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E_1933_Zeitung_Nr.050

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20 1938 - N° 50

20 1938 - N° 50 Momentaufnahmen aus Wien und Budapest II. Budapest Bittä särr darr Harr. Wenn man hier auf Deutsch jemanden um eine Auskunft bittet, dann zuckt der Angeredete die Achseln: er versteht einfach nicht. Dann bemerkt man so nebenbei: «Ich bin Schweizer und zum ersten...» Weiter kommt man nicht. Der Mann grinst, strahlt und versteht plötzlich Deutsch. «Schweizärr dar Harr, bittä särr!» Und nun erklärt er eifrigst alles, was man erklärt haben möchte, freundlicher als der freundlichste Wiener. Der Satz wird nie fertig, denn schon schwebt Woher dieser Umschwung? Das Faible für etwas noch Feenhafteres vorüber. Unnah- königlich und soo schön, soo schön — die Schweizer ist hier allgemein und ent-barspricht hauptsächlich der übergrossen Dankbarkeit für die Aufnahme der Kriegsferien- 150. Schubs mit dem Ellenbogen (Bemer- noch viel schöner! Am dritten Tag, beim kinder (so lang nachher!), während die Deutschen aus irgend einem Grunde nicht gerade nen wir noch genau wie am Anfang. So etkungen machen wir längst keine mehr) stau- beliebt zu sein scheinen, weshalb der Ungar was! Da kann man sich ja bildlich genommen geradezu den Magen verderben — die nicht gern Deutsch versteht. Für uns aber spricht er es. Wohl ist dieses Deutsch etwas mangelhaft, aber man versteht sich Augen überessen. Ach ja... auch so: «Bittä särr, wünschän dar Harr?» Wie fragte doch unser Hotel-Ober jeweils beim Diner: «Suppe war schon, dar Harr?» Jawohl, Suppe war schon. Schönste Donaustadt. 'Von der Donau aus gesehen: Welch imposantes Bild bietet doch das langsam vorbeiziehende Parlament, das einsam und stolz seine Front dem Strom zuwendet. Und wie unwirklich leuchten die weissen Türme der Fischerbastei in die Dämmerung. Sind diese blauen Hügel am Horizont erträumt? Nein, dies ist kein Märchen, denn der mächtige Strom trägt uns auch dorthin, wo am Ufer kleine, armselige Mauervierecke stehen, die Behausungen der Armen und Aermsten. Viel Sonne, viel Schatten. — Tourismus Noch eine dritte Seite hat diese eigenartige Stadt: sie hat bei aller Grosse etwas Kleinstädtisches. Man fühlt sich hier gleich zu Hause — in einer Millionenstadt. Während der Osterfeiertage sind viele Tramwagen mit lustig ernsten Palmkränzen behängt. Uebrigens sind die Strassenbahnwagen erfreulich altmodisch und rumpelig, mit einer grossen biedern Glocke vorn am- Bauch. Schöne Ungarinnen. Wenn wir beide miteinander durch die Strassen bummeln (so lernt man eine Stadt am besten kennen), dann schufot alle Augenblicke einer den andern mit dem Ellbogen: «Du, hast du das gesehen, einfach faabel...» Alter Umbaust. Geheimnisvolle Töne haben uns in einen Torw&g gelockt. Nun stehen wir in einem halbdunkeln Hof. Da phantasiert ein weisshaariger Zigeuner auf seinem Zimbal. Er hat es auf einen alten Kinderwagen montiert und zieht so von einem Hof zum andern. Schwermütig rauschen die Arpeggien an den grauen Steinwänden empor. Vielleicht lässt sich diese eigenartige Atmosphäre auch im Bild festhalten? Ein paar Filier machen den Alten zutraulich. Er erzählt von seinem Sohn der Primas ist* Photographieren lässt er sich auch und ist mächtig stolz. Allerdings traut er unserer Photokunst nicht viel. «Glauben Sie, dass es geht, das Maschin?» gibt er zu bedenken, gibt uns aber vorsichtigerweise doch seine Adresse an. Das «Ma- schin> ist gegangen und der' Kiriderwagen- Zimbalist bildet die Hauptattraktion unserer Photosammlung. Dem Alten haben wir eine Kopie geschickt — seiner Begeisterung sind wir gewiss. — Tokaier und Zigeunermusik... Wenn du bei einer Flasche Tokaier 1898 sitzest und der Primas spielt dir ins Ohr (das kommt nicht nur in Büchern und Filmen vor), dann, ja was dann? Das lässt sich kaum beschreiben. Du ertrinkst, du schwebst, du stürzest, du stirbst. Du bist glücklich und würdest weinen, wenn du dürftest. Bist du betrunken? Nein, aber du bist gefangen. Gefangen vom goldenen Geist dieses Weines und vom unsagbar dunkelbraunen Ton der Geige. — Sieh diesen Zigeunern zu, wie sie spielen. Sie machen nicht Musik, sie spielen sich selbst, das Heimweh ihrer Seele. Sie suchen mit ihren Tönen eine uralte, verlorene Heimat —- jenes Land, wo zuerst der Tokaier wuchs. Die Geige des Primas singt dir von diesem Land und du verlierst dich. Wenn du bei einer Flasche Tokaier sitzest und der Primas spielt dir ins Ohr, dann sei dankbar. Du geniessest das Schönste, was Budapest dir bieten kann. Ernest. Fahrt ins Engadin und Bergeil Mancher Automobilist mag sich nun in dem anhaltend schönen Sommerwetter fragen, wohin die nächste Weekendfahrt gehen soll. Die herrlichsten Gebiete der Schweiz laden zum Besuche, die reizvollen Landschaften des Vierwaldstättersees, des Berner Oberlandes, des Thuner- und Genfersees locken ebenso wie das Wallis und das Bündnerland, so dass ein Entschluss für eine Weekendfahrt nach einem bestimmten Ziel oft recht schwer wird. Haben wir in der Vorwoche unsere Leser durch die malerische Gruyerelandschaft zum Genfersee geführt, so möchten wir sie diesmal auf eine sehr schöne, erholungsreiche Fahrt ins Engadin und Berg« 11 aufmerksam machen. Eine Tour durch das ObeTengadin, dem Silvaplaner- und Silsersee entlang über den leicht befahrbaren Malojapass und das malerische Vicosoprano zum schweizerischen Grenzort Castasegna oder weiter nach Chiavenna und dem Comersee entlang nach Mailand, bietet eine Fülle schönster Eindrücke. Von Chur weg wird man die Route über die Lenzerheide und den Julier nach St. Morits wählen; (auch der Albulapass ist für Automobile seit 6. Juni passierbar.) Die Strasse führt von Chur in steilen Windungen aufwärts über Mali* nach Churwalden, dann durch Wald nach Parpan : und zur Passhöhe des Valbellasattels, wo sich der Blick auf die schöne Berglandschaft deT Lenzerheide öffnet, zur Rechten die sanften Höhenzüge, die im Sätzerhorn kulminieren, zur Linken die schroffen Berge vom Parpaner Schwarzhorn. Am schönen Lenzerheidsee vorbei abwärts durch prachtvolle Waldungen zum eigentlichen Kurort Lenzeiheide, einem der beliebtesten Bündner Sommer- und Wintersportplätze. Bei der Weiterfahrt nach Lenz hat man die Berge des Oberhalbsteins vor sich, und links erblickt man das imposante Dreigestirn Piz d'Aela, Tinzenhorn und Piz Michel. Bei Tiefenkastei beginnt die Julierstrasse, eine breite, schön ausgebaute Strasse, die die verkehrsreichste Route von Chur her nach dem Oberengadin darstellt. Von der Passhöhe geniesst man eine grandiose Aussicht auf die Berge der Pizz d'Err- Gruppe, im Norden und im Süden auf das Engadin, und vor allem auf den Piz Bernina mit dem Biancograt. Später öffnet sich der Blick in die Tiefe der Engadiner Seen, und über Silvaplana gelangt man in massigem, kurvenreichen Gefälle nach St. Moritz, das als berühmter Kurort und Sportzentrum Treffpunkt der internationalen Welt ist und wohl keiner weiteren Empfehlung mehr bedarf. Als Ausgangspunkt für herrliche Rundtouren eignet sich St. Moritz ganz vortrefflich. Sp empfiehlt sich eine Fahrt nach dem Unterengadin über Zuoz, Zernez und Süss nach den altbewährten Kurorten Schuls-Vulpera-Tarasp, oder man zweige bei Zernez zum schweizerischen Nationalpark und führe — -wenn genügend Zeit zur Verfügung steht — eine lohnende Rundtour über den Ofenpass nach Sta. Maria und von da* über den Umbrailpass ins Addatal. nach Bormio und Trrano, und von hier über Poschiavo und den Berninapass (Einkehr im bekannten Bernina-Hospiz) wieder nach St. Moritz aus. Eine andere sehr schöne Rundtour lässt sich von St. Moritz aus durchs B e r g e 11 über Chiavenna zum Comersee unternehmen, und von hier durch das herrliche Veltlin über 'Sondrio nach Ti- Tano und über den Bernina wieder nach St. Moritz. Die Malojästrasse, die das Engadin mit dem Bergell und Italien verbindet, ist eine breite, gut angelegte, leicht befahrbare Bergstrasse von grossen landschaftlichen Reizen. Von der Passhöhe fällt die Strasse in einem Dutzend gut ausgebauter Kehren jäh ins Bergell hinab. Malpja selbst ist ein aufblühender KuroTt und bietet einen unvergesslichen Tiefblick ins schöne Bergell, das sich als imposantes Stufental in sechs Absätzen bis nach Chiavenna Für Beruf, Sport und Ausbildung nur Reclams Kraftfahrerbuch RM. 1.80, fn dauerhaftem Ganzlefnenband. Einzelne Teile geheftet je 35 Pf. 1. Der Automobilmotor und sein Bin. 2. Der Kraftwagen und sein Betrieb. 3. Kraftfahrpraxis. Von Dr. Ing. Fritz Wettstädt 4. Was muss jeder Kraftfahrer von den gesetzlichen Bestimmungen : Wissen? Von Oberr.-Rat Dr. R. Hey. «wir glauben, dass sich dieses Buch für jeden Fahrschüler gut eignet, da es Im Gegensatz zu den sog. «Unterrichtsböchern für Kraftfahrschulen» nur das Wesentliche bringt und den Schüler nicht mit unnötigen Einzelheiten belastet.» («Deutsche Allgemeine Zeitung») Zu beziehen durch jede Buchhandlung PHILIPP RECLAM jun., LEIPZIG C1 Zürcher Wochenprogramm Stadttheater *»»«• » w». ( ztachmittan 8 Dhr. Dl. abends 13. Juni Laienspielabend: Das Urner Teilenspiel, Die silbrig! Glogge, Nume das nid, Trois poires bleftes. Mi. abends 14. Juni Vom Fischer und syner Fru und Amphion. Schauspielhaus ******** ***, 9aaa - ' . tof nachm. 8K Uhr. Di. abends 13. Juni Geschlossen. Mi. abends 14. Juni Geschlossen. Do. abends 15. Juni Fr. abends 16. Joni Sa. abends 17. Juni So. nachm. 18. Juni So. abends 18. Juni Gastspiel Hansi Niese mit Ensemble Katharina, die Widerspenstige und 2 weitere Novitäten. Cinema Apollo, stauffachers»r. «i Der gewaltigste Raubtierfilm: < Bring sie lebend heim ». Restaurant Urania, uramastr. 9 Die beliebte Unterhaltungsstätte, Konzert und Variete. Anerkannt gute Küche. Cafe AStOria, St. Peterstr. 18 Täglich nachm. und abends: Gjit Malveen mit ihren 10 Solisten Die feurigen Wiener Virtuosen. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R, Wagners CH Touring, Fuhrer für Automobilfahrer. Offizielle Ausgabe des T. C. S. FEUSISBERG Knrhotel Frohe Aussicht Altrenommiertes Haus f. Küche und Keller. Spezialität: Bachforellen. Grosser Saal. Prächtige Terrassen. Grosse Loggia- Zimmer. — Waldparkanlagen. Garage. Tel. 197.1. R, Suter-Feusl, Bes. Pf äf f ikon (Zch> Gasthof zum Hecht T. C. S 1 . A. C. S. Altbekannter ^andgasthot. Bekann: vorzügl. Küche und Keller. Herrlicher, schattiger Garten. 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N°50 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE • 21 senkt. (Auf dem Friedhof das Grabmal Segantinis.) Bei Casacoia, dem obersten Dorf im Bergell, ge- ^iesst man einen schönen Einblick ins Albignatal Smd seine Gletscherwelt. Die Strasse führt nun auf -«lern linken Ufer der Maira entlang nach V i c o s o- prano, einem malerischen Kurort an der Einmündung der Albigna in die Maira. Vicosoprano besitzt eine sehenswerte alte Pfarrkirche aus dem 17. Jahrhundert und ein altertümliches Rathaus. Von hier über Stampa und Promontogno (kurz nachher Abzweigung nach Soglio mit einzigartigem Blick auf die Bondascaberge) nach Castasegna, der schweizerisch-italienischen Zollstation. Die Landschaft zeigt hier völlig südalpinen Charakter. Eine subtropische Pflanzenwelt umgibt einen und Reben, Kastanien, Pfirsich- und Maulbeerbaum« gedeihen in üppiger Fülle. Von hier kann nun, je nach der dem Fahrer zur Verfügung stehenden Zeit, die genussreiche Fahrt auf italienisches Gebiet nach Ghiavenna fortgesetzt •werden, von wo aus man rechts abzweigend wieder auf Schweizer Gebiet zum Splügenpass gelangt oder links abzweigend zum Comersee und von hier, "wie schon erwähnt, durchs Veltlin und über Poschiavö und den Berninapass wieder nach St. Moritz. Da zur Zeit im. Bündnerland nur der Albula-, Fliielaund TJmhrailpass noch nicht fahrbar sind; können" die obenerwähnten Touren jetzt mit gTÖsster Leiche tijkeit ausgeführt werden. Be. Murten. Am 22. Juni jährt sich wiederum der Tag Üer Schlacht bei Murten. Wenige wissen vielleicht, dass Murten diesen Tag immer feiert. Er ist zugleich aber auch Feiertag für die Jugend, die bei diesem Arilass ihT Jugendfest feiern kann. Einzigartig sind die morgens uöd nachmittags 2 Uhr stattfindenden Umzüge. Blumen und wieder Blumen, von den Mädchen offen oclor in allerhand Figuren getragen, ^geben diesen Umzügen ein wunderbares Gepräge, dazu kommt noch das prächtig dekorierte Städtchen als Rahinen dazu. Am Sonntag darauf, am 25. Juni, findet sodann das historische Murtenschiessen statt; wo das Zelt Karls des Kühnen gestanden haben soll, marschieren die Schützen auf. Ueber 1000 Teilnehmer aus allen Gauen unseres Landes geben sieh hier ein Stelldichein zum fröhlichen Wettkanipf. Wer wird wohl das Murtenfähnüein "wieder erringen? — Das Strandbad hat seine Tore seit Mitte Mai geöffnet und erfreut sich regen Besuchs, hauptsächlich aus den Städten Freiburg und Bern. Ab Bern kursieren an Sonntagen wieder direkte Wagen, und von beiden Orten her werden Billette zu reduzierten Preisen ausgegeben. -g. MONTREUX am Die Fürigen-Bahn am Vierwaldstättersee befÖT- Öexte am Pfingstsonntag und -Montag 3152 Personen, was ein Mehr von 346 Personen gegenüber den beiden Pfingsttagen des Vorjahres bedeutet. Vom 1. Januar bis 5. Juni dieses Jahres betrug die> beförderte Personenzahl 13 403, sie übertrifft somit die Frocpienz der gleichen Zeitdauer de« Vorjahres cm 1971 Personen. Meirlngen. Unsere Paßswege und Strassen sahen fiber Pfingsten einen ungemein starken Ausflüglerverkehr, Auf der Brünigpasshöhe lagerten Hunderte von Automobilisten und Radlern. Die Gasthäuser auf Engstlenal-p (Jochpass) und SteinaJp (Susten) vermochten die Zahl der Nächtigenden kaum zu fassen. Das Grimsel-Skirennen zog mächtige Scharen an, und die Reichenbachfallbahn beförderte Schub um Schub hinauf ins Rosenlauigebiet. Am Pfingstmontag waren- Aareschlucht und Meiringen der allgemein© Sammelplatz sonnenge» bräuhter, erlebnisfroher Bergwanderer. Slanserhorn bei Luzern (1900 m ü. M.). An Pfingsten nahm die Stanserhorn-Bahn wieder ihren Betrieb auf. Auf diesen Zeitpunkt wurde auch das zufolge seiner vorzüglichen Bedienung aus Küche und Keller bei sehr bescheidenen Preisen vorteilhaft bekannte Kulm-Hotel wieder eröffnet. Das Stanserhorn bietet bekanntlich eine grossartige Rundsicht, die ihresgleichen sucht. Für den Autofahrer ist es von ganz besonderer Wichtigkeit, dass die Talstation der Stanserhornbahn, die eine Garage und einen grossen Parkplatz besitzt, von Luzern aus in 20 Minuten bequem erreicht werden kann. Sowohl die Berg- als auch die Talfahrt dauern nur zirka 35 Minuten. Die Bahn bietet die sehr schätzenswerte Bequemlichkeit, auf Wunsch schon für 3 Personen Exrazüge ohne Taxzuschlag auszuführen, wenn die Fahrzeiten der Kurszüge nicht passen. Wenn es einer also eilig hat, ist ihm Gelegenheit geboten, innert 2 Stunden auf den Berg und zurückzufahren und dazwischen während zirka 50 Minuten auf der Hotelterrasse bei einer guten Flasche Wein das einzig dastehende Panorama zu bewundern. Daher sei der Wahlspruch eines jeden Automobilisten: «Keine Vergnügungsfahrt an den Vierwaldstättersee ohne einen Abstecher auf das StaneerhbrnI» *. Seebodenalp. Ungezählt ist die Zahl der Automobilisten, die jahraus jahrein in das Gebiet des Vierwaldstättersees fährt, und mancher glaubt, er kenne all die schönen Orte rings um den See und auf den umliegenden Höhen, und doch ist die Zahl derer noch sehr gross, die nie der Seebodenalp einen Besuch abgestattet haben. Seebodenalp? Ja freilich, Seebodenalp ist ein ganz beliebtes und auch einzig schönes Ausflugsziel für Automobilisten. Man fahre nach Küssnacht an der Rigi, von vro einem eine gute Strasse bis über 1000 m hinaufführt zur Seebodenalp. Prachtvoll ist der Ausblick von hier auf die Alpen, besonders hinüber zum Pi-, latus und dann auch hinaus über das Mittelland, bis weithin, wo die Höhen des Jura und Schwarzwald in bläulicher Ferne noch sichtbar sind. Die Seebodenalp ist so der richtige Ort, um auszuruhen und in aller Stille sonnige Ferientage zu verbringen. Als Weekendort eignet es sich ganz vorzüglich. Dass man auf Seebodenalp auch ausgezeichnet aufgehoben ist in jeder Beziehung, erübrigt sich eigentlich zu betonen. Man gehe hin und überzeuge sich selber von diesem schönen Flecken Erde. L. Wallenstadt. Wallenstadt, am Ostsee des Wallensees, 83 km von Zürich und 13 km von Sargans, ist ein idyllisches, von Obstgärten und Rebgeländen umrahmtes Städtchen. Ein sonniges, mildes Klima begünstigt das aufblühende Bergsportfreunden ist Wallenstadt als jeeignetster Ausgangspunkt «ur Churfirsten- und Alvierkette bekannt. In der Umgebung, bei Perschis, steht auf hohem Felsenthron die uralte, in letzter Zeit restaurierte Kirche zum St. Georg, eines der interessantesten Baudenkmäler der Schweiz. In der Nähe befinden sich Allemannengräber und gegenüber die Ruine vom Schloss Gräplang. Eine gni unterhaltene Bergstrasso führt 4 km aufwärts zum Wallenstadt-Berg, einem Luftkurort in herrlicher, windgeschützter und sonneÄreicher Lage. ' -~ Be. MONTREUX-PALACE-H O T E L das vornehme und prelswOrdlge Hotel am Genfersee. GARTEN.TENNIS, GOLF.STRANDBAD. 300 Zimmer, 150 Btder. Groae Garare m. Werkstatt u. Boxen. H O T E L L O R I U S - H O T E L N AT I O MAL zwei erstklass Ige Familienhäuser mit grossen Gärten am See. T. A. 912. Fahrt an den Bodensee. Ich rate Ihnen zu folgender Tour: 1. Tag: Zug, Sihlbrugg, Zürich, Winterthur, Andelfingen, Ossingen, Unter-Stammheim, Etzwilen, Stein a. Rhein, 82 km. Stein a. Rh., Eschenz, Mammern, Steckborn, Schloss Arenenberg, Ermatingen, Konstanz, 27 km, Insel Reichenau (von Konstanz über Wollmatingen mit Auto erreichbar), zurück nach Wollmatingen, von hier nach S t a a d, ca. 8 km. Von Staad Autofähre nach Meersburg. Fahrpreis«: Elut. Fahrt Hin- u Rückfahrt gültig 7 Take Kleinautos bis 500 kg Gewicht Mk. 2.— Mk. 3.— Personenautomobile, 2-Plätzer » 2.50 3.75 3—4-P1. » 3.— 4.50 5—7-P1. » 4.— 6.— Motorräder » 1.25 1.75 > 2.25 Seitenwagen » einschliesslich 1.50 des Fahrers; Die Preise die übrigen verstehen Insassen sich bezahlen Mk. —.30 für die einfache und Mk. —.40 für die Hin- und Rückfahrt. 2, Tag: Meersburg, Uhldingen (6 km), zurück nach Meersburg, Immenstadt, Friedrichshafen, 23 km (Besuch der Zeppelin-Werft gestattet), von hier entweder Autofähre nach Romanshorn und von Romanshorn über Amriswil, Sulgen, Bürglen, Wil, Wattwil, Rapperswil nach Zug zurück (111 km) oder von Friedrichshafen per Auto um den. Bodensee über Langenargen, Bad Schachen, Lindau, Bregenz, St. Margrethen, Rheineck, Rorschach, St. Gallen (67 km) und von hier über Herisau, Waldstatt, St. Peterzell, Lichtensteig, Wattwil, Rapperswil nach Zug (161 km). Autofähre Romanshorn-Friedrlchshafen und viceversa: Hin- u. Rickfahrt ruiwiiM: Elnf. Fahrt tültitiOTar» Personenautos mit 1—2 Sitzen Fr. 6.— Fr. 9.— » mit 3—4 Sitzen » 8.— » 12.— » mit 5—7 Sitzen » 10.— » 15 — Motorräder bis 2 HP » .1.10 » bis 3 HP » 1.65 > von 4—5 HP * 2.20 » von über 5 HP » 3.25 * mit Seitenwagen » 5.— » 7.50 Der Führer des Fahrzeuges wird gratis befördert; die übrigen Insassen haben Fr. 1. — lür die einfache und Fr. 1.50 für die Hin- und Rückfahrt zu bezahlen. Pässe benötigen Sie für Deutschland auf alle Kurwesen, und denFälle; allerdings ist schon seit Jahren kein Visum mehr notwendig. Ebenso ist das Triptyk oder Grenzpassierscheinheft erforderlich. K. D. in M. Genfersee TourenSprechsaal Touren-Antworten Touren-Fragen T. F. 913. Sarnen-Dolomiten-Venedlg. Ich habe im Sinn, durch die Dolomiten nach Venedig zu fahren und von dort über Mailand und Furka-Grimsel n&ch Samen zurück. Welche Ausweispapiere benötige ich? Lässt sich diese Tour in vier Tagen ausführen? Sind ab 15. Juni alle für meine Fahrt ia^Frage kommenden Pässe befahrbar? J T"-;- • ' - - M. C. inVS. Büchertisch Meyers RelsebQcher «Oetztal und Stubal», mit 6 Karten,, 1 Plan und 3 Rundsichten. Verlag: Bibliographisches Institut Leipzig. In diesem Bande werden die schönsten Gebiete der Tiroler Alpen eingehend behandelt, die Oetztaler und Stubaier Alpen. Tirols alte Hauptstadt Innsbruck ist als Eingangstor zu dieser Bergwelt ausführlich dargestellt. Auch in diesem Bande wurden im allgemeinen Teil Ratschläge für Reisevorbereitungen, Unterkunft, Verpflegung, Sommerfrischen und ganz besonders Wintersportgebiete weitgehend berürksichtigt und durch ein Verzeichnis lohnender Skiwanderungen bereichert. Der Band sei allen Freunden vom schönen Tirol aufs angelegentlichste empfohlen. Be. Meyers Refsebücher «Arfberff», mit 8 Karten, 2 Plänen und 2 Rundsichten. Verlag: Bibliographisches Institut Leipzig. Der vorliegende neue Band der Sammlung c Meters Reisebücher» ist dem vielbesuchten Arlberggebiet und den angrenzenden alpinen Berggruppen gewidmet. Im Text sind den Ortsbeschreibungen eingehende Angaben über Wintersportlicb.es angefügt; die Einleitung enthält ausser den allgemeinen Auskünften über Grenzübertritt, Verkehrsmittel, Unterkunft (auch Jugendherbergen), Ratschläge für Bergsteiger, Angabe von Sommerfrischen, Wintersportplätzen und eine fachmännisch zusammengestellte Uebersicht der lohnendsten Skitouren. Der im üblichen handlichen Format von « Meyers Reisebüchern» erschienene Führer wird allen denen, die sich für das Arlberggebiet interessieren, ein nützlicher und willkommener Begleiter sein. Be. Kleine Notizen Eine Frischobstreserve, Unsere Tafeläpfelvorräte gehen wieder einmal zur Neige. Immer geringer werden die Anfuhren auf unsern städtischen Märkten, und immer kleiner und schrumpfiger werden die Früchte, Doch stehen uns frische Aepfel nicht mehr zur Verfügung, so besitzen wir doch noch «flüssige Aepfel», Haben nicht unsere Mostereien letzten Herbst grosse Vorräte angelegt in unvergorenem Apfelsaft (Süssmost)? Gewiss, und zwar stehen uns ganz gewaltige Reserven zur Verfügung für die Sommerszeit. In technisch zum Teil sehr gut eingerichteten Mostereien wird der Obsteaft unter Beobachtung grösster Reinlichkeit, meist in tadelloser Qualität hergestellt und in Flaschen diverser Grosse sowie in Grossgefässen in haltbarer Qualität abgegeben, und dies heute zu Preisen, die als sehr bescheidene bezeichnet werden dürfen. Alle unsere Ernährungsphysiologen zollen dem Ohstsaft höchstes Lob. Vollständig unverändert finden sich die Stoffe der Früchte namentlich in demjenigen Safte vor, der nach dem sogen. Kalt- Sterilisierungsverfahren hergestellt wird. Dasselbe besteht darin, dass der Saft bei niedrigen Temperaturen gelagert, und alsdann die Gärorganismen (.Hefen) mit einem speziellen Filter, dem sogen. Entkeimungsfilter herausgenommen werden. Bekanntlich wird dieses Verfahren von der Emmentaliechen Obstweingenossenschaft Ramsei durchgeführt. Der so gewonnene Saft enthält nicht Die Zufahrtsstrassen au« der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. 0.8. Appenzell A.C.S. Bratos Haus am Platz*. Rendez. vous der Automobilisten. Neu renoviert. Feine Butterköche. Grillspezfalitäten. Grosse neue Garage. F. Casanova-Wild. Rehetobel Gasthaus LÖWEN direkt an der Strasse St. Gallen-Helden. Altrenommiertes Haus. Butterküche. la; Weine. Wunderbare Fernsicht. Bescheidene Preise. Telephon Nr. 20. FamillA FlMlei». direkt an der Strasse nach Rössfall. Besthekannt für Küche u. Keller. Eigene Bäckerei-Konditorei. Bescheidene Preise. Grosser und kleiner Saal. Garage. Schöner Parkplatz. Tel. Nr. 5. K. Zuberbühler. gAKOBSBAp BEI/ GONTEN APP. Sonntags-Menud Fr.4.50 Xraftbrüh* Bachforellen blau zerlassene Butter-Kartoffeln PoulM ritt garniert • Salat Bis-Crtme. Garten-RestauranL A.CJt.a. JOB. ELSER . DORJG, Beßtlxtr. Hntol Knrhaiic 820 m "• M - Tel - 86L 120 Betten. 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