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E_1933_Zeitung_Nr.063

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mit 206 Fahrzeugen in

mit 206 Fahrzeugen in die vorderste Reihe der Kundenländer gerückt. Es folgen Brasilien mit 151, Aegypten mit 141 und Deutschland mit 110 Fahrzeugen. Alle übrigen Staaten-haben weniger als 100 Fahrzeuge von Italien bezogen. z. AKTUELLES Entwurf zur Regelung der Arbeitszeit Im gewerbsmässigen Gütertransport. Von den beiden noch ausstehenden Verordnungen zum Automobilgesetz kommt derjenigen, welche gemäss Art. 17 des Gesetzes die Arbeits- und Präsenzzeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer regelt, die grössere Bedeutung zu. Schon anlässlich der letzten Session der Bundesversammlung hat sich Nationalrat Pfister über den Stand der Vorarbeiten erkundigt. In aller Stille ist der Vorentwurf vom eidg. Justiz- und Polizeidepartement nun ausgearbeitet worden. Bereits hatten die Delegierten der gewerkschaftlich organisierten Berufschauffeure, welche letzter Tage in Bern zu einer Landeskonferenz zusammentraten, Gelegenheit, sich zu der Vorlage zu äussern. Die Versammlung stimmte grundsätzlich dem Entwurf zu, dagegen wünschte sie eine Ausdehnung des in Artikel 5 vorgesehenen Nachtfahrverbotes, und zwar von 21 bis 6 Uhr in den Wintermonaten und von 22 bis 5 Uhr in den Sommermonaten. Die vom Departement einzuberufende Expertenkonferenz wird zu Beginn nächster Woche zusammentreten und sich ebenfalls mit der Vorlage befassen. Vorgängig soll noch eine Vorbesprechung der am Strassenverkehr interessierten Verbände und Wirtschaftsorganisationnen stattfinden. Bis zur Stunde wurde der Wortlaut des Entwurfes von amtlicher Seite aus als Geheimnis sorgfältig behütet und vorab die Presse auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet. Wie es aber im Bundeshaus oftmals geht, hielt irgendeine Stelle doch nicht ganz dicht und so wurden die Bestimmungen vorzeitig bebekannt, von denen wir die hauptsächlichsten folgen lassen: Art. 3. Arbeits- und Präsenzzeit. 1. Die wöchentliche Arbeitszeit der Motorfahr- J • „Die Inserate der letzten Woche waren wirklich sehr erfolgreich und ich hoffe, durch die Anfragen nicht nur ein Geschäft tätigen zu können." Aus Privathand wegen Doppelgebrauch zu verkaufen Delage Limousine 6 Zylinder, 26 000 km gefahren, vollständig ausgerüstet mit Koffer, 2 Reserverädern, Polsterschutz etc., zu Fr. 6800.—. 59791 Adresse: Hotel du Bafeau, Morat. Lancia - Occasionen bei H. EGGMANN, Lessingstr. 1. ZÜRICH, Tel. 53.223 50% Rabatt auf Listenpreis erhalten Sie bei sofortiger Abnahme eines fabrikneuen, erstklassigen amerikanischen 8167 8-ZyL-Automobiis Interessenten wollen sich melden unter Chiffre Z. 2532 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. * zeugführer, die im gewerbsmässigen Personentransport tätig oder die dauernd oder vorwiegend mit dem Gütertransport beschäftigt sind, darf im Ausgleich zweier Wochen 48 Stunden nicht übersteigen. Liegt dem Fahrzeugführer die Instandhaltung und Instandstellung des Fahrzeugs ob, so dürfen für diese Arbeit, in der Woche höchstens drei weitere Stunden in Anspruch genommen werden. 2, Sind mit der Tätigkeit der im Abs. 1 genannten Motorfahrzeugführer Präsenzzeiten verbunden, so darf die wöchentliche- Arbeits- und Präsenzzeit im Ausgleich zweier Wochen 60 Stunden nicht übersteigen, wobei aber auf die Arbeitszeit nicht mehr als 48 bzw 51 Stunden fallen dürfen. 3. Wenn und solange zwingende Gründe vorliegen, kann die wöchentliche Arbeitszeit von durchschnittlich 48 bzw. 51 Stunden auf durchschnittlich höchstens 52 bzw 55 Stunden erhöht werden. Das Gesuch ist beim Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit einzureichen, das darüber nach Anhörung der Beteiligten entscheidet. Zur Gesuchstellung sind auch berufliche Verbände befugt. 4 Die Arbeitszeit darf im Tag nicht mehr als zehn Stunden, die Arbeits- und Präsenzzeit zusammen nicht mehr als zwölf Stunden und der Dienst am Lenkrad nicht mehr als acht Stunden betragen. 5. Die Arbeitszeit der Führer von schweren Motorwagen zum Gütertransport muss vom 1. April bis 31. Oktober in die Zeit von 4 bis 23 Uhr und vom 1. November bis 31. März in die Zeit von 5 bis 22 Uhr fallen. Ausserhalb dieser Zeit dürfen nur Fahrten für Hilfeleistungen, sowie unumgänglich notwendige Transporte von leicht verderblichen Waren ausgeführt werden; ferner mit Einwilligung der kantonalen Behörde Transporte von besonders schweren oder verkehrsgefährdenden Lasten. 6. Wenn der Dienst von Motorfahrzeugen in Schichten eingeteilt ist, so ist ein •wöchentlicher Wechsel der Schichten vorzunehmen. Art. 4. Tägliche Ruhezeit. 1. Alle berufsmässigen Motorfahrzeugführer, die dauernd oder vorwiegend im Fahrdienst beschäftigt sind, haben täglich eine zusammenhängende Ruhezeit von durchschnittlich nicht weniger als 11 Stunden einzuhalten, bezogen auf eine Arbeitswoche von 6 Tagen. Weniger als 10 aufeinanderfolgende Stunden darf sie nicht betragen. 2. Die übrigen berufsmässigen Motorfahrzeugführer haben ebenfalls eine zusammenhängende, durchschnittliche Ruhezeit von 11 Stunden einzuhalten im Anschluss an den Tag, an dem gefahren wurde und ausserdem diesem vorausgehend, wenn die Beanspruchung durch Fahrdienst am Fahrtage voraussichtlich die Hälfte der Tagesarbeit überschreiten wird. Weniger als 10 Stunden darf sie nicht betragen. 3. Für Motorfahrzeugführer, die dauernd oder vorwiegend im Führerdienst beschäftigt sind, kann die Ruhezeit wöchentlich höchstens zweimal auf 8 Stunden herabgesetzt werden, wenn die besondern Verhältnisse des Betriebes es notwendig machen. Ein Ausgleich hat in den darauffolgenden 14 Tagen stattzufinden. 4. Die tägliche Ruhezeit soll in der Regel auf die Nachtstunden gelegt werden oder wenigstens Nachtstunden einschliessen. Vorbehalten bleiben die besondern Anordnungen bei Tag- und Nachtbetrieb. Art. 5. Wöchentliche Ruhezeit. 1. Jeder berufsmässige Motorfahrzeugführer liefert _ in miete od.Xaufi ERNST WIRZ KIPPER&BR UETIKON A/ZURICHSEE 7 PS neueste Errungenschaft, Schwingachsen, Zentralchassisschmierung, Frontantrieb, 8 1 Verbrauch, Limousine, z. ganz Oeffnen. — Anfragen an Carrosserie A. Ruckstuhl, Luzern. 59871 T.F. 6 PL, schöner Tourenwagen, mit Brücke, Versich. u. Fahrbewill. 1933 bez. Preis Fr. 2200.—. 59845 H. Hofer, Muristr. 4, Bern. Zu verkaufen WHIPPET 6 Zyl., 4/5plätzig, Limousine, gut erhalten, rassige Maschine, event. Tausch an offenen Wagen, nicht unter 8—10 PS, mit oder ohne Ladebrücke. Offerten unter Chiffre 59826 an die Automobil-Revue, Bern. ch reibe wir schicken Dir | ,wpi:DüäiMs um Dich zurecht- •ALLWAG BERN AUTÖMÖBIL-REVUB 1933 - N° 63 hat wöchentlich einen Ruhetag von mindestens 24 aufeinanderfolgenden Stunden einzuhalten, dem in der Regel eine tägliche Ruhezeit vorausgehen soll. Stellen sich der Einhaltung des 24stündigen Ruhetages erhebliche Schwierigkeiten entgegen, so dürfen im Laufe eines Jahres höchstens 17 Ruhetage auf 20 Stunden verkürzt werden. Die auf den einzelnen Ruhetag ausgefallenen Ruhestunden sind innerhalb eines Zeitraumes' von drei Wochen nachzuholen. 2. Für die Motorfahrzeugführer der gewerbsmässigen Personentransport-Unternehmungen müssen jährlich mindestens 20 Ruhetage auf einen Sonn- oder allgemeinen Feiertag fallen. Für die übrigen Motorfairzeugführer ist der Ruhetag auf einen Sonntag zu legen, ausser wenn die Arbeit an Sonntagen gesetzlich gestattet ist. In diesem Falle muss mindestens jeder zweite Sonntag ein Ruhetag sein. Am Art. 6 wird der Begriff der Pausen umschrieben: 1. In der Regel ist um die Mitte der täglichen Arbeitszeit eine Pause von mindestens anderthalb zwei Drittel der Arbeitgeber und Arbeitnehmer der Schweiz, eines Kantons, eines Bezirks oder einer Gemeinde beteiligt sind. In bezug auf den Geltungsbereich bestimmt Art. 1, dass der Verordnung alle berufsmässigen Motorfahrzeugführer im Strassenverkehr, sowie alle Hilfsführer und Unternehmer, welche sich im gleichen Sinn betätigen, unterstellt sind. In der Motivierung der Verordnung wird darauf hingewiesen, dass die Arbeits- und Ruhezeit-Bestimmungen in aller erster Linie die Sicherheit des Verkehrs auf der Strasse gewährleisten sollen, indem man einer Uebermüdung der Wagenführer vor- Stunden einzuschalten. Diese soll, soweit es derbeugen will. Ueber die Notwendigkeit einer Dienst gestattet, am Wohnort zugebracht werden solchen Regelung sind sich wohl alle beteiligten Kreise einig. Dagegen muss verlangt können. Sie darf auf eine Stunde herabgesetzt werden, wenn das Essen in der Nähe der Arbeitsstelle eingenommen werden kann. Vorbehalten wie die frühere, welche alle technischen Vor- werden, dass diese Verordnung nicht etwa bleibt eine andere Verteilung der Pausen, jedoch so, dass wenigstens eine halbstündige zusammenhängende Pausenzeit eingehalten wird. protektionistische Zwecke verfolgt. So werschriften umschrieb, gleichzeitig eisenbahn- 2. Die Führer von Motorwagen mit einem Gesamtgewicht (Leergewicht des Fahrzeugs und zu- restlos die Auffassung teilen können, dass den Handels- und Gewerbekreise wohl kaum lässige Nutzlast) von mehr als 3500 "kg (schwere zur Sicherung des Verkehrs unbedingt ein Motorwagen) haben das Recht, überdies nach un-, unterbrochener Fahrt von zwei Stunden eine Nachtfahrverbot notwendig ist. Es gibt gewiss Mittel und Wege genug, um den Wagen- Pause von 15 Minuten einzuschalten. Art. 7 Kontrolle der Arbeits- und Präsenzzeit. führern, welche Nachtdienst haben, dennoch 1. Die in gewerbsmässigen Personentransportunternehmungen oder dauernd, bzw. vorwiegend mit sten, genau so gut wie dies bei anderen Be- genügend Frei- und Ruhezeit zu gewährlei- dem Gütertransport beschäftigten Motorfahrzeugführer sind verpflichtet, über die Arbeits- und Prärufen der Fall ist, in denen ohne Nachtarbeit zenzzeit genaue Kontrolle zu führen. nicht auszukommen ist. Das Wort haben nun 2. Zur Durchführung der Kontrolle wird von der die am Strassenverkehr interessierten Organisationen, sowie die Expertenkonferenz. kantonalen Behörde ein Kontrollheft abgegeben, das vom Motorfahrzeugführer nach der im Anhang dargelegten Weise täglich nachzuführen ist. Handelt es sich um einen Arbeitnehmer, so hat der Arbeitgeber oder dessen Vertreter diese Angaben jeweils bei der Lohnzahlung unterschriftlich zu be- Wo fehlt's? stätigen. Das Kontrollheft ist vom Fahrzeugführer Es hat nicht an kritischen Stimmen gefehlt, stets mitzuführen und auf Verlangen den Kontroll- welche sich gegen das nunmehr Tatsache ge- organen vorzuweisen. Diese können auch dessen Einsendung verlangen. 3. Wenn der Dienst von Motorfahrzeugführern in Schichten eingeteilt ist, so ist der Schichtplan im Betrieb anzuschlagen. 4. Der Arbeitgeber ist zur Führung eines Verzeichnisses über die bei ihm beschäftigten Motorfahrzeugführer verpflichtet. Darin sind Namen, Wohnort und Geburtsjahr des Führers anzugeben. In den dem Bundesgesetz über die Arbeit in den Fabriken unterstellten Betrieben tritt an Stelle dieses Verzeichnisses das dort geführte Arbeiterverzeichnis. Art 8 führt über den Gesamtarbeitsvertrag aus: Für Autofahrer eine überraschende Erfindung Nie mehr die lästige, abstumpfende Wirkung von CO 2, die auch beim fabrikneuen Wagen unmerkbar die Reaktionsfähig, keit des Fahrers untergräbt. Dabei erhalten Sie gleichzeitig die wirksamste Obenschmierung und Abgasverwerfer Wenn in einem Erwerbszweig die Regelung der Arbeits-, Präsenz- und Ruhezeit im Rahmen dieser Verordnung durch Gesamtarbeitsvertrag geschieht und daran wenigstens je zwei Drittel der Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligt sind, so kann auf Gesuch der Beteiligten hin der Bundesrat diese Arbeitsregelung für den betreffenden Erwerbszweig allgemein verbindlich erklären. Die Verbindlicherklärung kann für das Gebiet der Eidgenossenschaft, eines Kantons, eines Bezirks oder einer Gemeinde erfolgen, je nachdem am Gesamtarbeitsvertrag je erzielen dadurch bedeutende Ersparnisse. Verlangen Sie die Gratis-Broschüre mit den interessanten technischen Einzelheiten unverbindlich bei G. Muggli, Zürich 1 Löwenstrasse 20. Teleph. 36.153 Generalvertretung f. d. 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Die Befürchtungen, dass die Reklame für den fremden Autogast nicht überzeugend und durchschlagend gestaltet werde, scheinen um so eher berechtigt, wenn; man erfahren muss, dass schon die jetzige S. B. B.-Propaganda im Ausland vernichtender Kritik begegnet. So geht uns aus England die dort weitverbreitete Fachzeitschrift «Advertiser's Weekly » zu. Die Nummer vom 13. Juli, welche wegen der gerade in London stattfindenden Reklame-Ausstellung 1 als statt- Wir liefern auch Kugel- und Rollenlager Bremsbeläge Zündungs-, Anlasser- und Dynamoteile Delco-Remy Vergaserteile Marvel/Carter in anerkannt erstklassiger ORIGINAL-Qualität! ABTEILUNG: ERSATZTEILLAGER Viaduktstr.45 Tel. 47.800 , Jede Karosseriearbeit tip-top, ' wie sie dem erfahrenen Fachl mann zur Ehre gereicht. " Elektro- und Autogen- , SCHWEISSEREI Massige Preise Badenersir. 390, Nova-Werke \ ,

N° 63 1933 ÄUTOMOBIL-REVUE 15 liches Sonderheft herauskam, enthält in der Wpchenumschau unter dem Titel «Reise-Kontraste» eine Mitteilung, welche sich die für die Aüslandspropaganda der S.B.B, verantwortlichen Instanzen hoffentlich nicht hinter den Spiegel stecken werden. Zuerst wird lobend ein gefälliges einspaltiges Zeitungsinseiat des Canadian Pacific besprochen, von welchem gesagt wird, dass es, dank seines geschickten Textes, eine mindestens so gute Werbewirkung habe wie irgendeine andere ein halbes dutzendmal grössere Ankündigung. «Im Gegensatz dazu», fährt die Plauderei weiter, «haben wir das Inserat der Schweizerischen Bundesbahnen. Es misst 3,5 in. und ist doppelspaltig. Darin heisst es: «Berner Oberland». Es folgt in kleinster Schrift: «Die malerischen Gebirge der Schweiz bilden einen-' wirklichen Spielplatz in allen Jahreszeiten». In weit grösseren Typen wird man dann eingeladen, Prospekte einzuverlangen, als ob man Geld anzulegen hätte. Um doch etwas von -der wirklichen Ferienatmosphäre zu vermitteln, ist noch eine kleine Federzeichnung von ejnem Automobil angefügt, das sich auf einer Bergstrasse emporwindet. Ich kann mir kein Inserat vorstellen, das weniger Aussicht hat, bei irgend jemand das Interesse fär ein zweifelsohne reizendes Land zu wecken!» Wir können nicht glauben, dass eine so angesehene Fachzeitung wie die vorerwähnte ein anderes als ein rein fachliches Interesse daran hat, die schweizerische Propaganda in englischen Tageszeitungen unter die Lupe zu nehmen und derart zu sezieren. Das Inserat scheint aber der englischen Mentalität — und dieser muss es sich doch anpassen — in keiner Weise Rechnung zu tragen. Ueber die Aufmachung und textliche Anordnung kann man schliesslich in guten Treuen zweierlei Meinung sein. Wenn aber noch sprachliche Unkorrektheiten darin vorkommen, wie dies aus der beissenden Kritik des Wortes «Prospekt > hervorgeht, dann allerdings ist Hopfen und Malz verloren. Wenn schon gutes Schweizergeld in ausländischer Reklame angelegt werden muss, dann sollen diejenigen, welche für die Kosten aufkommen, wenigstens die Gewisshelt haben, dass mit ihren Mitteln, das Maximum dessen erzielt wird, /as tüchtige Fachleute daraus schlagen können. Die allgemeine Auslandsoropaganda für irgendein Fremdengebiet der Schweiz scheint nach dem englischen Urteil doch an beträchtlichen Fehlern und Mängeln zu leiden. Wie soll das erst herauskommen, wenn nun noch für das Automobil besondere Reklame einsetzt? Angesichts der mageren Fremdensaison.ist die Frage «wo fehlt's?» gewiss am Platz. Je eher die fehlerhaften Ursachen aufgedeckt werden, um so besser für unseren Fremdenverkehr. ß Um die Walenseestrasse. Da nach Auffassung der Verkehrskommission der Sektion Zürich des A.C.S. auch eine vollständig ausgebaute Kerenzerbergstrasse den Anforderungen des Automobilreiseverkehrs nicht zu genügen vermag, soll nach wie vor das Proskt der Walenseestrasse im Auge behalten und gefördert werden. Die Kommission ersuchte daher Ständerat Laely, den Präsidenten des Aktionskomitees für eine Walenseestrasse, eine Versammlung aller interessierten Behörden und Verkehrsverbände einzuberufen, an welcher das weitere Vorgehen in dieser Angelegenheit zu beraten wäre. Öffnung der grossen Scheideggstrasse für den Motorfahrzeugverkehr. In No 53 der « Automobil-Revue » veröffentlichten wir den Wortlaut des Regierungsratsbeschlusses vom 9. Juni 1933, laut welchem die grosse Scheideggstrasse dem Motorfahrzeugverkehr geöffnet wird. Damals mussten wir noch die einschränkende Bemerkung beifügen, dass die definitive Oeffnung der Strasse nach Ausführung einiger Ausbauarbeiten verfügt werden könne. Am 24. Juni fand nun im Beisein von Regierungsvertretern die Collaudation der Strasse statt, womit dieselbe nun dem Motorfahrzeugverkehr endgültig geöffnet ist. Die Strasse gehört in die Kategorie der sogenannten Bergstrassen. Die Strasse, die von Meiringen über Schwendi-Zwirgi nach Rosenlaui-Bad und Schwarzwaldalp führt, wird wohl in nächster Zeit eines der beliebtesten Ausflugsziele der Automobilisten sein, denn besonders landschaftlich steht das Gebiet mit seinen alpinen Schönheiten einzigartig da. Lr. Autofähre Horgen-Mellen. Leider hat die Eröffnung der Automobilfähre Tiorgen-Meilen, die in diesen Tagen erwartet wurde, infolge technischer Schwierigkeiten wieder hinausgeschoben werden müssen. Es wird voraussichtlich Herbst werden, bevor die Fähre in Betrieb genommen werden kann. D!e Liste der Strassensperrungen mussten wir Infolge starken Stoffandranges auf nächste Nummer verschieben. Red. Biographisches Henry Ford, der amerikanische Automobilkönig: wird am 30. Juli 70 Jahre alt. Er kann seinen Geburtstag in völliger körperlicher und geistiger Frische feiern. T. C. S. Autosoktion Aargau Gymkhana in Lenzburg. Ein prächtiger Sommertag, einer jener Sonntage, mit denen der Sommer in verschwenderischer Fülle gleissenden Lichtes Wärme spendet, lud die Mitglieder des T. G. S. Aargau auf den 23. Juli zum Geschicklichkeitswettbewerb auf die Schützenmatte nach Lenzburg ein. Um die musterhaft angelegte Hindernisbahn durch den schattigen Park gruppierten sich gegen 2 Uhr um die 90 Benzinrosse, welche am Wettkampfe teilnehmen wollten. Ausgerichtet wie an einer Schnur, in Reih und Glied wie eine Kompagnie Rekruten, standen die Wagen und warteten auf das Signal zum Start. Leider bleib der Publikumserfolg hinter den Erwartungen zurück, trotzdem auch durch die bewährte Musikgesellschaft Entfelden Unterhaltung geboten war. Die vielen Feste in der Umgebung werden manchen von der interessanten • Veranstaltung abgehalten haben! Dafür hatte die Sportkommission die Genugtuung, dass sich eine so grosse Zahl von Automobilisten, darunter auch eine Anzahl Wagen aus der Nachbarsektion Zürich, zum Wettkampfe meldeten. Die Hindernisbahn hatte zwar ihre Tücken. Denn nicht das im Motor steckende « Pferd > machte es aus, sondern der Reiter; nicht die rohe Kraft, sondern die Gewandtheit; nicht das Benzin, sondern der Spiritus, das Gefühl für die Masse des Wagens. Die Sportkommission und hier namentlich Herr Zumkeller, als Präsident, hatte auf der Schützenmatte 9 zum Teil kniffliche, aber faire Hindernisse aufgestellt, die bei Missgeschick vom Reglement mit einer hübschen Fülle von Strafpunkten bedacht waren. Es galt da, sich zu beweisen im Balkenfahren, Ringstechen, Ballenwerfen, Umkehren, Anhalten auf einer Rampe, durch ein Kegelspiel lavieren, ein Glas mit Wasser transportieren und im Kurvenfahren. Es wäre wohl zu viel verlangt, wenn die Fahrbewilligung an solch eine Geschicklichkeitsprüfung gebunden wäre. Die Veranstaltung war im übrigen ein fröhlicher Zeitvertreib, sowohl für die zahlreichen Automobilisten wie für das andere Publikum. Bemerkenswert war es, wie die Zuschauer — und vor allem die Jugend — den Konkurrenten im Wettstreite die besten Ratschläge erteilen wollten. Das Ei des Kolumbus war bei der Prüfung zweifellos das Ringstechen, denn nur ganz wenigen ist es gelungen, beide Ringe abzustechen. Mit allzu grosser Hast war eben auch hier, wie überall, nichts zu erreichen. Auch das Anhalten auf der Rampe war. für viele eine heikle Angelegenheit. Hingegen machte das Hantieren mit dem. Wasserglas und das Kegellavieren zum mindesten den sanften Temperamenten keine grosse Beschwerde. Aber dann das Oeffnen und Schliessen des Weidgatters ist wieder für etliche zum Verhängnis geworden. In der Aufregung vergass man entweder das eine oder das andere. Manchem kam es dabei zustatten;; dasSx das Gatter nur "aus leichten Brettern erstellt war.- Gefahren wurde im grossen uiid ganzen recht gut, wenn man in" Betracht jfieht, dass das kritische Publikum manchen Autolenker in die bekannte Prüfungspsycbose suggerierte. Heroisch war das Verhalten einzelner Damen. Die unbedingte Favoritin unter ihnen war Frl. Baumann- Sie hat mit Sicherheit und Ruhe alle Hindernisse mit Leichtigkeit durchfahren. Die interessante..und wohlge— lungene Veranstaltung fand ihren Abschluss in der Preisverteilung. Und wenn der Musiktusch nicht gefehlt hätte, wäre auch die Preisverteilung mit dem in eidgenössischen Gauen würdigen Pomp durchgeführt worden. Dank des reichen Gabentempels kam jeder Fahrer zu seinem Preise. Sollte aber einer mit seinem Erfolge nicht zufrieden sein, so möge er sich damit trösten, dass nichts auf Erden vollkommen ist. Dass der gleiche Wagen mehrmals starten durfte, mag beispielsweise ein Fehler des Reglements gewesen sein. Auf der Heimfahrt rausste ein jeder aber doch resümieren: Es war eine schöne Veranstaltung, die in der Erinnerung weiter bestehen bleiben wird. r. UNTERSEKTION WIGGERTAL. In einer frühern Clubnachricht ist unsern Mitgliedern mitgeteilt worden, dass unser Clubwirt, Herr Süess, zur Krone, Aarburg, unsere Untersektion mit einer Stammtischstandarte erfreuen werde. Was lange währt, wird gewöhnlich gut. Auch in unserm Falle trifft dies nun wirklich zu. Ich lade alle unsere Clubkameraden freundlichst ein, unserm Glublokal einen Besuch abzustatten und die Standarte in Augenschein zu nehmen. Auf einem Sockel sind in neuartiger Ausführung die Wappen der Kantone Aargau und Luzern angebracht und darüber erhebt sich ein Autorad mit den offiziellen Zeichen des schweizerischen TGS und der einzigen weitern Inschrift Wiggertal. Das Ganze ist in origjneller moderner Weise arrangiert und wird sicher jedem TGSler gefallen. Herrn Süess als Clubwirt gebührt für seine schöne Spende auch an dieser Stelle Dank und Anerkennung, L. *. c. s. TOURENFAHRTEN DES A. C. S. Die Zentralverwaltung hat für die Tage vom 8.-10. September eine allgemeine A. C. S.-Fahrt auf das Jungfraujoch vorgesehen. Am 8. Sept. wird man sich in Interlaken treffen, für den 9. September ist bei günstiger Witterung die Fahrt aufs Jungfraujoch, bei ungünstiger Witterung eine Fahrt zum Grimselstauwerk, Blausee, Brienzer-Rothorn, Trümmelbachfällen usw. vorgesehen. Dem 10. September bleibt dasjenige Programm reserviert, das am Vortage nicht durchgeführt werden konnte. Einen interessanten Vorschlag haben 1 der Automobil-Club von Ungarn und die Neue ungarische Handelskammer in