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E_1933_Zeitung_Nr.058

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Wagen vorüber und

Wagen vorüber und versuche, so schnell als möglich darati vorbeizukommen. Wenn es ; sich um' einiXangstreoketirennen handelt, "winke,ich., däijn nach einiger Zeit meinem Beifahrer an der Böxi'zu. Der Gedanke, den Wagen verlassen zu müssen, quält mich so, dass ich am liebsten im Rennen bleiben und ihn im. Stiche lassen würde; aber das gemeinste aller Verbrechen „ ist .Ungehorsam gegeji den. Rennchef., Und so verlässt mich der'Wagen, und ich-bleibe allein mit meiner alten Nervosität zurück. So müde ich bin, so kann ich dennoch sieht schlafen, denn das viele Reden in den Boxen und der bekannte, alle paar Minuten zu hörende Laut meines Wagens verhindern: mich daran. Ich kann es mir njeht yqrstellea, dass ihn jemand besser fährt als.;icii,.bb^chon ihn mein, Beifahrer besser in dfa Hängen,hat, .und ich .bin be- , reit, die Maschine sqhqn lange-vor der vereinbarten Zeit wieder zu tibernehmen. Das Rennen geht weiter, die Aufregung des Publikums schwillt und die Rundenzahlen der. Wagen steigen bei der Zeittafel an. Immer mehr Wagen fallen aus, immer mehr liegen mit Panne am Strassenrand. Dann kommt vielleicht auch jene schlimme Stunde, da mich ein neuer Ton in der Maschine vor Störungen warnt, utid bevor ich die Boxen erreichen kann, liege auch ich mit Defekt am. Rande der Strasse. -Die Wagen, die ich führte, waren von meinen Mechanikern stets so sorgfältig vorbereitet wo! den, dass mir dies nur ganz selten zustiess. Doch es war jedenfalls schrecklich genug;- ich sprang aus dem Wagen, versuchte mich" vergebens zu beruhigen, und wenn ich den Fall hoffnungslos fand, ging ich voll. Elend und Jammer zu Fuss nach den Boxen, um das Rennen der andern Konkurrenten weiter zu verfolgen. Doich jene seltenen Augenblicke, in denen ich, Sieger, wurde, waren die schönsten meiner ganzen Karriere, und eine herrliches Siegesgefühl beseeligte mich. Schon einige Zeit vor dem Schluss des Kampfes war ich von meinem Sieg benachrichtigt, und beim Beginn" meiner letzten Runde begann die Menge zu schreien. Längs der ganzen Strecke stieg der Lärm an, und als ich nach ier -letzten Runde in die Gerade einbog, connte* ich. das Publikum in den Tribünen sich erheben und an die Abschrankung drän*- gen sehen. Hüte wurden geschwenkt und der Beifall war lauter denn je. Als ich anhielt, fühlte ich mich vor Erregung zittern. Doch; diese Annahme erwies sich bereits bei oberflächlicher Betrachtung als unzulänglich. Die Gesteine waren weder ihrer Form noch Jhrer 'chemischen Zusammensetzung nach dieser Tiegel ist die Tatsache, dass die Diebe .„mit den Eulguriten verwandt. Vielleicht, wurwie ich* aussteigen-"wolte, schien" ihich ein un- '. *aüs einer, Vitrine- drei. Gesteinspröben mH**" "den sie durch Witterungseinflüsse ocler bespJireibiicHer Wirbelwind zu erfassen, von .genommen haben, deren Ursprung seinerzeit •bakterielle Verwüstungen aus bekannten Ge- meinem Sitz zu erheben und mich mit Blu* zu den leidenschaftlichsten Debatten geführt men zu überschütten; man hängte Blumenkränz^iUm-meinen Hals.-drückte"sie in meine sel darstellt. hat und auch heute noch ein ungelöstes Rät- Hände, und Champagner rann mir prickelnd Diese Gesteinsproben wurden seinerzeit durch die Kehle. Alle meine Konzentration aus Kambodscha zur Begutachtung nach ' verliess mich in beschämender "v/efse, ich Paris gesendet. Mehrere hervorragende war betäubt, ergriffen und über alle. Begriffe Mineralogen und Geologen untersuchten sorgfältig diese exotischen Gesteine, sie glücklich. Die Mannschaft, der ich ange- wurden hörte, bahnte sich zu mir einen Weg und spendete mir jenes Lob, das sie: selbst auch verdiente. Freunde schlugen mir kameradschaftlich auf die Schulter. Menschen, die mir völlig unbekannt waren, drängten. Sich zur Gratulation um mich. Ich sah nichts als Köpfe, roch nichts als Blumen, hörte -nichts als Hochrufe. Jedermann freute sich übermein Glück wie ich selber; einige lachten, einige weinten und einige küssten mich. Sobald eine gewisse Beruhigung eintrat und nur noch hundert statt tausend Stimmen riefen, setzte die Musik mit der Nationalhymne ein, was wiederum mit neuem Beifallsgeschrei begrüsst wurde. Doch während dieser ganzen Zeit stand der wahre Held -dieses Rennens, für den dieser. Tag die Krönung einer mohatelangen Vorbereitung, ja das Ziel seines Lebens bedeutete, abseits : nämlich der niedrige, staubige Wagen. Ruhig und zufrieden erholte er sich von seiner Anstrengung, ein Kranz von Blumen um den Kühler, während-das Volk sich um ihn drängte. Nach dem Siegesjubel folgte dann die Preisverteilung. Das Rennen war vorüber, das Publikum würde nun lanze Zeit nichts mehr Aehnliches zu sehen bekommen. Als ich endlich die Feier verliess, musste ich mir mit meinem Wagen einen Pfad durch die Menge bahnen. Schliesslich. erreichte ich doch m«in Hotel, in Gedanken an die folgenden Tage versunken, in denen ich mit meiner Mannschaft über jede Runde des Rennens reden und von den Erlebnissen der andern Fahrer hören würde. Ich erwartete einen grossen Haufen von Telegrammen aus aller Welt. Auch an die Zeit vor dem Rennen dachte ich zurück, als mein vorzüglicher Wagen noch ein einziger Haufen Schrauben und Stahlstücke bildete und die Berechnungen noch nicht erlaubten, zuversichtlich zu hoffen; ich erinnerte mich an die gross'e Ausdauer der Mechaniker und die Zweifel und Befürchtungen, die ich immer wieder hegte. Schliesslich schlief ich mit solchen Gedanken und unter Mithilfe des Champagners dennoch ein, während draussen in ^len Strassen der Verkehrslärm weiter summte. Die rätselhaftesten Gesteine der Welt In der mineralogischen Sammlung der Pariser Universität wurde kürzlich ein Diebstahl entdeckt. Es war eine Anzahl von Schmelztiegeln verschwunden, in denen offenbar die unbekannten Diebe Wertobjekte vermuteten. Interessanter als das Verschwinden chemisch analysiert, auf ihre Struktur hin mikroskopisch geprüft und dann kam man zu einem sonderbaren Ergebnis: die chemische Analyse war ohne weiteres durchzuführen AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° 58 und ergab ein recht kompliziertes, Jedoch nicht absonderliches Bild von der Zusammensetzung der Gesteine. Die weitere Untersuchung führte jedoch zu dem erstaunlichen Resultat, dass diese Gesteine eine völlige Abweichung von der geologischen Beschaffenheit des Bodens, wo sie gefunden worden waren, aufwiesen. Obwohl ihre Art zahlreichen irdischen Gesteinen glich, Hess sie sich mit keinem der uns bekannten identifizieren. Die Geologen und Mineralogen fanden sich also vor einem Rätsel. Es galt, irgendwo den Ursprung der Steine zu klären. Es tauchte eine ganze Anzahl von Hypothesen auf, die alle recht abenteuerlich klangen. Zunächst: Es handle sich um zersprengte Stücke von Meteoriten. Diese Vermutung Hess sich am leichtesten widerlegen. M. Lacroix, ein Spezialist auf diesem Gebiete, wies nach, dass die rätselhaften Gesteine in ihrer chemischen Zusammensetzung von den Meteoriten vollkommen abweichen. Es ist bekannt, dass viele tausende Meteoriten zu jeder Stunde auf unsere Erde niedergehen. Diese Meteoriten sind meist zersprengte Stücke von zerrissenen Kometen. Wenn sie in ihrer vagabundierenden Fahrt durch die Gefilde des Weltraums vom Schwerfeld der Erde eingefangen werden, dann stürzen sie, in der irdischen Atmosphäre sich entzündend, herab. Hunderttausende solcher Meteoriten, deren Grosse von wenigen Dekagramm bis zu vielen tausend Tonnen variiert, wurden auf ihre chemische Beschaffenheit hin untersucht. Ihre Zusammensetzung ist uns bestens bekannt. Nun waren diese Steine von den Meteoriten so verschieden wie möglich. Mit dieser Hypothese war es also nichts. Sie sind vielleicht von irdischen Vulkanen ausgespien worden. Auch diese Vermutung scheint falsch zu sein. Denn in Mittelaustralien fand man solche Gesteine in einem Umkreis von sechzehntausend vUadratkilometer. Es gibt keinen Vulkan auf Erden, am allerwenigsten in Australien, dessen Eruptionskraft aus- • reicht, um Gesteine auf solche Entfernungen hin zu schleudern. Vielleicht sind es Fulguriten, so nennt die Wissenschaft die durch Blitzschläge im Sand erzeugten röhrenartigen Verglasungen, die an Länge oft mehrere Meter messen. Auch steinen erzeugt. Auch dies widerspricht unseren wissenschaftlichen Erfahrungen. Man war mit Recht auf des Rätsels Lösung gespannt; es blieb schliesslich noch eine Hypothese, die gleichfalls erwogen wurde. Die Gesteinsproben sollen unirdischen Ursprungs sein und von dem uns nächstliegenden Weltkörper, unserem Erdenmond, in unsere Welt gekommen sein. Danach sollen diese Steine Würflinge der Mondvulkane sein. Da die Forschung von heute der Ansicht ist, dass es auf dem Mond keine Vulkane gebe, so war freilich auch diese Hypothese nicht mehr als eine unhaltbare Vermutung. Da jetzt die Gesteine verschwunden sind, ist die Hoffnung, des Rätsels Lösung zu finden, noch geringer. Allerdings gesellt sich nun zu diesem Rätsel ein anderes. Was mögen die unbekannten Täter mit der Mitnahme dieser an sich wertlosen Gesteine bezweckt haben? Die Dame mit dem Autoschlüssel. Man soll jungen, schönen Damen gegenüber nicht zu hilfsbereit sein. Das beweist ein Vorfall, der sich kürzlich in Rosenheim abspielte. Auf einer der grossen, breiten, makadamisierten Landstrassen, die durch das bayrische Hochland nach Rosenheim und München führen, ging vor nicht langer Zeit ein junger, elegant gekleideter Herr eiligen Schrittes dahin und wäre dabei fast mit einer sehr schick gekleideten jungen hübschen Dame zusammengestossen, die am Strassengraben sass, ein rührendes Bild der Ohnmacht und des Jammers. Sie hatte, so erzählte sie dem jungen Mann, sich den Fuss verstaucht und konnte nicht mehr weiter. Ihr Auto käme erst in einem Tage nach, da es in der nahen Stadt einer dringenden Reparatur unterzogen werden müsse. Dabei wies sie zur Bekräftigung ihrer Erzählung den Schlüssel für das Auto vor, den sie sorglich in ihrem Portemonnaie verwahrt trug. Nach ein paar mühsam vollführten Hinkversucben schrie die Bedauernswerte wieder laut vor Schmerz auf und sank dem jungen Ritter in die Arme, der das nächste freie Auto anhielt und sie als Kavalier bis nach Rosenheim begleitete, wo er sie im besten Hotel der Stadt unterbrachte und festlich bewirtete. Als aber drei Tage vergingen, ohne dass das Auto der jungen Dame aus der «Reparatur» gekommen war, bekam der hilfreiche Herr doch Zweifel an der Glaubwürdigkeit der ihm gegenüber gemachten Angaben. Ueberdies, erstattete die Hotelleitung die Anzeige, und die Polizei zerstörte durch ihre Erhebungen grausam alle Träume. Die Dame war eine Hochstaplerin, die schon in einer ganzen Reihe bayrischer Kurorte denselben Trick mit dem. Autoschlüssel aufgeführt hatte. Immer hatte ihr irgendein liebenswürdiger Herr zu ein paar kostenlosen Tagen verholfen. & Im Grünen oder Im Waren Ist fidel, schmeckt besser und ist billiger. verlangen Sie Proviant-Tatche Fr. 10,80 für 2 Persontn Auto-Tourlng-Sack für 6 Perionen RtformhiDs Ifet^l zur Meise MQnsterhof "IllrltU «.UNCII Überall mitnehmen als Dessert oder Erfrischung auf Pio - Nie - Fahrten, Ausflügen, Besuchen, usf. können Sie Ice Cream in der Pio-Nic-Packung (Tiookeneis-Packting für eine Küfildauer von 10 Stunden, vollkommen kostenlos, also ohne Aufpreis). Ice Cream ist immer aus der hygienischen Packung heraus, sofort servierbereit. FÄMIUENBLOCK für 4r—5 Personen, in verschiedenen Aromas, auch panaschiert, ä Fr. 1.80 der Block. BOMBEN für 8—10 Personen, in Nougat-Rum od. Ananas - Kirsch ä Fr. 4.50 ERHÄLTLICH Bern* Biel, thun und Burgdorf in allen grösseren Milchgeschäften. .t.. das Rahmprodukt mit natürlichen Aroma- Stoffen. 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N»58 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE 19 EU? Strandpyjama oder Badekleid? auch Shaw in seiner «Heiligen Johanna» kundgab, verteidigen. Nunmehr ist es Marlene Dietrich, eben aus Hollywood zurückgekommen, der man die Männerhosen verargt, so dass Mr. Chiappe, der sehr sittliche Polizeipräsident von Paris, sich zu einer «Hosenverwarnung» veranlasst sah. Weil nämlich ein französisches Gesetz den Frauen das Hosentragen in den Strassen der Grossstadt verbietet. Und man drohte der vielgefeierten Marlene sogar mit Verhaftung, wenn sie ihre gutsitzenden Hosen, mit denen sie das Schiff verliess, in dem weiss Gott, alle Art Kostümierungen gewohnten Strassen von Paris spazieren führen wolle. So vertauschte Marlene die grauen Flanellhosen mit einem engen Rock, aber ihr Oberteil blieb ganz männlich bekleidet, bestehend aus Oberhemd, Schlips und Sakko, so dass man, begegnete man ihr beim Frühstück im Little Hungary, wirklich nicht wissen konnte, ob ihre berühmt schönen Beine unter dem Tisch in einem Rock oder in Hosen stecken. Dieses Hosenverbot hat auch die französischen Modekünstler veranlasst, den Frauen für die Badesaison nicht mehr ausschliesslich Strandpyjamas, sondern als Neuestes Strandkleider zu schaffen, die schürzenartig über dem Badeanzug getragen werden und in der üblichen Kleidlänge durchaus sittlich und weiblich wirken. Diese Badekleider sind meist hinten zugeknöpft, aber nicht durchgehend, so dass beim Schreiten sich der Schlitz des engen Rockes Öffnet und man die mehr oder weniger schönen Beine, deren Oberschenkel gewöhnlich in andersfarbenen Badetrikots stecken, während die schön pedikürten Füsse mit Holzsandalen bekleidet sind, dennoch ausgiebig bewundern kann. Die Französinnen glauben eben immer noch an den Reiz des ALLES für die HAARPFLEGE der modernen DAME ii TAGES-, SPORT- und GESELLSCHAFTS- FRISUREN Ausgeführt von ersten Kräften zu zeitgemässen Preisen im tfftOJ Nun ist doch endlich die Badezeit gekommen, und mit ihr wird auch wieder das die Frauen aller Länder übrig hatte, dass er «Halbverhüllten»! Paul Poiret, der so viel für Thema «Strandpyjama oder Badekleid» aktuell. Der Hosenrock scheint allerdings schon opferte, zeigt gegenwärtig im Printemps, ihrer Verherrlichung sein ganzes Vermögen früher in Frauenköpfen gespukt zu haben. einem der grössten Warenhäuser von Paris, Schon die Jungfrau von Orleans, die man verbrannte, ein paar Jahrhunderte später zur Frage, ob Rock oder Hose, zur Diskussion eine Bademodescb.au, in der er gleichfalls die Heiligen erklärte und nun alljährlich in allen stellt. Er, der Erfinder, oder sagen wir besser französischen Städten mit grossen Aufzügen der Wiederbeleber des orientalischen Hosenrocks, hält im Innersten seines Herzens noch als Nationalheilige feiert, musste sich gegen den Vorwurf des Hosentragens, wie uns immer zur Hose, aber er macht doch Konzessionen und zeigt deshalb gleichermassen Strandhose und Strandkleid. Jedoch die Masse wird sich weiter für das Strandpyjamas erklären, weil es nämlich sehr bequem ist und die Beine viel dezenter bedeckt und verhüllt als das kurze, enge Badekleid, und somit wird sich diese Frage praktisch erst lösen, wenn das Strandleben beginnt Zudem macht das lange Strandpyjama, gerade wie das Abendkleid, sehr schlank, und was man unten verhüllt, stellt man «oben» freigebig zur Schau, denn der Rücken ist meist nur von gekreuzten, einem einzelnen oder gar keinem Träger bedeckt, auf dass die Lungen weidlich Sonnenund Luftbäder geniessen können. Aber nackte Beine und nackter Rücken, das scheint selbst der Französin zuviel des Guten auf einmal, obwohl Pyjama wie Badekleid meist von kleinen schützenden Jäckchen begleitet sind. Die ganz Modernen sympathisieren mit Marlene und bringen enge Hosen aus Bastseide und Flanell, ganz männlich mit Vorderschluss und Mess- oder Smoking- oder Getonjacke mit kurzen Aermeln, auch entsprechender Seekadettenmütze mit Schirm, aber diese Anzüge sind so pretenziös und verlangen soviel weibliche Schlankheit und Schönheit, dass nur die wenigsten mit Erfolg davon Gebrauch machen können. Da aber ein modernes Badetrousseau heute wirklich nicht nur aus einem einzigen Strandpyjama bestehen kann, möchte ich den Vorschlag machen, zwischen Pyjama und Badekleid zu wechseln und dann den Paris zu suchen, der hier als Preisrichter den Apfel der Schönheit verteilt. Zumal Aepfel in der modernen Diät der Frau, die auf sich hält, eine wesentliche Rolle spielen, und seien es auch nur Paradiesäpfel... Die neuesten dieser Badeensembles, Moderne Korperpflege auf wissenschaftlicher Grundlage Dit Dame und das Auto. Bild Ton der kürzlich stattgefundenen grossen Pariser Schöhnheitskonkurreaz für Automobil«. zu denen Gürtel, Kappen, Mützen, Mäntel, Jäckchen, Taschen, Schirme, Schals, Sandalen, Ketten und Armbänder als unerlässliche Ergänzung gehören, sind ausser mit dem Anker der Hoffnung jetzt auch neuestens mit dem Rettungsring geschmückt, bald gestickt, bald aus Zelluloid, Nickel, eine hübsche «Schutzmassnahme»; denn dieser Rettungsring kündet laut sein SOS und soll unsere Seelen vor allzu heftigen «ländlichen» Attacken schützen. Wo es nur angeht, sind diese nautischen Embleme, selbst auf Taschen und Gürteln, angebracht. Sogar auf der Tischwäsche für das Weekendhaus. Selbstschutz vor Gefahr! Selbstverständlich sind die Farben Blau, Weiss, Rot in all ihren Zusammenstellungen in und auf dem Wasser die beliebtesten, aber wer Abwechslung sucht, hält sich auch an apartere Zusammenstellungen. Sehr oft bestehen diese Strandkleider auch aus einer kurzen Hose fürs Sonnenbad, über der noch ein offener Rock getragen wird, der im Sonnenbad oder zur Gymnastik abgenommen wird. Ausser in sehr viel feingestreiftem Jersey zeigt man diese Ensembles jetzt in einem neuen, feingestreiften, gerippten Drell und Leinen, sehr viel blauem und weissem Leinen. Allerliebst sind die kleinen dazu gehörigen Jäckchen, zu denen auch immer ein aparter Schal gehört. Besonders schön und kleidsam in all der tollen Maskerade erschien mir ein schlichter, schwarzer Wollpyjama mit sehr weiten Hosen und viereckigem Vorderausschnitt, zu dem eine strenge weisse Piquejacke mit Herrenrevers und halblangen Aermeln gehörte, dazu eine längliche Bobbykappe. Neuestens gibts dazu schwarze und weisse, längliche Glasknöpfe. Die Gürtel zu den verschiedenen Strandmodellen sind oft aus einfarbigem Hanfstrick, und V6ra Bore"a, eine pikante italienische Prinzessin, gibt ihren Strandkleidchen als Gürtel ein Springseil mit farbigen Holzkugeln mit auf den Weg, weil sie der Ansicht ist, übrigens eine Meinung, die ste auch mit vielen Gymnastiklehrern teilt, dass «Springen» die beste Medizin zum Schlankbleiben oder -werden sei. Auch gehä" kelte oder geflochtene Gürtel aus Hanf u. Bast stehen allerorten zur Verfügung, oft mit dem berühmten Anker und Rettungsring geschlossen. Dass an Bademänteln, teils gestreift, teils aus reizenden Frottdstoffen, kein Mangel herrscht, immer in Formen, die sich der letzten Mantelmode anpassen, ist wohl nur zu begreiflich. Auch die entsprechende Farbenzusammenstellung ist im Lande des guten Geschmacks selbstverständlich. So wird auch dieses Jahr wieder der Strand zur farbigen, lebhaften Mode-Revue, bei der Toiletten in allen Phantasien und schillernden Farben auftauchen- Es bleibt der letzte Wunsch, dass auch noch das Wetter sein Einsehen hat und uns einen schönen, warmen Sommer beschert, der den Frauen erlaubt, zu zeigen, was sie an neuen Ideen ausgeheckt haben. Amerikan. Brust-Ueberhose in Braun, Blau und gestreift von Fr. 9.— bis Fr. 13.—, extra starke Ware. Tausende tragen dieses praktische Kleid zum Wagenreinigen. Wasserdichte Deberhosen zum Wagenwaschen unentbehrlich Fr. 19.— (Taillenumfang angeben). SALON „CECIL" G. DINGER - ZUERICH üntheschergasse 3 - Telephon 39 467 F. OEHRLI, Berufskleider-Spezialhaus, Weinmarkt 15, LUZERN und Aarberqerqasse 46, BERN im WIENER-SALON ERNA-LYDIA, ZÜRICH Gesichtsmassagen, Manicure, Pedicure Entfernung von Warzen Blaulicht-Hochfrequenz und Quarzbestrahlung Elektr. 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