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E_1933_Zeitung_Nr.056

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - No 56 Das schönste und praktischste Buch für Automobilisten Auienobillirer durch die Alpen Oekonomischster Betrieb Höchster Kraftgewinn Kein Oelaufstieg Kein Ausschlagen der Nuten Weder Klemmen noch Fressen Ausschleifen von Motorzylindern Einbau von Leichtmetall-Kolben in jeden Motor Ventile aus rostfreien Chrom» und Silchromstählen Rundschleifen von Kurbelwellen auf Spezialmaschinen Ausgiessen von Pleuel- und Lagerschalen Gepresste Weissmetall-Lager nach patentiertem Walzverfahren von unerreichter Lebensdauer Die Zeit der Reisepläne ist da; fast alle Hochstrassen und Alpenpässe in Oesterreich, Italien, der Schweiz und in Frankreich sind geöffnet und fahrbar. Ein bevorzugtes Ziel jedes Automobilisten waren seit jeher die Alpen, die durch ein weit verzweigtes Netz von Strossen dem Fahrer die landschaftlichen Reize der Hochgebirgswelt von Wien bis hinunter nach Nizza erschliessen. Diese Gebiete dem Autler bekanntzumachen, ihm ein Wegweiser und Berater zu sein, ist der Zweck des von O. R. Wagner herausgegebenen Alpen-Führers. Hunderte von Touren finden ihre Beschreibung, keine Pass-, Taloder Hochstrasse, die nicht vom Herausgeber und seinen Mitarbeitern befahren wurde und deren Charakter nicht ihre eigene persönliche Note in der Darstellung gefunden hat. Der Alpenführer enthält im TEXT- TEIL alle nötigen Angaben über Ausweise, Gebühren, Verkehrsregeln, Bahnverlad, orientiert über Hohe, maximale Steigung, Breite, Oeffnung, Zustand und Fahrbarkeit von 252 AL- PENPASSEN und bespricht in 300 ROUTENVORSCHLÄGEN all die zahlreichen Varianten und Abzweigungen für Touren im Gebiet von fünf Alpenländern. Angegliedert ist eine BESCHREI- BUNG DER ALPENSTRASSEN im Tirol und Vorarlberg, im Salzkammergut und seiner weiteren Umgebung, im Gebiet des Semmering, im südlichen Oesterreich und Oberbayern, in den Dolomiten, den Venetlaner, Karnischen, Julischen, Vicentinischen, Bergamascer und Adamello-Alpen, sowie im Ortler Gebiet. Die Pässe und Hochstrassen der Schweiz sind ebenso sorgfältig dargestellt wie diejenigen der West-Alpen in Savoyen, der Dauphine, im Piemont und den Seealpen. Ein ORTSREGISTER umfasst zirka 400 im gesamten Alpengebiet gelegene Ortschaften unter Hervorhebung aller touristischen Merkmale mit Angabe der für den Automobilisten in Betracht kommenden Hotels, Gasthöfe, Restaurants und Garagen. Grössere Orte besitzen Stadtpläne nebst besonderer Hervorhebung der Sehenswürdigkeiten, soweit sie den Automobilisten interessieren. 150 ABBILDUNGEN ergänzen den Text und geben dem Benutzer des Führers einen Einblick in die landschaftlichen Schönheiten des zu durchfahrenden Gebietes. 50 HAUPTKARTEN in 6 Farben im Maßstab 1 :500,000. Das Gebirgsrelief ist besonders klar, Täler, Pässe und Höhen sind sinnfällig dargestellt; in die kartographische Landschaft hinein ist das Strassennetz mit bisher nie erreichter Sorgfalt gezeichnet, die Eigenart jeder Bergstrasse ist kurvengerecht eingetragen; Einteilungskarte und ÜBERSICHTSKARTE über das Gesamtalpengebiet in gut orientierender, zuverlässiger autotouristischer Bearbeitung erleichtern die Benützung des Führers. Als Beispiel sorgfältiger Bearbeitung eines Alpenpasses verweisen wir auf nebenstehende Beschreibung aus dem Kapitel Oesterr. Alpen. iii 2. Flexenpass, 1784 m. Landschaftlich sehr schöne und äusserst interessant angelegte Strasse. Höchststeigung zwischen Steg und Warth 15°/o- Strassenbreite 3—4 m. Strasse gut und mittelgut, z. T. staubig; äusserst kurvenreich; viele Ausweichstellen; nicht sehr starker Verkehr; erfordert grosse Vorsicht und Fahrtechnik. Fahrbar von Juni bis Oktober. Reutte, 854 m — Passhöhe, 1784 m, 78 km — Stuben, 1409 m, 83 km. (S. Bilder S. 27/29.) K. 16. Landschaltlich hervorragend, von Reutte massiger Anstieg durchs waldreiche Leehtal über Weissenbach • Stanzach - Elbigenalp, 1040 m bis Holzgau, 1103 m. Von hier zahlreiche Schleifen und Kurven, von Warth und Lech, 1447 m, zur Passhöhe, 1784 m, wundervolle Ausblick© zur w. Wlldgrubenspitze, 2756 m, s. Paterlol, 3059 m, und Silvretta, 3316, m Abstieg landschaftlich und strassentechnisch hervorragend. Tunnel, Galerien, Brücken, entzückende Ausblicke ins Klostertal. Richtung Bludenz. Besondere Vorsicht 1 Sehr schmal bia in die Einmündung der Arlberg- «trasse (1). Was der Automobilist Ober die Alpen wissen will, findet er bestimmt und lückenlos in diesem prächtigen Band, der jedem Fahrer unzählige Anregungen für herrliche Alpenfahrten vermittelt. Der Alpenführer erscheint am 5. Juli 1933; alle Bestellungen, die bis zu diesem Zeitpunkt eingehen, werden zum Subskriptionspreise von Fr. 6.40 ausgeführt; nach Schluss der Subskription komnrt der reguläre Verkaufspreis von Fr. 8.— in Anwendung. Heute letzter Tag für den Vorzugs-Preis! Verlag Hallwag, Bern Diesen Bestellschein sofort an Ihren Buchhändler oder an den Verlag HALLWAQ A.-Q., Bern einsenden. — Der Subskriptionspreis von Fr. 6.40 gilt nur für Bestel- • . ____ ^h i _ t^ ft iv • »ä I 5 ^ • «A Abteilung für Autotouristik Der Unterzeichnete bestellt hiermit Ex. AutomobllfOhrer durch die Alpen zum Preis» Von Fr. 6.40 (nach Schluss der Subskription Fr. 8,—) Ort u. Datumi Adresse: lanqen.

No 56 II. Blatt BERN, 4. Juli 1933 56 II. Blatt BERN, 4. Juli 1933 Ted* • Dundsdhau Der Fahrer und sein Wagen. Die Lebensdauer eines Wagens steht in direkter Abhängigkeit zur Pflege, die der Fahrer ihm angedeihen lässt. Dieser Binsenwahrheit wird heute kaum mehr widersprochen, hingegen vreiss jeder Reparateur aus seiner Praxis, dass nur •wenige Wagen jener Sorgfalt teilhaftig werden, die ihnen zukommen soll. Der nachstehende Artikel aus der Feder eines Mitarbeiters erteilt interessante Winke zur Wagenpflege. Wir verweisen ferner auf unsere letzte Offsetbeilage. Red. Das moderne Automobil ist etwas ganz anderes als das Auto vor 10 Jahren; damals Verlangte der mechanische Teil ständige Pflege und grosse Aufmerksamkeit, inzwischen wurden aber der Motor und sämtliche Antriebs- und Lenkungsteile derart verbessert, dass die ganze Wartung faktisch darin besteht, dafür besorgt zu sein, dass Wasser, Jienzin, Oel, Fett und. Akkumulatorensäure vorhanden ist. Dann schmiert sich der Motor ganz von selbst und die Zentral-Chassisschmierung benötigt auch nur von Zeit zu Zeit einen Druck mit dem Fusse, wenn sie nicht auch ganz automatisch eingerichtet ist. Geeignete Instrumente melden den Zeitpunkt zum Nachfüllen dem Fahrer von selbst an. Dafür aber sind die Karosserien viel beijuemer und luxuriöser ausgestattet worden und verlangen ihrerseits erhöhte Pflege und Aufmerksamkeit, wenn sie nicht unansehnlich werden sollen. Die alten, gegen heute primitiven und schweren Karosserien mit ihren yielen Ecken und Leisten, Riemen und Oesen zeigten auch bei bester Pflege bald von weitem, dass der Wagen gebraucht war. Die moderne Karosserie in ihren glatten Linien kann bei richtiger Behandlung lange Zeit so gehalten werden, dass sie wie neu aussieht und die Dauer des Gebrauchs nicht abschätzbar ist; allerdings sieht eine vernachlässigte moderne Karosserie um so trauriger aus. Der grösste Fortschritt wurde in der Lackierung erreicht. Der alte, sogenannte englische Kutschenlack war spröde und empfindlich, bekam unter der Einwirkung von Sonne und Staub bald Risse und verlor den Glanz. Der Zelluloselack, der eigentlich kein Lack ist, erreicht zwar nie das Feuer und die satte Farbe des Kutschenlackes, aber dafür bleibt er viel, viel länger unverändert Es fehlt der Ausdruck für die Bespritzung mit Zellulose, denn von Anstrich zu reden ist widersinnig, da nichts gestrichen wird, sondern die Farbe mit Druckluftpistolen zerstäubt und auf die Karosserieoberfläche geworfen wird. Diese Ueberzüge sind ungemein hart und dabei elastisch, unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Wärme, so dass sie weder zerkratzt werden, noch Risse bekommen etc. Infolge der harten Oberfläche ist es auch möglich geworden, in viel kürzerer Zeit die Wagen zu reinigen als früher. Die erste Notwendigkeit zur guten Reinigung ist Wasser, viel Wasser unter hohem Druck. Es gibt,eine ganze Reihe von ausgezeichneten kleinen elektrischen Pumpen, die einen Druck von mehreren Atmosphären erzeugen, wenn keine unter genügendem Druck befindliche Wasserleitung vorhanden ist. Das Wasser führt man heute nicht mehr als Strahl auf das Auto, sondern der Schlauch mündet in Bürsten oder Gummischwämme, mit denen man die Karosserie überfährt, den Schmutz löst und zugleich wegwischt. Dann zieht man die Tröpfchen mittels eines Spezialleders ab und reibt zum Schlüsse leicht mit einem Wolllappen nach. Will man etwas Besonderes machen, dann greift man zu Präparaten, welche eine dünne Schutzschicht über dem Anstrich erzeugen und so für das nächstemal die Reinigung erleichtern. In einem Punkt ist der Zelluloseanstrich manchmal etwas empfindlich, und zwar wenn der bestaubte Wagen bei noch warmer Motorhaube in ganz leichtem kurzem Regen stehenbleibt oder nach leichtem Regenspritzer, der bereits trocken ist, gefahren wird. Dann bilden sich oft an den Tropfstellen kleine matte Flecken, die nur sehr schwer und erst nach längerer Zeit wieder wegzubringen sind. Mit Konservierungsmitteln etc. ständig behandelte Wagen sind in dieser Hinsicht unempfindlicher. Die früher allgemein übliche Lederpolsterung ist grösstenteils der Tuchpolsterung gewichen; teils als Folge des Ueberwiegens der geschlossenen Karosserie, teils weil Leder schwerer und teurer ist. Damit ist aber ejn anderer Hilfsapparat anwendbar geworden, es ist dies der Staubsauger. Während anfänglich und auch jetzt noch in öffentlichen Garagen die im Handel üblichen Haushaltstaubsauger verwendet werden, tauchten am Markt kleine, speziell gebaute Apparate auf, die der Motor selbst betreibt und im Wagen mitgeführt werden können. Durch den billigen Preis dieser vereinfachten Apparate fanden sie auch in Privatgaragen bald Eingang und tragen viel zur inneren Sauberkeit der Karosserie bei. Polsterüberzüge aus glatten Stoffen erleichtern die Reinigung und Reinhaltung des Wageninnern, sind aber nicht jedermanns Geschmack und erinnern an die Schutzüberzüge der Salonmöbel seligen Angedenkens. Ehedem wurde am Wagen recht viel messingplattiert, die Folge war eine langwierige Putzerei mit allen möglichen Metallputzmitteln. Es kam dann eine Zeit, wo fast alles lackiert wurde, bald aber zeigte sich, dass am Hebelwerk etc. der Lack rasch wieder abgenutzt wurde, daher versuchte man es nun mit Vernickeln. Das Putzen war schon einfacher als beim Messing, aber doch noch recht umständlich. Die Verchromung brachte die Erlösung; denn dieser Ueberzug ist unglaublich hart, läuft nicht an und kann ohne Putzmittel gereinigt werden. Dies ermöglicht nun, alle exponierten Teile blank zu machen, ohne viel Zeit zu deren Reinigung aufwenden zu müssen. Langsam kommt auch rostfreier Stahl zur Anwendung und bereits wartet man auf Kotflügel aus diesem Material. Grosse Fortschritte machte man in der Herstellung des Daches. Das alte amerikanische Dach war bald undicht und da der Segelstoff fast auf weiss bleichte, sah man jeden Schmutzfleck. Die modernen Stoffe, wie sie beim Cabrioletdach verwendet werden, sind ungemein widerstandsfähig und haltbar, dabei gut mit Wasser zu reinigen, vor allem aber lichtecht gefärbt Für die Dächer von geschlossenen Karosserien ist das rasch brüchig werdende Lackleder ganz verschwunden und hat anderen, beständigeren Materialien Platz gemacht, gleichgültig ob die Dächer ganz fix sind oder als Sliding-Roof ausgebildet. Ob Gewebe, Papierstoff oder Blech, mit dem gleichen Zellulosematerial wie die übrige Karosserie gespritzt, zeigt das Dach keinen Unterschied in der Oberfläche oder Farbe. Die neue unabhängige Vorderradabfederung von Dr. Porsche, die wir in einer dÄr letzten N'ummern bereits eingehend beschrieben haben. S = Stossdämpfer-Hebelarm; T = Torsionsfederstange. Das Ueberwiegen der geschlossenen oder ganz zu verschliessenden Karosserien verlangte grössere Sorgfalt bei Herstellung der Türen, doch ist trotz der Verbesserungen deren Erhaltung ein gewisses Augenmerk zuzuwenden, wenn die Karosserie geräuschlos bleiben soll. Die Scharniere wurden länger, solider und geräuschlos gemacht; sie sind oft mit richtigen Schmiervorrichtungen versehen und ruhen oben, unten und seitlich auf Gummikissen, die aber zeitweise erneuert werden sollen. Es ist dies eine kleine Arbeit, sie lohnt sich aber, denn nichts ist unangenehmer als eine ratternde Türe. Auch die Fenster, heute meist ohne Rahmen, liegen auf Gummikissen und sind in Gummibändern geführt, sowohl wegen der Geräuschlosigkeit, wie auch wegen der Abdichtung gegen Regen, Schnee und Wind. Auch diese Gummiteile sind öfters nachzusehen, denn wenn sie hart oder, lose werden, erfüllen sie nicht mehr ihre Bestimmung. Besondere Aufmerksamkeit ist dem Koffer zuzuwenden, wenn derselbe nicht in einem Stück mit der Karosserie ausgeführt ist. In dem Spalt zwischen Koffer und Karosserierückwand sammelt sich Staub, beim Waschen kommt Wasser hinein und so bildet sich bald eine dicke Schmutzkruste, die lange feucht bleibt und beide Wände angreift. Es ist deshalb gut, beim Waschen den Koffer wenigstens von Zeit zu Zeit abzuheben und für sich zu reinigen. Auch das Innere des Koffers soll öfters nachgesehen und ausgeputzt werden, um sofort undichte Stellen zu erkennen und abzudichten. Ein besonderes Kapitel, welches wohl nicht zur Karosserie gehört, den Eindruck eines C A R R O S S E R I E Das Cabriolet, das aus technischen Grü n den nicht klappert, das sich sehr leicht öffnen und schliessen lässt und dessen Konstruktion Weltruf geniesst. Sehr elegant. Unbegrenzt haltbar. L A N G E N T H A L A.-G Achten Sie darauf, dass die Dynamo ladet, der LECLANCH£-Akkumulator wird für das weitere sorgen. E. KUPFERSCHMID Äuto-Fournituren BERN Erlachst rass» Telephon 28.728 en gros 1 Verlangen Sie eine Batterie aus der bekannten Fabrik in Yverdon