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E_1933_Zeitung_Nr.066

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A AUTOMOBH>RBVUE 1933 - 66 25 Jahre Sektion Luzern des Ä. C. S. «Sonne über dem Automobilclub Luzern» — in diese Worte lässt sich am besten der Gesamteindruck von der glanzvollen Jubiläumsfeier der Sektion Luzern des A. C. S. zusammenfassen, die letzten Samstag und Sonntag ihr 25 j ähriges Gebürtstagsfest begehen konnte. Ein wundervoller Sommerhimmel wölbte sich an beiden Tagen über der Innerschweiz und verlieh allen Veranstaltungen des Clubs helle, beschwingte Stimmung. Doch nicht nur aussen, sondern auch innen war die Jubiläumsfeier von lauter Licht und Sonne erfüllt, so dass sie sowohl für Mitglieder wie für Auswärtige zu zwei ereignisreichen Tagen wurde, die in der Erinnerung noch lange nachleben werden. Die Luzerner haben Samstag, und Sonntag in eindrucksvollster Weise mach aussen hin die Leistungsfähigkeit ihres Clubs gezeigt und gleichzeitig die gewaltige Entwicklung der Sektion, von den wenigen Männern am Anfang an bis zu der heutigen Höhe, eindringlich dokumentiert. Heute steht der Club gefestigt und als ein starkes Glied des A. C. S. da, das sich um die Sache des iAutomobilismus ausserordentliche Verdienste errungen hat. Man musste die verschiedenen Reden am Bankett gehört oder auch die reizvolle Schrift von Herrn Dr. Boe.sch gelesen haben, um einen Eindruck von der Bedeutung der Sektion zu bekommen. Die Luzerner bewiesen aber noch eines: dass sie glänzende Organisatoren sind, von denen man allerhand lernen kann. Ueber allen Veranstaltungen des Samstags und Sonntags stand ein guter Stern, und es ist unser Wunsch, dies möge das beste Omen für die zukünftige Entwicklung der Luzerner Sektion sein, die nun in das zweite Vierteljahrhundert ihres Bestehens eintreten kann. > Die Gelände-Zielfahrt. Die Luzerner waren gut beraten, als sie an den Anfang ihrer Jubiläumsfeier am Samstag eine sportliche Veranstaltung setzten, um Mitglieder und Gäste in' .einem friedlichen Wettbewerb zu vereinigen. Sie zeigten dabei gleich, dass man in Lu- aufmachte. Minute auf Minute folgten die weiteren es zehn, als der eiste Wagen sich zur Punkt-Jagd zern um gute Ideen nicht verlegen ist und schrieben eine Konkurrenz aus, die durchaus neuartig lassen und auf die Kontrollorte lösgelassen war," Teilnehmer, bis nach halb elf auch der letzte ent- und nirgends kopiert worden ist. Wer sich die Besser als von den Wagen der Presse aus (deren Mittagspicknick auf der « Rengg * übrigens ein- Mühe nahm, das Reglement genauer zu studieren, merkte bald, dass es sich hier um eine ebenso originelle wie .glückliche neue Veranstaltung handelte. zwischen Federmännern und Organisatoren gewesen Ereignis an Gemütlichkeit und der Versenwisterung. Als Anerkennung für die Ausschreibung keines gewöhnlichen Klischee-Wettbewerbes meldeten sich verfolgen. So überlegte es sich wenigstens der Bei sein soll) liess sich die Fahrt noch als Teilnehmer denn auch nicht weniger als 41 Teilnehmer, jeden^ richterstatter; der die wilde Jagd ebenfalls iii allen l falls eine ganz ausserordentlich erfreuliche Zahl! Phasen mitmachte, und. dajiei die Üeberzeugung ge--, Wir können es uns nicht schenken, ganz kurz wanhi wohl aü der idealsten sportlichen Fahrt..in', idie -wesentlichsten umrisse des Reglementes noch- seiner ganzen .Reportertätigkeit teilgenommen "Ztr" mals zu skizzieren, schon allein' deshalb, um anderen Sektionen damit die Anregung zur Aufnahme der interessanten Idee, wie sie in Luzern ausgebrütet worden ist, zu geben. Bei der Gelände-Zielfahrt wurden eine halbe Stunde vor dem Start jedem Fahrer eine Dufourkarte und eine Blindkarte ausgehändigt, auf der mehrere historische oder schöne Aussichtspunkte vermerkt waren. Jeder dieser Orte, an denen sich Kontrollen befanden, wurde entsprechend der Entfernung von Luzern aus und der Schwierigkeit ihrer Auffindung mit einer Zahl von Gutpunkten bewertet. • Die Fahrer hatten nun innerhalb fünf Stunden möglichst viele dieser Orte anzufahren, um so Punkte zu sammeln. Zu spätes Ankommen wurde dann wieder mit Abzug von Punkten geahndet. Eine kleine Geschicklichkeitsprüfung am Schluss. wurde schliesslich ebenfalls gewertet. Die Aufgafe der Teilnehmer bestand also darin, innert fünf Stunden auf Tod und Leben Kontrollposten heimzusuchen und Punkte einzuheimsen. Es bedurfte der Geschicklichkeit der sportlichen Leitung der Luzerner Sektion, um als, Kontrollorte die wunderbarsten Punkte des ganzen Kantons zu bestimmen. So kreuzten, die Fahrer im ganzen Luzerner Land, fahren von einem Ausflugspunkt zum andern, machten alle Hauptstrassen und Landwege unsicher und lernten so die Heimat neu kennen. Uns yriü. die Idee dieser Veranstaltung ganz besonders deshalb so lobenswert erscheinen, weil sie den Automobilisten die Heimat nahebringt, und ihnen zeigt, wie viele intimen Schönheiten sie besitzt. Es kam, wie man erwarten konnte: viele Luzerner, die sich weiss Gott sehr gut « daheim » auszükennen glaubten, mussten begeistert bekennen: so viel Schönheiten im eigenen Land hätten sie gar nicht geahnt! Für den auswärtigen Fahrer aber musste die Konkurrenz zu einem regelrechten Erlebnis werden. Man merkte in Luzern am Samstagmorgen um das Haus Löwenstrasse 3, das die Sektion mit berechtigtem Stolz ihr Eigen nennt, schon bald, dass Besonderes im Werden sei. Nach neun Uhr trafen die Geländezielfahrer rudelweise ein, um die Startinstruktionen entgegenzunehmen. In den wundervollen Räumen des Clubhauses verteilte dann der ebenso rührige wie gewandte Sportpräsident der Festsektion, Herr Bartholomäi, die Blindkarten, und gab alle nötigen Weisungen. Sofort lösten sich die Anwesenden in lauter Einzelhäufchen auf, auf Tod und Leben wurden Blindkarten und Landkarten verglichen und der, Schlachtenplan entworfen. Von den Uhren der Stadt, über der im tiefblauen Sommerhimmel eine volle Augustsonne strahlte, die silbernen Glanz über See und Strassen warf, schlug 19 PS,7-PIätzer Mercedes-Benz 1931, 6 Zyl., Limousine, 13 000 km gefahren, wie neu, mit voller sechsmonatiger Fabrikgarantje, 6 Vorwärtsgeschwindigkeiten, Bosch-Dewattdre-Servo-Vierradbremsen,, vollautomatische Zentralchassisschmierüng, ^/Reserveräder vorn, grosser Gepäckträger hinten, Neupreis Fr. 19 400—, 10485 Fr. 13 000.— Mercedes-Benz-Automobil- A.-G., Zürich, Badenerstrasse 119. Tel. 51.693. Zu verkaufen Lieferungswagen 1» Tonnen, Steuer bezahl«. 59980 E. Berger, Niederscherli. 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V|f ¥% ¥ g* fjf Löwenstrasse 11 Mi DJ Mi 1 V11 Telephon 39-282 Seit 29 Jahren inserieren gewisse Firmen in der „Automobil-Revue", weil sie damit gute Erfahrungen gemacht haben. haben, Es bedürfte der Feder eines Dichter«, um die grenzenlose, einzigartige Schönheit dieser Heimatfahrt schildern und die unvergesslichen, stets wechselnden Bilder von den vielen Höhen aus in die sommerlich reifen Täler, das in Sonnenglanz zitternde Land erzählen zu können. Vielleicht kann im Verlaufe einer kurzen Schilderung der eigenen Fahrt, zu der dem Berichterstatter ein liebenswürdiges Mitglied der Luzerner Sektion verhalf, ein Eindruck von der Art der Veranstaltung vermittelt w'erden. Auf der Fahrt Unser erstes Ziel von Luzern aus ist die Seebödenalp. Gleich sausen wir, im offenen Wagen stets die ganze Herrlichkeit der Welt vor uns ausgebreitet, gegen Meggen und weiter nach Küssnacht. Dort winden wir uns in unzähligen Kurven den Berg hinan, derweil die Motorradfahrer eifrig auf das Küssnacht-Seebodenalp-Rennen hin inoffiziell trainieren. Tiefer und tiefer sinkt die sommerselige Welt zurück, hochauf wirbelt der Staub den Hängen entlang. Der Blick schweift ungehemmt in die Weite des Talkessels, in dem der Vierwaldstättersee flimmert Auf der Seebodenalp wird zum erstenmal das Bordbuch vorgewiesen, und nach fünf Minuten Halt geht es wieder talwärts, während uns mehrmals aufwärtskeuchende Wagen begegnen. Näher kommt wieder der See, dann biegen wir um und nehmen Richtung Weggis. Fremdenbetrieb empfängt uns in dem schönen Kurort. Das Landschaftsbild ist zauberhaft. Nach dem Sentiberg arbeitet sich der Wagen mit gehörigem Pusten empor, doch auch dieser schwierigste aller Kontrollpunkte wird glücklich erreicht, und kaum hat sich der Blick von der grenzenlosen Schönheit des in hellstem Licht flimmernden Sees sattgetrunken, als die Jagd wieder talwärts führt. Manchmal wird es richtig kitzlig, aber den vorwärtsstürmenden Elan kann das nicht brechen. Wieder wird Weggis berührt, dann geht's mit scharfem Tempo nach Küssnacht zurück, und über das ebene, von warmem Wind bestrichene Land nach dem Zugersee hinüber. Die Kirche in Risch ist neuer Startpunkt, rasch sehen wir uns den hübschen Flecken an und dann flitzt der unermüdliche, tüchtige Wagen weiter nach Rothkreuz. Michaelskreuz, dieser wunderbare neue Ausflugspunkt, muss nun erkämpft werden. Wieder windet sieh der Wagen in unzähligen Windungen einen bäumereichen Hang hinan. In der Ferne glitzert der Fluss, die Weite zittert im Mittagsdunst. 10 Minuten dürfen wir uns oben verschnaufen, und schon geht es wieder ins Tal, weiter, weiter... Wir sind so verbissen darauf, möglichst viele Punkte einzuheimsen, dass wir um ein Haar sogar die alte gedeckte Brücke in Gisikon durchfahren hätten, ohne den Kontrollposten zu bemerken. Die Johanniterburg Hohenrain ist nun das Ziel. Der Weg führt über schwach hügeliges Land, das in vollem Sommer steht Ueber Inwil und Ballwil fahren wir ohne Aufenthalt, bis langsam aus der Ferne eine herrliche Burg emporwächst: Hohenrain. Hier lebten einst Kreuzritter, nun dienen die Gebäude einer Taubstummenanstalt zur Unterkunft Wieder lässt sich ein wunderbarer Fernblick von der Höhe aus gemessen. Das Schloss Horben bei Illnau lockt nun und wird in kurzer Zeit nach anstrengender Fahrt über weite Feldwege und Hüffel hinan erreicht. Am Baldeggersee vorüber rast der Wagen nach Römerswil; alles stille, verträumte Aussichtspunkte von einzigartigem Reiz! vWissen wir alle eigentlich, wie herrlich unsere Heiist? Heute entdecken wir sie seelig vor Freude Aargau, Basel, Luzern: FELIX HIRT, Lenzburg Telephon 227 Inserieren Sie auch? neu! Nachher lockt die Schlachtkapelle von Sempach, wo wir andächtig alter Zeiten gedenken, dann . fliegt die Maschine weiter nach Kirchbühl, und in der Nähe des Sempachersees vorbei nach dem Homberg. Werthenstein, an der Strasse Luzern-Bern, ist das letzte Ziel vor der Umkehr nach Luzern, und bald haben wir uns ins Entlebuch hinuntergeschlängelt. Auf glatten Strassen geht es Luzern zu. Den Konkurrenten stand es selbstverständlich durchaus frei, ihre Route nach Belieben zu wählen. Viele begannen ihre Punkthascherei auch mit einem Abstecher nach der Seebodenalp und dem Sentiberg. Einzelne dehnten aber ihre Reise noch weiter ins. Mittelland hinaus aus, legten beispielsweise auch am Landessender, Mauensee, Menzberg usw. an. Alle aber waren sich darin einig, eine wunderbare Heimatfahrt miterlebt zu haben, die auf die Gesichter helle Freude und Begeisterung' zauberte. Kurz vor drei Uhr liefen die ersten Fahrer, überstaubt und merklich ermüdet, ein; viele wechselten den Fahrdress mit dem Badkostüm und schufen ein ungemein lebhaftes, fröhliches Strandbadleben. Die Geschicklichkeitsprüfung war ebenso originell wie kurz. Jeder Fahrer erhielt noch 200 Gutpunkte gutgeschrieben und musste nun eine auf Rollen laufende Kiste leicht mit dem Wagen berühren und dabei zu verhindern suchen, dass diese stark angeputscht und zu weit auf den Schienen nach hinten rollte. Mit nicht geringer Aufregung entledigten sich die Konkurrenten dieser Aufgabe, die viel fröhliches Volk anzog. Doch dann begann der gesellschaftliche Teil des Nachmittags. Am See liess es sich herrlich Tee und verschiedenen Leckereien zusprechen. Auch Wasserspiele lockten noch viele Sportlustige herbei, und unter Scherz und Vergnügen ging ein wundervoller Tag dem Abend entgegen. Wie es sich dann abends herausstellte, waren bloss drei Fahrer ausgefallen, die andern hatten ohne besondere Schwierigkeiten die Fahrt hinter sich gebracht Bei den Wagen bis 2000 cem kam Hugo Dreier und bei den grossen Fahrzeugen Hans Imfeid aus Hergiswil an die Spitze. Der Letztere konnte 20 von 24 angegebenen Kontrollen berühren! Wie sie alle gefahren waren und welche Punkte sie erreichten, das war einer der Hauptgesprächspunkte des glanzvollen Abendanlasses. Alle aber, Fahrer und autosportliche Fachleute, waren sich einig darüber: die Gelände-Zielfahrt war ein prachtvoller Wettbewerb, der unbedingt Nachahmer finden sollte. Dem Luzerner Sportpräsidenten Herrn Bartholomäi wissen alle Dank und Anerkennung für seine glänzende Idee einer solchen Heimatfahrt! Die Resultate. 1. Kategorie: 1. Dreier Hugo, Luzern, 696 Punkte; 2. Ruetschi Ernst, Zürich. 611 P., 3. Schmidt Franz, Luzern, 578 P., 4. Bühler Heinrich, Luzern. 557 P., 5. Frau Dr. Strebel. Luzern, 543 P., 6. Kottmaan Paul, Luzern, 539 Punkte. 2. Kategorie: 1. Imfeid Hanns, Hergiswil (Erster mit ausserkantonaler Nummer), 840 Punkte; 2. Meyer Walter, Luzern (Erster mit Luzerner Nummer), 798 P.; 3. Frau Dr. Ramtnelmeyer, Samen (beste Dame). 784 Punkte; 4. Dr. Blättler Emil,, Kerns, 776 P.; 5. Elmiger Jost, Luzern, 772 Punkte; 6. Sohwerzmanä: Georges, 735 P;-, 7. Koch Franz, 725 P. (Schluss Seite 11.) Zu verkaufen wegen Nichtgebrauch 1 AUTO RENAULT geschlossen, Mod. 1927, PS 4,8/6, 4 Zyl., in sehr gut. Zustande, Motor, Kolben u. Block neu, Scintilla-Magnet, Zenitn Vergaser, Oerlikoner Batterie. Preis Fr. 5Q0.-. — H. MülleP'Biedert, Atelier de Pivotages, Oberdorf (Baselland). Tel. 127. 59976 FORD-Lastwagen mit Wlrz-3-Selten-Kipper Stahlkabine, pur wenige 100 km gefahren, umständehalber äusserst preiswert und eventuell mit günstigen Zahlungsbedingungen abzugeben. 59981 Anfragen unter Chiffre Z 2662 an die Automobil-Revue. Bureau Zürich. Zu verkaufen Lieferungswagen MERCEDES 13 PS, fahrbereit, Modell 24, einwandfrei, mit 7-P1-- Karosserie, Occasionspreis 800 Fr. Tragkr. 1000 kg. Offerten unter Chiffre 59990 an die Automobil-Revue, Bern. STÜTZ, 8 Zy Limousine zu verkaufen aus Herrschaftshaus, erst 28 000 km gefahren, in sehr gutem Zustand, 27 PS, 6/7-Plätzer, Modell 1929. 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N° 66 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE Luftfahrt Kommt das Umlaufflügel-Flugzeug? Wie aus der französischen Fachzeitschrift «Les Alles» ersichtlich ist, wurden mit einem von dem Schweden Strandgren konstruierten Flügelradflugzeug bei der Flugzeugfirma Liore et Olivier in jeder Hinsicht befriedigende Versuche durchgeführt. Beim Motorantrieb des Flügelrads wurde ein genügender Auftrieb (800 Kilogramm) bei relativ niedrigem Leistungsbedarf und genügendem Vortrieb (erreichbare Fluggeschwindigkeit rund 100 Kilometer in der Stunde) festgestellt. Es ergab sich auch ausreichertde Selbstrotation und ebenfalls genügender Auftrieb des Flügelrads bei abgestelltem Motor. Damit ist die Möglichkeit eines senkrechten Starts, des An-der-Stelle-Schwebens und der Landung bei abgestelltem Motor des entsprechend gebauten Flugzeugs bewiesen. Ausserdem hat sich bei den Versuchen eine sichere Beherrschung aller Zentrifugalkräfte und Schwingungen gezeigt, und zwar selbst bei einer 50 v. H. über der normalen liegenden Umdrehungszahl. Die französischen Versuche haben also weiter bewiesen, dass Flügelräder genügend leicht und doch fest gebaut und mit Sicherheit betrieben werden können. Anfang Mai wurde bei der Jahresversammlung der National Advisory Comittee for Aeronautics (NACA) über Windkanalversuche mit naturgrossen Plattflügelrädern — ähnlich dem bekannten Rohrdach-Entwurf, wie gesagt wurde — berichtet, wobei Raucherzeugung zur Beobachtung der Luftbewegung angewandt wurde. Auch diese Versuche zeigten eine grosse Auftriebskraft beim Schweben an Ort und Stelle und bei der Fortbewegung. Die Konstruktion Dr. Rohrbachs sieht >>bei dem Umlaufflugzeug schmale, an mehrern Speichen befestigte Flügel vor, die um eine horizontale Achse umlaufen. Diese Achse ragt zu beiden Seiten des Flugzeugs so weit aus dem Rumpf heraus, dass eine ähnliche Spannweite entsteht, wie wir sie bei den Flugzeugen mit festen Flügeln gewohnt sind. Ausserdem ist an der Rohrbachschen Konstruktion das zum Patent angemeldete Lenkungssystem besonders wesentlich, durch das die Flügel während jedes Umlaufs in besonderer Weise um ihre Längsachse hin- und herschwingen. Durch diese Besonderheiten kann das Rohrbach-Umlaufflugzeug im Gegensatz zu allen andern Konstruktionen das Höchstmögliche an Wirkungsgrad und damit sämtliche Geschwindigkeits- und Steigleistungen eines modernen Flugzeugs mit festen Flügeln erreichen, wobei es aber als besondere, die Flugsicherheit ungemein steigernde Eigenschaft die Möglichkeit besitzt, ohne Vorwärtsbewegung in der Luft schweben und senkrecht auf- und absteigen zu können. Die erwähnten amerikanischen und französischen Versuchsergebnisse lassen erwarten, dass auch die deutsche, weitgehend verbesserte und technisch-wissenschaftlich wesentlich vollkommenere Lösung des Flügelradproblems, deren physikalische Richtigkeit bereits vor acht Monaten von der deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt bestätigt wurde, in der Praxis ebenfalls günstige Ergebnisse bringen wird. Die Arbeit Dr. Rohrbachs ist (berichtet die «Kölnische Zeitung») soweit vorgeschritten, dass mit dem Bau eines naturgrossen Vorführungsflügelsatzes und anschliessend eines Flugzeugs begonnen werden kann, wenn die Mittel für eine solche Aufgabe bereitgestellt werden können. Es ist zu hoffen, dass sich bald ein Weg findet, der die Weiterarbeit an dem deutschen an der Stelle schwebefähigen Umlaufflugzeug ermöglicht, ehe andre Nationen auf diesem Gebiet die deutsche Technik überholt haben. Automatisches Fliegen. Die Anwendung automatischer Flugzeugsteuerungs-Apparate ist besonders in Amerika in rascher Zunahme begriffen. Mit einem Flugzeug, das einen automatischen Steuerapparat aufweist, stellte im letzten Monat Frank Hawks einen neuen Rekord für den Flug von der West- zur Ostküste Amerikas auf; mit einem «automatischen Piloten > als Hilfe machte sich auch Mattern auf seinen Weltflug, und mit einer gleich ausgerüsteten Maschine ist der Amerikaner Willey Post zu seinem Weltflug gestartet. Aber auch in die Flugzeuge grosser amerikanischer Transkontinental-Flugverkehrsgesellschaften werden automatische Steuerungsapparate, die das Flugzeug mit Kreiseln selbsttätig auf einmal eingestellten Kurs erhalten, serienmässig eingebaut. Der Pilot kann dadurch seine Hauptaufmerksamkeit auf die Navigation verlegen und braucht die Steuerung nur noch zu überwachen, -s. Ausbau des Luftverkehrs In China. Zu einer in aller Stille vorbereiteten Ueberführung der beiden für den Chinadienst der Deutsch - Chinesischen Luftverkehrs-Qesell- Eln neues Hubschraubenflugzeug. Die Flugzeugtechnik bietet den Erfindern nach wie vor ein reiches Betätigungsfeld. -Man kann als sicher annehmen, dass neben dem Drachenflieger, dieser heute fast ausschlieeslich angewandten Flugzeugform, mit der Zeit noch andere Flugzeugtypen in Erscheinung treten werden, mit denen man vor allem das Landen und Starten vereinfachen zu können hofft. Als Beispiel eines solchen Zukunftsflugzeuges, das senkrecht starten und landen können soll, ist oben das Modellbild der Erfindung eines Zürcher Ingenieurs, welches uns vom schweizerischen Erfinderverband zur Verfügung gestellt wurde, wiedergegeben. Das Hauptkennzeichen der Konstruktion besteht darin, dass das obere Tragdeck als Hubschraube ausgebildet ist, wobei der Antrieb der ' Schraube durch Motoren auf den Schrauben blättern erfolgt. Die praktische Brauchbarkeit der Idee wird noch zu beweisen sein. Schaft «Eurasia > bestimmten Junkers-W- 34J*lugzeuge teilt die Deutsche Lufthansa mit, dass die beiden jetzt in China eingetroffenen Maschinen insbesondere zur Eröffnung des Flugdienstes auf dem Abschnitt Lanchow — Urumtschi — Tschugutschak bestimmt sind. Von Lanchow aus fliegen die Flugzeuge der «'Eurasia » bereits olanmässig über Sianfu—Loyanz nach Nanking bzw. Schanghai. Der Abschnitt Lanchow—Urumtschi (1850 km Entfernung) wird lediglich von einer Karawanenstrasse durchzogen. Durch die Ausdehnung des chinesischen Luftverkehrsnetzes bis zu der westlichsten chinesischen Provinz Sinkiang wird die grosse Flugverbindung von Deutschland nach China der Vollendung wieder einen erheblichen Schritt nähergebracht Neue Schneflflugzeure. Der Kampf um das «Blaue Band » der Luft schreitet unaufhaltsam fort Schon wird bekannt, dass die amerikanische Northrop Corp. ein Schnellpostflugzeug Gamma für einen Führer und nötigenfalls für 1—3 Fahrgäste entwickelt hat, das mit Flügel-Spreizklappen und einem 700-PS-Wright-Doppelstern-Motor R 1510 ausgerüstet, eine Höchstgeschwindigkeit von 360, eine Reisegeschwindigkeit von 320 und eine Landegeschwindigkeit von 68 km in der Stunde hat. Die Boing Airplane Co. in Seattle hat mit ihrem Muster 247 einen mit zwei Pratt-and-Whitney-Wasp-Motoren von je 550 PS ausgerüsteten Ganzmetall-Tiefdekker herausgebracht, der bei drei Mann Besatzung und Fluggästen eine Höchstgeschwindigkeit von 290, eine Reisegeschwindigkeit von 264 und eine Landegeschwindigkeit von 92,8 km in der Stunde besitzt und das schnellste mehrmotorige Verkehrsflugzeug der Welt darstellen soll. Auch die holländische Flugzeugfirma Pander hat ein dreimotoriges Postflugzeug von je 450 PS im Bau, das eine Höchstgeschwindigkeit- von 370 und eine Reisegeschwindigkeit von 300 km in der Stunde erreicht und später auf der Strecke nach Niederländisch-Indien eingesetzt werden soll. Schliesslich wird das neue Schnellverkehrsflugzeug Fokker F20a, ein dreimotoriges Flugzeug von je 640 PS für 13 Fluggäste, demnächst seinen ersten Probeflug machen. Die Höchstgeschwindigkeit soll hier 290, die Reisegeschwindigkeit 245 km in der Stunde betragen, während über die Lande- \ geschwindigkeit, ein sehr wesentlicher Punkt bei derartigen Schnellflugzeugen, noch nichts zu erfahren war. rt" Preise das Sedana Deluxe: 4 Zyl., 5/24 PS Fr. 4900.- 7/30 PS Fr. 6500.- 6 Zyl., 7/32 PS Fr. 5900.- 8/38 PS Fr. 7200.- 6 Zyl., 11/55 PS Fr. 8200.- 13/60 PS Fr. 11250.- 7-PI5tzer, 6 Zyl., 13/60 PS Fr. 11500.- der heute in jeder Beziehung vorteilhafteste 7-Plätzer auf dem Markt. 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