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E_1933_Zeitung_Nr.046

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° 46 306 Motorräder den schweizerischen Zollkordon. lt. Liste der Strassensperrungen und Verkehrserschwerungen. Bulletin Nr. 21 vom 28. Mai bis 1. Juni 1933. Nachdruck verboten. Offizielle Zusammenstellung durch das Sekretariat der Baudirektorenkonferenz. Aargau: Sperrungen: Ortsverbindungsstrasse Seengen-Boniswil, für Lastautos gesperrt. Strasse Büelisacker-Waltenschwil, Bünzbrücke in Waltenschwil, für Fahrzeuge über 3 Tonnen. Strasse Tegerfelden - Zurzach; Umleitung über Döttingen (ab 22. Mai). Appenzell A.-Rh.: Sperrung: Heiden - Kaien, Umleitung Heiden - Oberegg - Kaien. Baselland: Sperrungen: Aesch - Pfeffingen, Binningen - Bottmingen, Allschwil - Neubad. Bern: Tourismus Kreis II: Sperrung: Strasse Ritzenbach-Gurbrü, Umleitung über Gempenach-Löwenberg-Ins und umgekehrt. Kreis III: Sperrung: Strasse St. Imier - Le Pont gesperrt, Umleitung über Villeret. Kreis IV: Sperrung: Dorf Bleienbach, innerorts für Lastwagen. Freiburg: Sperrungen: Strasse Freiburg-Tafers, zwischen Heiters - Tafers; Strasse Murten - Kerzers, zwischen Abzweigung nach Ins und Fräschels; Freiburg - Murten, vor Wallenried; Freiburg - Payerne, «wischen Corjolens und Prez; Estavayer - Yverdon, zwischen Estavayer und Front und gegen Kantonsgrenze Waadt. St. Gallen: Sperrungen: Kempraten-Rüti (Kantonsgrenze), Umleitung über Feldbach - Tobel; Rickenstrasse, zwischen Ricken und Eschenbach, Umleitung über Uznach. Sofothurn: Sperrungen: Passwangstrasse; Gempen - Nuglar; Niedergerlafingen - Obergerlafingen; Scheltenpass. Schaff hausen: Sperrung: Thaingen, innerorts, Umleitungen: Schaff hausen - Singen über Thaingen - Dörflingen - Randegg; Singen - Schaffhausen über Randegg - Dörflingen. Thurgau: Sperrungen : Amriswil . Bischofszeil, Umleitung über Muolen - Razenwil - Egg - Sitterdorf; Strasse Frauenfeld - Wängi gesperrt, Umleitung: Frauenfeld - Matzingen und umgekehrt über Häuslenen; Frauenfeld - Wängi und umgekehrt über Aadorf; Äff eltrangen und Lommis- Frauenfeld und umgekehrt über Wetzikon-Thundorf; Strasse Neukirch-Egnach - Lömmenschwil gesperrt, Umleitung des Verkehrs über Amriswil - Muolen oder über Ebnat - Roggwil; Strasse Frauenfeld - Uesslingen, Thurbrücke für Fahrzeuge über 5 Tonnen; Strasse Weinfelden - Mettlen, zwischen Rothenhausen und Mettlen, Umleitung über Reuti - Istighofen - Mettlen und umgekehrt; Seestrasse von Güttingen bis Station Altnau, Umleitung durch das Dorf Altnau. Waadt: Sperrungen : Strasse Baulmes-Vuiteboeuf; Umleitung über Peney; Strasse Yverdon - Orbe, im Dorf Suscevaz, Umleitung über Ependes- Mathod." Zürich: Sperrungen: Linksufrige Seestrasse, von Käpfnach bis Wädenswil. Der interkantonale Verkehr wird auf die rechtsufrige Zürichseestrasse und den Seedamm Pfäffikon - Rapperswil verwiesen; Strasse Oberwetzikon - Stegen - Floss gesperrt; Opfikon, Schaffhauserstrasse, von der Grenze Seebach bis Glattbrücke vom 1. Mai an gesperrt. Umleitung: Fernverkehr über Rümlangwaltungen der Bahnen: Langenthal-Huttwil, Martigny - Orsieres, Oensingen - Balsthal, Aigle - Leysin, Niederglatt-Bülach. Lokalverkehr über Wallisellen-Opfikon. Auf «»an Dem Geschäftsbericht der Sesa pro 1932, deren Jahresrechnung bei 404,667 Fr. Betriebseinnahmen mit einem Gewinn von 50.202 Fr. abschliesst, sei folgendes entnommen: Autotourismus von Jahr zu Jahr — 1932 1933 Prov. Kart« I Frtlpastl Triptyk Total End!*Monat Das Haslital Pr0 * < Ktrt4 Frtipau Triptyk Total |E, U J|onat Januar . 2186 427 1674 4187 4187 3094 451 1389 4934 4934 Februar. 2289 453 1490 4232 8419 3023 421 1374 4818 9752 März ... 3733 605 2381 6719 15138 4577 735 2155 7467 17219 April... 4478 858 3140 8476 23614 9948 892 4387 15227 32446 Mai .... 8498 1069 5223 14795 S8409 Juni.... 7751 1016 6169 14936 53345 Juli 14734 1201 11369 27304 80649 August . 35915 1201 16644 53760 134409 Sept. ... 22145 855 10795 33795 168204 Oktober 7967 707 4309 12983 181187 Nov. ... 4972 607 2010 7589 188776 Dez 3638 590 1609 " 5837 194613 ;' Total 118306 9589 66718 194613 — 10694 1607 4918 17219 ITT 12686 2343 8585 23614 — 20642 2499 9305 32446 ..—">, Aareschlucht Auch während des verflossenen Jahres sind in den von den S. B. B. und von Privatbahnen bedienten Gegenden offizielle Camionnagedienste neu eingerichtet worden. Um im besondern die Möglichkeit zu schaffen, S. F. D.-Sendungen nach Stationen abfertigen zu können, deren Güterverkehr zu gering ist, als dass ein Unternehmer mit Aussicht auf etwelchen wirtschaftlichen Erfolg den regelmässigen Güter-Zu- und Abfuhrdienst auf eigene Rechnung und Gefahr zu übernehmen in der Lage wäre, haben, gleich wie schon während der vorangegangenen zwei Jahre, verschiedene Privatbahnverwaltungen Personal ihrer Aussendienste mit der Besorgung der Stückgut-Camionnage beauftragt. Von solchen Fällen abgesehen, arbeitet die SE'SA nur mit selbständigen Unternehmern, die mit ihr direkt oder im Sinne von SESA-Unteragenturen mit Privatbahnverwaltungen in einem Agenturverhältnis stehen. Von gesamt 392 SESA-Camionnagediensten (Agenturen und Unteragenturon) -werden 299 (== 76%) durch private Unternehmer, 89 (= 23%) durch Bahnstationsdienste und 4 (= 1%) durch eidgenössische Postkurse besorgt. Bevor die Bahnverwaltungen über eine Hilfsorganisation verfügten, zu deren Hauptaufgaben die Pflege und der Ausbau des Bahntransport-Ergänzungsdienstes gehört, d. h. bis und mit dem Jahre 1926, waren die Camionnagebetriehe sozusagen ansschliesslich Lokaldienste. Im Jahre 1928 hat die SESA begonnen, das Tätigkeitsgebiet bestehender und neuer Agenturen durch Einrichten von Fcrncamionnagediensten auszudehnen. Der Umfang, den diese Organisation nach und nach angenommen hat, geht aus folgenden Zahlen hervor: 31. Dez. 1930 Bahnstat 296 Ortschat 609 Ortschaf. 2,0 31. Dez. 1932 437 1106 2,5 Während des Berichtsjahres sind mit den Ver- Biasca-Acquarossa, Martigny-Chätelard und Regional du Val-de-Ruz, Verträge über die Zusammenarbeit abgeschlossen worden. Die Ende des Jahres in Kraft stehenden Eisenbahn-SESA-Verträge erstrecken sich, neben dem ganzen Netz der Bundesbahnen, gesamt auf 90% der von Privatbahnverwaltungen betriebenen Normalspurlinien und auf 50% der SchmalspuTlinien. Bald nach der Aufnahme der Tätigkeit unseres Unternehmens sind wir zur Ueberzeugung gelangt, dass trotz des von uns gepflegten Ausbaues des Camionnagedienstes der reine Strassentransport von Stückgütern immer grösseren Umfang annehmen werde und dass dieser Strömung nur dann Einhalt geboten werden könnte, wenn es gelänge, durch die Einführung tiefgreifender Neuerungen dem Schienen- und dem Strassentransport in vermehrtem Masse den Charakter einer sich zugunsten aller Beteiligten auswirkenden betriebstechnischen Einheit zu geben, als dies bei blosser Aufpfropfung eines Camionnagedienstes auf dem Bahntransport der Fall ist. Diese Ueberlegungen haben uns schon im Jahre 1929 dazu geführt, die Lösung der Aufgabe auf dem Wege über eine Automobil-Stückgut- TranspoTt-Organisation, c A'STO >, zu suchen. Die während des verflossenen Jahres im ASTO- Versuchsgebiet Winterthur-Romanshorn gemachten Erfahrungen haben im allgemeinen die Richtigkeit der von uns angestellten Ueberlegungen vollauf be- Reichenbachfall stätigt. Durch die im Eisenbahnbetrieb erzielten Einsparungen einerseits und durch die dem ASTO- Betrieb gutzuschreibenden Camionnagegebühren anderseits, konnte schon im ersten Betriebsjahr ein grosser Teil der Betriebskosten der in Dienst stellten zwölf Kraftlastwagen gedeckt werden. Auf den 15. Mai des laufenden Jahres wird der ASTO-Vißrßuch auf die Strecken Geneve-Lausanne, Zürich-Winterthur, Rorschach-St. Gallen-Wil-Winterthur und Sulgen-Gossau ausgedehnt werden, um noch weitere Erfahrungen zu sammeln. Wichtiger aber ist, dass diese Organisation sehr wahrscheinlich die zweckmässige Grundlage bilden wird für die in unserem Lande sich in Vorbereitung befindende Begelung der Verkehrsteilung zwischen den Eisenbahnen und dem Automobil. Einräumung von Konkurrenztarifen. Das anfangs des Jahres mit der E. G. Portland abgeschlossene Abkommen bezüglich des Transportes von Zement hat die an die Vereinbarung geknüpften Erwartungen im grossen und ganzen eTfüllt. Die prozentuale Aufteilung der Transportarten der Zementlieferungen vor und nach dem Inkrafttreten des Abkommens zeigt folgendes Bild: Januar 1932 ( d. h. vor Schiene Strasse bis 25 km üb. 25 km dem Abkommen) 50 % 23 % 27% Februar—Dezember (d. h. nach dem Abkommen) 69,5% 20,5% 10% Dar SESA-Franko-Domizil-Dienst zeigt folgende Entwicklung. Gesamtzahl der Sendungen bestimmt für Empfangsstationen mit SFD-Dipnst: 1931 1932 der S.B.B. 158 293 208 757 Privatbahnen 11617 20 216 Gesamt 169 910 228 973 * Nachstehende Zusammenstellung zeigt, in welchem Umfang die Verfrachter von der Rabattgewährung im Stückgüterdienst Gebrauch gemacht haben. Totalgewicht aller Stückfratsendungen 'der 1010 effektiv rabatberechtigten Firmen: 399 690 t Rabattbereclitigte Frachten: Stückgutklasse 1 Fr. 10 756 707.— Stückgutklasse 2 Fr. 4 897 602.— Mittel pro Firma 395.73 t Fr. 10 650.— Fr. 4- 849.— Total Fr. 15 654 309.— Fr. 15 499.— Es wurden veTgütet auf Frachten der Rabatte Stückgut- im Betrag Jm Betrag In *7o des norklasse von Fr. von Fr. malen Frachtbetrag«» 1 10 756 707,— 1896 588.— 17 631 2 4 897 602.— 419 840.— 8 572 Gesamt 15 654 309.— 2 316 428.— 14 797 137 Firmen, d. h. 12O°/oo der Gesamtheit der Verfrachter, die ein Rabattabkommen abgeschlossen hatten, haben während des Rechnungsjahres die im Abkommen vorgesehene Minimaltonnage von 50 t nicht erreicht. Ein nachträglich durch die Gene- für Week-End und Ferien! GRIMJHH0IPI7 ITIeirincjen ITIeiringen Ueberall gute Verpflegung bei massigen Preisen. ITIeiringen ITIeiringen Im Berner Oberland Das Zentrum für Ausflüge raldirektion der S. B. B gemachtes Zugeständnis ermöglichte es, den Firmen, die immerhin ein Totalgewicht von 35—49 t grundsätzlich rabatt-berechtigter Waren zur Spedition gebracht haben, Rabatte Tram nach Aareschlucht und Reichenbachfälle (Drahtseilbahn) - Berühmte Kirchenausgrabungen - Museum - Schwimmbad - Tennis • Casino - Beleuchtung der Alpbachfälle Hin |fiir«t«tinnen• Rosenlaul (Gletscherschlucht), Schwarzwald-Alp, Innertkirchen. VIG nuiaiailUIIGII. Guttannen, Handeck, Grimselhospiz, Steingletscher, Engstlenalp UI6 P3SSCZ BrOnlg, Grosse Scheidegg, Grimsel. Susten und Jochpass. (Tleiringen FDeiringen Prosp. durch den Verkehrsverein Meiringen u.U. Seltene Gelegenheit! LASTWAGEN 2% bis 3 Tonnen, wegen Nichtgebrauch zu verkaufen. Eventuell Tausch an Personenwagen, Limousine, ticht unter Modell 28. Offerten unter Chiffre 59054 an die Automobil-Revue, Bern. Der Autotourismus im April 1933 (Berichtigung). Die in unserer Nr. 41 veröffentlichten Ziffern erfahren eine offizielle Korrektur. Die richtigen Ziffern für den Autotourismus im April lauten nach dem Bulletin der Ofoerzollidirektion wie folgt: Mit provisorischer Eintrittskarte einfahrende Automobile : 9948 (4478 im April 1932), mit Freipass 892 (858), mit Triptyk oder Passierscheinheft 4381 (3140), total 15,553 (14,795) einfahrende Automobile. Mit Kontrollzeugnissen passierten Occasionszu verkaufen: Buick, Chrysler, Victory, Lancia, Renault, Ansaldo, Ford-Cabriolet offene und geschlossene, von Fr. 650.— bis Fr. 4.500.— zu kaufen gesucht: 1 Roadster max. 15 PS., 2-4 Plätze, Amerikaner Postfach Transit 899, Bern Zukaufen gesucht Lieferwagen i-P/a Tonnen Tragkraft nicht unter Modell 1930. Offerten an J. Good, Garage, Trübbach, Telephon 2188. 59067 5-Tonnen- Saurer- Lastwagen Typ 5 AE, auf Luftreifen, elektr. Beleuchtung, Ladebrücke 5 m lang, zu vorteilhaften Bedingungen abzugeben. — Anfragen unt. Chiffre Z 2589 an d. Automobil-Revue, Bur. Zürich. 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N°46 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE 15 A- C. S. SEKTION AARGAU. Lichtbildervortrag. Dr. Th. Gubler « Quer durch Holland ». "Wir möchten auch an dieser Stelle unsere Mitglieder mit ihren Angehörigen, Freunden und Bekannten zu dem am 1. Juni näcbsthin, 20 Uhr im Hotel Krone, in Lenzburg stattfindenden Lichtbildervortrag des Herrn Dr. Th. Gubler « Quer durch Holland » gebührend einladen. In einem mit Projektionen reich belebten Vortrag wird uns der Referent seine Reiseerlebnisse in Holland schildern und miterleben lassen. SEKTION BERN. Pfinqstfahrt 1933. Eine knappe Woche noch trennt die Sektion von ihrer meistbeachteten touristischen Veranstaltung des Jahres, der traditionellen Pfingstfahrt. Wer von den ehemaligen Teilnehmern erinnert sich noch an die frohen und genussreichen Stunden früherer Ausflüge, sei es in den Schwarzwald, die Vogesen und das Appenzellerland. Das Pfingstprogramm 1933 wickelt sich wieder ganz auf Schweizerboden ab: in zweieinhalb Tagen besuchen die Pfingstfahrer den Jura von N'euenburg bis hinunter an den Genfersee. nach einem Itineraire, dem unsere welschen Clubkameraden die Note < tres bien » gegeben haben. Das flotte Fahrtprogramm dürfte seinen Werbezweck voll und ganz erfüllen; die Tagesleistungen können füglich als das Ideal eines geruhsamen Autobummels durch eine unserer schönsten Landesgegenden bezeichnet werden. Anmeldungen sind unverzüglich an das Sektionssekretariat, Waisenhausplatz 2, Tel. 23.813. erbeten. Wegen des zu erwartenden starken Pfinsstverkehrs ist rechtzeitige Anmeldung unerlässlich. Seitens des Sekretariates sind alle Voraussetzungen für einwandfreien und angenehmen Aufenthalt getroffen worden. Vogesenfahrt der Ortsgruppe Langenthai. Die Erstlingsfahrt des Sektionskindes, welche auf den 13. und 14. Mai vorgesehen war, musste der schlechten Witterung zufolge im letzten Moment abgesagt werden. Glücklicherweise hielt die schlimme Wetterprognose, was sie an schlechtem Wetter versprach, und der rechtzeitige Entschluss der Fahrtleitung verschonte die Langenthaler vor einer ausgesprochenen Wasserfahrt. Die Vogesenfahrt ist nun auf den 17. und 18. Juni frisch anberaumt worden, und es unterliegt keinem Zweifel, dass die Beteiligung ebenso stark, wenn nicht stärker sein wird. Anmeldungen nimmt der Präsident der Ortsgruppe, Herr W. Ruckstuhl, jederzeit gerne entgegen. S.O.S.-Telephondienst auf Alpensfrassen. Seit letzten Freitag ist im Schaufenster des Lederwarengeschäftes Gygax & Co., Bubenbergplatz. eine vollständige S.O.S.-Apparatur. mit Hinweis- und Sta- -tionstafeln ausgestellt. Die Mitglieder und andere Interessenten sind auf die bequeme Gelegenheit zur Besichtigung des vom A. C. S. organisierten Hilfsdienstes aufmerksam gemacht. Bekanntlich hat der A. C. S., untestützt von der Eidgen. Telephonverwaltung und der «Scintilla», Solothurn, seit 1930 auf elf Alpenstrassen ein jederzeit bereites Telephonnetz gespannt. Die Automobilisten und andere ßtrassenbenützer werden sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, sich schon im Unterland mit Form nnd Art der neuzeitlichen Passstrassen-Ausrüstung vertraut zu machen. h. SEKTION LES RANGIERS. Ausfahrten. Im Sektionsprogramm ist für den 4. bis 7. Juni eine Ausfahrt nach dem « Chäteau de la Loire » und für den 26. August bis 4. September eine Tourenfahrt in die Dolomiten vorgesehen. Bevor nun für jede Ausfahrt das definitive Programm in Vorbereitung genommen wird, möchte nun die Sportkommission über die Zahl der Teilnehmer orientiert sein. Den Mitgliedern wurde ein Anmeldeschein zugestellt, mit der Bitte, denselben ausgefüllt bis spätestens Donnerstagabend, den 1. Juni, dem Präsidenten der Sportkommission zu übersenden. Es ist nicht daran zu zweifeln, dass für beide Fahrten sich genügend Liebhaber finden werden. go. SEKTION ZÜRICH. Mondscheinfahrt; Flugzeugverfolgung. Als nächster Anlass findet Donnerstag, den 8. Juni, bei ungünstiger Witterung am nächstfolgenden schönen Tag, eine Mondscheinfahrt auf dem Zürichsee statt. Man wird 20.15 Uhr von Zürich aus den See hinauffahren und die schöne Abendstimmung kosten. In Richterswil wird angelegt, um einem Tanzvergnügen zu huldigen, worauf dann gegen Mitternacht die Rückfahrt, hoffentlich bei schönstem Mondschein, nach Zürich angetreten iwerden soll. Für die Flugzeugverfolgung ist die Beteiligung von zwei Flugzeugen und 30 bis 50 Autos vorgesehen. Die Veranstaltung wird alsdann in zwei Gruppen mit je einem Flugzeug und der Hälfte der Wagen durchgeführt. Vorgesehen ist, dass jedes Flugzeug zweimal eine Landung vollzieht und dass die Automobilisten beide Landungsplätze aufzufinden haben. Auch das Vortäuschen einer Landung ist gestattet. Der interessante Wettbewerb, zusammen mit der Ortsgruppe Zürich der Avia und der Motorflugzeuggruppe der Sektion Zürich des Schweiz. Aero-Clubs aufgezogen, wird am 1. Juli stattfinden. Die aufzufindenden Landungsplätze befinden sich innerhalb eines begrenzten, den Konkurrenten vorher bekanntgegebenen Raumes. Jedes Auto kann von zwei Personen bestzt sein. T. C. S. DER T. C. S. UND DIE HAFTPFLICHTVER- SICHERUNGSFRAGE. In Genf fand kürzlich eine wichtige Zusammenkunft der Vertreter des T. C. S. mit den Vertretern der Autotnobilversicherungsgesellschaft statt, an der die aktuellen Fragen im Auto-HaftpflichtversicheTungswesen und die Massnahmen besprochen wurden, die notwendig sind, um die Missbräuche abzustellen, deren Opfer ein Teil der Automobilisten geworden ist. Die seinerzeit zwischen den Verkehrsverbänden und den Versicherungsgesellschaften getroffene Vereinbarung enthält auf der einen Seite unbedingt Vorteile, die mit der Zeit noch erweitert werdenkönnen, auf der andern Seite aber haben sich aus einzelnen Bestimmungen der Vereinbarung schwere Unannehmlichkeiten ergeben, die weder dem Sinn noch dem Buchstaben der Vereinbarung entsprechen. Die Konferenz in Genf entschlosa sich vorerst dazu, eine Anzahl von Fällen, zu studieren, die Gegenstand von Reklamationen waren, um anhand der daraus gezogenen Lehren die Beatimmungen der Vereinbarung abzuändern. Es war tatsächlich bei der Aufstellung der Vereinbarung nicht leicht, sich ein genaues Bild über die Vergrösserung des Risikos zu machen, das mit dem Inkrafttreten des neuen Bundesgesetzes über den Motorfahrzeugverkehr für die Versicherungsgesellschaften entstand. Es ist zu hoffen, dass es den Vertretern des T. C. S. relingen wird, weitere für den Versicherungsnehmer zu beseitigen. It. Autosektion Seeland Narzissenfahrt an die Gestade des Genfersees war für den Auffahrtstag angesagt. Trotz der etwas spät verschickten Einladungen und des zweifelhaften Wetters finden sich 14 Wagen am Startplatz ein. Die telephonische Anfrage in Vevey ergibt eine ermutigende Sonnenschein-Meldung, und unter Führung von Herrn Präsident Strehler geht es um 8.20 Uhr auf die Fahrt über Bern, Freiburg, Bulle, Chätel-St. Denis in die Höhen über Vevey. Im Greyerzerländchen weht ein kalter Westwind und treibt graues Gewölk vor sich her. Doch ist die Stimmung der Fahrtteilnehmer beim ersten Halt in Bulle ganz zuversichtlich. Bald flattern die Seeland- Wimpel durch den malerischen Ort Chätel-St. Denis und ziehen dem Genfersee entgegen. Beidseitig der schön ausgebauten Strasse sieht man das leuchtende Weiss grosser Narzissenkolonien im satten Grün der Wiesen. Leider sind die Walliser und Savoyer Bergriesen dunstverhüllt. Wir geben uns mit dem schönen Tiefblick auf den See und seine lieblichen Ufer zufrieden. In der Nähe von Blonay wird an sanft ansteigendem Waldrand Mittagsrast gemacht. An den höher gelegenen Hängen erblickt man vom Rastplatz aus die weissbesternten Stengel in unabsehbarer Masse, von denen grosse Sträusse in die Wagen verstaut werden. In langer Reihe zieht hierauf der blumengeschmückte Wagenkorso die Strassenwindungen nach Montreux hinunter. Hier streben die Teilnehmer für einige Stunden auseinander, um sich gegen Abend in Lausanne zur Heimfahrt zu treffen. Die frohen Stunden entschwinden gar bald. Der Wettergott will unserer Freude auch noch einen Dämpfer aufsetzen. Um dem drohenden Regen zu enteilen, wird Place Riponne, der Sammelplatz für die Rückfahrt, früher als festgelegt verlassen. Dem verpönten Guss aber ist keiner entronnen. Doch kamen alle wohlgelaunt und von der schönen Fahrt befriedigt nach Hause. Lr. Autosektion St. Gallen-Appenzell Schnitzeljagd und Gymkhana. Die Gruppe Appenzell A.-Rh. führte unter dem Protektorate der Sektion letzten Sonntag einen Doppel-Sportanlass durch, der als voller Erfolg in den Annalen gebucht werden darf. Ein strahlender Frühlingstag war den beiden Veranstaltungen beschieden, und als um die achte Morgenstunde auf dem Blumenbergplatz St. Gallen sich die Teilnehmer an der Schnitzeljagd aufstellten, da wusste man, dass der himmlische Wettermacher, St. Peter, es diesmal mit den Automobilisten ganz wohlgemeint hatte. Als Gebiet der Schnitzeljagd war das Gelände St. Gallen-Herisau-Degersheim bis maximal 10 km rechts und links der Hauptstrasse bestimmt, ein landschaftlich ausserordentlich reizvolles Stück Erde. Die morgens 8.30 Uhr startenden Füchse, Sportpräsident H. Burk, St. Gallen, und H. Kunz, Bruggen, mit ihren Kontrolleuren Fierz, St. Gallen, und Briner, Wil, die mit Argusaugen darüber zu wachen hatten, dass das Ortstempo von 40 km und für freies Gelände die Geschwindigkeit von 60 km nicht überschritten wurden, ansonst die Füchse disqualifiziert worden wären, legten Fähigkeiten an den Tag, wie sie nur alte Routiniers haben. So kam es denn, dass ganze 4 Minuten vor Schluss der Veranstaltung E. Biegger, St. Gallen, zwischen Degersheim und Schwellbrunn das Fuchsauto Burk aufstöberte, während erst 3 Minuten vor 10 Uhr das geübte Fliegerauge H. Kunklers den Fuchswagen Kunz auf der Höhe von Tonisberg entdeckte. Alle übrigen Konkurrenten Fuchsfährte, so dass sich nur die beiden genannten Sieger und die beiden Füchse in die Preise teilten. Es zeigte sich bei der Konkurrenz, wie selbst wohlbekanntes Gebiet bei solchen Wettbewerben seine Tücken aufweist 25 Wagen waren zur Schnitzeljagd, der ersten des T. C. S., gestartet, und nur 2 brachten den gesuchten Fuchswimpel als Trophäe heim. Die 23 andern waren aber deswegen nicht unglücklich, hatten sie doch eine wundervolle Frühlingsfahrt mit der Jagd verbunden. Nachmittags fand auf dem idealen Festplatz des Ebnet in Herisau das Gymkhana statt, das 34 Konkurrenten in edlem Wettstreit arbeiten sah. Eine recht stattliche Zuschauermenge aus der Nachbarschaft und auch aus der Stadt St. Gallen verfolgte mit gespannter Aufmerksamkeit die interessanten Darbietungen, und auf einigen benachbarten Dächern balancierten Schulknaben in schwindelsicherer Weise als Zaungäste der Veranstaltung. Eine zügige Festwirtschaft nnd die flotten Klänge der Herisauer Harmoniemusik erlabten Mund und Herz der Zuschauer. 7 ebenso heikle wie sehenswerte Aufgaben waren den Gymkhanafahrern zugedacht: eine Kurvenfahrt rückwärts, dann die Wasserglas-Aufgabe, bei der es sich darum handelte, ein gefülltes Wasserglas während der Fahrt zu ergreifen und später in ein anderes umzuschütten, dann die Barriere, die leicht anzufahren war, ferner ein Autoverlad auf markierten Eisenbahnwaggon, dann die 90 cm hohe Wippe, auf deren Kippunkt die Gleichgewichtslage gesucht werden musste (sollte), ferner die Bodenschwelle, ein Kunststück zum Rückfahren, und endlich der Wasserkessel, der bei der Durchfahrt unterm Galgen durch einen geschickten Zug an der. Leine entleert werden musste und sich zum Ergötzen der Zuschauer gar oft auf den Wagen bzw. den Fahrer entlud. Die Vorrichtung war bei dem letzten Hindernis technisch nicht vollständig gelöst, so dass kein einziger der Konkurrenten strafpunktfrei hier ausging. Da auch die Zeit —• jede Sekunde Fahrzeit wurde als Punkt gewertet — berechnet wurde, ergab sich namentlich für die ganz grossen Wagen, denen gegenüber sich die Hindernisse als miniaturenhaft ausnahmen, ein sehr beträchtlicher Rückschlag, und auch sonst war die Einteilung nach offenen und geschlossenen Wagen wohl nicht der allen Verhältnissen genug .gerechtwerdende Maßstab — aber wer wusste einen bessern? Das 1933er Gymkhana war das erste seit dem 1932, und so hatte es wohl für den weitaus grössten Teil der Konkurrenten den unbestrittenen Reiz der Neuheit. Die niedrigste Punktzahl, der des Siegers, war 204, die höchste 674, und den Vogel schoss bei der Wippe der St. Galler Alfons Widmer ab, der sich 10 Sekunden mit seinem Wagen in der Gleichgewichtslage behauptete und so 100 Gutpunkte eroberte. Die besten Ergebnisse haben wir bereits mitgeteilt. Im « Storchen », Herisau, fand die Preisverteilung statt, die durch Hrn. Dr. D. D. S. Fisch, als Sprecher der durchführenden A.-Rh.-Gruppe, und Hrn. Etter, als Chef des Rechnungsbüreau, vorgenommen wurde. Dabei konstatierte man, dass der T. C. S. St. Gallen-Appenzell nach allgemeiner Erfahrung weniger eine Sportgemeinde, als vielmehr ein Verband ist, dessen Hauptzweck darin liest, die rechtlichen nnd wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder zu wahren. Dass trotzdem alljährlich verschiedene schöne Konkurrenzen ausgetragen werden, spricht für die Tatsache eines weitestgehenden Verständnisses für alle Arten Mitglieder. In erfreulicher Weise war der reich dotierte Gabentisch noch, »it einigen Speziaipreisen ausgestattet; so hatte die St. Galler Gruppe für ihre beiden besten Fahrer an Schnitzeljagd und Gymkhana einen Sonderpreis gestiftet, der den Herren Alf. Widmer und E. Biegger zufiel; der Damenpreis ging an Frl. Mady Ruhland, Herisau. In Anerkennung ihrer Verdienste um die Sektion erhielten die Herren Präsident Lutz, Flawil, Sekretär Fierz, St. Gallen, und Sportpräsident Burk, St. Gallen, je eine wertvolle Standarte, Kolben und Zahnkranz darstellend, als Geschenk, und auch des eifrigen Strassenagenten Bachmann wurde bei der Gelegenheit noch dankbar gedacht. Die Veranstaltung darf in der Vereinsgeschichte als voller Erfolg gebucht werden, und sie wird allen Teilnehmern noch lange in bester Erinnerung bleiben. > -k. ORTSGRUPPE WIL UND UMGEBUNG. Unsere Ortsgruppe wird wieder, wie alljährlich, eine Pfingstfahrt durchführen. Die Programm« sind Ihnen ja bereits ins Haus geflogen. Die Fahrt führt uns diesmal an den Vierwa-ldstättersee, nachLützelau, wohin wir, ohne grösseren Halt, direkt zum Mittagessen gelangen werden. Am Nachmittag (lassen wir unsere Wagen zur -Abwechslung einmal stehen und machen per Schiff und Extrazug einen Abstecher auf den Bürgenstock. Zum Nachteseen finden wir uns wieder in Lüteelau ein. Der Abend wird uns, wie gewohnt, zu einem gemütlichen Tänzchen für die Jungmannschaft und zu einem bodenständigen Jass für die ältere Garde vereinen. Der Pfingstmontag führt uns zum Mittagessen nach Brunnen, hernach nach Schwyz. Dort ist sowohl der Vormittag wie auch der Nachmittag zu allerlei kleinen Extratourem freigegeben. , Zu dieser sicherlich schönen Fahrt sind neben allen unseren Mitgliedern auch unsere Freunde aus der Sektion und den besonders befreundeten Ortsgruppen eingeladen. Wir rechnen mit einem zahlreichen Besuche. Die Fahrt wird nur im engeren Rahmen durchgeführt. Fehlende Programme sind vom Präsidenten, H. Biraear, zu verlangen. B. Aütosektion Waldetätte Pfingstfahrt nach Murten und Auvernltr. Der Vorstand der Autosektion Waldstätte Hess für die Pfingsüage ein interessantes Programm für eine zweitägige MiMellandfahrt nach Murten und Auvernier ausarbeiten, das den Mitgliedern und ihren Angehörigen sicherlich besondere Freude bereiten wird. Das Programm, das allen Mitgliedern zugestellt wurde, lautet in grossen Umrissen wie folgt: Pfimgstsonntajj, den 4. Juni! 7.30 Uhr: Abfahrt beim Clublokal Hotel Monopol. 10.30 Uhr ca.: Besichtigung des Städtchens Murten. Rendez-vous im Hotel-Restaurant du Bateau. 11 Uhr: Abfahrt von Murten nach Neuenburg. 12.30 Uhr: Mittagessen in Auvernier, Hotel du Poisson. Alle weiteren Bekanntmachungen erfolgen unterwegs. Die Hinfahrt über Langnau, Bern, Murten, Ins misst 152 Fahrkilometer und die Rückfahrt über Neuveville, Biel, Solothurn, Herzogenbuchsee, Huttwil, Wojhusen 139 km. Die Totaldistanz der Pfingstfahrt stellt sich demnach .auf 291 km. Die Sektion wird jedem Teilnehmer eine Wagenvergütung entrichten. Der Vorstand hofft auf eine recht zahlreiche Beteiligung für diese Pfingstausfahrt im Familienibreis©. it versagten auf der Aus dorn Verbänden SCHWEIZERISCHE STRASSENVERKEHRS- LIGA. Die «Schweizerische Strassenverkehrsliga » hielt am 22. Mai in Bern — unter dem Vorsitz von Herrn Nationalrat Dr. Stadler — ihre Jahresversammlung ab. Sie tritt damit in das zweite Jahrzehnt ihres Bestehens, nachdem sie 1923 (in allerdings etwas anderer Form) ins Leben gerufen worden ist, nämlich, als .e Aktionskomitee der vereinigten Interessenten an der schweizerischen Strassenverkehrsgesetzgeburlg ». 1925 zur « Schweizerischen Strassenverkehrsliga » umgewandelt, hat sie nahezu sämtliche, am Strassenverkehr beteiligte Kreise vereinigt und nicht bloss im Jahre 1927 jene Vorlage durch Referendum und Abstimmungs-Kampagne zu Fall gebracht, sondern daraufhin auch in aufbauender Arbeit entscheidend mitgewirkt am Zustandekommen des 1933 in Kraft getretenen Verkehrsgesetzes. In diesem Sinne hat sie 1932 ihren Einfluss geltend gemacht gegen das von einem Genfer-Konsor,tium lancierte Referendum, dass denn auch nicht zustande gekommen ist. Durch die energische Stellungnahme hat die Liga ferner mit erreicht, dass die 1932 angedrohte Erhöhung des Benzinzolles unterblieben ist. Sie hat ihr besonderes Augenmerk auf die Propagierung der Radfahrerwege Berichtet, die für die Sicherheit des Verkehrs von ausschlaggebender Bedeutung ist. Weiter ist eie immer wieder für verschärfte Strassendisziplin eingetreten und hat ihr Tätigkeitsgebiet erweitert durch die Zusammenarbeit mit dem «Schweizerischen Autostrassen- Verein» und dem € Schweizerischen Fremdenverkehrsverband >. Der Vorstand wurde von der Versammlung ermächtigt, unverzüglich die Vorbereitungen zu treffen zur Einleitung einer Volks-Initiative für den planmässigen Ausbau des Schweiz. Alpenstrassen- Netzes, da — nach allgemeiner Ueberzeügung — nur auf diese Weise «der bereits eingetretenen und noch weiter drohenden Abwanderung des Auto-' mobilfremdenverkehrs von der Schweiz nach andern — für das Strässenwesen grössere Opfer bringenden Ländern — entgegengearbeitet werden kann. Nach Abschluss der notwendigen technischen, juristischen und finanziellen Vorarbeiten, wird sich die Liga mit den übrige« — an einem rationellen Ausbau interessierten Verbänden — behufs Gründung eines Aktionskomitees auf weitester Grundlage — in Verbindung setzen. SCHWEIZERISCHE GESELLSCHAFT DER MOTORFAHREROFFIZIERE. Am letzten Samstag tagte in Basel im Hotel Metropol die diesjährige ordentliche Generalversammlung der Schweizerischen Gesellschaft der Motorfahreroffiziere. Ungefähr ein Drittel der rund 200 Mitglieder zählenden Vereinigung nahm an der Veranstaltung teil. Der geschäftliche Teil der Traktanden wurde, wohlvorbereitet durch den Zentralpräsidenten, Herrn Oberstleutnant Demmer, in kürzester Zeit erledigt. Zur Besprechung organisatorischer Fragen, speziell auch zur Organisation gemeinsamer Anlässe, ist der Zentralvorstand seit der Gründunz der Vereinigung im letzten Jahr dreimal zusammengetreten. Für den letzten Samstag war im Anschluss an die Generalversammlung ein Besuch der Bugatti-Werke vorgesehen, der jedoch aus mehreren Gründen leider vorläufig fallen gelassen werden musste. Auf Anregung von Herrn Major Mäder, des Präsidenten der Gruppe im Rayon des II. Armeekorps, soll jedoch noch in diesem Herbst ein Besuch der Mercedes-Werke veranstaltet werden. Im nächsten Frühjahr ist eine gemeinsame Besichtigung des Genfer Salons und im Jahr 1935 ein Besuch der Fiat-Werke vorgesehen. Geprüft wird weiter die Frage einer gemeinsamen Fahrt nach Algier zum Studium des Motorwagendienstes in der Fremdenlegion. An kleineren bisher durchgeführten Anlässen sind zwei gut gelungene taktische Uebungen am Ricken und am Pfannenstiel zu verzeichnen. Durch Herrn Oberst Ruf wurde im Einverständnis mit dem am Erscheinen verhinderten Chef des M. W.D., Herrn Oberst i. Gst. Labhart, beantragt, dass in Zukunft alljährlich ein halboffizieller Dienstrapport durchgeführt werde, um einerseits den gegenseitigen Kontakt zwischen den einzelnen Motorfahreroffizieren zu erleichtern und anderseits die ausserdienstliche Weiterbildung zu fördern. Der Antrag fand einstimmige Annahme. Es wurde beschlossen, diesen Dienstrapport in Zukunft mit der Generalversammlung zusammenzulegen. Nach dem offiziellen Teil der Generalversammlung referierte Herr Major i. Gst. von Erlach in gehaltvollem Vortrag über Erfahrungen und Erkenntnisse des Motorwagendienstes anlässlich der letztjährigen Manöver der 4. Division. Den Abschluss der Tagung bildete ein gemeinsamer Besuch der Festaufführung und des Balle« der Jubiläumsfeier der A. C. S.-Sektion Basel, m. Jku* dem» Le.e (Ohne Verantwortlichkell der Redaktion.) Neue Autonummern. — Ungleiche Praxis. Zu dieser in Nr. 41 der «A.-R.» erschienenen Einsendung geht aus dem Leserkreis folgende Ergänzung ein: « Wagen mit neuen Nummern, die den neuen Vorschriften noch nicht angepasst sind, zirkulieren täglich viele Tausende in der Schweiz. Weshalb? Weil die Ausgabe der neuen Nummern mit der Ausrüstung des Wagens absolut nichts zu tun hat. Im neuen Verkehrsgesetz ist nirgends davon die Rede, dass die neuen Nummern nur an solche Wagen abgegeben werden dürfen, deren Ausrüstung den neuen Anforderungen entspricht. Im Gegenteil, Art. 82 der am 1. Januar 1933 in Kraft getretenen Vollziehungsverordnung bestimmt klar und eindeutig, dass 1. zum Verkehr schon zugelassene Wagen innerhalb eines Jahres mit der vorgeschriebenen Bereifungsart laut Art. 14 und den übrigen Vorrichtungen laut Art. 12 und 13 zu versehen sind und dass 2. Motorfahrzeuge, die nach dem 30. April 1933 in den Verkehr gesetzt werden, also neue Wagen, mit den neuen Schildern zu versehen sind. Neue Wagen werden sowieso durch die kantonalen Experten geprüft, bevor sie zum Verkehr zugelassen werden, und obschon das Gesetz nicht eindeutig darüber Aufklärung gibt, ist doch ohne weiteres anzunehmen, dass die Experten neue Wagen nur dann zulassen, wenn deren Ausrüstung dem neuen Gesetz entspricht. Alte Wagen werden aber beim Austausch der alten Nummern gegen die neuen nicht wieder geprüft, weil Art. 82, wahrscheinlich wegen der durch die Anpassung der Ausrüstung für den Halter entstehenden grossen Kosten, eine Frist von einem Jahr einräumt, so dass alte Wagen erst auf den 31. Dezember 1933 mit den in der Verkohrsordnung vorgeschriebenen Vorrichtungen versehen sein müssen. Da es sich um ein Bundesgesetz handelt, das in allen Teilen für die ganze Eidgenossenschaft Gültigkeit hait. darf es von den Kantonen nicht in einschränkendem Sinne abgeändert werden. Es ist demnach nicht zulässig, dass z. B. ein Kanton das sofortige Inkrafttreten der neuen Vorschriften hinsichtlich der Wagenausrüstung verfügen kann.» E. K. in Z. Touristik-Bulletin des A.C.S. Bulletin vom 26. Mai 1933. Bis auf nachstehende Alpenpässe: Albula, Flüela, Furka, Grimsel, Grosser St. Bernhard, Klausen, Oberalp und Umbrail, sind nun alle schweizerischen Alpenstrassen dem Verkehr geöffnet. Seit 24. Mai ist die Berninastrasse durchgehend ohne Ketten befahrbar. Der Stand der noch gesperrten Paßstrassen war am 26. Mai folgender: Albula, Nordseite (Albulatal) ohne Ketten befahrbar bis 1 km unterhalb Hospiz; Südseite offen bis zirka 2 km unterhalb Hospiz, neuerdings Schneefall. — Flüela, Zufahrt von Davos her bis zum 1. Wegerhaus, 1 km ob dem Gasthaus Tschuggen; Engadinerseite nur bis zur Pignaibrücke, welche umgebaut wird, befahrbar. — Furka, Urnerseite schneefrei bis Hotel Galenstock; Walliserseite unpassierbar ab Gletsch. Durchgehende Oeffnung auf Pfingsten erwartet. — Grimsel, Haslital offen bis zur Zentrale Handeck; Walliserseite unpassierbar ab Gletsch. — Grosser St. Bernhard, Oeffnung auf Ende Mai vorgesehen. — Klausen, Glarnerseite ohne Ketten befahrbar bis in die Vorfrutt; Urnerseite schneefrei bis zur grossen Kehre (Unterbalm) unterhalb Passhöhe. — Oberalp, Zufahrt von Andermatt her ohne Ketten möglich bis Hotel Oberalpsee; von Tschamut her aper bis Oberalp-Passhöhe. Freilegung der Paßstrasse am 27 Mai. — Umbrail, Schweizerseite schneefrei bis Alp Muranza, wegen Bauarbeiten nur befahrbar bis Pardatsch;. Italienerseite passierbar bis zur III. Cantoniera. Italien (Information Schenker & Co., Bozen). Von den Alpenstrassen in der Dolomitengegend sind noch gesperrt: Campo di Garlomagno/Campiglio, Cereda, Falzarego, Gavia, Passo Ferrara (Grodnerjoch), Giovo/Jaufen, Monte Croee di Comelico, Pordoj, Sant'Angelo/Misurina, Passo Stelvio. Oesterreich: Arlberg immer noch unpassierbar; Tirolerseite schneefrei bis St. Christof, Vorarlbergerseite offen bis zirka 2 km ob Stuben. — Gesperrt sind ferner: Turracher Höhe, Katschberg, Glocknerstrasse und Radstätter Tauern. Verantwortliche Redaktion Dr. A. BQehl. W. Mathys — H. LabharL Telephon der Redaktion: 28.222 (Hallwae). Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295. Redaktion für die Ostschweiz: Dr. A. Büchi. Sprechstunden nach Vereinbarung mit der Ge- «chätostelle Zürich (Löwenstr. 51. Tel. 39.743).