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E_1933_Zeitung_Nr.060

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Luftfahrt Balbo In

Luftfahrt Balbo In Chicago begeistert empfangen. Zur fünften Etappe — Gartwright Shediac — stiegen die acht Atlantikgeschwader Balbos am 13. Juli um 14.30 Uhr (M.E.Z.) auf. Anderthalb Stunden später lag schon die Meeresenge von Belle-Isle unter den Flügeln der italienischen Hydroplane. Und weiter ging der Flug der Küste von Neufundland entlang. Günstige Winde sicherten eine rasche Fahrt über dem unwirtlichen Gebiete, dessen Küstenstriche — teilweise von Eisbergen bedeckt —, Notlandungen beinahe verunmöglicht hätten. Die 1200 km lange recht kurze. Um 18.45 Uhr setzte der erste Apparat auf das Wasser und die andern folgten in kurzen Abständen. Die Etappe war wiederum von bestem Flugwetter begünstigt. Für die siebente und letzte Etappe, die ungefähr doppelt so lang war wie die sechste, startete General Balbo mit seinen 24 Hydroplanen am frühen Samstag vormittag und erreichte das Ziel der Expedition : Chicago, um 19 Uhr (Ortszeit). Ein unerhörter Empfang ehrte die italienischen Flieger in der Stadt der Weltausstellung 1933. Nach einer triumphalen Durchfährt durch die mit amerikanischen und englischen Flaggen reich geschmückte Stadt fand im Stadion «Soldiers Field» im Beisein von mehr als 50.000 Personen der offizielle Begrüssungsakt durch «UTÖMOBIt-REVtE 1933 - Nö 60 Das Flugboot für den italienischen Transatlantikflug. Oben: Frontansicht des < Savoia Marchetb 9 55 X> mit seiner Bemannung. Unten: Der «Savoia Marchetti S 55 X> von der Seite gesehen. (Photo «Interavia») Zu Balbos Ozeanflug. Balbo und seine Unterführer bei einem AppelL Strecke wurde in schwach 6 Stunden durchzogen. Die sechste Etappe war nur rund 800 km lang und führte von Shediac über Neu- Braunschweig nach dem Staate Maine (U. S. A.) und dann wieder über kanadisches Gebiet in die Getreidezentrale Montreal. Die nur ca. 1500 m hohen Berge im Staate Maine boten den Geschwadern, die ja bereits im Alpenflug ihre Tüchtigkeit bewiesen haben, keinerlei Schwierigkeiten. Die Flugzeit war mit 3 Stunden und 34 Minuten auch eine die Behörden statt. General Balbo marschierte mit der gesamten Bemannung der acht Geschwader an den Tribünen vorbei, stürmische Huldigungen entgegennehmend. lt. Die ASPA ratifiziert das Abkommen zwischen Eisenbahnverwaltungen und Automobilinteressenten. Diese denkwürdige Sitzung vom vergangenen Samstag in Bern bildet einen Markstein nicht nur in der Geschichte der Aspa, sondern in der Entwicklung des Autotransportwesens überhaupt. Schon rein äusserlich deuteten die Umstände auf den besonderen Charakter der Tagung hin, musste die Versammlung doch in den grossen Konzertsaal im Casino Bern umziehen, um allen Teilnehmern Platz zu bieten. Ueber 500 Mitglieder hatten sich eingeschrieben und die Presse war noch nie so zahlreich vertreten. Der Vizepräsident F. Hostettler, Bern, welcher die Versammlung mit Umsicht und Autorität leitete, teilte nach einem ehrenden Nachruf auf den verstorbenen Zentralpräsidenten Kündig mit, dass unmittelbar mit der Diskussion begonnen und auf irgendwelche einleitende Referate verzichtet werde. Das Direk- 4ionskomitee war mit diesem Beschluss gut beraten, denn tatsächlich waren die Meinungen bereits grösstenteils auf der ganzen Linie gemacht. Zudem war für genügende Publizität der Uebereinkunft und des Vorentwurfes für ein Bundesgesetz gesorgt worden. Die zur Verfügung stehende Zeit reichte übrigens knapp aus, um die Diskussion, welche 5 Stunden in Anspruch nahm, überhaupt fassen zu können, und wenn die Redezeit nicht beschränkt und durch den Vorsitzenden Schluss der Debatte erklärt worden wäre, hätte die Aussprache wohl noch weiter angedauert, ohne aber neue Gesichtspunkte an den Tag zu fördern. Dagegen wurden noch die in Basel, Zürich und Lausanne gefassten Resolutionen kantonaler Gruppen verlesen, die bekanntlich Ablehnung der Vereinbarung empfahlen. Da gerade aus diesen Kreisen ein überaus zahlreicher Aufmarsch erfolgt war und die Argumente gegen die Uebereinkunft in der jetzigen Form mit grossem Eifer und Energie vertreten wurden, so schien der Ausgang der Tagung bis im letzten Augenblick recht ungewiss. Einleitend machte der Präsident noch die Mitteilung, dass auf die Eingabe der Zentralstelle an den Bundesrat betr. Abänderung Jede Woche einen Sieg! Nach den glänzenden Beweisen der Ueberlegenheit des Scintilla-Vertex in den Rennen wie das 24-Stunden- Rennen in Spa vom 2. Juli und dem Grossen Preis von Belgien vom 9. Juli folgen: Grosser Preis von Dieppe 1. Uehoux auf Bugatti 387.651 km 2. Dreyfus auf Bugatti 386.660 km Klasse 2000 ccm 1. Czaikowsky auf Bugatti 367.524 Schauinsland Rennen 1. Stuber auf Bugatti 9 Min. 12.9 Sek. Beste Zeit aller Kategorien. 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60 - 1933 ÄUTOMOBIL-REVUE gewisser auf den Lastwagenverkehr bezugnehmender Bestimmungen der Vollziehungsverordnung eine Antwort von Bundesrat Pilet eingetroffen sei. Dieser erklärte in einer Unterredung, dass der Bundesrat im heutigen Stadium der Beratungen noch keine bindende Zusage machen könne, und zwar weil: 1. zuerst die einzelnen Departemente begrüsst werden mussten und deren Meinungen noch nicht durchwegs bekannt sind; 2. die Kantonsregierungen angefragt werden müssen, indem gerade mit Rücksicht auf den ungenügenden baulichen Zustand von Strassen und Brücken einzelne Kantone eine Beschränkung des Lastwagenverkehres forderten; 3. die Vereinbarung durch die Automobilinteressenten noch gar nicht ratifiziert ist (hier hat der gewandte Herr Bundesrat den Spiess einfach umgekehrt, indem ja die Automobilkreise die Zustimmung zum Abkommen von der vorangehenden bundesrätlichen Zusage abhängig machen wollen!); 4. dem Parlament das Recht zusteht, an dem, Gesetz noch gewisse Aenderungen vorzunehmen, und 5. auch noch die Möglichkeit eines Referendums 'besteht, das alle Abmachungen über den' Haufen werfen könnte. Schon,diese Zurückhaltung von Seiten des Bundesrates zeigt, wie notwendig es war, die Ratifizierung nur unter bestimmten Vorbehalten vorzusehen, um nicht neuerdings die Rechte der Automobilinteressenten um ein Linsengericht preiszugeben. Immerhin hat der Chef des Eisenbahndepartementes « wohlwollende Prüfung » zugesagt. Man scheint aber in gewissen offiziellen. Kreisen die Meinung der Automobilinteressenfen nicht allzuschwer in die Waagschale z\\ legen, denn nach einer weiteren Mitteilung des. Versammlungsleiters hat das Post- und Eisenbahndepartement zu einer Expertenkonferenz auf den 24. August eingeladen, die zu den Vorlagen über die Zusammenarbeit Bahn-Auto Stellung nehmen wird. Es sollte also .über die Vereinbarung und ein Bundesgesetz beraten werden, ob der Entscheid der Autotransporteure so oder anders ausgefallen wäre; anders kann man sich die vorzeitige Einladung nicht erklären. An der Konferenz werden vertreten sein: Schweiz. Handelsund Industrieverein, Schweiz. Gewerbeverband, Schweizer. Bauernverband, Verband Schweizer. Transportanstalten inkl. Rhätische Bahn, Zentralstelle für die Automobilinteressen,Aspa und Chambre Syndicale. EXCELLENTES OCCASIONS tres bas prix TALBOT, 6 cyl. K 74 14 CV, „ 6 cyl. DUS 14 CV. „ 6 cyl. DUS 14 CV. „ 6 cyl. M 67 11 CV. „ 4 cyl. DTS 12 CV. „ 4 cyl. DC 10 CV. „ 4 cyl. DC 10 CV. CHRYSLER, 6 cyl.62 15 CV. ERSKINE, 6 cyl. 12 CV. KING, 8 cyl. 20 CV. HOTCHKISS, 4 cyl. 12 CV. DELAGE, 4 cyl. 11 CV. LORRAINE, 6 cyl. 15 CV. 'DONNET, 4 cyl. 11 CV. DONNET, 4 cyl, 7 CV. RALLY, 4 cyl. 7 CV. UN IC, 4 cyl. 15 CV. AUSTIN, 4 cyl. 5 CV. RÖCHET, 4 cyl. 12 CV. S. BERGER, LAUSAHNE Av. d'Echallens 17 (Maison fondee en 1894} In Berücksichtigung dieser Tatsache hat der Zentralvorstand in seiner letzten Sitzung eine Resolution bereinigt, welche die Vorbehalte enthält, unter welcher eine Ratifikation der Aspa erfolgt. Diese Resolution, sowie Uebereinkunft und Gesetzesentwurf werden gemeinsam zur Diskussion gestellt und schlussendlich auch über alles in Bausch 'und Bogen abgestimmt. Das Grnndmotiv der Opposition, welche fast ausschliesslich zum Worte kam und,wodurch auch die Aussichten bezüglich des Abstimmungsergebnisses in falschem Lichte erschienen, -war der vorgesehene weitgehende Eingriff in die Handels- und Gewerbefreiheit, der sogar zu einer gänzlichen Verkümmerung einzelner Strassentransportzweige. führen müsse. Es sei einfach ungerecht, die Sanierung der Bundesbahn einseitig auf Kosten des Strassentransportes durchführen zu wollen. Der Verzicht der Bahn auf die Nahtransporte sei nur ein scheinbares Entgegenkommen, indem das Automobil diese Transporte ja heute schon zum -weitaus grössten Teil bestreite. Mit den Versprechungen von Seiten der Behörden und Amtsstellen hätten die Automobilbesitzer allzu trübe Erfahrung«! gemacht, um nochmals auf schöne Worte eingellen zu können und sich einmal mehr täuschen zu lassen. Auch die vorgesehene Genossenschaft wird einer scharfen Kritik unterzogen. Hier zeige sich- wiederum, -wie das ganze Üebereinkommen einfach eine Bahnangelegenheit sei, indem im Verwaltungsrate dieser Gemeinschaft, die einfach nichts weiter sei als die bahntreue Sesa im neuen Gewände, die Eisenbahnen die Hälfte, die Automobilisten aber nur ein Viertel der Stimmen haben, indem auch noch den Verfrachtern eine Vertretung eingeräumt wird. Ferner wurde die Distanz auf 30 km kritisiert, welche den Bereich für den gewerbsmässigen Gütertransport abgrenzt. Es wurde hauptsächlich.- von den Waadtländern darauf hingewiesen, dass in ihrem agrikolen Gebiet mit ansehnlichen Distanzen für den Güterverkehr mindestens eine Zone von 50 km notwendig sei, um den Strassentransport auch nur einigermassen lebensfähig zu erhalten. Anderseits zeigten die Basler an einigen Beispielen, dasa bei der Beschränkung auf 30 km der bisherige rege Grenzverkehr und Abtransport aus dem Rheinhafen fast lahmgelegt werden. Der Bericht der Bahnen gibt die Zahl der Motorfahrzeuge, welche auf Grund der Konzession. A den Gütertransport besorgen können, mit rund 500 an. Es werden aber heute gegen 2000 Fahrzeuge für den gleichen Zweck verwendet. Was geschieht mit den übrigen? Müssen deren Besitzer einfach ihre Existenz verlieren und Verluste durch Entwertung des Fahrzeugparkes auf sich nehmen? Xpii einer Entschädigungspflicht wird nichts gesprochen, auf alle Fälle deren Höhe nicht erwähnt. Aber auch die Konzessionäre haben keinerlei Garantie, dass ihnen wenigstens ein angemessener Mindestverdienst bleibt. Von selten des Vorsitzenden und aus der Mitte der Versammlung werden diese Einwände, teilweise widerlegt, ihnen andemteils gewichtige Argumente entgegengehalten, welche für die Ratifikation sprechen. •:. . •