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E_1933_Zeitung_Nr.066

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18 Leute sich

18 Leute sich entrüsteten, weil der dargestellte Man» weder Kragen noch Krawatte trug. — Das Kunsthandwerk: Nebst den Brienzer Schnitzern und den Oberländer Spitzenklöpplerinnen erscheinen die braunen Heimberger Keramiken, die meist als Heimarbeit verfertigt werden; ein besonderes Lob verdient auch die Porzellanfabrik in Langenthai, die einzige der Schweiz, deren Erzeugnisse den -Vergleich mit Bavaria, Rosenthal und Sevre's wohl aushalten. * * * Die, bernische Küche hat Rühmens nicht nötig, und, sie, braucht sich weder mit «Rösti» noch mit der «Berner Platte» zu begnügen, noch etwa mit «Hamme u Laffli» (so heissen Schinken und Achselstück beim Schwein), noch mit Schlagrahmdesserts. Es gibt viele Gasthäuser, die der Autofahrer sich merken darf, wenn er nach f orellen und Huhn Ausschau hält und nach einem guten Tropfen gelüstet.. Daneben dauern und leben alte Landstädtchen fort: Buren, Aarberg und Wangen an der Aare, Laupen, Burgdorf, am Bielersee Nidau,, Erlach und Neuenstadt — Nester, in denen Alfred Kerr, wie einst in Rapperswil, vergnüglich knurren könnte: «Spitzweg ist ein Hund dagegen!» Dieser Kanton Bern ist ein Qrenzland, er steht.^n einer Sprach- und Kulturscheide, aber?so nahe die Berner auch beim Esprit francajs zu Hause sind, sie sind weder dem französischen noch sonst einem Geist tributpflichtig geworden — hat nicht Albrecht von Haller sein eigenes Ringen mit einer Schrift «Ueber die Nachteiligkeit des Geistes» desavouiert? Ein Berner selbst, nämlich Gottfried Bohnenblust, ist es, der von den Bernern sagt, sie würden es nicht beklagt haben^ wenn- die Erfindung der, Buchdrucker-: kunst unterblieben wäre! «Geist», etwas Geistiges, bedeutet hier soviel wie Alkohol, und «geistreich» werden in dieser Sprache höchstens Hunde und Pferde genannt. Freilich (und hier nimmt einer das Wort, der nicht aus diesem Boden stammt) sind die Berner weder selbst geistreichelnd, noch haben sie dajür, den anerkennenden Sinn, und wenn in der,, Hauptstadt dieser aristokratisch-bäurischen Republik die Lehren von Descartes verboten und die Schriften Spinozas durch den Henker verbrannt wurdet], so strahlen seine Bewohner dafür andere Kräfte, Werte und Tugenden aus, die vielleicht näher an Saat und Scholle, an der Erde und ihrer Wirklichkeit sind: Sie haben Gedanken, sie haben Gefühle: sind Gotthelf und Hodler nicht Gedankenmenschen von höchsten Einsätzen? Liegt nicht im bernischen Volkslied ein Reichtum warmer, natürlicher Empfindung und primitiver Naturverbundenheit? Es ist nirgends so tief und unergründlich im Volkstum verwurzelt wie im Kanton Bern; der grösste Teil des lebendigen schweizerischen Volksliederschatzes ist hier beheimatet, nirgends blüht auch die populäre Dramatik wie in Bern, wo eine «Zytglogge- Gesellschaft» aus der Mundart eine Bühnensprache hervorzaubert. Wie ergreifend ist in seiner Einfachheit das Guggisbergerlied: «'s isch äben e Mönsch uf Aerde, Simelibärg!», und wie lockend ertönt es aus dem Kuhreihen beim Alpaufzug: «Der Ustig wott cho, der Schnee zergeit scho, der Himmel isch blaue, der Gagger het g'schraue, der Meye sig cho, Ahiaho, ahiahol Lustig usen us em Stall mit de Labe Chäene! Uesi schöni Zyt isch cho, Luft u Freiheit warte scho Dinnert uf de Flüehne!» Im Herbst singt der Senne das klagende Abfahrtslied: «Ach wie churzen üsi Tage, ach, wie flieht die schöni Zyt». Wer hat nicht schon dem schmeichelnden, sentimentalen «Hau amen Ort es Blüemli gseh» gelauscht? Die stärkste aller Melodien aber ist der bärenprankige Bärnermarsch «Träm, träm, träridi!*, mit welchem Radio-Bern am Abend seine Sendungen beschliesst. Der Tagesfilm AtTTOMOBIL^REVUE Die Kellnerin in der Statistik. Als vor kurzem eine Kellnerin im Löwenbräukeller in München ihr fünfzigjähriges Dienstjubiläum feierte, stellte ein Statistiker fest, dass die diensteifrige Hebe mit der gleichen Gehleistung, die sie im Laufe dieses halben Jahrhunderts innerhalb ihres Arbeitsgebietes vollbrachte, zweimal um die Erde hätte wandern können. Auch ein anderer Statistiker hat sich die Aufgabe gestellt, dig Kraftleistungen einer Kellnerin zu bestimmen und ist dabei zu dem Ergebnis, gelangt, dass eine vielbeschäftigte Kellnerin in einem Zeitraum von zehn Jahren nicht weniger als 2150 000 Kilogramm an gefüllten und leeren Masskrügen zu tragen hat und dass sie innerhalb der gleichen Zeit rund 16 000 Kilometer zurücklegt. Dergleichen Eekordleistungen « blühen » zwar im Verborgenen, stellen aber dennoch eine ganz beachtliche Körperleistung dar. Allerdings leisten sich auch andere Berufe Rekorde, die sich sehen lassen können. So berechnete der Statistiker Dr. Lämmel, dass die tägliche Körperbewegung eines Briefträgers, der seine Briefe von Haus zu Haus und bis in die höchsten Stockwerke hinauf tragen muss, einer Leistung von durchschnittlich 120 000 Kilogrammeter entspricht, das heisst, dass er mit dem gleichen Kraftaufwand ein Kilogrammgewicht 120 000mal einen Meter hoch heben könnte. Die Scheldungsmühle von Reno. Je leichter es den Amerikanern gemacht wird, sich scheiden zu lassen, desto banaler werden ihre Scheidungsgründe. In der Stadt der « Scheidungsmühle», in Reno im Staate Nevada, wird jede Scheidung innerhalb zweier Tage durchgeführt. Die Aemter zeigen den Scheidungswilligen das grösste Entgegenkommen. Nach einer Meldung aus Nevada erwartet jetzt die Scheidungswilligen eine sensationelle Neuerung. Richter Clark Guild vom ersten Regierungsbezirk will in seinem Bezirk von Ort zu Ort reisen, um jede Scheidung innerhalb zweier Stunden durchzuführen. Er will der Stadt Reno Konkurrenz machen. Der amerikanische Richter Boult warnt vor dieser Scheidungspraxis und sagt ganz richtig, dass sie,jeden Idealismus zerstöre. Eine eben veröffentlichte Scheidungsstatistik für das Jahr 1933 zeigt, dass im Scheidungsparadies Reno von zehn Ehen sechs innerhalb zweier Jahre beim Scheidungsrichter enden. Noch schlimmer steht es mit der Dauerhaftigkeit der Ehen in Hollywood. Der Statistik nach werden dort mehr Ehen geschieden als gegründet. Es handelt sich meist um Künstlerehen, die sich ja oft nicht sehr dauerhaft zeigen. In den übrigen Staaten Amerikas, in denen den Eheleuten die Scheidung nicht so leicht gemacht wird, hat die Zahl der Scheidungen gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Durchschnittlich kommt auf sechs Hochzeiten eine Scheidung. Furchtbares «modernes » Amerika! 1933 -No Die Miss mit dem Kindergeschrei. Der amerikanische Rundfunk hat auch für die Kunst des .Kindergeschreis einen Star: Miss Selly Bell Cox. Die Künstlerin ist 25 Jahre alt und schlägt mit ihrem charakterisierenden Kindergeschrei jede Konkurrenz der wirklichen Babys. Ihr Lohn hiefür ist 100 Dollar im Tage. Interessant ist der Werdegang der schreienden Miss. Sie war Erzieherin in einem Waisenhaus. Um den Kindern das Schreien abzugewöhnen, manchmal aber auch, weil ihr die Nerven durchgingen, ahmte sie die kleinen Schreihälse nach. Damit hat sie sich für ihren Starberuf ein grosses Repertoir angeeignet. Heute ist Miss Cox eine Attraktion, mit der alle Hörspieldichter rechnen. Miss Cox' Talent täuscht aber nicht nur den Radiohörer. Wenn sie ihren übermütigen Tag hat und in den Parks die Stimmen der Kleinen heimlich nachahmt, so können selbst die Mütter nicht unterscheiden, ob ihr kleiner Fratz sich meldet oder Miss Cox ihren Ulk treibt. Das nennt man Qualität. Zwei Freunde fahren nachts im Auto von Ölten nach Biel. Der eine schläft, der andere lenkt und hört Radiomusik ans einem Kofferapparat. Aber er wird anch müde, passt weniger auf und fährt den Wagen mit voller Wucht gegen einen Baum. Das Auto geht in Trümmer; die beiden Leute werden bewusstlos aus dem Wagen gezogen. Nur der Radioapparat spielt im wüsten Durcheinander des Wagens lustig seinen Foxtrott weiter. Eine gute Reklame für die Röhrenfabrik! Die Empfehlung. «Und können Sie mir eine Empfehlung Ihres letzten Arbeitgebers bringen ? > fragt der Chef einen Chauffeur, der sich um eine Stelle bewirbt. « Leider erst in einigen Wochen ». gibt der Gefragte zur Antwort. . « Nanu, aus welchem Grunde ? > « Er liegt gerade noch im Spital! » Wochenende und Ferien! 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N°66 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE 19 3 DP Die berühmte französische Schriftstellerin Colette verbindet bekanntlich seit einiger Zeit ihr Dichtertum mit der Leitung eines Schönheitsinstitutes. Ueber ihre kosmetische « Sendung» äusserte Colette folgendes: «Die Kunst, sich schön zu machen, ist uralt. Schon in biblischen Zeiten haben sich die Frauen gern geschminkt. Sie haben diese Neigung nie aufgegeben. Wohl nrussten sie diese Gewohnheit während des Mittelalters in Frankreich für kurze Zeit unterlassen, aber als der Bann im 16. Jahrhundert aufgehoben wurde, begannen sie sofort von neuem. Seither ist das Schminken Allgemeingut. Im 18. Jahrhundert benützten die Frauen der Gesellschaft täglich ihr «Rouge», und keine einzige hätte gewagt, ohne eine Vorbereitung dieser Art bei Hof zu erscheinen. Selbst Tote wurden geschminkt — zum Beispiel Prinzessdn Henriette, eine Tochter Ludwigs XV. HD»OB SEBITE !DQ/1\(DJ Die Schönheit der Hässlichkeit Von Colette. Madame de Sevigne erwähnt in einem ihrer Briefe, dass sie vierzehn Tage lang nicht ihr Gesicht gewaschen hätte, um die Schminke nicht zu zerstören... Das zeigt, wie wichtig es unseren weiblichen Ahnen schien, der Natur ein wenig nachzuhelfen. Können wir uns — bei solchen erlauchten Beispielen — darüber wundern, wenn die moderne Frau versucht, ihrem Antlitz jene Vorzüge zu verschaffen, die ihr von der Natur nicht verliehen wurden? Dass sie sich technischer Behelfe bedient, um ihr Aussehen zu verbessern? Ich selbst habe — obwohl ich stets Novellistin gewesen und auch noch heute bin — immer ein grosses Interesse an Schönheitspflege genommen. Ich habe mich jahrelang mit der Erforschung von Schönheitsmitteln beschäftigt und dabei etliche wichtige Entdeckungen gemacht, die nicht nur mir, sondern auch meinen Freunden zugute gekommen sind. Die Beschäftigung mit der Literatur ist ein ausgezeichnetes «Training», selbst für jene, die sich der Schönheitspflege widmen wollen. Der Romancier, der etwas wert ist, rmiss ein gewisses psychologisches Verständnis haben und die Vorgänge im Innern eines Menschen kennen; wenn er die Technik des « Frisierens » (Herrichtens) kennt, so wird er selbst bei nicht vielversprechenden Gesichtern fabelhafte Resultate erzielen. Ich gestehe, dass ich die hässliche Frau interessanter finde als die hübsche. Wenn es mir gelungen ist, ein hässliches Gesicht anziehend zu gestalten, indem ich alle seine Vorzüge ins rechte Licht gesetzt habe, habe ich das Gefühl, etwas wirklich Wertvolles geleistet zu haben. Es gibt für jeden Fall eine Lösung, denn es gibt keine Frau, deren Gesicht, wie hässlich es auch sei, nicht irgend etwas Reizvolles enthielte. Leider sind Frauen oft schlechte Beurteiler ihrer selbst, statt ihre eigenen Vorzüge hervorzuheben — tun sie ihr möglichstes, um irgendeine Art Schönheit, die gerade Mode ist, nachzuahmen und sich diesem Muster anzupassen. Wenn ich es unternehme, eine Frau schön zu machen, so bemühe ich mich, andere zu vergessen und ja kein Vorbild zu kopieren. Das mache ich so: Ich beginne mit meiner Klientin eine Konversation über alltägliche Dinge und unterhalte mich so lange mit ihr, bis ich wirklich ihr Interesse geweckt habe und die Maske der Konvention von ihr abfällt, so dass sich ihr wahrer Gesichtsausdruck zeigt, der immer schön ist, weil er individuell ist. Soviel über die psychologische Seite der Schönheitspflege. Schönheit ist nicht eine Marktware, die genau zu umschreiben und für alle .Menschen die gleiche ist. Was für die eine Frau ausgezeichnet ist, kann für die andere schrecklich sein. Selbst eine von Natur aus hübsche Frau kann dadurch entstellt werden, dass ihn die Art, wie sie hergerichtet ist, einen wesensfremden Ausdruck verleiht Es ist merkwürdig, dass Frauen mit ihren natürlichen Augen nie zufrieden sind. Jede Frau tut, was sie kann, um ihre Augen grösser zu machen. Eine Gewohnheit, die schon zu Homers Zeiten bestand. Der gro$se Dichter der Griechen erzählt uns, dass Minerva schöne, grosse Augen hatte, und deshalb die «kuhäugige» genannt wurde. Dieses Ideal des Altertums besteht auch heute noch. Meiner Meinung nach sind diese Bilder alle jämmerlich. Sie sind fast alle standardisiert und es fehlt ihnen jede Individualität. Jedes Bild zeigt dasselbe konventionelle Lächeln mit schlecht gemalten Lippen, dieselben schwarzen Punkte in der Mitte des Gesichts zur Markierung der Nasenlöcher und dieselben Kuhaugen. Die Augenbrauen sind verlängert, um ein Maximum an Effekt für die Grosse der Augen zu erzielen, als ob Schönheit in direktem Verhältnis zur Augengrösse wüchse! Diesen unpsychologischen «Schönheitsmachern» ist es gleichgültig, ob der natürliche Ausdruck ihrer Opfer fröhlich oder schweigsam oder gesprächig ist. Ihrer Meinung nach ist ein Mund nur dann schön, Hübsches Strandba/4- Kostüm: Weisser Jumper mit Rollkragen und blaue Hose mit weiss umrandeten Taschen. wenn die Lippen gerade sind, und sie geben jeder Frau dasselbe geschmacklose Lächeln, das sie als den Gipfelpunkt der Vollkommenheit betrachten. Off bringen Mütter ihre siebzehn- und achtzehnjährigen Töchter zu mir. Manche Leute sind darüber entsetzt. Ich kann aber daran nichts Schreckliches finden. Warum soll man nicht die Anzeichen der Ermüdung aus dem Gesichte eines jungen Mädchens, das zu einem Tanz geht, dadurch entfernen, dass man ein wenig Rouge auflegt? Warum soll man nicht ...die Schönheit der samtweichen Haut 'tißüsef Gesichter dadurch hervorheben, dass ,man den Lippen ein helleres Rot gibt? Hier kann uns nur die Psychologie beraten. Aber niemals sollte man Mütter und Töchter in der gleichen Weise behandeln. Man wird die ersteren dadurch nicht jünger machen, sondern im Gegenteil nur lächerliche Aus der heutigen Trikotmode Trikots können wir uns aus unserer Kleidung gar nicht mehr wegdenken. Wir sind oft von Kopf bis zu Fuss damit bekleidet. Es gibt verschiedene Techniken, die unter den Begriff « Trikot» fallen, die aber äusserlich alle durch das Maschenartige der Flächen gekennzeichnet sind. In der Schweiz existieren Dutzende von Fabriken, die Strümpfe jeder Art, Unterwäsche, sowie Kleider, Blusen und sportliche Bekleidung herstellen. Die Mode kümmert sich sehr um diesen Artikel. Viele unserer Modelle gehen nach Frankreich; in den grössten, elegantesten Läden der Boulevards finden wir Schweizer Wirkwaren, namentlich aparte Blusen, Jumper und Kostüme. Auch England ist Abnehmer schicker 0 Ihr Aussehen # gewinnt durch eine Behandlung Im Salon Dittli, Zürich Welnbergstr. 17 Tel. 43.020 • Ein Versuch wird Sie überzeugen I A ^^ Schaff hausen A.c.s.cafeund Speiserestaurant Oberhof, T. C. S. 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