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E_1933_Zeitung_Nr.068

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. 0.8. E SCHÖNE STADT ZWISCHEN BODENSEE UND SÄNTIS Berühmte Stiftskirche u. Bibliothek. Wildpark. Die besten Autostrassen der Schweiz. Schöne Lokalitäten. Bestbekannt tür Küche und Keller. Lebende Forellen. Grosser Saal für Anlässe. Telephon Nr. 75.45. K. Srinnolf. A.C.S. Seit 29 Jahren Inserieren gewisse Firmen in der „Automobil-Revue", weil sie damit gute Erfahrungen gemacht haben. das ideale Auto- und Ferienziel Tel. Nr. 191 (Nesslau) Höfl. empfiehlt: F»m Flhrenkach Telephon 132. Direkt am Rhein gelegen. Grosse Terrasse. Freundliche Fremdenzimmer. Grosse Säle. Anerkannt • gute Küche und Keller. Fischküche. Auto-Garage. Telephon *4. Conr. Vetterll-Qraf, Besitzer. Prächtiger Ausflugsort und Kuraufenthalt Küche and Keller bekannt sorgfältig gepflegt Orösste Garagen am Untersee. Reparaturwerkstätte. Tankanlagen. Elektr. 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Im jüngsten Bericht finden wir nicht weniger als drei Fälle, in denen der Autolenker nach der «Tat» das Weite suchte. Wir zitieren: « Ein unvorsichtig auf der Fahrbahn gehender Schulknabe wurde bei der Kreuzunjr Effinger- Brunnmattstrasse von einem Personenauto umgefahren. Mit einer Gehirnerschütterung und anderen Verletzungen wurde der Knabe aufgehoben, während der Autolenker davonfuhr. Durch Angaben Dritter konnte der sich pflichtwidrig verhaltende Autoführer festgestellt werden. » Der zweite Fall lautet: «An der Tiefenaustrasse fuhr ein von Basel herkommendes Lastautomobil auf der linken Fahrbahnseite und wich trotz eines entgegenfahrenden, signalgebenden Motorradfahrers nicht nach rechts aus. Es kam zur Kollision, so dass der Motorradfahrer und seine mitfahrende Ehefrau auf den Bahndamm geworfen und erheblich verletzt wurden. Der Lastwagenführer fuhr, ohne anzuhalten, weiter, konnte aber von einem Automobilisten soweit eingeholt werden, dass die Kontrollnummer festzustellen war.» Und nun noch der dritte Fall: c Auf dem Strassenkreuz Muri-, Schosshalden-, Seminarstrasse wurde ein von der Schosshaldenstrasse herkommender Radfahrer von einem durch die Muristrasse stadteinwärts rasenden Personenauto, das mit zwei jungen Burschen besetzt war, umgefahren. Unbekümmert um den Verletzten, der von der Sanitätspolizei abtransportiert werden musste, flüchtete der jugendliche Autolenker mit Vollgas. Auf der Fahrt gefährdete er mit seinem Davonrasen und wiederholtem Fahren auf der linken Strassenseite andere Strassenbenützer in grobfahrlässiger Weise. Ein sofort nachfahrender Motorradlenker vermochte ihn nicht zu erreichen, sah aber zufällig das Auto später in einem Aussenquartier stationieren. Der polizeilich zur Rechenschaft gezogene Mechanikerlehrling, der nur unter dem Drucke der Beweise gestand, hatte das Auto seines Vaters in unbefugter Weise zu der Fahrt benützt.» Die Tatsachen sprechen in allen drei Fällen für sich. Die psychologischen Gründe zur Flucht werden vermutlich bei allen Lenkern in der Furcht vor der Verantwortung zu suchen sein. Dass der Jugendliche, der das Auto seines Vaters zu einer Strolchenfahrt benutzt hatte, die Flucht ergriff, ist naheliegend, unverständlich hingegen das Verhalten der beiden erwachsenen Lenker. Den allerschärfsten Verweis verdient der Verstoss gegen die Regel des Linksfahrens — selbst beim Jugendlichen, der diese elementarste aller Regeln ebenfalls kennen musste. Diese Polizeiberichte, die übrigens noch weitere Unfallmeldungen enthalten — so z. B. wegen Nichtbeherrschen des Wagens, ungenügender Aufmerksamkeit auf die Fahrbahn, Nichtbefolgen eindeutiger Verkehrsvorschriften, Betrunkenheit des Lenkers — veranlassen die «Neue Berner Zeitung» mit Recht zu einem lebhaften Protest gegen diese Art von unverantwortlichen Strassenbenützern. Wir können diese öffentliche Abwehr gegen Fahrer, die keine Rücksichten kennen und nach einem Unfall kläglich davonstieben, in vollem Umfange unterstützen. Für uns ist es eine Genugtuung, zu wissen, dass die Polizei nach der neuesten Gesetzgebung auch Kompetenzen hat, diesen Leuten einen Denkzettel zu geben. Der Entzug der Fahrbewilligung für eine gewisse Zeit (für Unverbesserliche und Rückfällige kann die Fahrbewilligung für immer entzogen werden) ist eine Strafe, die besonders die beruflich mit dem Auto verbundenen scharf trifft. Dazu kommen noch die anderen Strafen und die Entschädigungen. Wenn die «Neue Berner Zeitung» in ihrem Kommentar zum Juni-Polizeibericht über die Verkehrsunfälle noch schreibt: «'Es ist unverständlich, dass die Polizei in solchen Fällen die Namen derartiger Kerle nicht bekanntgibt. Die Oeffentlichkeit hat ein Interesse daran, sie zu kennen», so glauben wir doch, diese Auffassung gehe zu weit. Es handelt sich ja vorläufig nur um polizeiliche und nicht um gerichtliche Feststellungen. Zudem wäre es ungerecht, in allen Fällen den Uebeltäter mitsamt seinen Familienangehörigen und seinen Verwandten einem öffentlichen abschätzenden Urteil auszusetzen. Da kann mehr Unheil gestiftet werden als Sühne notwendig ist. Um zu unseren Fällen zurückzukehren: Im Falle des jugendlichen Strolchenfahrers darf keine Veröffentlichung des Namens stattfinden, denn die Polizei und die Eltern des Unmündigen werden dem «Rennjüngling» Denkzettel geben, die eindringlich sein werden. Ob man die Lenker des Lastwagens und des Personenwagens in den beiden ersten Fällen öffentlich an den Pranger stellen soll, kann aus den knappen Polizeiangaben nicht ent- N» 68 schieden werden. In krassen Fällen, besonders aber bei Rückfällen, halten wir indessen die Bekanntgabe des Uebeltäters mit Namen und Adresse in der Presse für berechtigt hl. Zur Urner Vollzlehungsverordnune. In der kantonalen Vollziehungsverordnung erliess seinerzeit der Urner Landrat für die Seelisbergerstrasse folgende einschränkende Bestimmung: c Auf der Seelisbergerstrasse, von der Grenze Emmetten-Seelisberg, dürfen Gesellschaft- und Lastwagen von höchstens 6000 kg Gesamtgewicht verkehren; vom Dorfausgang bis Grenze Eminetten ist das Kreuzen und Ueberholen von Gesell-* Schafts- oder Lastwagen verboten. > Der Landrat stimmte in einer der letzten Sitzungen einem Regierungsratsantrag zu, nach dem auf der Strasse Emmetten-Seelisberg der Verkehr nur Personenautos bis za acht Sitzplätzen und Lastwagen bis zu sechs Tonnen Gesamtgewicht und 2,20 Mete» Breite zu öffnen sei. Mit andern Worten: Der Autobus wird von der Seelisbergstrasse verwiesen, während der schwere Lastwagen, die Berechtigung zur Zirkulation beibehält. Was mag der Grund sein? Soll die Tr&ib-Seelisberg-Bahn vor der Autobus-Konkurrenz geschützt werden? Oder will Seelisberg — was wir nicht glauben können — keine Gäste mit dem Autobus? Gestattet der Kanton Uri einerseits den Sechstönner^Lastwagen das Fahren auf der Seelisbergstrasse, so muss er anderseits auch den schweren Autobussen bis zu 2,20 Meter Breite ein Durchfahrtsrecht gewähren. Bedingen Sicherheitsgründe den Ausschluss schwerer Wagen, so hat richtigerweis© auch der schwere Lastwagen zu verschwinden. Verkehrsfreundlicher und für Seelisberg nützlicher wäre eine Zulassung aller Fahrzeuge (bis zu 2,20 Meter Breite) mit zeitlicher Beschränkung: d. h. eine halbe Stunde oder Stunde wird in der einen, die nächste Zeitperiode in der andern Richtung gefahren. Mit dieser Verkehrsregelung machen der Kanton Wallis und die davon betroffenen Gemeinden seit Jahren gute Erfahrungen. Der Urner Landrat wird deshalb bald auf die Bestimmung zurückkommen müssen. hl. Die 6. Sommerbetriebswoche der Alpenposten (vom 24.—30. Juli) schloss mit einer Mehrfrequenz von 403 Personen ab. Zur Beförderung gelangten, wie dem Bulletin des Kursinspektorates der Generaldirektion der P.T.T. zu entnehmen Ist, 24,753 Reisende gegenüber 24,350 Reisenden in der entsprechenden Woche des Vorjahres. 20 von den 35 Kurslinien weisen im Vergleich zur 6. Sommerbetriebswoche 1932 Minderfrequenzen auf, worunter die der Grimsellinie (minus 263) und der Umbraillinie (minus 284) die höchsten sind. Mehrere Kurslinien notieren hingegen bedeutende Mehrfrequenzen, so NesslaUrBuchs (plus 497), Lenzerheide (plus 258), Reichenau-Waldhaus Flims (plus 211) und Julier (plus 202). lt Der Uberland-Kraftwagenbetrieb der Stadt Zürich Im Jahre 1932. Das 16,9 km lange Betriebsnetz des Ueberland-Kraftwagenbetriebes der Stadt Zürich bestand Ende 1932 aus folgenden Teilstrecken : Dietikon-Schlieren-Unterengstringen- Weiningen 7,060 km Höngg-Unterengstringen 3,580 km Seebach-Glattbrugg 1.840 km Affoltern-Regensdorf 4.510 km Neu eröffnet wurde im vergangenen Jahre die Strecke Affoltern-Regensdorf als Fortsetzung der Stadtstrecke Schwamendinigen- Westbrücke/Oerlikon^Affolterai. Der Ueber- Iand-Kraftwagenibetrieb schloss das Jahr mit einer Fahrleistutig von 472,046 Wagenkilometer (324,766 im Jahr 1931), wobei '607,448 (421,515) Personen befördert und 165,646 (116,749) Fr. an Einnahmen erzielt wurden. Der Gesamtrechnungsabschluss zeigt ein Mehr an Ausgaben von 55,863 Fr., d. h. 33,7 Prozent. Den reinen Betriebseinnahmen pro Tag im Betrage von 452 Fr. stehen reine Betriebsausgaben von 605 Fr. gegenüber. Zur Deckung aller Ausgaben der Gewinnund Verlustrechnung war ein Zuschuss der Strassenbahn von 172,672 Fr. notwendig. Der Ueberland-Kraftwagenbetrieb ist vorerst auf die Zuschüsse der Strassenbahnen angewiesen, da ihm eine vorortspolitische Verkehrsauifgabe zugewiesen wurde, die vorläufig eine Rendite ausschliesst. Der Versuch mit dem Ueberiand-Kraftwagenbetrieb die Entwicklung der Vororte intensiv zu fördern ist aller Aufmerksamkeit wert und solange die Strassenbahnen in der Lage sind, Zuschüsse zu gewähren, darf gegen diese grosszügige Linienführung mit dem Autobus kein ernst zu nehmender Einwand erhoben werden. — go.

68 - 1933 ÄÖTOMOBIL-REV0E 9 Luftfahrt Fliegen mit 650 km in der Stunde. Einige Athleten haben schon 100 Meter in IOY2 Sekunden zurückgelegt, es entspricht dies einer Geschwindigkeit von 34 Kilometer pro Stunde. Der Weltrekord für Flugzeuge ist 20 mal grösser; im folgenden sollten die Anforderungen an den menschlichen Körper, die von der Dynamik eines solchen Schnellfluges gestellt werden, behandelt werden. Der Pilot eines Flugzeuges, das mit einer Stundengeschwindigkeit von 217 Kilometer eine enge Kurve durchfliegt, wiegt etwa zwei Sekunden soviel wie ein gleich grosser Block Granit; in aeronautischer Terminologie: sein Körper (und auch das Flugzeug selbst) ist für diese Zeit der dreifachen Schwerkraft, oder der dreifachen Erdbeschleunigung unterworfen, wiegt daher dreimal so viel wie in Ruhestellung. Ein Pilot, der mit 650 km/St fliegt, und der eine Kurve von gleicher Krümmung wie oben bewältigt, wäre daher der (650/217) 2 X 3 = 27 fachen Schwerkraft unterworfen, etwa während % Sekunde; mit andern Worten: er wäre augenblicklich tot. Besonders geübte und trainierte Piloten können während etwa zwei Sekunden einer 8fachen Schwerkraft widerstehen, aber eine lOfache Erdbeschleunigung würde zum mindesten dauernde Invalidität mit sich bringen. Der Pilot daher muss sozusagen ein Fingerspitzengefühl für das Durchfliegen von Kurven entwickeln, wie sie bei den im Dreieck angelegten Strecken im Schneider-Pokal-Rennen mehrere Male erledigt werden müssen. Ausserhalb eines Rennens hat es der Pilot natürlich in der Hand, entweder schwindigkeit zu vermindern oder eine weitere Kurve zu fliegen, wobei er bei hoher Geschwindigkeit sehr viel Platz braucht. Würde der Pilot eines modernen Renn-Flugzeuges z. B. seine Hand in den vollen Luftraum hinausstrecken, so würde diese mit dem Druck von ca. 32 Kilogramm so stark nach hinten gerissen werden, dass er höchst wahrscheindlich sein Handgelenk brechen würde. Wäre gar sein ganzer Körper in Hockstellung dem vollen Luftstrom ausgesetzt, so hätte er einen Druck von mehr als 900 Kilogramm auszuhalten, auf seiner Frontfläche von etwa 0,4 Quadratmeter. Das moderne Renn-Seeflugzeug hat eine etwas grössere Fläche im Querschnitt, maximal ca. V2 Quadratmeter, und hat einen direkten Luftwiderstand von 950—1000 Kilogramrii auszühalten. In solchen Flugzeugen sitzt der Pilot hinter dem Motor, vollständig von diesem verdeckt, mit Ausnahme des Kopfes von den Augen an aufwärts, der zwischen den Zylinderreihen nach vorn ausschaut. Der Luftdruck im Führersitz kann durch Regelung der Luftzufuhr oder durch deren völlige Ausschaltung von einem Maximalbetrag von 0,21 kg/cm 2 im vollen Luftstrom bis auf einen negativen Druck, d. h. ein Vakuum, von grösserem absoluten Betrag wie der obige, herabgesetzt werden. Neue englische Flugzeugtypen. Wie alljährlich, so wurden auch diesmal wieder, an Englands Flugschau in Hendon, zahlreiche neue Typen von Flugzeugen und Motoren vorgeführt. Ein Fairey-III-F-Flugzeug, das mit einem Rolls Royce Kestrel-Motor mit besondern Schalldämpfern ausgerüstet ist, Hess bei seinem Flug erkennen, dass man auf dem Wege zu einem geräuschlosen Flugzeug schon eine gute Strecke zurückgelegt hat. Der Lärm des Motors war erheblich gedämpft, jedoch konnte dies nur auf Kosten der Leistungsfähigkeit zustandegebracht werden. Insofern handelt es sich nur um einen Versuch, der bei diesem Stand der Entwicklung zwar noch wenig Aussicht hat, in die Praxis übergeführt zu werden, aber jedenfalls als eine nützliche Vorarbeit anzusehen ist. Zwei weitere Flugzeuge waren deshalb besonders bemerkenswert, weil sie mit Kompressionszündung versehen sind. Sie zeigten, wie weit man bereits fortgeschritten ist, um einen zuverlässigen Motor herzustellen, der mit Schweröl betrieben wird anstatt mit Benzin, wodurch sowohl die. Betriebskosten wie die Feuergefahr erheblich vermindert werden. Das erste dieser beiden Flugzeuge ist ein Westland Wapiti, der einen luftgekühlten Bristol-Phönix-Kompressionszündungsmotor besitzt, welcher der grösste Motor dieser Art in der Welt ist. Das andere Flugzeug ist ein Hawker Horsley mit einem wassergekühlten Rolls Royce Condor-Kompressionszündungsmotor. Stärkste Beachtung fand begreiflicherweise, besonders bei den Vertretern fremder Länder, die Vorführung des Hawker Fury, des schnellsten Militärflugzeuges der Welt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 400 km in der Stunde. Weiter bekam man das neue Handley Page-Truppentransport-Flugzeug zu sehen, dessen Dasein erst vor einigen Tagen der Oeffentlichkeit mitgeteilt wurde. Es ist mit drei luftgekühlten Bristol Pegasus-Motoren ausgestattet und kann eine Besatzung von 32 Mann mitnehmen. Auch versäumte man nicht, dem Nationalstolz entgegenzukommen und den Fairey Napier-Eindecker vorzuführen, mit dem Oeyford und Nicholetts den Langstreckenrekordl von 8644 Kilometer von England nach Walfischbai errangen, und den Vikers Bristol Vespa-Doppeldecker, mit dem im vorigen Sommer der Höhenrekord von 13,404 m gewonnen wurde. Unter den neuen Flugzeugen befand sich auch das erst in der vorigen Woche zum erstenmal zu" Probeflügen aufgestiegene Boulton Paul-Postflugzeug. Bei seinem zweiten Probeflug erreichte es, ohne die Motoren ganz auszunutzen, eine Stundengeschwindigkeit von 270 km. Man erwartet infolgedessen, dass diese Geschwindigkeit den Durchschnitt darstellen wird. Das Flugzeug kann 40,000 Briefe mitnehmen. Es wird voraussichtlich, nachdem es die nötigen Probeflüge gemacht hat, den Imperial Airways übergeben werden, um als erste Maschine Post nach Australien zu bringen. Man hat die Zeit für den Flug nach Australien auf weniger als eine Woche berechnet. In sieben Stunden kann das Flugzeug von London aus jedes europäische Land, mit Ausnahme, von Griechenland und der Türkei, erreichen. Für diese beiden Länder ist noch eine weitere Flugstunde erforderlich. Bei einem Flug in Abschnitten von 1600 km, die das Flugzeug ohne Schwierigkeit bewältigen kann, und bei Wechsel der Besatzung und Einnahme von Brennstoff an jedem Halteplatz könnte ein Flug von London nach Kapstadt in 48 Stunden durchgeführt werden. • + Der Flug-Wirkungsgrad moderner Flugzeugmotoren beträgt nur S Prozent! Die seine Ge- modernen Flugmotoren sind überaus leistungsfähig, aber der totale Wirkungsgrad dieser innern Verbrennungsmotoren ist überaus niedrig; der Energieinhalt des Brennstoffes wird zu 8 % ausgenützt! Von 100 Kalorien Energieinhalt eines gewissen Quantums Benzin wird einmal 25 % vom Kühlsystem verschluckt; dies geschieht notwendigerweise um die Motore bei Temperaturen arbeiten zu lassen, wo die Metalle, wie sie in allgemeinem Gebrauch sind, nicht schmelzen. In den Auspuffgasen gehen von den übrigbleibenden 75 Einheiten weitere 39 verloren; somit verbleiben nur 36 Kalorien oder Wärmeeinheiten für mechanische Arbeitsleistung, und auch diese 36 Einheiten gehen nicht restlos in den Propeller, wegen innerer Reibung im Motor selbst; an den Propeller selbst gehen nur etwa 30 Einheiten. , ; ' Der Propeller wiederum gibt nicht efne Stoss-Energie an das Flugzeug ab, die gleich der von ihm erhaltenen Energie ist: mit andern Worten, der Propeller hat einen Wirkungsgrad von 80%. Somit sehen wir, dass das Flugzeug nur 24 % vom Original-Energieinhalt des Brennstoffes erhält. Ein modernes Schnellflugzeug:, das mit Reisegeschwindigkeit fliegt, verliert etwa zwei Drittel seiner vom Propeller übermittelten Vortriebenergie infolge des Luftwiderstandes. Nur ein Drittel der Kraft geht in den auftreibenden Flügel. Der Flügel daher erhält nur ein Drittel von 24 Wärmeeinheiten oder nur 8 % der im Brennstoff ursprünglich vorhandenen Energie! Die moderne Technik hat also hier ein Arbeitsfeld, das sie im Verein mit den Wissenschaften und Forschungslaboratorien noch jahrzehntelang beschäftigen wird. Eine zweite französische Messe ffir Occasionsflugzeuge. Die französische «Federation Nationale A6ronautkrue > veranstaltet anfangs September zum zweitenmal anlässlich ihres Kongresses in Clermont-Ferrand eine Messe für Occasionsflugzeuge. Schon 1932 wurde bei der alljährlichen Tagung dieses Verbandes, in Marseille, ein derartiger Occasionenmarkt durchgeführt. Wenn die Beteiligung auch nicht gross war, so konnte doch anderseits der Erfolg gebucht werden, dass fast alle zum Verkauf angebotenen Flugzeuge ihre neuen Besitzer fanden, at. Ein neuer Propeller. Es ist bekannt, dass die Propeller mit erheblich besserem Wirkungsgrad arbeiten könnten, wenn man sie ähnlich den sogenannten Tunnelschrauben bei Schiffen mit einem Luftleitkanal umgeben könnte. Ein deutscher Ingenieur hat den Propeller mit Zusatzflächen versehen, deren Enden parallel zur Drehachse, also rechtwinklig zur Flügelfläche abgebogen sind, um auf diese Weise gewissermassen künstlich eine Art Luftleitkanal zu schaffen. Wie man hört, soll sich diese Neuerung recht gut bewähren, KK. Die fliegende Wüstenpoljzel. Zwischen Damaskus und Bagdad war es noch vor zwei Jahren an der Tagesordnung, dass sich die Stämme in dauerndem Kleinkrieg aufrieben. Natürlich war es für die im «Zweistromland » verkehrenden Automobile sehr ungemütlich, diesen nomadisierenden Stämmen zu begegnen. Daher haben die Engländer eine Anzahl von Polizeistationen mit grossen viermotorigen Flugzeugen ausgerüstet, die einen Patromllendicnst besorgen, wodurch! Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz CH Touring, Führer für Automobilfahrer. Beatbakanntes Hau« direkt an der Strosse nacb Scbwyz u. Einsiedeln. Vorzügliche Küche u. Keller. Stets lebende Foreilen. Schöne Fremdenzimmer zu bescheidenen Preisen. 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