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E_1933_Zeitung_Nr.049

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - ft JjtbLAU,**. Vor Gericht spielt mitunter noch die Berücksichtigung der Reaktionszeit (Schrecksekunde) eine Rolle, wenn es sich um unvorhergesehene plötzlich auftauchende Hindernisse handelt. Die vom Erkennen des Hindernisses bis zur Bremsbetätigung gefahrene Strecke, die von der Wagengeschwindigkeit abhängig ist, muss dann zu dem Bremsweg hintugerechnet werden, und die Summe dieser beiden Wegstrecken ergibt dann die Basis für die Beurteilung eines Schadenfalles. Es sei hier bemerkt, dass die der Reaktionszeit entsprechende Strecke konstant und unabhängig von der Fahrbahnneigung und der Fahrbahnbeschaffenheit ist. Dipl. ing. W. L. Praki^clie nl««> % 6tfWt Abb. i Scheibenwischer und Schleudergefahr. Von einem Fahrer wird die interessante Beobachtung gemeldet, dass sich der Windschutzscheibenwischer als Schleuder-Warninstrument verwenden lässt. Die Schleudergefahr ist bekanntlich auf Asphaltstrassen beim Einsetzen frischen Regens, oder bei sonstwie nur leicht angefeuchtetem Belag, bedeutend grösser, afs wenn das Wasser die schmierende Schmutzschicht einmal weggewaschen hat. Um zu wissen, ob man sich auf einer Schmierschicht oder nur auf Wasser befindet, braucht man lediglich das Verhalten des Wischer-Armes zu beobachten. Gleitet der Wischer sehr leicht über die Scheibe hinweg, so besteht erhöhte Schleudergefahr; denn auch auf der Scheibe hat dann der Regen noch nicht allen Schmutz heruntergewaschen. Findet jedoch der Wischer grösseren Widerstand, so kann man annehmen, dass auch die Strasse vom schmierenden Schmutz reingewaschen worden ist und den Rädern besseres Haften ermöglicht, -s. Das Nachstellen der Bremsen soll so geschehen, dass beim Niedertreten des Bremspedals kein überflüssiger «leerer Gang » bemerkbar ist. Umgekehrt kann aber eine zu satt nachgestellte Bremse einen bedeutenden Kraftverlust, anormalen Benzinverbrauch und Abnützungen zur Folge haben, nämlich dann, wenn die Bremsbacken dauernd schleifen. Um dem vorzubeugen, ist es empfehlenswert, die Räder beim Nachspannen der Bremsen hochzuwinden, so dass man am Widerstand, den das Rad einem Antreiben durch die Hand entgegensetzt, genau feststellen kann, wann die Bremsbacken zum Anliegen kommen. Den Moment, in dem die Bremsbacken zum Anliegen kommen, kann man aber bei vielen Wagen auch viel einfacher auf andere Weise bestimmen: Man klopft während des Einstellens von Zeit zu Zeit mit einem harten Instrument auf die Aussenfläche der Bremstrommel. Sobald die Bremstrommel nicht mehr zum Klingen gebracht werden kann, liegen die Bremsbacken an ihrer Innenseite an. Eine ganz kleine Rückwärtsdrehung der Einstellmutter wird jetzt die richtige Einstellung bewirken. at. Die richtige Haltung hinter dem Lenkrad. Wenig Automobilisten wissen, in wie hohem Mass der Fahrkomfort von der Lage abhängt, die man hinter dem Lenkrad einnimmt, und wie schlecht oft die Sitzhaltung, die für einen Passagier ihre Vorteile haben mag, für den Wagenlenker passt. Eine bestimmte Art, hinter dem Lenkrad zu sitzen, gibt es zwar für die verschiedenen Verwendungszwecke eines Automobils nicht. Ein Rennfahrer verlangt einen ganz andern Sitz, als ihn der ausschliessliche Stadt- und « Kommissionen »-Fahrer benötigt. Immerhin gibt es gewisse Dinge, die in allen Fällen stören. Sehr ermüdend wirkt z. B. eine stark nach hinten geneigte Rückenlehne. Bei stark nach hinten geneigtem Oberkörper muss der Fahrer seinen Kopf beständig mit Muskelkraft im Gleichgewicht halten, was ihm mit der Zeit sogar Genickschmerzen verursachen kann. Da die Lehne meist viel weniger gut gepolstert ist als das Sitzkissen, hat der Oberkörper des Fahrers auf diese Art auch weit mehr Stösse auszuhalten als wenn er eine annähernd senkrechte Stellung einnimmt. Vor allem die Nickbewegungen des Wagens machen sich dann sehr unangenehm bemerkbar : Der Fahrer erhält beständig Stösse in den Rücken. Ein grosser Abstand zwischen dem Lenkrad und dem Oberkörper des Fahrers ist nur? dann am Platze, wenn man häufig zum Einund Aussteigen gezwungen ist. Viel sicherer und weniger ermüdend lässt sich aber der Wagen lenken, wenn man ganz nahe am Lenkrad sitzt. Selbst die Notwendigkeit, die Beine eventuell stark gebeugt zu halten, stört dann auf einer langen Fahrt viel weniger. Bei Wagen mit verschiebbaren Sitzen ergibt sich dadurch, dass der Fahrer möglichst weit nach vorn rückt, noch der weitere Vorteil eines breiteren Sichtbereiches, indem die Eckpfosten der Windschutzscheibe mehr aus dem Gesichtskreis rücken. Ein Automobilist, der es wissen muss, bezeichnete einmal diejenige Anordnung von Sitz und Lenkrad als die einzig richtige, bei welcher der Fahrer beim Halten des Lenkrades seine beiden Ellenbogen an die Hüftknochen angelegt halten kann, und bei der ihm die gedachte Verlängerung der Lenksäule durch den Adamsapfel geht. Bei all dem muss aber die Bedingung eingehalten werden, dass der Fahrer frei über das Lenkrad hinweg blicken kann. Es sieht zwar interessant und wichtig aus, wenn man durch das Lenkrad hindurchschauen muss. Aber der Wagen läuft deshalb keinen Kilometer schneller. , -s. * Alte aufgeklebte Schlauchflicke sollten manchmal aus verschiedenen Gründen wieder entfernt werden. Wenn man nur daran zerrt, kann leicht eine Beschädigung des Schlauches eintreten. Durch Aufweichen der alten Gummilösung mit Benzin kommt man nur langsam ans Ziel. Dagegen wird die Arbeit durch Anwärmen des Flickes" mit einem Zündholz schon sehr erleichtert. Am besten geht man jedoch vor, indem man ein leichtes Plätteeisen in kochendem Wasser erhitzt und es dann einige Minuten auf die Flickstelle drückt. Der'Flick wird dadurch genau so stark erwärmt als nötig ist, dass man ihn leicht abziehen kann. Ein Verbrennen des Schlauches ist nicht zu befürchten da das Glätteeisen dadurch, dass es in Wasser erwärmt wurde, nicht heisser als 100 Grad werden kann. at. unsichtbare Mächte am Werk! Reibung und Hitze verursachen Oelverschmutzung und -Verdünnung. Die beste Waffe gegen alle Feinde des Motors ist bekanntes Markenöl, das regelmäßig gewechselt wird. Befolgen Sie bei normalem Gebrauch Ihres Wagens die Oelwechsel-Ratschläge der Fabrik. Wird er jedoch besonders stark beansprucht, ist häufigerer Oelwechsel erforderlich. Der geringe Mehrpreis für gutes Markenöl macht sich immer bezahlt. Standard Motor Oil spart mehr als es kostet STANDARD MOTOR OIL Am 1. und 2. Jnli fahren die meisten Automobilisten nach Bern zum Besuch des Grand Prix Suisse für Motorräder und Sidecars Die besten Fahrer Europas starten, u. a auch der Rekordhalter STANLEY WOODS

N" 49 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE 11 Tech *•» '«»da Antwort 8716. Flattern der Vorderrader. Zuschrift weitergeleitet. Red. Frage 8730. Leistungsaufwand für Dynamo- und Magnetantrieb. Es würde mich interessieren, zu wissen, wieviel die Dynamo und der Magnet von den 12 PS meines Wagens absorbieren, d. h. wie viel PS zu ihrem Antrieb bei normalen Tourenzahlen notwendig sind. Die Dynamo gibt bei 12 V. maximal 6 Ampere ab. K. S. in B. Antwort: Ein Magnet der ungefähr zu Ihrem Motor passenden Type braucht zu seinem Antrieb bei Maximaltourenzahl zirka 0,12 PS. Da die Dynamo 72 Watt erzeugt (12 Volt X 6 Ampere) und ihr Wirkungsgrad etwa 50 Prozent beträgt, absorbiert sie eine Leistung von etwa 72X2 = 144 Watt, und wenn der Wirkungsgrad ihres Antriebes in Betracht gezogen wird, etwa 160 Watt, also etwas mehr als V* PS. at. Frage 8731. Normale Kühlwassertemperatur. Welche Wassertemperatur kann bei Motoren ohne Ventilator als normal betrachtet werden? Schadet es dem Motor dauernd, wenn man ihn einmal kochen lässt, wenn auch nur ein paar Minuten? A. H. in G. Antwort: Als normale Kühlwassertemperatur kann ungefähr eine solche von 70 Grad gelten. Diese Angabe ist aber durchaus nur als durchschnittliche aufzufassen und variiert bei verschiedenen Motoren und verschiedenen Vergasereinstellungen ziemlich stark. Ein dauernder Schaden ist nicht zu befürchten, wenn das Wasser gelegentlich kurze Zeit kocht. Die Hauptsache ist, dass bei Motoren mit Thermo-Syphon-Kühlung nicht zu viel Wasser verdampft, da der Wasserstand sonst unter die Mündung des vom Zylinderkopf kommenden Leitungsrohres sinkt, worauf dann jede Wasserzirkulation aufhört. Die Wassertemperatur lässt sich bedeutend vermindern, wenn ein Ventilator angebracht wird, was meist auch nachträglich noch möglich ist. at. Frage 8732. Kompression schlecht. Was alles kann als Ursache in Betracht kommen, wenn die Kompression eines Motors schlecht ist? W. R. in S. Antwort: Die Hauptursachen einer schlechten Kompression sind, abgenützte Zylinder oder Kolben, schlecht eingesetzte Kolbenringe, schlecht passende Kolbenringe, undichte Ventile, schlecht ausgerichtete Kolben. Die Kolben müssen zur genauen Kontrolle herausgenommen werden. Beträgt ihre Abnützung mehr als 5 Hundertstelmillimeter oder weicht die Bohrung der Zylinder um mehr als diesen Betrag vom Nonnalmass ab, so ist bei den Kolben ein Ersatz, bei den Zylindern ein Ausschleifen angezeigt. Die Kolbenringe sollen sich frei in ihren Nuten bewegen können, dürfen dabei aber kein Spiel nach oben und unten besitzen. Legt man die Kolbenringen einzeln in die Zylinder hinein, so erkennt man leicht, ob die Schlitzbreite normal (1 bis 2 Zehntelsmillimeter) oder übermässig gross ist, was auf eine Abnützung des Kolbenringes selbst deuten würde. Wie undichte Ventile einzuschleifen sind, haben wir schon des öftern dargelegt. Ein schlechtes Ausgerichtetsein der Kolben er-< kennt man daran, dass ihre Oberfläche ungleichmassig « trägt ». Es kann z. B. vorkommen, dass ein Kolben auf einer der Seitenflächen oben und auf der gegenüberliegenden Fläche unten eine glänzende Stelle aufweist, die eine erhöhte Reibung an dieser Stelle anzeigt, während die übrigen Flächen verrust sind, folglich überhaupt nicht tragen. Die nötige Korrektur kann jedoch nur von einem Fachmann vorgenommen werden. at. Frage 8733. Undichter Akkumulatorenverschluss. Bei den Akkumulatoren meines Wagens wird oben bei den Einfüllschrauben immer Säure hinausgeschüttelt, wenn man über stark holperige Strassen fährt. Ich habe auch schon beobachtet, wie nur durch das blosse « Kochen » der Säure, wenn der Akkumulator aufgeladen ist, Säure austritt. Was ist da zu machen? Die Luftlöcher in den Verschlußstöpseln können nicht verstopft werden, da ja sonst die Gase am Entweichen verhindert werden. W. M. in S. Antwort: Bohren Sie die Verschlußstöpsel so an, wie wir es in unserer Abbildung dargestellt haben, also von der Seite her und exzentrisch auf der Unterseite. Die Bohrungen müssen miteinander in Verbindung stehen und im mittleren Entlüftungsloch münden. Wenn Sie dann die alte, mittlere Entlüftungsbohrung unten durch einen Asphaltpfropfen verstopfen, können die Gase nur mehr durch den Umweg über die zwei neuen Bohrungen entweichen, und mitgerissene Flüssigkeitsteilchen werden sich absetzen und zurückfliessen. at. luvist. S|»BMe»clasaal Anfrage 296. Unterricht im Fahren. Mit einem kleinen Lieferungswagen fahre ich von Zeit zu Zeit in die Stadt Im Interesse des Geschäftes wollte ich nun auch meiner Frau Fahrunterricht erteilen lassen und stellte einen Fahrer aus der Nachbarschaft, der gerade arbeitslos war, dazu an. Wir haben dem Burschen Kost gegeben und ihn nach zwei Tagen gefragt, was er für die Stunde verlange. Er gab ausweichende Antwort und sagte, es werde nicht viel sein. Als er sich später Frechheiten erlaubte, Hessen wir ihn nicht mehr kommen, worauf er Rechnung stellte im Betrage von Fr. 5.— pro Stunde. Sind wir verpflichtet, soviel zu zahlen? B. in O. Antwott: Wir sind der Auffassung, dass der verlangte Stundenlohn von Fr. 5.— weit übersetzt ist. In Betracht würde fallen eine Vergütung, die landesüblich ist Sie können sich rtrhig einklagen lassen. Gegen die Betreibung müssen Sie Rechtsvorschlag erheben. Wenn dann Klage gegen Sie erhoben wird, können Sie dann Widerklagsweise Entschädigung verlangen für den ohne Ihren Willen erfolgten Gebrauch des Wagens. * Anfrage 297. Bezahlung von Reparaturkosten. Wie hat sich der Reparateur zu verhalten, wenn ein Kunde die ausgeführte Reparatur nicht bezahlen will. Es kommt auch vor, dass ein Kunde abstreitet, eine Reparatur in Auftrag gegeben zu haben. Wie kann man in einem solchen Falle zu seinem Rechte kommen? B. in T. Antwort: Es ißt zu unterscheiden, ob sich der reparierte Wagen noch in ihrem Gewahrsam befindet oder nicht. Im erstem Falle sind Sie berechtigt, bis zur Bezahlung Ihrer Rechnung das Automobil zurückzubehalten. Befindet sich das Automobil aber nicht mehr in Ihrem Gewahrsam, bleibt nichts anderes übrig, als den Schuldner auf Bezahlung des Ihnen geschuldeten Rechnungsbetrages gerichtlich einzuklagen. Sie sind verpflichtet, den Nachweis zu erbringen, dass Ihnen zur Vornahme der Reparatur seitens des Schuldners Auftrag erteilt worden ist. Der Schuldner seinerseits muss beweisen, dass allenfalls die Reparatur ohne seinen Willen ausgeführt worden ist, dass sie Mängel aufweist, dass ein eventl. Kostenvoransohlag nicht eingehalten worden ist, dass die Rechnung übersetzt ißt etc. etc. Imnierhin wird schon die Tatsache, dass der Schuldner seinen Wagen in Ihre Werkstätte verbracht hat, darauf schliessen lassen, dass er eine Reparatur vornehmen lassen wollte Zudem wird wohl einer Ihrer Angestellten den erteilten Auftrag mit angehört haben. * Anfrage 298. Durch die Vollziehungsverordnung bedingte Vorrichtungen an Motorfahrzeugen. Nach dem neuen Automobilgesetz müssen Fahrzeuge spätestens am 1. Januar 1934 verschiedene dort genannte technische Hilfsmittel besitzen. Nun lese ich in der Automobil-Revue, dass im Kanton Bern gestraft wird, wenn die Fahrzeuge nicht jetzt schon ganz den neuen Vorschriften entsprechen. Ist dies richtig, und trifft dies eventl. auch für andere Kantone zu? Die Frage ist für mich wichtig, da ich ein älteres Auto besitze, mit dem ich nur noch dieses Jahr fahren werde und deshalb keine Ausgaben für Neuerungen zu haben wünsche. Andernteils möchte ich nicht nur im Kanton Zürich fahren, wo das betreffende Auto zugelassen wird. H. H. Antwort: Art. 82 der VollziehungsveroTdnung schreibt vor, dass Motorwagen innerhalb eines Jahres, Anhänger innerhalb X% Jahren mit der vorgeschriebenen Bereifungsart versehen werden müssen. Alle übrigen Vorrichtungen müssen innerhalb eines Jahres angebracht werden. Diese Vorschrift gilt für alle Kantone. Anders verhält es sich aber bezüglich Entfernung vorschriftswidriger Vorrichtungen. Nachdem die Vollziehungsverordnung ausdrücklich nur für das «Anbringen» eine Uebergangszeit bestimmt, muss daraus abgeleitet werden, dass der Gesetzgeber für das «Entfernen» eine solche Uebergangszeit nicht gewähren wollte. Dies jedenfalls im Interesse einer möglichst raschen Anpassung an die neuen Vorschriften. Demzufolge sind z. B. Sucherlampen, hervorstehende Bestandteile wie Kühlerfiguren etc. sofort zu entfernen. * Anfrage 299. Geschwindigkeitsvorschriften der Gemeinden.. 1. DaTf eine Gemeindebehörde mit regierungsrätlicher Bewilligung Geschwindigkeitsvorschriften für den Automobilverkehr erlassen? % Was wird unter folgendem Absatz der Kantonalen .Vollzugsverordnung des neuen A.-Gesetzes verstanden: Der Gemeinderat kann Einschränkungen des Strassenverkehrs im Sinne von Art. 3 B. G. verfügen. Solche Beschlüsse bedürfen dor Genehmigung des Regierungsrates. Ebenso ist der Gemeinderat befugt, mit regierungsrätlicher Genehmigung über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr weitere örtliche Vorschriften aufzustellen. F B. Antwort: Vom Polizeikommando St. Gallen geht uns hiezu folgende Erklärung zu; Es ist zunächst zu bemerken, dass diese beiden Fragen nur im Zusammenhange beantwortet werden können. Der Wortlaut der Frage 2 entspricht demjenigen von Art. 2 unserer Vollzugsverordnung über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr vom 2. Januar 1933. Dadurch hat der Regierungsrat die in Art. 3 des einschlägigen Bundesgesetzes vom 15. März 1933 vorgesehenen Verkehrseinschränkungsmöglichkeiten, soweit sich diese auf das Territorium der betreffenden Gemeinde beziehen, in die Befugnisse des Gemeinderates delegiert, wobei es sich jedoch in allen Fällen das Genehmigungsrecht vorbehalten hat. Darnach kann also eine Gemeindebehörde mit regierungsrätlicher Genehmigung nicht nur Vorschriften erlassen, welche die verkehrspolizeiliche Regelung des Motorfahrzeug- und Fahrradverkehrs betreffen, sondern sie ist auch befugt, für bestimmte Strassenstrecken, auf denen die Sicherheit des Verkehrs oder die Anlage der Strasse es notwendig macht, beschränkende Massnahmen, zeitlicher und räumlicher sowie auch funktioneller Art, zu treffen; darunter versteht sich auch die Festlegung einer Höchstgeschwindigkeit, Beschränkung des Gesamtgewichtes, der Einbahnverkehr etc. In Fällen, wo es sich um dauernde beschränkende Massnahmen handelt, steht den Interessenten innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, das Beschwerderecht an den Bundesrat zu. Zum Schluss mag zur mehreren Orientierung noch bemerkt werden, dass die in Art. 2 Abs. 2 dor kantonalen Verordnung für die Gemeindebehörde vorgesehene Möglichkeit zum Erlasse weiterer örtlicher Vorschriften sich auf die Anweisung von Parkierungs- und Stationierungsplätzen, sowie auf andere ortspolizeiliche Verkehrsmassnahmen bezieht. Handel u. Induifvie Kompositions-Schleifscheiben. Das feinste, in der Uhrenindustrie, bei feinmechanischen Arbeiten, in der Optik und Glasschleiferei angewandte Schleifmittel ist der Natursaphirstein.. Um in der Uhrenindustrie Präzisionsbestandteile auf Vioo mm auszuschleifen, werden ausserordentliche Anforderungen an eine Schleifscheibe gestellt. Nur wenige derartige Scheiben eignen sich für diesen Zweck. Gegenwärtig ist in den Durchmessern von 35—45 mm eine Kompositionsscheibe auf dem Markt, die wie Saphir den Härtegrad 8 aufweist und auch sonst die gleichen Eigenschaften besitzt wie Saphir. Als Schleifzusatz empfiehlt sich ein Gemisch von Terpentinöl und Vaselinöl. DKW Meisterklasse, 4 PL, Cabriolet Qross für Ihre Anspruchs Klein für Ihr Portemonnaie Fr. 3850.— Basel: Henri Hurter, Schanzenstrasse 7 Bern: P. Brand, Schwarztorstr. 104 Giornico: Luigi Maspero Luzern: dos. Lustenberger, Emmenbrücke Neukirch a./Thur: Hans Kradolfer Solothurn: Arnold Mauderli, Garage Solothurn Winterthur: A. Bosshard, Lindgarage Zug: Ferd. Elsener, Baarerstrasse Zürich: E. Lehmann, Hafnerstrasse 13 WEITERE RAYONVERTRETER GESUCHT! durch DKW-General-Vertretung: AUTROPA A. G. Jenatschstr. 3/5 ZÜRICH Tel. 58.886/7 Winterthur |Tösstalstrosse 29 j 4 AUTO-FIRMEN IN EINEM HAUSE WAGNEREI: K. Maier SPENGLEREI: E.Schleith LACKIEREREI: Th.Waibel SATTLEREI: P. Widmer Telephon 22.58 ausser Geschäfts« zeit 14.18 ., .bekannt für pünktr liehe und fachgemässe Ausführung jed. Arbeit Wasch- u. Reinigungs-Düsen för Auto und Wagen jeder Art, für Entfettung von Maschinenteilen bei Revisionen. 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