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E_1933_Zeitung_Nr.058

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ÄUTOMOBIL-REVUS 1958

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No 58 II. Blatt BERN, 11. Juli 1933 58 II. Blatt BERN, 11. Juli 1933 din« Rundschau Die Gefahren des Schleuderns. Man darf behaupten, dass von zehn ernstlichen Automobilunfällen mindestens einer die Folge des Schleuderns ist; in vielen anderen Fällen ist das Schleudern zumindest ein mit in Betracht zu ziehender Nebenumstand. Die grosse Zahl der Anfänger unter den Automobilisten gibt sich aber wenig Mühe, um all das zu lernen, was sie von den Gefahren des Schleuderns wissen sollten. Allzuhäufig sieht man Fahrer unvorsichtige und ungeschickte Manöver vollführen, die dann Anlass zu Unfällen geben. Um den vollsten Respekt vor dem Dämon Schleudern zu bekommen, sollte jeder angehende Fahrer vorerst einen gründlichen Kurs im Radfahren über alle möglichen Abarten schlechter Strassen und unter allen Witterungsumständen durchmachen. Das Fahrrad, das einspurig ist und durch Treten und Lenken im Gleichgewicht erhalten wird, unterliegt am meisten der Gefahr des Schleuderns. Der Lenker lernt sehr bald kennen, unter welchen Bedingungen von Strassenoberfläche, Steigungen, Gefällen und Witterungsumständen sich dieser Feind, das Schleudern, in voller Stärke fühlbar macht. Ohne Zweifel haben die Automobilisten mit dem System der Vierradbremsen eine willkommene, sehr praktische Verbesserung an ihren Wagen erhalten. Gleichzeitig hatte aber die höhere Wirksamkeit der Vierradbremsen auch wieder eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit des Automobils zur Folge. Es gibt manche rücksichtslose Fahrer, die sich zuviel auf die Güte der Bremsen verlassen. Das Schleudern kann nach einer seitlichen Richtung erfolgen oder nach vorwärts. Beide dieser Erscheinungen sind gefährlich, weil der Fahrer die volle Beherrschung des Wagens verliert. Eine wirkliche Gefahr entsteht, wenn Schleudern oder Schleifen gerade in einer kritischen Situation eintritt. Ein künstliches, beziehungsweise beabsichtigtes Schleudern kann zur rechten Zeit und am rechten Ort ohne Gefahr ausgeführt werden, es kann sich bei gewissen Gelegenheiten auch als nützlich erweisen. Die Kunst des Rennfahrens besteht zu einem gewissen Teil auch in der Fertigkeit des sicheren Schleuderns um Kurven herum. Gewöhnlich ist das ein «trockenes» Schleudern, ganz verschieden „von dem unbeabsichtigten Schleudern und Schleifen, wie es auf nassen oder kotigen Strassen auftritt. Das Schleudern des Hititerwagens wird abgefangen, indem man die Vorderräder in die Gleitrichtung einschlägt. Ein Einschlag nach der entgegengesetzten Seite würde das Schleudern verstärken. Jeder Automobilist sollte die Ursachen des Schleuderns durch die Praxis herausfinden; durch die Erfahrungen, die er dabei gewinnt, wird er dann, falls ein unbeabsichtigtes Schleudern eintritt, kühlen Kopf behalten. Es ist aber notwendig, hier auch ein Mahnwort zur Vorsicht einfliessen zu lassen. Es glaube ja niemand, dass er,, weil er ein absichtliches Schleudern ohne Gefahr durchstehen kann, im starken Verkehr oder auf gefährlichen Strassen, bei plötzlich auftretenden Situationen sich durch Schleuderspässe herauszuwinden vermag. Ein akademischer Ratschlag, um das seitliche Schleudern zu korrigieren, ist der, in das Schleudern hineinzulenken, d. h., wenn die Hinterräder gegen die linke Seite der Strasse zu schleudern, die Vorderräder gleichfalls nach links einzuschlagen. Doch gibt es auch Fälle, wo dieses plötzliche Len-f ken nach links entweder unmöglich ist oder neue Gefahren herbeiführt. Versucht der Fah-^: rer, seinen Wagen durch eine Reihe von raschj ausgeführten Lenkmanövern wieder in «seine gerade Richtung zu bringen, und stösst infolge dieser Hin- und Herbewegungen des Lenkrades an irgendein Objekt, so wird das ganze Manöver zunichte gemacht. Als die gefährlichste Folge des Schleuderns kann das Ueberschlagen des Wagens bezeichnet werden. Die Hinterräder schleudern zur Seite, stossen dabei möglicherweise an einen. Baum oder Randstein, der Wagen gerät ins Kippen und überschlägt sich. Oder aber der Lenker macht eine ausserordentlich heftige Bewegung mit dem Lenkrad, um den Anprall der Hinterräder an das Hindernis zu vermeiden, wobei dann aber vielleicht das Vorderrad an irgendein anderes Hindernis am Strassenrand stösst. Auf einer sehr gewölbten Strasse können diese Lenkmanöver den Wagen dazu bringen, dass er mit der ganzen Breitseite nach dem Strassenrand hinrutscht. Auch in diesem Falle besteht grosse Gefahr eines UeberschJagens des Fahrzeuges. Man darf nicht vergessen, dass bei hoher Schnelligkeit eine ganze Serie von Geschehnissen mit förmlich blitzartiger Geschwindigkeit sich abspielt. Die beste Regel für den Fahrer ist daher, auf gefährlichen Strassenteilen jedwede Vorsicht gegen ein unbeabsichtigtes Schleudern anzuwenden. Die wahre Kunst des erfahrenen Lenkers liegt darin, zu wissen, wann er bestimmte Manöver nicht ausführen darf. Er hat sozusagen «Strassenverstand» und «Verkehrsverstand», er hat Kenntnis der Strassenoberfläche sowie der Witterungseinflüsse, desgleichen einen deutlichen Begriff von den Möglichkeiten der verschiedenen Arten des Schleuderns, wie sie aufzutreten Auf stark gewölbten, schlüpfrigen Strassen rcr- • inei'de man ein scharfes Anziehen der Bremsen. pflegen. Dank seiner gründlichen Erfahrung r Wird er seine Geschwindigkeit sowie seine JFähttechnik diesen Umständen anpassen. : '*"