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E_1933_Zeitung_Nr.062

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20 rfUTOMOBIL-REVUE

20 rfUTOMOBIL-REVUE 1933 - N» «3 s Die Zutahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in «-». R. vtragners CH Tourlng, Führer fOr Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. LENZERHEIDE Fein bürgerliches Haus. Zentral in eigenem Orchester. Tennis. Weekend-Arrangements. 4810 m üb. Meer. (Graubünden) grossem Park. Grosse Gesellschaftsräume. Ganzjährig geöffnet. Garage. Tel. 72.81. F. Brenn, Propr. Dir. Das Familienhotel m. massig. Preisen. Ganze Jahr geöffnet Ihr Aufenthalt bei Ferien, Ausflügen oder Weekend. Raststation für Reisende nach dem Engadin oder Davos. Restaurant, Terrasse, originelle Bündner- & Jägerstube. Garage. Benzintank. Telephon 72.35. Dir.: Chs. Burhop. Bestempfohlenes ruhiges Familien-Hotel in nächster Nähe des ~ ~~. ~ ~ ~ *7~~n Caumasees. Moderner Komfort. Zeitgemäss reduzierte Preise. Das W A L D H A U S ganze Jahr geöffnet, Garage. Telephon Nr. 8. HOTEL, T. C. S. Gutgeführtes bürgerliches Haus. Aussichtsreiche Restaurationsterrasse. 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Bei Herrenhüten muss die Wahl nicht zuerst auf ausländische Marken fallen, nachdem auch hier eine Schweizer Industrie sich so eifrig Mühe um Erzielung einer hochstehenden Ware gibt. Und ebensowenig müssen durchaus ausländische Leder- und andere Gürtel her. Auch da regiert der Modewechsel die Produktion, nach ihm richten sich übrigens ebenso Handtaschen und die Kofferndustrie. Zweckmässigkeit und elegante Lösungen dieser Aufgaben lassen dieses Gewerbe als hochstehend erkennen. Frauen lieben Schmucksachen, sei es nun Phantasieschmuck oder echtes Geschmeide. Die Kunst des Juweliers ist in vornehmen Geschäften unserer Qrossstädte zu Hause, industriell wird sie in Genf vor allem geübt. Ueber die gen sind in der Kinderpsychologie als « weisse Lügen > bekannt.) Diese Lügen aus Phantasie entstehen manchmal wirklich aus einer überregen Einbildungskraft. Erzählen doch selbst bekannte Dichter, dass sie sekundenlang Gestalten ihrer Dichtung für wirklich© Personen nahmen. Ibsen stellt in seinem Peer Gynt einen solchen Lügner aus Phantasie dar. Wie eine richtige Mutter, so bös ist Peers Mutter über seine Aufschneidereien. < Peer, du lügst >, ruft sie schliesslich bitterböse aus. Wohl lügt Peer aus seiner überreichen Dichterphantasie, aber er lügt auch und phantasiert gerade aus seinem Wunsch, der schäbigen Wirklichkeit, in der er lauter Niederlagen erlebt hat, davonzulaufen. Diese selbe Zauberphantasie Peers anze Westschweiz verbreitet aber ist dieverklärt das Totenbett Aases mit dem wunderbaren Märchen vom Ritt ins Zauberland, Uhrenindustrie, die jene zum Schmuckstück werdenden Armband- und Taschenuhren wo alle Wünsche Erfüllung finden. schafft, welche die Schweizer Uhr zur Berühmtheit erhoben haben. Einige kleinere Geltungsbedürfnis gibt es aber die eigent- Ausser dieser Lüge aus Phantasie oder ndustrien, die der Kleidung dienen, wie verwandten Zwecken, haben wir nicht genannt. hafte und bewusste Entstellen von Tatsaliche, die «schwarze Lüge >. Das zweck- Wenn aber die Schweizer Frau als Käuferin chen, das feige Verschweigen, das Verleumden, die Schuld auf einen andern schieben, mmer wieder fragt: «Ist dies Schweizer Ware, was Sie mir zeigen? » und betont, sie die Verantwortung durch Lügen ablehnen. kaufe nur solche, dann wird sie noch auf Nun habe ich in meiner reichen Praxis aber manches Schweizerprodukt stossen, auf die Erfahrung gemacht, dass auch solche schöne Knöpfe beispielsweise, auf sehr gediegene Schirme, auf handgearbeitete Spitzen, entspringen, sondern aus der Situation, hl Lügen nicht einem «schlechten Charakter > auf ebenso materialschöne wie elegant ausgeführte Handschuhe, auf Parfümerien, und nen Fall das Lügen verteidigen, im Gegen- der ein Kind drin steht. Wir wollen auf kei- sie wird durch ihr Interesse dazu beitragen, teil : wir wollen aufrichtige, wahrhaftige diesen teilweise jungen und heute bedrängten Kinder, aber wir haben erfahren, dass durchaus nicht immer die Kinder die Schuld an ndustrien zum Leben und zum Gedeihen zu Verhelfen. Und damit erfüllt sie eine volkswirtschaftliche Mission, treibt wertvollsten spiel den zu strengen Vater an. Das Kind ihren Lügen trifft. Da sehen wir zum Bei- Heimatschutz. E. Seh. fürchtet sich vor ihm, Vater und Kind verstehen einander nicht gut, der Vater gerät leicht in Zorn, und der Bub hat wirklich andere Neigungen, als sie der Vater erhofft hat Ein Kapitel Erziehung Was führt das Kind zur Lüge ? (ein erschütterndes Beispiel Michael Kramer Der sehr empfehlenswerten «Eltern-Zeitschrift» von Hauptmann). Das Kind lügt aus Angst. (Verlag: Orell Füssli, Zürich) entnehmen wir den Es will den langen Auseinandersetzungen folgenden Aufsatz eines Arztes, der für alle Eltern entgehen, und schon Rar einer körperlichen Interesse haben dürfte. Züchtigung. Wir können von den Kindernnicht erwarten, dass sie sich lieber verhauen * Eine Mutter sitzt bei mir in der Sprechstunde. « Mein Kind lügt. Ich bin darüber lassen, als zu lügen. Gewiss wird ein tapferes Kind lieber eine Verfehlung auf jede Gefahr hin eingestehen, aber die schwächeren, mutloseren suchen den leichteren Weg des Ausweichens, Sich-Drückens. Es ist den Kindern zumeist gar nicht wohl beim Lügen. verzweifelt. Mein Mann und ich sind wahrheitsliebende Menschen, und ich weiss nicht, wie mein Kind zum Lügen kommt. Ich habe es mit'dem Mädchen in Güte und in Strenge versucht, und da ich mir nicht mehr zu helfen weiss, bestrafe ich das Kind mit Schlägen. » Ich lasse mir von der Mutter mehr von ihrem Kind erzählen. Und wir versuchen; gemeinsam die Motive für das Lügen zu verstehen und so Rat zu finden... Es war in meiner alten Volksschule. Die meisten Kinder stammten aus gut bürgerlichem Hause, Steffi aber war das Kind armer Leute. « Steffi lügt », hiess es in der ganzen Klasse, und wirklich, Steffi erzählte einem des Blaue vom Himmel herunter. Sie ging schäbig und abgerissen angezogen und erzählte von den vielen Kleidern, die sie daheim hatte. So klein und unerfahren wir waren, erfassten wir doch den Zusammenhang. Gerade weil Steffi so unansehnlich war, so gar keine Bedeutung in der Klasse hatte, zauberte sie sich eine Wunschwelt hervor und wollte uns weismachen, dass diese Wunschwelt Wirklichkeit sei. Von der kleinen Steffi erzählte ich der Mutter in meiner Sprechstunde und überzeugte sie, dass das Beispiel Steffis typisch sei für eine ganze Reihe von Kinderlügen und zum Teil traf das wirklich auch auf ihr kleines Mädchen zu. Aufschneiderei ist kein angeborner Charakterfehler. Man kommt nicht als lügenhaftes Baby auf die Welt. Hinter der törichten Uebertreibung verbirgt sich gjn grosses Unsicherheitsgefühl, die Empfindung einer Minderwertigkeit und die Scham über diese. Das Flunkern und Lügen hat den Zweck, Eindruck zu machen, die Persönlichkeit zu erhöhen, glauben zu machen, man habe doch mehr Bedeutung, als man es einem ansehe. Es hat keinen Sinn, sich gegen die Lüge direkt zu wenden. Man bekämpft doch auch nicht das Fieber, sondern behebt die Ursachen des Fiebers. Wenn es gelingt, das Selbstbewusstsein eines Kindes zu stärken, es vom eigenen Wert zu überzeugen, hört das Flunkern und Mehrscheinen-wollen schon von selber auf. Moralisieren nützt dagegen gar nichts. Ich kannte ein Kind, das ganz allein den Kampf gegen die eigenen Uebertreibungen aufnahm. Es wollte durchaus wahr und ehrlich sein. Und immer wieder wurde es seinem Vorsatz zum eigenen Kummer untreu. Kaum erzählte es eine Begebenheit, war sie schon verändert und interessanter gemacht. Das führt uns zur Lüge aus reiner Phantasie. Klein Peter erzählt. « Da war eine dlosser swatzer Hund, der hat den Peter debissen. > Es war aber bestimmt kein Hund da, und also hat ihn auch keiner gebissen. War das nun eine blosse Geschichte, die uns unser Peter erzählen wollte ? Oder hat er uns was erzählen wollen, was gar nicht wahr war ? Nun von Klein-Peter verlangen wir noch nicht solch scharfes Unterscheidungsvermögen. Es gibt aber viel grössere Kinder, die solche Phantasielügen erzählen. (Diese Lfi- Erst nach vielen Jahren der Uebung sozusagen stumpfen sie ab. Kinder haben ein sehr feines Ehrgefühl. Ich weiss von Kindern, die sehr leiden, wenn sie sich mit einer Lüge auszuhelfen müssen glauben. « Lisbeth, hast du von der Konfitüre genascht ? » « Nein », ist die schnelle Antwort. Kaum hat Lisbeth ihr Nein gesagt, tut's ihr schon leid. Das Nein ist aus der momentanen Scham gekommen, die Naschhaftigkeit zuzugeben. Aber was nun. Wie kann man die Lüge gut machen ? Jetzt zu sagen, ich habe gelogen, ist noch viel viel schwerer. Und so Iässt es Lisbeth sogar zu, dass das Dienstmädchen verdächtigt wird. Lisbeth ist sehr verzweifelt über ihre hässliche Feigheit, kann aber aus ihrem eigenen Netz nicht mehr heraus. Es gäbe nur ein Mittel, ihr jetzt zu helfen : die Beichte leicht machen. Nicht den Moralischen spielen, nicht entsetzt sein über eine durchschaute Lüge, nicht Busse und sichtbare Reue fordern. Ich habe vielmehr erlebt, dass es zum Guten führt, eine kleine Unwahrheit zu ignorieren oder nicht viel Aufhebens zu machen. Ich sage höchstens, gelt, Lisbeth, lügen, das tun wir nicht. Das ist einem ja nur selber unangenehm. Ich weiss das von mir. Denn, und das sage ich Lisbeth nicht mehr, seien wir doch keine Pharisäer. Denken wir daran, dass wir Grossen gar nicht so bedingungslos wahr sind, selbst wenn unsere Lügen nur kleine konventionelle Gesellschaftslügen sind. Ein Besuch langweilt uns tödlich. Sagen wir ihm das vielleicht ? Unsere « Ausreden » sind doch auch Alltagslügen, und oft genug ziehen Eltern ihre Kinder bei diesen Lügen ins Vertrauen. «Der Einzüger ist da, Mama.» «Sag' ihm, ich sei gerade weggegangen. » «Räum' die Unordnung schnell weg, eh Papa sie sieht» usw. usw. Bekanntlich wirkt das vorbildliche Sein stärker als gute Ermahnungen. Wenn unsere Kinder sehen, dass wir selbst den Mut zur Wahrheit haben, ist das ein gutes Beispiel. Wenn wir die Kinder nicht einschüchtern und nicht verzärteln, wenn* wir ihnen stets wirklich verstehende gute Freunde und nicht hochmütige Richter sind, werden sie uns ihr grenzenloses Vertrauen schenken, und die Lüge wird keinen Raum in unserem Zusammenleben haben. Dr. E. H.-F. 'Zas Beste vom Besten.' fast übepält' erhpltltcf?,t Emmenrälische ObstweineenöSsenscnaft' Ramsö

N»6S - 1933 'AUTOMOBIL-REVUE 21 Zwei erinnerangshelle Bundesfeiern Hermann Aellen. Wenn ich aus dem tiefen Schacht der Erinnerung die zwei hellsten Bundesfeiern meines Erlebens heraufhole, so komme ich in dieses frohe Erzählen: Die eine, auch zeitlich erste, fand mich auf einer hohen Alp im Saanenland, meiner engern Heimat des Bürgerbriefes, und es war so: ich hatte mir und meinen Kindern eine einsame Höhe ausgesucht und den ganzen Nachmittag über Tannreis zur Feuerstelle getragen, um selber einmal, wie die Sennen es tun, ein Feuermal in der ersten Augustnacht zu entzünden und für mein Treuebekenntnis zur angestammten Heimat der Väter weithin zu zeugen. Ein erhabenes, geheiligtes Beginnen schien mir das zu sein, und die Vorfreude daran war hell auch ohne das aufspringende Feuer danach. Als dann die Nacht gemach ins Tal sank und die ersten Feuer auf den Bergen ringsum eins nach dem andern im feierlichen Kreis auflohten, setzte ich meinen Holzstoss in Brand. Hoch auf schoss die Flamme am dürren Holz, wir alle umstanden das erhöhte Feuerzeichen beglückt und erwärmt — vom erleuchteten Geburtstagsabend unserer Nährmutter Helvetia und vom Feuer, das ihr zu Ehren sein Zeichen in die Nacht brannte. Drohte der Holzstoss verzehrt zusammenzufallen, schürten wir das Feuer mit neuem Bergholz, und es war ein Eifer sondergleichen, wie um einen Opferaltar. Dann wieder horchten wir hinaus in den von so vielen Feuerzeichen erhellten Abend, vernahmen weither Jodlerrufe von heimatfreudigen Sennen, und es war mir, als hätte selbst die Erde aufgehört zu atmen, um genauer hinhorchen zu können auf die Stimmen und Seligkeiten, die in diesem hellen Abend ^schwangen. Der lodernde Holzstoss vor mir wuchs in diesem Feueraugenblick zu einem Symbol für alles gute Wollen um die Heimat auf und in seinem weithin über Abgründe leuchtenden Licht fand ich auch, wie mir schien, das rechte Wort für die Bereitschaft zur Tat dieses Abends: Den Holzstoss hoch jetzt aufgerichtet! Darauf den Hass und Neid geschichtet Und dann den Flammenmund genährt Und ihm den Giftelrass gewährt. Aas schwarzer Nacht Wird rote Glut, Aus roter Glut Wird helle Pracht. Im Feuerrot erlischt die Not! Es glüht und blüht Und flieht und sprüht Aufs Schweizerland der Einigkeit In alle grosse Ewigkeit. Meinen Wachtposten verliess ich erst, als die Nacht völlig hereingesunken war und alle Feuer in der Runde erloschen. Dafür blieb eine Helle in mir zurück, als ich den Weg zu meiner Feriensennhütte zurückschritt und ein köstlich Wissen um einen Bundesfeierabend, der mit Weihen mehr denn mit Worten erfüllt war, so wie er sein soll. Das anderemal war es im zweiten Kriegsjahr. Das Tessinervolk strömte in Scharen auf die Piazza Indipendenza zu Bellinzona, um der Bundesfeierrede ihres und unseres Magistraten Giuseppe Motta andächtig zu lauschen. In diesem schicksalsschweren Kriegsjahre, das auch den Eintritt Italiens in den Weltkrieg brachte, bekleidete Motta zum erstenmal die hohe Würde des Bundespräsidenten. Lange schon vor Beginn der Feier hatte sich der weite Platz diszipliniert, aber von froher Erwartung bewegtem Volk aller Stände und Klassen. Auf demselben Platz war es, der mehrmals stürmische Kundgebungen des Unabhängigkeitswillens und der Zugehörigkeit zur alten Eidgenossenschaft gesehen hatte. Nun fand sich diesmal entschlossener Abwehrwille im Völkersturm zusammen. Von einem Beifallsorkan empfangen, trat schliesslich der Bundespräsident vor sein Tessinervolk auf einen Balkon hinaus und begann weithin vernehmbar seine von heller Begeisterung und freudiger Impulsivität erfüllte freie Rede, minutenlang unterbrochen von ausbrechendem Beifall. Eine Heimat, ein Volk, eine Armee, alle willens zusammenzustehen und den Krieg von unseren Grenzen fernzuhalten, Herrlich, solche Ferien! Faulenzen... Nichts zu tun o/s sich auf's nächste Essen freuen ... Es gibt etwas Feines: Gebet zur Bundesfeier Ernst Zahn. Herr, unser Gott! Heber der Heimat der Väter war deine Hand. In den grauen Nächten des Unglücks stand dein Licht ob den Bergen, einsam und gross. Aus deinem heiligen Herzen floss Kraft in der Männer Arm, heilige Kraft, die das rettende Schwert errafft, wenn der Feind steht an den Marken. Herr, unser Gott, du warst mit den Starken, warst mit den Vätern in Sturm und Schlachtl Herr, unser Gott, halte Wacht, halte Wacht über Firnen und Talgelände! Schüre der Freiheit leuchtende Brände, wie sie gluhn bei des Tages Niedergang, wann Aveläuten und Herdenglockenklang sich mischen, — das Rot, das hehre Rot, das von den Gletschern und Türmen loht und brennt in des Landes Zeichen! Lass es nimmer verbleichen, das rote Feld! Und die Scholle inmitten einer Welt, die Scholle nur, karg und arm und frei, schütze mit treuer Hand sie, unser Heimatland! Herr Gott, unser Vater, mit uns seil auf diesen Ton war die mannhafte Rede gestimmt. Lange genug waren unsere südlichen Confederati Brüder minderen Rechtes, nun sie die Freiheiten einer Republik Tessin im Bundesstaate durch Treue errungen, gaben sie, Demokraten und Gesinnungsgenossen bis auf die Knochen, solche Errungenschaften nicht leichten Kaufes preis. Dem Sprecher schwoll Zustimmung von Tausenden entflammter Volksgenossen entgegen. Ich habe niemals seither eine leidenschaftlicher aufflammende Kundgebung vaterländischen Treuebekenntnisses gesehen als damals am Bundesfeiertag in Bellinzona. Als längst die Reden verhallt waren, blieb alles auf dem Platz und staunte in den hellen Abend und in die Höhenfeuer auf den Bergen und Burgen ringsum. Dann fand sich an langen Tischen auf der Strasse ein frohes Volk eines Herzens, der Consigliere und Regierungsrat neben dem Maurer und Bergbauer von einer einzigen Ziege Gnaden, und des Landes Präsident selbst mischte sich ohne Leibwache unter sie, ein getreuer Beamter seines Volkes, nichts m_ehr und nichts weniger. _ An diesem Abend wusste ich, dass der Tessiner Losung und Forderung von jeher keine leere Phrase war, dass sie Blut ist von unserem Blut und verwachsen wie der hundert Jahre alte Rebstock im warmen Nährboden der Tessiner und Schweizer Heimat.- Sie heisst, damals und heute, für die Eidgenossen diesseits und jenseits des Qotthard, der etwa kein Trennungsberg, sondern unverrückbarer Wachtposten aus Granit oder auch Traualtar unserer Liebe zueinander ist: Ticinesi o Bernesi — Zurighesi o Vallesani, Siam' liberi e Svizzeri! Und werden es bleiben! Und nun behaupte einer, ich hätte noch hellere Bundesfeiertage erleben können! Die neue Helvetia E.W. Ich kenne ein hübsches Ding von zwanzig Jahren, gross, fest, mit braunem Haar und ausdrucksvollen Augen. Im Geschäft seiner Eltern, wo ich es zu beobachten Gelegenheit habe, betätigt es sich flink und sein Tempo ist dem Winde nah verwandt. Einer schlanker und leichter gebauten Geschlechtsgenossin dürfte dieses Mädchen, was Eile und Aufgeräumtheit angeht, jederzeit die Stange halten. Nun aber ist dieses Mädchen in der Lage, sobald es die Gelegenheit mit sich bringt, mit einer von Grund auf verspürbaren Wandlung und Veränderung aufzuwarten, die sein ganzes bisheriges Wesen nicht nur in neuem Lichte erscheinen, sondern eben dieses sonstige Wesen von aussen her und gleichzeitig von innen heraus auffallend verändern lässt. Und das geschieht allemal dann, wenn es französisch spricht. Es spricht nämlich auf eine Art und Weise französisch, wie ich bisher nie eine Deutschschweizerin gehört habe. Und das Wunder dabei: Ihr Französischsprechen geschieht ohne jegliche Spur von Affektiertheit, ganz so, als wäre es einfach seine zweite, andere Natur. Nicht nur seine Zunge läuft dann noch flinker, weit behender, nein, auch die Gebärden und Glieder werden beweglicher, das Spiel der Mienen lebhafter, das Blitzen der Augensterne blendender, das ganze Gehaben der jungen schönen Person zierlicher, quecksilberner, ein herrliches Geschäume silbriger Anmut von oben bis unten. Das Mädchen nimmt dabei zu an Liebreiz und Anmut. Der Ernst und die Klugheit, die in ihren Augen wohnen, erhalten einen neuen Schimmer von Leichtigkeit und Beschwihgtheit. Die Stirne leuchtet höher, reiner, ihr Die Zufahrtastrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R, Wagners CH Tourlng, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. tSolothurn SCHÖNBUHL rtltrenom. Gasthof. Gr. schattiger Garten. Gr. u. kl. GesellschaJtssaal. Forellen. Dtner. Z'vieri. Eig. Haus-Metzg. Zimmer v. Fr. 2.50 an. 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