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E_1933_Zeitung_Nr.057

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o AUTOMOBIL-REVUE

o AUTOMOBIL-REVUE 1933 - 57 WÄ afilidbes Weitere Verbilligung der Autohaltung in Deutschland. Im deutschen Reiche überstürzen sich geradezu die Massnahmen auf verkehrspolitischem Gebiet, mit welchem vor allem ein neuer Aufschwung des Motörfahrzeugverkehrs beabsichtigt ist. Nach der Steuerbefreiung für fabrikneue Wagen und der Möglichkeit der Steuerablösung für ältere Fahrzeuge, nach der Genehmigung eines gewaltigen Programmes für den Ausbau von Autofernstrassen, wird nun auch die von der Regierung in Aussicht gestellte Herabsetzung der Prämien für Motorfahrzeugversicherungen verwirklicht. Sämtliche Gesellschaften haben die Einführung eines reduzierten Tarifes beschlossen, der sofort in Kraft tritt und Prämienreduktionen bis zu 50 und 60 % der bisherigen Ansätze mit sich bringt. Die Abmachung läuft vorläufig für ein Jahr und sollen die in dieser Zeit gesammelten Erfahrungen die Grundlage für eine neue Vereinbarung bilden. z. Die Motorisierung Deutschlands hat bekanntlich seit der Reform der Motorfahrzeugsteuern rapide Fortschritte gemacht. Nunmehr liegen die endgültigen Zahlen der im Monat April neu zum Verkehr zugelassenen Personenautomobile und Lastwagen vor. Die arbeitstägliche Zulassung neuer Wagen, welche durchschnittlich im Monat März 178,6 betrug, stieg im Berichtsmonat auf 320,3. Die Zulassung von Lastwagen erhöhte sich von 26,5 auf 39,1. Diese Zahlen zeigen, dass die Zunahme an neuangemeldeten Fahrzeugen weit über die saisonmässig bedingte Belebung des Verkehrs hinausgeht und einzig und allein der Wohltat der weitgehenden Steuerbefreiung zuzuschreiben ist. z. Der englische Automobil-Aussenhandel hat im April im Vergleich zu den nämlichen Monaten der Vorjahre wesentliche Fortschritte gemacht. Es wurden im Berichtsmonat 200 Personenwagen nach Grossbritannien eingeführt. In den ersten 4 Monaten dieses Jahres bezifferte sich der Import auf 1125 Fahrzeuge im Wert von rund 149,000 Pfd. St. 1932 waren 3% Wagen für 78,000 Pfd., und 1931 663 Einheiten für 145,000 Pfd. Wenn der Import demnach, vor allem mengenmässig, im Ansteigen begriffen ist, so hat der Export noch in weit stärkerem Masse zugenommen. Im Berichtsmonat wurden DKW Meisterklasse, 2- u. 4-pIätziges Cabriolet Fr. 3850.— DKW Sonderklasse, 4-plätziges Cabriolet . . Fr. 5700.— Baden: A. Notter, Neuenhof Basel: Henri Hurter, Sohanzenstr. 7 Bern: P.- Brand, Schwarztorstr. 104 Biel: B. Frutig, Garage Kontroll Giornico: Luigi Maspero Gunten: Gustav Bolliger, Emmcnbrüeke: Jos. Lustenberger .luge W Willy kennt die Vorteile, die der Vorderradantrieb bringt. Er weiss, dass beim DKW Meisterklasse die ganze Maschinenanlage auf engstem Baum zusammengedrängt ist und dass alle unwirtschaftlichen und zu Störungen Anlass gebenden Uebertragungen wegfallen. Einfachheit ist die Devise bei einem Gebrauchswagen und der Vorderradantrieb ist wie der Zweitaktmotor ein wichtiges Moment in der Erreichung dieses Ziels. AUTROPA A.G. denatschstrasse 3—5 ZÜRICH-ENGE Telephon 58.886/87 AUTOABBRUCH BERN, Lehmann G., Freiburgstr. 66. TeL 23.091. Ersatzteile: Whippet 28, Austro-Daimler, Chevrolet, Cleveland, Amilcar, Citroen, Fiat,- Typ 51 A, Mathis, Chandler, ,D:-ZedeI, Zede.1, Essex, Essex sup. Six, Renault, Pic-Pic. Dodge, Dürkopp, Stoewer. Opel. Berliet. Ley, Vermorel. Ford. 10585 2592 Wagen ausgeführt, während es im gleichen Monat des Vorjahres nur 2172, und 1931 sogar nur 1228 Fahrzeuge waren. Die Ausfuhr beziffert sich für die ersten 4 Monate des Jahres auf insgesamt 12,819 Wagen im Wert von 1,6 Mill. Pfd. 1932 wurden in der nämlichen Zeit 8771 Fahrzeuge, welche einen Wert von 1,1 Mill. Pfd. darstellen, und 1931 gar nur 5845 Automobile im Wert von 0,9 Mill. Pfd. ins Ausland geliefert. z. Förderung der Erdölbohrungen in Italien. Die italienische Regierune hat in den letzten; Monaten der Förderung der heimischen Erdölindustrie das denkbar grösste Interesse entgegengebracht. Hiermit wird in erster Linie beabsichtigt, Italien bei der Deckung seines Inlandsbedarfs an Treibstoffen weitgehend vom Auslande unabhängig zu machen. In Verfolg dieser Bestrebungen hat dieser Tage, wie uns aus Rom berichtet wird, die italienische Regierung der Azienda generale Italia Petroli einen neuen Staatszuschuss in Höhe'von 90 Millionen Lire überwiesen, der, für Versuchsbohrungen Verwendung finden soll. Diese neuen Bohrungen werden an zahlreichen Stellen Italiens, so u.a. in der Po-Ebene, in Sizilien, im Küstengebiet der Adria usw. durchgeführt. Mit den Bohrungen soll bereits in absehbarer Zeit begonnen werden. Dieser neue Staatszuschuss ist für Versuchsbohrungen bestimmt, die in den nächsten fünf Jahren zur Durchführung gelangen. Sobald diese erfolgreich verlaufen, hat die italienische Regierung neue Zuschüsse, die für die Ausbeutung der neuentdeckten Erdölvorkommen gedacht sind, zugesichert. K.K. Statistische Erfassung des gesamten italienischen Automobilverkehrs. Wie uns aus Rom berichtet wird, beabsichtigt die italienische Regierung in Kürze eine statistische Erfassung des gesamten italienischen Autqmobilverkehrs vorzunehmen. Dieser Plan gelangt im Rahmen einer allgemeinen Verkehrszählung zur Durchführung. Neben der Erhebung des italienischen Automobilbestan* des sollen u. a. die Verkehrsdichte, die Strassenbelastung und -beanspruchung durch Motorfahrzeuge statistisch erfasst werden. Die hierbei gesammelten Unterlagen werden für den künftigen Ausbau des italienischen Strassennetzes von grösster Bedeutung .sein. Rund 2000 Verkehrsposten, die auf -den ita-i lienischen Fernstrassen stationiert werden',. Neukirch a. d. Thur: Hang Kradolfer Bagaz: Anton Zai Schaffhausen: Kreuz-Garage Solothurn: A. Mauderli, Dornacherpl. Winterthur: A. Bosshard, Lindgarage Zng: Ferd. Elsener, Baarerstrasse Zürich: E. 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So wurden z.B. während den ersten drei Monaten dieses Jahres von der Gesamtausfuhr dieser Industrien im Wert von 229 Millionen Fr. rund 126 Millionen nach den französischen Kolonien und Protektoraten geleitet, worunter von 7918 gebrauchsfertigen Automobilen und Chassis 4746 Stück in die Kolonien ausgeführt wur- ( den. pis. Die amerikanische Automobil-Produktion hat im Monat Mai eine Intensivierung erfahren, wie sie seit dem Rekordjahr 1929 nicht mehr bekannt war. Nachdem die Wochenproduktiom im März einen Tiefstand von 11,000 Fahrzeugen erreicht hatte, stieg diese in den folgenden 9 Wochen stetig an und erreichte in der vorletzten Maiwoche 56,000 Einheiten, was einer Zunahme von über 400 Prozent entspricht. Die Fabrikation in der letzten Maiwocbe überstieg ebenfalls 50,000, und nach den aus Detroit kommenden Meldungen hat sie sich auch im Verlaufe des Monat Juni in ähnlichem Umfang behauptet. Nach den nun vorliegenden endgültigen Zahlen wurden im Monat Mai 172,883 Automobile hergestellt. Dies bedeutet für die der Handelskammer angeschlossenen Fabriken, zu denen Ford bekanntlich nicht zählt, eine zunähme von 23 % gegenüber dem Monat April, sowie eine Steigerung von 51 % über den gleichen Monat des Vorjahres. Da die Fordsche Fabrikation auf 55,000 Wagen veranschlagt wird, ergibt sich für den Berichtsmonat ein Total von 228,000 Fahrzeugen, was seit Juni 1931 die höchsterreichte Produktion darstellt. In den ersten 5 Monaten haben die der Automobilhandelskammer angeschlossenen Produzenten 605,700 Fahrzeuge herausgebracht, gegenüber 584,500 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Rechnet man das Ergebnis der Fordschen Fabriken dazu, so gibt dies eine Summe von 784,000 Einheiten, d. h. im Vergleich zum Vorjahre eine Zunahme von 9 %. Nach den ersten Meldungen über die Juni-Ergebnisse halten sich diese in ungefähr .gleichem Rahmen und werden höchstens um Acculight Electrolyt 4- patentamtl. gesch. + Mit ACCULIGHT (sprich Akjuleit) stets startbereit In der Schweiz gibt es einige tausend zufriedene Automobil- und Motorradfahrer. Alle diese haben ACCULIGHT in ihre Batterie einfüllen lassen. Und Sie? Ein versuch überzeugt auch Sie. Ostschweiz: E. Simon & Co., Stemenstr. 24, Zürich. Tel. 53.319, wenn keine Antw. 54.646. Westschweiz: O. Bucher, case post. 19, Eaux- Vives, Genf, Tel, 29.473. Service Thun: E. Trlnler, Bernstr. 13. Tel. 33.80. — "Wo nicht erhältlich, wende man sich an die Hersteller: Hufschmid & Hofacher, kompl. Service-Station, Ladestation, Murtenstrasse 36, Bern. Tel. 20.030. Winterthur Tosstalstrasse 29 4 AUTO-FIRMEN IN EINEM HAUSE WAGNEREI: K. 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Und da gibt es noch Leute, die die volkswirtschaftlich© Rolle des Automobils als Preisregulator in Frage zu stellen wagen I ß Die europäischen Eisenbahntarife. Der Redaktor des « Eclaireur de Nice » hat sich die Mühe genommen, die Eisenbahntarife der verschiedenen europäischen Staaten miteinander zu vergleichen, wobei er Valuta, Anlagekapital, Generalunkosten usw. berücksichtigte. Er fand derartig grosse Unterschiede, dass er sich dies nicht erklären konnte, denn entweder müssten die einen Bahnen riesige Verdienste haben oder die andern mit entsprechend grossen Verlusten arbeiten. Interessant ist, dass die Schweiz an erster Stelle steht, d.h. die höchsten Tarife hat und dabei wie uns vorgerechnet wird, passiv ist. Mit dier gleichgrossen Summe fährt man in der Schweiz 182 km, in Italien und in Deutschland 274, in Oesterreich und der Tschechoslowakei 350, in Frankreich 354, in Polen 380, in Yugoslawien 430, in Ungarn 450 und in Rumänien 451 km. In Ungarn und Rumänien fährt mal also am billigsten. Va. Als offizielle Chevrolet» Vertreter für Bern halten wir ein grosses Lager Er« Satzteile für alle Modelle und verbürgen einen einwandfreien Service Sie kennen die Vorzüglichkeit des bestens bewährten Obenschmiermittels FIREZONE-OEL als Brennstoffzusatz, wissen aber noch nicht, dass Sie das echte FIREZONE-OIL-Oberöl vom freien Importeur oder von dessen freier Verkaufs-Organisation vie! billiger kaufen können. Freier Firezone-Oil- Importeur und Verkauf in der ganzen Schweiz: Emil Grünig-Meier, Schubertstr. 19, Zürich 6 Firma gegründet 1922 Telephon 61.370

N°57 - 19SS AUTOMOBIL-REVUE N«»«fz«n Der Autobusdienst der Basler Strassenbabnen im Jahr 1932. Im Betriebsiahr 1932 hatte der Basier Autobus eine unveränderte Netzlänge von 13,564 km, wovon 6,555 km auf die Linie A, Klein-Hüningen-Hörnli, und 7,009 km auf die Linie B, Klaraplatz-Dettingen, entfallen. Bei der letztgenannten Linie führt ein Stück von 3,960 km längs der Strassenbahn. Mit einem Wagenpark von 8 Autobussen wurden im Betriebsjahre 346,384 (im Vorjahre 306,786) Wagenkilometer zurückgelegt, von denen 384,684 (303,762) km als Nutzfahrten auf dem Konzessionsgebiet durchgeführt wurden. Der Fahrplan der Autobuslinien blieb im grossen und ganzen gegenüber dem Vorjahre unverändert. Es wurde einzig ein Spätkurs der Linie A via Hörnli nach Dettingen weitergeführt Die Frequenz erreichte 897,094 (753,215) Reisende, und zwar für die Linie A 733,542 (578,018) und für die Linie B 163,552 (175,197). Die Betriebseinnahmen betragen Fr. 202,516 und ergeben mit dem Zuschuss der Strassenbahnen (Verlust) im Betrage von Fr. 143,217 eine «Gesamteinnahme> von 345,733. Ihnen stehen für Fr. 218,370 Betriebsausgaben gegenüber. Für die Kapitalverzinsung figuriert in der Rechnung ein Betrag von Fr. 131,161, für die Abschreibung auf Baukonto Fr. 78,968, für die Einlage in den Betriebsreservefonds Fr. 17,234. Die Gesamtausgaben stellen sich demnach auf Fr. 345,733. Die Betriebsausgaben verhalten sich zu den Betriebseinnahmen wie 107,8 zu 100. Dem 38. Geschäftsbericht der Basler Strassenbahnen kann ferner entnommen werden, dass pro Wagenkilometer die Betriebseinnahmen auf 58,75 Rp. und die Betriebsausgaben auf 63,35 Rp. belaufen. Die Strassenbahn musste dem Autobus pro Wagenkilometer einen Zuschuss von 41,55 Rp. entrichten. Zur Ergänzung des Rückblickes auf das Betriebsjahr 1932 seien noch die Einnahmen und Ausgaben der Betriebsrechnung pro beförderte Person angeführt. Der Basler Autobus nahm pro beförderte Person 22,57 Rp. ein und gab 24,34 Rp. aus. Um die Verzinsung, die Abschreibung und Einlage in den Betriebsreservefonds sicher zu stellen, mussten die Basler Strassenbahnen pro beförderte Person 15,7 Rp. Zuschuss entrichten. In den nächsten Jahren wird die Direktion des Autobusbetriebes die Aufgabe zu lösen haben, wie zwischen dem Strassenbahnnetz und dem Netz der Autobusse jenes Gleichgewicht gefunden werden kann, das auch dem Autobus eine Rendite ermöglicht. Wir erachten als Grundlagen zur Erreichung dieses Zieles eine weitgehendere Verselbständigung des Autobusbetriebes, verbunden mit einem Verzicht der Tarifgemeinschaft Autobus und Strassenbahn. Noli zwischen lt Die Nietenden Verkehrskontrollen der Verkehrspolizei beschränken sich bei ihren Dienstfahrten nicht nur auf die technische Kontrolle und die Ueberprüfung der Fahrausweise, sondern überwachen auch den Verkehr im allgemeinen. So wurde uns gemeldet, dass in letzter Zeit verschiedentlich unvorsichtige Fahrer rapportiert und daraufhin gebüsst wurden, welche in Kurven andere Fahrzeuge überholen. Bekanntlich bestimmt Art. 26, AI. 3, des Mi-Gesetzes, dass an Strassenkreuzungen, an unübersichtlichen Stellen und besonders an Strassenbiegungen nicht überholt werden darf. Die Freigabe der Geschwindigkeit entbindet nun keineswegs von der Berücksichtigung aller übrigen Verkehrsvorschriften. Im Gegenteil muss im Interesse einer ordnungsgemässen Verkehrsabwicklung verlangt werden, dass die wichtigsten Regeln streng beobachtet werden. Eine der schlechtesten und gefährlichsten Gewohnheiten ist das rücksichtslose Vorfahren in Kurven, das gewisse Elemente einfach nicht lassen können. Es ist daher sehr zu begrüssen, dass die Verkehrspatrouillen ihr Augenmerk besonders auch auf solche grobe Verstösse gegen die primitivsten Regeln des Strassenkodex richten. Wenn man auch aus der Erinnerung an das frühere Polizeiregime einer vermehrten Tätigkeit der Strassenpolizei noch etwas skeptisch gegenüberstehen mag, so muss im Interesse aller Strassenbenützer doch erwartet werden, dass die Polizei möglichst alle erwischt, welche ihren Wagen grob-fahrlässie führen und den Fehlbaren eine ganz gründliche Lektion erteilt. ß AM« «den Kanfonen Es geht den Verkehrssündern an den Kragen! Im Jahre 1932 wurden im Kt. St. Gallen von allen Gerichtsinstanzen zusammen jährlich nur 2—3 Fahrbewilligungsentzüge ausgesprochen. Unter der Herrschaft des neuen Automobilgesetzes ist das Polizeideparter ment die einzige Instanz, welche die Ente züge, die im Minimum auf 1 Monat angesetzt werden, aussprechen darf. Diese Zentralisation erweist sich aber je länger je mehr als Vorteil, was die einheitliche Praxis und das rasche Inkrafttreten ihrer Wirksamkeit anbelangt. Seit Anfang Januar 1933 wurden im Kanton St. Gallen insgesamt schon 22 Fahrbewilligungsentzüge verfügt, davon 10 wegen Alkoholmissbrauch (Angetrunkenheit, Betrunkenheit), weitere wegen Geschwindigkeitsexzessen in Verbindung mit Unfällen usw. Dass es in- andern Kantonen nicht besser aussieht, besagen die schweizerischen Zahlen; in allen Kantonen zusammen wurden seit 1. Januar 1933 bis heute 154 Fahrbewilligungsentzüge, davon 67 wegen Alkohoknissbrauch ausgesprochen. An dieser gegenüber dem frühern Zustand scheinbar etwas scharfen Praxis haben gerade die anständigen Motorfahrzeugführer ein Interesse, haben doch sie unter mangelnder Strassendisziplin und ungezügeltem Benehmen ihrer andersgearteten Kollegen am Volant am meisten zu leiden. Sie werden verstehen, wenn solche Schrecken der Landstrasse für längere Zeit aus dem Verkehr eliminiert und zur Raison geführt werden. Schliesslich sind auch gewisse Besserstellungen im neuen Gesetz (Weglassung der Geschwindigkertslimiten) auf die Dauer nur dann haltbar, wenn gegenüber haltlosen Elementen im Verkehr rasche behördliche Massnahmen Platz greifen. Fk. Die solothurnische Vollziehungsverordnung. Der Regierungsrat des Kantons Solothurn Hess gegen Ende Juni die Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über den Motorfahrzeugverkehr in Kraft treten, die als ein Werk des abtretenden Regierungsrates Dr. Schöpfer, des Vorstehers des kantonalen Polizeidepartementes, zu bezeichnen ist. Die solothurnische Verordnung darf nach ihrer Aufmachung und nach ihrem Inhalt als ein Muster kantonaler Gesetzgebung angesehen werden. In 7 Abschnitten und 110 Paragraphen wird die weitschichtige Materie der neuen Verkehrsgesetzgebung in engster Anlehnung an die Gliederung des Bundesgesetzes und der eidgenössischen Verordnung geregelt und bei den meisten Paragraphen auf die entsprechende eidgenössische Verordnung Bezug genommen. Wir greifen einige Vorschriften heraus, die von allgemeinem Interesse sind : Der Regierungsrat kann zur Prüfung von Strassenverkehrsfragen einen Verkehrsausschuss einberufen, dessen Bestellung unter Berücksichtigung der Verkehrsverbände erfolgen muss. Allen Amtsstellen und insbesondere den Po!iaeiorganen wird die Pflicht Überbunden, Bedenken über die Verkehrstüchtigkeit eines Motorfahrzeuges unverzüglich der Automobilkontrolle zu melden, damit eventuell eine Nachprüfung vorgenommen werden kann. Die Automoibilkontrolle bezeichnet die Ärzte, die ein Gutachten über die gesundheitliche Eignung der Fahrprüfungskandidaten auszufertigen haben. Psychotechnische Prüfungen für die Jünger des Lenkrades sind in der Verordnung vorgesehen. Die Amtsstelkn und Polizeiorgane sind ferner verpflichtet, Bedenken über die Fahrtüchttekeit eines Führers der kantonalen Automobilkontrolle mitzuteilen, damit diese, sofern die Zweifel an der Fahrtüchtigkeit glaubwürdig sind, eine Nachprüfung vornehmen kann. Darüber hinaus wird eine Meldepflicht für alle strafbaren Handlungen von Motorfahrzeuglenkern für die staatlichen Organe stipuliert, wie sie auch in Art. 68 des BG formuliert ist. Auch die Steuern und Gebühren werden in der Verordnung generell behandelt, aber die Festsetzung des Steuermasses der Verordnungskompetenz des Regierungsrates zugewiesen. Die Steuererleichterungen der solothurnischen Verordnung entsprechen nicht vollkommen den Postulaten der Motorfahrzeugbesitzer, enthalten aber ein erfreuliches Entgegenkommen, das wir anerkennen wollen. Wird ein Fahrzeug erstmalig in den Verkehr gesetzt, so berechnet die Automobilkontrolle die Steuer nach Monaten und nicht nach Quartalen. Bei der Erneuerung des Fahrzeugausweises ist im ersten Quartal die volle Jahressteuer, im zweiten 80 %, im dritten 60 % und im vierten 40 % der Jahressteuer zu bezahlen. Die Ratenzahlungen für die Motorfahrzeugsteuer können auf ein begründetes Gesuch hin gewährt werden und müssen so erfolgen, dass der auf Quartalsende verfallene Steuerbetrag gedeckt ist. hl. Täglicher Taxidienst zwischen La Chauxde-Fonds und Neuenburg ? Taxichauffeure von La Chaux-de-Fonds beabsichtigen einen täglichen Schnelldienst nach Neuenburg einzurichten, sofern sich jeweilen bis morgens 9 Uhr 6 Personen melden. In Neuenburg können gute Bahnverbindungen erreicht werden. Bei einer Mindestbeteiligung von 6 Personen kommt die Fahrt nicht teurer zu stehen als das Bahnbillett. go. Sie ihn, Er ist unentgeltlich! Administration der Automobil-Revue SERVICE Recourez ä lui, II est gratuit! Administration de la „Revue Automobile" Seltene Gelegenheit! CHRYSLER Mod. 72, 6 Zyl., wenig gefahren, in vorzüglichem Zustand, 6plätzig, mit Separation, 6fach bereift, mit allen Schikanen ausgerüstet, Bosch-Scheinwerfer, ist krankheitshalber aus Privathand sehr günstig abzugeben. 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