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E_1933_Zeitung_Nr.068

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20 »itJTOMOBIL-REVUE

20 »itJTOMOBIL-REVUE 1933 - N° 68 denartig vom Eückenausschnitt bis zumhäuser anvertrauen. Es ist gefährlich, Bockrand zu reichen pflegt. diese Modelle daheim oder bei kleinen Auch zarter Baumwolltüll, den man Schneiderinnen nachahmen zu wollen, sonst überhaupt picht als voll zu nehmen denn bei unvollkommener Verarbeitung pflegte, verwandelt sich unter der Hand kommt die Billigkeit des Materials auf der grossen Modekünstler zu zauberhaften Kosten der Eleganz zu Worte. Eine Ausnahme bildet Orgändi, der sich leicht und Abendtoiletten, die, von den richtigen Personen getragen, überaus vornehm wirken. Schnitt und alle die Volants und Kanten, einfach verarbeiten lässt, da hier der Wer alle diese Baumwollherrlichkeiten die Duftigkeit und Zierlichkeit die grösste trägt? Die bestgekleideten Frauen, die sich Bolle spielen. p. blindlings der Führung der grossen Mode- • * * Eisenbahn-Rebellion. Die Bahnen müssen sich manchmal vom verärgerten Publikum allerhand sagen lassea Folgende köstliche Rebellion gegen eine steckköpf ige Bahnverwaltung wird aus Paris gemeldet: Das französische Publikum ist im allgemeinen das gutmütigste der Welt. Es ist um so verwunderlicher, wenn dieses Lamm endlich seine Geduld verliert und sich in einen Löwen verwandelt. Die Züge, die am 13. Juli abgingen, waren auf allen Bahnen überfüllt, weil der Schulschluss mit «den Feiertagen zusammenfiel und halb Paris aufs Land drängte. "So kam es, dass der Zug nach Dieppe, der gegen 21 Uhr von Paris abfährt, von den Reisenden im Sturm genommen wurde und sich schon eine halbe Stunde vor der Abfahrt herausstellte, dass nur ein Bruchteil des Publikums einen Sitzplatz erkämpfen würde. Es wurde ein kleines Komitee gebildet, das sich zum- Stationsvorstand begab und um das Anhängen mehrerer Waggons ersuchte. Der Stationsvorstand lehnte diese Bitte in wenig höflicher Weise ab. Die Hunderte, die eng aneinandergepresst in den Gängen standen und keinerlei Lust hatten, in dieser Situation die Nacht zu verbringen, hielten einen Kriegsrat ab und beschlossen, gegen den Stationsvorstand zu kämpfen. Sie taten dies in einer ebenso originellen wie friedlichen Weise. Sie verliessen mit Koffern und Plaids den Zug und Hessen sich vor der Lokomotive, die bereits unter Dampf stand, auf den Schienen nieder. Ein paar erschrockene Bahnwärter forderten sie auf, das Feld zu räumen. Aber das Heer der Aufrührer blieb nicht nur seelenruhig sitzen, sondern richtete sich sichtlich für einen Aufenthalt von längerer Dauer ein. Plaids wurden ausgebreitet, Proviantschachteln geöffnet, und bald konnte man das abenteuerliche Schauspiel erleben, dass ein paar Dutzend Reisende auf den Schienen sassen, die Weinflasche kreisen Hessen und ihrem Proviant so ruhig zusprachen, als sässen sie im Speisewagen. Der Stationsvorstand kam, tobte, drohte — die Reisenden rührten sich nicht. Nach einer Viertelstunde erschien ein Detachement der «Brigade Mobile» und der Feuerwehr, blieb aber erheitert vor den friedlichen Rebellen stehen. Der Stationsvorstand beschwor sie, « einzugreifen », Überall mitnehmen als Dessert oder Erfrischung auf Pio - Nie - Fahrten, Ausflügen, Besuchen nsf. können Sie Ioe Cream in der Pio-Nio-Paokung (Trookeneis-Fackung für eine Kühldauer von 10 Stunden, vollkommen kostenlos, also ohne Aufpreis). Iee Cream ist immer aus der hygienischen Paokung heraus sofort servierbereit. FAMILIENBLOCK für 4 — 5 Personen, in verschiedenen Aromas, auch panaschiert, ä Fr. 1.80 der Block. BOMBEN für 8—10 Personen, in Nougat-Rum od. Ananas - Kirsch ä Fr. 4.50 ERHÄLTLICH in Bern, Biel.Thunund Burgdorf in allen grösseren Milchgeschäften. Der Tagesfilm den und blieb es, trotz eifrigsten Suchens. Man trauerte um ihn, in der Annahme, dass ihm auf der Jagd ein Unglück zugestossen sei. Seine Frau aber gebar einen starken, grossen Knaben, der zum Entsetzen derEingebornen spärliche Anzeichen seiner Zugehörigkeit zur Negerrasse aufwies. Des Rätsels Lösung: Der Häuptling war ein geborner Engländer. Sein Vater war Arzt in Kapstadt gewesen und einst samt der Mutter von Wilden ermordet worden, als er sich zu Studienzwekken in die Mitte des Landes wagte. Das lag fast vierzig Jahre zurück. Der Junge wurde von Eingebornen aufgefunden; von Natur aus dunkelhäutig, nahm sein Körper nach Jahren, die er in der Wildnis unbekleidet vertebte, den dunkelbronzenen Ton an, den die Wei- aber der Wachekommandant beruhigte ihn, ber seines Stammes an ihm so bewundert wies auf den ungeheuren Skandal hin, denhatten. Wie er in das fern abgelegene Dorf ein© Gewaltmassregel auslösen würde, und gekommen war, konnte er selbst nicht angeben. Er wusste nur wenig von sich, nur endlich entschloss man sich, wenige Minuten nach dem ersten Zug einen zweiten Zug, "dass er eigentlich nicht zu den Negern gehörte, trotzdem er ausschliesslich deren den der «Rebellen>, abzulassen. Tatsächlich räumten die Aufruhrer das Feld und fuhren wenige Minuten später unter den Klängen der Marseillaise als unumstrittene Sieger ab. Wie alt ist das Geld ? Das Geld ist äilter, als man gewöhnlich annimmt, und zwar sowohl die Münzen bestimmter Prägart, wie das ältere Geld: das Steingeld. Bei den Metallstüoken verschiedener Form (meist nur unregelmässige Vierecke, die mit Zeichen versehen wurden) kann man auf ein Alter von etwa 4000 Jahren rechnen. Funde in Schweden, wie in Skandinavien überhaupt, förderten derartige Silberplättchen zutage. Es sind das kleine, unregelmässige, quadratische Stücke, in die einfache Zeichen gekratzt waren. Die Funde stammten sämtlich aus einer Zeit von etwa 2000 Jahren vor Christi Geburt. Die Silberstückchen sind zwar kein Geld im heutigen Sinne, aber als Tauschobjekte haben sie immer gedient. Dem Steingeld können wir ein noch höheres Lebensalter (etwa 15,000 Jahre) zusprechen. Dabei handelt es sieh um kleine, viereckige oder runde Steinchen, die mit Zeichen versehen wurden. Aber wegen seiner Unhandlichkeit wird dieses «Geld» kaum eine nennenswerte Rolle gespielt haben. Kommt der Vollbart für Männer in Mode ? Auf dem internationalen Frisierkongress, der kürzlich in London seine Tagung abgehalten hat, wurde auch die Frage aufgeworfen, ob der gepflegte und schöne Mann von fast völlig weiss war und nurheute wieder Vollbart tragen soll. In einer Sprache verstand. Sein übriges Schicksal musste von den englischen Kolonisten rekonstruiert werden. Er begab sich dann unter den Schutz der Weissen und arbeitete dann einige Zeit als Aufseher beim Bau einer Flussregulierung. Eines Morgens fand man ihn ermordet auf dem Staudamm, den er am Abend vorher inspiziert und wo ihn die rächende Hand seines Stammes ereilt hatte. Der weisse Negerhäuptling. Eine interessante Begebenheit hat sich .an der südwestlichen Grenze Rhodesiens 4n Afrika abgespielt, woein kleinerNegerstamm Raucher . untersuchen._ Nach Ahlauf von wohnt, dessen höchster Stolz es ist, »seine ^Stunden berichteten alle Taucher aus- Rasse vollkommen rein erhalten zu ! habTeh> ., nahmslos, dass sie auf die Spuren eines Der Häuptling der ganzen Niederlassung, Häferis gestossen seien. Namentlich zwei die aus einigen hundert Seelen bestand, war der Taucher erzählten, dass sie zahlreiche ein grosser, breiter Bursche, dessen dunkelbronzene Hautfarbe die Sehnsucht der klei- unbeschädigtem Zustand vorgefunden hat- Säulen aus weissem Marmor in ziemlich nen Negerfrauen war. Die Jahre vergingen ten, und einem Taucher gelang es auch, aber, ohne dass sich der Häuptling entschliessen konnte, ein Weib für sich auszuwählen. ans Tageslicht brachte, erkannte man, dass eine Manriorstatue zu heben. Als man sie Man drang so lange in ihn, bis er sein Versäumnis nachholte. Die Hochzeit wurde mit stellte. Selbstverständlich werden die Nach- die Statue Alexander den Grossen dar- aller Pracht gefeiert forschungen weiter fortgesetzt, und man ' hofft, binnen kurzem auf weitere Schätze Eines Tages, knapp vor der Geburt eines aus dem Altertum zu stossen. Kindes, war aber der Häuptling verschwun- Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O.R.Wagners OH Touriug, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T.C. 8. Kurort Laufenburg am Rhein Rendez-vous der Automobilisten. Bestgepflegte Butterküche. Fiseh- SpezTalitäten. Ia. Weine. Garage. Tel. Nr. 3. R. SchUrmann, Bei. T. C. S. 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Seine Entdeckung teilte er nach einer vorgenommenen Notlandung sofort dem Fürsten Omar Tussum mit, der einer der bedeutendsten Archäologen Aegyptens ist. Der Fürst, den diese Mitteilung besonders interessierte, Hess die von Mister Gull bezeichnete Stelle durch er-Ausf lugsziele aus derMMschweiz Solbäder, moderne Badeanlagen. — Verlangen Sie reich illustrierten, neuen SEMPACH Tcs. HOTEL KRONE T.C.S. Prospekt vom Verkehrs-verein LIESTAL ZUR KANONE Neuenkfeeh Gasthof Löwen T.C.S. Rickenbach Hotel zur Blume Gutbürgerliches Haus. Schöne Zimmer. — Bekannt für gute Küche u. Keller. Stets lebende Forellen. Heimeliger Saal für Anlässe. — Schattiger Garten. Pensionspreis Fr. 5.— bis 7.—. Grosse Garage. Tel. 2.15. Farn. Heimgartner. ernsten Debatte wurde darüber viel und lang gesprochen und ausländische Blätter haben dazu auch Stellung genommen. New Yorker Blätter haben sogar eine Umfrage unter der sportbegeisterten Jugend gehalten, doch sind ausnahmslos alle Antworten, die eingelaufen sind, negativ, das heisst zugunsten der Bartlosigkeit ausgefallen. Auch die Erzeuger der Rasierapparate haben sich gegen den Bart ausgesprochen, was ja eigentlich nicht sehr verwunderlich ist. Die weibliche Jugend hat ebenfalls ein Wörtchen mitgesprochen und erklärt, dass das Ideal der Männerschönheit von heute nicht nach einem Vollbart zu bemessen sei. Der Vorschlag des Frisierkongresses scheint demnach auf allen Linien Widerspruch zu begegnen und dürfte sicherlich, wenigstens in der allernächsten Zeit, nicht durchdringen. Vollbart — oder nicht Vollbart ist also keine Frage, die ernstlich in Erwägung zu ziehen ist, denn die Jugend hat heute zu bestimmen und sie allein hat sich für das glattrasierte Männergesicht ausgesprochen. Die Hellseherin als Ehevermittlerin. Die Polizei von Lissabon hat sich mit einer eigenartigen Gesellschaftsaffäre zu befassen, in deren Mittelpunkt eine schöne Frau und eine Anzahl betrogener Heiratskandidaten stehen. Die schöne Frau heisst Celeste Bill. Sie geniesst in gewissen Kreisen Lissabons einen Ruf als Hellseherin. Celeste Bill verband ihre Hellseherei insgeheim mit der Vermittlung von Ehen. Ihr Trick bestand darin, den unverheirateten Herren ihre Frauen vorauszusagen. Wenn sie zum Beispiel ein Mann über seine Zukunft befragte, so sah Frau Celeste voraus, dass in den nächsten Tagen eine Frau kommen werde, die das Schicksal zu seiner Gattin bestimmt habe. Auf diese Weise hat Frau Celeste hundertsiebenundachtzig Männer mit ihren Frauen gegen gutes Honorar zusammengebracht Selbstverständlich war immer ein Teil der Betrogene und ein Teil der Gewinnende. Die Hellseherin betrieb ihr Handwerk wie ein Detektiv. Sie führte eine Kartothek der heiratssüchtigen Frauen und Hess sich von ihnen in manchen Fällen sogar die ganze Mitgift als Honorar zahlen. Dieses glänzende Geschäft der Hellseherin kam durch einen folgenschweren Irrtum mit der Polizei in Berührung. Frau Celeste wollte nämlich einen Mann mit einer Frau zusammenbringen, die, ohne dass sie es wusste, seine geschiedene Gattin war. Was die Hellseherin in Trance über die kommende Frau und ihre Geldverhältnisse dem Manne vorschwärmte, war purer Schwindel, was der frühere Mann durchschaute. Er untersuchte auf eigene Faust die bereits vermittelten Ehen und ging dann mit den betrogenen Ehemännern zur Polizei. Der Tourenonkel Autorcurish'sche Wohin man kommt, wohin man geht, Dies Bild stets wieder vor uns steht. Ein jeder sagt's, ein jeder nennt Den Tourenonkel, den er kennt. Vor allen Ihren Fahrten wenden Sie sich an uns, Sie erbalten vollständig kostenlos jede touristische Auskunft. .... das Rahmprodukt mit natürlichen. Aromastoffen. 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N° 68 - 1933 •AOTOMOBIL-REYUE Professor Doktor Hettinger hatte seinen populär-wissenschaftlichen Vortrag über die möglichen Ursachen der tertiären Eiszeit unter besonderer Berücksichtigung eigener Theorien beendet. Die Reaktion im Publikum auf seihe eindrucksvollen, bilderreichen Erklärungen war ein herrlicher, rauschender Beifall, der dem weltberühmten Gelehrten, deutlich genug seine Beliebtheit bewies. Wie gerne hätte er gedankt, aber schliesslich war er ja kein Schauspieler und nur ein leises, freundliches Lächeln huschte sekundenlang über sein Gesicht, als er das Podium verliess. Die Aula des Gymnasiums, die nur wenige Ausgänge hatte, leerte sich langsam und als der Herr Professor, seine Brillengläser putzend, beiseite trat, war er im Nu umringt. Meist waren es Frauen, Frauen jeglichen Alters, die ihn bestürmten. Sie fragten sachlich, bezugnehmend auf das Thema des heutigen Abends, und doch wusste jeder im Saal, dass nicht wissenschaftliches Interesse der Antrieb hierzu war. Professor Hettinger ahnte es auch und gut gelaunt stand er Rede und Antwort, während er, die Situation beherrschend, unbeirrt die Brille weiter putzte. Sein zergrübelter Forscherkopf mit den weiss-* haarigen Schläfen nahm sich dabei inmitten der ihn umschwärmenden, erhitzten Frauengesichter nicht übel aus und der langsam hinzutretende Direktor des Gymnasiums hatte Gelegenheit zu interessanten psychologischen Studien, wenn ein humorvoll hingeworfenes Wort des Gelehrten sonnenstrahlengleich hellsten Abglanz auf allen Gesichtern hervorrief. «Herr Professor, ach bitte, ein Autogramme Urplötzlich trat Stille ein. An diese Möglichkeit hatte merkwürdigerweise niemand gedacht. Alle starrten auf die junge Dame, die mit strahlenden Augen zu dem Professor emporschaute und ihm einen Zeichenblock entgegenhielt. Umständlich setzte Hettinger die Brille auf. «Ach, Sie haben mich während des Vortrages gezeichnet?» Er blickte lächelnd auf sein Bild, das ihn in Rednerpose zeigte, stark idealisiert, aber sonst natürlich. Der Gelehrte hätte sich eher die Zunge abgebissen, als jetzt ein Wort gemäkelt. «Sehr nett, in der Tat. — Sie haben zweifellos grosses Talent.» Süll! Sachte jemand schläft, aber es stört nicht, denn die neue Erika schreibt leise, fast geräuschlos. Eine einwandfreie Sohreibmasohine für persönlichen öebrauoh, solidester genial gelöster Konstruktion, aus denkbar bestem Material, das ist das Richtige! Wird in elegantem Koffer mit Zubehör in speziellen Schriftarten and wunderbaren Farben geliefert. Hat viele konkurrenzlose Vorteile, u. a. automatischen Setztabulator, wunderbar leichten Anschlag - prüfen Sie selbst - ohne Kaufzwang, unverbindlich und gratis. Und zahlen können Sie in kleinen Monatsraten, sogar nur Fr. 20. — monatlich. 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Als der Professor etwas später, geleitet vom Direktor, das Gymnasium verliess, hatte sich der Menschenstrom schon verlaufen. Die stille Seitenstrasse wurde nur von wenigen Passanten belebt Der Direktor meinte: «Ich konnte mit wirklicher Freude feststellen, dass unsere weibliche Jugend nicht nur Tenören und Boxern zujubelt, sondern auch .dem Geistigen den nötigen Enthusiasmus entgegenbringt. — Es war mir eine hohe Ehre, Herr Professor.» Mit einer tiefen Verbeugung liess er ihn allein. Professor Hettinger wollte ursprünglich einen Wagen nehmen, verspürte aber jetzf nicht die mindeste Lust dazu. Es hatte aufgehört zu regnen. Die Luft war rein, staubfrei und tat den Lungen nach den beiden anstrengenden Stunden im überfüllten Saal gut. Der Wind fegte zerfetzte Wolkenreste über die Mondscheibe hinweg und schuf so die überhaupt unmöglich. Bitte, überlassen Sie sich da meiner Führung, ich weiss ein kleines, ruhiges Cafe in der Nähe.» richtige Stimmung für das aufgeräumte Innere des Gelehrten. Genau wie der bummelnde Student Hettinger vor dreissig Jahren Hettinger war bezaubert von so viel Rück- in nächtlichen Strassen, so steckte er beide Hände in die Taschen und paradierte dabei seinen Spazierstock. Dann schritt er rüstig aus. Es war doch ein schönes Gefühl, verehrt zu sein. Der heutige Abend hatte es ihm wieder deutlich gezeigt. Gerade der heutige, trotzdem er ähnliche und ehrenvollere schon häufiger erlebt hatte. Wenn er richtig darüber nachdachte, war es tatsächlich das kleine, blonde Mädel mit dem Zeichenblock gewesen, das diesem Abend eine gewisse Bedeutung gab. Ein Autogramm musste er geben wie ein Schauspieler oder, wie der Direktor sagte, ein Boxer oder Tenor. Professor Hettinger gibt ein Autogramm. Er G « schüttelte belustigt den Kopf und dachte — überlegungen in den Hintergrund drängte. Es doch wieder an das kleine Mädel mit denkonnte nicht unmöglich sein, diese Frau zu strahlenden Augen und dem warmen Klang erobern, die offen eingestandene Zuneigung in der Stimme. dieses jungen Menschen, die dem Gelehrten Und da ging es auch schon neben ihm her. galt, in Liebe zum Manne zu verwandeln. «Herr Professor, seien Sie mir, bitte, nicht Hettinger begann zu reden. Der Extrakt böse, wenn ich Sie hier so auf der Strasse jahrzehntelang aufgespeicherten Wissens, die anfalle, es ist vielleicht nicht ganz damenhaft, volle geistige Reife geschultesten Denkens aber — sehen Sie, keine meiner Freundinnen formten prächtige Sätze. Rücksichtslos, etwas hat den Mut, Sie anzusprechen. Wir ersterben in Ehrfurcht von Ihnen. Aber da Sie heute mir in so netter Weise das Autogramm gaben, und da mir so einiges in dem Vortrag nicht ganz klar war — sehen Sie zum Beispiel —» Hettinger war wirklich nicht böse, nein, ganz und gar nicht. Er beteuerte das mehrere Male. Mit aufmerksamem Ernst und doch um diese Frau, die mit begeistert aufgeris- Augen und mühsam verhaltenem Atem nicht ganz bei der Sache, hörte er dem zu-senenächst formlosen, dann aber immer konkreteren Geplapper der jungen Dame zu. Ja, lauschte. Ueber Hettinger kam der Rausch diesen Worten eines wahrhaft Grossen die Beantwortung all dieser Fragen wäre eines sicheren Sieges, eines Sieges über die nicht so einfach. Zumindest gehöre etwas dreissig Jahre, die zwischen ihm und der mehr Zeit dazu, um näher darauf einzugehen. Frau lagen. Endlich hielt er inne. «Es ist Und dann hier die Hauptstrasse mit deminzwischen 1 Uhr geworden.» nerventötenden Lärm wäre ja sicherlich kein passender Platz zur Erörterung von Eiszeitfragen. Vielleicht irgendein Restaurant, er hätte noch eine halbe Stunde Zeit, wenn sie wolle —?» «Aber natürlich, gewiss. Der Vorschlag ist überaus liebenswürdig.» — Hettinger will auf eine grosse Lichtreklame zu. «Um Gottes willen, Herr Professor! Wissen Sie, was das ist? Das grösste Vergnügungslokel der Stadt. Nein, das geht nicht. Professor Hettinger in einem Tanzpalast — sicht auf seinen Ruf. Unumwunden gestand er seine Weltfremdheit ein und folgte dem kleinen, lieben Mädel, Auch in dem Cafe atmete Hettinger unbekannte Atmosphäre, und es dauerte Minuten, ehe er begann, sich sicherer zu fühlen. Komisch, dass er nicht sofort anfing von dem angeschnittenen Thema zu sprechen, es war dies doch der Zweck ihres Cafehausbesuches, aber das reizende, stolze Lächeln seines Gegenübers forderte förmlich andere Gedanken heraus. Vorsichtig betrachtete er die Oia Zuiahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in u. H. wagnera CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Im Automobil nach Sommerferien! POSCHIAVO Hotel Albnci u. Poste Bernmaroute, altbekanntes Patrizierbaus mit dem berübmten Sybillensaal a. d. 16. Jahrhundert. Vorzug]. Kücbe und Keiler. Bescheidene Preise. Garage. Tel. 2. Fatn. Albrlol-Wohler. Bes. auf Wirkung bedacht, breitete er vor dem Frauenhirn die kühnsten Spekulationen seiner Theorien aus, jener Theorien, die ob ihrer gedanklichen Schärfe eine Welt in Erstaunen versetzten. Seine Sprache wurde hinreissend, phantasievoll, rhetorisch meisterhaft. Seine Stimme, halblaut, klangvoll, werbend, werbend nicht für seine Lehren, nein, werbend Die junge Dame, längst nicht mehr fähig, dem Gehörten zu folgen, erwachte wie aus einem Traum. «Ja — wir müssen gehen.» Wieder standen sie auf der Strasse. «Wo wohnst du, mein Kind?» Das «Du» erklang ihr aus dem Munde eines solchen Mannes selbstverständlich. Gehorsam nannte sie die Adresse. Widerspruchslos duldete sie es, dass er ein Auto nahm, ergeben gestattete sie, dass er während der Fahrt seinen Arm um sie legte. Vor der Haustür reichte sie ihm den Schlüssel. Er öffnete die Tür. «Bist du glücklich, Kind?» «Sehr, Herr Professor. Wirklich, es war der schönste Abend meines Lebens. Ich werde ihn nie vergessen. Sie sind ein wahrhaft grosser Mann. Sie sind verehrungswürdig im höchsten Grad. — Ich bin dumm, aber es ist so, Herr Professor, ich konnte Sie mir gar nicht anders vorstellen, als so absolut losgelöst, so fremd jeder irdischen Leidenschaft, so turmhoch über allen Kleinigkeiten stehend, so restlos in der Wissenschaft aufgehend, wie, na, so wie ich Sie heute kennen lernte. Sie verlassen mich in rauschhafter Begeisterung für die Gipfelhöhe Ihres Wissens. — junge Dame und erschrak fast, als mit un-Vielenheimlicher, längst nicht mehr bekannter Ge- Nacht!» vielen Dank, Herr Professor. Gute walt ein Gedanke in dem einsam gebliebenen Die Tür fiel ins Schloss. Manne emporschoss, der sämtliche Eiszeit- Hettinger stand wie angewurzelt vor dem 1800 m ö. M. Alpines Strandbad Forellenfischerei Tennis Gediegen eingerichtetes Haas mit 70 Fremdenbetten. Bäder. Vorzügl. Küche. Für Familien besondere geeignet. Saison Juni-September. Pensionspreis Fr. 10.— bis 12.—. Garage. Benzinstation. K. Binder, Dir. 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