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E_1933_Zeitung_Nr.077

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1933 -

1933 - N° 77 Der Tag von Monza im BiW. Links j Die Fahrer u»d Mechaniker schieben die Maschinen zum Start. Mitte: Der Start der Wagen zum. dritten Vorlauf des Grossen Preises von Monza. Rechts: Das Duell Nuvolari-Fagioli im Grossen Preis von Italien. ganz erstaunliche Nennliste zusammen, die an Qualität mit jedem internationalen Grossen Preis konkurrieren kann. Der Circuit ist 29 km lang und wird aus drei Ueberlandstrassen gebildet. Die Strecke ist ziemlich schwierig zu befahren und reich an Steigungen, Gefälle und Kurven. Die Maximalsteigung beträgt 7 Prozent und das Maximalgefälle gar 9,5 Prozent. Die Wagen bis 1500 ccm haben den Circuit 15mal, demnach über 437 km, und die grossen Fahrzeuge 17mal, demnach über 495 km, zu befahren. Unter den Nennungen für das Masarykring- Rennen sind hervorzuheben: Nuvolari (Maserati-Monoposto), Chiron (Alfa Romeo- Monoposto), Fagioli (Alfa Romeo-Monoposto), Dreyfus (Bugatti 2300 ccm), Varzi (Bugatti 2300 ccm), von Brauchitsch (Mercedes-Benz S S K), Lehoux (Alfa Romeo) usw. In der kleinen Klasse werden sich u. a. Hamilton (M. G. Midget), Boucly (Miller), Decaroli (Bugatti), Marret (Miller), Vagniez (Maserati), Veyron (Bugatti) und Burggaller (Bugatti) messen. Auch die Schweiz wird am Masarykring- Rennen vertreten sein. In der grösseren Klasse startet Markiewicz auf Bugatti und bei den kleinen Wagen geht Hans Rüesch auf Alfa Romeo an den Start. Das letztjährige Rennen gewann Chiron (Bugatti) in der grossen und Burggaller (Bugatti) in der kleinen Klasse. Die Nennungen. Wagen über 1500 ccm: Jan Kubicek (Bugatti); Z. Pohl (Bugatti); J Zadäk (Bugatti); Dreyfus Rene (Bug-atti); Gaupillat Jean (Bugatti); Chiron Louis (Alfa Romeo); Lehoux Marcel (Alfa Romeo); Moll Guy (Alfa Romeo); Wimille P. J. (Alfa Romeo); Aimini Q. (Maserati); Balestrero (Bugatti); Brivio (Alfa Romeo); Sforza (Maserati); Nuvolari (Maserati); L. Fagioli (Alfa Romeo); Varzi Achille (Bugatti); L. Hartmann (Bugatti); M. v. Brauchitech (Mercedes-Benz); Jellen Charly (Alfa Romeo); Pietsch P. (Alfa Romeo); Stein weg R. (Bugatti); Markiewicz E. (Bugatti). Wagen bis 1500 ccm: H. C. Hamilton M. G. Midget); Benes GWikov); Hausmann (Bugatti); Hoslalek (Z.); J. Knapp' (Walter jun.); G. Kreml (Wikov); B. Sojka (Bugatti); Trumpes (Z.); Ing. Weinfurter (Bugatti); Boucly (Miller); Decaroli L. (Bugatti); V. Marret (Miller); A. Vagniez (Maserati); P. Veyron (Bugatti); Q. Landi (Maserati); E. G. Burggaller (Bugatti); E. Frisch (Bugatti); J. Ripper (Bugatti); B. Kandl (Amilcar); Winter H. (Bugatti); Ruesch H. (Alfa Rotneo). Englisches 500-Meilen-Rennen am Samstag. Der nächste Samstag bringt eine der grössten englischen Autosportveranstaltungen des Jahres, das 500-Meilen-Rennen auf der Brooklandsbahn, Dieser Anlass zählt zu den schnellsten Rennen der Saison; so wurden beispielsweise letztes Jahr bei dieser Veranstaltung Durchschnitte von 200 km/St, gefahren. Die 38 konkurrierenden Wagen starten nach dem Handycapsystem, wobei für die grossen Fahrzeuge bedeutend höhere Stundendurchschnitte gelten als für die kleineren Wagen. An bekannten Konkurrenten' seien erwähnt: Mansell (M.G. Midget), Driscoll (Austin), Barnes (Austin), G.E.T. Eyston (M.G. Midget), Horton (M.G. Midget), Dixon (Riley), Cyril Paul (Riley), E.R. Hall (Riley), Whitney Straight (M.G. Magnette), T.E. Rose-Richards (M.G. Magnette), C.S. Staniland (Riley), Aldington (FrazerNash), Zanelli (Alfa Romeo), Kaye Don (Bugatti) usw. Das letztjährige Rennen gewannen R. E. Horton und J.H.Bartlett auf einem M.G.Midget. Fagioli auf Alfa Romeo-iMonoiPosto, der Sieger des Grossen Preises von Italien, bei seiner Ankunft am Ziel. * » »t in Sdhw Monte-Ceneri-Bergrennen. Nur noch zehn Tage trennen uns von der letzten Veranstaltung des schweizerischen Automobil-Sport-, Kalenders, die bekanntlich auch für die Automobilmeisterschaft in Berechnung kommt. Wie anlässlich der Besprechung des Reglementes bereits erwähnt wurde, wird mit diesem Bergrennen, das über eine Strecke von 10 km führt und eine maximale Steigung von BEKN Schutz dem Polster! CITY Die zwei bequemen Garagen im Herzen der Stadt Lanpenstrasse GARAGE EFFINGERSTRASSE w e r b e n u m I h r T e r t r a n e n Abschleppdienst «ARA«E Tag; und Nacht BATYEBII Autosattlerei, Telephon ZSJ99 In allen Garagen und Elektrizitätsgeschäften passen sie ia kurzer Frist an und berechnen nur massige Preis«. Verlangen Sie doch einmal unverbind* fidi Offerte. MULLER 'S) MARTI Eigcrplau BERN Suchen Sie den Was zahlt er dafür? Nicht nur der Zustand eines Wagens ist massgebend für den Preis, den er erzielt, sondern ebenso sehr das Mass, in welchem er die Ansprüche und Anforderungen des Käufers erfüllt, de mehr dies der Fall ist, desto besser kann der Verkäufer dafür bezahlt werden. Für den letztern Ist es daher wichtig, nicht nur einen Interessenten ausfindig zu machen, sondern einen solchen zu finden, dem der Wagen in jeder Beziehung entspricht. Ausschreibungen von gebrauchten Wagen durch die „Automobil - Revue" vermitteln in den meisten Fällen eine grössere Zahl von Interessenten, unter denen oft ein solcher „bestzahlender 11 Käufer gefunden wird. bestzahlenden Käufer durch eine „Kleine Anzeige" in der „Automobil-Revue".

N° 77 - 19SS AUTOMOBIL-REVUE 8,9 Prozent aufweist, gleichzeitig auch der bisherige Kilometer Iance zwischen Giubiasco und Cadenazzo verbunden. Die Klassierung erfolgt nach den gesamten Fahrzeiten, doch sind Speziaipreise für die besten Zeiten auf der Kilometerstrecke vorgesehen. Die Trainingsfahrten finden Freitag, den 22. und Samstag, den 23. September, jeweilen morgens zwischen 6 und 8 Uhr statt. Das Rennen selbst beginnt Sonntag morgen 9 Uhr und dürfte um 12 Uhr beendet sein. Die Wagenabnahme ist auf Sonntag morgen zwischen 6 und 8 Uhr in Qiubiasco vorgesehen. Die Strasse ist während den Trainingszeiten für den durchgehenden Verkehr geschlossen, ebenso bleibt sie ab Sonntag morgen 8 Uhr bis nach Beendigung der Veranstaltung für den privaten Verkehr gesperrt. Die Wagen der Zuschauer, welche zu den acht verschiedenen offiziellen Parkplätzen fahren wollen, werden bis 8 Uhr 30 auf die Strecke gelassen. Für die Parkplätze werden folgende Gebühren erhoben: Platz Nr. 1 in Giubiasco 5 Fr., Nr. 2 bei Beginn der Kilometerstrecke 10 Fr., Nr. 3 beim Ausgang der Kilometerstrecke 10 Fr., Nr. 4 in Contone 5 Fr., in Cadenazzo !1O Fr., Nr. 6 spezieller und reservierter Parkplatz beim alten Bahnübergang 20 Fr-, Nr. 7 Parkplatz für Autocars am Ceneri 20 Fr., Nr. 8 für Privatautos am Ceneri 5 Fr. Von den Zuschauern wird eine Eintrittsgebühr von 1 Fr. pro Person erhoben. Billets für Parkplätze und Rennbesucher können im Vorverkauf beim Sekretariat in Lugano bezogen twerden. Sonntag nachmittag 1 Uhr findet in Lugano das offizielle Bankett statt, an^welfches sich um 4 Uhr die Preisverteilung sowie die Proklamation der schweizerischen Automobilmeisterschaft anschliesst. Den Organisatoren gelang es bereits, einen reichdotierten Gabentisch sicherzustellen. So ist für die beste Tageszeit ein Barpreis von 2000 Fr. sowie ein Ehrenpreis ausgesetzt. Für die beste Zeit der Renn- und der Touj,renwagen sind je 500 Fr. in bar sowie ein Ehrenpreis reserviert. Der schnellste Wagen der Sportwagenkategorie erhält zudem noch die Challenge Guindani. Für die beste Tourenwagenzeit ist ein sehr wertvoller massivsilberner Ehrenpreis vorgesehen. Bereits liegen eine erfreuliche Anzahl von Anmeldungen, so vor allem von jenen Fahrern vor, welche die schweizerische Meisterschaft zu bestreiten gedenken. Doch rechnen die Organisatoren noch mit zahlreichen Nachnennungen, so dass es am Sonntag In 8 Tagen an scharfen Kämpfen und spannenden sportlichen Momenten nicht fehlen wird. Kommt der Grosse Preis der Schweiz nach Bern ? Seit mehr als Jahresfrist gilt es für die Berner als abgemachte Sache, dass der Grosse Preis der Schweiz für Automobile, der 1934 nun definitiv stattfinden soll, auf der Rundstrecke im Bremgartenwald zum Austrag kommen werde. Wenigstens war dies von allem Anfang an die Absicht der Sektion Bern des A.C.S. .welche als Veranstalterin in Frage kommt. Leider haben sich die Verhandlungen mit den Behörden wegen Instandstellung und Überlassung der Strasse zu dieser vielversprechenden Veranstaltung über Erwarten in die Länge gezogen. Wenn sich kantonale und städtische Instanzen sowie zahlreiche private Verbände darüber einig sind, dass ein solches Rennen eine wertvolle Propaganda für die Stadt Bern bedeute und ihr wirtschaftlich nur zum Vorteil gereichen könne, so ist man auch heute noch einen bedeutenden Schritt von der endgültigen Verwirklichung des Projektes entfernt. Freilich ist in der Zwischenzeit die Rundstrecken A.G. gegründet und deren Aktienkapital von 160,000 Fr. zur Zeichnung aufgelegt worden, doch scheint es auch mit len die Meldungen nicht verstummen, dass man sich bereits in Basel um eine geeignete Rennstrecke umgesehen habe. Nun wird aus Montreux berichtet, dass anlässlich einer vom dortigen Verkehrsverein einberufenen und von zahlreichen anderen Organisationen beschickten Versammlung, die Durchführung eines Grossen Preises für Automobile in Montreux nicht nur diskutiert sondern auch beschlossen worden sei. Dieser Entschluss sei im Einverständnis und mit der Unterstützung der Sektion Waadt des A.C.S. gefasst worden, welche als Organisatorin des Rennens in Frage käme. Weiter wird berichtet, dass man einen in RuTidstreckenrennen besonders versierten ausländischen Fachmann nach Montreux eingeladen, und dieser bereits die Wahl der Strecke getroffen habe. Dem Vernehmen nach würde es sich um ein Rennen mitten in der Stadt nach dem Vorbild von Monte Carlo handeln. Nachdem diese Art von Autorennen bereits in Nimes, Nizza und Pau mit Erfolg kopiert wurde und zur jährlichen Wiederholung vorgesehen ist, so ist ganz begreiflich, dass man auch in der Schweiz daran denkt, ein Rennen auf gleicher Basis aufzuziehen. Es will uns zwar scheinen, dass die Schweiz erst ihren Ruf als Veranstalterin von Rundstreckenrennen erwerben muss und dies besser auf einer Strecke, wie diejenige im Bremeartenwald versucht, bevor sie an Rennen in geschlossenen Ortschaften ä la Monte Carlo herantritt. Immerhin sollte der Beschluss von Montreux für die Berner endlich das Signal sein, ihren Grossen Preis endgültig und so bald wie möglich unter Dach zu bringen, bevor sie durch eine etwas rascher zugreifende Stadt überholt werden. Bern hätte für diesen Fall dann nicht nur das Nachsehen, son- der Bereitstellung der finanziellen Mittel nicht mit der wünschbaren Promptheit vorwärts zu gehen. Diese Gemächlichkeit in der Vorbereitung des kommenden Grossen Preises, welche dem sprichwörtlichen Bernertempo wirklich alle Ehre macht, wäre nicht so bedenklich, wenn Bern das Monopol für eine solche Veranstaltung hätte. Wenn auch dem Bremgarten-Rennen die Priorität zukommt und dieses für den nationalen und internationalen Sportkatender vorgesehen ist, so ist damit nicht etwa jegliche Konkurrenz aus der dern brauchte nach dem Schaden gewiss auch nicht für den Spott zu sorgen ! ß Welt,geräumt. Es steht im Gegenteil jeder kantonalen Sektion die Möglichkeit offen, die Durchführung einer ähnlichen Veranstaltung ins Auge zu fassen und sie sogar als S4i»«ass