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E_1933_Zeitung_Nr.066

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° Einige off. Chevrolet-Vertreter u. Service-Stationen in der Schweiz: AARAU: Glaus & Meng, Hohlgass-Garage. Tel 6.91. BASEL': Agence Amöricaine, Viaduktstrasse 45. Tel. 47.800. BERN Schneiter & Co., Garage, Schwarztorstr. 58. Tel. 28.661. CHUR: F. C. Seitz, Automobile, Untertor. Tel 8.23. INTERLAKEN: Hans Möcklin, Garage Elger. Telephon 2.13. LANGENTHAL: Walter Iff, Auto-Garage. LUZERN: Erlsmann & Badertscher, Autos, Obergrundstrasse 40/42. ÖLTEN: Frey & von Feibert, Ringgarage. Tel. 1100. RORSCHACH: Kt. St. Gallen und Oberthurgau: O. Steiner, Grand-Garage Rorschach. Tel. 222. Et. St. GALLEN und APPENZELL: Jean Willi, Vadianstr. 24, St. Gallen. Tel. 49.55. SION: Ch. Pauli, Garage. T61. 3. SOLOTHURN: Grand Garage Weissenstein, Kupferschmid & Co. Telephon 1442. ZÜRICH: Uto-Garage Automobil-A.-G., Seefeldquai 1. Tel. 26.060. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R, Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer. 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Das Ende der Pipette eine Vergrösserung des Wertes t in unserer obigen Formel — bei voller Kraftabgabe und wird in die Batterie eingeführt. Durch leichten Druck auf den Gummiball lässt man die Drehzahl des Motors und somit eine Vergrösserung des Drehmomentes in dem Massstab der gewählten Untersetzung. Die Leistung des Motors bleibt selbstverständlich bei allen Schaltvorgängen gleich. Es wird lediglich eine Erhöhung der zur Fortbewegung dienenden Umfangskraft auf Kosten der Geschwindigkeit erzielt. Ueber das Bergsteigvermögen eines Wagens entscheidet also in erster Linie das Leistung-Gewichtsverhältnis und erst in zweiter Linie die Anzahl der Gänge und die Wahl der einzelnen Uebersetzungen. Selbstverständlich spielt auch beim Bergsteigen die Geschicklichkeit des Fahrers eine grosse Rolle, da durch eine verspätete Schaltung die Geschwindigkeitseinbusse mitunter so stark wird, dass die Leistung der Maschine zu einer Beschleunigung unter diesen erschwerenden Verhältnissen nicht mehr ausreicht. Dipl. Ing. E. F. Tedinasda® Notizen Einflüsse auf die Lebensdauer der Automobilbereifung. Kugeln unten, so muss die Batterie neu ge- Jede Reifengrösse ist fürladen werden. Wi. eine bestimmte Tragfähigkeit berechnet. Wird diese Belastungsgrenze überschritten, so ist als Folg© der zu hohen Beanspruchung in jedem Falle ein© Verkürzung der Lebensdauer Tech *•» > > 317% 35° » > 491% Geschwindigkeit 48 km 64 km 108% 130% 217% 275% 367% 480% 538% 717% Man sieht aus dieser Aufstellung, dass der Reifenverschleiss in den Sommermonaten wesentlich stärker sein muss als in der kalten Jahreszeit. K.K. Eine neuartige Sicherheitsmutter. Bei den allgemein üblichen Muttern besteht immer die Gefahr, dass sie sich bei zu starken Erschütterungen von selbst lösen und schliesslich verlorengehen. Eine neuartige Sicherheitsmutter, die' sich nicht von selbst lösen kann, ist in der Abbildung dargestellt. Diese Mutter besteht im wesentlichen aus zwei ineinander verschraubten Teilen, die nur in diesem (zusammengeschraubten) Zustand auf den Bolzen aufgeschraubt werden können. Ist die ganze Mutter fest angezogen, so wird ihr Oberteil noch in der Drehrichtung verstellt, wobei durch, die Differentialwirkung der beiden, mit verschiedenen Steigungen versehenen Gewinde ©ine sehr starke Bremswirkung im Gewinde des Mutteroberteils erreicht wird. Dieser Oberteil befindet sich dann in gespreizter Stellung zum Unterteil und die Gewindegänge des geschlitzten und federnden Konus werden kräftig gegen die des Bolzens gepresst. Irgendeine Lockerung kann auf

N« 66 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE *. c. s. SEKTION AARGAU. Fahrt ins Burgund. Also ins Ausland sind wir gefahren! Wir hatten das reiflich überlegt und waren aus folgenden Gründen dazu, gekommen: Vielfach wurde der Wunsch nach einer geführten Auslandsreise geäussert, schon seit vielen Jahren sind wir nicht mehr über die Grenze gegangen, diese Ausfahrten waren immer gut besucht und schliesslich hielt sich die Reise in recht bescheidenen Grenzen. Rechtzeitig fanden sich am Morgen des 24. Juni die Wagen beim Zoll in Basel/St. Louis ein und um 348 Uhr hatte der letzte die Grenze passiert. Auf guten, wenn auch nicht sehr abwechslungsreichen Strassen gelangte man über Altkirch nach Beifort. Hier eine ermunternde Stärkung und dann wieder hinaus auf die schwarze, glänzende Landstrasse und hinein in den nicht enden wollenden Regen. Das in Combeaufontaine vorgesehene Picknick wurde nach Langres verschoben, aber auch dort war man froh um das schützende Dach eines geschlossenen Wagens. Immerhin sah man etwas von diesem eigenartigen Städtchen und d«r eine oder andere wird es einmal auch bei schönem Wetter besuchen. Die grosse Durchgangsstrasse verlassend zog man in südwestlicher Richtung weiter und erreichte gegen %b Uhr das ersehnte Dijon. Besonders geschätzt wmde von den Fahrern die bequeme Garage im Hotel. Allgemein war man etwas abgeklappt, denn 300 km sind eine ganz ordentliche Leistung, dazu kam noch die etwas eintönige Gegend und ein Regen, der auch keinen Augenblick naehliess. Dijon ist eine äusserst interessante Stadt und die uns zur Verfügung stehende Zeit gestattete natürlich nur eine ganz flüchtige Besichtigung. Reges Leben in den Strassen, schöne Verkaufsmagazine. Ist es wirklich wahr, dass Dijon weder Industrie- noch Handelszentrum ist? Die Stadt nennt sich, bescheiden oder stolz, nur eine Stadt der Kunst. Die schönen Baudenkmäler fallen auf, besonders der typische Burgunder Styl. Ein Meisterwerk ist die Eglise Notre-Dame in Burgunder Gothik mit der originellen Dachrinnenverzierung. Eine gewisse Arbeitsteilung bei der Betrachtung war angezeigt. So haben denn die Herren etwas mehr die Kunst an den Gebäuden, die Damen das Künstliche in den Auslagen beobachtet. Nicht vergessen haben wir das reichhaltige Museum. Schöne Wappenschedben von Schweizerstädten und -familien erinnerten an eine wenig ruhmreiche Zeit unseres Landes. Nach dem Nachtessen suchten verschiedene noch eine Tanzgelegenheit und offenbar mit Erfolg. — Eine frohe Sonne leuchtete, als am Sonntag morgen der Korso der zehn Wagen mit den kleinen Schweizerwimpeln hinausfuhr ins Weinbaugebiet. Durch habliche Dörfer mit zum Teil längst bekannten Namen, vorbei an fast endlosen Weinbergen erreichte man da« Ziel: Beaune. Dieses alte Städtchen mit einer ganz seltenen Kirche besitzt zwei ganz verschiedenartige Wahrzeichen, ein ^geistiges», der Wein, und ein geistliches, das Hospiz, beide in ein«m gewissen Zusammenhang stehend. Das Hospiz ist ein gewaltiger Bau flämischer Schule, der vor allem durch eeine grossen, steilen und bunten Dächer auffällt. Dachtraufen und Türmchen zeigen reiche Verzierung aus Blei. Die vier Hauptgebäude umschMessen einen verträumten Hof, eine kleine Welt für sich, voll wohltuender Ruhe. Ein alter Sodbrunnen, den Gebäuden entlanglaufende gedeckte Gänge, an der Sonne ein paar alte Männer, eine lautlos vorbeihuschende Schwester mit grosser, weisser Haube, um 12 Uhr ein Glockenspiel, das ganze Lieder spielt, ein stimmungsvoller Chor und im Schiff der Kirche auf beiden Seiten hölzerne Himmelbetten — das Spital, nicht ausgestellt, nein heute noch im Betrieb. Das alles macht auf den Besucher einen bleibenden Eindruck. Das Hospiz, eine fromme Stiftung, hat im Laufe der Jahre als Legate viele Weinberge erhalten, deren Weine jeweils ^ öffentlich versteigert werden und deren Preise die Richtpreise für die Gegend ergeben. Zufrieden und munter konnte man am Montag morgen die Heimreise antreten. Es giög durch die wesentlich abwechslungis.reichere Gegend über Dole, Pontarlier und über die Grenze bei Les Verrieres, dann hinunter nach Neuenburg und zur Mittagsrast nach Twann. Es bestand noch gar keine Lust, hier die Gesellschaft aufzulösen, aber schiiesslioh nruss alles einmal ein Ende haben. Allgemein herrschte nur Lob und helle Begeisterung über die Fahrt. Man rief: «Auf Wiedersehen», als man sich trennte und dachte an Beaune. Seither hört man munkeln, die Reise müsse im Herbst wiederholt werden. -i. SEKTION SCHAFFHAUSEN. Das Vergnügungskomitee lädt die Mitglieder mit ihren Angehörigen zu einer Abendausfahrt nach Baden in den Kursaal am nächsten Mittwoch, den 9. August 1933, höflichst ein. Die Zusammenkunft im Kursaal Baden ist auf 2OJ4 Uhr festgesetzt. Im herrlichen Kurgarten wird ein erstklassiges Orchester uns zuerst mit Konzertmusik erfreuen und anschliessend daran Gelegenheit geben, noch einige Tänze in der lauen Sommernacht zu drehen. Noch weitere Attraktionen sind zu erwarten. Wir hoffen, Sie in Baden recht zahlreich begrüssen zu können. — Telephonische Auskünfte erteilt H. Leu, Telephon Nr. 1097. Das Vergnügungskomitee. P. S. Wir machen Sie ferner darauf aufmerksam, dass am 20. August, nachmittags, die > Fahrt ins Blaue > stattfindet, wozu Sie noch speziell eingeladen werden. SEKTION ZÜRICH. Nächste Anlässe. Als nächster Anlass findet am 26. August, nachmittags (bei ungünstiger Witterung am 2. September), ein Besuch des Flugplatzes Dübendorf statt. Für die Besichtigung des Zivil- und Militärflugplatzes sind Führungen vorgesehen; ferner werden die verschiedenen Flugzeugtypen vorgeführt und erklärt. Don ganzen Nachmittag hindurch besteht die Möglichkeit, vorteilhafte Rundflüge in kürzere und weitere Entfernung zu unternehmen. Der Reale Automobile-Club d'Italia hat das ihm vorgelegte Fahrtprogramm und Itinerar für die Herbstfahrt nach Rom als eines der besten Routenprogramme für einen 14tägigen Aufenthalt in Oberund Mittelitalien bezeichnet. Es ist ein Besuch im Vatikan vorgesehen, und vielleicht werden die Zürcher Automobilisten auch im Palazzo Venezia empfangen, s. T. C- S. Autosektion Aargau UNTERSEKTION WIGGERTAL. Die Wiggertaler Clubkameraden seien hiermit ganz speziell auf die Sonntag, den 13. August stattfindende C 1 u b - chi-lbi auf dem Spiegelbeng in Aarburg aufmerksam gemacht. Auf unsern Wunsch hin hat der Kantonalvorstand einstimmig beschlossen, diesen Anlass in unserem Kreis abzuhalten, und es ist nunmehr Ehrenpflicht aller unserer Kameraden, an diesem Anlasse unbedingt teilzunehmen- Der Vorstand hofft, dass daher aus unserem Kreis alle erscheinen; der Anlass ist gut vorbereitet und bietet viel Abwechslung und Unterhaituns. Li. Sektion Graubünden ORTSGRUPPE CHUR UND UMGEBUNG. Mit grosser Genugtuung konnte man dieses Jahr ein vermehrtes Interesse an der Bundesfeier feststellen. Wohl aus diesem Grunde hat auch die Ortsgruppe Chur und Umgebung der Sektion Graubünden einen Lainpionkorso veranstaltet, der, um die Brandgefahr zu verhindern, mit elektrisch beleuchteten Lampions durchgeführt wurde. Der Erfolg war dann auch, trotz stürmischen Wetters, über Erwarten gut. Mehr wie 20 Wagen, mit dem beleuchteten Schweizerkreuz in allen Ausführungen geschmackvoll geschmückt, durchzogen unter grosser Beteiligung des Publikums die Kapitole Graubündens. Die Veranstaltung hat (nicht nur in automobilistischen Kreisen) allgemein sehr gut gefallen, und die O.-G. der Sektion Graubünden hat damit das Interesse weiter Kreise auf sich zu lenken verstanden. Autosektion Waldstätte Sternfahrt nach Buochs. Unter den im Jahresprogramm aufgenommenen Veranstaltungen der Sektion Waldstätte nimmt die Sternfahrt ihres ausgesprochenen Wettkampfcharakters wegen eine besondere Stellung ein, da findigen Köpfen eine glänzende Gelegenheit gebogen wird, ihre Fähigkeiten leuchten zu lassen. Die Sportkommission erschwerte dieses Mal die Bedingungen für die Sternfahrt, indem die drei Teilstrecken von insgesamt 80 km Länge in drei verschiedenen Tempi zu durchfahren waren. Dem einzelnen Lenker wurde nach jeder Etappe die neue Geschwindigkeit mitgeteilt. Die Erfahrung zeigte, dass auch unter diesen erschwerten Bedingungen hervorragende Leistungen zu erreichen waren. Immerhin mag das neue Reglement auch die relativ geringe Beteiligung von 24 Fahrern auf dem Gewissen haben. 15 Minuten vor Abgang wurde die Route den Teilnehmern bekanntgemacht. Zwei Varianten führten auf vielfach neuen und verschlungenen Wegon in die Gegenden des Freiamtes und von Schwyz, mit Ziel in Gersau, während ein drittes Manövergebiet in der Gegend von Kerns sich befand, das seinen Endpunkt in Buochs hatte. Der Start ging in Luzern beim Bahnhof unter der sachkundigen Leitung von Herrn Dr. Stirnemann vor sich, die Kontrollposten übernahmen die Herren Epper, Hans Bucher, Louis Dennis, Präsident Helmlin und Otto Kaiser, während am Ziel die Herren Max Schuhmacher und Odermatt die ankommenden Fahrer in Empfang nahmen. Am 16. Juli zogen feuchte Nebelschwaden den grauen Ringmauern entlang, düsteres Gewölk verdeckte den Kreis der Alpen, und ein leichter Regenschauer vervollständigte die Wassersymphonie. Trotzdem begaben sich die Sportsleute und die Kontrolleure auf ihre Posten. Die Veranstaltung verlief in militärischer Pünktlichkeit, sofern nicht einzelne Fahrer sich den Luxus leisteten, einen Ueberschuss an kostbaren Minuten und Sekunden anzulegen, der aber ihnen bei den unverhofft angestellten Kontrollen ein kleineres oder grösseres Quantum von Strafpunkten eintrug, was hie und da sauersüsse Mienen verursachte. Die beiden rechtsufrigen Gruppen versammelten sich in Gersau zu einem kräftigen Znüni und setzten nachher mit einem Extrakurs der Autofähre nach Buochs hinüber, wo Herr K. Jos. Odermatt, Vorstandsmitglied der Sektion Waldstätte, vor seinem behäbigen Gasthof zur Krone die eintreffenden Fahrer erwartete. Man begrüsste sich gruppenweise auf dem Dorfplatz und genoss die Wohltat einiger warmer Sonnenstrahlen. Währenddem die Teilnehmer bei einem Aperitif die jüngsten Ereignisse aus dem Clubleben diskutierten, rechnete die Sportkommission an Hand der Startkarten jedem Konkurrenten seine Sünden aus. Etwas nach 12 Uhr setzte man sich an die hübsch dekorierten Tische. Das ausgezeichnete Menü, das aus der Küche des Herrn Odermatt vorgesetzt wurde, verdient volles Lob. Nach dem Essen ergriff Präsident Helmlin das Wort, um seiner Freude über die gut gelungene Veranstaltung Ausdruck zu geben. Sodann begrüsste er die Anwesenden, im besondern Her.rn Dr. Zelgflr, Ehrenmitglied der Sektion Waldstätte, der von Vevey nach Luzern gekommen war, um wieder einige Stunden iu seiner geliebten Sektion Waldstätte zu verbringen. Den Konkurrenten und Kontrolleuren, sowie den Gabenstiftern sprach Herr Helmlin den besten Dank aus. Hierauf richtete Herr Dr. Zeiger einige Worte an den Vorstand und an die Sektion und gratulierte zu deren erfreulicher Entwicklung. Die Resultate des Wettbewerbes verkündigte Herr Max Schuhmacher, Präsident der Sportkommission, bei lautloser Stille. Zwischen die einzelnen Phasen der Preisverteilung wurde ein Tänzchen eingeschaltet, damit alle jene Teilnehmer, die auf der untern Sprosse der Glücksleiter standen, Zeit fanden, sich selber ihren Schmerz zu lindern. Damit war auch ein zwangsloser Uebergang zum initium fidelitatis gegeben. Unter den Klängen einer rassigen Ländlermusik bewegten sich die Paare in flottem Rhythmus, lustig und froh im geräumigen Saale herum. Als nach dem Essen noch ein weiterer Zuzug von Mitgliedern aus Nah und Fern erfolgte, zerrannen die Stunden wie Minuten. Immer höher schlugen die Wogen der Gemütlichkeit, als Marfini (P. A. Marfurt) seine Erlebnisse als Mitkonkurrent in drastischer Weise schilderte und mit seinen verblüffenden Kunststücken die Zuschauer in seinen Bann zog. Wie lange das Familienfest noch gedauert hat, entgeht den Kenntnissen des Chronisten. Ihn rief ein hartes Schicksal fort aus der Mitte jener, für die zu arbeiten seine Freude und sein Stolz war, fort in die weite Ferne, nachdem die Heimat keinen Raum mehr für ihn hatte. Ein Trost konnte ihm nicht geraubt werden: das Blühen und Gedeihen der Sektion Waldstätte. Dr. Z. Nachfolgend noch die besten Resultate: la) Blum, A-, Dagmersellen; lb) Rohrer, H., Luzern; 2) Bolz, J., jun., Reussbühl; 3a) Tschupp, J., Eschenbach; 3b) Herren, Ernst, Kriens; 3c) Bühlmann, Xaver, Emraenbrücke; 3d) Käslin, K., Luzern; 4) Brunner, J., Kriens, 5) Dr. W. Spillmann, Luzern; 6. Zwyer, L., Luzern; 7a) Schulthess, K., Kriens; 7b) Dr. 0, Kottmann, Kriens; 8a) Rüttimann. A., Etnmen; 8b) Haberthür, W., Gold&u; 9) Dr. C. Anderhub, Luzern; 10. Erni, J., Dagmersellen. Veranstaltungen. Auto-Meeting St. Moritz (10.—13. August). Der Laie ahnt es nicht, was so eine Geschichte mit fünf verschiedenen Veranstaltungen Arbeit mit sich bringt. Seif Wochen steht das Organisationskomitee unter .Hochdruck, denn die Ortsgruppe Oberengadin des A. G. S. will es nicht an der Ehre haben, dass es irgendwo nicht klappt. Unten auf dem Kurhausplatz, wo: sich die Konkurrenzen in der Hauptsache abspielen werden und wo sich das Ziel für die Zielfahrten befindet, wird gezirkelt, gerechnet und abgesteckt, mit der Errichtung der Tribünen begonnen, die etliche hundert Sitzplätze aufweisen werden. Zeitig müssen die Bauarbeiten in Angriff genommen werden, auf dass alles fix und fertig dastehe, wenn die Tage gekommen sind, da St. Moritz wieder im Zeichen des Automobilsportes steht. Und wenn sich das Wetter nicht in der Rolle des Spielverderbers gefällt, dann dürfen die Organisatoren mit starkem Besuch rechnen. Inzwischen erlebt das Sekretariat bewegte Zeiten. Von allen Seiten regnet es Anfragen, aus der Schweiz und dem Ausland, von Privaten und von Fabriken und Vertretern. Unbestreitbar, die St. Mariteer Veranstaltung begegnet erfreulichem Interesse, und namentlich die beiden Zielfahrten scheinen eingeschlagen zu haben, denn tagtäglich wird das Komitee dieserhalb bestürmt, muss die Ausschreibung interpretiert werden. Auch bei den übrigen Konkurrenzen: Geschicklichkeitsprüfung. Autoschau und Schönheitskohkurrenz, darf mit einem Nennungserfolg gerechnet werden. Die Zahl der Meldungen hat sich vermehrt, doch sei mit einer abschliessenden Beurteilung zugewartet bis zum Ablauf der Meldetermine, die folgendermassen festgesetzt sind: Internationale Zielfahrt: Montae. den 7. August, 12 Uhr; Schweizerische Kreuz- und Querfahrt: Mittwoch, den 9. Ausrust. 12 TJhr: fit>- ichicklichkeitsprüfung: Samstag, den 12. August, 12 Uhr; Autoschau: Donnerstag, den 10. August, 12 Uhr; Schönheitskonkurrenz: Donnerstag, den 10. August, 18 Uhr. N'achmeldungen nach Ablauf dieser Daten können nicht entgegengenommen werden. Eine vergnügliche und zugleich instruktive Angelegenheit verspricht die Geschicklichkeitsprüfung zu werden. Nicht eine Gymkhana wird die Teilnehmer erwarten, sondern Sächelchen aus dem täglichen Leben des Automobilisten, improvisierte Zwischenfälle, wie sie sich aus der Fahrpraxis ergeben, die kalte Berechnung und Geistesgegenwart verlangen. Nicht zu vergessen der gesellschaftlichen Zwischenakte, denen ein hinlängliches Quantum Teilnehmer und Gäste bevorsteht Am Samstag trifft man sich um 17 Uhr auf Muottas Muraigl, wobei die Drahtseilbahn den Teilnehmern an den Konkurrenzen und den Offiziellen 40% Ermässigung auf den Fahrpreisen gewährt. Gleichen Tags um 9 Uhr abends erwartet ein Unterhaltungsabend Konkurrenten und zugewandte Orte im Kulm-Hotel. Abschluss und Ausklang bildet die Preisverteilung im Grand-Hotel mit anschliessendem Ball. (lr.) Liste der Strassensperrungen und Verkehrserschwerungen. Bulletin Nr. 31a Furth-Brücke bei St. Peterzell gesperrt; für den durchgehenden Verkehr von Personenautomobilen und Lastwagen bis 3 t Umleitungen: Richtung St Gallen, Wattwil, von St. Peterzell über Hemberg und in Richtung Wattwil-St. Gallen von Brunnadern über Neckertal-Aachsäge-Degersheim-Herisau. Aus dem L«9 (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Gefährlieher Bahnübergang. Diesen Monat ereignete sich bekanntlich am unbewachten Bahnübergang Langnau a. A. der Sihltalbahn neuerdings ein Unfall, wobei ein mit zahlreichen Personen besetzter Lastwagen zertrümmert wurde. In Ergänzung zur Unfallmeldung schreibt ein Leser: «Dieser Bahnübergang ist besonders deswegen gefährlich, weil von Langnau her die Hauptstrasse Zürich-Zug und Luzern in einer Kurve verläuft, die Signale erst auf kurze Distanz sichtbar sind. Das Bahngebiet links ist durch Bäume und Gesträuch bis zum Uebergang verdeckt, ein aus gleicher Richtung kommender Zug ist also erst im letzten Moment sichtbar. Zudem kommt die Strassengabelung und Richtungsänderung unmittelbar nach dem Uebergang, welche die Aufmerksamkeit des Autofahrers erfordert und ihn momentan in Verwirrung bringen kann. Es besteht hier eine Häufung von Gefahrenmomenten. Es braucht nur noch etwelche Unaufmerksamkeit des Fahrzeuglenkers hinzuzukommen, und dann ist der Unfall auch schon da. Andere Fahrer mögen sich daher diesen neuen Unfall zur Warnung dienen lassen und besonders bei unbewachten Uebergängen sorgfältig Umschau halten.» Da die Unübersichtlichkeit der Oertlichkeit offenbar eine nicht geringe Rolle spielt, so schien die Frage angebracht; ob es nicht ratsam wäre, auffälligere Vorsignale aufzustellen oder für die teilweise Beseitigung des erwähnten Gesträuches zu sorgen. Hiezu. äussert sich die Direktion der Sihltalbahn wie folgt: «Die Blinklicht-Signalanlage beim Bahnübergang Langnau a. A. entspricht genau dem von Gemeinde, Staat und eidgen. Eisenbabndepartement genehmigten Projekt. Ohne Einwilligung oder Veranlassung der eidgen. Aufsichtsbehörde darf daher keine Aenderung daran vorgenommen werden. Da die Blinklicht-Signalanlage durch die vorgeschriebenen Vorsignale (Distanz-Pfähle und Gatter) einwandfrei gekennzeichnet ist und der Autofahrer in- dieser Zone seine Fahrt zu verlangsamen hat, dürfte es nicht von Bedeutung sein, ob das Bahngebiet links durch Bäume und Sträucher mehr oder weniger unübersichtlich ist. Der Strassenbenützer läuft beim Befahren bzw Begehen unserer Bahnübergänge, falls er die Signale beachtet, keine Gefahr, denn bei uns gilt die Vorschrift: «Sind die Barrieren nicht geschlossen oder funktionieren die Blinklicht-Signalanlagen nicht, so gilt für das Befahren dieser mit Abschluss- oder Blinklicht versehenen, aber offenen Uebergänge die Vorschrift, dass der Zug vor dem Uebergang kurz anzuhalten hat und die Ueberfahrt erst vollziehen darf, wenn der Motorwagen- bzw. Lokomotivführer sich von der freien Bahn überzeugt hat. Das Anfahren ist durch ein Pfeifensignal anzuzeigen.» Im obenerwähnten Falle vom 15. Juli a. c. hat der Autofahrer die Signale nicht beachtet und ist daher strafbar geworden. Gewiss ist die Linienführung der Strasse an jener Stelle nicht ganz einwandfrei. Für eine Verbesserung liegt jedoch beim kant. Tiefbauamt ein Projekt vor, das demnächst zur Ausführung gelangen dürfte.» Welchen Occasionstoapen toäAlen t Vielleicht kommen Sie gelegentlich in den Fall, einen gebrauchten Personen- oder Lostwogen zu kqufen und würden, bevor Sie sich definitiv entscheiden, gerne vorher «ein paar anschauen», weil er gonz bestimmt« Aufgaben zu erfüllen hat. Wir raten Ihnen, folgenden Weg ein* zuschlagen: Sie lassen in der «Automobil-Revue» ein Kaufgesuch erscheinen, worin Sie alle Ihre Anforderungen genau angeben. 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