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E_1933_Zeitung_Nr.048

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16 AUTÖMOBIL-REVÖE

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Bern, Dienstag, 6. Juni 1933 III. Blatt der „Automobil-Revae " No. 48 An mein Reh Gerhart Herrmann Möstar. "Wo ist deine Mutter, mein Reh? Vor einem Jahr, als die heimatlosen Herbstwolken niederweinten auf unseren Wald, hat der Bock sie gejagt; sie ist geflohen durch heiser raschelndes Gestrüpp, wimmernd in Angst und Erwartung, und als der Bock sie erreichte am Bach, da war das Warten lang gewesen wie ein Leben und die Erfüllung kürzer als der Tod; sie hat dich wachsen lassen in ihrem schmalen braunen Leibe, bis die Kälte kam, und dann hat die mütterliche Hexenmeisterin Natur dich innehalten lassen im Werden, so lange, bis der wärmere Frühling wieder reichere Nahrung gab, auf dass es dem Muttertier an Kraft zum Tragen nicht mangle; dann, noch ehe die Sonne sich wieder wendete, hat sie dich auf ein Moosbett und in das wipfelgedämpfte Licht gegeben, deine Mutter, sehr sanft und dann jählings, nach drei Tagen saugenden Lebens schon, hat sie dich verlassen, ist Aesung suchen gegangen für eine kurze Zeit, wie manchmal schon, und ein Knall ist durch den Wald gefegt wie ein naher, spitzer Donner, dass du erschrakest im allerersten Schreck deines empfindsamen Seins, und viele Stunden sind gegangen und eine Nacht, und du schriest nach warmer Milch aus warmer Brust, umsonst, mit überhell klingendem Stimmchen wo ist nun deine Mutter, mein Reh? Aber du weisst ja nicht« mehr von dieser Rehmutter, denn Elisabeth ging mit mir durch die Kiefernschonung, und du tratest auf uns zu und nahmst dir Elisabeth zur Mutter; deine Augen sahen ja noch nicht Umriss und Umfang der Dinge, sie sahen nur Bewegung; jenes Tier, das dich gebär, hatte sich bewegt, und Elisabeth bewegte sich, und vielleicht war eine leise, gute Aehnliehkeit in den Bewegungen zwischen Tierfrau und Menschenfrati; und wie du es dir gefallen liessest, wenn die Tierfrau mit zarter Nase dich in das hohe Gras stiess, um dich zu schützen, so liessest du dir das Aufheben vom Boden mit den schützenden, schmalen Armen der Menschenfrau gefallen. Ja, es war so, dass Elisabeth deine Mutler war, deine richtige und rechte Mutter. Du verziehst es ihr, dass sie dir nur eine kalte Glasflasche und einen hässlich riechenden Gummipfropfen reichen konnte und dass die Milch derb und schwer war, denn sie kam von des Bauern ungeschlachteter Kuh. Unter Schmerzen und Schwäche überwand dein winziger Magen den jähen Wechsel der Nahrung, Saft aus zerkochter Eichenrinde, vom alten Förster empfohlen, gaben wir dir als Medizin, und du lebtest. Oh, was fandest du doch für einen Empfang bei den Tieren unseres Hauses, mein Reh! Die weissen, neugierigen Tauben vergassen ihren ewigen Zank und schlangen um dich einen hellen, friedlichen Kranz. Der grosse Schäferhund leckte dir ritterlich das festhaarige Fell, und die graue Katze, derentwegen wir um dich gefürchtet hatten, weil sie Junge hatte, zog die bösen Krallen ein, legte sich nieder und bot dir ihre winzigen kleinen Zitzen zum Saugen, denn die ängstliche Mutter ahnte das geängstigte Kind über Art und Unterschied der Grosse hinweg. Und wenn deine Zähnchen nicht zu gross und scharf gewesen wären für das zarte Rosa der Katzenbrust, wahrhaftig, du wärst ein Katzenkind geworden. Wie klein warst du doch... Wirklich, du warst kleiner als der Kater, der als einziger dich mit Vorsicht und Misstrauen betrachtete, bis er gewiss war, dass du auf Mäuse und Maulwürfe keinen Wert legtest und keine Konkurrenz bildetest im Vertilgen. Und wie gross und unförmig waren doch wir! Meine grossen Füsse traten leise auf und suchten nur die Spitzen der Zehen zu benutzen, wenn sie auf dich zugingen, und doch muss dir zumute gewesen sein wie einem Menschensäugling, der unter indischen Elefanten aufwächst. Aber deine witternde, schwarz blitzende Nase wusste sehr wohl Elisabeths schmale Hände zu unterscheiden von anderen Händen, die dir dein Essen reichen wollten, und auch meine ungraziösen Pranken erkanntest du mit leiser Reserve als gerade noch zureichend an. Ich vermerkte es mit Stolz. Dann waren wir roh zu dir, kleines Reh. Wir verweigerten dir die Milch. Du klagtest sehr, es war schwer anzuhören, denn deine:;Stimme war sehr laut geworden; aber_ wir'föliöben hart. Und nun frisst du uns schon lange alle sorgsam gepflegten, mit teuren und unverständlichen Namen behafteten Stauden des Gartens auf und lässt nur das Unkraut gewissenhaft stehen, und wir haben schmerzende Rücken vom Sammeln der Eicheln und Kastanien,' und beim Frühstück erscheinst du und holst dir die dir zukommende Schnitte Brot. Pilze sammelst du dir im Walde und kommst zurück zum Haus, wenn wir dich rufen und du zufällig Hunger hast, deine grossen Mandelaugen haben das weiche Schwarz tiefer Weiher im Mittagsschatten, deine Hufe, deren jeder einen sorgsam gespitzten gotischen Bogen bildet aus schwarzem Marmor, haben gelernt, auch auf Teppiche und Dielen zu treten, durch den Garten jagst du in Sprüngen, die Täler und Hebungen haben in rhythmischem Wechsel wie eine braune Welle vor einem weichen Wind, weiss schimmert der Spiegel wie Schaum, und die grossen, schlanken Lauscher spielen in der Luft wie Blätter einer seltsam schönen Pflanze du bist schön wie je. Und heute Nacht habe ich sogar geträumt von dir, mein Reh. Ich träumte, du wärest ein Mensch geworden und durchlebtest dein kleines Schicksal als Mensch. Als ein Mädchen, weisst du, schmal, gar zu schmal fast in den Gelenken, dunkelgross von Augen, lang von Wimpern, fein und fremd in einer groben Welt. Diese Welt bewunderte dich, liebte dich abgöttisch, sprach viel, viel zu viel Lob aus, photographierte dich, wie sie es ja wirklich tut, auch da du ein Tier bist. Aber sieh, du verstandest all das Lob, und es machte dich stolz. Und, du sahst auf deine Schönheit und wolltest, dass alle darauf sähen, und deine Bewegungen wurden geziert, und deine kindliche Seele war kindisch. Und schliesslich kam ein dicker Mann und «entdeckte» dich und holte dich zum Film, und du konntest die Feine, Zarte, Keusche, Selbstverständliche, Adlige spielen, weil du es ja gar nicht mehr warst, und du gingst nach Hollywood und wurdest ein grosser Star, und die Leute sahen dein Aeusseres und lasen in den Zeitungen vom Dreck deines Inneren und jubelten dir zu, und Elisabeth und ich weinten bitterlich ... Aber dann wachte ich auf heute morgen, und es war Tag und kein Kino weit und breit, und du warst Gott sei Dank ein Tiermädchen und kein Menschenmädchen und holtest dir deine Frühstücksschnitte und assest sie graziös und kautest sie lange wieder, nicht weil wir es schön fanden, sondern weil dir's schmeckte — und ich entdeckte in den Tiefen des Unbewussten meinen ganz leisen Märchenwunsch nach "deiner Verwandlung ins Menschliche, und ich freute mich inbrünstig zum allerersten Male, dass es Wunder nicht gibt und i nannte dich dankbar und mit Elisabeths Worten, mein Töchterchen — weil du ein Tier warst... ,.. Und' zum ersten.Male auch war ich einverstanden mit dem, was kommen wird. Es Tvird ein Jahr dauern oder zwei, mein Reh — dann wird die kurze, herbe Stimme des Rehbocks rufen. Und mit einem grossen, sehr schönen Sprung wirst du über den Zaun setzen und vor unseren Augen im braunen Wald verschwinden, eine braune, weiss schäumende Welle des Glücks, der wir nur nachsehen können, weil wir ja Menschen sind, du aber bist ein Tier, trotz der zwei Jahre. Der Wald hat dich uns gegeben, der Wald wird dich uns wieder nehmen. Und am Rande des Waldes wird der Bock dich erreichen nach langer Angst zu todkurzer Erfüllung, wie er deine Mutter erreichte, und du wirst tragen und nagen und darben und Kitzen haben, eines oder zwei, und vielleicht wirst du sie gross- Ist das nicht Glück ? Gertrud Bürgt. Isf das nicht Glück, dass Eis und Schnee zerrinnen und braune Erde starrt in blaue Weifen? Dass alles Ende ist und Neubeginnen und wieder Friede wird nach bösem Streiten? Ist das nicht Glück, dass wieder Blumen blühen, dass Vögel singen über Busch und Baum, und dass aus Nacht und Bangen Sterne sprühen, nach Schmerz und Leid die Flügel hebt ein Traum —? Ist das nicht Glück, dass du und ich auf Erden, dies Atmen, Schreiten und Vorübergeh'n, dies Wachsamsein und dieses Stillewerden und dieses nah an Gottes Herzen Steh'n —? säugen dürfen; und einmal wird wieder ein Knall sein, spitz und bellend wie naher Donner, und es wird, wenn das Geschehen des Todes Tier und Mensch gemeinsam sein sollte, vielleicht noch einmal vor deinen schwarzen Augen unser weisses Haus sein Aber es ist Abend geworden. Geh auf deine Streu, mein Reh. Ich habe heute frisches Heu dafür geholt. Erfindertragik. Die Beamten, die im Jahre 1883 die Erfindung eines gewissen Hermann Ganswindt unter D. E. P. 29014 in das Register des Reichspatentamtes eintrugen, blinzelten sich lachend zu, wieder so ein Verrückter, der mit einem lenkbaren Luftballon am Himmel herumspazieren wollte. Und der wohl noch besonders stolz auf den hirnverbrannten Einfall war, sein gasgefülltes Monstrum nicht weniger als hundertfünfzig Meter lang zu bauen!. Aber dem kaum siebenundzwanzigjährigen Erfinder, der sich zufrieden seine Patenturkunde in die Taschen steckte, war es bittererst, sein Kopf war voller himmelstürmenden Ideen, und es störte ihn nicht, dass er von den Mächten, Kräften und Zusammenhängen dieser Welt, wie sie wirklich waren, keine Ahnung hatte. Er lebte in dem felsenfesten Glauben, man brauche nur mit einem richtigen Gedanken vor die Oeffentlichkeit zu treten, um Euhm, Erfolg und Glück zu erringen. Hermann Ganswindt, der Sohn eines ostpreussischen Maschinenbauers, hatte in der Werkstatt seines Vaters von früh auf gebastelt und experimentiert. Aber der Papa, der wohl erkannte, in welch anderer Welt sein Sohn schwebte, zwang ihn Wim juristischen Studium. Ganswindt brachte es jedoch nicht über ein paar Semester Rufe aus dem Dunkel Roman von Karl Strecker. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) Ich muss Dir noch Mitteilung machen von einer merkwürdigen Geschichte und auffälligem Benehmen von dem alten Halunken, dem Dvorak. Da war gestern wohl schon hier in der Gegend was durchgesickert, dass Priebenow verkauft werden soll, und da war er heute in aller Herrgottsfrühe hier und erkundigte sich, ob das wahr wäre und ob Du nicht wieder herkämst. Brandt hat ihm gehörig Bescheid gesagt. Was ihn das anginge, und ob er etwa das Schlossgut kaufen wolle und so. Und da hat Dvorak sehr geheimnisvoll getan und fragte, wann Du das letztemal auf Jagd gegangen wärst und ob jemand gesehen hätte, dass Du ein Reh geschossen hättest. Na, wir wussten ja nicht, was der alte Gauner, der vor nichts zurückschreckt, dabei im Schilde führte. Zuzutrauen ist dem ja schon, dass er Dich irgendwie in die Zwickmühle bringen will mit einer fingierten Anzeige wegen Jagdvergehens oder so was! Denn was sollten sonst seine eifrigen Erkundigungen bedeuten? Wir haben ihm also gleich den Speck aus der Falle genommen und ihm gesagt, davon könne gar keine Rede sein, Du hättest schon seit zwei Jahren gar nicht mehr gejagt, wie Friedrich bezeugen kann, da er die Flinte immer reine macht. Du kannst also in dieser Beziehung ganz ruhig sein. Vor dem Schurken muss man ja auf der Hut sein. Uebrigens schien er gar nicht 50 sehr enttäuscht. Ja richtig, und dann fragte er noch, ob Du wohl ein Reh allein tragen könntest. Da lachten wir ihn aus. Erstens fiele Dir das gar nicht ein, und zweitens könntest Du mit Deinem Herzfehler nicht mal einen Koffer, wo ordentlich was drin ist, tragen. Also, nun wird der Schurkenschuft sich ja beruhigen. Er schnüffelte übrigens auch draussen vor dem Schloss herum, als wenn er eine Spur auf dem Kiesgang nach der Landungsbrücke suchte, so dass Brandt ihn schliesslich davonjagte und mit Anzeige wegen Hausfriedensbruch drohte. Lieber Richard! Ich habe Dir das nun alles erzählt, damit Du Bescheid weisst, wenn er irgend etwas unternehmen sollte. Au — nun ist mir aber die Hand ganz lahm vom' vielen Schreiben. Mit meiner Zehe ist auch noch nicht alles in Schick. Ich bin zu früh wieder drauflosgegangen. Sie muckt noch immer 'nen bisschen, wird sich aber wohl geben. Lieber Richard, ich bitte Dich noch mal sehr: lass das bleiben mit dem Verkauf. Und Du weisst jetzt, wodran Du bist, von wegen uns zwei. Ich wollte es Dir dieser Tage sowieso schon gesagt haben, da kam die alte dumme Geschichte dazwischen. Wir müssen jetzt überlegen, wie wir das befummeln. Für heute muss ich schliessen, ich grüsse Dich herzlich mit Kuss Deine treue Mathilde Tölsch. P.S. Was Du da von wegen dem Imbiss schreibst,- da werde ich den Herrn was husten. Sie können sich gefälligst 'ne Stulle mitbringen. Die schmeckt sehr schön. M.» Georg zerknüllte den Brief ärgerlich. Glättete ihn aber bald darauf wieder und verwahrte ihn, während er alle Geister des Humors, die ihm noch treu geblieben waren,, alarmierte, ihm in diesen tragikomischen Verdriesslichkeiten beizustehen. Anfangs hatte er ein paarmal beim Lesen aufgelacht. Als er aber von der Maulwurfsarbeit des Dvorak las, wurde er ernst. Hier drohte ihm eine ungeahnte Gefahr. Wenn der Bruder aus dem tiefen Dunkel als Ankläger auftauchte, war er verloren. Kein Verteidiger würde ihn da retten können. Hier galt es, sogleich eine Gegenmine zu graben. (Fortsetzung siehe Seite 21.) Warum wird Kaffee Hacr von dm Feinschmeckern in 39 Ländern d Welt bevorzugt % Weil dieser echie Bohnenkaffee fein sie auserlesene flochgewächse Süd-und Zeniralamerikas, zum Teil aus über 4600 hxss Hoheenttiält. Weil dank 26 jahriger Erfahrung Coffein so entzogen wird, dass Geschmack und Aroma volleriialien Bleiben. Weil Kaffee Hag mil den Vorzügen der Gesundheit höchste Vorzüge der Qualilai verbindet'.