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E_1933_Zeitung_Nr.049

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8 AUTOMOBIL-REVUE

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No 49 II. Blatt BERN, 9. Juni 1933 N° 49 II. Blatt BERN, 9. Juni 1933 Tedin. Rundschau Der Bremsweg des Automobils In der Steigung und im Gefälle. Die Forderung grösstmöglicher Sicherheit im Motorfahrzeugverkehr konzentriert sich vornehmlich auf die Wirkungsweise der Bremsen. — Jede Bremsvorrichtung soll imstande sein, den Wagen auf kürzestem Wege zum Halten zu bringen. Diese behördliche Vorschrift betrifft zunächst einmal den Konstrukteur, der für jeden Motorwagentyp die Dimensionen der Bremse so zu entwerfen hat, dass sie der angeführten Forderung genügen. In gleicher Weise gilt die Vorschrift natürlich auch für den Fahrer, dem es obliegt, die Bremsen stets in ordnungsmässigem Zustand zu erhalten, so dass ihre. Wirkungsweise der Forderung nach bestmöglicher Verkehrssicherheit entspricht. Obwohl nun die gesetzliche Vorschrift bezüglich des Bremsweges in ihrer Fassung unbestimmt ist und daher oft zu Meinungsverschiedenheiten in ihrer Auslegung führt, lassen sich die kürzesten Bremswege, die bei ordnungsmässig instand befindlicher Bremse lediglich von der Wagengeschwindigkeit und dem Zustand der Fahrbahn abhängen, zahlenmässig festlegen. Auf solche Weise lassen sich Tabellen und Kurven aufstellen, aus denen die Bremswege bei den verschiedenen Geschwindigkeiten und Fahrbahnverhältnissen zu entnehmen sind. Dass dem Bremsweg bei der Verhandlung von Schadenprozessen vor Gericht eine ganz besondere Bedeutung zukommt, dürfte unseren Lesern bekannt sein. Richter, Sachverständige und Verteidiger greifen nach der natürlich die Wertung des Bremsweges ah sich keine Schwierigkeit, es ist jedoch leider zu wenig bekannt, in welchem Masse sich die Bremswege verändern und wie man vor Gericht diesen Bremswegen auf geneigter Strasse zu begegnen hat. Es dürfte klar sein, dass ein Wagen, der auf einer ansteigenden Strasse abgebremst wird, schneller zum Stehen kommt als auf ebener Strasse, dass sein Bremsweg im Gefälle länger ausfällt als in der Ebene. In welcher Weise sich hierbei die Bremswege zahlenmässig verändern, soll im folgenden erläutert werden. Vorausgesetzt sei, dass es sich um Fahrzeuge mit Vierradbremse handelt. Die ermittelten Werte sind jedoch auch für Wagen mit Zweiradbremse zu benutzen, nur sind sie dann mit einem Faktor, dem Quotienten aus Belastung der Hinterachse und Gesamtgewicht des Wagens, zu multiplizieren. Die an einem Automobil auf unebener Fahrbahn wirkenden Kräfte beim Bremsvorgang sind aus den beiden schematischen Skizzen 1 und 2 zu ersehen. Q ist das Gesamtgewicht des Wagens, a ist der Steigungs- bzw. Gefällewinkel, B ist die durch die Bremsen am Radumfang ausgeübte Bremsreibungskraft, die der Radbewegung entgegengesetzt gerichtet ist. Bezeichnet man die Verzögerung des Wagens mit p und die Konstante der Bremswegtabelle und stellen fest, ob die Wagengeschwindigkeit den Vorschriften ent-Erdbeschleunigung mit g (= 9,81), so ergibt sich nach dem Grundgesetz der Mechanik: Kraft •—• Masse mal Verzögerung B + Q . sin a = Q . p sprach, ob die Bremsen sich in ordnungsmässigem Zustand befanden, kurz, ob der er- -mittelte Bremsweg im gegebenen Fall als beoder entlastendes Moment zu werten ist. Solange sich nun alles auf ebener Fahrbahn abspielt, sind die Verhältnisse geklärt und an den verantwortlichen Stellen bekannt. Handelt es sich nun aber um Unfälle oder Zusammenstösse auf geneigter Strasse, also auf einer Steigung oder im Gefälle, so macht W89W Abb. 1 In dieser Formel gilt das + Zeichen für die Steigung und das — Zeichen für das Gefälle. Die bestmögliche Bremsreibungskraft hängt ab von der Beschaffenheit und der Art der Strasse und ist gleich dem Produkt aus der Reibungszahl u und dem Gesamtgewicht des Wagens multipliziert mit dem cos des Steigungswinkels. Wir erhalten also als Grenze der Reibungskraft B = n . Q . cos a. Setzen wir diesen Wert in die erstgenannte Formel ein, so erhalten wir als Endergebnis die Verzögerung p = g (ft. cos a + sin a), woraus sich der Bremsweg ergibt zu 2 . g (u cos a + sin a). Hierin ist v =• Geschwindigkeit in m/sek. Mit Hilfe dieser Formel lassen sich nun Tabellen bzw. Kurvenschaubilder aufstellen, aus denen die Bremswege auf Steigungen und Gefällen bei allen Geschwindigkeiten und Strassendecken zu ermitteln sind. Wir haben in den beiden Abbildungen 3 und 4 entsprechende Bremswegkurven für zwei Fahrbahnen mit den Reibungswerten ii•= 0,6 Abb. 2 entsprechend einer guten, trockenen Strasse (Abb. 3) und [x = 0,2 für eine schlüpfrige Strassendecke (Abb. 4) dargestellt. Die Steigungen bzw. Gefälle sind hier nicht in Winkelgraden angegeben, sondern wie üblich in Prozenten* 0 Prozent entspricht demnach einer ebenen Strasse. Die Kurvenschaubilder sind demnach für alle Fahrbahnneigungen zu benutzen. Die Kurven der Abbildung 4 für schlüpfrige Strassen sind ganz besonders aufschlussreich. Sie lassen erkennen, wie sie sich im Gefälle einer bestimmten Grenze asymptotisch nähern, einer Grenze, die bei 20 Prozent Gefälle erreicht ist. Das bedeutet, dass bei einem derartigen Gefälle, das absolut keine Seltenheit ist, die Bremswege bei allen Geschwindigkeiten unendlich gross werden. Das heisst also, dass auf schlüpfriger Strasse bei 20 Prozent Gefälle trotz bester Bremsen die Wagen nicht zum Halten zu bringen sind. — v> 20 r a s %6-efiüe Abb. 3 Diese Erkenntnis ist überaus wichtig, denn sie besagt, dass man schlüpfrige Strassen nur mit äasserster Vorsicht befahren darf. — Soll bei Unfällen auf solchen Strecken infolge Versagens der Bremsen (in Wirklichkeit versagen die Bremsen an sich nicht, nur ihre Wirkung wird durch äussere Umstände beeinträchtigt) dem Fahrer die Schuld beigemessen werden? Es ist dies eine Frage, deren Beantwortung bestimmt nicht leicht ist. Einige Beispiele mögen die Benutzung der Kurven noch erläutern: Auf trockener Strasse (Abb. 3) würde bei einer Steigung von 10 Prozent aus 60 km/St. Geschwindigkeit der mit gut instand befindlicher Vierradbremse zu erzielende Bremsweg zirka 20 Meter betragen. Bei gleicher Wirkung der Bremse würde auf ebener Strasse der Wagen aus 60 km/St. Geschwindigkeit nach zirka 24 Metern zum Stehen kommen. 10 Prozent Gefälle würden unter gleichen Umständen einen Bremsweg von zirka 28,5 m ergeben. Je grösser nun die Geschwindigkeiten sind, um so grösser werden die Bremswegunterschiede in Steigungen und Gefällen. In der Abbildung 4 sind die Kurven nur für Steigungen bis zu 15 Prozent gezeichnet, da ein Befahren stärkerer Steigungen bei schlüpfriger Strassenbeschaffenheit nicht möglich ist Wie die Kurven dieser Abbildung erkennen lassen, sind die Bremswegunterschiede recht erheblich. So finden wir beispielsweise bei 50 km/St. Geschwindigkeit auf 10 Prozent Steigung einen Bremsweg von zirka 32 m, bei 10 Prozent Gefälle einen solchen von fast 100 m gegenüber einem Bremsweg von zirka 48 m auf ebener Fahrbahn. Nur in geschulten Händen GRATIS.. sind Präzisionsmaschinen wirkungsvoll. 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