Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.050

E_1933_Zeitung_Nr.050

18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - 50 Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O, R, Wagners CH Touring, Führer der Automobilfahrer. offizielle Ausgabe des T. C. S. Neues GRIMSEL-HOSPIZ T.C.S. Hotel Kurhaus HANDECK T. C. S. Tel. Guttannen 22. Gediegenes Haus. Zimmer mit und ohne messendem Wasser u. Bad. Gesellschaltsräume. Ia. Küche und Keller. Massige Preise. Boxen. Dir. E. Fischer-Seiler. Motorbootfahrt zum Aaregletscher. Innertkirchen Direkt an der Grimselroute. Bestbekannt für Küche und Keller. Bureschinken. Heimelige Lokalitäten. Schattiger Garten. Bescheidene Preise. Garage. Tel. 5.11. F. Urwelder, Besitzer. Grimsel-Route Sehr solgnierte Küche und Kellet. Stets lebende Forellen. Ia. offene und Flaschen-Weine. Aufmerksame Bedienung. Massige Preise. Garage. Gr. Parkpaltz. Tel. Nr. 502. Qeschw. Moor, Besitzer. Erstklassige Kapelle. Jeden Tea-Room-Restaurant. Feine Parkplatz. Tel. Guttannen 11. Beim Händeckfall. Schöne Zimmer und Restaurationsraume. Schöner Ferienort. Pension von Fr. 9.— an. Ia. Küche und Keller. Massige Preise. Garage. Dir. H. Mürner. Standseilbahn zum Gelmersee. Rothbad 1050 m ü. M. Berner Oberland Auf sonniger Hohe des wald- und alpenreichen Diemtigtales. Schöne Fahntrasse. Stärkste Eisenquelle. Pracht. Ferienaufenthalt. Restauration. — Pensionspreis Fr. 7.50. Garage. Tel. 211.6. Prosp. durch Farn. J. Stuckl-Manl, Bes. Samstag abend Attraktionen u. Divertissement* bis 3 Uhr morgens. Weine und Biere. Spezialitäten. Massige Preise. Tel. ,185. Garage, Neue Direktion: Ed. Kuli. Schönster Ausflugsort für Vereine und Gesellschaften. Ruhige Lage, schöner Naturpark. Einziges Sonn- und Schwimmbad. Gute Küche, Tea'Room, Bachforellen. Pensionspreis von Fr. 6.— bis 9.—. Garage. Tel. 71. Prospekte. Bestbekanntes Haus. Schöner Qartea Ausgezeichnete Verpflegung. Pensionspreis von Fr. 7.— an. — Stets frische Forellen — Bauernschinken — Garage — Reparaturwerkstätte — Oel — Benzin. Tel. 551. L. Rieder-Hirschi, Bes. Hotel des Alpes 1511m über Meer. T.C. 8. Bestbekanntes Haus mit vorzüglicher Küche u. Keller. Zimmer mit kaltem und warmem Wasser. Forellen. Bauernschinken. Garage. Oel und Benzin. Telephon 42. Jb. Wittwer. GUNTEN vornehmes Familien-Hotel. Neuzeitlich eingerichtet. Alle Zimmer mit fliessendem Wasser. Privatbäder.Große Park-Garten- Terrasse. Lunch. Diners. Tees. Pension v. Fr. 13 an. Strandbad. Tennis. Gr. Garage, Boxen. A. Baur. Dir. Hote ' A l penrose INNERTKIRCHEN HOTEL HOF und POST Gr. Garten. Tennis. Bäder, Forellen. — Fritures du Lao. Fondue. Grosser Parkplatz. -» Garage. Telephon 3. Das neue idealste Strandbad des Berner Oberlandes. HOTEL PENSION 8OMMERHEIM Hdmeliges, durch Neubau vergrössertes Haus, 15 Min. von Thun. Grossartige Aussicht auf See und Alpen. Zentrum für Ausflüge. Ruderboote, Angeln. Scheine, aussichtsreiche Zimmer mit und ohne fliess. Wasser. Pensionspreis Fr. 6.50 bis S.~. Prospekte durch Fam. Qlauaer. Das gesuchte Haus des Automobilisten. Weekend-Arrangements. R. Wehren-Schwenter, propr. LAÜENEN b.Gstaad HOTEL BÄREN Prachtvoller Ausflugspunkt Bekannt für Küche u. Keller. Garage. Parkplatz. Tel. 6114. Fam. Ael'en Bestbekannter Landgasthof, direkt an d. Äutostrasse nach Grindelwand- Lauterbrunnen. Ausgangspunktfür Rundfahrten nach Scheidegg-Jungfraujoch Yorzügl. Küche u. Keller. Garten - Restaurant Lebende Forellen. Schöne Zimmer. Massige Preise. Garage. Tel. Nr. 4 .17. F. Kaufmann, Bes. Bestbekannt tiir Küche und Keller. Prachtvolle Aussicht auf See und Alpen. Garage. Tel. Nr. 25: U. Abplänalp, Besitzer. Direkt an der Strasse Thun-Inter- Iaken. Ia. Küche und Keller. Bescheidene Preise. Prächtig. Garten Gänzlich modernisiert. 90 Betten. Fliess. Kaltn. Warmwasser, 2 Tennis, Orchester, Garage. Automobilisten. Garage. Tel. 6619. direkt am See. Picknick-Platz für Pension von Fr. 10."— an. Neue Direktion E. Weber, Bes. Grand Hotel Giessbach Bevorzugter Ausflugspunkt an schönster Lage. Grosses Terrassen-Restaurant gegenüber den berühmten Wasserfällen. Autostrasse Brienz-Giessbach. Garage. Zimmer mit fliessendem Wasser von Fr. 4.60 an. Weekend-Arrangements. Dir. J. Kleiner. Ein Hau», wie sie es suchen. 2«äüe Hauitbahahoi. am Fluss, In freier l^aero. Mioss. Wasser in allen Zimmero. Appartements m. Bad und W C Zimmer v. Fr. i— an. Pens.on von fc'r.lo.aü an. Weekend-Arrangemeut Ia. franz. Küche. (4ro«se, schattiere Terrasse. Garaee. l'ei. 7.61. Ed. Ritschard, Bes. Das gutbürgerliche Haus mit seiner anerkannten Küche. Forellen. Schattiger Restaurationsgarten. Garage, Park. Telephon 9. Pensionspreis von Fr. 8.50 an. R. Rohrbach, Bes. KURHAUS MEIRINGEN „CASINO" - Dancing KANDERSTEG Hotel Doldenhorn i.cs. BOTEL SIBltllEHTHHL T.CS 1300 m U. M. Kulminationspunkt Interlaken-Genfersei. JAUNPASS ACS Park-Hotel TCS A uf I hrer F-a inrt nae h d er Grl mse 1 be uc ben S ie : OBERHOFEN H ÖTE L VIKTORIA bei Thun am Thunersee Hotel Central T.C.S. Kandersteg Hotel Alpenrose T.C.S. KANDERSTEG GRAND HOTEL 1200 m ü. IM." Schönste Lage. Behaglich eingerichtet. Bekannt für gute Küche und Keller. Zeitgemässe Preise. Weekend-Arrangements. Suhatt. Garten. Grosser Parkplatz. Garage. Tel. 104 , : F. Loosli. Sporthotel Zweiliitschinen HOTEL BAREN SIGRISWIL • I OTE L A D !l d R Faulensee ÄLER ZWEISIMMEN A.C.S. Hotel Bären T.C.S. Altbek. Haus direkt an der Durchgangsstr. Pr. Küche und Keller. Bescheid. Preise. Garage. Parkplatz. Tel. Nr. 2. Fam. Teueoher, Bes. Automobilisten sind gute Kunden. Gewinnen Sie dieselben durch den Autler-Felerabend schliesst, trägt die Dame Handschuhe aus Lackleder, die, wie Spiegel, Licht reflektieren und die beobachtenden Blicke einfangen. Die Handfläche ist aus mattem Sämischleder gearbeitet, wie auch an dem Modell, das aus geflochtenem Filz wieder ganz neue Wirkungen zeitigt. Die Schweinslederhandschuhe mit ihren natürlichen Narben sind ein bisschen vergessen, weil die Mode so viele flotte, lustige Stoffmodelle bringt. Gehäkelte Seidenstulpen schmiegen sich um die Aermel der einfachen, sandfarbigen Leinenkleides und Pikeehandschuhe, Handschuhe aus Baumwollstoffen, aus Schottenjersey und aus Form, einschliesslich des Nationalsports, hat sich ihrer bemächtigt. Während es Angorastoffen gehören bald schon zu Alltäglichkeiten. Will man die Modecharak- Ständen waren, die als Bande'rilleros auf- früher nur Frauen aus den niedrigsten teristik des Sommers 1933 kennen lernen, traten, haben in den letzten Jahren einige man müsste sich nur in Luxusappartements der neuangekommenen Pariser stiliens, deren Ahnenreihs weiter zurück- Frauen aus den ältesten Geschlechtern Ka- Schauspielerin einschleichen, welche an geht, als der Stierkampf in Spanien heimisch ist, also bis vor das Jahr 1040, den der italienischen Riviera Müsse und Entspannung ihrer Nerven sucht, und dieWeg in die Arena gefunden. Sie wussten Handschuhlade in ihrem platingrauen Schrankkoffer untersuchen. Hier gibt es gemalte Organdyhandschuhe, zum kleinen Abendkleid passend. Die Spitzenhandschuhe zur gewachsten Spitzentoilette tragen Armbänder aus denselben Blütenranken, die das Dekollete des Kleides umgeben. Ungemein pikant sind die Goldnetzhandschuhe aus echtem Gold, die wie ein Teil einer Ritterrüstung anmuten. Sie sind ganz kurz und werden von zwei breiten' Brillantarmbändern ums Handgelenk befestigt. Zum Leinenkostüm, wie es jede elegante Dame in mehreren Auflagen besitzt, wurden die Leinenhandschuhe ausgefranst oder mit Fil-Tire-Arbeit geschmückt. Ein Paar Handschuhe aus schwarzer Hammerschlagseide mit langen, schmalen Stulpen, zum kleinen Abendkleid gedacht, hatte offene Fingerspitzen, durch die die goldgelackten Fingernägel der Trägerin wie kostbares Geschmeide durchblitzen. Ja, sogar für den Strand gibt es, zum Frottemantel passend, durchsichtige rote Cellophanhandschuhe, die nun der mondänen Frau das Merkmal der neuen Mode, den raffinierten Handschuh, auch für Bad und Küste geben. Wieviel Frauen sind In Amerika berufstätig? In den Vereinigten Staaten arbeiten Millionen von Frauen, und viele entscheiden in hohen Positionen über das Wohl und Wehe so mancher grossen Organisation, unter ihnen sehr begabte weibliche Köpfe, die auch in der Politik eine namhafte Rolle spielen. Die Zahl der arbeitenden Frauen hat sich speziell in den letzten Jahren sehr erhöht. Im Gegensatz zu den Zahlen im Jahre 1900 ist sie von fünf Millionen auf mehr als das Doppelte gestiegen. Es gibt annähernd neuntausend Bäckerinnen, Tapeziererinnen eintausendfünfhundert. Auch das Goldschmiedegewerbe zählt weibliche Vertreterinnen, allerdings nur acht, wie man festgestellt hat. Ebenso ist der Försterberuf jenseits des Ozeans nicht übermässig von Frauen bevorzugt. Die Statistik weist im ganzen fünfzehn weibliche Förster auf. Hingegen lenken nahezu viertausend Frauen Autobusse, über tausend Frauen sind Chauffeusen. Das Gebiet der Justiz ist ebenfalls viel von Frauen besetzt: man zählt ungefähr siebenhundert weibliche Detektive und gegen tausend Polizistinnen, die alle zur besonderen Zufriedenheit der Göttin Justitia dienen. Kaum zu zählen ist die immer grösser werdende Zahl der Frauen, die an Hochschulen arbeiten und, sich als Kindergärtnerinnen, fortbringen. Enorm gross ist die Menge der Stenotypistinnen und Telephonmädchen. Man kann fast sagen, dass die meisten der Frauen sich auf eigene Beine stellen, da es in den letzten Jahren besonders schwierig zu sein scheint, im Hafen der Ehe zu landen, der ja auch nicht mehr so sorglos ist, wie er einmal vor vielen Jahren, in der sogenannten guten alten Zeit, war. Frauen als Stierkämpferinnen Eine Revolution, die Spaniens Bevölkerung nicht weniger in Erregung versetzt als jene, die König Alfons von seinem Thron geweht hat, bedroht das Land: der Gouverneur von Valencia und, seinem Beispiel folgend, eine Anzahl von andern lokalen Behörden haben ein Verbot gegen das Auftreten von Frauen in der Stierkampf-Arena erlassen, da durch sie der edle Sport verweichlicht und den Toreros, diesen Nationalhelden, ihr Lorbeer geschmälert würde. Das Eindringen der Frauen in die Arena begann erst in den Tagen nach der Revolution. Vorher traten sie nur vereinzelt in Männerkleidern als Banderilleros auf, denen die Rolle zufällt, durch Stiche den Stier zu reizen. Dieser Beruf war natürlich nicht ganz ungefährlich, aber immerhin gewährte ihnen die Anwesenheit der mit Speeren bewaffneten Picadors auf ihren Pferden und der Matadors oder Toreros ziemliche Sicherheit. Torero konnte ein Mädchen erst dann werden, wenn es 75 Stiere, die zur Vorsicht der Schärfe ihrer Hörner beraubt waren, besiegt hatte! Aber nur wenige Frauen brachten es in früherer Zeit zu diesen 75 Triumphen, und daher bedurfte die Frage, ob Frauen ein Recht auf den Beruf des Stierkämpfers hätten, keiner Erörterung. Das ist seit der Revolution anders geworden. Die Spanierin ist erwacht, und ein lebhaftes Interesse für den Sport in jeder sich auch hier mit Ehren durchzusetzen; so wurde Pila Rodriguez, eine bekannte Schönheit der Madrider Gesellschaft, schon mit 19 Jahren Matador. Die Mütter dieser Amazonen waren mit der Laufbahn ihrer Töchter durchaus nicht einverstanden und suchten deshalb die Regierung zu einem Verbot gegen weibliche Toreros zu veranlassen. Doch nicht ihren Bemühungen, sondern den um ihre Stellung zitternden Nationallieblingen, den männlichen Toreros, gelang es, den Schutz der Behörden gegen das Eindringen der Weiblichkeit in den Kampfring zu erreichen. > •-•. Es war auch zu arg, wie sehr die weiblichen Stierkämpfer das Ansehen dieses Berufes schmälerten! Wagte es doch sogar eine von ihnen, Juanita de Ia Cruz, in einem seidenen Kleid, wie es sich für eine Choristin schickt, die Arena zu betreten, während eine andere, Senorita Vancio aus Barcelona, die 500 Stiere erlegte, ohne eine Wunde davonzutragen, auch zugleich den Preis als Schönheitskonigin von Barcelona gewann. Torero und Schönheitskönigin in einer Person — wie konnte dann in Zukunft ein Mann seine Zuschauer noch von den Gefahren dieses Kampfes überzeugen! Es war Zeit, dass die Regierung gegen dieses Treiben ihren Bannstrahl schleuderte, durch den die Frauen auch aus der kleinsten Dorfarena, wo es nur einen altersschwachen Stier zu besiegen galt, vertrieben wurden. Neben den Frauen, die den Beruf der Stierkämpferin aus Liebhaberei betrieben, trauern jetzt einige wenige, die ihn zu ihrem Broterwerb erwählt haben. Ihr Einkommen steigt von 250 Fr., die ein Banderillero erhält bis 25 000 Franken und mehr für das einmalige Auftreten, wenn es sich um einen berühmten Torero handelt; bei einer solchen Vorstellung werden sechs bis acht Stierkämpfe fochten. ausge- In Süd- und Mittelamerika gibt es mehr als 200 bekannte Stierkämpferinnen, die teils als Banderilleros, teils als Toreros sich betätigen. Einige von ihnen, wie Senorita Azcona, haben Ruhm erlangt, dass ihr Auftreten auch in den Stierarenen Spaniens ein begehrtes Schauspiel ist. Die Gordobesita oder, wie sie mit ihrem wirklichen Namen heisst, Mya Hollarez, die sich in Spanien grosser Beliebtheit erfreut, ist Mexikanerin von Geburt. Ihr Vater war, wie alle ihre Ahnen, ein berühmter Stierkämpfer, der mit diesem Beruf so viel Geld erwarb, dass er sich eine schöne Hacienda kaufen und sich zur Ruhe setzen konnte. Aber in der Tochter regt sich das Blut der Vorfahren. «Viele Leute meinen», so äusserte sie sich über den erwählten Beruf, «dass ein Mädchen nicht genug Kraft besitzt, einen Stier zu töten. Sie glauben, dass dazu eine Menge Kraft erforderlich ist. Das wohl, aber es ist die des Stieres und nicht die eigene. Alles, was der Kämpfer zu tun hat, ist, das Schwert zu halten und das Tier sich selbst aufspiessen zu lassen. Es gibt eine bestimmte Stelle an seinem Körper, wo die Waffe eindringen muss, um das Herz zu treffen und sofort den Tod herbeizuführen, und es ist die eigentliche Kunst des Matadors, diese Stelle zu finden, die nur 2—3- Zentimeter im Durchmesser gross ist.» So ist das Erlegen eines Stieres mehr eine Sache weiblicher Geschicklichkeit und Anmut als männlicher Stärke, und eine Frau, die Mut hat, kann ein gerade so guter Stierkämpfer werden wie ein Mann. Aber die spanische Regierung lässt sich durch diese Tatsachen in ihrer Meinung nicht beeinflussen. «Vater, was haben die Leute gehabt, bevor es Radio gab?> «Ruhe.» Die hässliche Frau Kohn fragt ihren Gatten: «Was machst du für ein Gesicht?» Erwidert Kohn: «Wenn ich Gesichter machen könnte, hättest du schon längst ein anderes!»

N° 50 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE Die Kuh mit neun Motoren Künstliche Tiere auf der Weltausstellung in Chicago. Ein eigenartiger Auftrag für die "Weltausstellung kam kürzlich in Chicago zur Vergebung. Eine Kuh wurde gesucht, aber nicht etwa irgendein prachtvolles, lebendes Tier, sondern eine künstliche Kuh, die aber alle Eigenschaften eines wirklichen Vorbildes in sich vereinen sollte. Eine Kuh, die atmet, muht, mit dem Schwanz Fliegen abwehrt, den Kopf neugierig nach dem Beschauer umwendet und ihn mit schweren, trägen Lidern gelassen anblickt, das vorge- während die des Oberarmes wie gewöhnlich abwärts laufen — bekanntlich pflegt ja der Gorilla mit den Händen vor dem Gesicht zu schlafen, und das bei Regenwetter von den Armen abfliessende Wasser bürstet das Fell des Unterarmes gegen den natürlichen Strich. Es ist noch ein prähistorischer, schaufelkieferiger Elefant da und ein wild fauchender Tiger der Vorwelt mit enormen, säbelartigen Zähnen. Renaissance der Diluvialzeit Fünfzehn solcher, von Messmore & Dämon erzeugter vorsintflutlicher Tiere wer- schüttete Futter mit Appetit kaut — und wirklich Milch gibt. Kurz und gut, die den auf der Ghicagoer Weltausstellung in der Abteilung «Die Welt vor hundert Millionen Jahren» das Drama vorgeschichtlicher Zeiten aufrollen, wo der gigantische Androsarchus, das grösste aller bekannten fleischfressenden Landtiere, zur Nachtzeit herumstrich und sich mit den Körpern sterbender Titanother es nährte. In hohem Dschungelgras verborgene Schallplatten werden dem Zuschauer naturgetreu das Rauschen des Schilfes und das Brechen International Harvester Co. suchte für die •anschauliche Vorführung ihres neuesten Melkapparates eine automatische Kuh, die ununterbrochen gemolken werden kann und weder Pflege noch Wartung bedarf. Wo aber eine solche Kuh hernehmen? Messmore & Dämon, Erzeuger mechanischer Tiere, ist wohl die einzige Firma der Welt, an die man mit einem so absonderlichen Auftrag herantreten kann. Voll Gemütsruhe stellten die Inhaber ihre Berechnungen an und erklärten sich nach einer kleinen Weile bereit, für dreitausend Dollar eine allen diesen Anforderungen entsprechende Kuh herzustellen. Nach der Natur eebaut. von Bäumen unter dem schwerfälligen Stampfen und Trotten kolossaler Tierleiber vermitteln. Das Glanzstück dieser Riesenmodelle wird aber ein sechseinhalb Meter hoher und zwanzig Meter langer Tyrannosaurus sein, Unverzüglich machten sie sich an diean dem Messmore & Dämon erst kürzlich zu arbeiten begonnen haben. Alle Tiere sind wissenschaftlich ganz genau den in Museen befindlichen Arten nachgebildet, und die Herstellungskosten eines solchen Modells belaufen sich bis zu 35 000 Dollar. Nach Beendigung der Weltausstellung werden Filmgesellschaften die Untiere mieten, teils für die Anfertigung naturhistorischer Lehrfilme, teils für die in Amerika kürzlich so modern und beliebt gewordenen Abenteuerfilme grotesker Ungeheuer mit antidiluvialem Hintergrund. M. S. Ausführung ihrer sonderbaren Arbeit. Vorerst wurde eine schwarz-weiss gefleckte Kuh gekauft, die etwas erstaunt und verwundert ihren rasch zubereiteten Stall in der riesigen New Yorker Werkstätte bezog. Neben ihrem Lager kam ein grosser Holzrahmen zur Aufstellung, und nun wurde sie lebensgross und vollkommen naturgetreu in Töpferton modelliert. Mr. Messmore begann inzwischen sich die verwikkelten mechanischen Vorrichtungen, die die Kuh zum Leben erwecken sollten, zu überlegen. Nach dem fertigen Lehmmodell wurde ein «Negativ» gebildet und danach eine hohle Papiermachekuh. Alle beweglichen Teile, wie Maul, Hals, der atmende Brustkorb und das Euter, wurden aus starkem Gummi eingesetzt. Neun Wechselstrommotoren, im Innern kunstvoll angeordnet, ahmten alle Bewegungen der Kuh mit erstaunlicher Naturtreue nach. Um die Aehnlichkeit noch auffallender zu gestalten, wurde die richtige Kuh geschlachtet und die Haut über ihre künstliche Schwester gezogen. Ein an der Seite befindlicher schwarzer Fleck wurde höchst zweckdienlich benützt, um eine Zugangstür zum Innern zu schaffen, im Falle an den Motoren etwas ausser Ordnung geraten sollte. Aber nicht nur die Haut, sogar ihre Stimme musste die schöne Kuh ihrer Nachbildung im Wege einer Grammophonplatte überlassen. Bleibt bloss die Frage des Melkens, die zur Zeit noch nicht ganz geklärt ist. Doch für Messmore & Dämon bedeutet die Lösung solcher Aufgaben nur eine Kleinigkeit. Es werden bereits fleissig Versuche angestellt, die Milch verborgen in das Innere der Kuh zu pumpen und sie durch ihre Schwerkraft und den Melkapparat wieder ausfliessen zu lassen. Diese Wunderkuh ist aber keineswegs das einzige Tier, das Messmore & Dämon für die Weltausstellung erzeugt. Die riesige Werkstätte ist von geradezu unheimlichem Leben erfüllt und bildet sicherlich keinen Aufenthaltsort für ängstliche Naturen. Der Dinosaurus apportlert In einer andern Abteilung! Da steht vor einem gewaltigen Schaltbrett ein Monteur. Er dreht an geheimnisvoll aussehenden Tastern und Hebeln. Plötzlich beginnt draussen im Halbdunkeln Raum ein enormer Dinosaurus wild mit dem langen Schweif zu schlagen, den riesigen Hals mit dem kleinen Kopf in wellenförmigen Bewegungen zu verdrehen und die Zunge furchterweckend in dem sich öffnenden und schliessenden Rachen zu rollen. So beweglich ist das zehn Meter lange Ungeheuer, dass es sogar ein auf die Erde gefallenes Taschentuch mit dem Maul aufheben und dem Beschauer höflich überreichen kann. Gleich daneben treibt ein Mammut mit einem geradezu unglaublich behenden Rüssel sein Unwesen, verdreht seine tennisballgrossen Augen und schiebt seinen mächtigen, mit zwanzig Bärenfellen bedeckten Rumpf nach vor- und rückwärts. Ganz schauerlich ist jedoch ein dreieinhalb Meter hoher Gorilla, der mit seinem Gummigesicht die fürchterlichsten Grimassen schneidet, sein Zwerchfell heftig atmend vortreibt und mit seinen gelenkigen Fingern alle Bewegungen ausführen kann. So lebenswahr ist er nachgebildet, dass sogar die Haarbüschel des Unterarmes in verkehrter Richtung aufwärts streben, Zwillinge wurden 99 Jahre alt. Ueberaus bemerkenswert ist das hohe Alter, das so viele männliche wie weibliche Einwohner Englands und auch Amerikas erreichen und das sich zumeist um die cHundertgrenze» herum bewegt, ja oft noch um einiges höher wird. Man will dies, speziell in England, dem gesunden maritimen Klima zuschreiben. In unserem kon-~ kreten Fall handelt es sich aber um- alte amerikanische Damen, und awar Zwillinge, die das hohe Alter von 99 Jahren erreicht haben, ein sehr seltener Fall, denn schon für ein Einzelindividuum ist dieses Alter ein überaus hohes. Interessanterweise sind es aber keine gebürtigen Amerikanerinnen, sondern Deutsche, und zwar aus der feuchtfröhlichen Thermalstädt Kissingen. Vor fast neunzig Jahren nahmen die Eltern der beiden Damen die beiden Kinder mit sich aus Deutschland nach den Vereinigten Staaten herüber. Diese waren zu jenen Zeiten noch jungfräulicher Boden und die Seeschiffahrt auch noch sehr primitiv. Einem amerikanischen Berichterstatter erzählten die beiden alten Damen von den Gefahren damaliger Seefahrten, der mehr als elenden Unterbringung in Holzkojen, dem Dörrfleisch und dem harten Schiffszwieback, die man allein an Bord an Verpflegung bekam, und zwar während fast zwei Monaten. Die Ueberfahrt mit diesen «Schnelldampfern» dauerte dazumal volle fünfzig Tage, wenn es halbwegs gutes Wetter gab, sonst noch länger. Eine Riesentorte mit darauf angebrachten 198 brennenden Kerzen wurde den beiden Damen in feierlichster Weise an ihrem Geburtstag überreicht. In frohester Weise, bei ungebrochener körperlicher und geistiger Verfassung begingen die Zwillinge ihr neunundneunzigstes Wiegenfest. Redaktor (der zum Geburtstag seiner Frau eine Torte mit Glückwunschaufschrift bestellt hat): «Nicht wahr, Sie schicken mir vorher einen Probeabzug zur Korrektur.» Wörtlich genommen. Trudehen: «Ach, Mutter, ich bin froh, dass wir nur drei Kinder sind!» Mutter: «Warum denn?» Trudehen (in einem Geographiebuch lesend): «Hier steht: Jedes vierte auf der Erde geborene Kind ist ein Chinese.» Aeltliches Fräulein. «Die Männer von heute taugen alle nichts. Keiner ist mehr treu und ehrlich. Das ist meine feste U&berzeugung. Dabei bleibe ich nun einmal stehen.» • Herr: Nein, sitzen, gnädiges Fräulein. Verantwortliche Redaktion des Autler-Feierabend; M. Bolliger. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. WoclienendZugerland Baar (HöÜgrottea)-Zug-Zugerberg-Aegerltai-Menzingen-Walchwil-Risoh-Buonaa Gutgetührte Hotels. Pensionen und Kinderheime. Auskünfte and Prospekte durch das kant. Verkehrsbnreao Zug. unter-Aegeri HoteiAegenMT.es. Walchwili Gut eingerichtetes Haus, mit geräumigen, frdl. Lokalitäten, am Dorfplatz. Heimeliger Speisees. es. Pension Fr. 8— bis 9.—. Benag lieh u. ruhig, ideales Strandbad Grosser Seegarten. Prospekte. Der neue Besitzer: Ernst Intanner. Guggithal ob Zug Idealer Ausgangspunkt für Berg- .Altbekanntem Haus, Privatbäder. T n a fahrten über die berühmtesten Vorzügliche Küche, Forellen. A.U.B. l. AQ Wl f"!ArvfcAnle/«h Roaif.TAi« grossem Park. Grosse Gesellschaftsräume. Ganzjährlich geöffnet. Garage. Tel. 72.81. F. Brenn, Propr. Dir. 1460 m O. M. — Jullerroute. Prächtige Spaziergange und lohnende Hochtouren. Forellenfischerei. Ei empfiehlt sich Passanten und Feriengästen *. WILLI, A. C. S. und T. C. S. Tel. 701. sind gute Kunden! Gewinnen Sie dieselben durch den AutlerFeierabend Das ruhige, gediegene und wohnlich der Neuzeit entsprechend eingerichtete Familienhotel. Zimmer mit Warmwasser. Appartements mit Bad. Tel. 101. Garage. Direktion: J. Walther. Gediegen eingerichtete« Haus mit 70 Fremdenbetten. Bäder. Vorzügl. Küche. Für Familien besonders geeignet. Saison Juni-September. Pensionspreis Fr. 10.— bis 12.— Garage. Benzinctation. K. Binder, Dir. Berninapass Anerkannt gutgeführtes Haus. — Massige Preise. Tel. 20.62. Propr. K. Steiner, Chef. Tenigerbad 1300 METER OBER ME Höllgrotten Herriteher Ausblick aui Zugersee. Grosse Gartenterrasse. Finchküche. Tel. 20. Bes.: F. Moser. LENZERHEIDE Hotel Schweizerhof T.C.S. A.C.S. Lenzerheide Hotel Kurhaus Eden-Hotel Mühlen Hotel Löwe u. Post SPLÜGEN HOTEL BODENHAUS BERGELL Automobilisten Pontresina HOTEL SCHWEIZERHOFKS. VICOSOPRANO, Hotel Helvetiau.Post 2309 DJ über Meer Flüelatal-Davos Gasthaus „ALPENROSE" Garage. Tel. 8. POSCHIAVO Hotel Albrici u. Poste Benvnaroute, altbekanntes Patr.ziernaus mit dem berühmten Sybillensaal a. d. 16. Jahrhundert. Vorzügl. Küche und Keller. Bescheidene Preise. Garage. Tel. 2. Pam. Albrloi-Wohler, Bes. A.C.S. HOTEL BERNINA HOSPIZ T.C.S. Grossartiger Gebirgsaufenthalt in der Umgebung von Gletsohern und Seen. Gut bürgerliches Haus. Grosser Saal für Vereine. 45 Betten. Butterküohe. Stets lebende Forellen. Garage, Benzintank, Oel. D. Cortesi-Kunz, Bes., Nachf. von C. Mullis. Herr Gastwirt! Slfl. Helnrloh, Bes. DER AUTLEK WIKD GERNE BEI IHNEN EINKEHREN, WENN SIE IHN IN SEINEM FACHBLATT DAZU EINLADEN! Neuarbaute, schöne Automobll-Strasse 1 Kur- u. Passanten häuser, 200 Betten. Grosse Gesellschaftsräume, Orchester. Pensionspreis von Fr. 9.— an. Bittersalzhaltige, radioaktive Kalziurnquelle ER Auto-Garagen. Tel. 14. Dir. St. & Fl. Caplazi