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E_1933_Zeitung_Nr.046

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20 AUTOMOBIL-REVUE

20 AUTOMOBIL-REVUE 1933 — N» 46 Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R.Wagners CH Tourlng, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Ein Pfingstaufenthalt im Rosendorf am herrlichen See ist immer ein bleibendes Erlebnis Hotel Terminus schönste Restaurant-Terrasse am See. Aus Küche u Keller nur das Beste. Parthotel Vitznau,Ä h fm Platz. — Gros»er Park. — Boxen. Vii7naiiprhnf AW.O.T.C.8. T 6 I. 15. I llbimilCl 11U1 Zeitgemäss. Prei-e Kest. Terrasse. Lunchmscaen am bee. Parkplatz, i.escbätztes Touren- und Weekend Ziel. Tennis. vis-a-vis VItznanerhof. Garage Riqi Tel. 64. EoparaturwerksUtteT - Benzin, Oele, Stock. - Auto-Taxi, Abschleppdienst. Cyrill Zimmermann. 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Bern, Dienstag, 30. Mai 1933 IV. Blatt der „Automobil-Revue" No. 46 Südlicher Nachmittag Quai von Lugano. Die halbe Welt, die in diesen Frühlingstagen die Hotels bevölkert hat, ist rechtzeitig aus den Federn gekrochen, um dem schönen Tage ihre Reverenz zu bezeugen. Auf dem langen Quai, der den See in linder Umarmung umklammert hält, leuchtet es von Farben aller Schattierungen. Im leichten Südwind, der vom Wasser her gestrichen kommt, bauschen sich die eleganten Stoffe der Damen. Bunt wie die Vielfalt der Farben ist das Gewirr der Sprachen, in das nur mit Unterbrüchen Italienisch klingt, häufiger schon Schweizerdeutsch poltert. Die Deutschen sind in erdrückender Ueberzahl; die Stürme im Dritten Reich haben ihre Wellen bis in den Tessin geworfen. Von den Lippen der Frauen zündet kokett das künstliche Rot der Lippen und lähmt die Blicke der zahlreich promenierenden Männerwelt. Am besten haben es die jungen todschick gekleideten Tessiner; sie bedürfen der Zurückhaltung der Fremden nicht und sparen kaum mit diskretem Schielen. Der Monte Bre, der Salvatore, der blaustrahlende See, die vielen, vielen Orte, die alle in den Reiseführern verzeichnet sind, sie kehren auf tausend Plakaten und Aufschriften wieder. Links und rechts des Quais wird unaufhörlich gelobt und gesungen, Madame und Monsieur werden mit Anträgen bombardiert, jedes Schiffchen, jedes Auto, jede Kutsche wartet nur darauf, einem in alle Herrlichkeiten dieses Landes — billigst! — hineinzutragen. In blauen Kleidern, braunverbrannt, die Hände breit in den Taschen, palavern die Matrosen und Führer drauflos, und wenn man endlich an ihnen vorbei ist, hat man eine Ahnung von den Schrecken eines Spiessrutenlaufes. Darum, ihr Getreuen, die ihr noch nicht dem Zauber der tausend Aufschriften und Rufe verfallen seid, die ihr euch noch einen letzten Rest Selbstbestimmungsrecht aus diesem vereinten Ansturm gerettet habt, lasst uns auf eigenen Pfaden wandeln! Der See spiegelt so blau, dass das Auge bei seinem Anblick feuchtet, die Berge schwingen sich in unbeschreiblich schönen Linien dem Firmament entgegen, das, einer gewaltigen Kugel gleich, sich über dem leuchtenden Lande wölbt. Wir streifen an Gärten vorbei, Rufe aus dem Dunkel Roman von Karl Strecker. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) Er achtete nicht auf den Weg. Querwaldein schritt er durch welkes Laub. Das Rascheln unter den aufwühlenden Füssen tat ihm wohl. Als er in stille Waldeinsamkeit gelangt war, blieb er stehen, fasste sich an den Nacken, senkte den Kopf und schlossdie Augen. So stand er minutenlang. Sein Gefühl wogte so stark, dass er alle Sinne gleichsam abstellen musste. Wie ein Wirbelsturm hatte ihn bei der Erscheinung Annis leidenschaftliche Liebe gepackt. Ihre Schönheit übertraf das Bild, das seine Sehnsucht ihm jahrzehntelang als seines Lebens köstlichstes Kleinod vorgespiegelt hatte. Wie war Käthe dagegen zuletzt verblasst: mit diesen feindseligen Augen, diesem harten Mund. So hatte sie ihn noch nie angesehen. Er würde sich diese Miene bei ihr gar nicht haben vorstellen können, wenn er sie nicht gesehen hätte. Ach, nun hatte er Käthe zum zweitenmal verloren. Nun für immer ... "Was sollte jetzt werden? Nach Richards Tod war sein Plan gewesen, Käthe und der Mutter zuerst, vielleicht ihnen beiden allein, die Wahrheit zu sagen, den Sachverhalt zu aus denen Blumenduft betäubend bricht, an Parks, über deren Gehege Glyzinen rauschhaft quellen, an Wäldchen, in deren Innern das Sonnenlicht grünlich niederflutet. Die Autos sausen surrend vorbei, vollgesteckt mit Fremden. Die Strasse klingt von allen Sprachen und die Gesichter sind international verschieden wie die Eleganz der Gäste. Das Italienisch an den Aussenwänden der Restaurants, Cafes und Läden erinnert allein noch daran, dass wir in einem Lande sind, wo die Zunge romanischen Wohllaut kennt. In dieser Gegend kennt der Fuss keine Müdigkeit, auch wenn er lange über die staubigen Wege geht. Wieder liegt ein Hoteldorf hinter uns, hoch an den Hang hinauf steigen die Häuser, von Blumen und Sträuchern umbuscht, mit Freitreppen und Veranden. Die Villen schlafen durch den Frühling, der sie mit tausend Farben umgibt, beinahe alle Läden sind geschlossen. Die Glut der Sonne und der erregende Duft dieser überschäumenden Natur, sie betrügen die Wirklichkeit und beflügeln die Phantasie. Am See liegen, das Rauschen der Wellen im Ohr, im Kahn ruhen, schaukelnd, mit dem Blick in den Himmel verloren... Der Weg verengt sich und bohrt sich in die Felsen hinein. Rechts bleibt ein halbhohes Mäuerlein, das uns vom Absturz trennt. Es geht schwach bergan. Das ist, als schreite man geradewegs in den Vorhof des Himmels hinein. Denn sein Blau kommt näher und näher, während das wilde Rauschen der Wasser unten langsam verhallt. Man wird emporgehoben, immer höher, und der Blick fällt bodenlos tief in einen weiten Kessel, in dem das Blau des Sees, das Lila der Glyzinen, das Grün des Laubes lodert. Die abendlich sinkende Sonne giesst goldene Lichter über das wellende Wasser. Wieder fällt der Weg, bald berührt er das Wasser, aufs neue greift, er den Fels an, und dann rückt das verduckü am See hockende Dörfchen näher. Man muss hintereinander schreiten, um noch gehen zu können. Graue Mauern ragen aus dem schwellenden Grün, halbverfallene Wände starren. Das Gässlein fällt in einer alten Treppe nieder. Da steht man und der Blick umfasst nichts als ein Bündel Dach- erzählen. Diesen Plan hatte er nach dem Rostocker Gespräch vorläufig auf Käthe eingeschränkt, denn er hatte erkannt, dass das unbegreifliche Mutterherz Richard beinahe ebenso lieb hatte wie ihn selber; bei Käthe war das Gegenteil der Fall, wie sie Richard hasste, hatte er ja heute in dessen Rolle verspüren müssen. «Das habe ich nun glücklich erreicht,» sagte er sich bitter. «Nun muss ich den ganzen Hass ausbaden, den mein Brüderlein für sich redlich verdient hat. Und diesen Hass gerade da, wo ich Liebe und Lebensinhalt suchte... Und anderseits: Wenn ich mich jetzt in der Rolle Richards beliebt mache, so würde ich damit mein eigenes Andenken verdunkeln. Richard würde über Georg siegen. Eine nette Zwickmühle, in die ich da geraten bin!» Und zum drittenmal seit dem Tode des Bruders überlegte er, diesmal ernstlicher als je, ob er nicht doch besser täte, mit offenem Bekenntnis vor die Welt hinzutreten. Trotzdem er von dem Hasardspiel eines Geschworenenurteils gerade in seinem Fall nicht viel hoffte. Es müsste schon ein besonderer Glücksfall in der Zusammensetzung des Gerichtshofes sein, wenn die verästelten Beweggründe seiner seltsamen Maskerade ihm einleuchten sollten. Und sehliesslich — war er ganz frei von Schuld am Tode Richards? Der Weg in den Sommer Bild aus dem Schweiz. Hügelland. (Photo Gaberell.) t&M&mm ^^^^£ giebel, alte Mauern, Blumen und blauen Himmel. Die Einwohner haben sich vor dem fremden Volk gerettet, das ihnen bis in die Zimmer gafft, und scheinen alle gestorben zu sein. Der Turm der Kirche steht einsam gegen den Himmel, die Räder, mit denen die Glocken geläutet werden, rosten vom Regen, der seit Jahren über sie geronnen ist. Ein dumpfer, faulender Geruch treibt durch die Gassen. Unter uns sitzen unter einer offenen Türe zwei alte Frauen, die in ihren Gesichtern die Furchen der Arbeit und der Müdigkeit tragen. Es ist nicht recht erkennbar, was sie tun. Eine Katze schläft ausgestreckt auf Würde der Herzschlag eingetreten sein ohne jenen Hieb mit der Flasche? Er schüttelte den Kopf. Aber wichtiger war: Jetzt hatte ein Bekenntnis ja gar keinen Zweck mehr. Der Mutter würde die Nachricht vom Tode Richards ein furchtbarer Schmerz sein, und Käthe — ach, sie kam ja jetzt für ihn gar nicht mehr in Betracht. Er begriff, dass er die schöne Tochter liebte, wie er noch niemals in seinem Leben geliebt hatte. Diese Erkenntnis stand auf einmal so klar vor ihm, dass er sich zu Boden warf und das Gesicht im kühlen Gras barg. «Käthe, meine gute liebe Käthe, darum habe ich dein Andenken als mein Heiligtum von der Schulzeit an still im Herzschrank gewahrt und behütet, dass es nun auf den ersten Blick zerrinnen muss! Vernichtet von einem Gefühl, das selbst damals nicht so überwältigend war. lilli dem Boden neben ihnen. Im Dorf ist eine grosse, tiefe Stille. Dann kriechen wir wieder zurück, über Steine und Wurzeln, nochmals über die Felsen, mit dem Blick auf den silbrig glänzenden See, und dann trägt uns in der nächsten Grotto ein flinkes Mädchen herrlich frischen Mortadella auf, neben dem rot Nostrano funkelt. Unten schaukelt ein kleines Schiff mit Fremden der Stadt zu, die vom Glanz der untergehenden Sonne umlodert ist. bo. Was soll nun werden? Meine jetzige Liebe ist noch viel aussichtsloser, unglücklicher als die zu dir. Jetzt ist alles einerlei! Alles!» Und er schluchzte haltlos in das kühle Gras hinein. Es war ein Anfall, der sich austoben musste^. Plötzlich überkam ihn die Besinnung wieder. Er schämte sich seiner Tränen und stand auf. Aeusserlich ruhig, mit gesenktem Kopf, in tiefer Schwermut kehrte er um. Bescheide dich! sagte er sich bitter. Ergib dich drein! Spiele deine Rolle weiter und sei gefasst darauf, einsam zu bleiben. Vielleicht kannst du noch ein wenig Gutes tun. Das ist alles. Die Sonne stand schon schräg. Ein leichter Wind rauschte durch den Herbstwald und löste Blatt um Blatt von den Zweigen. Wie achtlos Hessen sie ihr Sommerglück fallen.... Er warf im Gehen mit den Füssen das Laub raschelnd auf. Ein Dichterwort fiel ihm ein: Welkes Laub und welkes Hoffen! 6. P. B.-BUFFET Zarloh U.B. Er kehrte in sein Gasthaus zurück, ass sein Abendbrot, unterhielt sich ein wenig mit der Zenz, der munteren, aber schon angejahrten Kellnerin, und las endlich das Käseblättchen. Das wirkte beruhigend, besonders ein Lokalbericht über das Schützenfest und die letzte Seite mit ihren sehr weitläufig gedruckten Anzeigen. Georg beschloss, hinaufzugehen, er hatte ein gutes Buch im Koffer. Er rief nach der Zenz, um zu bezahlen. Aber die kassierte gerade nebenan in der «Schwemme», und jetzt lief sie gar vor die Haustür, denn draussen hatte ein knatterndes Motorrad halt gemacht. Eine Stimme, die Georg bekannt vorkam, fragte nach ihm. Er trat vor die Tür. «Richtig, da sind Sie ja,» rief Wermstedt und stieg von seinem Einsitzer. «Sie hatten gar nicht gesagt, ob und wo Sie hier übernachteten.» PFINGSY- AÜSFLÜG PARK-HOTEL Vltznau