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E_1933_Zeitung_Nr.046

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N« 46 das Getreide, wird schwer und golden und rauscht üppig und festlich auf hunterttausend Halmen, da gärt der feuchte, schwarze Waldboden und wirft Mengen von farbigen Pflanzen ans Licht. Und überall zittert heimlich ein glühendes, wildes, berauschtes Lebensfieber. Denn der Sommer, der wahre Sommer ist kurz, und kaum glänzt das Gefilde goldner und rauschen die Aehren voller und tiefer, so droht auch schon Sichel und Sense und heisser Erntekampf. Das alles ist nun wiedergekommen. Im In dem Wohnzimerchen neben der Schlafstube, wo sie alle Zierstücke und Erinnerungen ihrer Jugendzeit zusammengetragen hatte, Grossmutters Stockuhr mit dem melodischen Schlagwerk, die gelbe Kassette mit den Vielliebchengeschenken, den ausgestopften Falken und das Photographiealbum, hing hinter dem Bilderglas sorgfältig aufgespannt auch ein gepresster Feldblumenstrauss. Tagsüber, wenn ihr Mann in sein Bureau und die Kinder in ihre Schule gegangen waren, stand sie manchmal eine kleine Minute lang da und rieb mit dem Staubtuch den ovalen Holzrahmen blank. Dann kam es vor, dass ein Sonnenstrahl von dem Garten herein über den Fenstersims kletterte und das Angebinde an der Wand mit seinem Lichte verschönte. Die müde Frau lächelte ein wenig, zupfte mit abgearbeiteten Händen die grobleinene Schürze zurecht und dachte an ihre Jugend. Das war in dem Städtchen daheim unweit der Grenze, wo die Landstrasse hinter den Häusern bergan in den Wald führte. Zwischen Blaubeeren in dem Walde, Geschwisterspiel beim Schwämmesuchen war ihre Kindheit verflogen. Bürgersinn behütete ihre Reife. Als sie als Zwanzigjährige im Dilettantenverein vor den Nachbarinnen in harmlosen Komödien mittat, genoss sie Perückenzauber und Abenteuer der Schminke als unvergleichliches Erlebnis. Die Welt der Bühne, provinzmässig abgeblendet, mit schalkhaften Dialogen bei pedantischen Proben, öffnete dennoch schwärmender Phantasie einen Raum, brachte Gedanken in ihre Enge, heisses Erröten und Wünsche. Der junge Lehrer, der den Sommer statt im Gebirge in hellgrünen Waldtal tönt unermüdlich der Kuckucksruf, die Matten reifen rasch zum ersten Schnitt, der dunkle Klee geilt üppig und die Saatfelder leuchten saftig grün. Am Waldrande glänzen wedsse Maiblumen unter ihren breiten Blättern, und auf breiten Felderstreifen blüht der schwefelgelbe Raps, Das ist die Zeit, in der der Mann zum Kinde und das Leben wieder zum Wunder wird, da jeder Tag unerwartet Neues bringt und jeder kleine Wiesengang eine Ueberraschung und ein Märchen ist. Es geht dem Sommer entgegen, der königlichen Zeit, den Tagen der Kornreife und den Nächten der Gewitter. Wohlan, ich bin bereit, noch einmal das Unerhörte zu erleben und Tage des Ueberflusses und der überschäumenden Pracht zu sehen, und ich möchte keinen Tag und keine Stunde versäumen, ehe allzu früh der Bauer den Wagen bekränzt und im reifen Korn die gierige Sichel rauscht. Der Feldblumenstrauss Paul Leppin. Kaffeehäusern der- Hauptstadt verbrachte, moderner Lyrik verdächtig war und wie ein Zigeuner geigte, war mehrmals ihr Partner. Und weil die Luft des Theaters auf eine geheimnisvolle Weise das Blut verdünnt, aufrührerisch in den Träumen flackert, Mädchenängste und Elterngebote mit Utigebundenheit überflutet, ging sie mit klopfendem Herzen nach der Morgenandacht zum Stelldichein. Es war das einzige Mal, dass sie Unerhörtes mit dem Eigensinne ertrotzte, der ihfem Wesen sonst fremd war, der schlecht zu ihrem stillen Gesicht mit dem schlichten Haarknoten passte. Das leztemal, weil der galante Verehrer ja ohnedies eine Woche darauf an eine andere Schule versetzt wurde, seine tragische Stirnlocke ohne Abschied aus ihrem Dasein entschwand, wie der leblose Trug lügnerischer Oasen im Sande. An jenem Sonntag aber war es herrlich. Der Mohn flammte im Getreide, der Wind kam süss mit Geflüster und paradiesischen Schmetterlingen aus den Bergen. Der junge Herr pflückte Blumen für sie und erklärte ihre Bedeutung. Der Rittersporn war die Liebe, die hellblau am Wegrande blüht, die Kornrade das Glück und die Ackerwinde die Sehnsucht. Sie hielt den Strauss mit beiden Händen umklammert, als er sie küsste, als sein .Mund zaghaft verschmachtete Lippen berührte. Zu Hause machte sie sich daran, die feuchten Blüten zwischen Buchblättern zu trocknen. In goldener Umrahmung, auf Papiergrund geklebt, bewahrte sie die vergilbten Zeugen einer flüchtigen Stunde. Sie vermochte es nicht, sich achtlos von ihnen zu trennen. Sie nahm sie mit, als sie später in ihre Ehe trat, Sorgen sie langsam zermürbten, Wirtschaft und Küchenschicksal den Glanz der Tage verlöschten, wo sie im Dilettantenverein das Pathos der'Welt unruhevoll in der Nähe gefühlt hatte. - ' - Neben der runden Uhr über dem Tisch mit den Photographien hing unvergänglich der Feldblumenstrauss. Sie wischte mit dem Scheuertuche über das Glas, und ein Schimmer, klar und vergnügt wie der Sonnenfunken im Fenster, huschte über ihr altes Antlitz. Das Glück, die Liebe, die Sehnsucht eines Vormittags, der ihr Leben verklärte, waren in ihrem Zimmer. Den Sie erwartet haben: Bergstation Dolly Frank. «Wunderschön ist's hier!» «Das kann ich nicht finden.» «Was, es gefällt dir hier nicht?» fragte Werner erstaunt. «Nein, gar nicht.» «Das kann nicht dein Ernst sein! Diese überwältigende Aussicht —» «Ach, nach den ersten paar Minuten wird es langweilig, immer nur hinunter zu schauen,» entgegnete Thekla gähnend. «Dann schau in die Höhe! Schau den Wolken zu, wie sie über den blauen Himmel ziehen!» «Das kann ich auch von unten sehen, und dort weht nicht dieser garstire, schneidende Wind!» «Gipfelwind, liebste Thekla, Wind, der von den Gletschern herüberweht! Das ist ja gerade das Wunderbare. Bedenke, vor einer Viertelstunde waren wir noch im Tal in der brütenden Mittagshitze und jetzt atmen wir schon diese herrliche, kühle Luft ein. Bergbahnen sind doch eine grossartige Erfindung!» Sie zuckte die Achseln. «Ich wäre lieber zu Fuss heraufgegangen.» «Bitte, wenn du Bewegung machen willst, können wir ja zu Fuss hinuntergehen.» «Bergab gehe ich nicht, davon bekommt man Muskelschmerzen.» «Dann gehen wir ein wenig auf dem Plateau spazieren.» «Hier oben sind mir die Wege zu steinig.» «Gut, dann setzen wir uns auf die Terrasse und trinken Kaffee.» «Nein, danke, der Kaffee ist hier sicher schlecht.» «Zum Teufel, jetzt reisst mir aber die Geduld!» schrie er. «Was willst du denn eigentlich? Das hält ja kein Mensch auf die Dauer aus!» , «Natürlich,» sagte Thekla beleidigt, «jetzt zankst du wieder mit mir! Du musst mir auch jeden vergnügten Tag verderben!» Frohe Pfingsten! Volk ohne Raum. Sieben Oelsardinen lagen in einer Büchse. Aneinandergepresst, wie eben sprichwörtlicherweise Oelsardinen in Büchsen zu liegen pflegen. Eine hielt es schliesslich in der drangvoll fürchterlichen Enge nicht mehr aus. >§ie machte sich schlank, zwängte sich aus dem blechernen Gefängnis, rutschte in einen finsteren Sack — es war, nebenbei bemerkt, Verse zu Pfingsten Die Wolken tragen plötzlich weisse Lasten. Die ersten Rosen werden abgepflückt. Schon sind die Bienen müder und sie rasten Auf Blumenblüten, wenn die Sonne drückt. Noch üegt das satte Grün auf weiten Feldern Und nur die dunklen Rosen glüh'n wie Blut; Doch gegen Mittag zittert aus den Wäldern Ein feiner Duft der nahen Sommerglut. Dann geht ein Atmen durch die gold'ne Stille, Gleich einer reifen Frau, so schön und heiss. Der Weizen neigt sich sanft in junger Fülle Und schauert auf und seufzt und flüstert leise. Super-Sportwagen in die pfingstliche Natur gefahren. Nun sitzen sie beim Picknick im Grünen. Und Musik haben sie auch: Rahmenantenne auf dem Wagen und einen mächtigen Radioapparat mit einem halben Dutzend Röhren. Da kommen — schrumschrum dingdong — mit Lauten, Mandolinen und Gesang frohe Wandervögel vorüber. Die feinen Lämmeis rümpfen die Nasen: «Pah, diese armen Leute müssen sogar ihre Musik selber machen!» Pfingstneuhelten. Sie zog ihn von Laden zu Laden. «Sieh nur diese entzückende Pfingstneuheit! Dieses Complet!» Er kaufte. «Sieh nur diese reizende Pfingstneuheit! Dieses Hütchen!» Er kaufte. «Sieh nur diese bezaubernde Pfingstneuheit! Diese Schuhe!» Er kaufte. «Sieh nur diese allerliebste Pfingstneuheit! Dieses Täschchen!» Er kaufte. Dann sagte er trocken: «Liebling, darf ich dich noch auf eine Pfingstneuheit aufmerksam machen?» «Ach ja, bitte!» lächelte sie süss und begehrlich. «Mein Geld ist alle!» ^Y*

N° 46 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE 15 BDB OB EDEEiro CF TAGES-, SPORT- und GESELLSCHAFTS- FRISUREN Tweedkostüm gehört unbedingt die Bluse aus feinem schwarzem Jersey, die notabene auch zum Kostüm aus grauem Flanell oder aus weissem, naturfarbenem oder anderem hellen Leinen passt, ebenso wie zum Kostüm aus hellkariertem oder aus weissem Piquestoff. Dreiviertellange lose Jacken ohne jeglichen Verschluss, nur durch eine Krawatte zusammengehalten, lassen sich als Ergänzung des Kleides aus Imprime oder BaumwollkrepD leicht versorgen. Aus dem Material der Jacke wird ein kleiner Hut getragen, den man aber beileibe nicht zum Imprimekleid tragen darf, wenn man den Mantel nicht trägt. Organdi spielt in der Mode des heurigen Sommers eine ausserordentlich grosse Rolle, insbesondere in Weiss und Zartrosa. Reiche Garnituren, die allerdings immer sauber und Zart erhalten werden müssen, bilden sozusagen das lyrische Element der Mode. Es ist ver- •hältnismässig leicht, Organdi frisch zu erhalten, wenn man weiss, welche Behandlung das Material verlangt. Allerdings werden die Organdigarnituren nur zu oft unter Jacken und Mänteln zum Erbarmen zerdrückt. Es würde sich empfehlen, mit diesem Aufputz zu warten, bis man ohne Mantel gehen kann und dann das schwarze oder dunkelblaue Wollkleid mit Organdi zu garnieren. Dann kann SALON JBECH.« G. DINGER - ZUERICH schette sehr schön und frisch wirken. Wenn man Organdigarnituren zu Hause anfertigt, empfiehlt es sich, gleich zwei Garnituren zuzuschneiden. Gürtel sjnd heuer von etwas grösserer Wichtigkeit als vorher. Vor allem die ganz breiten Qürtel, die aus mehreren Reihen dicker Hanfschnüre geflochten und vorne mit handfesten Schliessen zusammengehalten sind, die zum dunklen Kleid in Naturzustand oder in buntgefärbten Schnüren zum hellen Kleid ausserordentlich dekorativ sind. Wenn solche Gürtel aus dünnem Spagat geflochten sind, werden sie durch Mützen ergänzt, die aus dem gleichen Material gestrickt oder gehäkelt sind und ganz tief in die Stirne aufgesetzt werden. Sehr originell und nett und durchaus erschwinglich. Ein gutgewählter, etwas auffallender Eines darf von der modisch gekleideten wand oder leichtem Wollstoff. (Vor der Zusammenstellung dieser bisher nicht kombi- Frau von heute nicht vergessen werden: Neben dem Grundkern der Mode, den Formen nierten Stoffe braucht man nicht zurückzuschrecken, die ist heute nicht nur erlaubt, und Farben, kommt die Eleganz — die «upto-dateness» — der Dame von heute in den sondern geradezu geboten.) Dazu wählen Sie unzähligen Details zum Ausdruck, die im am besten einen auf schwarzem oder braunem Grunde in beige oder anderen hellen Gegensatz zu gestern und vorgestern sich zu einem Meer von Neuheiten ausgewachsen Farben zartgemusterten Stoff, der auch getupft sein darf, wobei es von Wichtigkeit ist, haben. Man darf bewusst sagen: gestern und vorgestern, denn im Vergleich mit dem heurigen Jahre waren sie armselig: ein originelskala nicht fehlt. Jacke und Handschuhe aus dass das Beige des Kleides in der Farbenler Gürtel, eine Handtasche, etwas kühn konzipierte Handschuhe. Nur ganz exklusive sein und das Ganze ist im guten und ge- schwarzer Schleier. diesem Material werden durchaus nicht teuer Persönlichkeiten durften es sich gestatten, schmackvollen Sinne auffallend. Heute, da der gut sitzt und mit Handschuhen aus weissem Organdi kombiniert ist, an deren Man- sich einer Ergänzung der Toilette zu bemächtigen, die keiner anderen Frau erlaubt war. gibt es unzählige Möglichkeiten für die Wahl das Karo sich so grosser Beliebtheit erfreut, schetten als Motiv der Spitzenrand des Und darin liegt der absolute Unterschied. der Jacken. Nur zu einem lassen Sie sich Schleiers sich wiederholt, eignet sich vorläufig zum Kleid aus schwarzem, dunkelblauem Heute gibt es eine so enorme Auswahl dieser geistreichen Akzessorien, deren Wert chen Material anfertigen zu lassen, das ist nicht verleiten: Auch den Hut aus dem glei- oder grünem Material, später zum Anzug aus mehr in der Klugheit der Erfindung als den Leinen, Pique öder Krepp. Eine Garnitur, materiellen Mitteln beruht, so dass jede Frau die man sehr leicht anschaffen kann, da man mit noch so beschränkten Mitteln es sich gestatten darf, es den mondänsten Damen Schleier meterweise kauft und jeder Handschuhmacher die Organdihandschuhe anfertigt. Wer gar zu ängstlich ist, kann einen gleichzutun. Wir wollen gleich einmal mit dem alten, gutsitzenden Handschuh zertrennen und dem Handschuhmacher als Muster mitgeben. Eine sehr schöne Neuheit sind Handschuh Beginnen. Im Vorjahr hiess es in den ganz grossen Modezeitschriften, dass prachtvolle Handschuhe aus Samt und Atlas getragen werden sollten, reichgefältelte Handschuhe aus zartem Leder, Spitzen und so weiter. In den ganz grossen Modehäusern wurden aus verschwiegenen Vitrinen solche Handschuhwunder hervorgeholt, deren Preise meilenweit von dem Erschwinglichen entfernt waren. Und die Modereferentinnen verzeichneten, dass diese Handschuhe kaum grosse Popularität erreichen würden ... Heuer ist der Samthandschuh durchaus keine Besonderheit, aber er hat sehr viele Geschwister erhalten, die durchaus nicht bloss in den Illustrationen mondäner Zeitschriften und Vitrinen grosser Modesalons zu finden sind: Handschuhe aus Pique, Leinen, Organdi und aus bunten Baumwollstoffen. Und gerade diese Handschuhe sollen das Frühlingsmässige und Sommerliche unserer Garderobe entsprechend unterstreichen. Nicht aHein, sondern in Zusammenstellungen mit andern Bestandteilen der Garderobe. Da sind beispielsweise für die ersten wärmeren Tage kurze lose Jacken, die knapp unter die Taille reichen, kragenlos sind und am Hals durch einen kurzen, der Jacke angeschnittenen Schal gebunden oder mit einem grossen Knopf geknöpft werden. Diese Jacken werden aus zartgeblumten Kleine Mode-Revue oder einfarbigen Baumwollstoffen gearbeitet, mit halblangen Aermeln, zu denen der Handschuh mit der hohen Manschette aus dem gleichen Material gehört. Wenn Jacke und Handschuhe gut zum Kleide passend gewählt werden, erhält man ein erfreuliches der schöne doppelte Ktimmetkragen wieder Ensemble. Vielleicht haben Sie vom Vor-zujahre ein Kleid aus hellbeigefarbener Lein- Handschuhe aus Organdi mit doppelter Man- Geltung kommen, als dessen Ergänzung II ALLES für die HAARPFLEGE der modernen DAME Ausgeführt von ersten Kräften zu zeitgemässen Preisen im schon des Guten zuviel und der ganze Effekt geht dann verloren. Ein anderes Gebot der Frühjahrsmode ist die dunkle Bluse zum hellen Kostüm. Abgesehen davon, dass die Bluse das Rennen mit unzähligen Längen gewonnen hat, so dass ein Frühjahrsanzug ohne Bluse gar nicht denkbar ist. Vor zwei Jahren noch hätte diese Zusammenstellung als bedauerlicher Irrtum gegolten, heute hat er den Stempel der Pariser Mode erhalten. Zum lichten, grauen, gelblichen oder weissen Lintheschergasse 3 - Telephon 39.467 EQ/OSYOJ kurze Jacken, die den englischen Uniformblusen nicht unähnlich sind, mit vier Taschen, Ledergürtel und Goldknöpfen, in strahlend blauer Farbe. Dazu ein interessanter Kragen, aus einem doppelten Streifen weissen Organdis in 18 Zentimeter Breite schief geschnitten. Der untere Rand wird vor dem Nähen etwas ausgezogen, der Kragen mit Hilfe sichtbarer Säumchen um den Hals fassoniert und dort, wo er sich quasi zum oberen und unteren Kragen teilt, mittels unzähligen, winzigen Organdiknöpfehen zusammengehalten. Aehnlich wird die Manschette gearbeitet. Dazu gehört ein roter Filzhut in Fezform. Das Ganze ist für schlanke Damen so chic, elegant und auffallend zugleich, als man nur waschen und allein aufräumen. Fertig geschirr neben Radio-Musik eigenhändig ab- wünschen kann. Als Variante eine weisse Flanelljacke mit schwarzem Organdikragen, zum weissen oder grauen Leinenrock getra- gen. p. Limousine oder Sidecar, kleidet sie geschmackvoll und apart ein PULLOVER aus Leinen,Wolle oder Garn. Stets elegante und praktische Neuheiten in handgestrickten oder gehäkelten Pullovers finden Sie im Spezialgeschäft zum MARABU Lintheschergasse 3, ZÜRICH 1 Besenstiel und Gesichtsmassage Die amerikanische «Hausfrau*. «Warum bin ich bloss nicht in der ,Neuen Welt', in dem Paradies der Frauen, geboren?» — seufzen unsere schönen Garbooder Crawford-Nachahmerinnen, wenn sie im Kino amerikanische Filme sehen. . In Europa ist nämlich jede Frau davon überzeugt, dass man das biblische Paradies in Amerika modern dekoriert in blendendem Transparent-Licht neu eröffnet hat. In diesem neuen Paradies soupieren moderne Adams mit wattierten Schultern in Gesell- Fährt die Dame im Cabriolet # Ihr Aussehen # gewinnt durch eine Behandlung im Die neue Mode Weissas Orgamli-brode-Kleid mit biauner Plisserüsche und Taftband. Schaft der glänzenden Evas (alle in Hermelincapes) Peche-Melba, statt der primitiven Aepfel. Und wer von den Damen keine Eva-Rolle kriegen sollte, kommt als Schlange unter. In Amerika hat jede Frau Platz unter der Sonne... So der Traum! Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Die Tatsache, dass es in Amerika viel mehr Frauen schlecht geht als in Europa, ist mit Zahlen bewiesen. Von den Frauen des Mittelstandes kann z. B. kaum eine von hundert sich eine Haushilfe leisten. Demzufolge muss sie ein bis zwei Kinder morgens selbst in die Schule bringen, dann das Ge- worden, stellt sie den Besen in die Ecke, kleidet sich schick an, zieht ihren Hut in Yo-Yo-Grösse über das linke Auge und springt in ihre noch von gestern bestaubten Schuhe, die sie erst an der dritten Strassenecke von einem Berufs-Schuhputzer reinigen lässt. Soweit fertig, setzt sie sich in die Untergrundbahn, dann in die Hochbahn, und nachdem sie noch eine kleine gemütliche Stunde im vollgestopften Autobus verbringt, kommt sie in ihrem Lieblings-Schönheitspflege-Salon an, wo man in langwieriger Behandlung den Staub aus ihren Haaren, die Spuren des Geschirrwaschens von ihren Händen und die Falten der Jahre aus ihrem Gesichte entfernt. Indessen wurde unsere Dame hübsch, nein, schön wir Clara Bow. So schön geworden, könnte sie -vergnügt lunchen. Da sie aber vor dem Dickwerden zittert, besteht ihr Mittagbrot aus einer l^o^isci^Qile widincr Koch-Kurse Witikonerstr. 53, ZÜRICH 7, Tel. 22.902 Vormittagskurse, 6 Wochen: 6 Juni, 14. Aug., 3. Oktober. Salon Dittli, Zürich Wefnbergstr. 17 Tel. 43.020 • Ein Versuch wird Sie überzeugen I \ A OBERWALLIS DAS IDEALE EXKURSIONSZENTRUM FÜR DAS OBERWALLIS. ETAPPENSTATION AM KREUZ- PUNKT DER RHONETAL-, GRIMSEL-, FURKA- UND SIMPLONSTRASSE. RHONETALSTRASSE DAS GANZE JAHR FAHRBAR; SIMPLON AN- FANGS MAI; GRIMSEL UND FURKA MITTE JUNI. MODERN AUSGEBAUTE KANTONSSTRAS- SE. GARAGES. REPARATURWERKSTÄTTEN. EMPFOHLENE HOTELS: KRONE u. POST, VIK- TORIA, MOLLER, LONDRES, VOLKSHAUS, TOURISTES, DU PONT, SIMPLON, BAHNHOF- BÜFFET. Prospekte direkt durch die Hotels oder den Verkehrsverein. LAUSANNE, ALEXANDRA-HOTEL Moderner Komfort, ruhige Lage. Spezial-Arfangemente für Week-Ends. Auto-Garage m. Boxen. Ch. Fr. Butticaz, Besitzer