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E_1933_Zeitung_Nr.071

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N» 71 darauf, dass der Brennstoffverbrauch zum grpssen Teil mit abhängig ist von dem Qe ; wicht des Wagens, das der Motor zu schleppen hat Es handelt sich dabei um das Gesamtgewicht! Wiegt also ein Wagen, mit vier Personen besetzt, insgesamt 1600 kg, dann müsste sein Brennstoffverbrauch auf 100 km Fahrt ungefähr 0,9X16 = 14,5 Liter sein. Ejne andere Schätzungsart richtet sich nach dem Zylinderinhalt und besagt, dass ungefähr folgender Verbrauch angenommen werden kann: Bei einem Zylinderinhalt von: 0,75—1,0 1,0—1,5 1.5—2,0 2,0—2,5 2,5-^,0 3,0^-3,5 3,5-4,0 Liter Verbrauch zirka 6— 8 Liter 8—12 12—13 13—15 15—17 17—20 18—22 4,0—5,0 20—25 . Wir betonen nochmals, dass diese Zahlen nur schätzungsweise Gültigkeit haben können und keinen Anspruch auf absolute Richtigkeit erheben. Sie geben ganz brauchbare Vergleichswerte. Wenn der Brennstoffverbrauch des eigenen Wagens gar zu sehr von diesen Richtlinien abweicht, dann ist etwas nicht in Ordnung. -f Eine ingeniöse neue Vorrichtung zum automatisch gesteuerten Einlass von Zusatzluft in das Saugrohr des Motors zeigen wir in untenstehender Skizze. In einen Flansch, der in das Saugrohr eingesetzt wird, ist ein als Zusatzluft dienendes Röhrchen schwenkbar eingebaut, das in seinem obern Ende zwei Flügel trägt. Uebersteigt die Gasgeschwindigkeit im Saugröhr einen bestimmten Wert, dann legt der Gasstrom das Röhrchen infolge des Druckes auf seine Flügel um. Erst jetzt entsteht zwischen der hohlen Drehachse des Röhrchens und der Aussenluft bei Schnitt 'durch den neuen Zusatzluft-Reeler. a eine Verbindung. Der Motor erhält also die Zusatzluft erst dann, wenn er schon eine hohe Drehzahl erreicht hat. Im übrigen erlaubt die Einstellvorrichtung b die genaue Regelung des Momentes, in dem die Zusatzluftöffnung freigegeben werden §011. Mechanisch wirkt diese Einstellvorrichtung, wie ersichtlich, ganz einfach dadurch, dass eine Feder die Drehachse des Flügelröhrchens mehr oder weniger stark gegen eine»schiefe Ebene drückt. at. Comfort-Index, ein Apparat der Universität Purdue. Man kann immer wieder die Beobachtung machen, dass auch bei gleicher räumlicher Bequemlichkeit lange Fahrten in einem Wagen mehr oder weniger ermüden, als in einem andern. Durch Vertauschung der Sitze konnte man manchmal eine Besserung konstatieren, also war der Sitz selbst daran schuld; meist aber blieb sich die Sache gleich, d. h. die Schuld lag am Chassis. Die Purdue Universität in U.SA, versuchte nun durch einen Laboratoriumsapparat die Schwingungen und Vibrationen des Wagens nachzuahmen und deren Einfluss auf den Menschen zu untersuchen. Es wurden recht wertvolle Anhaltspunkte darüber gewonnen, welche Erscheinungen gerade besondere Ermüdung hervorrufen, immerhin aber blieb der direkte Vergleich mit dem fahrenden Auto schwierig, nahezu unmöglich. Nun wurde ein Apparat konstruiert zum Vergleichsmessen der Vibrationen am Auto selbst während der Fahrt und waren folgende Aufgaben gestellt: 1) Vergleichsmöglichkeit verschiedener Wagen auf gleicher Strasse bei gleicher Geschwindigkeit; 2) Vergleich desselben Wagens auf verschiedenen Strassen bei gleicher Geschwindigkeit; 3) Vergleich desselben Wagens auf gleicher Strasse bei verschiedenen Geschwindigkeiten. Der Apparat besteht aus zwei Gruppen: Den Aufnahmeelementen, von welchen jedes für eine besondere Schwingungsfrequenz eingerichtet ist, wobei die Uebertragung auf den Registrierapparat auf optischem Wege erfolgt. Ferner dem Aufnahme-Apparat, der aus einer Trommel besteht zur Aufnahme von lichtempfindlichem Papier und, wie ein Grammophon, durch ein Federwerk in Rotation versetzt wird. Die Lichtstrahlen, die von bewegten Spiegeln der Aufnahme- Elemente ausgesendet werden, wirken auf das Hchtempfindltche Papier und zeichnen dort Vibrationskurven auf. Das Ganze ist in einem lichtdichten Kasten aus Duralumin eingepasst. Aus den gewonnenen Kurven lassen sich sehr instruktive Schlüsse ziehen; man kann am gleichen Wagen Pneus, Stossdämpfer, Federn usw. auswechseln und die Vergleichsfahrten ausführen. Der Apparat wird auf einen der Sitze gestellt, genau in die Wage einreguliert und zeichnet nun alle Vibrationen selbsttätig auf. V. Besserer Kotschutz durch Drahtgewebe. Richtet man aus dem Gartenschlauch einen scharfen Wasserstrahl auf eine senkrechte Wand, so sprühen beträchtliche Wassermengen durch den Aufprall von der Wand zurück. Bedeckt man jedoch die Wand im Abstand einer Fingerbreite mit feinem Draht- Der mit einer Drahtgewebe-Einlage versehene Kotflügel. gewebe und wiederholt das Experiment, so läuft nun das Wasser fast ohne Sprühverluste in einem ruhigen Bächlein die Wand hinab. Gestützt auf diese Beobachtung hat eine englische Autofabrik versuchsweise Kotflügel mit einer Drahtgewebe-Einlage versehen, wie es oben dargestellt ist. Auch hier zeigte es sich, dass das Drahtgewebe die Sprühwirkung, die sonst die Hauptursache des raschen Verschmutzens der Karosserie beim Befahren nasser Strassen ist. fast vollkommen aufhebt. Das von den Rädern aufgeworfene Wasser und der Schmutz gingen wohl durch das Drahtgewebe hindurch, flössen dann jedoch ruhig und gehorsam der Innenseite der Kotflügel entlang nach unten ab. Da bisher keine Kotflügelform gefunden werden konnte, die eine Verschmutzung der Karosserie auch durch zersprühten Schmutz absolut ausschliesst, kommt der Verwendung des Drahtgewebes in der beschriebenen Form vielleicht noch grosse Bedeutung zu. -s. Entgiftung der Auspuffgase. Professor Dr Fritz Frank hat in der Technischen Hochschule Berlin eine Konstruktion zur Entgiftung und Entrussung von Auspuffgasen entwickelt, die am Auspuffrohr des Motors angeschlossen wird. In einer Patrone untergebrachte platinhaltige Scheiben wirken katalytisch auf die Auspuffgase ein. so dass diese giftfrei und rauchlos ins Freie gelangen. Die Lebensdauer des Abgas-Entgifters soll nach den Angaben des Erfinders unbegrenzt sein. Die Leistung des Motors wird zudem nicht in stärkerem Masse beeinträchtigt als durch einen Auspufftopf. ex. Handel u. Industrie Ein neues Hochleistungsöl. In Rennsportund Fliegerkreisen bestand lange Zeit die Ansicht, und sie ist namentlich bei Rennfahrern: noch heute sehr verbreitet, dass für hochbeanspruchte Motoren nur rizinushaltige Oele geeignet sind. Die Versuche und Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es möglich ist, hochbeanspruchte Motoren auch mit einem nach Spezialverfahren hergestellten Mineralöl zu schmieren. Dieser Schmierstoff ist den rizinushaltigen Oelen in bezug auf Schmierfähigkeit in jeder Beziehung ebenbürtig. ^ Die Shell-Gruppe hat auf dem Gebiete der Schmierung von Hochleistungsmotoren durch eigene Versuche in Flug-, Renn- und Sportmotoren und in Zusammenarbeit mit den massgebendsten Konstrukteuren weitgehende Erfahrungen gesammelt, die zur Entwicklung, des Hochleistungsöls Aero-Shell geführt haben, das zunächst für Flugmotoren ge^ schaffen wurde. Es ist in diesem Zusammenhang interessant, zu wissen, dass es durch seine Verwendung bei massgebenden Flugverkehrsgesellschaften möglich wurde, die Betriebsstundenzahl zwischen zwei Ueberholungen zu verdoppeln. Diese überaus guten Erfahrungen im Flug- und Rennmotor haben den Gedanken nahe gelegt, dieses Oel auch für hochbeanspruchte Gebrauchsfahrzeuge bereit zu stellen. Sein verhältnismässig hoher Preis stand dem aber bisher hindernd im Wege. Die Nachfrage aus Fliegerkreisen ist inzwischen so gestiegen, dass der Produktions- HÖRNER der durchdringende, Jedoch angenehme Ton, der solide Aufbau und die FabrikaHonspräzision machen die Qualität eines Namens aus. SCINTILLA-Hörner sind mit langen, kurzen Trichtern und trichterlos lieferbar, in schwarzer und verchromter Ausführung. Preise: Fr. 25-29. AUTOLICHT SPEZIALISTEN CHUR: J.BarfusS Hcneraenlr-Quak SLARUS: Mic.Riffel EMOre-flwMtferisIgHe HERlSAlT.CarlErny Auro-EfeMn-vfataftiH« WlL(stsaiien): R.Bruggmann zunftasft* WINTERTHUR.' 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Ausstellung im Gewerbemuseum: 2. bis 16. Sept. Elektrofachausstellung Im Kasino: 1. bis 5. Sept. 1. Eidg. National-Turnertage: Sportplatz Neufeld, 9. und 10. September. Schweiz. Ausstellung von Hunden aller Rassen in der Stadt. Reitschule, 9. und 10. September. Schaufenster-Wettbewerb, veranstaltet vom Verband der Schaufenster-Dekorateure. Tagungen der Elcktro-Fachverbände. allwag Bern TELEPHON-NUMMER 28.222 Buch- und Offsetdruck] Cliche-Fabrik RETOUCHEN- UND ZEICH ENATELIER Wasch- u. Reinigungs-Düsen für Auto und Wagen jeder Art, fOr Entfettung von Maschinenteilen bei Revisionen. Reinigung"sdüsen für Lokomotiven und Omnibusse etc. Blaspistolen für Dreherarbeiten und Maschinenrevisionen. Flit- und Petrolpistoien. DOsen für Auto und Wagenwasch* pumpen-, bis 30 Atm. verwendbar. SASPAG A:R LUZERN PRlpjfnnn 0)?sAen

N° 71 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE 11 Umfang bedeutend erweitert werden muSSte. ich probierte nun neuerdings, den Wagen in Gang Kolbenringe wirken dann fast als Oelförderpumpe. Bezahlung dieser Busse verpflichtet, indem mit der zu Die Mehrproduktion hat nun eine namhafte bringen, und wirklich griff die Kupplung an, Durch Verwendung eines dickeren Oeles kann diese Unfall als Fahrschülerin zustiess; ich selbst waT Verbillie-un? veroujigung georaem. erbracht JUamit Damit ist HIPSPC dieses Of>l Uei allord "iss sehr schlecht. Am anderen Morgen fuhr Oelförderung natürlich etwas erschwert werden. noch nicht im Besitze eiiier Fahrbewilligung, sondern war von meinem Fahrlehrer zwecks Anleitung ich dann wieder augj doch durfte ich nur k Sie hat aber gewisse Gefahren in sich. Bei kaltem auch iur den Normalverbrauch des Motorrad- sam anziehen lassen; sobald ich durch mehr Gas Motor geh» es viel' länger, bis das Oel genügend und Ueberwachung begleitet. Ist in diesem Falle fahrers und Automobilisten erschwinglich ge- beschleunigen wollte, fing die Kupplung an zu dünnflüssig ist, um alle Stellen, insbesonders die nicht der Fahrlehrer zu belangen? K. in A. Worden. schleifen. Ich vermute nun, dass durch das Schal- Zylinderwände, zu schmieren. J3ie müssen daher Antwort: Art. 14, M. F. G., schreibt vor, der Aero-Shell darf keinesfalls mit den schon ten in d nach Anlassen des Motors denselben bei kleiner Lernende müsse von einer Person begleitet sein, sen f ^tourgang der Kupplungsbelag zernst~ u ~A\ u t- A\- u rr i-i wurde und sich ein Stuck zwischen den noch Tourenzahl einige Minuten warmlaufen lassen, ansonst Sie ein Anfressen riskieren könnten. Zudem antwortlichkeit als Führer trägt. Unter dieser Ver- die den Führerausweis besitzt und damit die Ver- im Handel befindlichen Typen verglichen ganzen Teil und die vordere Scheibe geklemmt hatte, Werden, da es ein ganz neues Oel darstellt, wodurch die Kupplung nur noch auf diesem Stück würde sich die Verwendung von Obenschmieröl antwortlichkeit des Fahrlehrers ist ü. a. auch die das unter Anwendung neuer Verfahren aus schliff. Seither habe ich nichts mehr unternombesten Rohstoffen hergestellt wird. Es ist men u ° d fah / e . n schon 14 Tage, auch in gebir- Minuten Trockenreibung an den Zylinderwänden bare Handlung ein Verschulden voraus. Den Fahr- empfehlen, um zu verhindern, dass in diesen ersten strafrechtliche zu fassen. Jedoch setzt jede straf- giser dahpr pin atmirpwrwlipn« HPI für u^fi Ge Send; ich muss jedoch immer sehr voraaner ein ausgesprochenes Oel für Hoch- gichtig beschleunigen, da sonst die Kupplung ins entsteht. lehrer kann daher auch nur dann eine Strafe treffen, wo ihm ein Verschulden zufällt. Das ist ins- Ganz abraten möchten wir Ihnen von der Verwendung von Getriebeöl im Motor, denn Getriebeöle besondere da der Fall, wenn der Lehrer ungeschickt unterrichtet oder wenn er z. B. den An- leistungsmotoren. Schleifen kommt, speziell wenn solche warm wird. haben oft andere Fabrikationseigenschaften als Motorenöle und könnten sich nur schlecht mischen fänger in dichten Verkehr führt, odeT ohne Wider- m _•_ C * • ^e* sor &fältigero Fahren bringe ich den Wagen doch M