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E_1933_Zeitung_Nr.052

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N» 52 Automobilclubs de 1 Ouest de la France, dieses Rennen geschaffen zu haben, das die serienmässigen Wagen, wie sie auf jeder LandV strasse rollen, einer unerhört starken Beanspruchung aussetzt. Schon am frühen Morgen des vergangenen Samstags glich Le Mans einem riesigen Heerlager. Aus der näheren und weiteren Umgebung der durch das Rennen international bekanntgewordenen Stadt strömten unaufhaltsam die Zuschauer mit Bahnen, Autos, Motorrädern und Velos herbei. Punkt 4 Uhr nachmittags gab der Vizepräsident des kgl. englischen A.C. Lindsay Lloyd den 29 Konkurrenten den Start für das Rennen frei, das ununterbrochen bis Sonntag nachmittags 4 Uhr dauern sollte. Sofort nach dem Start übernahm der letztjährige Sieger dieses Monstre-Rennens, Raymond Sommer auf Alfa Romeo, der Co-Equipier von Nuvolari, die Führung, gefolgt von Chiron, Chinetti, Lewis, Moll, Prinz Nikolaus von Rumänien und Czaykowski. Schon die erste Runde begann mit unglaublichem Elan: Sommer erledigte sie mit dem Stundenmiftel von 136,8 km/St. Chiron auf Alfa Romeo arbeitete sich nach vorn und hatte bald zusammen mit Sommer die Verfolger hinter sich gelassen. Das Rennen, dem Zehntausende von Zuschauern beiwohnten, bekam immer schärferes Tempo. Schon die zweite Runde brachte Sommer mit dem Durchschnitt von 142,4 km hinter sich. Auf den Geraden pfiffen die Maschinen mit Schnelligkeiten von 200 km dahin. Chiron konnte diese Raserei nicht durchhalten und fiel wieder etwas zurück. Nach der zehnten Runde lag zwischen Sommer und ihm ein Abstand von 1 Minute und 55 Sekunden. Während der ganzen ersten Stunde fiel — in Le Mans eine Seltenheit — kein einziger Wagen aus. Die 13. Runde ergab dann den ersten Defekt, der zur Aufgabe zwang: Der Amilcar der Equipe Buquet-Globerna fiel aus. Kurz nachher hielt auch der Riley von Sebilleau-Delaroche endgültig bei den Boxen. Die 19. Runde brachte einen Rundenrekord von Sommer mit dem phantastischen Stundenmittel von 143,2. Nach 20 Runden lag Sommer mit einem Vorsprung von 2 Min. 46 Sek. vor Chiron. Während der 22, Runde ereilte Chiron eine geringfügige Panne, die ihn zu einem Halt bei den Boxen zwang. Dadurch verschoben sich die Positionen bei der Spitze. Die Mannschaft Chinetti-Varent auf Alfa Romeo hatte sich erfolgreich nach vorn geschwungen und mehrere Equipen überholt, so dass sie hin-- ter dem Paar Sommer-Nuvolari nun zweite wurde. Da die Konkurrenten nach 24 Runden zum ersten Male tanken durften, häuften sich nun die Halte bei den Boxen. Nach drei Stunden lagen Sommer-Nuvolari noch immer an erster Stelle, gefolgt von Chinetti-Varent, Lewis-Richards, Moll-Cloitre, Prinz von Rumänien-Cattaneo und Chiron-Cortese. Das Rennen begann nun langsam monoton zu werden. Nach 30 Runden hielt Sommer zum Tanken an und überliess 1 Nuvolari die Führung. Dieser begnügte sich vorläufig damit, einen bestimmten Durchschnitt zu halten, um den Vorsprung gegenüber Chinetti- Varent nicht zu verkleinern. Cortese löste nun seinen Co-Bquipier Chiron ab. Er griff mit einem Elan in den Kampf ein, der das Rennen sofort wieder dramatisch gestaltete. Die 49. Runde brachte er mit dem Durchschnitt von 144,1 km hinter sich. Um halb 10 Uhr abends wurden, nach Anordnung der Kommissäre, die Scheinwerfer entzündet. Damit begann wieder das einzigartige Schauspiel der mitten in der Nacht dahinrasenden Maschinen. Nach sechs Stunden lagen Sommer-Nuvolari mit 809,5 km noch immer an- der Spitze, als Zweite folgten Chinetti-Varent, als Dritte Lewis-Richards und als Vierte Chiron-Cortese. Chiron hatte den Alfa Romeo wieder übernommen und befand sich nun wieder in ganz grosser Form. Um 11 Uhr nachts begann der Regen wieder zu fallen. Moll-Cloitre mussten wegen eines Defektes an ihrer Beleuchtung ebenfalls aufgeben. Chiron näherte sich der Spitze immer mehr und überholte nacheinander Chinetti und Lewis. Um Mitternacht war Chiron wieder Zweiter, Nuvolari hatte ihm gegenüber noch einen Vorsprung von zwei Runden. Kurz nach 12 Uhr nachts fiel die Equipe Czaikowsky- Gaupillat (Bugatti) aus. Das Feld der Fahrer hatte sich somit schon erheblich reduziert. Zwischen Nuvolari und Chiron kam es nun zu einem erbitterten Kampf, der die vielen tausend Zuschauer, die auch in den kühlen Nachtstunden aushielten, stark interessierte. Um 4.25 Uhr des Sonntags hielt Nuvolari' bei den Boxen an und musste wegen einer Reparatur an der Brennstoffzuleitung 17 Minuten auf die Weiterfahrt verzichten. Chiron' kam durch diesen unerwarteten Zwischenfall nach vorne und übernahm die Führung des Rennens. Als Sommer wieder in den Kampf eingriff, war er nur noch Dritter, Vor ihm, lagen nun Chiron, Varent und Lewis. * Zwischen Chiron und Varent kam es zu einem scharfen Kampf; um 6 Uhr morgens lagen beide Alfa Romeo auf gleicher Höhe. Nuvolari holte das Letzte aus seiner Maschine und raste mit höchster Geschwindigkeit dahin, um wieder an die Spitze zukommen. Sekunde um Sekunde gewann er gegenüber dem Spitzenführer. morgens, als Nuvolari nur noch wenig hinter Chiron-Cortese war, ereignete sich die grosse Sensation des Rennens: Cortese kam mit seinem Alfa Romeo ins Schleudern, riss ein Vorderrad ab und verbog die Lenkung. Das Schicksal von Chiron-Cortese war damit besiegelt; sie mussten aus aussichtsreichster Position aufgeben. Sommer und Nuvolari kamen dadurch wieder an die Spitze und schienen den Sieg sicher zu besitzen. Um Mittag verringerte der Alfa Romeo sein Tempo. Ein ausserordentliches Pech suchte die Spitzenmannschaft noch in den letzten Stunden heim. Der Benzinbehälter war undicht geworden. Nuvolari musste wegen dieses Defektes mehrmals bei den Boxen anhalten und verlor "damit stark an Zeit. Um 2 Uhr nachmittags hatte er nur noch 30 Sekunden Vorsprung vor Chinetti. Die Frage war, ob der Alfa Romeo während den 24 Runden aushalten würde, bis er wieder tanken durfte. Glücklicherweise gelang dies, so dass die schlimmste Gefahr vorbei schien. Doch um 15.15 Uhr, 45 Minuten vor Schluss des Rennens, musste Nuvolari wegen des Benzintankdefektes wieder anhalten. Chinetti ging nun an die Spitze und bedrohte damit Nuvolari aufs stärkste. Dieser legte mit seinem Alfa Romeo mit ungeheurem Elan wieder los und versuchte das Letzte aus seinem defekten Wagen herauszuholen. Um 15.25 Uhr lag er noch mit 6 Sekunden hinter dem Ersten, um 15.30 Uhr hatte er Chinetti erreicht, währenddem dieser nun 1 Min. und 13 Sek. bei seiner Boxe anhielt. Nuvolari konnte mit seinem Alfa Romeo nicht mehr den Durchschnitt halten wie in der ersten Hälfte des Rennens und Chinetti konnte den Italiener rasch wieder einholen. 15.45 Uhr, 15 Minuten vor Schluss, lag er mit 43 Sek., 15.48 Uhr bloss noch 50 Meter hinter Nuvolari. Das Publikum erlebte in diesen letzten Minuten einen der grossartigsten Schlusskämpfe, die jemals ausgetragen wurden. Noch blieben zwei Runden zurückzulegen. Chinetti arbeitete sich mit ausserordentlichem Geschick nach vorne und konnte Nuvolari in der vorletzten Runde überholen. In der letzten Runde vollbrachte Nuvolari aber eine seiner grossen Leistungen, indem er im letzten Moment Chinetti wieder überholte und mit ein paar hundert Metern Vorsprung durchs Ziel schoss. Chinetti-Varent waren damit ehrenvolle Zweite, Lewis-Richards Dritte. Die Siegerequipe hatte gleichzeitig auch die 9. Coupe Biennale 1932/33 gewonnen. bo. Um 9.30 Uhr Die Resultate: Gesamtklassement: 1. Sommer-Nuvolari (Alfa- Romeo), 3144,033 km, Std.-Mittel 131 km/St, (gleichzeitig neuer 24-Stunden-Weltrekord) : 2. Chinetti-Varent (Alfa-Romeo). 3143,637 km; 3. Lewis-Richards (Alfa-Romeo), 3043,375 km; 4. Peacock-Von der Becke (Riley). 2581,522 km; 5. Driscoll-Hughes Aston-Martin). 2546,691 km; 6. Ford-Baumer (M.- G.). 2385,029 km; 7. Bertelli-Davis (Aston-Martin), 2352,255 km. Bergrennen Rheineck—Walzenhausen. Das Reglement. Wie bereits angekündigt, findet am kommenden Sonntag als dritter Lauf zur Schweiz. Automobilmeisterschaft das BergrennenRheineck-Walzenhausen-Lachen statt, das in gewohnter Weise von der Sektion St. Gallen des A.C.S. organisiert wird. Der Anlass wird wieder auf der schon in den früheren Jahren benützten Strecke ausgetragen. Der Start befindet sich beim Hecht, Rheineck, 410 m. ü. M., und das Ziel der 6,5 km langen Strecke beim Dorfeingang Lachen, 843 m ü. M. Die Höhendifferenz beträgt somit 433 m, die durchschnittliche Steigung 6,7% und die Maximalsteigung 11%. Zu den Rennen sind Touren-, Sport- und Rennwagen zugelassen, wobei die Touren- und Sportwagen in 5 und die Rennwagen in 6 Wertungsgruppen eingeteilt sind. Auf je 3 Fahrzeuge einer Wertungsgruppe entfällt ein Preis. Handelt es sich um einen solo gestarteten Fahrer, so wird diesem unter Berücksichtigung des Wertes seiner Leistung ein Preis zugeteilt. Im weitern sind für die beste Zeit des Tages, jeder Kategorie und für die bestklassierte Dame Speziaipreise vorgesehen. Die Nennungen sind bis zum 22. Juni, 18.00 Uhr, mit dem Nenngeld von Fr. 40.— an das Sekretariat der Sektion St. Gallen-Appenzell, Herr Erwin Bucher, Schützengasse 12, St. Gallen (Telephon 42.64) einzusenden. Der Nachnennungsschluss mit doppeltem Nenngeld ist auf Freitag, den 23. Juni, mittags 12.00 Uhr, festgesetzt. Das in der letzten Nummer angesagte Radfahrer-Bergrennen ist im übrigen wieder abgesagt worden. mb. BsLüvonSpeverkngVSinnfilr zhlkärmääenen dießinie"uniAnpääeuna an individudleWunscke. Prägen S& untere ttunden. Cärroteeriß worbhufen

N°52 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE Das Strassennetz der Gesellschaftswagen. (Schluss von Seit« 2.) \i. Luzern - Kriens. r ä|l5. Luzern-- Littau. w. Emmenbrücke - Eschenbach - Gelfingen - Bemwil - Seon - Hunzenschwil - Aarau. AI. Aarau - Frick. 48. Hunzenschwil - Wildegg. 49. Seon - Lenzburg. 60. Luzern - Gisikon - Oham - Zug - SMbrugg - Adliswil - Zürich. 51. Gisikon - Eschenbach. 62. Gisikon - Muri - Lenzburg - Wildegg . Brugg - Stilli (bis Strasse Baden - Koblenz). 63. Baden - Koblenz - Landesgrenze. 64. Gelfingen - ViJlmergen - Bremgarten - Schlieren - Industriestrasse. 65. Luzern - Arth - Schwyz - Brunnen. 56. Chain - Affoltern a. A. - Zürich. 67 Zug - Nidfurren - Ober-Aegeri. 58. Baar - Nidfurren - Menzingen. 59. Zürich - Bülach - Rafz - Landesgrenze und Landesgrenze - Schaffhausen. 60. Zürich - Brüttisellen - Kemptthal - Winterthur. 61. Abzweigung von der Strasse von Zürich nach Winterthur - Dübendorf - Fehraltori - Pfäffikon - Turbenthal . Münchwilen. 62. Hegnau - Uster - Hinwil - Rüti - Rapperswil. 63. Zürich - Forch - Esslingen. 64. Zürich - Meilen - Rapperswil - Uznach - Niederurnen - Glarus - Linthal. 65. Zürich - Wädenswil - Pfäffikon (Schwyz) - Niederurnen. 66. RaippeTSwil - Pfäffikon (Schwyz)-Biberbrücke- Einsiedeln. 67. Ziegelbrücke - Weesen. •yS3. Näfels - Mühlehorn. ~S3. Neuhausen - Neunkiroh - Trasadingen - Landesgrenze. 70. Neuhausen - Schleithekn - Landesgrenze. 71. Schaffhausen - Bargen - Landesgrenze. 72. Schaff hausen - Thayngen - Landesgrenze - (Gottmadingen). B 73. Thayngen - Höfen - Landesgrenze. 74. Schaffhausen - Burg - Kreuzungen - Station AHnau - Romanshorn - Rorschach. 75. Stein a. Rh. - Station Rarnsen - Landesgrenze - (Singen).' 76. Station Sohlatt - Neunfom - Frauenfeld. 77. Schauffhausen - Andelfingen - Winterthnr. 78. Andelfingen - Unt. Stammheim - Stein a. Rh. 79. Winterthur - Turbenthal. 80. Winterthur - Frauentfeld * WeinieWen » Am- •t\ riswil - Romanshorn. l. Frauenfeld - Plyn - Tägerwilen - Landesgrenze- (Konstanz). 82. Pfyn - Steckborn. 83. Winterthur - Aadorf - Wängi - "Wil « Oberbüren - Gossau (St. G.) - St. Gallen. 84. Frauenfeld - Wängi. 85. Wil - Äff eltrangen - Märstetten - Wäldi. 86. Wil - Oberuzwil - Gossau (St. G.). 87. Wil - Liohtensteig - Wattwil - Nesslau - Garns - Buchs - Landesgrenze » (Feldkiroh). 88. Garns - Haag. 89. Landesgrenze - Kreuzungen « Sulgen * Bischofszell - Gossau (St. G.) - Herisau. 90. Kronbühl - Amriswil - Kesswil. 91. St. Gallen - Roggwil - Arbon. 92.. St. Gallen - Rorschach - St. Margreihen - Altstätten - Haag - Buchs > Sargans » Ragaz - Landquart - Chur. 93. Sargans - Waillenstadt. 94. St. Margrethen - Rheinstrasse » Landesgrenze • (Bregenz). 95. St. Gallen - Eggersriet - Heiden - Berneck - Au. 96. St. Gallen - Trogen. 97. St. Gallen - Teufen . Gais. 98. Winkeln - Herisau - Waldstatt - Sohönengrundf> Lichtensteig. . Waldstatt - Hundwil - Teufen - Trogen - Heiden - Rheineck. 100. Waldstatt - Urnäsch Appenzell - Gais - Altstätten. 101. Hundwil » Appenzell. 102. Wattwil - Ricken - Eschenbach - Rapperswil. 103. Ricken - Gommiswald - Kaltbrunnjj j 104. Gommiswald - Uznach. 105. Ragaz - Maienfeld - Landcpiart. 106. Ghiasso - Lugano - Monte Ceneri - Bellinzona - Biasca - Gottherd (Hospiz). 107. Lugano - Sorengo - Ponte Tresa, 108. Bellinzona - Locarno. Das aargauische Strassenbauprogramm für 1933. Dem Grossen Rat des Kantons Aargau unterbreitete der Regierungsrat den Voranschlag für den Strassenausbau im Jahre 1933. Das Bauprogramm sieht eine Gesamtkostensumme von 8,311,000. Fr. vor und umfasst Strassenausbesserungen verschiedener Art auf folgenden Strassenzüigen : Murgental - Spreitenbach, Hunzenschwil - Brugg- Zurzach, Baden - Brugg - Kaäseraugst, Stein - Laufenburg - Felsenau - Koblenz, Aarau - Frick, Aarau - Schottland - Kantonsgrenze, Aarau - Menziken, Aarau - Rupperswil - Wildegg, Aarau - Buchs - Hunzenschwil - Aarburg - Rothrist, Windisch - Othmarsingen - Muri - Sins, Hausen - Hellingen - Bremgarten - Sins - Kantonsgrenze, Baden - Schneisingen - Kaiserstuhl, Ennetbaden - Würenlingen - Koblenz, Kaiserstuhl - Koblenz, Bremgarten - Mütschellen - Dietikon - Kantonsgrenze, Lenzburg - Wildegg - Auenstein, Zofinigen - Vordemwald - Kantonsgrenze, St. Urban, Villmergen - Sarmenstorf - Kantonsgrenze, Reinach - Beinwil - Kantonsgrenze, Rupperswil - Schafisheim - Seon, Meisterschwaaden - Seengen - Boniswil und Schottland - Unterkulm. Der Kostenvoranschlag betrifft Landstrassen im Betrag© von 7,579,000 Fr, und Ortsverbindungsstrassen im Betrage von 732,000 Fr. Zu den aufgezählten Strassenverbesserungen kommen dann noch die Bauarbeiten, die aus ordentlichen Staatsmitteln bestritten werden. Zum Vergleiche sei beigefügt, dass der Kanton Aargau im Jahre 1932 insgesamt 5,339,447 Fr. für den Strassenbau ausgab, und zwar 4,815,502 Fr. für Landstrassen und 523,945 Fr. für Ortsverbindungsstrassen. lt. Die waadtländische 10-Millionen-Anleihe und die Verkehrsverbände. Die beiden grossen schweizerischen Automobilistenverbände, der A.C.S. und der T.C.S., übersandten der Regierung des Kantons Waadt nach der Annahme des 10-Millionen-Strassenanleihens durch das Volk ein Gratulationsschreiben, worin sie die waadtländischen Behörden zum hervorragenden Erfolg, der aus ihrer Initiative entsprang, beglückwünschten. Es wird in den beiden Schreiben darauf hingewiesen, dass sich der Kanton Waadt im Strassenbau in der vordersten Front der Kantone bewege, und so ein Strassennetz schaffe, das sich für den Verkehr wie für den Tourismus in günstigem Sinne auswirken werden. Wir werden auf die beiden Schreiben zurückkommen. go. Ideenwettbewerb für Projekte für den Um bau von Plätzen in Zürich. Die Sektion Zürich des A.C.S. hatte im Bestreben, die Neugestaltung der wichtigern Verkehrsplätze der Stadt Zürich zu fördern, einen Ideenwettbewerb für solche Projekte für folgende sieben Plätze: Bellevueplatz, Bürkliplatz, Escher- Wyssplatz, Klusplatz, Kreuzplatz, Heimplatz und Römerhofplatz anfangs 1933 ausgeschrieben und hiefür eine Preissumme von Fr. 2450.— ausgesetzt. Dieser Wettbewerb hat bei den Zürcher Architekten und Ingenieuren guten Anklang gefunden, wurden doch nicht weniger als 139 Projekte zur Beurteilung eingereicht, die von einer Jury, bestehend aus den Herren Heinr. Hürlimann, M. Gassmann-Hanimann, E. Amman, C. Jegher und K. Fiedler, vorgenommen worden ist. In fünf Sitzungen wurden die 139 Projekte eingehend geprüft, wobei für die Beurteilung folgende Richtlinien massgebend waren: Klare Lösungen, einwandfreie, flüssige Verkehrsführung, tunlichste Vermeidung gefährlicher, überlasteter Kreuzungspunkte, Vermeidung zu vieler Schutzinseln, genügende Fahrbahnbreiten, gute Kürvenführung, ausreichende Parkierungsmöglichkeiten, gute Leitung und ausreichender Schutz des Fussgängerverkehrs, nicht zu komplizierte aber betriebstechnisch günstige Geleiseanlagen der Strassenbahn. Für jeden Platz wurde vorerst abgeklärt, ob eine provisorische oder eine endgültige Lösung in Betracht kommt und ob diese in den nächsten Jahren ausführbar sei, unter Festlegung des finanziell Tragbaren. Die Beurteilung der Projekte ergab fol-; gende Resultate: Bellevueplatz: 1. Preis: H. Peter, Arch.,. Zürich; 2. Preis: H. Verseil, Ing., Zürich; 3. Preis: G. Gasteyger, Kaufmann, Zürich. Bürkliplatz: 1 Preis; A. Frick, In?., Zürich; 2. Preis: E. Streift, Arch., Zürich; 3. Preis: G. Gasteyger, Kaufmann, Zürich. Escher-Wyss-Platz: 1.. Preis: .-B. Ammann, Arch., Höngg; 2. Preis: E. Streiff, Aroh., Zürich; Preis: H. Meyer, Arch., Oerliion. Heimplatz: 1. Preis: A. Frick, Ing., Züriph; 2. Preis: E. Fritz, Gartenarch., Zürich; 3. Preis: E. Zuppinger, Arch., Zürich. Klusplatz: 1. Preis: A. Frick, Ing., Zürich; 2. Preis: H. Peter, Arch., Zürich; 3. Preis: Ö. Honegger, Arch., Zürich. Kreuzplatz: 1. Preis: H. Verseil, lag., Zürich; 2. Preis: Frl. Dr. Weidenmann, Winterthur und Frau Dr. Eder, Zürich; 3. Preis: E. Fritz. Gartenarchitekt, Zürich. Römerhof platz: 1. Preis: C. Gasteyger, Kaufmann, Zürich; 2. Preis: F. Bcesch, Ing., Zürich; 3. Preis: E. Fxitz, Gartenarch., Zürich. Jeder erste Preis beträgt Fr. 200.—, der zweite Fr. 100.—, der dritte Fr. 50.—. Sämtliche 139 Projekte werden vom 1. bis 9. Juli im Clublokal der Sektion Zürich des A.p.S., Waisenhausstrasse 2, Zürich, jeweils von 8 bis 21 Uhr ausgestellt. Nachher werden die Entwürfe den städtischen Behörden zur Verfügung gestellt, die bereits ihr Interesse hiefür bekündet haben. Wenn auch diese Platztimbauten im laufenden und nächsten Jahr aus finanziellen Erwägungen nicht zur Ausführung in Betracht kommen, so ist mit diesem sehr verdienstlichen Wettbewerb doch weiten Kreisen Gelegenheit geboten worden, neue Vorschläge auszuarbeiten, so dass für die spätem Platzneugestaltungen wertvolle Anhaltspunkte geliefert werden dürften. Es bleibt in Zürich hinsichtlich Strassen- und Platzumbauten noch sehr viel zu tun, und wenn mit solchen Wettbewerben tatkräftig hiebei mitgeholfen werden konnte und neue Gesichtspunkte in den Vordergrund gestellt wurden, so dürfte damit das gesteckte Ziel vollauf erreicht sein. V Lärmbekämpfung in deutschen Kurorten. Die Kommission zur Vorbereitung einer hupfreien Woche im Harz beschloss in einer Besprechung, den ganzen Harz zu bearbeiten und 3 hupfreie Wochen währenddes kommenden Sommers zu veranstalten, und zwar im Juni, Juli und August. Die erste.soll vom 19. bis 25. Juni stattfinden im Raum Bad fiarzburg-Braun!age-Schierke, während die folgenden Wochen unter der Bezeichnung « Lärmbekämpfung J in andern Teilen des Harzes veranstaltet werden sollen. ap. Verantwortliche Redaktion Dr. A. Büchl. W. Mathys (abwesend). — H. Labhart Telephon der Redaktion: 28.222 (Hallwas). Außerhalb der Geschäftszeit: 23.295. Redaktion für die Ostschweiz: Dr. A. Büchi. Sprechstunden nach Vereinbarung mit' dei Geschäftsstelle Zürich (Löwenstr. 51. Tel. 39.743). Ein Wagen der Minerva-Qualität, welcher den Weltruf von Minerva bewirkt hat und der sehr lange seinen Wert behält. Widerstandsfähig, geschmeidig und geräuschlos, dazu elegant und komfortabel, dieses Modell hat auf verschiedenen internationalen Andere Modelle 5- und 7p]ätzig von 15, 20 und 34 PS. Schweizerische Fabrikfiliale, Utoquai 29, Zürich, Tel. 27.083 eckelhaft, dieser Lastwagen — von Rechtsfahren keine Spur — wann wird man da vorfahren können — jetzt ist die Strasse etwas breiter — Gas geben — doch oh weh! — da kommt uns jo ei« Wagen entgegen — es reicht nrcht reehr — stoppen — möglichst rechts fahren — der Lastwagen hat die linke Flanke eingedrückt — Splitter wirbeln — zerreissen uns Gesicht- und Hände — sonst sind wir mit dem Schreck davongekommen ... Entrinnen Sie also der grössten Gefahr — umgeben Sie Hd»