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E_1933_Zeitung_Nr.066

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1933 — N° 66 Nun slnd's 300000 km geworden Seit dem 15. März - viereinhalb Monate lang - drehte der Citroen Wagen «Kleine Rosalie» auf der Bahn von MontlheYy seine Runden mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 93,4 km. Hundertfünf Weltrekorde und hunderteinundneunzig internationale Rekorde hat er dadurch auf seinen Namen gebracht. Die Schmierung - einer der wichtigsten Punkte bei einem solchen Unternehmen - erfolgte ausnahmslos durch YACCO-ÖI, wie es laufend in den Handel kommt. Gibt es einen besseren Beweis für dessen Qualität? YACCOS.A.F. Generalvertretung für die Schweiz Thunstrasse 55 - BERN Polsterüberzüge Wir reparieren nur Lancia Hupmobile Hillman und Humber und verwenden nur ORIGINAL- BESTANDTEILE BAUMBERGER & FORSTER ZÜRICH 1 Löwenstrasse 17 .•,; Telephon 56.848 scncmen die OriginaUPolsterung and sind waschbar. Wir haben DOS auf die Abfertigung der« selben spezialisiert und liefern sie deshalb rasch tmd gegen massige Berechnung. In drin» genden Fällen brauchen wir den Wagen nicht mehr als einen halben Tag. MÜLLER 'S) MARTI Aotosattlerei, Telephon 2JJ99 E!erplaB BERN GARAGISTEN! Wir empfehlen uns zum Zylind.-Ausdrehen und -Ausschleifen Neu - Lagern der Kurbelwelle Einsetzen neuer Ventilsitze an Ford- und Fordson-Motoren aller Modelle Prompte Bedienung Spezial-Maschinen OURING MOTOR A.G 3OLOT H URN TEL.1OOO BIANCHI Wir fabrizieren selber und bauen als Spezialität: Grosstanks für Benzin und Oet Tankanlagen für Private wie für die Industrie, Depotanlagen, Tankwagen,, Säulen, Abfüllstationen etc. Eine reiche Erfahrung, erstklassige, reine Schweizerarbeif, wie itv teressante Preise sind typische Merkmale unseres Unternehmens. Ein- und Zweiachsanh SATTELSCHLEPPER Lehmann & Cie. Zofingen FARNER|WETZIKÖNJ Kesselschmiede ZHIfifGI* ""* Westinghonse - Servo- " oder Auflaufbremsen liefert zu günstigen Preisen ab Lager J. FARNER, Anhängerbau, WETZIKON Reparaturen und Umbauten innert kürzester Frist in iachgem, Auslührnng Auto-Garagen erstellt in zweckmässiger und bestbewährter Ausführung VENTILATORENFABRIK DVaimer & Co. A.-G-, Horgen Hans Weibel Spezial-Werksrätte Hammerstr. • FeUenstr. 12 MILANO Agentur Bianchi Ersatzteile Offiz. Laser der Sohweiz STIERLI & GEHRER Tel. 41.275 ZÜRICH 8 Auto «Reparaturwerkstätten Zürich 8 Seefeldstr. 175. TeL 27.798 Ga ragen uncl Reparaturwerkstä üen in der Zentral schwe Für Ihr Auto empfehlen wir: Cellabit-Spritzlacke Cellabit-Politur Cellabit-Reinigungsöl G. Labitzhe Erben Lackfabrik —Altstetten-Zürich Andermatt PANNE IM GOTTHARDGEBIET wenden Sie sich an GARAGE REGL1, Tel. 50 Abschleppdienst, Reparaturen, trustfreies Benzin KILOMETERZAHLER aller Systeme repariert als Spezialität Fisohermätteliweg 18 E.O.BÄR, BERN Werkstatt» für feinmech. Apparate. Tel. 35.533 Einsiedeln Garage Thorner Best eingerichtete Reparaturwerkstätte Moderne Wagenwaschanlage Kanalpromenade Telephon 283 GARAGE CENTRAL Revisionen — Reparaturen — Ladestation Benzin — Oelo — Esso — Telephon 7.54 FRITZ SPORI Telephon 300 Garage Geiser Vertretungen Reparaturen Französische Auto-Ersatzteile. jeder Marke beziehen Sie jetzt am besten von uns. Das Personal und das ganze Warenlager der in Liquidation befindlichen Ersatzteillager A.-G., Zürich, wurde von uns übernommen. Wir bitten Sie, hiervon Kenntnis zu nehmen und ihren Bedarf in französischen Ersatzteilen bei uns einzudecken. Ihre Bestellungen können Sie nach Zürich, Basel oder Bern richten. Benützen Sie unsern neu eingerichteten Express-Dienst von Basel aus, direkt an Ihre Adresse. Er sichert Ihnen rasche und fachmännische Bedienung. Zeitgemässe Preise. WEWERKA Spezialhaus für Auto-Ersatzteils ZÜRICH Tel. 41.626, Dufourstr. 24 BASEL Tel. 27.549, Leonhardstr. 34 BERN Tel.28.600. Mühlemattstr. 62 Verlag, Administration, Druck und Clicherie: HALLWAG A.-G. Hallersche Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt. Bern.

N°6ft II- Blatt BERN, 8. August 1933 No 66 II. Blatt BERN, 8. August 1933 Techn. Rundschau Beschleunigung und Bergsteigfähigkeit. Die Fähigkeit, einen Wagen in kürzester Zeit vom Stand auf relativ hohe Geschwindigkeit zu bringen, nennt man hohes Beschleunigungsvermögen. Diese Eigenschaft, die in den vergangenen Jahren seitens der Fabriken und nicht weniger auch seitens des Publikums ernste Beachtung fand, hat weit mehr als theoretische Bedeutung. Fahrzeuge hohen Beschleunigungsvermögens kommen im Trubel der Grossstadt schneller vom Fleck und besitzen zudem die Fähigkeit, kritischen Situationen nicht nur durch Verzögerung, das heisst durch Bremsen, sondern in gleicher Weise durch den ihnen zur Verfügung stehenden mächtigen Impuls zu entgehen. Die Bedeutung hohen Beschleunigungsvermögens ist somit auch in der all umfassenden Sicherheitsfrage verankert, die dem Motorfahrzeug letzten Endes als primäre Aufgabe zudiktiert ist. Beschleunigung und Bergsteigfähigkeit stehen in gesetzmässigem Zusammenhang zueinander. Fahrzeuge hohen Beschleunigungsvermögens Regel auch eine hervorragende Bergsteigfähigkeit. Ehe wir auf die technischen Zusammenhänge näher eingehen, sei der Begriff der Beschleunigung kurz gestreift. Unter Beschleunigung versteht man den Geschwindigkeitszuwachs in der Zeiteinheit. Auf unsere technische Sprache übertragen: den Zuwachs an Geschwindigkeit pro Sekunde. Daher hat der Begriff « Beschleunigung » die technische Bezeichnung m/Sek. 2 . Angenommen, ein in gleichmässiger Fahrt befindliches Fahrzeug werde durch Gasgeben beschleunigt. Seine Geschwindigkeit zu Beginn der Messung betrage 2 m/Sek. oder 7,2 km pro Stunde. Sein Beschleunigungsvermögen betrage zwecks leichterer Rechnung genau 1 m/Sek. 2 . Mithin hat das Fahrzeug nach 1 Sekunde eine Geschwindigkeit von 3 m/Sek., nach einer weiteren Sekunde eine Geschwindigkeit von 4 m/Sek. usw. Die Grosse der Wege zwischen den einzelnen Sekunden lässt sich entweder auf Grund der in der Zeiteinheit er- mittelten Durchschnittsgeschwindigkeiten oder allgemein nach der Formel errechnen: s = v.t+)ip.t ! Die Kontrolle der aufgewiesenen Beschleunigung erfolgt durch Division der Differenz von End- und Anfahrgeschwindigkeit durch die Zeit In unserem Falle betrug die Endgeschwindigkeit 8 m/Sek., die Anfahrgeschwindigkeit 2 m/Sek., die Differenz betrug mithin 6 m/Sek. Durch Division dieses Wertes durch die Zeit, welche in unserem Falle 6 Sekunden beträgt, erhalten wir den Bruch 6:6 = 1 m/Sek. 2 als Beschleunigung. Ganz analog gehen wir vor, wenn wir auf Grund der km/St.-Leistung die Beschleunigung errechnen wollen. Wir erhalten: (28,8 — 7,2) : (6 . 3,6 = 1 m/Sek. s Die Zahl 3,6 ist ein Umrechnungsfaktor, den die Geschwindigkeitsgrösse bedingt, wenn sie als km/St, in die Gleichung eingesetzt ist. Die Beschleunigung, die auch in Motorfahrerkreisen als Elastizität eines Wagens bezeichnet wird, lässt sich zahlenmässig erfassen und in Zusammenhang mit verschiedenen charakteristischen Zahlenwerten des Fahrzeuges bringen. Die theoretische Beschleunigung eines Motorfahrzeuges b wächst pro- mit dem Literinhalt H des haben in derportional Motors, der Hinterraduntersetzung i und der Ladungsausnutzung c. Sie sinkt im umgekehrten Verhältnis zum Wagengewicht G und Reifendurchmesser D. Die im Wagen umlaufenden Massen des Schwungrades, des Wagenantriebes und der Räder erhöhen die Massenträgheit des Wagengewichtes um durchschnittlich 7 Prozent. Weitere 7 Prozent für Luftwiderstandsverluste sind ebenfalls in der Formel berücksichtigt und finden in der Nennerkonstante 1,14 ihren Ausdruck. Die Formel lautet: 9850 b = G . D . 1,14 Diese Beziehung lässt klar erkennen, welche •Mittel angewandt werden müssen, wenn die Beschleunigung eines Wagens erhöht werden soll. Entweder wird H, der Literinhalt des Motors, erhöht oder G, das Gewicht des Wagens, verkleinert. Darüber hinaus besitzen wir in der Hinterraduntersetzung i, in der Ladungsausnutzung c und dem Reifendurchmesser D veränderliche Grossen, die Ergebnis der offiziellen Prüfung des Benzinverbrauchs H emms Efne HilfsVorrichtung im Dienste der Strassendisziplin. Der Lastwagenlenker überhört sehr oft die Signale nachfolgender Personenwagen, die vorfahren möchten, da er öfters in einer geschlossenen Kabine sitzt, die vom Lärm des Motors erfüllt ist. Um nun die Signale vorfahrenden Wagen hörbar zu machen,' wurde in Frankreich ein neuer Apparat konstruiert, der durch den Scheinwerfer des nachfolgenden Wagens betätigt wird und in der Fühxerkabine des Lastwagens ein Signal auslöst. Die sinnreiche Vorrichtung besteht aus drei Teilen, wovon der lichtempfangende Teil über der Nummer, der eigentliche Hauptteil des Apparates in dessen Nähe oder im hintern Teil der Brücke und das Klaxon am Instrumentenbrett montiert sind. Zu Demonstrationszwee&en ist auf unserem Bilde der Klaxon ebenfalls an der Hinterfront des Wagens befestigt. Die direkten Strahlen des Scheinwerfers lösen in der Kabine einen Ton aus, der den Lastwagenführer sofort ermahnt, rechts anzuhalten. (Photo Meurisse.) eine Abänderung in gewünschtem Sinne erfahren können. In der Praxis sind die drei soeben genannten Grossen jedoch nur in sehr beschränktem Umfange veränderlich, so dass Literleistung und Wagengewicht als die Faktoren bezeichnet werden müssen, welche das Beschleunigungsvermögen und die Bergsteigfähigkeit eines Wagens massgeblich beeinflussen. Es wurde bereits angeführt, dass die hier verzeichnete und erläuterte Formel nährungsweisen Aufschluss über die Beschleunigungsverhältnisse eines Wagens vermittelt, ehe er als fertiges Produkt dem Ingenieur zur Verfügung steht. In der Praxis werden die ermittelten Beschleunigungswerte allerdings niemals genau mit dieser Formel übereinstimmen, weil sie gewisse Unkorrektheiten enthält, auf die ein Eingehen hier zu weit führen würde. Das Bergauffahren setzt sich gewissermassen aus zwei Vorgängen zusammen, und zwar aus einem Hebevorgang und einer Fortbewegung in waagrechter Richtung. Die erforderliche Leistung für den Hebevorgang ist durch folgende Beziehungen leicht zu ermitteln: L = G . h 7~P75 oder wenn G = 1000 kg, h = 20 m und t = 20 Sek., so ist L== 1000 • 20 . ^ 20 . 75 13 ' 4 Fb Dieser errechnete Leistungsanteil geht also für die Umsetzung in Geschwindigkeit ver- Die offizielle Prüfung fand auf folgender Strecke statt : Der Wagen startete in Muri, fuhr via Interlaken und den Briinig nach Luzern, kam nach Muri zurück und setzte hierauf seinen Weg bis nach Spiez fort, wo der Betriebsstoff erschöpft war. Die zurückgelegte Distanz betrug 245,6 Km. bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 56.463 Stundenkilomtern. ALS DURCHSCHNITTSVERBRAUCH AN BRENNSTOFF ERGIBT SICH SOMIT 10,94 Liter PER IOO KM. des neuen CHEVROLET STANDARD SIX LUZERN INTERLAKEN 6KOHIG PtiS (IOI Im) "Siegfried", Masstab 1 : 50.000 beträgt : ZENTRAIVERWAUUNG DES Ä.CS. ADMIWfSTHATTCn« CENTMll 01 Technische Abteilung des Automobil-Club der Schweiz Abteilung für Kontrolle industrieller Leistungen. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE, ERZIELT BEI PRUEFUNG EINES CHEVROLET PERSONENWAGENS (COACH). 15 PS.. MODELL STANDARD SIX. Auftraggeber General Motors Continental S.A., Sitz Antwerpen. Fahrer W. Merz. Marke Chevrolet (Coaoh) 15 PS., Modell Standard six. Motor N° M. 104.65. Bohrung : 84,14 mm. Hub : 88,9 mm. Zylinderinhalt : 2,964 Liter. Steuerpferde : 15,1 PS. Vergaser Type Standard. Kein Freilauf. Chassis No CC 1432-1. Eingetragene Polizeinummer BS 12373. PRUEFUNG DES BENZINVERBRAUCHS l gefasst an der Tankstelle des Hotel Sternen in Muri. Dieses Gewicht des Benzins entspricht, bei einer Dichte von 0,729 bei 15,5» C 26,871 Litern bei 15,5° C. Die zurückgelegte Distanz, bestimmt durch die schweizerische Landestopographie in Bern beträgt 245.6 Km. Folglich beträgt der Durchschnittsverbrauch an Brennstoff : 10.940 Liter per 100 Km. Die Fahrzeit betrug 4 St., 20 Min. und 59 Sek., woraus sich eine Durchschnittsgeschwindigkeit wahrend der Probefahrt von 56,463 Km. per Stunde ergibt. Die beiläufige Höchstgeschwindigkeit hat niemals 80 Stundenkilometer überschritten, für kurze Fahrstrecken. Die mit der Prüfung beauftragten Kommissäre waren : Prof. Dr. E, Steinmann, Präsident der techn. Kommission des A.C.S.; J. Decrauzat, Präsident der Nationalen Sportkommission ; E. G. Brieger, Ingenieur ; alle drei Experten des A.C.S. Im Falle von Veröffentliohung hat dieser Bericht zur Gänze wiedergegeben zu werden, ohne jedwelche Hinzufügung oder Auslassung. Die mit der Prüfung beauftragten Kommissäre : ) Datum : Samstag, 8. Juli 1933. Totalgewicht des Wagens, mit Versuchstank, Brennstoff und drei Passagieren (Fahrer und zwei Kommissäre) : 1388,5 Kg. Das Gewicht des auf der Prüfungsstücke verbrauchten Brennstoffs : Hotel Sternen, Muri b/Bern (Seehöhe 542 M.) - Münsingen - Thun (590 M.) - Spiez - Interlaken (567 U.) - Brienz - Brünig'1011 M.)- Luzern (435 U.) - Emmenbrücke - Wolhusen (572 M.) - Entlebuch (752 M.) - Langnau (690 M.) - Worb (590 M.) - Muri - und über Spiez hinaus bis zur Kreuzung der Strasse von Interlaken und der zur katholischen Kapelle führenden Strasse. Punkt 623 der Karte gez. Prof. Dr. E. Steinmann Genf, den 11. Juli 1933. gez. J. Decrauzat gez. E.G. Brieger Die offizielen Chevrolet-Vertreter für die Sehwetz : Aadorf - Aarau - Arth - Baden - Basel - Bern - Biel - Brugg - Buchs - Chur - Freiburg - Genf - Glarus - Interlaken - La Chaux-de-Fonds - Langenthai - Lausanne - Liestal - Locarno - Luzern - Ölten - Rapperswil - Reiden - Rorschacb. - St. Blaise - Schaffhausen - Sitten - Solothurn - St. Gallen - Weinfelden - Winterthur - Yverdon - Zug. UNTERVERTRETER AN ALLEN KLEINEREN PLAETZEN