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E_1933_Zeitung_Nr.056

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stellten Normalien und

stellten Normalien und 'den von Herrn Kantonsingenieur Blumer (Glarus) gegebenen Richtlinien erfolgen. Eine Hauptschwierigkeit für die Ausführung des obgenannten Programmes liegt in der Finanzierung desselben. Bei allseitig gutem Willen sollte aber auch dies doch in absehbarer Zeit möglich sein. Nicht zu vergessen ist, dass es sich bei diesem grosszügigen Ausbauprogramm nicht um eine kantonale Angelegenheit handelt, sondern, das* wichtige, gesamtschweizerisch© Interessen dabei im Spiele sind. Deshalb ist ohne Bundeshilfe die Ausführung des Programmes auch nicht möglich. Es ist aber zu erwarten, dass, um die Ausführung zu ermöglichen, einige andere Kantone mit ihren Wünschen etwas zurücktreten. Die Verwirklichung dieses grosszügigen Ausbauprojektes der Alpenstrassen verschafft Ungezählten wieder Arbeitsmöglichkeiten. In erster Linie ist es praktische Unterstützung unserer Bergbevölkerung. Gerade diese Leute eignen sich vorzüglich als Arbeiter beim Bau von Alpenstrassen, da sie an die rauhe Witterung und an die besondern Gebirgsverhältnisse gewöhnt sind. Nebenbei werden aber auch noch eine grosse Menge Arbeitsloser aus andern Gebieten zur Mitarbeit herbeigezogen werden. Es sei noch darauf hingewiesen, dass das grosszügige Alpenstrassenausbauprojekt auch vorsieht, dass mindestens ein Nord-Süd- Strassenzug ganzjährig befahrbar sei. Lr. Wimpern: «Dann haben Sie damals wohl aus Eifersucht gehandelt?» «Wann?» «Als Sie Ihren Bruder hier unmöglich machten!» «So kann man es denn doch wohl nicht nennen.» «Ich weiss es ja nicht, ich spreche nur nach, was meine Mutter sagt.» Georg biss die Zähne zusammen. Musste er denn immer und ewig diese Schurkerei seines Bruders auf seinem Konto mitführen? Was für eine verkehrte Umstellung von Schuld und Sühne! «Wenn man hier so über mich denkt, dann ist es wohl das beste für mich, gleich wieder abzureisen,» sagte er dumpf. «Aber nein, das geht doch nicht, ohne Mama gesehen zu haben. Meine Mutter kommt heute gegen Abend zurück, da wird sie freilich müde sein. Aber hören Sie, kommen Sie morgen nachmittag zum Tee zu uns, gegen fünf Uhr. Wahrscheinlich ist Ot — Herr Wermstedt auch hier, er kommt wöchentlich zweimal von München auf seinem Motorrad, man fährt ja kaum zwei Stunden. Aber nein — ich irre mich, der kommt erst übermorgen.» «Vielleicht erlauben Sie, dass ich dann auch erst übermorgen komme?» «Aber selbstverständlich, wie es Ihnen passt!» «Ich möchte nämlich auch einmal Ihren Herrn Bräutigam wiedersehen,» sagte Georg und wunderte sich, dass bei dieser Eröffnung Annis Gesicht einen nachdenklichen Zug bekam, «inzwischen habe ich auch in München zu tun.» «Also dann auf übermorgen,» sagte Anni und winkte ihm freundlicher zu als bei seinem Kommen... Georg erwischte noch den Eilzug, der nur in Rosenheim ein paar Minuten Aufenthalt hatte. Während er auf dieser Station über sein Buch hinaus durch die Fensterscheibe sah und gelangweilt die Reisenden, die hier auf verschiedenen Geleisen aus und ein stiegen, betrachtete, fiel ihm eine. Gestalt auf, die ihm bekannt vorkam. Ein älterer Herr, der mit einem mittelgrossen Koffer und einer Handtasche aus dem von München einlaufenden D-Zug gestiegen war und nun eilig trippelnd in einen Personenzug umstieg, der eben die Strecke zurückfuhr, die Georg gekommen war. Nach den herabhängenden Schultern und dem wiegenden Gang zu urteilen, musste es Herr Plath sein. Indessen konnte Georg, dessen Zug sich schon wieder in Bewegung setzte, nicht Gewissheit darüber erlangen. Sollte Plath auch Käthe besuchen wollen? Er blickte nachdenklich zum Fenster hinaus und musste an ein Gedicht Lenaus denken, der über einer schönen Landschaft immer im Hintergrund den «stillen Geier» schweben sah. In München sah Georg die Wohnungsangebote seines Agenten durch. Ein schönes Haus in S^ttgart wurde noch übertroffen durch ein Münchener Angebot. Zufällig war in der Prinzregentenstrasse gegenüber dem Englischen Garten eine Zwölfzimmerwohnung frei geworden, die allerdings nur gegen ein hohes Abstandsgeld — und erhebliche Miete zu haben war. Georg besichtigte sie sogleich und fand sie sehr geeignet für zwei Parteien, zumal wenn eine Tür verkleidet Wurde, was nach Rücksprache mit dem Wirt keine Schwierigkeiten machte. Er mietete die Wohnung, beriet am nächsten Tage mit einem Innenarchitekten die Einrichtung und besuchte mit ihm einige Geschäftshäuser. Als er am Tage darauf gegen fünf Uhr zu Käthe kam, traf er sie allein. Das junge Paar hatte eine Schneeschuhpartie in die Umgegend unternommen, wurde aber bald zurückerwartet. Käthe • empfing ihn noch förmlicher als das erstemal, so dass Georg ganz bestürzt war und nicht sogleich das rechte Wort fand. Käthe beendete die. so entstandene Pause durch die Mitteilung, dass gestern Herr Plath bei ihr gewesen sei, von dem sie ja schon früher gesprochen. «Sie erinnern sich?» «Gewiss. Der Barnum in der Westentasche.» «Herr Plath wollte bestimmt wissen, dass Georg im Februar nach Deutschland herübergekommen ist.» «Unmöglich!» «Das sagte ich ihm auch. Aber er bestand darauf. Er wollte in den Passagierlisten und in den Bremer Hotels nachforschen, hatte aber die merkwürdige Idee gehabt, zuerst bei mir anzufragen, ob ich von Georgs Anwesenheit in Deutschland wüsste.» «Ein merkwürdiger Eifer!» lachte Georg und fuhr sich mit der Hand über die Stirne. «Der Eifer ist vielleicht dadurch zu erklären, dass er mit Georg sehr befreundet ist —» «So? Wirklich?» «Sie hatten sich auch zusammen photographieren lassen.» «Wahrscheinlich auf einem Gruppenbild, nach Entlassung aus dem Gefangenenlager?» «Richtig! Woher wissen Sie das?» «Mein Gott, ich dachte es mir, das ist doch naheliegend! Hatte er das Bild bei sich?» «Nein, leider hatte er es drüben gelassen, wollte es sich aber schicken lassen. Uebrigens — er sagte im Laufe des Gesprächs, Georg habe ihn für den Fall seines Todes als Erben eingesetzt!» «Was?» Georg vergass sich und schrie das Wort heraus, besann sich indessen sogleich wieder und fuhr ruhiger fort: « Das. glaube ich nimmermehr!» Käthe sah ihn betroffen mit kalten Augen an. Er empfand ihren Blick wie eine Zurechtweisung und errötete. Käthe bemerkte es nicht ohne Verwunderung. Dies Erröten hätte sie Richard Nicola gar nicht zugetraut. (Fortsetzung folgt.) Der Autler-Feierabend dieser Woche wird mit Rücksicht auf die umfangreiche Beilage vom vergangenen Freitag der nächsten Nummer vom 7. Juli beigegeben.

N°56 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Die Rennen des Wochenendes Grosser Preis der Marne. Sieg von Etancelin auf Alfa Romeo. Der Grosse Preis der Marne wurde am letzten Sonntag bei schönstem Sommerwetter und vor gewaltigen Zuschauermengen auf der bekannten Rundstrecke von Reims über 500 km ausgetragen. Sechzehn Fahrer nahmen am frühen Nachmittag den Start zu dem Rennen, das inoffiziell als Revanchelauf für den Grossen Preis von Frankreich galt. Die erste Runde wurde von Lehoux (Bugatti), Nuvolari, Moll und Wimille auf Alfa Romeo angeführt, doch schon nach kurzer Zeit überholte Nuvolari den Bugattifahrer. Das Tempo des*Rennens stieg von Runde zu Runde. Mit einem Durchschnitt von 150 km/St, legte Nuvolari los. Hinter dem Italiener lagen dicht aufgeschlossen Lehoux, Campari und Etancelin. * Campari verbesserte seine Lage immer mehr und rückte gegen die Spitze vor. Das Publikum erlebte so einen an dramatischen Abwechslungen reichen Kampf zwischen den beiden Italienern. Doch das Duell währte nicht allzulange, denn schon nach 10 Runden hielt der Maserati bei den Boxen, und die Lautsprecher verkündeten, dass Campari durch einen Stein in einem Auge getroffen worden sei und ausscheide. Auch Felix auf Alfa Romeo und Jellen auf Alfa Romeo mussten frühzeitig aufgeben. Nuvolari lag noch immer an der Spitze und fuhr mit grösster Regelmässigkeit. Etancelin war an Lehoux vorbei an die zweite Stelle vorgerückt. Alles deutete nun auf einen grossen Kampf zwischen Nuvolari und dem Franzosen Etancelin hin. In der 21. Runde hielt Nuvolari bei ^er Boxe, so dass Etancelin und Wimille an die Spitze vorgehen konnten. Nuvolari verlor eine ganze Runde; doch mit Elan griff er wieder ein, um aus dem Rennen noch soviel als möglich herauszuholen. Nach 25 Runden lag Etancelin mit 145,8 km/St. Durchschnitt an erster Stelle. Er wurde von Moll auf Alfa Romeo als Zweitem, Wimille als Drittem und Nuvolari als Viertem gefolgt. Die Ausfälle häuften sich immer mehr. Schon in der ersten Hälfte des Rennens musste auch der Schweizer Villars auf Alfa Romeo wegen Defekt des Oelreservoirs aufgeben, später fielen auch noch Braillard und Baron von Waldthausen aus. Nuvolari fuhr ein sehr schnelles Rennen und hatte bald Wimille hinter sich gebracht und wieder den 3. Platz erreicht. Immer mehr schien es, als ob es dem Italiener gelingen würde, trotz seinem starken Rückstand wieder voll aufzuholen. Lehoux wurde ebenfalls ein Opfer der schwierigen Strecke und gab auf. Plötzlich verkündeten die Lautsprecher den Bruch der Hinterachsbrücke von Nuvolaris Alfa Romeo, der ihn zur Aufgabe zwang und dadurch den Kampf entscheidend änderte. Nun lag Etancelin an der Spitze und schien den verdienten Sieg sicher zu besitzen. Doch auch ihn ereilte noch das Pech: bei der Boxe musste er ein Hinterrad wechseln. Dadurch wurde nun Moll Erster. Allein Etancelin kämpfte mit ungeheurer Vehemenz, um den fast verlorenen Sieg doch noch zu erhalten, und in der zweitletzten Runde gelang es ihm tatsächlich, Moll zu überholen. Er erledigte die zwei letzten Runden mit phantastischer Draufgängerei und ging als verdienter Sieger des an dramatischen Abwechslungen reichen Rennens durchs Ziel. Wimille wurde mit nur knappem Abstand Zweiter, während der als Dritter eingetroffene Moll wegen Verstosses gegen das Reglement deklassiert wurde. Etancelin, der den Wanderpreis des A. C. der Champagne in den Jahren 1927 und 1929 gewonnen hatte, wurde endgültiger Besitzer der Trophäe. Die Resultate: 1. Etanoelin (Alfa Romeo), 2:45:12,4 (Stundenmittel 144,955 km); 2. Wimille (Alfa Romeo), 2:45: 12,6; 3. Sommer (Alfa Romeo), 3 Runden; 4. Straight (Maserati), 6 Runden. 24-Stunden-Rennen von Spa. Endlich Chiron. Das 24-Stunden-Rennen von Spa, das am letzten Samstag und Sonntag auf der Strecke Francorchamps-Malmedy-Stavelot ausgetragen wurde, ging mit dem eindrucksvollen Sieg der Equipe Chiron-Chinetti zu Ende. Damit hat endlich die Pechsträhne des sympathischen Südfranzosen gerissen, und es steht zu hoffen, dass er nun auch in Zukunft wieder mehr vom Glück begünstigt sein wird. Dem Starter stellten sich am Samstag nachmittag um 4 Uhr insgesamt 32 Fahrer bereit, die sich auf 4 Kategorien verteilten. Das Wetter begünstigte die Veranstaltung ausserordentlich. Tribünen und Zuschauerplätze waren denn auch äusserst dicht besetzt. Nach der ersten Runde führte der Alfa Romeo der Eauipe Sommer-Stoffel, dem die beiden Alfa Romeo der Mannschaften Chiron-Chinetti und Brivio-Siena nachfolgten. Der Kampf setzte gleich mit aller Heftigkeit ein, und schon bald hatten die Spitzenleute gegenüber dem hinteren Feld mehrere Kilometer Vorsprung. Die 2. Runde wurde von Chiron mit der neuen Rekordzeit von 128,3 km/St, zurückgelegt. Schon lag Chiron an der Spitze, gefolgt von Sommer und Siena. Nach kurzer Zeit schon ereigneten sich die ersten Ausfälle. Auch die Schweizer Equipe Grosch-Humblet hatte Pech und musste mit ihrem Alfa Romeo bald aufgeben. Nach der 1. Stunde führte Chiron mit einem Stundenmittel von 127,2 km/St. Der Südfranzose fuhr ein blendendes Rennen und erzielte nacheinander mehrere neue Streckenrekorde. Zuerst notierte er 6 Min. 57 Sek.. dann 6 Min. 53 Sek., kurz darauf 6 Min. 48 Sek. und schliesslich 6 Min. 47 Sek. (Stundenmittel: 131,79 km/St.). Die Situation des Rennens änderte sich, als die Mannschaft Chiron-Chinetti wegen einer Reparatur 2 Runden verlor. Nun gingen die letztjährigen Sieger Siena-Brivio an die Spitze vor, gefolgt von Sommer-Stoffel. Chiron hatte neuerdings Pech und musste, nachdem er wieder weitergefahren war, nochmals anhalten. Er griff dann mit ausserordentlicher Entschlossenheit wieder ins Rennen ein und schraubte den Rundenrekord sogar auf 6 Min. 45 Sek. herab (Stundenmittel: 132,4 km/St.). Um 10 Uhr abends lagen schon zahlreiche Wagen ausser Gefecht. Ohne Schaden zu nehmen, waren die Equipen Gilbert-Robail (Rally) und Ferbeck-Danne auf Perle gestürzt. Siena führte noch immer vor Sommer und Chiron. Fast während der ganzen Nacht kämpften die Mannschaften Sommer-Stoffel, Chiron-Chinetti und Brivio-Siena um die Spitze. Abwechslungsweise ging bald die, bald jene Equipe nach vorn. In den frühen Morgenstunden wurde der Kampf auf Sommer-Stoffel und Chiron-Chinetti reduziert, weil die italienische Mannschaft wegen einer Panne ausscheiden musste. Während den restlichen Nachtstunden behaupteten Sommer- Stoffel stets die Spitze. Um 8 Uhr morgens verliess Sommer seinen Partner, um mit dem Flugzeug nach Reims zu eilen und am dortigen Grossen Marne-Preis zu starten. Stoffel konnte auch weiterhin bis zur zweitletzten Stunde die Führung beibehalten. Die Equipe Chiron-Chinetti hatte am Vormittag noch grosse Schwierigkeiten wegen eines grösseren Defektes, konnte aber sehr schnell reparieren und verloren somit nicht zuviel Terrain. Chiron vermochte Stoffel noch einzuholen, und beendete den Kampf als Sieger. Chiron-Chinetti haben im übrigen mit dem Stundenmittel von 116,9 km/St, einen neuen Rekord für das 24-Stunden-Rennen von Spa aufgestellt. Das Klassement des belgischen Rennens sieht keine Gesamtbewertting vor, so dass wir im nachfolgenden die Klassenresultate publizieren. Klasse über 4 Liter: 1. Narischkine-Trixi (Graham), 2235 km (Stundenmittel 93,125 km). — Klasse bis 4 Liter: 1. Desvignes-Mongin (Bugatti), 2431,309 km (Stundenmittel 111,356 km); 2. Orban-Coilon (Bugatti); 3. Matozza-Meert (AlfaRomeo). — Klasse bis 3 Liter: 1. Chiron-Chinetti (Alfa Romeo), 2806,423 km (Stundenmittel 116,934 km), neuer Rekord); 2. Sommer-Stoffel (Alfa Romeo), 2797,460 km (116,551 km); 3. Greeve-Thellusson (Alfa Romeo), 2695,819 km. — Klasse bis 2 Liter: 1. Jockens- Grissay und Le Corate-Salmson (beide auf F.N.), 2151,657 km; 3. George-Mathot (F.N.). — Klasse bis 1100 ccm: 1. Duray-de Gavardie (Amilcar), 2090,721 km (97,113 km/St); 2. Treunet-Manuel (B. N.C.), 2071,1 km; 3. Alin freres (B.N.C.). Das internationale Gaisbergrennen. Neue absolute Bestzeit von Trossi au! Alfa Romeo. — Schöne Erfolge von Schölten (Bugatti) und Rüesch (Alfa Romeo). Zum 5. Male wurde am letzten Sonntag auf der ausgezeichneten Gaisbergstrasse über eine Strecke von 11,9 km. das 5. Internat. Gaisbergrennen ausgetragen. Trotz des Ausbleibens aller deutschen Konkurrenten verzeichnete das Rennen einen grossen Nennungserfolg, vor allem durch starke italienische und schweizerische Beteiligung. Die vielen Regenfälle der Vortage hatten das Training äusserst beeinträchtigt und versprachen für den Haupttag nicht viel Gutes. Der Sonntag Hess sich jedoch wider Erwarten günstig an und setzte der langen Regenflut ein Ende. Das Resultat war die Aufstellung von 10 neuen Klassenrekorden und einem neuen absoluten Streckenrekord. Der Veranstaltung kam in Oesterreich ausserordentlich grosses Interesse zu, sodass die gesamte Strecke vom Start bis zum Ziel auf der 1270 m hohen Gaisbergspitze mit grossen Zuschauermassen besäumt war. Das Rennen zeigte interessante Kämpfe und bot teilweise ganz grossen Sport. Eine lokale Angelegenheit blieb der Tourenwagenlauf, der lediglich von österreichischen Amateurfahrern bestritten wurde. Schon viel mehr In- Sie dürfen deshalb „Titanic« (in Frankreich unter dem Kamen „Titanol' 1 vertrieben) rahig für Ihren Motor verwenden. Es enthält keine Substanzen, welche irgend einen Motorenteil angreifen könnten. 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Berrone auf Maserati Erste wurden, holte sich der Berner Schölten auf Bugatti nach ausgezeichneter Fahrt den Sieg der Klasse 2000 ccm., gleichzeitig stellte er mit der vorzüglichen Zeit von 8 Min. 45 37/100 Sek. auch einen Klassenrekord auf. Der Erfolg des Schweizers ist um so erfreulicher, als er bis jetzt mit seinem neuen Bugatti mehrmals Pech hatte. Eine schöne Leistung vollbrachte der Italiener Tadini auf Alfa Romeo, der in der Klasse bis 3000 ccm die beste Zeit der Sportwagen mit 8 Min. 11 90/100 Sek. fuhr und damit gleichzeitig auch einen neuen Klassenrekord etablierte. Immerhin kam der Schweizer Rüesch auf Alfa Romeo mit einem Abstand von nur 17 Sek. an den ehrenvollen zweiten Platz zu liegen. Die Klasse bis 5000 ccm konnte der ausgezeichnete Sportwagenfahrer Strazza auf Lancia für sich gewinnen. Der Höhepunkt der Veranstaltung, der Kampf der Rennwagen, Hess ebenfalls einige vorzügliche schweizerische und italienische Fahrer zusammentreffen. Das Publikum ging bald mit grösstem Interesse mit und sah dem Start der aussichtsreichsten Fahrer mit fieberhafter Spannung entgegen. Sehr gut hielt sich in der kleinen Klasse der Italiener Landi auf Maserati. Mit der Zeit von 8 Min. 36 98 / 100 Sek. warf er den alten Klassenrekord über den Haufen. Zu ganz grosser Form lief der Zürcher Rüesch auf Alfa Romeo bei den Rennwagen auf. Wiederum bewies er, dass er zu den grössten Hoffnungen des Schweiz. Autosportes zählt. Mit der vorzüglichen Zeit von 8 Min. 24 18 / 100 Sek. wurde er Erster der Klasse 1500 ccm und schlug damit auch den alten Rekord, den übrigens der Zürcher Täuber innehatte. Aeusserst scharf umstritten war das Rennen der Klasse bis 2000 ccm, in dem Maag von neuem seine ausserordentliche Fahrkunst zeigte. Wohl wurde der Italiener Romano auf Bugatti Erster, doch kam Maag mir um 85 /ioo Sek. hinter ihn an den 2. Platz; praktisch war seine Leistung demnach wohl so gut wie die des Siegers. In der grossen Klasse trafen als die schärfsten Gegner der Schweizer Hans Stuber auf Bugatti und die Italiener Trossi auf Alfa Romeo und Premoli auf der Spezialkonstruktion M.B.P. zusammen. Stuber hinterliess schon im Training einen ausgezeichneten Eindruck und versprach ein ganz grosses Rennen. Er schlug mit der Zeit von 7 Min. 55 Sek. 84 / 100 die letztjährige Bestzeit von Caracciola auf Alfa Romeo, musste sich aber dennoch den beiden schnelleren Italienern beugen. Ob irgendwelche Defekte oder Streckenbehinderung bei Stuber noch übel mitgespielt haben, ist bis zum Augenblick nicht bekannt geworden. Graf Trossi auf Alfa Romeo, eines der hoffnungsvollsten Mitglieder der Scuderia Ferrari, stellte mit 7 Min. 42 57 / 1O o Sek. einen neuen absoluten Strekkenrekord auf, der nicht so bald geschlagen werden dürfte. Premoli kam mit einem Abstand von rund 8 Sek. vom Sieger an den zweiten Platz zu liegen. . Die Resultate. Sportwagen. Klasse bis 1100 ccm: 1. Raignoli (Italien) auf Fiat, 11:12 97/100. — Klasse bis 1500 ccin: 1. Berrone (Italien) auf Maserati, 8:49 77/100, neuer Klassenrekord. — Klasse bis 2000 ccm: 1. Schölten (Bern) auf Bugatti, 8:45 37/100. neuer Klassenrekord. — Klasse bis 3000 ccm: 1. Tadini (Italien) auf Alfa Romeo, 8:11 90/100. neuer Klassenrekord; 2. Rüesch (Zürich) auf Alfa Romeo, 8: 29 46/100. — Klasse bis 5000 ccm: 1. Strazza (Italien) auf Lancia. 8:34 65/100. Rennwagen. Klasse 1100 ccm: 1. Landi (Italien) auf Maserati, 8:36 95/100, neuer Klassenrekord. — Klasse bis 1500 ccm: 1. Rüesch (Zürich) auf Alfa Romeo, 8:24 18/100, neuer Klassenrekord. — Klassa bis 2000 com: 1. Romano (Italien) auf Bugatti; 2. Maag (Zürich) auf Bugatti. — Klasse bis 8000 ccm: 1. Graf Trossi (Italien) auf Alfa Romeo, 7:42 57/100 (Kategorien-, Klassen- und neuer Streckenrekord); 2. Premoli (Italien) auf M.B.P., 7:50 29/100; 3. Hans Stuber (Bern) auf Bugatti, 7:55 84/100. mb. Graf Czaikowsky gewinnt die britische Kaisertrophäe. Das am vergangenen Samstag auf der Bahn von Brooklands ausgegangene Rennen um die Trophäe des britischen Kaiserreiches wurde von dem in ganz grosser Form fahrenden Grafen Czaikowsky auf einem Bugatti 4900 ccm gewonnen. Das Rennen führte erst Kaye Don auf einem Bugatti 4900 ccm an, forcierte das Tempo aber allzusehr, so dass Czaikowsky an dem halbdefekten Wagen vorbei an die Spitze vorgehen konnte. Bertram auf Delage fiel nach sehr eindrucksvoller Fahrt wegen Defektes aus. Die Vorläufe gewannen Watson auf M.G. 747 ccm und Frank Hallam auf Alvis 1492. Die Resultate : Finale um die Britische Kaisertrophäe: 1. Graf Czaikowsky auf Bugatti 4900 ccm (Stundenmittel 198 km/St.); 2. Kaye Don auf Bugatti 4900 ccm (Stundenmittel 194 km/St.); 3. Horton auf M.G. (Stundenmittel 169 km/St.). Bergrennen Susa-Moncenesio. Neben dem Gaisbergrennen fand als weitere Bergprüfungsfahrt grösseren Ausmasses am letzten Sonntag auch das Bergrennen Susa-Moncenesio bei Turin statt. Die beste Zeit des Tages erzielte der Fahrer der Scuderia Ferrari, Borzacchini auf Alfa Romeo, der die