. 1:16:14 (154,8 km/St.). 5. Horton auf M.G. 746 ccm, 1:21:03 (145,6 km/St.). 6. Barnes auf Austin 747 ccm, 1:21:42 (144,4 km/St.). 7. Machor auf O.K.W. 798 ccm, 1:22:13,6 (143,5 km/St.). Bourlat und Trlntlgnant tödlich verunglückt! Beim Grossen Preis der PJcardie. Der Automobilsport steht in letzter Zeit unter einem tragischen Unstern. Kaum ist die Nachricht vom Tode des Deutschen Merz bekannt geworden und schon meldet der Draht gleich zwei neue Todesstürze, die zudem international bekannte Fahrer hinweggerafft haben. Das durchaus sekundäre Rennen um den Grossen Preis der Picardie bei Pe"ronne in Frankreich hat damit eine tragische Bedeutung erlangt. Der junge Trintignant (Bugatti), der beim letzten Klausenrennen in der Rennwagen-Klasse 2000 ccm Erster wurde und in Frankreich als der aussichtsreichste «neue Mann» galt, kam schon beim Training ums Leben. In einer Kurve überschlug sich sein Wagen und der Franzose war auf der Stelle tot. Mit diesem schweren Unfall sollte es nicht sein Bewenden haben. In der 16. Runde des Rennens vom Sonntag versuchte Bouriat auf Bugatti den Schweizer Villars zu überholen. Der Versuch missglückte, der Bugatti berührte den Alfa Romeo des Schweizers und schoss mit einer Geschwindigkeit von 150 km/St, an einen Baum. Die Wirkung des Anpralles war furchtbar. Bouriat wurde erdrückt und konnte nur noch als Leiche aus dem in Flammen aufgehenden Wagen gezogen werden. Der Franzose gehörte zu den bekanntesten internationalen Rennfahrern. Lange Zeit war er zusammen mit Chiron offizielles Mitglied der Bugatti-Equipe. Er beteiligte sich an vielen internationalen Rennen und war mehrmals sehr erfolgreich. Auch in der Schweiz ist Bouriat nicht unbekannt geblieben. Er nahm im Jahre 1930 ebenfalls am Klausen teil und wurde in der Klasse 3000 ccm der Rennwagen mit neuer Klassenbestzeit Erster. Im gleichen Jahre beteiligte er sich auch an der St. Moritzer Automobilwoche, wo er beim Kilometer lance von Samaden Erster der Rennwagenklasse 3000 ccm und beim Berninarennen Zweiter der gleichen Klasse wurde. Ueber die Laufbahn der beiden Franzosen soll in der nächsten Nummer noch eingehender berichtet werden. Das Rennen wurde trotz des schweren Unglücks zu Ende geführt und ergab den Sieg Etancelins auf Alfa Romeo. Bei den kleinen Wagen wurde Mme Itier auf Bugatti Erste. Die Resultate. Ueber 1500 ccm (27 Runden = 195,3 im): 1. Etancelin auf Alfa Romeo, 1 Std. 25 Min. 36,2 Sek. (Stundenmittel 136,887 im/St.): 2. Sommer" auf AUTOMOBIL-REVUfc Ballon-Fuchsjagd in Zürich. Die Sektion Zürich des T. C. S. hielt vergangenen Sonntag bei prächtigem Wetter ihre Ballonfuchsjagd mit Automobilen ab. Unser Bild zeigt den Start der drei mächtigen Ballons beim Gaswerk Schlieren (siehe auch Seite 11.) (Photo K. Egli, Zürich) Alfa Romeo, 1 Std. 28 Min. 24 Sek.; 3. Lehoux auf Bugatti, 1 Std. 28 Min. 28 Sek.; 4. Villars auf Alfa Romeo, 1 Std. 30 Min. 11 Sek.; 5. Bussienne auf Bugatti, 1 Std. 35 Min. 44 Sek. Bis 1500 ccm (15 Runden = 146,4 km): 1. Mme Itier auf Bugatti, 1 Std! 15 Min. 56,2 Sek. (Stundenmittel 115.534 km/St.); 2. Vagniez auf Maserati, Internationales Eifelrennen. 8 Tage nach dem internationalen Avusrennen in Berlin folgt, wie gewohnt, in Deutschland das Eifelrennen auf dem Nürburgring. Diesmal fällt es auf den 28. Mai. Der internat. offenen Veranstaltung kommt dieses Jahr noch -grössere Bedeutung zu, weil durch die Verlegung des Grossen Preises von Deutschland das Eifelrennen auf dieser berühmten Bahn der einzige automobilsportliche Anlass des Jahres bleibt. Das Rennen wird auf der Nordschleife des Nürburgringes, die 22,810 Kilometer lang ist, ausgetragen. Die teilnehmenden Wagen sind in drei Klassen eingeteilt, wobei die 1. Wertungsgruppe 12 Runden, gleich 273,72 km, die 2. und die 3. Wertungsgruppe je 15 Runden, gleich 342,15 km, zurückzulegen haben. Der Sieger der Rennwagen bis 800 ccm erhält 900 RM. und den Ehrenpreis des Nürburgringes, der 2550 RM. beträgt; der Erste der Rennwagen bis 1500 ccm bekommt 2300 RM. und den Ehrenpreis des Nürburgringes, der Zweite 1400, der Dritte 900 RM.; der Sieger der grossen Rennwagen wird mit 3500 RM. und dem Ehrenpreis des Nürburgringes belohnt, der Zweite mit 2300, der Dritte 1400 und der Vierte mit 1000 RM. Dem am Sonntag, den 28. Mai um 14.00 Uhr beginnenden Rennen geht am Vormittag des gleichen Tages ein Motorradrennen voraus. Das Eifelrennen verspricht schon jetzt eine ausserordentlich gute internat. Besetzung. Bis jetzt haben u. a. ihre Meldung abgegeben: Nuvolari (Alfa Romeo), Borzacchini (Alfa Romeo), Chiron (Alfa Romeo), Fagioli (Maserati), Hartmann (Bugatti), Siena (Alfa Romeo), Mme Itier (Bugatti). mb. Bergrennen von Alpllles. Bei dem Bergrennen von AlpiUes in der französischen Provence gewann vorletzten Sonntag Lehoux auf Bugatti mit der neuen absoluten Rekordzeit von 2 Min. 13 Sek. 4/5 (Stundenmittel 107,6 km/St.). Der Schweizer Braillard auf Bugatti wurde in der Klasse 2000 ccm der Sportwagen Sieger. x. liiliflii Werke •ie- Kanf IJrunrter BADENERSTR-378 ZÜRICH Auto-Electric-Service Unser Programm urrifasst 3 verschiedene Chassis: Den Nine, ein 4-Zylinder, von 1089 ccm Hub-Volumen und 6 Steuerpferden. Den Twelve, ein 6-Zylinder, von 1458 ccm Hub-Volumen und 8 Steuerpferden. Den Fourteen, ein 6-Zylinder, von 1633 ccm Hub-Volumen und 9 Steuerpferden. Aden Riley-Chassis sind eigen: Motor mit abnehmbarem Zylinderkopf, um 90 Grad versetzte Ventile mit zwei Nockenwellen, überdimensionierte Kurbelwelle, Tiefrahmen-Chassis, lautloser dritter Gang, vom Führersitz während der Fahrt einstellbare Bremsen usw. Riley-Wagen sind bekannt als rasche und zuverlässige Touren- und Sportwagen mit geringem Brennstoffverbrauch. Fachgemässe Aus* fuhrung, kurze Liefer* fristen, zeirgemässe Preise, Neucarrossierung und Umbau von Personen- und Lastwagen — Kabinenbau. ccumulabren ,, Prompte, sorgfältige und preiswerte Ausführung sämtlicher Reparaturen an Dynamos, Anlassem, Magneto« etc. aller Fabrikate 1 Belpstrasse 24 Telephon 28.701 Akkumulatoren-Reparatur-Werkstätten — Eigene Wicklerei Bern C. Schaef er Zürich 2 Gutenbergttr. 10 Telephon 31.223 Anlasserkränze Gebr. 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